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Full text of "Entomologische Zeitung"

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iintomologische Zeitung, 


Herausgegeben 
von dem 
entomologischen Vereine 


ZU 


STETTIN. 


Siebenundfünfzigster Jahrgang. 


Stettin 1896. 


Druck von R, Grassmann. 


Entomologische Zeitung 


herausgegeben von dem 


entomologischen Vereine 


zu Steitim. 


[ser ng 


Redaetion: Dr. Heinrich Dohrn, Vorsitzender. 


In Commission bei den Buchhandlungen Er. Fleischer in Leipzig und 
R. Friedländer & Sohn in Berlin, 


No. 1-6. 97. Jahrgang. I.—1I. Heft 1896. 


Beitrag 


zur 


Kenniniss der Mierolepidopteren-Fauna 


von Dänisch- Westindien 
von 
WW. von Hedemann. 


DE 
Seit dem Erscheinen der ersten Abtheilung dieser Arbeit 
habe ich durch die Güte des Herrn Pontoppidan *) neues Material 
von 8. Croix erhalten, wodurch ich zu den früher angeführten 
Arten Ergänzungen zu geben im Stande bin. 
ad 12. Eurycreon Bifidalis F. Dieses T!hier scheint auf S. Croix 
sehr häufig zu sein, indem mir jetzt gegen 20 Exemplare 
von dert vorliegen, alle im Mai und Juni gefangen. Darunter 
befindet sich ein ganz frisches 3, das die Zeichnungen der 
Vorderflügel nur ganz verloschen, kaum dunkler als die 
Grundfarbe, zeist. | 


*) In dieser Zeitschrift Jahrgang 1894 p. 281 wurde dieser Name 
von mir irrthümlich Pantoppidan geschrieben. Daher muß auch die 
p. 284 nach diesem Herrn benannte Botys nicht Pantoppidani, sondern 
 Pontoppidani heißen. 

Stett. entomol. Zeit, 1896. 1 


4 


ad 17. Cnaphalocroeis Similis Hedem. Ich habe ein zweites 


Exemplar, auch 9, dieser Art von 8. Croix, am 22. Juni 
gefangen, erhalten. Bei diesem Stücke ist auf den Vorder- 
flügeln die innere Saumlinie nieht zusammmenhängend, son- 
dern in Punkte aufgelöst, wodurch sie nicht so scharf 


markirt ist, wie bei der Type. 


ad 18. Calamochrous Chilonalis Led. Von dieser Art erhielt 


26a. 


34a. 


ich von Herrn Pontoppidan 2 33 von 8. Croix, die Herr 
Snellen als diese Art bestimmte, so daß jetzt wohl kein 
Zweifel mehr herrscht, daß es die Lederer’sche Art ist. 
Der Mann unterscheidet sich von den früher beschriebenen 
92 mur dureh längeren und schlankeren Hinterleib, wenig 
kürzere und schmalere Vorderflügel, und im Ganzen etwas 
dunklere Färbung, namentlich des Thorax. Hinterleibes und 
der Vorderflügel. 

Eudioptis Immaculalis Gn. Pyr. p. 297; Snell. Tijdsch. 
v. Ent. 1875 p. 228; Mschl. Portor. p. 299. 

Einige Exemplare von Herrn Pontoppidan und mir gleich- 
zeitig mit E. Hyalinata L. auf 5. Croix gefangen. Möschler 
hält /mmaculalis Gn. nur für eime Varität der Hyalinata L.; 
außer dem fehlenden dunkeln Ring des Hinterleibes bei 
ersterer Art kann auch ich keinen Unterschied von Hyali- 
nata finden. 

Desmia Orbalis Gn. Pyr. p. 192; Snell. Tijdsch. v. Ent. 
1875 p. 251; Mschl. Portor. p. 311. 

Ein 2 am 12. Juni von Herrn Pontoppidan auf 
5. Croix gefangen. 

Die weißen Zeichnungen sind beim 2 weniger breit 
als beim 3. 

Bei Möschler 1. e. ist die bezügliche Litteratur aus- 
führlieh angegeben. Aediodes Intermicalis Gun. gehört als 
Synonym zu Orbalis. Außer in Westindien wurde das 


Thier noch. in Cayenne ‚gefunden. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


5 


34b. Syngamia Florella Crıam. Pap. Exot. Pl. 348 Fie. L.; 
Quinqualis Hb. Zir. 351—52; Florellalis Gun. Pyr. p. 187. 

Von dieser auf den Großen Antillen, in Central- und 
Süd-Amerika weit verbreiteten Art fing Herr Pontoppidan 
am 2. Dezember ein ganz frisches 2 auf 5. Croix. 

ad 41. Synclera Minima Hedem. wurde auch auf $. Croix in 
Mehrzahl gesammelt. 

45a. Eine sehr zierliehe und schön weib und goldbraun gezeich- 
nete Hydrocampa, die Herr Snellen für neu erklärt, fine 
Herr Pontoppidan in einem Stück am 14. Juni auf 8. Croix; 
leider ist das Exemplar nicht rein genug zum Beschreiben. 

52a. Homura Rebeli n. sp. Sehr ausgezeichnet durch die auf- 
gerichteten Schuppen der Vorderflügel. 

15—19 mm Flügelspannune. 

Palpen des $ kräftig, sichelförmig,. über den Kopf 
gebogen und bis an den Thorax reichend. Zweites Palpen- 
elied sehr lang, drittes Glied kürzer als die Zeichnung des- 
selben auf Taf. 4 Fig. 3 in Lederers Pyr. (wo der Kopf 
einer lHomura abgebildet ist) es zeigt. Unten gelblich- 
graubraun,. gegen das Ende des zweiten Gliedes dunkel- 
braun, das Endglied gelblich. Die Palpen liegen so dicht 
auf dem braun und gelberau gefärbten Schuppenschopf, 
daß die Oberseite derselben nicht sichtbar wird. 

Dem 2 fehlt dieser Schopf. Die Palpen desselben 
sind ebenfalls kräftig. aufwärts gebogen. biegen sich aber 
nicht über den Kopf zurück; erstes und zweites Glied 
überall tief dunkelbraun. das sehr lange Endglied spitz und 
fein. weißgrau. am Ende gelbbraun. 

Fühler in beiden Geschlechtern dunkelbraun; die 


ven die Spitze der Fühler sich allmählig 


pinselartigen, ge 
verlierenden Wimpern der männlichen sind weißgrau; die 
weiblichen Fühler unbewimpert. 

Der Kopf des $ ist durch den Schopf verdeckt, der 
des 9 grau. In beiden Geschlechtern der "Thorax und 


Stett, entomol. Zeit. 1396. 


(o>3 


Schulterdecken grau, der Leib gelbgrau (der des 2 etwas 
kürzer und nur unbedeutend dieker als der des $). Die 
Beine sind außen dunkel violett-grau. innen gelblich, die 
Fußglieder gelblich. 

Vordertilügel violettgrau. stellenweise mit wenigen 
rothen Schuppen unregelmäßig gemischt; ihre Zeichnungen 
sind schwer zu beschreiben. Der Vorderrand und das 
Wunrzeldrittel am dunkelsten. Bei 1/, reicht vom Innen- 
rande bis zur vorderen Mittelrippe ein Streifen erhabener, 
wurzelwärts weißer, nach außen schwarzer Schuppen. Es 
mag dieses den ersten Querstreifen bedeuten; der hintere 
Querstreif beginnt am Inmnenrande bei 2/,. läuft bis zur 
vorderen Mittelrippe senkrecht, biegt sich hier kurz saum- 
wärts und läuft dann senkrecht in den Vorderrand bei 
3/, desselben. Dieser Streifen besteht aus ähnlichen und 
sleichgefärbten. aufgerichteten Schuppen wie der erste. 
Bei |, läuft eine scharf gezeichnete, sehr sanft gewellte, 
weiße Linie fast paraliel mit dem Saume. Wurzelwärts 
wird sie vom Vorderrande bis Rippe 2 von einem sroßen 
braunen Fleck begrenzt. in welchem die Rippen sich scharf 
schwarz hervorheben. Wurzelwärts von diesem Fleck ist 
die Flügelfärbung am hellsten. Auch saumwärts ist die 
weiße Linie vom Vorder- bis Innenrand breit braun begrenzt, 
wo ebenfalls die Rippen schwarz hervortreten. Die Saum- 
linie ist im hellem Grunde schwarz punktirt, die Fransen 
hellgrau. Die oben erwähnten röthlichen, zum Theil empor- 
stehenden Schuppen finden sich zerstreut hauptsächlich im 
Mittelfelde und in der äußeren Beerenzung des hintern 
Querstreifens. 

Hinterflügel grau, Vorder- und Hinterrand am dunkelsten. 

Unten sind die Vorderflügel grau, die hintern gelb- 
lich, alle stark glänzend. 

Ich selbst fing zwei verflogene $3 Anfang Mai auf 


S. Croix, Herr Pontoppidan brachte ein frisches Paar und 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


zwei ziemlich gute SS von dort mit. Bisher waren nur 
drei Species der Gattung Homura aus Brasilien bekannt. 
Ein 2 dieses Genus kannte man noch nicht. 

Ich habe dieses interessante Thier nach meinem hoch- 
seehrten Freunde, dem ausgezeichneten Microlepidopterologen 
Herrn Dr. H. Rebel in Wien benannt. 

52b. Phidotricha Erigens (Zell. i. 1.) Rage. Bull. Soc. Ent. 
de France 18858 p. CXXXIX; Mschl. Portor. p. 326. 

Ich fing ein frisches 2 am 7. Mai auf S. Croix an 
der Lampe. 

Zu Möschlers «guter Beschreibung weiß ich nichts 
beizufügen. 

ad 58. Fundella Pellucens /. Ich führte bei diesem "T'hiere 
an. dab Herr Snellen es für synonym mit Tylacoptila 
Paurosema Meyr. halte. 

lu einem Schreiben vom 28. April 1595 an Herrn 
Snellen. äußert sich der leider seitdem verstorbene Ragonot. 
daß er diese Ansicht nicht theilen könne und begründet dieses. 

Herr Snellen schreibt mim hierüber folgendes: 

„Diese Bemerkung des Hermm Ragonot ist richtig. 
Meyrick sagt bei Paurosema 1. e. p. 106: „„Antennae in 
5 Siliform. evenly ciliated (1). hardly perceptibly sinuate 
at base, with large rounded tuft of scales from base 
Of Stalker. 

„Diesen „tuft* bildet Ragonot auch ab und bei 
wiederholter Besichtieung meines von Zeller erhaltenen 5 
der Pellucens (dessen Fühler zurückgeschlagen sind) kann 
ich ihn nicht entdecken. Merkwürdig ist auch nicht nur, 
daß beide Arten auf Cassia leben, sondern auch, dab die 
35 von beiden einen verdiekten Innenrand der Hinter- 
flügel haben“. 

Ich besitze noch eine Anzahl Phycideen - Arten von 
S. Thomas und $. Croix, die bei Herrn Snellen zur Begutachtung 


Steit, entomol, Zeit, 1996. 


6) 


waren. Eine Art ist eine Cryptoblabes Z. n. sp.,. drei neue 
Arten gehören nach Herrn Snellen ebenso vielen neuen Gattungen 
an. Leider bin ich zu wenig Kenner dieser schwierigen Familie, 
um mich im ihr an Gattungs- und Species-Beschreibungen wagen 


zu dürfen. 


Pterophorina H.8. 


An dieser Familie scheinen dıe dänisch-westindischen Inseln 
arm zu sein, wenn nicht unser nur kurzer Aufenthalt dort, noch 
dazu in der ungünstigsten Jahreszeit, die Ursache ist, dab wir 
so wenig Arten fanden. | 

77. Amblyptilia Pusillidaetylus Wikr. Cat. Br. ' Mus. XXX 
p- 933; Walsinshm Proc. Zool. Soc. Lond. 1891 p. 495; 
Deenidion Zell. Hor. XI p. 468 Tat. VI Bie. 162) 7 

Von Herrn Gudmann und mir Ende April auf 8. Croix in 
Mehrzahl gefangen. 

Zellers Type war von 5. Thomas. Seine Beschreibung: ist 
vortrefflich,. die Abbildung aber im der Färbung zu &rau gehalten, 
auch nicht ganz genau. 

78. Mimaeseoptilus Gilvidorsis Z. Hor. XIII p. 469 
Taf. VI Fig. 164. | 

Em Anfang Mai auf $. Croix an einer eng begrenzten 
Stelle nicht eben seltenes 'Thier wurde mir von Herrn Snellen 
als Gilvidorsis Z. bestimmt. 

Das Thier scheint nicht unerheblich zu varliren. Die meisten 
Stücke sind fast ganz zeichnungslos; von der gelblichen Innen- 
randstrieme ist so gut wie nichts wahrzunehmen und nur eine 
Reihe dunkler Punkte auf den Hinterrandfransen des Hinterzipfels 
sind meistens siehtbar,. so daß das Thier einfarbig bräunlich-grau 
erscheint. Nur bei einem Exemplar ist die Makel vor der Spal- 
tung ganz deutlich und ziemlich groß. | 

Zeller beschreibt weder die Hinterflügel noch den Hinterleib. 

Erstere sind röthlich braungrau mit helleren Fransen. Die 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


3 


Unterseite derselben ist dunkler wie die der Vorderflügel. Hinter- 
leib gelb, die beiden ersten Segmente gelblich-grau. 

Zellers Abbildung ist viel zu dunkel und grell. - Seine 
Exemplare stammen aus Bogota. 

Herr Snellen bemerkt bei Gilvidorsis: „Vielleicht ist Mim. 
Tenuis Feld. u. Rehfr. Novar. Lep. pl. 141 Fig. 50 dieselbe 
Art, aber die Abbildung dann verfehlt zu nennen.“ 

79. Oedematophorus Inquinatus Z. Verh. zool. bot. Ges. 
Wien 1873 p. 125 (sep.). 

Ein 2, das eut mit .Zellers Beschreibung stimmt, wurde 
am 7. April auf 8. Thomas gefangen und von Herım Snellen als 
Inquinatus Z. bestimmt. 

Dieses Exemplar steht insofern in der Mitte zwischen Zellers 
Hauptform und seimer Var. b.,. indem der Thorax ganz weiß ist, 
während alles Uebrige wie bei jener ist. Zellers Typen stammten 
aus Texas. 

80. Leioptilus Thomae Z. Hor. XIII p. 478 Taf. VI 
Fie. 170. 

Von uns nicht gefunden. Zeller erhielt seine Stücke von 
Baron Noleken von S. "Thomas. 

Herr Snellen, der ein Exemplar von Zeller erhielt, bemerkt, 
daß seime Beschreibung genau, die Abbildung dagegen weniger 
gut und zu gelb ausgefallen sei. 

81. Leioptilus Microdactylus Hb. Ster.-Weke. Cat. 1871 
p- 344 N. 3174; Hein.-Wcke. Schmett. Deutschl. und der Schweiz 
p- 805; Snellen Vlind. v. Nederl. p. 1050. 


Herr Snellen, dem ich ein Exemplar zur Ansicht sandte, 


kann es — außer durch seine Kleinheit, 111, —12 mm Flügel- 
spannung — nicht von Hecrodactylus unterscheiden. . Doch be- 


sitzt er ein holländisches, ich zwei dänische wenig größere 
Stücke (13 mm). 
Auf $. Thomas Anfangs April selten. 


Stett. entomol,. Zeit. 1896. 


10 


Tineina HS., Snell. 


82. Simaethis Rimulalis Z. Verh. zool. bot. Ges. 1975 
p2 3241: Horn, XI op. 172 War Bien 162, 

Ein frisches, sehr gut mit Zellers Abbildung und Beschreibung 
stimmendes &$. klopfte ich am 10. April auf 5. Thomas aus 
einer Hecke. 

83. Tortyra Auriferalis Wlkr. Cat. XXVII p. 570; 
Wisehm. Proc. Zool. Soc. Lond. 1891 p. 5285; Aurofasciana 
Snell. Pijds: v. Bunt: XVII p. 14 P]. 6 Bio RX nr 
ib. XXVIIT p. 15; Tonita 7, Hor. XI ip. 295 Anm 2: 

Ein frisches, aber leider von Ameisen stark mitgenommenes 
Exemplar brachte Herr Pontoppidan von 8. Croix mit. 

Das Genus Choregia 7. ist gleich dem Genus Tortyra 
Wlkr.. welch letzteres die Priorität hat. 

Das Thier scheint über ganz West-Indien verbreitet zu 
sein, während die äußerst nahestehenden 7. Fulgens Feld. u. Rehf. 
Novar. Lep. Taf. 140 Fig. 17; Zell. Hor. XII p. 192; Violacea 
Feld. u. Rehf. Novar. Lep. Taf. 140 Fig. 16; Zell. Hor. XIU 
p- 195 prageed. 29 und Spectabilis Wlkr. Butl. Ent. Month. 
Mae. XIX p. 107 bisher nur auf dem südamerikanischen Fest- 
lande gefunden wurden und wohl nur Varietäten von Auriferalis 
Wlkr. sind. 

54. Hyponomeuta ı Mschl. Portor. p. 339 
Nur 1 $ am 17. März auf 8. Thomas aus einer Hecke geklopft. 

85. Oeta Punctella Cram. Pap. Exot. IV p. 164 Pl. 372 
Fie. L; Zell. Verh. zool. bot. Ges. XXI p. 228; Wlsehm. 
Proc. Zool. Soc. Lond. 1591 p. 532; Compta Grote Proc. Entom. 
Soc. Philadelph. V (1865) p. 230; Zell. Stett. ent. Zeit. 1871 
Ds n Pustulella ‘Gn. N Soc. Ent. "France (5. Ser.) IX 
p. 287; Bere Ann. Soc. Ciene. Argent. X p. 100. 

Von uns nicht gefangen; dagegen befindet sich im Kopen- 
hagener Zool. Museum ein vom Capitän Baron Eggers herrühren- 
des Exemplar. das er auf 8. Croix aus einer auf Costela erecta 


Stett. entomol, Zeit, 1896. 


11 


lebenden Raupe erzog. Zeller und Lord Walsingham geben 
Ailanthus glandulosa als Nährpflanze der Raupe an. Zeller 
beschreibt die Raupe in Verh. zool. bot. Ges. XXIII p. 229. 

Punctella ist in Nord- und Süd-Amerika sowie West-Indien 
weit verbreitet. 

86. Cydosia Nobilitella Cram. Pap. Exot. III p. 128 
Pl. 264 G; Westw. in Duncan’s Natur. Library 37 Pl. 24 
Fig. 2; Zell. Hor. XIII p. 239; Berg Ann. Soc. Ciene. Argent. 
1880 (separ). p. 9; Snell. Tijds. v. Ent. XXX (1887) p. 65; 
Hilarella Snell.. (Prays?) Tijds. v. Ent. XXI (1878) p. 133 
Pl. 7 Fig. <—11. 

Anfang Mai auf S. Croix einige frische Exemplare an der 
Lampe gefangen. Herr Pontoppidan fing ein Fxemplar am 
30. Oktober. 

Das Thier varürt sehr, sowohl bezüglich der Größe wie der 
Färbung; Herr Snellen bemerkt hierzu: „Alle von Guenede in den 
Ann. Soc. Ent. de France 1879 beschriebenen Cydosien sollen 
zu Nobilitella gehören“. 

Die Engländer fahren fort, das Thier zu den Lithosiden 
zu rechnen, obgleich die Herren Snellen und Zeller zur Genüge 


bewiesen haben, daß es zu den Tineinen gehört. 


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Mittheilungen über einige Kleinschmetterlinge 


von 


Lehrer Schütze, Rachlau. 


Auch in der sächsischen Lausitz werden die Kleinschmetter- 
linge von fast allen Sammlern. deren Anzahl überdies sehr gering 
ist, als Stiefkinder behandelt. Zwar sind hier Christoph und 
Möschler thätie gewesen, doch beschränkte sich ersterer, der 
schon 1858 die Gegend verließ, mehr auf den preußischen Theil 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


12 


der Provinz, während letzterer bis zu seinem im Jahre 1889 
erfoleten Tode wohl im nördlichen Theile der sächsischen Lausitz 
sammelte, aber. durch anderweite Arbeiten verhindert, von Jahr 
zu Jahr weniger. Kein Wunder daher, «daß in unsrer Heimath 
die Kenntniß der Micra nur eme oberflächliche ist. Zwar scheint 
die Gegend an Fundorten besserer Falter nicht eben reich zu 
sein, und dies legt an den örtlichen Verhältnissen, doch hat bis- 
her noch jeder Sammler in näherer oder weiterer Umgebung 
seines Wolnortes schließlich ein oder das andere Plätzchen 
vefunden. wo seine Mühe belohnt ward. 

Und die Bodengestaltung der Lausitz: Gebirge von ver- 
schiedenem Gestein, eme weite Ebene und endlich sandige Heide, 
verbürgt wenigstens in qualitativer Hinsicht reiche Ausbeute. — 
Angereet durch memen verstorbenen Freund Möschler habe ich 
mich seit mehreren Jahren fast ausschließlich den lieblichen 
Thierchen gewidmet und wenigstens die Umgebung meines Wohn- 
ortes, am Nordfuße des zum Lausitzer Gebirge gehörigen Uzorneboh 
gelegen. einigermaßen erforscht, und ich darf mit den bisherigen 
Resultaten wohl zurieden sein, da ich hier mehrere, fast überall 
seltene Kleinschmetterlinge in Mehrzahl fand. Ich nehme an. dab 
diese Funde auch für weitere Kreise von Interesse sind und will 
daher, einer Anreeung des Herrn Major Hering folgend. einiges 
darüber mittheilen. 


i. Grapholitha discretana Wk. Bei Rachlau ist dieser 


hübsche Falter ziemlich selten, scheint überhaupt nirgends häufig 
zu sein; hingesen ist er sehr verbreitet und wurde nach einer 
Mittheilung des Herrn Major Herine bisher in Schweden, Livland, 
Nord- und Süd-Deutschland, dem Elsaß, in Holland, Mittel- und 
Süd-Frankreich, Ungarn und Süd-Rußland gefunden. Umsomehr 
ist es zu verwundern, dab die Raupe bisher noch nicht bekannt 
war, wenigstens finde ich bezüglich derselben keinerlei Notizen, 
nicht einmal Vermuthungen. Ich habe sie im vergangenen W inter 
bei Raenlau entdeckt und zwar im den Ranken des wilden 
Hopfens, Humulus lupulus. 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


13 


Nachdem ich im Jahrgang 1895 dieser Zeitung den Aufsatz 
des Herrn Dr. Hinneberg über Graph. tetragrammana und deren 
Raupe gelesen, beschloß ich sofort, letztere auch hier aufzusuchen. 
Bei flüchtigem Nachsehen Ende Sommers entdeckte ich mehr- 
fache Fraßspuren in den Ranken, die Raupen hatten aber ohne 
Ausnahme die Wohnung verlassen, das Schlupfloch war deutlich 
zu sehen. Solche verlassene Fraßstellen fand ich auch bei 
längerem Nachforschen im Winter ziemlich zahlreich, weiß aber 
nicht, welehe Raupen dieselben verursacht haben. Botys silacealis 
kann es nicht gewesen sein; denn abgesehen davon, daß diese 
Art bei Rachlau nicht vorkommt, obwohl wir Hopfen in Menge 
haben, waren auch die Fraßspuren viel zu klein; Raupen in 
ihren Wohnungen sah ich im Winter in Bautzen, wo sie ein 
Sammelfreund in Menge in Hopfenranken fand. Raupen von 
tefragrammana fand ich zwar bisher noch nicht, dafür aber 
andere von gleicher Größe, die mir schon im Februar den Falter 


ergaben: Grapholitha discretana Wk. 


Die Raupe ist 9—10 mm lang, nach hinten nicht ver- 
dünnt, gelblieh; Kopf dunkelbraun, Nackenschild wenig lichter, 
Afterklappe und die ziemlich großen Wärzchen grünlichgrau, 
glänzend. Die Wärzehen sind folgendermaßen vertheilt: Auf 
dem Rücken des zweiten und dritten Ringes stehen je zwei, auf 
den übrigen je vier, das vordere Paar näher zusammen als das 
hintere; an den Seiten tragen der zweite und dritte Ring je drei 
im Dreieck, die übrigen je zwei übereinander stehende Wärzchen, 
zwischen welchen die Stigmen deutlich zu sehen sind; eine Reihe 
von Wärzchen, auf jedem Ringe eins, befindet sich an beiden 
Bauchrändern und noch eine Reihe an der Außenseite der Füße; 
die fußlosen Ringe haben auf der Unterseite je fünf in einer 
Querreihe stehende Wärzehen. Die Brustfüße sind hellbraun. 
Auf allen Wärzchen stehen einzelne kurze farblose bis braune 
Härchen, welche auf dem Kopfe und dem letzten Ringe am 


längsten und zahlreichsten sind. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


14 


Die Raupe lebt während des Sommers im unteren Theile 
der Hopfenranken, vom Wurzelhalse aufwärts fressend und geht 
oft ziemlich hoch hinauf, jedoch ist meist nur der unterste "Theil 
der Ranke dieht mit Exkrementen gefüllt. Im Spätherbste 
reinigt sie, meist im untersten Theil der Ranke, einen etwa 
16 mm langen Theil ihrer Wohnung, spinnt ihn mit grauweißen 
Fäden aus und nagt ein Schlupfloch, aus welchem sich, nachdem 
die Raupe als solche überwintert hat, Ende Mai die Puppe zum 
größten Theil hervorschiebt, dem Falter die Freiheit gebend. 
Beim Suchen schneide ich die Ranke so tief wie möglich ab und 
spalte sie von unten an. Man findet sehr viele Fraßspuren, aber 
nur wenige Raupen, dagegen recht oft Schlupfwespenlarven, eine 
Art schon versponnen, eine andre noch als nackte Made. 

2. Grapholitha leguminana Z. Nach v. Heinemann wurde 
diese Art in Oesterreich und bei Braunschweig Ende Mai und 
Juni um Buchenstämme gefunden. Dr. Wocke schrieb mir, dab 
er den Falter in Mehrzahl im Wiener Prater gefangen habe; die 
Art kommt sonst noch in England vor. Die Raupe soll nach 
Sorhagen im August und September an Erle leben. 

Vor mehreren Jahren fand ich mitten im Winter auf dem 
Gipfel des Czorneboh unter Buchenrinde vier bereits versponnene 
Sesien-Raupen, welche mir schon im April ebensoviel Falter 
von S. asiliformis Rott. lieferten. Nach einigen Jahren fand 
ich an derselben Stelle wieder zwei kleine Raupen, die ich, 
ohne sie näher zu betrachten, für kleine Asilöformis hielt und mit 
der nöthigen frischen Buchenrinde nach Hause nahm. Hier fraßen 
sie jedoch nicht weiter, sondern verspannen sich sofort wieder 
und lieferten in warmer Stube schon nach wenigen Wochen 
zwei außerordentlich schmucke Falterchen, die ich als Graph. 
leguminana bestimmte. Die Raupe, welche ich nun jedes Jahr 
finde, scheint noch nicht bekannt zu sein, ich gebe daher die 
nähere Beschreibung: 

Die erwachsene Raupe ist 10 mm lang, nach hinten zu 


etwas verdünnt, schmutzig weißgrau, etwas durchscheinend, wenig 
Stett. entomol, Zeit. 1896. 


15 


glänzend, doch richtet sich die Färbung nach der Nahrung: sie 
ist grünlich, wenn die Raupe die oberste Rindenschicht verzehrt, 
röthlich, wenn sie sich von den darunterliesenden Theilen nähırt. 
Hellbraun sind Kopf, Nacken- und Afterschild; ersterer hat zwei 
feine dunkelbraune Nähte und am Außenrande einige ebensolche 
Fleekehen; letztere sind als Schildehen nicht scharf ausgeprägt, 
erscheinen vielmehr als hellbraune Haut, welche den Rücken des 
Ringes bis in die Seiten ganz bedeckt. Das Gebiß ist braun, 
dunkler gesäumt. Sehr charakteristisch sind die in reicher Menge 
vorhandenen Wärzchen. Von Farbe schwach olivengrün, sind 
die meisten im Verhältniß zur Raupe sehr groß und verdienten 
eher Schildehen genannt zu werden. Auf dem zweiten und 
dritten Ringe stehen je zwei nicht sehr große Wärzchen neben- 
einander, auf jedem folgenden vier große Warzen, von denen 
das vordere Paar näher zusammensteht und oft zu einem Schildehen 
vereinigt ist. der vorletzte Ring trägt nur ein großes Schild. An 
den Seiten haben der zweite und dritte Ring drei im Dreieck, 
die übrigen Ringe je zwei übereinander stehende Warzen, von 
denen die obere größer ist; zwischen ihnen sind mit starker 
Lupe die Luftlöcher deutlich zu sehen. Auf den Warzen und 
Schildehen sowie auf dem Kopfe stehen einzelne gelbliche Haare. 
Die Brustfüße sind hellbraun, die Bauchfüße von der Farbe des 
Körpers. — Die ersten Raupen traf ich im Gespinnst unter 
Buchenrinde. Anfangs vermuthete ich, daß sie nur zur Ver- 
puppung hierher gekommen, bald aber überzeugte ich mich, dab 
sie sich auch von Buchenrinde nähren, wie Graph. corollana von 
Espenrinde, und wie diese nur an den von Saperda populnea 
beschädigten Espenästen vorkommt. so ist auch jene nur an 
schadhaften Stellen der Buchenstämme zu finden. sie lebt nur 
von grüner Rinde und nimmt abgestorbene nicht an. Meist nagt 
sie dieselbe streifenweise oder gangartig ab. oft auch fleckartig, 
immer aber spinnt sie aus feinen Fäden und Exkrementen eine 
Deeke über sich. Manche Raupen fressen sich aber auch tiefer 
in die Rinde hinein; diese verrathen sich durch ausgeworfene 
Stett, entomol, Zeit. 1896. 


16 


Häufchen röthlichen Kothes. Ende Oktober fraßen die meisten 
Raupen noch, Mitte November waren sie alle versponnen; zu 
diesem Zwecke gehen sie oft, Spalten und Löcher benutzend, 
tiefer ins Holz hinein und sind dann schwer zu erlangen. Die 
Verwandlung wird im zeitigen Frühjahre erfolgen; denn in der 
warmen Stube erscheinen die Falter, wenn man die Raupen. 
Anfang Januar hineinbringt, schon nach wenigen Wochen. Der 
Schmetterling wird wohl immer selten bleiben, da sehr viele 
Raupen während des Winters von Spechten und Meisen gefressen 
werden. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich auch, dieselben 
schon Ende Oktober und im November zu suchen. 

3. Retinia margarotana Hein. Die Notizen über diesen 
Falter sind ziemlich spärlich, was darauf hinzudeuten scheint, 
daß derselbe bisher wenig beobachtet wurde. Sorhagen schreibt 
nur: Retinia retiferana Wk. (Margarotana Hein.) Schles. 4. 5. 
zwischen Kiefern. Ret. retiferana Wk. ist aber ein anderes 
Thier, wie ich in Dr. Staudingers Sammlung sah. Ret. mar- 
garotana Hein. kommt auch in Böhmen und bei Potsdam vor, 
ferner nach Stgr. in Griechenland, in England (Barrett, E. M. M. 
XXVI, 1890 p. 49) und im Elsaß (Peyer-Imhof, Pet. Nouv. ent. 
1872 p. 239. Bei Rachlau habe ich sie, als neu für die Lausitz, 
im Sommer vorigen Jahres aufgefunden und zwar zunächst als 
Raupe, leider habe ich letztere nicht näher beschrieben. Ich fand 
in unsrer Bergwaldung einige grüne Tannenzapfen, Abies alba vel 
pectinata; Eichhörnchen hatten dieselben abgebissen, um den noch 
unreifen Samen zu verzehren, bei näherer Besichtigung jedoch ent- 
deekt, daß derselbe bereits Abnehmer gefunden. Aeußerlich war an 
den Zapfen wenig zu bemerken, nur auf einer Seite eine geringe 
Beschädigung: ein leichter grauer Ri von wenig Länge, an den 
Rändern desselben kleine verhärtete Harzknötchen, von Exkre- 
menten nur ganz geringe Spuren. Beim Aufbrechen fand ich 
einige Räupchen, die ich, ohne sie näher zu betrachten, für solche 
von Dior. abietella hielt, welche ich das Jahr zuvor zahlreich in 


Fichten- und Kiefernzapfen gefunden. Ein Schulknabe, dem das 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


17 


Erklettern der hohen Tannen mehr Vergnügen als Angst ver- 
ursachte, verschaffte mir noch einige bewohnte Zapfen. Die 
Zucht gab ich jedoch bald verloren, da die grünen Zapfen im 
Glase sehr rasch verschimmelten, im Zuchtkasten aber vertrock- 
neten. Zu meiner Ueberraschung erschienen jedoch Ende August 
zwei S von Dior. abietella, allerdings ziemlich klein. Als ich 
die trockenen Zapfen aus dem Kasten nahm, zerfielen einige in 
einzelne Schuppen, einige blieben ganz; letzteren entnahm ich 
acht Puppen, von denen jede in einem festen weißen, außen mit 
Harz und Exkrementen bedeckten, stets an Stelle eines aus- 
gefressenen Samenkornes angelegten Gespinnste lag. Die Raupen 
hatten vorzugsweise den Samen gefressen, Raupen von Dior. 
abietella nähren sich meist von den Schuppen. Anfanes hielt 
ich die Puppen für Eupithecien-Puppen, doch konnten es diese 
nicht sein, da sich Eupethecien-Raupen außerhalb der Zapfen 
verspinnen; auch waren es keine Puppen von Dior. abietella, 
denn auch diese Raupen verlassen erwachsen die Zapfen und 
fertigen ein kreisrundes Gespinnst zur Ueberwinterung; zur Ueber- 
winterung sage ich, denn im Frühjahre beißen sie sich wieder 
heraus und spinnen ein längliches Gehäuse, in welchem sie sich 
verwandeln. Die Puppen waren mir nicht bekannt. hier hieß 
es: hoffen und harren. Im vergangenen Herbste fand ich, als 
ich im Walde Raupen von Penth. postremana suchte, den Boden 
stellenweise bedeckt mit Schuppen, dazwischen hin und wieder 
mit einzelnen Bruchtheilen zerfallener "Tannenzapfen. Einen 
solchen Zapfentheil aufbrechend, gewahrte ich Fraßspuren, und 
der durch dieselben verursachte Harzfluß hielt die Schuppen zu- 
sammen. Zwischen diesen sah ich an Stelle eines ausgefressenen 
Samenkornes ein längliches mit röthlichen Exkrementen uud Harz 
bedecktes Gespinnst, welches sich als sehr zäh erwies und eine 
Puppe enthielt, durch deren Flügeldecken schon der ausgefärbte 
Schmetterling zu sehen war. Und siehe da: Gespinnst und Puppe 
glichen genau denen, die ich schon zu Hause besab. Im übrigen 


wußte ich soviel wie vorher. In den nächsten Tagen gelang es 
Stett. entomol. Zeit. 1896. >) 


18 


mir ohne Mühe, noch zahlreiche Puppen einzutragen, die ich 
sämmtlich sofort in die warme Stube brachte; denn wie hätte 
ich bis zum Frühjahr warten können! Schon am 15. Dezember 
erschien der erste Falter: Retinia margarotana Hein. Heute, am 
20. März, habe ich bereits 50 Falter vom Spannbrette genommen, 
meine Sammelfreunde mit zahlreichen Stücken von Tannenzapfen 
versehen und könnte die Puppen noch zu Hunderten eintragen. 
Hier muß ich noch bemerken, daß die Entwicklung eine sehr 
ungleiche ist; ich habe ausgefärbte Puppen schon seit Anfang 
Dezember in warmer Stube, sie leben auch noch, haben aber 
bisher noch keinen Falter geliefert; ich habe aber auch einige 
lebende Puppen, die hellbraun aussehen und keine Spur von 
irgendwelcher Entwicklung zeigen. Letzteres scheint darauf hin- 
zudeuten, daß die Puppenruhe bei manchen eine zweijährige ist. 

Früher habe ich die Art hier nie gefunden, obwohl ich 
Tannenzapfen stets untersuchte. Die Raupe scheint in unsern 
Wäldern nur in letzteren vorzukommen, aus Fichtenzapfen, die 
ich haufenweise eingetragen, zog ich von Kleinfaltern nur Dior. 
abietella und Graph. strobilella, Kiefernzapfen fand ich hier über- 
haupt noch nie bewohnt, und nur in der Heide, wo die Kiefer 
auf weite Strecken das einzige Nadelholz ist, waren die Zapfen 
mit Raupen von Dior. abietella besetzt. Aus welchen Ursachen 
sich Ret. margarotana auf einmal so stark vermehrt hat, ist mir 
nicht ganz klar. Wahrscheinlich spielt hierbei der Umstand eine 
große Rolle, daß die Tannen seit mehreren Jahren sehr viel 
Zapfen trugen, während sie oft jahrelang leer oder doch mit 
sehr wenigen besetzt smd. Sobald letzterer Fall einmal wieder 
eintreten wird, dann dürfte ohne Zweifel auch genannter Falter 
wieder selten werden. 

4. Xysmatodoma astrella HS. Auch diese Art ist eine 
Seltenheit ersten Ranges, v. Heinemann kannte Exemplare von 
Reichstadt und Reinerz und Dr. Wocke hat während seiner 
langen Sammelthätigkeit nur ein Stück gefangen. Ich klopfe den 


Falter jedes Jahr von flechtenbedeekten Fichtenästen und habe 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


19 


ihn bisher auf dem Czorneboh, dem Löbauer Berge und dem 
Rotstein gefunden. Er erscheint Anfang Juni und verschwindet 
mit diesem Monat. Die bisher unbekannte Raupe fand ich auf 
eigenthümliehe Weise. In unseren Wäldern hatte sich vor einigen 
Jahren der Nonnenfalter ziemlich vermehrt und die Forstbeamten 
versahen, um die jungen Raupen abzufangen, stellenweise die 
Waldbäume mit Kleberingen. Unter diesen Ringen traf ich im 
Mai einzelne Nonnenraupen, aber auch allerhand anderes Gethier 
in Menge, Raupen verschiedener Spanner, Säcke von Diplodoma 
marginepunctella, Talaeporia pseudobombycella, Solenobia tri- 
quetrella und pineti, aber auch kleine dunkelgrüne Säcke, die 
mir unbekannt waren. Von letzteren nahm ich wohl 30 Stück 
mit nach Hause, doch gingen die ıneisten zu Grunde und nur 
drei Stück lieferten den Falter: 2 $ und 1 2 von Xysmatodoma 
astrella. Auch heuer habe ich Ende Mai die. Säcke zahlreich 
von flechtenbedeckten Fichtenästen geklopft; die meisten findet 
man an Waldrändern, im Walde selbst scheinen sie seltener zu 
sein. Die Zucht hat mir aber wieder ziemlich klägliche Resultate 
geliefert; die Raupen können, wie es scheint, die Gefangenschaft 
nicht vertragen. Die eine Hälfte, über 20 Stück, that ich in ein 
Glas mit Rindenstücken, welche mit Flechten, Evernia furfuracea L. 
bewachsen waren; sie nahmen aber keine Nahrung an, sondern 
liefen immer hin und her. Die andre Hälfte setzte ich auf einen 
srößeren grünen flechtenbedeckten Fichtenast, welchen ich täglich 
mit Wasser bespritzte, aber auch diese krochen immer an den 
Wänden umher. Nur wenige Säcke, jedenfalls solche mit bereits 
erwachsenen Raupen, spannen sich fest und lieferten Falter. 
Hoffentlich wird die Zucht im Freien, die ich nunmehr versuchen 
will, bessere Resultate ergeben. 

Der weiche schwarzgrüne Sack ist 6 mm lang, mit feinen 
Flechtentheilchen bedeckt; so lange die Raupe noch frikt, ist er 
an der Mundöffnung kreisförmig erweitert; dahinter eingeschnürt, 
erweitert er sich ziemlich plötzlich, ist in der Mitte am breitesten 


und verengert sich allmählich zur abgerundeten Spitze. Die Bauch- 
Stett. entomol. Zeit. 1896. Dis 


20 


seite ist schwach, die Rückenseite sehr stark gewölbt, die Bauch- 
ränder sind scharf, bei einzelnen Säcken sogar schwach geflügelt. 

Freiwillig fliegend traf ich den Falter noch niemals an, 
und wenn an besonders günstigen Tagen, als die Sonne eben 
untersing, jegliches Insekt, das nur halbwegs noch fliegen konnte, 
sich lustig durch die Luft tummelte, flog astrella nicht mit, auch 
nicht auf den besten Fundorten. Immer muß man die Thierchen 
erst aus dem Fichtengebüsch aufscheuchen und dann genau hin- 
sehen und das Fangnetz schnell handhaben, nicht etwa, weil sie 
in wildem Fluge davoneilen, sondern weil sie überhaupt nicht 
gern fliegen, sich nie hoch erheben, sondern stets entweder dem 
Boden oder dem Waldesdunkel wieder zustreben. Die 2 scheinen 
viel seltener zu sein, ich habe im Freien bisher nur ein einziges 
gefangen. 

5. Tinea ignicomella HS. Diese Art ist mehr verbreitet 
als die vorige, wird aber überall als selten angegeben. In der 
Lausitz finde ich sie zahlreich, sowohl in der Ebene, wie im 
Gebirge. Aus der Ebene ragt nahe der preußischen Grenze ein 
niedriger Basaltrücken, der Schafberg bei Baruth. Früher unbe- 
waldet, war er mit üppigem Pflanzenwuchs bedeckt; jetzt ist er 
mit Kiefern bepflanzt, und nur auf dem Südabhange, der wegen 
seiner großen Trockenheit keinen Wald aufkommen läßt, haben 
sich einzelne in der Lausitz sonst seltene Pflanzen bisher noch 
behauptet, kärgliche Ueberreste der ursprünglich wohl reichen 
Flora unserer Heimath. Basalthügel sind stets gute Fangplätze, 
und auch auf dem Schafberge habe ich schon manche feine Art 
erbeutet. Besonders zahlreich kommt hier Tinea ignicomella vor. 
Am Rande des ungefähr dreißigjährigen Kiefernwaldes hingehend, 
braucht man nur die Aeste oder die mit Flechten bewachsenen 
Stämmchen zu erschüttern, dann fliegen fast beı jedem Stoße eine 
oder mehrere genannter Motten auf. Am Tage sieht man sie 
selten, wie alle andern Tineen, auch eilen sie sofort ihren dun- 
keln Verstecken wieder zu. Wenn sich aber die Sonne mehr 


und mehr zum Untergange neigt, dann fliesen .die Falterchen 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


21 


am Rande des Nadelholzes freiwillig, ziemlich schnell, doch nicht 
sehr hoch. Wegen ihrer geringen Größe, und da auch mit dem 
‚scheidenden Tageslichte die Schatten immer dunkler werden, 
sind sie nicht leicht zu entdecken, dazu kommt noch, daß hun- 
derte von anderen Kleinfaltern von derselben Größe die Luft 
‚durehsehwirren. Noch zahlreicher fange ich Tin. ignicomella 
auf der Südseite des Czorneboh. Daselbst befindet sich eine 
‚große Waldblöße, stellenweise nur mit Steingeröll und äußerst 
dürftiger Vegetation, größtentheils aber mit sehr üppigem Pflanzen- 
wuchs bedeckt. In der Höhe von ungefähr 350 m wird sie von 
einem grasigen, von Ost nach West ansteigenden Waldwege 
"begrenzt, an dessen oberem Rande ein junger Fichtenwald beginnt. 
Diese Waldlichtung ist ein wahres Dorado für den Sammler; 
von Großschmetterlingen fängt man hier u. A. Agr. sobrina, 
dahlii, Had. furva, Acid. contiguaria, Gnophos pullata ete., von 
-Kleinfaltern Cramb. myellus, Tortrie piceana, cinnamomeana, 
histrionana, Xysm. astrella, Oecoph. fuscescens, tripuncta, 
cinnamomea und viele andre gute Arten. Tinea ignicomella 
fliegt fast ausschließlich auf genanntem Waldwege, auch habe 
ich sie nur aus jüngeren Fichten aufgescheucht, während ich sie 
in älteren Beständen nur vereinzelt antraf. Daß das Thier an 
dieser Stelle nicht selten ist, mag man daraus ersehen, daß ich 
an manchen Tagen binnen kurzer Zeit mehr als 30 scheinbar 
reine Exemplare sammelte und wenigstens ebenso viele beschädigte 
wieder fliesen ließ. Immer zeigte sich’s jedoch am nächsten 
Morgen, daß mehr als die Hälfte der Ausbeute eine strenge 
Prüfung nicht bestand und als nicht fehlerlos wieder zum Fenster 
hinausfliegen mußte. Diese Motte ist m der Färbung sehr ver- 
änderlich. Gar nicht selten sind fast einfarbig blauschwarze 
Exemplare, andere sind heller oder dunkler braun mit einzelnen 
Spuren von Zeiehnung, während wieder andre schön hell und 
dunkel gezeichnet sind. Alle aber sind sehr dicht bestäubt und 


beschädigen sich außerordentlich leicht; kaum beginnen sie zu 


Stett. entomol. Zeit, 1396. 


22 


fliegen, so fängt man auch schon minderwerthige Exemplare, — 
Die Raupe habe ich bisher noch nieht gefunden. 

6. Gelechia muscosella Z.. ebenfalls eine nur von wenigen 
Sammlern gefundene Art, ist um Rachlau keine Seltenheit; ich 
habe heuer 73 Exemplare gespannt. Hier ist ihre Existenz aus- 
schließlich an Salix caprea gebunden, und wenn in manchen 
Büchern auch Populus als Nahrungsflanze der Raupe angeführt 
wird, so scheint hier eime Verwechslung mit Gel. pinguinella 
vorzuliegen. Für hiesige Gegend trifft auch die überall zu 
findende Bemerkung nicht zu, daß die Raupe in gerollten Blättern 
lebt, und da auch Sorhagen nicht angiebt, wo und von wem 
dieselbe beschrieben sei, so vermuthe ich, daß sie überhaupt 
noch unbekannt ist. 

Die Raupe, welche ich bereits in No. 2 und 3 der Entomol. 
Zeitschrift kurz beschrieben habe, ist, wie alle Geleckien-Raupen 
sehr lebhaft. Sie lebt im Frühjahr im den Kätzchen von S$alıx 
caprea und zwar meist in der Spindel, nicht ausschließlich in 
den männlichen Kätzchen, wie ich fälschlicherweise angegeben, 
sondern sogar vorzugsweise in den weiblichen, weil diese eine 
stärkere Spindel haben und sich längere Zeit grün halten. Sie 
ist mit ganz kleinen Nanthia-Raupen leicht zu verwechseln, diese 
leben aber meist nur zwischen den Blüthen und bewegen sich 
anders als die Gelechien-Raupen. In den Kätzchen junger 
Sträucher habe ich noch niemals Muscosella-Raupen gefunden, 
dieselben halten sich vielmehr nur an alte Sträucher. In unseren 
Laubwäldern, die alle 12—18 Jahre abgeholzt werden, erreichen 
die Sahlweiden eine Höhe von 6—-8 m, die einzelnen Stämmchen 
einen Durchmesser von reichlich 10 em. In den Kätzchen dieser 
Sträucher hat man die Raupen zu suchen. Erwachsen lassen 
sie sich, wie ich mehrfach beobachtet, an einem Faden zur Erde 
herab und verpuppen sich an der Oberfläche derselben. 

Die Schmetterlinge erschemen von Ende Juni an, Mitte Juli 
sind die meisten abgeflogen. Sie sitzen an den Stämmchen der 


Sahlweiden, manchmal auch an anderen Bäumen und Sträuchern 
Stett. entomol, Zeit. 1896. 


23 


in nächster Nähe, sind aber schwer zu entdecken, da ihre Fär- 
bung mit der der Rinde gut übereinstimmt, und auch schwer zu 
fangen, da sie sehr leicht abfliegen und sich im Grase oder 
zwischen Laub verkriechen. Beim Sammeln der flüchtigen Falter 
wird die Geduld oft auf harte Proben gestellt. Verhältnikmäßig 
gute Resultate habe ich heuer ohne Fangnetz erzielt. Ich näherte 
mich den Weidensträuchern vorsichtig, ohne zu rauchen, ohne 
auch durch den Mund zu athmen; die Thierchen werden sogar 
durch den Schweißgeruch schon vertrieben. Uebung macht auch 
hier den Meister, und das Auge gewöhnt sich recht bald daran, 
die Gelechien von der Rinde zu unterscheiden. Hatte ich nun 
einen Falter entdeckt, so suchte ich eine kleine Fangschachtel, 
deren Boden aus Glas bestand, über denselben zu stülpen. In 
vielen Fällen gelang dies nicht, der Schmetterling flog eilends 
davon, sehr oft kam ich aber doch zum Ziel, ja, gar nicht selten 
‚mußte ich ıhn sogar mit einem Grashalme noch reizen, damit er 
auf- und in die Schachtel hineinflog. Bei einiger Uebung wird 
man diese auch mit dem Deckel verschließen können, ohne daß 
der Falter wieder davonfliest. Ich habe auf diese Weise schon 
fünf Gelechien von einem Stämmchen weggenommen. Man darf 
‚sich aber nicht einbilden, daß man mit dem Auge alle entdeckt 
hat, denn manche sitzen in Rınden- oder Holzspalten, andere 
unter Rindenschuppen. Diese treibt man auf, indem man mit 
-dem Stiefelabsatze das Stämmchen kräftig erschüttert; von den 
abfliegenden bekommt man schließlich doch noch einen Falter 
ins Netz; auch habe ich bei solchen Gelegenheiten Neph. albicilla 
schon mehrfach gefangen. Je heißer der Tag, desto schlechter 
ist in der Regel der Fang, weil dann die 'Thierchen zu unruhig 
sind. Nicht unerwähnt will ich lassen, daß ich Gel. muscosella 
‚auch mehrfach Abends an Köder fine. 

7. Gelechia tragicella Hd. Von dieser Art, die Dr. Stau- 
dinger auch unter dem Namen libidinosa beschrieben hat, sagt 
v. Heinemann: Ober-Engadin, im Juli an Pinus larix. Wie es 
scheint, ist aber dieses Tlierchen bisher nur wenig gefunden 


Stett, entomol Zeit. 1396. 


24 


worden und fehlt in den meisten Sammlungen. Ein von mir 
am 21. Juni 1893 gefangenes 2 bestimmte Medizinalrath Dr. Hof- 
mann als Gel. tephriditella, scheint also tragicella nicht zu 
besitzen. Dr. Wocke sah dasselbe 2 nicht für tephriditella an, 
sondern meinte, es könnte möglicherweise tragicella sein, doch 
fehle diese Art seiner Sammlung. In Dr. Staudingers Riesen- 
sammlung sah ich nur drei Exemplare von tragicella; zwischen 
dieser Art und tephriditella steckten hier noch emige Exemplare 
einer andern Gelechie, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt 
habe. Dr. Staudinger, der, wie er sagte, sich mit Gelechien 
seit langen Jahren nieht mehr beschäftigt hat, stand diesen drei 
Arten ziemlich rathlos gegenüber und hätte sie am liebsten zu 
einer vereiniet. Hier kann nur die Biologie entscheiden, und die 
scheint noch von keiner Art bekannt zu sein. Ich halte Gel. 
tragicella für bona species. Zunächst ist der Gesammteindruck 
ein andrer als der von tephriditella, dann stimmt auch Heine- 
manns Beschreibung. die allerdings nur nach zwei Exemplaren 
angefertigt wurde. so gut zu dieser Art, wie man dies bei so 


oezeichneten. überdies noch variablen Gelechien eben ver- 


oO 


wenig 
langen kann, und auch die Angabe: Pinus larix trifft zu, da 
ich alle Falter, und ich habe deren mehrere Hundert gesehen, 
nur von Larix decidua aufscheuchte. Einzelne Merkmale anzu- 
führen, die tragicella von tephriditella unterscheiden, muß ich 
mir vorläufig versagen, da ich von letzterer Art nur zwei ein- 
setauschte wenig gute Stücke besitze. 

v. Heinemann bezeichnet den Juli als Flugzeit; für hiesige 
Gegend trifft diese Angabe nicht zu; denn ich fing im vergangenen 
Sommer die Falter in ziemlicher. Anzahl schon Anfang Juni, und 
Ende des Monats war unter den wenigen noch vorhandenen kein 
frisches Stück mehr zu sehen. Die Schmetterlinge sitzen an den 
Stämmen alter Lärchenbäume, meist in Brusthöhe, manchmal 
tiefer, oft aber höher und sind wegen ihrer der Unterlage gut 
angepaßten Färbung schwer zu entdecken. Zieht man noch 


dazu ihre außerordentliche Lebhaftigkeit und Flüchtigkeit in 
Ssett. entomol. Zeit. 1896. 


nr a 


25 


Betracht, dann wird man’s begreiflich finden, wenn ich die Jagd 
auf diese Falter als ein schweres Stück Arbeit 'bezeichne. Man 
mag es anfangen, wie man will, mehr als den zehnten Theil 
der gesehenen wird man kaum fangen, und dieses Resultat ist 
zu allen Tageszeiten dasselbe. Freiwillig fliegend traf ich sie 
nur in den ersten Morgenstunden, gleich nach Sonnenaufgang, 
konnte aber keine erlangen, da sie nur um die höheren Aeste 
schwärmten. Von den Baumstämmen scheuche ich sie durch 
Stöße mit einem Stock oder mit dem Stiefelabsatze auf, es fliegen 
aber nicht blos die gesuchten Gelechien ab, sondern auch andere 
Micra, Limnophilus- und Hemerobius-Arten und manches andere. 
Hat man nun schließlich eine Tragicella aus dieser Schaar unter- 
schieden, dann ist sie gewiß in den meisten Fällen schon außer 
Bereich des Netzes; in wildem Fluge saust sie davon, meist eilt 
sie dem Boden zu und verkriecht sich in Moos, Gras und Heide- 
kraut. Das Suchen ist hier fast immer ohne Erfolg, und die 
man findet, haben dureh ihre Raserei sehr viel Flügelstaub ver- 
loren. Andere wieder eilen in gerader Linie durch die Luft, 
aber die eigenthümlichen Lichtverhältnisse des Waldes, einzelne 
Sonnenstrahlen mit Schatten vermischt, lassen sie bald dem Auge 
entschwinden, und sah man wirklich ein Exemplar auf einen 
‚vielleicht 15 Schritt entfernten Baumstamm sich setzen und 
schleicht vorsichtig hin, dann findet man das Thierchen fast 
niemals auf derselben Stelle sitzen, meist ist es, indem es sich 
ruckweise bewegte, höher hinauf oder auf die andre Seite des 
Stammes gehuscht; man wird es erst wieder gewahr, wenn es 
auffiieet und das Weite sucht. Viele Micra kann man, wäh- 
rend sie sitzen, ohne weiteres mit der Fangschachtel erbeuten, 
daran ist aber bei Tragicella nieht zu denken, und bringt man 
den Sitzenden das Fangnetz so nahe wie möglich und scheucht 
sie dann mit einem Aestchen auf, so werden sie gewiß nach der 
entgegengesetzten Richtung wesfliesen. Auch im Netze selbst 
laufen die Thierchen immer hin und her und manches entwischt 


wieder, ehe man es mit einem Fanggefäß bedecken konnte. Eine 
“ Stett. entomol. Zeit. 1896. 


26 


solehe Jagd ist in der That anstrengend und man wird nicht 
blos müde, sondern auch hungrig und durstig und zornig dazu. 
-—— Wann und wie die Raupe lebt. konnte ich noch nieht im 
Erfahrung bringen. Als ich im Frühjahre die Lärchen abklopfte. 
fand ich nur die grünen Raupen von Teleia proximella. Ich 
vermuthe sie aber an den höheren Aesten; denn die Falter, die 
ich in den ersten Morgenstunden um diese fliegen sah, werden 
wohl daselbst Eier abgelegt haben. 

8. Butalis paulella HS.. welche nach v. Heinemann in 
Böhmen und bei Mombach gefunden wurde, hat mir Medizinal- 
rath Dr. Hofmann nach acht ihm vorgelegten Exemplaren als 
diese Art bestimmt. Dr. Wocke möchte sie lieber für palustris 
ansehen, meint aber, daß es in Anbetracht des Fundortes auch 
diese Art wohl nicht sein könne. Von But. palustris giebt 
v. Heinemann, nebenbei bemerkt, auch die Größe des 2 an, sagt 
aber schließlich: Das Weib ist noch unbekannt. But. paulella 
fange ich seit einigen Jahren in Anzahl im letzten Drittheil des 
Mai und Anfang Juni auf der Südseite des Czormeboh (Granit) 
und auf dem Rotstein (Basalt) an Stellen, die vollständig mit 
Felsblöcken bedeckt, der Sonne voll und ganz ausgesetzt sind. 
Von Pflanzenwuchs ist an diesen Orten nicht viel zu sehen, nur 
einzelne dürftige Grasbüschel zwischen und etwas Moos und 
Flechten auf den Steinblöcken. Hier fliegen die dunkeln Thierchen 
im Sonnenbrande, wenn sie aufgescheucht werden, sehr niedrig 
dahin, setzen sich auch sehr bald wieder, und nur in den späten 
Nachmittagsstunden, ganz kurz vor Sonnenuntergang, erheben 
sie sich etwas höher und fliegen anhaltender. Auch die Jagd 
auf dieses Falterchen ist mühevoll und wegen der Bodenbeschaffen- 
heit der Fundplätze auch gefahrvoll. Zunächst verliert man die 
flinken Geschöpfe wegen ihrer geringen Größe und ihrer düstern 
Färbung sehr bald aus den Augen, und die sichtbar bleiben, 
kann man nur in wenigen Fällen verfolgen; denn Hals und 
Beine brieht schließlich niemand gern. Herr Major von Treskow 


aus Görlitz entdeckte, als wir im Mai vergangenen Jahres auf 
Stetit. entomol. Zeit. 1996, 


27 


dem Rotstein selbander der Jagd oblagen, an einer unerträglich 
heißen Stelle ein Pärchen in Copula, auf einem Steine sitzend; 
als er es aber mit der Faneschachtel wegnehmen wollte, ent- 
wischte es zwischen die Blöcke. Wir suchten der Verliebten 
habhaft zu werden, indem wir die Basaltstücke vorsichtig aus- 
einanderlegsten, wir bliesen Wolken von Cigarrenrauch dazwischen, 
doch alles umsonst. — Die Raupe aufzufinden, ist mir trotz 


vieler Mühe noch nicht gelungen. 


Bkiniges über kaukasische Lepidopteren 


von ©. A. Teich in Riga. 


Harpyja intermedia nov. spec. 

Größer als meine größten Stücke von Erminea und Vinula, 
mit 84 mm Flügelspannung. Der Thorax erinnert an Erminea, 
weiß mit einigen schwarzen Punkten, während der Leib dem 
von Vinula ähnelt, nur ist er heller. 

Die Vorderflügel sind ähnlich gefärbt wie die von Erminea. 
An der Wurzel steht ein großer schwarzer Punkt, seitwärts 
davon noch ein kleinerer. Die vordere Querlinie erinnert wieder 
an Erminea, sie ist doppelt, hat aber am Innenrande nur einen 
kleinen kappenähnlichen Bogen. Vor ihr stehen noch zwei 
kleinere schwarze Punkte über einander. Der Mittelmond ist 
feiner und verloschener als bei Erminea, dasselbe gilt auch von 
den am Vorderrande stehenden Punkten. Die Zackenbögen im 
Saumfelde sind ähnlich wie bei Vinula, aber schärfer und spitzer 
und die dunkle Bestäubung zwischen ihnen ist spärlicher, wes- 
halb die ganze Fläche heller bleibt. Die von den schwarzen 
Saumpunkten ausgehenden Strahlen sind feiner und schärfer als 
bei Vinula. Die Hinterflügel sind wieder denen der Erminea 
ähnlich, aber die Saumpunkte sind stärker, der Mittelmond dicker, 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


28 


aber etwas verwaschener. Die Unterseite weicht sowohl von 
Erminea als auch von Vinula ab. Die ganze Fläche ist weiß, 
namentlich am Vorderrande und an der Wurzel des Innenrandes, 
aber die Rippen sind rauchgrau beschuppt und die Strahlen sind 
auch vorhanden. Auf den Hinterflügeln ist der Mittelmond stärker 
als auf der Oberseite, die Saumpunkte sind ebenfalls vorhanden. 
Die Fühler sind an der Wurzel durch weiße Schuppen verdickt, 
ihr Schaft ist weiß. Thorax und Leib sind unten weiß, ebenso 
die Füße; die Tarsen sind scharf schwarz und weiß geringelt. 

Eine wohl zu dieser Art gehörige Raupe fand ich schon 
verfärbt. Als ich nach Hause kam von der Exeursion, hatte 
sie sich schon fast versponnen und ‚ich erinnere mich nur, dab der 
Rückenfleck weder mit dem von Erminea noch mit dem von 
Vinula stimmte. Leider erwies sie sich später als von Fliegen- 
larven besetzt und lieferte folglich keinen Falter. 

Das mir vorliegende Stück kam Mitte Juni in Igdyn (am 
Fuße des Ararat gelegen) Abends zum Lichte geflogen. In der 
Nähe geht einer von den Bewässerungskanälen vorüber, die das 
Wasser aus dem Araxes leiten und an denen viele Weiden 


wachsen. 


Cossus araraticus nov. spec. 


Kopf, Thorax und Leib erinnern an €. cossus, doch ist 
der Kopf mehr rehfarben und das rostfarbene Querband des 
Thorax ist scharf und schmal, nach hinten sehr scharf und schmal 
schwarz gesäumt. Das hintere Querband des Thorax ist bogen- 
förmig, nach dem Kopfe zu concav, fast weiß vorn, nach hinten 
zu ebenfalls scharf und schmal schwarz gesäumt. Palpen, Beine 
und die Unterseite des Körpers sind heller als bei C. cossus. 
Die Vorderflügel sind denen von C. terebra etwas ähnlich. aber 
weniger stark verdunkelt, die ganze Fläche erscheint glatter. 
Der Innenrand ist stark concav, wodurch bei !/, der Flügellänge 
eine Ecke entsteht, die beinahe an den Zahn 2 dem Genus 


Notodonta erinnert. Die schwarze Linie nächst dem Außenrande 
Stelt., entomol, Zeit‘ 1396. 


29 


ist ähnlich wie bei ©. cossus, scharf schwarz, aber am. Vorder- 
rande nicht gegabelt und bricht etwa bei 1/, der Flügelbreite ab. 
Sie ist dem Außenrande parallel. Die zweite Linie zieht vom 
Vorderrande ziemlich gerade zum Innenrande, kurz vor demselben 
verlöschend. Von der Mitte des Vorderrandes aus zieht noch 
eine feine, stellenweis verloschene schwarze Linie zur Mitte des 
Innenrandes. Letztere beide Linien divergiren am Innenrande 
stark, convergiren dagegen am Vorderrande dicht, unter welchem 
sie durch einen schwarzen Querstrich verbunden sind. Der 
weißlich graue Vorderrand ist schwarz punktirt, hin und wieder 
finden sich Ansätze zu feinen schwarzen Linien, auch im Saum- 
felde.e Die Fransen sind einfarbig grau mit kaum bemerkbarer 
Saumlinie. Die Hinterflügel ähneln mehr denen von ©. cossus, 
sind aber viel feiner gesprenkelt. Auf der Unterseite sind die 
Vorderflügel ähnlich gezeichnet wie auf der Oberseite, nur etwas 
matter, die Wurzelhälfte ist weißgrau, die Saumhälfte rauchgrau 
verdunkelt. Die Hinterflügel sind weißlich mit sehr feinen 
Sprenkeln, welche sich an einzelnen Stellen fleckartig häufen. 
Die Größe wie: von (. terebra. 

Ein Stück fand ich in Igdyn gegen Abend frisch entwickelt 
an einem Weidenstamm, ein zweites auf einer Zollstation in der 
Mugansteppe an dem Stamme einer Pyramidenpappel, letzteres 


schon etwas verflogen. Beide im Juli. 


Acosmetia tristis nov. spec. 


Die Vorderflügel sind schmäler als bei A. caliginosa, mit 
schärferer Spitze. Ihre Farbe ist gelbgrau, etwas glänzend. Von 
Zeichnung ist außer der undeutlichen nieren- oder ringförmigen 
Makel, die bei einem Stück noch einen schwarzen Mittelpunkt 
zeigt, nichts zu bemerken. Die Saumlinie ist kaum bemerkbar, 
die Fransen mit den Vorderflügeln gleichfarbig. Die Hinterflügel 
gleichfarbig, nach dem Saume zu sehr schwach verdunkelt, mit 
weißlichen Fransen. Die Unterseite ist etwas blasser als die 


Oberseite, und haben die Hinterflügel sehr schwache Mittelpunkte. 


Steit. entomol. Zeit. 1806. 


Fühler, Füße und Leib von gleicher Farbe. Die Thiere kamen 
im August in der Mugansteppe auf der Zollstation Beljassuwar 


zum Lichte geflogen. 


Sehr interessant sind die Schilfwüsten am Ufer des Araxes, 
welche ich 1893 auf einige Tage (die Umstände erlaubten leider 
einen längeren Aufenthalt nicht) besuchte, dicht bei der Zoll- 
station Bagrämtapä. Hier flog (aber nur zwischen Schilf und 
leider schon verflogen) Anfang Juli Hesp. ahriman und in Unzahl 
Lycaena phiala in beiden Geschlechtern, das blaue Männchen 
und das schwarzbraune Weibchen. Da sie so außerordentlich 
häufig war, nahm ich leider nur eine kleine Zahl mit. Hier war 
Catoc. neonympha massenhaft, desgleichen die Raupe von Deel. 
zygophylli, gar nicht zu reden von allerlei andern Sachen und 
Micros. Leider ist der Nachtfang unmöglich wegen zu großer 
Unsicherheit; hier ist eine Haupt-Räuberecke. 

Auch die Umgegend des Ararat, wo ich mich 1895 einige 
Zeit aufhielt, ist nicht uninteressant. An den Weiden ist die 
Raupe von Sm. Kindermanni nicht selten, an den Abhängen des 
Ararat die Raupe von Org. dubia zu Tausenden; auf der Jagd 
nach Sat. parisatis kaun man sich zwischen den Basaltblöcken 
ganz bequem Hals und Beine brechen, ganz abgesehen davon, 
daß man von Kurden ausgeplündert und todtgeschlagen werden 
kann. Mieros und Thalpochares-Arten harren noch der Bestim- 
mung, Satyriden und Lycaenen verschiedener Art sind sehr häufig, 
merkwürdigerweise habe ich aber keine Erebia gesehen. Synt. 
caspica ist in den Gärten häufig; beim Kloster Etschmiadsin (Sitz 
des Patriarchen) an Alhagi camelorum finden sich massenhaft die 
Säcke von Ps. quadrangularis. Eine Sphinz-Raupe an Oelbaum 
lieferte einen merkwürdigen Falter, schwach an Hippophaes er- 
innernd. Sogar in den Salzwerken von Kulpy flogen Mottenarten. 

Riga, den 28. März 1896. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


Zwei Zwitter von Bupalus piniarius. 
Von J. Griebel in Speier. 
(Fuchs Stett. E. Z. 1877 8. 131. — H. Frey Stett. E. Z. 1883 
S. 373. — A. Rogenhofer Stett. E. Z. 1894 $. 132.) 


Im hiesigen Stadtwalde, der erst vor einigen Jahren schwer 
unter dem Fraße der Kiefernspinnerraupe zu leiden hatte, ist im 
vergangenen Jahr die Raupe des Kiefernspanners so massenhaft. 
aufgetreten, daß die Forstverwaltung sich entschließen mußte, 
einen schönen Kiefernbestand von mehr als 100 Tagwerk ab- 
holzen zu lassen. 

Schon im Jahre 1893 war die Raupe des genannten Falters 
in den hiesigen Waldungen sehr häufige. Da nun unter solchen 
Umständen die Hoffnung nahe lag, einen Hermaphrodit zu be- 
kommen, hatte ich im Frühjahr 1894 einige Hundert Puppen 
davon eingethan. Mein Wunsch wurde nicht erfüllt. Außer 
einigen hübschen Aberrationen schlüpften nur normale SS und 28. 

Herr Alois Rogenhofer in Wien hat nun letztes Jahr in 
dieser Zeitschrift einen Zwitter von Bup. piniarius geschildert, 
was mich veranlaßte, nochmals im März a. c. Puppen dieser Art 
in großer Anzahl einzuthun. 

Bald schlüpften die Falter, aber von Tag zu Tag schwand 
meine Hoffnung, denn es entwickelten sich nur normale Thiere. 

Da brachte mir am 14. Mai der Sohn eines hiesigen Forst- 
beamten einen Zwitter von B. piniarius, der Tags zuvor geschlüpft 
war. Indes war der Falter augenschemlich zu früh getödtet, 
oder die Puppe nicht vorsichtig genug angegriffen worden, denn 
das Thier hat leider verkrüppelte Flügel. Jedoch ist leicht zu 
erkennen, daß die linke Hälfte männlich und die rechte weiblich 
ist. Die Zwitterbildung zeigt sich auch an den Fühlern, indem 


der linke mit Kammzähnen besetzt, der rechte borstenförmig; ist. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


32 


Am selben Tage sollte ich für meine Mühe noch entschädigt 
werden, indem auch mir ein Zwitter schlüpfte, dessen Flügel 
vollständig ausgebildet sind. Sonst gleicht derselbe so ziemlich 
dem oben. beschriebenen. Er ist vollkommen der Länge nach 
getheilt, so daß sich ebenfalls links die männlichen und rechts 
die weiblichen Farben und Formen der Flügel und Fühler zeigen. 
Auch am Körper macht die Zwitterbildung sich bemerkbar. 

Die Farbe der männlichen Flügel ist gelblich mit schwarz- 
brauner Zeiehnung, die weiblichen Flügel sind ockerfarbig, am 
Vorderrand und Saum dunkel bestäubt. Die Länge des Vorder- 
randes beträgt 1,5 cm. 


Speier, im Dezember 1895. 


von 


Biologische Mittheilung über Erastria venustula 


von W. Henssler in Speyer a. Rh. 


Auf einer dicht mit Ginster bewachsenen Waldblöße bei 
Erlangen fand ich Anfang Juni 1894 die Erastria venustula 
zahlreich fliegend, so daß ich an einem Nachmittag 20—30 Stück 
fangen konnte. Die Falter saßen alle tief im dichten Ginster- 
sestrüpp, ließen sich aber, besonders gegen Abend, leicht heraus- 
scheuchen. Eier, die ich von einem frischen Weibehen erhielt, 
schlüpften nach 14 Tagen aus. Die glashellen Räupchen mit 
dunklem Kopf liefen sehr lebhaft umher. Als Futter reichte ich 
Blüthen von Erdbeeren, Brombeeren und Potentilla, die alle ziem- 
lieh zahlreich am Flugplatze des Falters standen. Die Zucht 
wollte ‚jedoch durchaus nicht gelingen; nur eine Raupe, deren 
Futter etwas verdorben war, konnte ich erwachsen präpariren. 
Mitte Juni 1895 hatte ich abermals ungefähr 100 Eier und 
schlug nun ein anderes Verfahren ein. Die Räupchen erhielten 
trockene Ginsterblüthen, täglich etwas angefeuchtet, und ent- 
sprechend der Nahrung der verwandten Seitula, auch Schildläuse, 


die ich am Grunde der Ginsterstöcke fand. Die Raupen geriethen 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


33 
bei diesem Futter vortrefllich; bald machte ich aber die Bemer- 
kung, daß ihre Zahl sehr rasch abnahm. Wie das kam, wurde 
mir klar, als ich eines Morgens zwei bis drei Stück um eine 
andere, bereits halb verzehrte, herumsitzend fand. Sieben Stück, 
die noch übrig waren, that ich nun einzeln in kleine Kapseln 
und gab ihnen neben den Ginsterblüthen Räupchen von Gracilaria 
syringella, die auch zum Theil angenommen wurden. Doch 
erkannte ich bald, daß bei reichlicher Bespritzung des trockenen 
Futters mit Wasser eine Beigabe von Raupen nicht nothwendig 
war. Die sieben Exemplare hatten alle Anfangs August ihre 


volle Größe erreicht. 


innen 


heise von E. Simon in Venezuela. 


Curculionidae 


ab 3. Faust. 
Pars tertia*). 


162. Eetyrsus pustulatus n. sp. Piceus, nonnihil nitidus 
pilis longis erectis albidis vestitus; rostro, femoribus tibiisque 
antieis, elytris ferrugineis, his nigro-pustulatis; antennis, tarsis 
omnibus pedibusque quatuor posticis flavo-testaceis; prothorace 
parum transverso ad latera rotundato, subgranulato- punctato; 
scutello parvo rotundato; elytris latitudine basali fere duplo lon- 
sioribus, profunde punctato-striatis, interstitiis striis angustioribus 
uniseriatim acieulato - punctatis, humeris nitidis, area mediana 
communi densius nigro-villosis; lg. 2.5, lat. 1.2 mm. 

Caracas. 

Von der Größe und Form des vellosus!) Pase.; von ihm 
dureh die größtentheils rothen, im hinteren Drittel schwarz ge- 

*) Pars secunda 1893 p. 313. 

1) Journ. Lin. Soc. 1871 p. 173 Pl. V1I F. 5. Die Gattung gehört 


zu den Prionomerides Lac. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 3 


34 


fleekten Decken mit schmalen Spatien sowie durch die abstehende 
lange und dichte schwarze Behaarung auf der Deckenmitte auf- 
fallend verschieden; letztere steht auf einer runden gemeinsamen 
Fläche in der Mitte und reicht jederseits bis auf das zweite 
Spatium; von den schwarzen Flecken steht jederseits neben der 
Naht einer im Spitzenviertel und einer dicht vor der Spitze, 
beide mindestens die zwei ersten Spatien einnehmend, zuweilen 
noch ein dritter zwischen beiden auf den Spatien 3 und 4, der 
nicht immer mit dem Anteapikalfleck zusammenfließt; die ab- 
stehende helle Behaarung steht weitläufig und einreihig auf den 
Spatien, ist weiß und nur auf den Pusteln schwarz; der höchste 
Punkt der Längswölbung liest in der Mitte. Thorax meistens 
mit röthlichem Vorderrande, die Punkte mit körnerartig erhabenem 
Hinterrande, auf der Mittellinie im Spitzendrittel mit einigen ein- 
 gestreuten langen Starrhaaren. Ebensolche aber kürzere Starr- 
haare sind auch auf dem Kopfe zwischen den vorn klaffenden 
Augen bemerkbar. Die stark gekeulten Vorderschenkel zeigen 
an den Trochanteren, auf den Sägezähnen und auf dem Rücken 
eine schwarze Färbung. Analsesment stets, selten auch die 
Segmente 3 und 4 röthlich gelb. 

Von dieser kleinen Art liegen fünf gleiche Stücke vor. 

163. Eetyrsus albohirtus n. sp. Praecedente minor, nigro- 
piceus, nitidulus, pilis longis erectis albidis obsitus; antennis, 
tarsis antieis pedibusque quatuor postieis flavo-testaceis; Ig. 1.7—2, 
lat. 0.71 mm. 

Caracas. 

Die einfarbig weiße und abstehende Behaarung von sieben 
vorliegenden Stücken, auf denen keine Spur von schwarzen 
Haaren zu finden, ist es hauptsächlich, die sie von pustulatus 
und villosus, die ungefleckte dunkle Grundfarbe des Körpers 
sowie der Vorderschenkel und Schienen, die sie noch von pustulatus 
und die schmalen Spatien, die sie wieder noch von villosus 
unterscheidet. 


Stett. entomol. Zeit. 1396. 


35 


Obgleich‘ albohirtus und pustulatus gleiche Skulptur zeigen 
und obgleich die Vermuthuns nahe lag, daß wir es hier mit den 
beiden Geschlechtern einer einzigen Art zu thun haben, gelang 
es nicht sichere Geschlechtsunterschiede aufzufinden. 

164. Tylodes semitubereulatus n. sp. Oblongo - ovatus, 
convexus, niger, dense luteo- et silaceo-squamosus; antennis piceis; 
prothorace areis quatuor remote granulato; elytris striato-punctatis; 
interstitiis in dimidia parte antica paulo convexis et tubereulis 
unisquamigeris ad latera sensim minoribus uniseriatim obsitis; 
femoribus mutieis, tibiis dorso macula brunnea notatis; articulis 
tarsorum duobus ultimis nudis; le. 7.2—9, lat. 3.6—4.5 mm. 

Colonia Tovar. Ein Weibchen. 

Ein Männchen in meiner Sammlung aus Venezuela erhielt 
ich als T. semituberculatus Jekel. Unsre Art ist leicht daran 
kenntlich, daß die nackt aus der Beschuppung vortretenden 
Tuberkel auf der schräg abfallenden Spitzenfläche der Decken 
sanz fehlen und daß die Thoraxkörnelung durch drei breite, 
ebene und beschuppte Längsbinden unterbrochen ist. 

Beim Männchen ist der Rüssel bis zur Fühlereinlenkung 
vor der Mitte (beim Weibchen in der Mitte) gereiht punktirt 
(die Punkte zur Basis hin viel gröber und tiefer) und wie der 
Kopf dicht beschuppt. Geißelglieder 1 und 2 gleichlang und die 

längsten; von den übrigen an Länge abnehmenden ist 3 etwas 
länger als das halbe zweite, 6 und 7 gleichkurz und so lang 
als breit. Thorax so breit als lang, hinter der Mitte gerundet 
erweitert und’ am breitesten, nach vorn geschweift verengt, an 
der Spitze nur halb so breit als an der Basis, kuglig gewölbt, 
hinter der Spitze ringsum eingedrückt, die bis zu diesem Ein- 
druck reichende Körnelung fast gereiht, die Körner sowie die 
zerstreuten Punkte vor den Körnern mit einer flachen Schuppe. 
Decken nicht ganz um die Hälfte länger als breit, oval, hinten 
spitz gerundet, ebenso hoch gewölbt als der Thorax und mit 
dem höchsten Punkt vor der Mitte, zur etwas aufgebogenen 


Basis mit steiler Schweifung abfallend; die flache Naht und die 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 3% 


36 


drei ersten Spatien an der Basis ohne Tuberkel, am weitesten 
von der Basis entfernt die Tuberkel auf Spatium 1, von der 
Spitze am weitesten die auf den drei ersten Spatien, jeder Tuberkel 
mit einer schräg eingestochenen und gekrümmten Borste; die 
Spitzenhälfte der Decken dicht beschuppt; die Schuppen der 
Oberseite sind rundlich, die auf den Beinen länelich und nament- 
lich auf den Schienen abstehend. 

165. Tylodes obsoletus n. sp. Oblongo-ovatus, convexus, 
niger, opacus, supra minus dense luteo-silaceo-squamosus; pPro- 
thorace latitudine fere longiore intra apicem transversim haud 
impresso, confertim punctato, remote granulato, medio abbreviatim 
carinulato; elytris striato-punetatis, interstitiis parum convexis, 
omnibus suturaque uniseriatim granulatis, granulis dorsalibus acutis; 
artieulis tarsorum duobus ultimis nudis; lg. 6.8, lat. 2.5 mm. 

San Esteban. Ein Exemplar. 

Von dem vorhergehenden namentlich dadurch verschieden, 
daß der Thorax vorn nicht quereingedrückt, daß er ziemlich 
kräftig punktirt ist und die Räume zwischen den Punkten theils 
feine matte Querrunzeln, theils kleine glänzende Körnchen bilden, 
daß die nach den Seiten und der Spitze feiner werdende Decken- 
körnelung sich bis zur Spitze erstreckt, daß die Körnerreihen 
aller Spatien, ausgenommen die auf 1 und der Naht, bis zum 
leicht aufgebogenen Basalrand reichen. Schienenrücken ohne 
dunkle Makel. 

Die kahlen zwei letzten Tarsenglieder haben die beiden 
hier beschriebenen Arten gemeinsam, während sie bei armadillo 
Bhn. und insubidus Germ. bekleidet sind. 


Oxypterus nov. gen. Tylodinorum. 


Segmenta abdominalia tres intermedia aequilonga. Femora 
subtus dentata sed haud sulcata, postica corporis apicem vix 
attingentia, artieuli tarsorum primus et quartus elongati, hoc 
unguieulis liberis basi approximatis. Antennae longiores post- 
medianae, scapo funieulo multo breviore; funieulus elavam versus 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


ige SZ 


37 
haud inerassatus septemartieulatus, artieulis duobus primis elon- 
satis; clava breviter ovata articulata. Caput desuper eonspieuum. 
Oculi reniformes supra in fronte approximati. Rostrum mediocre, 
arcuatum, basi subtriangulare. Rima pectoralis usque ad medium 
coxarıum intermediarum protensa, hie rotundato-marginata. Pro 
thorax basi bisinuatus lobo mediano producto, apice oblique 
truneatus, pone apicem subito contractus. Seutellum haud obser- 
vandum. Elytra antice prothorace latiora decemstriata. Episterna 
metathoraeis brevis invisa. Processus abdominalis ovatus. 

Eine zwischen Metadupus und Pseudomus Sch. zu stellende 
Gattung, die sich von beiden besonders durch das fehlende 
Sehildehen, die zwei gleichlangen ersten Geißelglieder, von ersterer 
noch durch die nierenförmigen und auf der Stirn genäherten 
Augen, von letzterem durch schärfere Schulterwinkel und man- 
gelnde Augenlappen unterscheidet. 

Schienen an der Basis mehr oder weniger gekrümmt, ihr 
Rücken mit abstehenden Schuppen besetzt. Vorder- und Hinter- 
schenkel nahezu gleichlang, selten die vorderen etwas länger. 
Deckenspatien 1 und 3 mit Borstenkämmen. 


a) Beine kurz, die Schenkel gekeult. 


166. Oxypterus blandus n. sp. Oblongo-ovatus, convexus, 
niger, dense einereo-squamosus, supra cervino-, ochraceo- et albido- 
variegatus; fronte supra oculos brunneo-bimaculata; prothorace 
parallelo antice subito contracto, medio vitta lata ochracea 
utrinque macula basali umbrina signato; elytris antice prothorace 
multo latioribus humeris obliquis, retrorsim rotundato-angustatis, 
apice obtuse rotundatis, longitudinaliter convexis, obsoletissime 
punetato-striatis, interstitiis planis, primo et tertio bi- vel tri- 
eristatis, eristis e setis squamiformibus ereetis compositis, duabus 
postieis ante vittam obliquam posticam positis; femoribus acute 
dentieulatis brunneo-bimaeulatis, tibiis dorso basin versus umbrino- 


maculatis; Ig. 3.2, lat. 1.5 mm. 
Corozal, San Esteban. 


Stett. entomol. Zeit. 1896- 


38 


Eine hübsche kleine Art, deren bunte Zeichnung etwas 
veränderlich ist. Auf den Decken sind die unbestimmte Flecke 
bildenden rehfarbenen und braunen Schuppen ziemlich gleichmäßig; 
vertheilt, nur gegen die Spitze bilden die braunen mitunter zwei 
größere Makeln; auf den vorderen zwei Dritteln der Spatien 1 
und 3 stehen drei und zwei schwarze Borstenkämme. von denen 
der vorderste und kleinste auf 1 bald hinter der Basis, der größte 
dieht vor, der dritte hinter der Mitte, der vorderste und größte 
auf 3 mit dem vordersten auf 1 in gleicher Höhe, der hintere 
in der Mitte zwischen den beiden hintersten des ersten Spatiums 
steht; die beiden hintersten auf 1 und 3 liegen vor einer gemein- 
samen weißen Querbinde, die auf der Naht und Spatium 1 breit 
ist und in zwei schmale, schräg nach vorn gerichtete Aeste bis 
hinter den Kamm auf 3 ausläuft; ein längerer weißer Strich steht 
auch in der hinteren Hälfte des sechsten Spatiums und im vorderen 
Drittel des dritten Spaliums ein weißer Punkt, von dem aus 
helle Schuppen eine schräge zur Schulter ziehende Linie andeuten; 
auch die Basis der drei inneren Spatien und der Naht sind mit 
hellen Schuppen besetzt; die Decken selbst haben eine verhältniß- 
mäßig hohe Längswölbung mit dem höchsten Punkt in der Mitte; 
von der Seite gesehen ist die schräge basale Erweiterung stumpf 
kielartig komprimirt und die Punkte in den Streifen sind nur 
vorn und in der Nähe der Naht deutlich erkennbar. Thorax 
mit geraden zur Spitze schwach divergirenden Seiten, hinter der 
Spitze oben und seitlich plötzlich zusammengezogen, der kaum 
aufsebogene Vorderrand, nur halb so breit als die Basis, mit 
kurzen Borstenschuppen gleichmäßig besetzt, die zweibuchtige 
Basis mit scharfen Hinterecken und gerundetem Mittellappen, die 
Längswölbungslinie von hier bis zur Abschnürung geradlinig etwas 
ansteigend, der Rücken in der Basalhälfte durch zwei flache und 
dunkel gefärbte seitliche Eindrücke etwas komprimirt, die Mittel- 
binde an der Abschnürung ocherfarbig und jederseits mit einem 
weiblichen Punkte, nach hinten hell abgetönt, an den Seiten 


noch mit einer nicht ganz regelmäßigen hellen Linie, die sich 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


39 


auf die schräge Schulterkante fortsetzt. Ausen oben auf der 
Stirn um die Dieke der Fühlergeißel getrennt, an der Rüsselbasis 
um die Breite dieser klaffend. 

167. Oxypterus egregius, in zwei Stücken von San Esteban 
vorliegend, ist eine der vorhergehenden sehr ähnliche etwas 
kürzere Art von drei Millimeter Länge, die sich aber durch 
folgende Merkmale unterscheidet: Thorax kürzer als breit mit 
vielmehr nach vorn divergirenden Seiten, der Vorderrand mehr 
-aufgebogen und in der Mitte leicht eingekerbt; die Decken haben 
noch schräger abfallende Schultern, sind nach hinten mehr ver- 
engt, der höchste Punkt ihrer Längswölbungslinie liest vor der 
Mitte, jeder der Borstenkämme besteht, vorn aus ocherfarbigen, 
hinten aus schwarzen Borsten, die zwei hintersten auf Spatium 1 
sind gleich groß, die auf 3 gleich klein, die hintere Schrägbinde 
hinter den letzten Kämmen erstreckt sich nur über die Naht und 
Spatium 1, während hinter dem Kamm auf 3 nur ein weißer 
Punkt vorhanden ist. 

168. Oxypterus capillatus n. sp. Ovatus, convexus, supra 
dense ochraceo-, subtus cinereo-squamosus, nigro- et albido- 
variegatus; fronte supra et antice intra oculos crista obsoleta 
nigra literam V formante signata; prothorace transverso antice 
angulatim contracto, margine antico medio granulis minutis nigris 
setigeris obsito, dorso basi utrinque compresso et nigro-maculato. 
medio crista alta ochracea transversa apice emarginata praedito; 
elytris humeris acutis lateraliter parum extensis, parallelis, postice 
rotundato-angustatis, apice obtuse rotundatis, antice evidenter 
punctato-striatis, dorso nigro-variegatus, singulo cristis quinque 
munitis, posticee macula communi albida notatis; pedibus 
erassioribus, femoribus dentatis tibiisque nigro-annulatis; lg. 3.2, 
lat. 1,5 mm. 

San Esteban. Ein Exemplar. 

Nach hinten weniger verengt als die beiden vorhergehenden 
Arten, von ihnen besonders durch den vorn scharfwinklig 


zusammengezogenen Thorax mit einem queren, aus ocherfarbigen 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


40 


Borsten bestehenden Kamm und durch die scharfwinkligen, seit- 
lich etwas vorragenden Deckenschultern ausgezeichnet. 

Die flach V-förmige schwarze Makel über den Augen sowie 
die vier Körnehen auf dem Thoraxvorderrande bestehen aus ab- 
stehenden schwarzen Börstehen. Thorax von den scharfen Vorder- 
ecken nach hinten eine Strecke parallelseitig, dann bis zu den 
scharfen Hinterecken etwas gebuchtet, der aufgebogene Vorder- 
rand so breit als die halbe Basis, der Hahnenkamm so hoch 
und kaum schmäler als der Kopf, nach hinten allmälig bis zur 
Breite des scharfspitzigen und heller beschuppten Antiskutellar- 
lappens verengt und in diesen übergehend. Auf den Decken 
haben die schwarzen Borstenkämme dieselbe Lage wie bei den 
beiden vorhergehenden Arten, nur liegt der vordere auf Spatium 3 
etwas entfernter von der Basis als der auf 1 und nur die 
hintersten Kämme auf 1 sind hinten durch eine gemeinsame 
trapezförmige weiße Makel begrenzt, deren hintere Außenecken 
bis auf das dritte Spatium reichen. 

b) Beine länger schlanker, Schenkel wenig 


sekeult. 


169. Oxypterus torvidus n. sp. Major, ovatus, convexus, 
subtus dense cinereo-squamosus, supra sordide ceinereo- et nigro- 
variegatus; antennis clava nigricante excepta rufis; fronte inter 
oculos foveola parva impressa; rostro basi triangulare, carinato 
et squamis erectis nigris obsito; prothorace valde transverso, 
bası vix bisinuato, ad latera parallelo, pone apicem subito con- 
tracto, fortiter punetato, nigro-, vitta angusta mediana luteo- 
squamoso, antice tuberculis sex parvis setigeris transversim positis, 
margine antico medio duobus minoribus munito; elytris elongato- 
triangularibus navieularibus, antice aeque dilatatis, angulis hume- 
ralıbus subacutis, deinde sensim rotundato-angustatis, vix eonspieue 
striato-punetatis, sutura basi cinereo-squamosis, dorso usque ad 
declivitatem posticam umbrino- et sordide squamosis, nigro- 


decemeristatis, lateribus postieeque sordide squamosis; pedibus 


= Stett. entomol. Zeit. 1896. 


41 


erassioribus, femoribus acute dentatis squamis ex parte ereetis 
dense obsitis; Ig. 4.7, lat. 2.3 mm. 

San Esteban. 

Eine dunkel beschuppte Art, die einem kurzen Ulosomus 
immundus Bhn. nieht unähnlich und durch die lang dreieckieen 
Decken mit auf dem vorderen Rücken schwacher Längswölbung 
sowie durch die Thoraxbewehrung ausgezeichnet ist. 

Die Seiten des Thorax bis zur vorderen Abschnürung 
parallel, die scharfen Vorderecken bilden die äußersten der sechs 
quergestellten schwarzen Borstentuberkel, von denen die beiden 
mittelsten die größten, innen hell beborstet und von der hellen 
Mittelbinde erreicht sind; die diehte und kräftige Punktirung 
besonders an den Seiten deutlich; die Basis beinahe gerade ab- 
sestutzt, aber mit etwas gerundetem vortretenden Mittellappen. 
Decken um die Hälfte länger als breit, dreieckig mit flach ge- 
rundeten Seiten und stumpf abgerundeter Spitze, von der Basis 
bis hinter die Mitte sehr wenig längsgewölbt, dann steil schräg 
abfallend, nur an der Basis mit deutlicher Skulptur; der schwärz- 
lich und rauchbraun gefärbte Rücken bildet ein scharf begrenztes 
Dreieck, dessen Basis die Deckenbasis bis zu den Schulterecken 
ist, dessen Spitze am Anfang der abschüssigen Stelle liest und 
das die fünf wie bei capillatus gestellten Borstenkämme ein- 
schließt; der übrige Theil der Decken ist schmutzig lehmfarbis 
beschuppt, die Naht auf der abschüssigen Stelle und hinten die 
Spitze des fünften Spatiums etwas erhaben; von den Borsten- 
kämmen ist der hinterste auf Spatium 1 der längste, die helle 
Beschuppuns der Naht reicht von der Basis bis über den ersten 
Kamm auf Spatium 1 hinaus, außerdem ist eine helle schräge 
Linie von der Nahtbasis bis zum vorderen Kamm auf Spatium 3 
bemerkbar. Augen um mehr als die Fühlergeißelbreite von 
einander entfernt. 

170. Oxypterus diseretus n. sp. Praecedenti simili minor, 
haud dense ceinereo-squamosus, nigro-variegatus; antennis totis 


testaceis, tibiis tarsisque rufo-piceis; oculis valde approximatis; 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


42 


prothorace angusto, quadrato, parallelo, antiee subito sed haud 
angulate contracto, apice tubulato, basi bisinuato, dorso medio 
vitta retrorsim angustata utrinque macula basali nigricante ter- 
minata dense albo-cinereo-squamoso, elytris elongato-triangularibus, 
humeris minus acutis, dorso longitudinaliter alte convexis, antice 
singulo eristis quinque nigro-setigeris munitis; pedibus graeilibus, 
paree et non erecto-squamosis, femoribus obsolete dentatis; 
le. 3.5, lat. 1.6 mm. 

San Esteban. 

Das einzige vorliegende Stück ist gestreckter als alle vor- 
hergehenden Arten, hat wie diese eine ähnliche, ein Dreieck 
bildende dunkle Beschuppung auf dem Deckenrücken und eine 
hellere auf dem übrigen Theil der Decken, ist aber von ihnen 
durch den schmalen, an den Seiten nicht scharfeckig zusammen- 
gezogenen Thorax ohne Borstentuberkel, durch die hohe Längs- 
wölbung der Decken sowie durch die schlanken, anders gefärbten, 
nieht dieht und nicht rauh beschuppten Beine unschwer zu trennen. 

Vorderecken des Thorax hinter der Abschnürung kurz 
gerundet und durch einige schwarze Schuppen. markirt; eben- 
solehe Schuppen begrenzen auch vorn und an den Seiten die 
hell lehmfarbige, in der Mitte sehr fein gerinnte Mittelbinde; 
Vorderrand des Thorax wenig aufgebogen. Augen um die Geißel- 
breite von einander entfernt.. Rüssel so lang als Kopf und Thorax 
zusammen, viel kürzer als der Vorderschenkel, von der Basis bis 
zur Fühlereinlenkung (hinter der Mitte) fast eylindrisch (29, 
punktirt-gestreift und gelbgrau beschuppt, der übrige Theil glän- 
zend kaum punktirt. Decken vorn etwas schräg erweitert, über 
die nicht ganz scharfwinkligen Schultern doppelt so breit als die 
Thoraxbasis und reichlich um die Hälfte länger als breit, sphärisch 
dreieckig, an der Spitze etwas stumpf abgerundet, mit dem 
höchsten Längswölbungspunkte in der Mitte und hier höher als 
über die Schultern breit, im Basaldrittel fein gestreift-punktirt; 
von den ähnlich wie bei der vorhergehenden Art gestellten 


schwarzen Borstenkämmen ist der mittlere auf Spatium 1 der 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


43 


längste. Schenkel sehr wenig gekeult, die vorderen von der 
Basis bis zur Keulenstelle deutlich gebogen. 

171. Oxypterus ochreatus n. sp. Oblongo-ovatus, convexus, 
niger, subtus einereo-, supra brunneo- et ochraceo-, linea media 
prothoraeis suturaque elytrorum antice albido-squamosus; antennis 
tarsisque rufo-brunneis; fronte inter oculos foveolata; prothorace 
quadrato basi bisinuato lobo mediano acuto, antice contracto, 
lateribus paulo roiundato, margine antico reflexo, brunneo- 
squamoso; elytris antice oblique ampliatis, humeris acutis lateraliter 
vix extensis, usque ad declivitatem posticam fere parallelis tum 
rotundato-angustatis, longitudinaliter sat alte convexis, antice 
evidenter punctato -striatis, interstitis subplanis, primo cristis 
duabus humilibus una ante, altera post medium, tertio una minori 
sienatis, antice brunneo-, postice oehraceo-squamosis; pedibus elon- 
gatis gracilibus ochraceis, femoribus dente parvo armatis, tibiis 
dorso squamulis ereetis brevibus obsitis; lg. 4.2, lat. 2 mm. 

San Esteban. 

Zwei gut konservirte Stücke weichen von den bisher be- 
kannten Arten besonders dadurch ab, daß die beiden vorderen 
Borstenkämme auf den Decken fehlen), die drei vorhandenen 
übrigen auch nur niedrig und im Verhältniß zum Körper klein 
sind; sie stehen auf der Mitte jeder Decke in einem gleichseitigen 
Dreieck, dessen Basis Spatium 1 bildet, insofern aber anders als 
bei den beiden vorhergehenden Arten der hintere Kamm auf 1 
sowie der auf 3 nicht auf dunklem sondern auf hellem Grunde 
steht; die helle Beschuppung der abschüssigen Fläche zieht sich 
nämlich bis zur Hinterkante der beiden Kämme vor der Mitte 
hinauf, weicht dann aber, nur den Kamm auf Spatium 3 noch 


aufnehmend und allmälig in die vordere dunklere Färbung über- 


1) Hierher gehört ein Stück meiner Sammlung, das ich als Analeis 
obliquevittis Chvrl. i. litt. Guadulpia, erhielt. Die Decken dieses abge- 
riebenen Stückes zeigen auf Spatium 3 einen deutlichen vorderen Kamm, 
auf 1 nur eine Andeutung von den beiden hinteren Kämmen, dagegen 
sind die Decken bis zur Spitze ziemlich kräftig punktirt-gestreift. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


44 


gehend, nach hinten wieder zurück; die im Basalviertel weißliche 
Naht geht allmälig in die Ocherfarbe des Spitzentheils über; auf 
der schräg abfallenden Schulter steht eine hell beschuppte Linie, 
die sich unterbrochen auf die halbe Länge der Thoraxseiten fort- 
setzt; der höchste Punkt der Längswölbung liegt in der Mitte, 
von welehem sie zur Basis und Spitze in fast gleichem Bogen 
abfällt. Thorax vorn geschweift- aber nicht plötzlich zusammen- 
gezogen, die Ecke hinter der Schweifung sich in die seitliche 
Rundung verlierend, die vor der Mitte am weitesten vortritt; die 
braune Schuppenfärbung geht allmälig in die hellere der Spitze, 
die vorn helle Ocherfarbe der Mittellinie zur Basis in eine weiß- 
liche über; von der Seite gesehen steigt die Rückenlinie gerad- 
inig bis zur Verengung an und fällt, anfänglich gerundet, mit 
einer kurzen Schweifung zum aufgebogenen Vorderrande ab; auf 
der Thoraxoberfläche sind keinerlei schwarze oder anders ge- 


färbte aufstehende Schuppenborsten bemerkbar. 


Xenosomus nov. gen. Tylodinorum. 


Epimera metathoracis haud manifesta. Elytra exhume- 
rata. Scutellum nullum. Oculi reniformes in fronte approximati. 
Artieulus secundus funiculi primo longiore. Femora 
dentata. Religuum ut in genere praecedente. 

Von Acalles Sch. hauptsächlich durch die drei gleichlangen 
mittleren Bauchsegmente, von Neotylodes Chvrl. durch fehlende 
Hinterbrustepisternen und fehlendes Schildehen verschieden. Bis 
auf die fehlenden Schultern der Gattung Oxypterus im Habitus 
sehr ähnlich. 

Typus der Gattung ist gonoderus Chvrl., der anfänglich 
als Acalles!) beschrieben, später irrthümlieh von demselben Autor 
als Neotylodes?) angesprochen wurde. 

172. Xenosomus Chevrolati n. sp. Ovatus, eonvexus, niger, 


nigro-, ochraceo- et albido-variegatus; antennis tarsisque rufis; 


1) Naturaliste 1879 p. 108. — 2) Loc. c. 1880 p. 105 et 236. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


45 


vertice supra oculos depresso; prothorace transverso basi sub- 
truncato, lateribus rotundato-ampliato, intra apicem supra trans- 
versim late impresso, confertim punctato callis quatuor obsoletis 
nisro-setigeris basi utriinque macula transversa ochracea signato; 
elytris breviter elliptieis, punetato-striatis, interstitiis alternis dorso 
eristis tribus obsoletis, tertio linea basali albida decoratis, deelivi- 
tate luteo-squamosis; femoribus albido- et nigro-submaeulatis, 
subtus dente obtuso armatis; lg. 2.5, lat. 1.2 mm. 

Colonia Tovar. 

Viel kleiner als gonoderus, der Deekenrücken weniger 
hoch, der viel kürzere Thorax etwas höher langsgewölbt; dieser 
seitlich stark gerundet-erweitert, die Mitte der Länge nach sehr 
flach eingedrückt, jederseits neben diesem Eindruck mit zwei 
niedrigen, aus kurzen schwarzen aufstehenden Schuppen gebildeten 
Erhöhungen, die eine in der Mitte, die andere kleinere am Vorder- 
rande, der weißen Striehmakel auf dem Decekenspatium 3 gegen- 
über mit einer ocherfarbigen, bis zur Mitte reichenden Strich- 
makel, die an der Basis bis gegenüber Spatium 5 schmal er- 
weitert ist. Decken in der Mitte nicht viel breiter als der 
Thorax in der Mitte, kaum um die Hälfte länger als breit, hinten 
spitz gerundet, der Rücken von der Basis bis etwas hinter die 
Mitte flacher gewölbt, dann schräg gerundet zur Spitze abfallend, 
die Punkte in den vertieften Streifen viel kleiner als bei gonoderus 
und meistens durch die Beschuppung verdeckt; jede Decke mit 
drei leicht nach vorn gebogenen Querreihen niedriger schwarzer 
Borstenkämme, eine im ersten, eine im zweiten, die dritte im 
letzteren Viertel, letztere auf lehmfarbig beschupptem Grunde. 
Bei den beiden nicht ganz gut konservirten Stücken ist nur deut- 
lich zu erkennen, daß die lehmfarbige Apikalbeschuppung bis 
zur Hinterkante der mittleren Kammreihe reicht, nicht aber wie 
weit sie die Seiten bedeckt. Unterseite nicht sehr dieht weiß- 
lieh beschuppt. 

173. Euscepes bicolor n. sp. Oblongus, angustus, rufus, 


parce cinereo-squamosus et suberecto-setosus; tarsis elytrorum 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


46 


sutura faseiisque duabus communis nigro-brunneis; prothorace 
quadrato antice nonnihil constrieto, lateribus rotundato, confertim 
punctato, vittis tribus lateralibus antice obsoletis, einereo-albido- 
squamoso; elytris parallelis, latitudine multo longioribus, antice 
prothorace parum Jlatioribus, apice late rotundatis, punctato- 
striatis, interstitis rugoso-punctatis, alternis remote uniseriatim 
setosis, einereo-albido-squamosis, macula magna basali fasciisque 
duabus communibus, una arcuata mox pone medium marginem 
exteriorem attingente, altera postica utringue abbreviata sub- 
denudatis; pedibus graeilibus, femoribus spina vix conspicua 
armatis; le. 1.7 mm. 

Colonia Tovar. 

Kleiner und schmäler als porcellus Bhn. und wegen seiner 
Zeichnung auffallend, die an jene des pelosellus!) und hirsutus2) 
Chvrl. erinnert. 

Rüssel außer der anliegenden Beschuppung noch jederseits 
mit weißen abstehenden Schuppenborsten besetzt. Thorax so 
lang als breit, mit der größten Breite etwas hinter der Mitte, 
dicht punktirt, drei vorn vereinigte Längsbinden dichter beschuppt. 
Decken zwei und ein halbmal so lang als breit, an der Basis 
horizontal aber wenig erweitert, mit rechtwinkligen kurz gerun- 
deten Schultern, fast parallelseitis, Rücken wenig längsgewölbt, 
gleich hinter der Mitte gerundet zur Spitze abfallend, punktirt 
gestreift, die Spatien etwas breiter als die Streifen und wenig, 
die Naht im Basalviertel mehr gewölbt; eine gemeinsame halb- 
kreisförmige von der Schulter bis zur Mitte reichende Bogen- 
binde, eine gemeinsame Querbinde und die Spitze, letztere beiden 
an den Seiten vereinigt, dichter gelblich weiß beschuppt; diese 
besehuppten Binden schließen dunkle Makeln und Binden ein, 
nämlich eine längliche basale Makel zwischen den vierten Streifen, 
eine den Außenrand erreichende Bogenbinde hinter der Mitte und 


eine Querbinde auf der abschüssigen Fläche zwischen den dritten 


1) Loc. e. 1879 p. 126. — 2?) Loc. c. 1880 p. 253. 


Stett. entomol. ‚Zeit. 1896. 


47 


Streifen. Der Rücken des Körpers mit längeren, schräg ab- 
stehenden und keulenförmigen, auf den hellen Stellen weißen, 
auf den dunklen schwärzlichen Borsten spärlich besetzt. Beine 
ziemlich, Unterseite weniger dicht beschuppt. 

174. Euscepes fasciatus n. sp. Zwei Stücke von San 
Esteban sind bei derselben Breite etwas kürzer als porcellus 
Bhn., der Thorax kürzer ohne Spur einer vertieften Mittellinie, 
die Decken hinten stumpfer gerundet und steiler abfallend, die 
Streifen feiner und flacher, die Punkte in ihnen kaum sichtbar; 
die lehmfarbige Beschuppung durch eine gemeinsame breite 
gelblichweiße Querbinde unterbrochen, die jederseits über die vier 
inneren Spatien sich erstreckt, hinten gerade abgestutzt, vorn 
dreimal ausgerandet und hier auf der Naht sowie auf den beiden 


ersten Spatien schwarzbraun begrenzt ist. 


Euxenus nov. gen. Tylodinorum. 

Episterna metathoracis inconspieua. »Begmenta tres inter- 
media abdominalia aequilonga. Rima pectoralis mesosterno elevato 
et paulo emarginato limitata. Antennae medianae; scapus 
brevis ab oculo paulo distans; funiculus septemarticulatus; elava 
articulo primo elongato. Scutellum haud observandum. 
Elytra humeris distinetis decemstriata. Femora sublinearia mutica; 
tibiae basi fractae; unguiculi liberi. Metasternum breve, Oeculi 
rotundati in fronte distantes. 

Mit Oxypterus verwandt; von ihm hauptsächlich durch die 
ungezähnten, fast linearen Schenkel und durch die runden nicht 
senäherten Augen verschieden. Schenkel unten gefurcht, die 
Furchen aber beschuppt und daher undeutlich. Schienen an der 
Basis gleichsam umgeknickt, ihr Rücken mit abstehenden Schuppen 
besetzt. Keulenslied 1 mindestens so lang als die übrigen zu- 
sammen. 

175. Euxenus posticus n. sp. Övatus, convexus, niger, 


subtus einereo-, supra nigricanti-, elytrorum fascia lata communi 


 postica flavo-albido-squamosus; antennis testaceis, tibiis tarsisque 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


48 


brunneo-rufis; rostro femorum anticorum longitudine, basi seriatim 
punctato et cinereo-squamoso; prothorace subquadrato basi 
evidenter apice vix bisinuato, lateribus rotundato, profunde 
punctato, squamulis griseis et nigris, his erectis, irregulariter 
obsito; elytris humeris oblique rotundatis, punctato-striatis, punetis 
profundis in stris squamam setiformem gerentibus, interstitiis 
dorsalibus setis brevioribus pallidis et nigris seriatim obsitis; 
lg. 3, lat. 1.1 mm. 

Caracas. 

Das einzige vorliegende Stück fällt durch seine gemeinsame 
gelblichweiße Querbinde hinter der Deckenmitte auf; diese Binde 
liest zwischen den fünften Streifen, ist vorn halbkreisförmig 
gerundet und hinten gerade abgestutzt; gelblichweiße, von der 
rauchfarbigen Beschuppung abstechende Schuppen bilden auch 
an der Basis zwischen den Schultern unregelmäßige Flecke. Die 
etwas längsgewölbten Decken fallen schon bald hinter der Mitte 
zur Spitze allmälis und gerundet ab, sind von der Mitte bis zur 
stumpf abgerundeten Spitze gerundet verengt, die Punkte in den 
wenig vertieften Streifen vorn grob und tief, zur Spitze kleiner 
und flacher, die Borsten auf den Spatien keulenförmig. Thorax 
wenig kürzer als im der Mitte breit, hier am breitesten, der 
Vorderrand etwas schmäler als die Basis, der Antiskutellarlappen 
etwas vorgezogen, der Rücken deutlich längsgewölbt, in der 
Mitte auf ein Drittel der Länge mit einer schmalen hellen Basal- 
makel auf dem Rücken, die aufstehenden schwarzen Schuppen 
vorherrschend. Kopf dieht punktirt mit einigen sehr kurzen und 
aufstehenden schwarzen Schuppen am oberen Augenrande. Geißel- 
glieder 1 und 2 gleichlang, jenes dieker, die übrigen gleich dünn, 
7 noch so lang als breit, die Keule an der Spitze stumpf gerundet. 
Schenkel mit langen borstenförmigen Schuppen nicht dicht besetzt. 

176. Euxenus apicalis n. sp. Praecedenti similis sed paulo 
major; rostro nitido basi tantum punetato; prothorace quadrato, 
basi apiceque breviter bisinuato, antice magis angustato; elytris 
humeris oblique angulatis, basi, suturae tertia parte antica et 


Siett. entomol. Zeit. 1896. 


49 


parte deelivi tota dense flavo-albido-squamosis; femoribus squa- 
mulis flavidis et albidis subannulatim obsitis; lo. 4, lat. 1.6 mm. 

San Esteban. 

Die Unterschiede dieser Art von posticus sind zu groß, 
als daß man sie für das Weib des letzteren halten könnte. Die 
scharf ausgeprägte helle Deckenzeichnung, der ungemakelte Thorax, 
die dieht beschuppten Beine sowie die kürzeren gereihten Borsten 
auf den Spatien sind für apicalis charakteristisch. Die Skulptur 
des Thorax und der Decken ist bei beiden Arten dieselbe, nur 
ist bei apicalis auf der vorderen Thoraxhälfte eine feine unpunk- 
tirte Mittellinie bemerkbar, welche die schwarze Beschuppung 
“unterbricht. Die bald hinter der Mitte schräg und beinahe in 
gerader Linie zur Spitze abfallenden Decken und der glänzende, 
nur an der Basis punktirte Rüssel lassen wohl keinen Zweifel 
darüber, daß das einzige vorliegende Stück weiblichen Ge- 
schlechts ist. 

Für die große Zahl neuer Arten, die größtentheils nicht in 
die von Lacordaire zu seinen Cryptorhynchides vrais gezogenen 
Gattungen hineinpassen, mußten eine Anzahl neuer Gattungen 
aufgestellt werden, wenn die Schwierigkeit, als Cryptorhynchus 
beschriebene Arten zu determiniren nicht noch erhöht werden 
sollte. Um Gemeinsames bei den Gattungsdiagnosen nicht immer 
zu wiederholen, andrerseits um beim Determiniren die Gattungen 
leiehter auffinden zu können, ist für die in E. Simon’s Ausbeute 
vorhandenen Gattungen mit Einschluß der fünf vorhergehenden 
Tylodides die folgende Tabelle aufgestellt: 


11. Hinterbrustepisternen und Schildehen unsichtbar (Tylodides) 

21. Decken ohne Schultern, Fühlergeißel 7-gliedrig; 

31. Bauchsesment 2 so lang als 3 und 4 zusammen, Schenkel 
ungezähnt, Augen rundlich, ihre Entfernung nicht kleiner als 
die Rüsselbreite (Typ. armadillo Sahlb.).. . Tylodes Sch. 

3. Bauchsegmente 2 und 3 gleichlang; Schenkel gezähnt, Augen 


nierenförmig, ihre Entfernung oben auf der Stirn kleiner 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 4 


50 


91, 


101, 


10. 


als die Rüsselbreite (Typ. Acalles gonoderus Chvrl.) 
een. ee. 2 Xenosomus) naja un 
Deeken mit Schultern. die drei mittleren Bauchsegmente 
von gleicher Länge; 
Fühlergeißel 6-eliedrig (Typ. porcellus Blın.) Euscepes Sch. 
Fühlergeißel 7-gliedrig; 
Augen nierenförmig, ihre Entfernung oben auf der Stirn 
kleiner als die Rüsselbreite, Schenkel gezähnt 

a en ee eine NORYpLErUSEn Eee 
Augen rundlich, ihre Entfernung auf der Stirn nicht geringer 
als die Rüsselbreite, Schenkel ungezähnt. . Euxenus n. gen. 
Hinterbrustepisternen deutlich wenn auch zuweilen nur sehr 
schmal (Cryptorhynchides vrais). 
Segment 2 länger als 3; 
Krallen einfach, gespreitzt, Schienen an der Spitze mit Horn- 
haken; 
Rüssel zwischen den Fühleremlenkungen nicht breiter als 
der Augendurchmesser oder breiter, dann aber der Rüssel 
gerade und Thoraxvorderrand den Kopf bedeekend, Segment 
2 kürzer als 3 und 4 zusammen, Fühlergeißel 7-gliedrig; 
Schenkel sezähnt, oder wenn ungezähnt dann der Kopf 
vom Thoraxvorderrande bedeekt und Deckenstreifen 10 ganz; 
Decken vorn nicht breiter als die T'horaxbasis, ohne Schulter- 
ecke, Schildehen nieht sichtbar, Abdominalfortsatz vorn und 
Degment 1 hinten gerade abgestutzt, Mittelbrustfortsatz 
schwalbennestförmig mit abgestutztem Vorderrande; 
Schenkel gezähnt, Decken 9-streifig, Kopf vom Vorder- 
rande des Thorax nicht bedeckt, mit glänzend schwarzem 
Scheitel bei eingelegtem Rüssel, dieser gebogen und eylın- 
drisch, Fühler vor seiner Mitte, beim Männchen der Spitze 
genähert eingefügt, Augenlappen gerundet vorragend, Ante- 
skutellarlappen gegen die Decken leicht vorgezogen 
N TR N Re ee Parisdtallespnssen? 
Schenkel ungezähnt, Decken 10-streifig, der zehnte Streifen 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


111. 


121. 


12. 


13!. 


141. 


51 


nur von der Basis bis zu den Hinterhüften deutlich, Kopf vom 
Thoraxvorderrande bedeekt und mit beschupptem Scheitel; 
Rüssel gerade, breit gedrückt, Fühler in seiner Mitte ein- 
gefügt, Augenlappen nur angedeutet, Mitte der Deckenbasis 
in eine Ausrandung der Thoraxbasis hineinragend 
eyes, KEchinonotusen. gen. 
Decken vorne breiter als die Thoraxbasis und mit deutlicher 
Dchulterecke, Rüssel mehr oder weniger gekrümmt, oder 
fast gerade, im letzterem Fall entweder die Augen genähert 
oder der Kopf vom Thoraxvorderrande ganz bedeckt; 
Schenkel gezähnt; 
Segment 1 hinten gerade abgestutzt, Decken 10-streifie, 
der zehnte Streifen ganz oder bei den Hinterhüften abge- 
kürzt, Abdominalfortsatz vorne nie gerade abgestutzt; 
Schildehen nicht sichtbar; Mittelbrust hufeisenförmig ; Hinter- 
brust nicht länger als Segment 1 hinter den Hüften; 
Schenkel unten gefurcht und gezähnt; Augenentfernung 
eleich der Rüsselbreite; Thorax mit vorgezogenen Augen-, 


lappen; Fühler vor der Rüsselmitte eingelenkt, Geibelglied 1 


" länger als 2; Deckenstreifen 10 bei den Hinterhüften ab- 


gekürzte este 2. Palaeopus.n..cem 
Schildehen sichtbar, Hinterbrust nie länger als der Abdominal- 
fortsatz breit; 

Kopf vom Thoraxvorderrande unbedeckt; Deckenstreifen 10 
bei den Hinterhüften abgekürzt; 

Augenentfernung gleich der Rüsselbreite an der Basis; 
Fühler in oder vor der Mitte eingefügt, Geißelglied 2 länger 
als 1; Mittelbrustfortsatz hufeisenförmig; Rüssel eylindrisch 
und gekrümmt, höchstens an der Spitze etwas abgeflacht; 
Augenlappen entwickelt; Hinterschenkel erreichen den Apex 


laneezmiche 2: 222 2277277 MetriophilusU) n.. gen. 


1) Hier schließt sich die Gattung Neotylodes Chvrl. mit äußerst 


kurzer Hinterbrust, den Apex erreichenden Schenkeln und geringerer 
Augenentfernung an; letztere schmäler als der Rüssel an der Basis. 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 4% 


9, 


13. 


161. 


16. 


A 


7 


Augen genähert, ihre Entfernung geringer als der Rüssel 
in der Mitte breit; Fühler hinter der Rüsselmitte eingelenkt; 
Mittelbrustfortsatz schwalbennestförmig; sein Vorderrand 
gerade abeestutzt oder leicht ausgerandet, Rüssel etwas 
flach gedrückt, an der Basis breiter als in der Mitte; 
Augen groß, Augenlappen entwickelt; Rüssel länger und 
deutlich gebogen; Beine lang, Schenkel unten höchstens 
in der Spitzenhälfte gefurcht, die hintersten erreichen den 
Apex 2. ee oBothrebalzsu eh: 
Augen kleiner, Augenlappen kaum angedeutet, Rüssel kurz 
und fast gerade; Beine kurz, Schenkel unten gefurcht, 
die hintersten erreichen nur den Hinterrand von »eg- 
ment A... 0... ... Homaeostethus m sen? 
Thoraxvorderrand bedeckt den Kopf; Augenentfernung nicht 
geringer als der Rüssel in der Mitte breit, dieser etwas 
breiter als hoch; Fühleremlenkung in oder hinter der Mitte; 
Deckenstreifen 10 bei den Hinterhüften abgekürzt, Decken 
nur wenig breiter als die T'horaxbasis, Abdominalfortsatz 
schmal oval und zugespitzt, nur wenig breiter als die 
Hinterbrust lang; Thorax ohne Borstenbündel; Schenkel 
sezahnt . „2.2.2.0. 22 22Semnorhynehusm sem 
Deckenstreifen 10 ganz, Decken viel breiter als die Thorax- 
basis, Abdominalfortsatz viel breiter als die Hinterbrust 
lang; Thorax mit Borstenbündeln ; 

Mittelbrustfortsatz schwalbennestförmig, sein Vorderrand 
abgestutzt; Vorderschenkel geschwollen, die hinteren den 
Apex erreichend, 'Tarsenglied 1 der Hinterbeine länger als 
2 und 3 zusammen; Geißelglieder 1 und 2 verlängert und 
kaum an Länge verschieden; wenigstens Vorderschenkel 
gezähnt. . .. 2 2.0.2020... Anomoemerus n. gen. 
Mittelbrustfortsatz hufeisenförmig; alle Schenkel gleich dünn ; 
die hinteren erreichen den Apex nicht, Tarsenglied 1 der 
Hinterbeine nicht länger als 3; Geißelglied 1 länger als 2; 


Schenkel ungezähnt . . . .  . Cryptometopus n, gen. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


53 


11. Segment 1 hinten ausgerandet; Schildchen sichtbar; Decken- 


181. 


18. 


streifen 10 bei den Hinterhüften abgekürzt, 9 vor den Hinter- 
hüften bis vor die Spitze tief eingedrückt; Rüssel gebogen, 
eylindrisch, höchstens vor der Fühlereinlenkung etwas ab- 
geflacht; Mittelbrustfortsatz hufeisenförmig; Geißelglied 1 
kürzer als 2, Keule oval deutlich gegliedert; Augenentfernung 
gleich der Rüsselbreite; die vier Hinterschenkel unten ge- 
furcht, die zwei hintersten erreichen den Apex nicht; 
Hinterbrust länger als Segment 1 hinter den Hüften (Typ. 
Junebris Bın.) . . . . ...  . Metoposoma!) n. gen. 
Rüssel kurz und dieker als der Augendurchmesser; Seg- 
ment 2 so lang als 3 und 4 zusammen, Segment 1 hinten 
ausgerandet; Mittelbrustfortsatz schwalbennestartis, Abdo- 
minalfortsatz an der Spitze abgerundet oder beiderseits 
schräg abgestutzt; Deckenstreifen 10 bei den Hinterhüften 
abgekürzt; Augenentfernung gleich der Rüsselbreite; Geißel- 
elied 1 länger als 2; Schildehen sichtbar; 

Schenkel fast linear, ungezähnt, die hinteren erreichen den 
Apex nicht, Schienen innen gerade; Fühlergeißel 6-gliedrig 
(Typ. foveolata Say) . -» » » . .  . Tyloderma Say. 
Schenkel gekeult und gezähnt; die hinteren erreichen den 
Apex, Schienen innen zweibuchtig und mit einem Zähnchen; 
Fühlergeißel 7-gliedig . . . .  . Merocnemus n. gen. 
Schienen mit Enddorn, Schenkel unten ungezähnt und un- 
sefurcht, Krallen an der Basis"gezähnt; der Thoraxvorder- 
rand bedeckt von oben gesehen den Kopf (Typ. undatus 
WEB N  e lrene „sPhyrdenus Lec: 
Segment 2 nicht länger als 3, die drei mittleren von gleicher 


Länge, 1 hinten gerade abgestutzt; Fühlergeißel 7-gliedrig; 


1) Hierher Discophorus Chvrl. — Ann. Fr. 1880 p!XCV. — Hinter- 


schenkel erreichen den Apex, Augenentfernung etwas kleiner als die 
Rüsselbreite, Deckenstreifen 9 nicht mehr als die andern eingedrückt; 
ferner Elytrocoptus Chvrl. Ann. Fr. 1882 p. 50. — Decken mit 10 ganzen 
Streifen und hinten mit deutlicher Schwiele; Hinterschenkel erreichen 
Apex, Schienen mit enddornartigem Hornhaken. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


191. 


201, 


20. 


211. 


21. 


19. 


a2, 


Geißelglieder 1 und 2 wenig an Länge verschieden; Rüssel 
mehr oder weniger gebogen; T'horaxvorderrand den Kopf 
nie ganz bedeckend; Decken mit Schultern; Abdominal- 
fortsatz vorne nie gerade abgestutzt; Krallen einfach frei; 
Mittelbrustfortsatz schwalbennestartig mit gerade abgestutztem 
Vorderrande; Rüssel breiter als hoch; Fühler in der Mitte 
eingelenkt; Augenentfernung nicht kleiner als die Rüsselbreite; 
Schildehen vorhanden; Deckenstreifen 10, bei den 
Hinterhüften abgekürzt;. Krallen frei; Schenkel mehr 
oder weniger verdickt, unten gezähnt aber nicht ge- 
fureht, die hinteren erreichen den Apex; Abdominalfortsatz 
breit... 002.82) 2022 Heterobothrusmascene 
Schildehen nicht siehtbar; 
Deckenstreifen 10 bei den Hinterhüften unterbrochen ; 
Schenkel mehr oder weniger verdickt und gezähnt, die 
hintersten unten gefurcht . . . . Apteromechus n. gen. 
Deckenstreifen 10 ganz; Schenkel linear, unten gefurcht, 
aber nicht gezähnt; Fühlerkeule oval, deutlich ge- 
sliedert... ...2. 2.222.202. Phymatopkosusı)anssen: 
Mittelbrustfortsatz schwalbennestartig mit ausgebuchtetem 
Vorderrande oder hufeisenförmig; Schenkel unten gefurcht; 
Schildehen sichtbar; 

Deckenstreifen 10 abgekürzt; Augen nicht genähert; Fühler 
in der Mitte eingelenkt, Schenkel beinahe linear und unge- 
zähnt; Mittelbrustfortsatz schwalbennestförmig mit aus- 
gebuchtetem Vorderrande; Körper eylindrisch (Typ. Crypt. 


porcellus Bhn.) . . . . .  . Eutinobothrus?) n. gen. 


1) Hierher Collabismus Sch. Rüssel gerade, zur Basis verbreitert; 


Fühlerkeule lang und kaum sichtlar gegliedert, ihr erstes Glied länger 
als die übrigen zusammen; Segment 2 etwas länger als 3; Krallen am 
Grunde verwachsen. 


2) Hierher Cryptorhynchus Sch. mit /apathi L. als Typus. Decken- 


streifen 10 ganz; Schenkel verdickt und zweizähnig; Mittelbrustfortsatz 
hufeisenförmig; Augenlappen bedecken bei eingelestem Rüssel die Augen 
nur theilweise. 


Stett entornol. Zeit. 1896. 


99 


22. Deekenstreifen 10 ganz, Augen genähert und dann der 
Rüssel zur Basis verbreitert, oder nicht genähert und dann 
der Rüssel zur Basis nicht oder kaum verbreitert; Schenkel 
gezähnt; Segment 1 hinter den Hüften nie länger, eher 
kürzer als 2; Mittelbrustfortsatz hufeisenförmig; 

331. Rüssel seitlich an der Basis eingekerbt; Fühler hinter der 
Mitte eingelenkt mit ovaler deutlich gegliederter Keule; 
Schenkel linear, unten gefurcht und einzähnig, die hinteren 
den Apex nicht erreichend; Augen nur durch einen schmalen 
Diesssetrennun 2... 2.222. Eubulomuss)n. sen. 

23. Rüssel seitlich an der Basis nicht eingekerbt; Fühler in der 
Mitte .eingelenkt mit längerer und ungegliederter Keule; 
Schenkel mehr oder weniger, die vorderen mehr verdickt, 
unten mindestens zweizähnig, die hinteren den Apex min- 
destens erreichend, Schienen an der Basis mehr oder weniger 
gebogen, dıe vorderen innen flach zweibuchtis (Typ. com- 


pernis Germ.) . . 2... Coelosternus?) Sch. 


Parisacalles nov. gen. Cryptorhynchinorum. 


Segmentum anale secundum tertio nonnihil lonsius, primum 
postice truneatum. Processus abdominalis apice truncatus. Elytra 
prothoracis basi haud latiora humeris nullis, novemstriata. 
Seutellum haud conspicuum. Rostrum arcuatum. Antennae 


septemarticulatae antemedianae. Oculi haud approximati. Femora 


1) Hierher Barissis Pasc. — Ann. Mag. 1880 p. 491. — Augen 
groß, nicht genähert; Augenlappen entwickelt; Fühler in der Mitte ein- 
gelenkt; ferner Cylindrothecus Chvrl. — Am. Fr. 1882 p. 53. — Augen- 
entfernung geringer als die Rüsselbreite;, Rüssel zur Basis nicht ver- 
breitert; Augenlappen entwickelt; Decken cylindrisch; ferner Diplogrammus 
Chvrl. — Ann. Fr. 1877 p. 180. — Augenentfernung etwas geringer als 
der Rüssel an der Basis breit; Augenlappen nur angedeutet; Hinter- 
schenkel erreichen den Apex nicht; ferner Eubulus Kirsch. Hinterschenkel 
erreichen den Apex, alle gekeult und zweizähnig; Fühler in der Mitte 
eingelenkt. 

2) Hierher Atrichis Chvıl. Ann. Fr. 1882 p. 55. Segment 1 hinter 
den Hüften länger als 2, beide in Mitte verwachsen breit, Schenkel verdickt 
ungefurcht, zweizähnig, die hinteren den Apex lange nicht erreichend, 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


56 


subtus dentata; tibiae apice unguiculatae; tarsi breves unguieulis 
liberis. Prothorax basi subtruncatus lobo mediano parvo pro- 
dueto, apiee profunde bisinuato lobis ocularibus rotundatis. Pro- 


cessus mesosternalis alte convexus. Vertex capitis glabratus 


nitidus. 
Die nächsten Verwandten dieser Gattung sind Acalles !) Sch. 


und Anaballus Blanch.; von ersterer unterscheidet sie sich durch 
sichtbare Hinterbrustepisternen, gezähnte Schenkel, gerundet vor- 
tretende Augenlappen, von letzter durch kürzeres, hinten abge- 
stutztes zweites Bauchsegment, von beiden durch den, bei fest 


an den Körper gelestem Rüssel, glänzenden Scheitel. 

177. Parisacalles granulifer n. sp. Ovatus, convexus, 
niger, umbrino-squamosus, squamis ereetis ochraceis variegatus, 
setis squamiformibus brevibus et reelinatis sat dense obsitus; pro- 
thorace transverso ante medium rotundato-dilatato, antice valde 
angustato, dense ruguloso punctato, linea media elevata instructo; 
elytris elliptieis latitudine fere duplo longioribus, profunde punctato- 
striatis, interstitiis paulo convexis, granulis uniseriatis muricatis; 
pedibus erassis brevibus, femoribus dente parvo armatis; le. 4, 
lat. 2 mm. 


Corozal. 


1) Beim typischen Acalles Sch. (Typus camelus Fbr.) sind die Decken 
9-punktstreiig, die Fühler in oder hinter Mitte eingelenkt, das erste 
Bauchsegment ist hinten gerade abgestutzt, wenigstens die Vorderschienen 
sind innen leicht zweibuchtig und der Abdominalfortsatz ist vorn gerade 
abgestutzt. Lacordaire nennt letzteren „‚ogival“, weil er wahrscheinlich‘ 
nicht camelus sondern eine mit Aolleii Germ. verwandte Art untersucht 
hat; letztere Art mit ogivalem Fortsatz weicht von den typischen Acalles 
noch durch einen abgekürzten zehnten Deckerstreifen, hinten ausgebuch- 
tetes erstes und langes zweites Bauchsesment (reichlich so lang als 3 und 
4 zusammen), ausgebuchteten Mittelbrustfortsatz ab und gehört einer neuen 
Gattung an, die sich (wie auch Acalles) von Tylodes schon durch die den 
Apex lange nicht erreichenden Hinterschenkel unterscheidet. Unter den 
als Acalles beschriebenen exotischen Arten gehören sicher mehrere anderen 
Gattungen an; so hat z. B. nobilis Lec. abweichend gleichlange drei 
mittlere Bauchsegmente und die Augenentfernung ist geringer als die 
Rüsselbreite. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


97 


Das einzige vorliegende Stück ist ein Männchen und hat 
die Form und Größe des Acalles teter Bhn. Stirne abgeflacht 
und wie der Rüssel beschuppt, dieser breiter als hoch, so breit 
und so lang als der Vorderschenkel, parallelseitig, gebogen, längs- 
runzlig punktirt, wie die Stirne und die ganze Körperoberseite 
von kurzen aufstehenden Borstenschuppen rauh. Die pechbraunen 
Fühler im Spitzenviertel eingelenkt, Geißelglieder 1 und 2 gleich- 
lang, ersteres wenig dicker, die übrigen kugelförmig. "Thorax 
mit der größten Breite vor der Mitte, zur abgestutzten Basis 
geradlinig und wenig, zur Spitze stark geschweift verengt, am 
Vorderrande nur ein Viertel so breit als au der breitesten Stelle, 
hinter den Augen tief gebuchtet, Augenlappen kräftig entwickelt, 
der Rücken flach längsgewölbt, die Basis zwischen den Hinter- 
ecken flach niedergedrückt, der Anteskutellarlappen klein drei- 
eekig. Decken in der Mitte nieht breiter als der Thorax vor 
“der Mitte, ihre Seiten sehr flach gerundet, ihre Längswölbungs- 
‚linie von der Basis zur höchsten Stelle hinter der Mitte in flachem 
Bogen ansteigend, dann schräg gerundet zur Spitze abfallend, 
zwischen den sechsten Spatien flach quergewölbt, die Seiten von 
hier schräg unter den Leib gebogen; die Streifen furchenartig, 
die Punkte in ihnen dieht gestellt, groß und flach eingedrückt, 
die sechs Dorsalspatien ziemlich dicht mit niedrigen und etwas 
spitzen Körnern besetzt, zwischen denen und sie überragend je 
eine schräge keulenförmise und dunkle Schuppenborste entspringt; 
die hellen ungleichmäßige Querreihen : bildenden Schuppen eben- 
falls schräg abstehend. Auf den Schenkeln stehen die Borsten 
weniger, die Schuppen auf den Schienenrücken dagegen senk- 
recht auf. 

178. Parisacalles erispus n. sp. Praecedenti similis; minor, 
convexus, ochraceo-squamosus et setis longioribus elytrorum 
clavatis obsitus; antennis tarsisque rufis; fronte convexa; elytris 
remote punctato-suleatis, interstitiis obtuse carinatis, setis reclinatis 
remote uniseriatis; pedibus minus crassis; 1&. 3.2, lat. 1.7 mm. 

San Esteban. 

Steit entomol. Zeit. 1896. 


Kopf und Rüssel sind mit denen des granulifer identisch 
geformt, skulptirt und bekleidet. Geißelglied 2 etwas länger 
als 1. Thorax mit der größten Breite vor der Mitte, aber im 
Verhältniß zu den Decken weniger breit. Decken an den Seiten 
mehr gerundert erweitert, viel flacher quergewölbt, die Furchen 
breit aber nicht tief eingedrückt, die länglichen und ziemlich 
groben Punkte in ihnen viel deutlicher aber weniger dicht gestellt 
als bei granulifer, die Spatien schmal und stumpf-, das sechste 
scharfkielig, alle ohne Körnerreihe aber mit einer weitläufigen 
Reihe etwas gebogener und gegen die Spitze gekeulter Borsten. 
Die Borsten auf dem Thorax dicker, kürzer, viel dichter gestellt 


und mehr aufgerichtet. - 


Echinonotus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

A genere Parisacalles rostro recto haud eylindrico, vertice 
squamoso, serobibus non obliquis, antennis medianis, prothoracis 
basi medio sinuato, margine antico caput desuper visus obtecto, 
lobis ocularibus vix indicatis, stria decima elytrorum pone coxas 
abbreviata. femoribus mutieis diversus. 

Wie bei der vorhergehenden Gattung sind die Schenkel 
etwas verdickt, die Schienen zur Basis und Spitze etwas ver- 
sehmälert, ihre Rückenlinie also etwas gebogen, die Tarsen schmal 
und das dritte Glied nur wenig verbreitert, die Krallen kurz und 
fein; Geihelslied 2 länger als 1, die Geißel überhaupt faden- 
förmig, Schultern und Schildehen nicht vorhanden. Charakteristisch 
für die neue Gattung sind der gerade und flachgedrückte Rüssel 
mit zur Augenmitte gerichteter Fühlerfurche, der weit vorgezogene 
und den Kopf von oben bedeckende Thoraxvorderrand und die’ 
in der Mitte winklig ausgesehnittene Thoraxbasis. 

179. Echinonotus rudis n. sp. O©vatus, nonnihil convexus, 
niger, luteo-squamosus, supra pedibusque setis longis erectis 
obsitus; rostro subrecto cum fronte depressa continuato, altitudine 
fere duplo latiore, lateribus utrinque sinuato, basi seriatim punctato; 
articulo secundo funieuli primo nonnihil longiore. Prothorace 


Stelt. entomol. Zeit. 1896, 


59 


latitudine nonnihil breviore medio rotundato-ampliato, basi 
medio late sed acute emarginato, apice oblique fere 
truneato, fossulato; elytris breviter ovalibus maxima latitudine ante 
medium, basi bisinuatis, punetato-suleatis, interstitis nonnihil 
convexis antice granulis remote seriatis; femoribus mutieis, tibiis 
basi apiceque angustioribus, tarsis brevibus; le, 3.6—4, lat. 
2-—2.3 mm. | 

Dan Esteban. 

Von den beiden vorliegenden Stücken ist das eine kleinere 
selblich-weiß glasirt, das andere, nicht ganz reine, oben in der 
Mitte abgerieben, an den Seiten scheinbar lehmfarbig beschuppt; 
beide mit langen und abstehenden Borstenhaaren besetzt.. 

Rüssel so lang als der Thorax, an der Spitze und Basis 
breiter als zwischen den Fühlereinlenkungen in der Mitte, hier 
breiter als der Augendurchmesser, von hier bis zur Spitze glän- 
zend glatt und kaum punktirt, an der Basis seitlich etwas ein- 
sekerbt. Stimm wie die Rüsselbasis ziemlich grob punktirt, die 
Zwischenräume mit zerstreuten langen Borsten.. "Thorax mit 
größter Breite in der Mitte, zur Spitze geschweift- und viel mehr 
verengt als zur Basis, an der Spitze nur halb so breit als an 
der Basis und schräg nach unten abgestutzt, hinter den Augen 
kaum gebuchtet, Rücken flach längsgewölbt mit dem höchsten 
Punkt vor der Basis und mit flachen Gruben dicht besetzt. 
Decken nicht viel länger als breit, an der zweibuchtigen und 
serandeten Basis kaum breiter, von den Außenecken ab gleich 
stark gerundet-erweitert und bald hinter der Basis doppelt & 
breit als die Thoraxbasis, nach hinten allmälig gerundet verengt, 
ihre Spitze stumpf gerundet, der höchste Punkt der Längswölbung 
vor der Mitte, zur Basis kurz, zur Spitze lang und flach gerundet- 
abfallend, in den Furchen mit groben und ziemlich diehten 
Punkten, die Naht und die beiden ersten Spatien im Basaldrittel 
mit einigen Körnchen, die vier folgenden Spatien wie es scheint 
mit abwechselnd ein und zwei, aus kurzen gelblichen Schuppen- 
borsten gebildeten Wärzchen. Schenkel verdickt, Schienen etwas 


Stelt. entomol. Zeit. 1896. 


60 


wadenförmig mit gewölbter Rückenlinie und wenig aufstehendem 
Hornhaken an ihrer Spitze, das zweilappige dritte Tarsenglied 


wenig breiter als das erste und zweite. 


Palaeopus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 


Seutellum haud eonspieuum. Elytra antice prothoracis basi 
latiora humeris distinetis. Antennae antemedianae; funieulus septem- 
articulatus elavam versus vix incrassatus. Processus abdominalis 
ovatus acuminatus. Processus mesosternalis elevato -soleatus. 
Oeuli in fronte late distantes. Femora subtus dentata et plus 
minusve suleata; tibiae basi subito eurvatae. 

Von Parisacalles durch ovalen Abdominalfortsatz, vor- 
handene Schultern, durch hufeisenförmigen Mittelbrust- und ovalen 
Abdominalfortsatz verschieden. Der Rüsselkanal erreicht die Mitte 
der Mittelhüften, die Hinterbrust ist nicht länger als der Abdo- 
minalfortsatz breit, die Schienen sind unmittelbar an der Basis 
plötzlich umgebogen, dann gerade und parallelseitig und die 
Krallen sind einfach und gespreizt, Bauchsegment 2 ist länger 
als 3, Fühler vor der Mitte eingelenkt, Geißelglied 1 länger als 2, 
Deckenstreifen 10 bei den Hinterhüften abgekürzt, Thoraxvorder- 
rand nicht den Kopf bedeckend aber mit entwickelten Augenlappen. 

180. Palaeopus adspersus n. sp. ÖOvatus, convexus, niger, 
opacus, squamulis flavo-albidis parce adspersus, nigro- et albido- 
erecto-setosus; antennis tarsisque rufo-brunneis; rostro - arcuato 
cum fronte continuato, postice punctato-striato et medio carinulato ; 
prothorace, transverso, medio rotundato-ampliato apice utrinque 
profunde sinuato, supra dense punctato; elytris humeris rotundato- 
reetangulatis, retrorsim parum ampliatis, dorso remote striato- 
punetatis, interstitiis subplanis; femoribus 'paulo incrassatis, subtus 
suleatis et dente parvo armatis; lg. 3—4, lat. 1.2—1.8 mm. 

San Esteban. In Mehrzahl. 

Einem Pachytychius ancora Gyll. im Habitus ähnlich. 
Deeken des Mannes bis zur Mitte parallelseitis, dann schon 
gerundet-verengt, an der Spitze viel weniger stumpf gerundet 


Stett, enutomol. Zeit. 1896. 


61 


als das Weib; dieses mit bis zum Spitzendritte] geradlinig ver- 
breiterten Decken, hier am breitesten, vorn in beiden Geschlechtern 
etwas breiter als der Thorax in der Mitte, ihre Längswölbungs 
linie flach und mit der des Thorax eine beinahe ununterbrochene 
Linie bildend und hinten flach schräg gerundet abfallend, die 
Dorsalstreifen nicht vertieft und weitläufig punktirt, jeder der 
viereckigen Punkte mit einem anliegenden Borstenhärchen, die 
Spatien sehr fein lederartig gerunzelt mit einer Reihe, eine helle 
oder dunkle schräg abstehende und gekeulte Borste tragender 
Punkte und mit kleinen Gruppen weißlicher, nicht ganz anliegen- 
der borstenartiger Schuppen spärlich bestreut, die auf der Schulter 
eine kleine Punktmakel, eine ausgedehntere in der Schildehen- 
gegend und auf dem Rücken zuweilen unregelmäßige und häufig 
unterbrochene Querlinien bilden. Thorax etwas kürzer als breit, 
seitlich in der Mitte gerundet, zur Spitze mehr als zur beinahe 
abgestutzten Basis verengt, dieht und ziemlich grob punktirt, 
jeder Punkt mit einer hellen oder dunklen, schräg nach vorn 
gerichteten Schuppenborste, an der Basis mit einer abgekürzten 
hell beschuppten Mittellinie, die den kleinen vorgezogenen Ante- 
skutellarlappen bedeckt. Stirn flach gewölbt und vorherrschend 
mit dunklen Börstehen besetzt. Rüssel so lang als der Thorax, 
gebogen, zur Basis hin kaum verbreitert. Beine hell und dunkel 
aber mehr anliegend beborstet. Die matte Unterseite ziemlich 
grob und dicht, Bauchsegment 3 und 4 quer einreihis punktirt. 

181. Palaeopus laticollis n. sp. Dem vorhergehenden 
ähnlich aber durch folgende Merkmale verschieden. Im Ganzen 
etwas breiter. Auf der flachen Stirn herrschen die hellen Borsten 
vor, der Thorax ist viel breiter als lang. Die Decken fallen in 
beiden Geschlechtern steiler ab und sind beim Weibe nicht 
hinter, sondern in der Mitte am breitesten und hier auch nur 
wenig breiter als in den Schultern, die Seiten flach gerundet, die 
Dorxsalstreifen leicht vertieft und dieht punktirt, die Spatien 
etwas erhabener und länger beborstet, die Beine kräftiger. Die 
Punkte auf der Unterseite tragen kein Börstehen und Segment 2 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


62 


und 3 sind unpunktirt. Rüssel zur Basis hin etwas mehr ver- 
breitert. 


Caracas, Corozal, La Guaira. In Mehrzahl. 


Metriophilus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

Processus abdominalis triangulariter produetus. Seutellum 
distinetum. Femora subtus dentata et plus minusve sulcata, postica 
eorporis apicem haud attingentia. Segmentum abdominale postice 
truncatum.  Processus mesosternalis elevato-soleatus. Artieulus 
primus funieuli secundo longior et latior. 

Von der vorhergehenden Gattung eigentlich nur durch das 
sichtbare Sehildchen verschieden. 
| 182. Metriophilus lynx n. sp. Oblongus, parallelus, nigro- 
piceus, opacus, elytris luteo-squamosus, flavido- et nigro-setosus; 
antennis tarsisque rufis; antennis maris ante medium, feminae in 
medio insertis, articulo primo funiceuli secundo paulo longiore et 
erassiore, ultimis gradatim latioribus; rostro subeylindrieo arcuato 
a basi usque ad antennarum insertionem punetato-striato; pPro- 
thorace quadrato, basi leviter, apiee profunde bisinuato, dense 
profundeque punctato; scutello flavo-albido; elytris prothorace 
latioribus, parallelis,. humeris rotundato-reetangulatis, punctis in striis 
squamam parvam elongatam gerentibus, interstitiis latis subplanis 
uniseriatim et reclinatim flavo-albido-setosis, sat dense flavo-luteo- 
squamosis et pustulis nigro-piceis nebulosis, interstitio octavo a 
coxis postieis usque ad apicem nudo; femoribus antieis acute, 

posticis obsolete dentatis; Is. 3—-4, lat. 1—1.5 mm. = 

Caracas. In Mehrzahl. 

Noch mehr als Palaeopus adspersus dem Pachytychius 
ancora in der Körperform ähnlich. Kopf etwas weitläufiger, 
aber ebenso grob punktirt als die Stirn und mit feinen kurzen 
Borstenhärchen, jeder der Stirn- und Rüsselpunkte mit einer 
hellen oder dunklen abstehenden Schuppenborste besetzt. Rüssel 
gleich an der Basis stärker, dann weniger gebogen, so lang als 
der Thorax; dieser mit bis weit vor die Mitte parallelen oder 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


69 


leicht divergirenden Seiten, dann zur Spitze schnell geschweift- 
verengt, die längeren und etwas keulenförmigen Schuppenborsten 
wenig abstehend und von vorn in die Hinterwand der Punkte 
eingestochen, wenige helle markiren an der Spitze und auf dem 
etwas vorgezogenen Antiskutellarlappen die Anfänge einer Mittel- 
linie und jederseits am Vorderrande einen kleinen hellen Punkt. 
Decken doppelt so lang als breit, über die Schultern um ein 
Viertel breiter als die Thoraxbasis, hinten stumpf gerundet, ihre 
‚Längswölbungslinie auf dem Rücken sehr flach und flacher als 
die des Thorax und zur Spitze schräg gerundet abfallend. Die 
kahlen Nebelflecke, die stellenweise gemeinsame Querflecke bilden, 
sind am auffallendsten auf Spatium 8 hinter den Hüften und innen 
neben der hellen Schulter auf Spatium 4 und 5; die von.Schuppen 
entblößten Stellen auf den Dorsalspatien sind mit dicken schwarzen, 
die mit länglichen und an der Spitze etwas abgestutzten Schuppen 
besetzten mit gelblich weißen und schräg abstehenden Borsten 
versehen, der feine Nahtrand in seiner ganzen Ausdehnung glän- 
zend. Unterseite undicht, die Brust kräftiger, die Schenkel 
dichter punktirt, jeder Punkt mit einem, feinen Borstenhärchen. 
Hinterbrustepisternen dicht einreihig punktirt. 

183. Metriophilus contractus n. sp. 3. Praecedenti similli- 
mus sed nonnihil brevior, etiam prothorace transverso ante medium 
subito fere angulato-contracto, elytris dimidia parte posteriore 
fere nudo nitido unice distinetus; le. 3, lat. 1.3 mm. 

Colonia Tovar. 

Ein einziges männliches Stück fällt besonders durch semen 
kurzen, vorn plötzlich zusammengezogenen Thorax und durch 
seine kurzen Decken auf. Letztere haben hinten nicht nur einzelne 
kahle Nebelflecke, sondern die ganze hintere Hälfte ist beinahe 
nackt und glänzend; von dieser, nur mit kleinen Gruppen lehm- 
farbiger Schuppen bestreuten und vorn allmälig in die dicht be- 
schuppte Vorderhälfte übergehenden Fläche hebt sich an der 
Vereinigungsstelle der Spatien 4 und 5 sowie an der Spitze von 1 
je eine weißliche Punktmakel ab. 


Stett entomol. Zeit 1896. 


64 


184. Metriophilus rivalis ist eine zweite dem /yna sehr 
ähnliche Art, die sich von ihm durch kürzere und quergewölbtere 
Deeken, kürzeren und anders geformten Thorax und durch die 
zwei gleichlangen ersten Fühlerglieder unterscheidet. Der Thorax 
hat seine größte Breite nicht vor sondern in der Mitte, ist hier 
gerundet und zur Basis hin weniger als zur Spitze gerundet- 
verengt. In der Zeichnung und Bekleidung weichen beide Arten 
nicht von einander ab. 

Caracas, La Guaira. 

185. Metriophilus discors n. sp. Breviter ovatus, nonnihil 
convexus, nigro-piceus, opacus, prothorace parce elytris sat dense 
ochraceo-squamosus; pedibus brunneis, antennis rufis; artieulis 
duobus primis funieuli subaequilongis; fronte nonnihil convexa; 
prothorace transverso, lateribus medio rotundato-ampliato; elytris 
latitudine fere dimidio longioribus, lateribus parallelis, eonvexioribus, 
remote obsoleteque striato-punetatis, interstitiis planis, ochraceo- 
squamosis et umbrino-nebulosis, macula parva humerali, scutello 
punctoque ante apiecem albidis: femoribus dentatis; lg. 3.3, lat. 
1.6 mm. 

Colonia Tovar. 

Diese Art hat mit /yn& und rivalis die Färbung, Skulptur 
und die Zeiehnung, mit rövalis auch noch die Thoraxform gemein- 
sam, unterscheidet sich aber von beiden dureh kürzere gewölbtere 
Decken sowie namentlich durch den Mangel der abstehenden 
Borsten und durch die Thoraxzeichnung. Auf letzterem trägt 
nämlich die Mehrzahl der Punkte eine anliegende lanzettliche 
und schwarze Schuppe und ocherfarbige Schuppen von derselben 
Form bilden drei angedeutete Längslinien, von denen die äußeren 
und gegen einander gebogenen am Vorderrande in zwei weißen 
Punkten auslaufen und in der Mitte durch eine ocherfarbige Quer- 
linie verbunden sind. Deckenspatien mit eimer Reihe größerer 
und kaum abstehender Schuppen besetzt. 

186. Metriophilus discretus n. sp. Ovatus, convexus, 
nigro-piceus, subnitidus, supra pedibusque parce luteo-squamosus; 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


69 


antennis rufis; articulo seeundo funieulo primo parum longiore; 
rostro punctato-striato; prothorace latitudine aequilongo,. maxima 
latitudine paulo post medium, basi evidenter bisinuato; scutello 
aneusto nudo; elytris lateribus rotundatis, striato-punctatis, 
inaequaliter ochraceo- et subalbido-, humeris subalbido-squamosis; 
pedibus nonnihil longioribus,. femoribus antieis acnte dentatis: 
le. 3—4, lat. 1.2—1.9 mm. 

Colonia Tovar. 

Von allen vorhergehenden Arten durch wundichtere Be- 
schuppune, nicht parallelseitige Decken. längere Beine, längeres 
zweites Geibelglied. nacktes Schildehen, nicht nacktes Spatium 9 
und durch deutlich zweibuchtige Thoraxbasis verschieden. 

Rüssel so lang als der Thorax, gebogen, ohne Mittelkiel, 
die Punkte an der Basis mit etwas aufstehenden kurzen Schuppen- 
borsten. Thorax zur Basis gerundet- und weniger, zur Spitze 
seschweift- und viel mehr verengt, hinter dem Vorderrande breit 
und flach (auch oben) eingedrückt. dicht und ziemlich grob 
punktirt. . die Punkte mit einer nicht ganz anliegenden schwärz- 
lichen oder lehmfarbigen Schuppe, letztere drei Längslinien bil- 
dend. Decken mit gerundet rechtwinkligen Schultern und gerun- 
deten Seiten, vom Spitzendrittel ab schneller gerundet-verenet, 
die Spitze stumpf gerundet; Rücken wenig längs-, aber höher 
quergewölbt, zur Spitze lang und schräg gerundet abfallend, mit 
lehmfarbigen und helleren Schuppen undicht und sehr ungleich- 
mäßige besetzt, daher nackte Stellen freilassend, diese größtentheils 
mit kurzen schwarzen und etwas abstehenden Borsten bestreut. 
Schenkel mit länglichen borstenartigen Schuppen verschiedener 
Färbung und undicht besetzt. Unterseite spärlich punktirt, jeder 
Punkt mit einem feinen Börstchen, Hinterbrustepisternen mit einer 
Reihe sehr weitläufiger Punkte. 

187. Metriophilus tenuipes n. sp. 2. Oblongus, depressus, 
nieer, opacus, elytris cinereo-squamosus, maculis nudis notatus, 
subalbido- et nigro-setosus; antennis submedianis rulis, artieulo 
secundo funiculi.primo, hoc quam tertio aut quarto multo longiore; 


Stelt. entomol. Zeit. 1896. 5 


66 


rostro pedibusque elongatis, illo eylindrico areuato, basi ut capite 
sat fortier punetato, obsolete triearinulato, lateribus ante oculos 
profunde sulcato; prothorace latitudine vix breviore lateribus 
medio rotundato-ampliato,. dense fortiterque punetato; scutello 
subalbido; elytris latitudine plusquam duplo longioribus, dorso 
nonnihil depressis, obsoletissime seriatim punetatis, macula basali 
transversa utrinque, parte declivi apicali maculisque communibus 
irregularibus subdenudatis; femoribus sublinearibus dente parvo 
acuto armatis; le. 4.5. lat. 1.6 mm. 

Caracas. 

Das einzige Stück (2) sieht einem /yn& sonst ähnlich, ist 
auch ebenso beborstet, jedoch länger und schon der dünnen 
Beine. der langen Fühler und des langen anders skulptirten 
Rüssels wegen nicht mit ihm zu verwechseln. 

Rüssel über der Fühlerfurche von der Basis bis zur Fühler- 
einlenkung (dicht vor der Mitte) mit einer tiefen und unpunktirten 
Furche, oben an der Basis mit kurzen abstehenden schwarzen 
Börstehen. Die vier ersten Geißelglieder verlängert. von ihnen 
‚jedes der gleichlangen 3 und 4 etwas kürzer, 2 etwas länger 
und dünner als 1. Thorax mit seiner erößten Breite in der 
Mitte, die Punkte viel gröber als auf dem Kopf, jeder mit einer 
längeren und nicht anliegenden schwarzen, wenige mit einer 
ocherfarbigen, der Antiskutellarlappen mit gelberauen Borsten. 
Decken mit ovalen selbgrauen Schuppen besetzt, die quere und 
unbeschuppte basale Makel vom Streifen 2 bis zum Außenrande 
reichend und nur durch den hellbeschuppten Streifen auf der 
Schulter unterbrochen. Spatium 8 beschuppt. Streifen 9 deutlich 
punktirt. Unterseite und Beine wie bei /ynx punktirt und bekleidet. 

188. Bothrobatys venosus n. sp. Oblongo-ovatus, nonnihil 
convexus, niger, opacus, supra dense roseo - cervino - squamosus. 
nigro-venosus; antennis tarsisque rufo-brunneis; fronte depressa 
inedio supra oculos magnos et approximatos obsolete canaliculata, 
cervino-bimacnlata; rostro basin versus ampliato. basi dense 
punctato-striato et squamoso, medio obtuse carinato; antennis 


Stett. entomol. Zeit. 1396. 


67 


postmedianis artieulis duobus primis funieuli elongatis aequilongis; 
prothorace ante medium sinuato-angustato, basi leviter bisinuato, 
dorso quadrifasciculato; elytris humeris rectangulatis, dense 
punectato-striatis, interstitis convexis alternis elevatioribus breviter 
erecto-setosis, macula basali interstiti quarti. una suturali mox 
pone scutellum venisque numerosis nigris signatis; femoribus 
dentatis tibiisque brunneo-annulatis; le. 4.5. lat. 2 mm. 

San Esteban. 

Von laticollis Bhn. durch längeren Thorax. von variegatus 
Kirsch durch etwas hinter der Mitte eingelenkte Fühler, von 
beiden durch andre Skulptur und andre Zeichnung verschieden. 

Fühlerkeule beinahe so lang als die fünf letzten Geißel- 
glieder, an der Basis und Spitze stumpf gerundet. Rüssel so lang 
als der Thorax, breiter als hoch, an der Basis von dreieckigem 
Querschnitt. Stirne zwischen den Augen halb so breit als die 
Rüsselspitze, am Augeninnenrande und auf den beiden rehfarbigen 
Makeln mit kurzen rothbraunen Börstehen. Thorax so lang als 
breit, bis dieht vor die Mitte parallelseitig, Vorderrand hinter den 
Augen tief, in der Mitte flach gebuchtet, jederseits der letzteren 
Buchtung mit einer Gruppe, der nicht längsgewölbte Rücken vor 
der Mitte mit zwei kleinen Gruppen schwarzer und kurzer 
Borsten besetzt, die Basis jederseits des Mittellappens mit schmal 
dreieckiger schwarzer Makel. Schildchen klein, rund und hell 
beschuppt. Decken vorn um ein Viertel breiter als die 'Thorax- 
basis, bis zur Mitte parallelseitie, dann serundet-verengt, ihre 
Spitze abgerundet, ihre Längswölbungslinie mit dem höchsten 
Punkt in der Mitte, zur Spitze lang, zur Basis kurz und schräg 
abfallend, jeder Punkt in den Streifen mit einer kleinen und 
hellen Schuppe, die Spatien 4 und namentlich 2 am höchsten 
(letzteres im Basalviertel deutlich eingesenkt) und am dichtesten, 
die übrigen weitläufig und emreihig mit abstehenden hellen und 
dunklen Schuppenborsten besetzt, die feinen sammetschwarzen 
Adern hinten mehr quer, vorne schräg nach außen und hinten 
gerichtet und leicht gewellt, die von den Hinterhüften bis zur 


RR 
A 
9" 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


65 


Basis sammetschwarze Färbung - des Außenrandes auf‘ die Basis 
des Prosternums fortgesetzt. Beine und die Seiten des Körpers 
unten dieht beschuppt. - Alle Schenkel etwas gekeult, unten mit 
einem kleinen Zähnchen, Schienen schmal und lang, ebenso die 
Tarsen. deren Glied 1 das längste und etwas kürzer als die drei 


andern zusammen- ist. - 


Homoeostethus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

Oculi nonnihil approximati. Antennae post medium rostri 
subreeti et depressi insertae. Processus mesosternalis alte con- 
vexus apice paulo emarginatus. Elytra antice prothoracis basi 
latiora. Prothorax basi bisinuatus margine antico caput haud 
obteeto. lobis ocularibus vix indicatis. Femora incerassata subtus 
suleata et dentata.- 

Von der nahestehenden Gattung Gasterocereus Lap. et Brull. 
hauptsächlich durch ‚hinten gerade abgestutztes Bauchsegment 1, 
viel kürzere Hinterbrust. zugespitzten Abdominalfortsatz sowie 
durch verdickte und unten gefurchte Schenkel verschieden. 

159. Homoeostethus triangularis n. sp. Anguste ellipticeus, 
nonnihil convexus, niger, supra pedibusque dense cinereo-squamosus, 
niero-brunneo- et albido-signatus; rostro subrecto prothorace 
breviore. altitudine Jlatiore, basin versus paulo dilatato, basi 
punctato -striato et squamoso; fronte inter oculos nonnihil 
approximatos brunneo-setoso; antennis postmedianis rufis; pro- 
thorace paulo transverso, postice lateribus albidioribus- rotundato, 
antice sinuato-angustato, medio utrinque maecula transversa brunnea 
signato; scutello parvo atro-holosericeo; elytris antice prothorace 
perparum latioribus, parallelis, obsoletissime striato-punctulatis, 
interstitiis planis. alternis remote brevissimeque uniseriatim fusco- 
setosis. margine basale, arcu subtriangulare ab humeris usque ad 
partem tertiam anteriorem suturae producto et maculis quinque 
nigris includente albidis, macula suturali mox ante mediun nigro- 
holosericeis; femoribus erassis subtus dentatis; le. 3.2. lat. 1.3 mm. 


San Esteban. 


Stett. entomol. Zeit. 1396, 


69 


Eine kleine, durch ihre Zeiehnung in’s Auge fallende Art. 
An der Deckenbasis schließt die weiße Basis und jederseits eine 
weiße flachbogige Linie eine dreieckige Fläche ein. deren Spitze 
zwischen zwei schwarzen Suturalmakeln liest und deren Basis 
vier kleine, mitunter verwischte bräunliche Makeln zeigt, nämlich 
je eine mehr schwarze auf den Spatien 2 und 4, sowie je eine 
sehr kleine hellere auf 6; der Rücken des Thorax ist, von der 
weißen Seitenbinde durch eine bräwnliche getrennt. bis hinter den 
bräunlichen Vorderrand hellgrau, vorn abgerundet und schließt 
in der Mitte jederseits eine quere sichelförmige bräunliche Makel 
ein. Mit dem Licht gesehen erscheint die Beschuppung der 
Decken bräunlich, gegen das Licht gesehen aschgrau bereift. 
Thorax mit kaum eingezogenen Hinterecken. der Vorderrand halb 
so breit als die Basis, die Antiskutellarspitze eine kleine Falte 
bildend, der Rücken längsgewölbt mit dem höchsten Punkt vor 
der Basis, hinter dem Vorderrande breit und flach eingedrückt. 
Decken vorne sehr wenig breiter als die Thoraxbasis,. ihr Rücken 
bis zur Mitte flach längsgewölbt, dann schräg zur Spitze ab- 
fallend, jeder Punkt in den Streifen mit einem feinen weißlichen 
Härchen. die Spatien mit emer Reihe kurzer. weitläufiger und 
abstehender Börstchen. Vorderbrust dicht weißlieh beschuppt. 
Hinterbrust und Abdomen mit einem Borstenhärchen in jedem - 
der nicht dichten Punkte. Beine dicht grau beschuppt. — Nach 


zwei Exemplaren. 


Semnorhynchus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 


Caput desuper visum prothoracis margine antico obteetum. 
Oculi late distantes. Rostrum subreetum paulo depressum basi 
dilatatum. Scutellum conspiecuum. Elytra antice prothorace latiora 
humeris rotundatis haud callosis. Segmentum secundum abdo- 
minale tertio nomnihil longius. Femora subtus sulcata et dentata. 
Processus mesosternalis alte elevatus margine antico triangulariter 
emarginato. 


Stett. entomol, Zeit. 1396, 


Von Metadupus Seb. durch kleine Augen, kleines rundes 
Schildehen, nieht beulige Schultern und durch längeres zweites 
Bauchsegment verschieden. 

190. Semnorhynchus pietus n. sp. Oblongo-ovatus, con- 
vexus, niger, opacus, supra silaceo- et albo-squamosus, nigro- 
variegatus, erecto-setoso; fronte rostroque basi silaceo-squamosis, 
hoc basi dense punectato et medio carinato; prothorace latitudine 
aequilongo basi bisinuato, apice oblique fere truncato, antice 
sinuato-angustato, longitudinaliter nonnihil eonvexo, sat dense 
fortiterque punetato, squamis nigris erectis obsito, striga brevi 
apicali albida, arcu fere semiecirculari et macula trigona basalı 
silaceis signato; scutello parvo, rotundato, albido; elytris pro- 
thoraee nonnihil latioribus, parallelis, postice rotundato-angustatis, 
longitudinaliter convexis, striato-punetatis, sutura interstitiis alternis 
breviter ereeto-setosis, silaceo-squamosis, macula magna ovata in 
dielivitate apicem attingente, arcuque semicirculare basale albido- 
ornatis; 1&. 3, lat. 1.2 mm. 

Caracas. 

Rüssel kürzer als der 'Thorax fast gerade, zwischen den 
Fühlereinlenkungen in der Mitte am schmalsten, an der Spitze 
weniger verbreitert als an der Basis, die vordere Hälfte fein 
punktirt und glänzend. Thorax bis zur Mitte wenig gerundet, 
beinahe parallelseitig, mit dem höchsten Punkte der Längswölbung 
in der Mitte, vor der Mitte breit und flach eingedrückt, die 
gleichseitig dreieckige Basalmakel mit der Spitze auf dem Anti- 
skutellarlappen stehend. die in einigem Abstande sie umgebende, 
mehr als halbkreisförmige aber nicht ganz regelmäßige helle 
Bogenlinie steht mit den Enden auf der Basis gegenüber dem 
fünften Deckenstreifen und reicht mit dem Gipfel bis vor die 
Mitte, die dunklen Stellen und der Vorderrand bis auf die dureh 
die weißliche Strichmakel bezeichnete Mitte mit nach vorn gerich- 
teten, nicht anliegenden schwarzen Schuppenborsten. Decken 
mit abgerundet rechtwinkligen Sehultern, bis zur Mitte parallel- 
seitig, dann gerundet verengt, jeder Punkt in den feinen Streifen 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


1 


mit einem hellen Schüppchen, die Spatien flach. die Längs- 
wölbungslinie mit dem höchsten Punkt in der Mitte. zur Spitze 
lang gerundet abfallend; die weiße halbkreisförmige Bogenlinie 
beginnt auf der Schulter, reicht bis zum Basaldrittel, ist aber 
hier zwischen den zweiten Streifen unterbrochen und innen von 
einer breiten und stufenförmig abgesetzten schwarzen Binde be- 
gleitet; die gemeinsame weiße ovale Apikalmakel reicht vorn 
beinahe bis zur Mitte und seitlich an der breitesten Stelle bis 
zum fünften Streifen. Vorderbrust ziemlich dicht gelblich weıß 
beschuppt; Hinterbrust, Abdomen und Beine weitläufig mıt weiß 
lichen Borstenhärchen besetzt. Schienen an der Basis dunkel geringelt. 


Nach zwei Stücken beschrieben. 


Anomoemerus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

Caput desaper visum margine antico prothoraeis obteetum. 
Rostrum subdepressum arcuatum undique aequilatum. Antennae 
medianae; clava ovata artieulata. Prothorax faseieulatus. Elytra 
antice prothorace mulio latiora, stria decima usque ad apieem 
eontinuata. Pedes elongati; articulus primus tarsorum posticorum 
seeundo et tertio simul sumptis loneior; femora antica medio 
valde crassa, subtus dentata et plus minusve sulcata, postica 
mutica apicem corporis attingentes. Processus mesosternalis alte 
elevatus, mareine antico truncato. 

Augen um die Rüsselbreite von einander entfernt und bei 
an die Brust gelegtem Rüssel beinahe ganz frei. Geißel zur Keule 
hin verdickt, ihre Glieder 1 und 2 nahezu gleichlang, jenes etwas 
dicker. Schildehen rundlich. Bauchsesment 2 beinahe so lang 
als 3 und 4 zusammen und mit dem hinten abgestutzten ersten 
nicht verwachsen. Abdominalfortsatz dreieckigs zugespitzt und 
beinahe doppelt so breit als die Hinterbrust lang. Hinterbrust- 
episternen wenig schmäler als der Rüssel breit. Mesosternal 
fortsatz schwalbennestartig mit gerade abgestutztem Vorderrande. 
Schienen lang linear, Tarsen lang, Glied 1 der hinteren so lang 
als die beiden folgenden zusammen. Vorderschenkel geschwollen, 


Steit entomol. Zeit, 1396. 


I 
» 


191. Anomoemerus tristis n. sp. Ovatus. convexus. NigTO- 
piceus, supra pedibusque dense fusco- et einereo -squamosus; 
pedibus dilutioribus, antennis rufis; rostro nudo minute punctulato, 
basi cum fronte einereo-, vertice fusco-squamosis; articulis tribus 
ultimis funieuli transversis; prothorace latitudine aequilongo. basi 
truncato,: antice sinuato-angustato. margine antico rotundato- 
producto et medio bipenicillato, dorso medio transversim quadri- 
fascieulato; elytris humeris rotundato-rectangulatis, lateribus usque 
ad medium parallelis, maxima altitudine ante‘ medium, dorso 
seriatim punetatis, interstitiis planis, sordide fusco-einereo-squa- 
mosis,  secundo et quarto antice ‘callis duobus. quarto tubereulis 
fusco-setosis praeditis; femoribus antieis reliquis fere  duplo 
crassioribus subtus dente minuto armatis, tibiis quatuor postieis 
post medium niero-brunneo-annulatis; le. 4.3, lat. 2.3 nm. 

Corozal. 

Vorderbrust. Beine und Oberseite mit runden und dicht 
aneinanderliegenden,. Hinterbrust und Abdomen mit länglichen 
und weniger dicht gestellten Schuppen bedeckt. Die etwas hellere 
sraue Beschuppung des Thorax ist nur durch eine basale, in der 
Mitte gespaltene dreieckige braune Makel unterbrochen, deren 
beide Hälften auf die Deckenbasis zwischen den Streifen 1 und 5 
als quere Makeln fortgesetzt sind; von den sechs Borstenpinseln 
sind die zwei mittleren der Querreihe und die zwei am Vorder- 
rande die größeren. die -Borsten in ihnen braun und schwarz; 
der T'horax selbst hat seine größte Breite etwas hinter der Mitte, 
ist von hier zur Basis parallelseitig,. zur Spitze mit einer ziemlich 
scharfen Eeke geschweift-verengt, seine gerundet vorgezogene 
Spitze schmaler als die halbe beinahe abgestutzte Basis, vor der 
Mitte quer niedergedrückt. Decken vorn um ein Drittel breiter 
als die 'Thoraxbasis, mit der größten Breite in der Mitte, von 
hier bis zur abgerundeten Spitze allmälig gerundet-verengt, ihre 
Längswölbungslinie von vor der Mitte nach hinten schräg und 
beinahe geradlinig und erst dieht vor der Spitze etwas steiler 
abfallend; Punktstreifen an den Seiten etwas vertieft und die 


Stett. entomol Zeit. 1896. 


rg 
(8 


Spatien leicht gewölbt. jeder Punkt mit einem anliegenden, die 
Spatien mit einer Reihe etwas abstehender und sehr kurzer weiß- 
licher Börstehen; die selbroth beborsteten Schwielen auf den 
Spatien 2 und 4 liegen vor der Mitte, von ihnen die hinterste 
auf 2 die größte; außer durch diese Schwielen ist die schmutzig 
sraue Beschuppung nur noch von einigen, aus schwarzen und 
etwas aufstehenden Borstensechuppen zusammengesetzten kleinen 
Pusteln an den Seiten und an der Spitze, durch eine kleine 
Schrägmakel außen neben der großen Schwiele. sowie durch eine 
gemeinsame und etwas gewellte Querlinie weit vor der Spitze 
zwischen den Streifen 1 und 5 unterbrochen. Die vier Hinter- 
schenkel an der dicksten Stelle. die vier Hinterschienen hinter 
der Mitte mit dunkler Makel. der Schienenrücken ohne abstehende 


Borsten. 


Cryptometopus nov. gen. Cryptorhynchinorum, 

A genere praecedente processu mesosternale profunde soleato, 
rima pectorale marginem posticum eoxarum intermediarum attin- 
sente, femoribus omnibus aeqwangustis, postieis corporis apicem 
haud attingentibus. articulo primo tarsorum posticorum tertio 
aequilongo. segmento secundo abdominis tertio paulo longiore. 
processu abdominale apice minus acuto diversus. 

Die äußerst dichte Beschuppung läßt die Anzahl «der Decken- 
streifen nicht erkennen; aus dem Umstande jedoch dab der 
Deekenaußenrand bei den Hinterhüften nicht geschweift ist, läßt 
sich schließen, dab die Decken zehn ganze Punktstreifen haben. 
Bei an die Brust gelestem Rüssel sind die Augen nicht sichtbar. 

192. Cryptometopus personatus n. sp. Ovatus, convexus. 
nigro-piceus, dense flavo-albido-squamosus, nigro-signatus; antennis 
submedianis tarsisque flavo-rufis; fronte depressa nigra utrinque 
sela crassa ereefa munita; rostro prothorace breviore parum 
depresso, paulo arcuato,. confertim punctato, basi subalbido; 
artieulis duobus primis funieuli aequilongis; prothorace latitudine 
longiore, antice sinuato-angustato, dorso maeula magna basali_ 


Stett. entomol. Zeit. 1896 


74 


nigra penicillisque sex (2, 4) notato; seutello parvo; elytris 
humeris obliquis, vix striato-punctatis, interstitio seeundo et quarto 
ante medium tuberculis duobus setigeris praeditis, alternis suturaque 
setis nigris sparsim obsitis, arcu antemediano maculisque nonnullis 
nigris notatis; femoribus muticis; tibiis dorso erecto-squamosis; 
lg. 3.3, lat. 2 mm. 

Colonia Tovar. 

Dem vorhergehenden Anomoemerus tristis in manchen Be- 
ziehungen ähnlich, aber anders gezeichnet. Die basale dunkel- 
braune Dorsalmakel auf dem Thorax reicht bis zur Mitte, d. h. 
bis zu den quergereihten Borstenpinseln und ist hier stumpf ab- 
gerundet; eine mitunter nur an der Basis deutliche schwarzbraune 
Längsbinde neben den Vorderhüften setzt sich vorn quer über 
die Stirn, hinten auf die Spatien 8 und 9 bis zu den Hinterhüften 
fort. Letztere Fortsätze sind bei einem Mann durch eine gemein- 
same, hinten offene schwarzbraune, an den Seiten erweiterte 
Bogenbinde verbunden, deren Scheitel mit den hinteren Tuberkeln 
auf Spatium 2 zusammenfällt; außerdem zeigt bei demselben Stück 
Spatinum 3 an der Basis eine längliche schwarzbraune Strich- 
makel, seine Seiten und die Spitzenfläche einige bräunliche Nebel- 
flecke; bei einem Weibchen mit derselben 'Thoraxmakel ist die 
Bogenbinde auf den Decken nur an den Seiten und die Strich- 
makel auf Spatium 3 angedeutet und bei dem dritten männlichen 
Stück mit der Deckenzeichnung des ersten ist die basale Thorax- 
makel in zwei Längsstreifen gespalten. Die hellen Schuppen sind 
groß, rund, sehr flach, dachziegelartig übereinander gelegt und 
verdecken die Skulptur fast vollständig. Die schwarze Stirnbinde 
liegt hinter dem Augenoberrande, die Fläche zwischen den Augen 
ist wie die Rüsselbasis hell beschuppt, jederseits aber am Augen- 
innenrande eine schwarze Starrborste bemerkbar. 

Rüssel etwas breiter als hoch. überall gleich breit. Fühler 
dieht vor der Mitte eingefügt, die vier letzten Geißelglieder quer. 
Thorax bis zur Mitte mit leicht gerundeten Seiten, dann schlank 
geschweift-verengt, an der Spitze etwas breiter als die halbe 


Ste:t. entomol. Zeit. 1896. 


16) 


schwach zweibuchtige Basis, flach längsgewölbt, dıe Borstenpinsel 
am Vorderrande die größten und wie die äußersten der Quer- 
reihe rehfarbig, die zwei mittleren schwarz. Schildehen mit der 
Umgebung auf den Decken gleich hell beschuppt. Decken an 
der Basis schräg erweitert, an den Seiten bis hinter die Mitte 
sehr flach gerundet, fast parallelseitig, dann gerundet-verengt, der 
höchste Punkt der Längswölbungslinie in der Mitte, hier ziemlich 
flach, zur Basis kurz und schräg, zur Spitze lang und flach 
serundet abfallend; mit acht kleinen auf den Spatien 2 und 4 in 
zwei Querreihen gestellten Bündeln, die vorderen in Sehulterhöhe 
aus helleren, die hinteren weit vor der Mitte aus schwarzen 
Borsten zusammengesetzt. Die vier Hinterschenkel auf der Spitzen- 


hälfte mit zwei schwarzbraunen Makeln oder Ringen. 


Metoposoma nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

Oculi in fronte distantes. Segmentum primum abdominale 
postice late emarginatum, secundum tertio longius. Metasternum 
inter coxas segmento primo post coxas longius. Stria deeima 
elytrorum pone coxas abbreviata, nona profunde impressa. Pro- 
‚cessus mesosternalis soleatus. Femora postica apicem corporis 
haud attingentia. 

Die Diagnose enthällt die hauptsächlichsten Merkmale, 
welche diese Gattung von Cryptorhynchus Sch. mit dem Typus 
lapathi L. trennen. 

193. Metoposoma funebris Blın. Sch. VII. I. p. 308. 

Colonia Tovar. 

Auf den Decken ist die gemeinsame schwarze V-Makel 
zuweilen mit der viereckigen Marginalmakel verbunden. 

194. Tyloderma setaria n. sp. Oblonga, nigra, subnitida., 
maculatim et fasciatim subalbido-squamosa, parce setosa; antennis 
tarsisque rufis; prothorace foveolato utrinque macula parva albida 
signato; elytris parallelis ante apicem utrinque callosis, striato- 
subfoveolatis, interstitis parum convexis, secundo bası vittaque 
obliqua humerali minus dense, fascia lata communi anteapieali 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


76 


extus abbreviata dense subalbid>-squamosis; corpore subtus 


©. 4.4, Iat. 


te) 


pedibusque setis rigidis cinereis sparsim obsitis; |] 
1.3 mm. 

Valencia. 

Rothe Fühler und Tarsen hat von den bisher beschriebenen 
Arten nur /ulvicornis!) Suffr.. schräg abstehende Borstenhaare 
nur noch subpubescens?) Casey. Von beiden unterscheidet sich 
die neue Art durch die viel gröbere Skulptur und durch die 
Zeichnung. T. foveolata Say. steht unserer Art in der Zeich- 
nung nahe, het aber noch eröbere Deekenskulptur und keine 
Spur von abstehender Behaarung oder von einer Beule an der 
Spitze des vierten Spatiums. 

Kopf und Rüssel punktirt-gerunzelt. ungemakelt. nur mit 
weiben abstehenden Borstenhärchen besetzt. "Thorax so lang oder 
etwas länger als breit, hinter der Mitte gerundet erweitert, zur 
Spitze mehr als zur Basis verengt, hinter dem Vorderrande flach 
und breit abgeschnürt, mit groben und tiefen Punkten ungleich 
dicht besetzt, bei einem Stücke mit abgekürztem und stumpfem 
Mittelkiel. Decken breiter als der Thorax an der breitesten 
Stelle, Schultern rechtwinklig abgerundet, Streifen 1 neben dem 
Schildehen tiefer eingedrückt; Punkte in den Streifen an der 
Basis kaum kleiner und flacher als die auf dem 'T'horax, zur 
Spitze hin viel feiner und flacher, Spatien 2, 4, 6 sehr wenig, 
2 an der Basis etwas mehr erhabener, vor der Spitze zwischen 
2 und 6 flach eingedrückt, der Eindruck die beschuppte Spitze 
von 4 etwas beulig abhebend; die breite Querbinde vor der 
Spitze erreicht außen den Streifen 8, ist auf der Naht sowie auf 
Spatium 4 und 5 nach vorne, auf 4 auch nach hinten erweitert‘ 
Die schräg abstehenden Borstenhärchen auf der Oberseite größten- 


theils. weiblich. 


1) Wieem. Archiv 1871 p. 192. 
?) Ann. New-York Acad. 1892 p. 452. 


Stett. entomol. Zeit 1396. 


ZU 


Merocnemus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 
Segmentum ‚secundum abdominale tertio et quarto simul 
sumptis aequilongum, primum postice emarginatum. Episterna 
metathoracis funiculo antennarum haud latiora. Caput desuper 
visum haud eonspicuum, Oculi obteeti. Antennae submedianae; 
scapus oculum attingens clavatus; funieulus septemartieulatus, 
articulo primo et secundo elongatis; clava ovata subsolida. Pro- 
cessus abdominalis parallelus apice utrinque oblique truncatus, 
Rostrum breve crassum subeylindrieum “arcuatum. Seutellum 
manifestum. Prothorax basi bisinuatus. Elytra prothorace latiora 
decemstriata stria deeima abbreviata. Femora subelavata dentata, 
postiea corporis apicem attingentia; tibiae parum compressae 
reetae, basi arcuatae, intus medio unidentatae; unguiculi liberi. 
Durch den kurzen dicken Rüssel, den Rüsselkänal und die 
Körperform eleicht die neue Gattung sehr Tyloderma und ist 
auch in ihre Nähe zu stellen, unterscheidet sich aber von ihr 
besonders durch siebengliedrige Fühlergeißel, gezähnte Schenkel 
und Schienen sowie durch längeres zweites und hinten aus- 
gerandetes erstes Bauchsegment; die sehr weit von einander ent- 
fernten Augen an den Seiten des Kopfes und die kaum kom- 
primirten Schienen unterscheiden sie auch von Baropsis!) Lee. 
195. Merocnemus Homi n. sp. Oblongo-ovatus, parum 
convexus, niger, subtus subglaber, supra pedibusque dense lurido- 
squamosus, albido-maculatus et parce setosus; antennis rufis; 
fronte lata convexa sulco abbreviato impressa; rostro femoribus 
antiecis crassiore, capite vix longiore, arcuato, dense punctato, 
serobibus obliquis; prothorace elongato-quadrato, lateribus pone 
medium rotundato, basi leviter bisinuato. margine antico medio 
antrorsim rotundato-produeto; seutello parvo rotundato albido; 
elytris latitudine sesquilongioribus, parallelis, postice rotundato- 
angustatis, humeris recetangularibus breviter rotundatis, punctato- 
striatis, interstitiis rugulosis. vitta obliqua humerali fasciaque 
1) Proc. Amer. phil. soe. 1876 p. 258 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


18 


transversa postica albo-squamosis; pedibus elongatis, femoribus 
dentatis; tibiis intus bisinuatis medio dente parvo armatis; 
le. 5.5—6.5, lat. 2.5—3 mm. 

Caracas. 

Diese Art ist Herrn Professor G. H. Horn in Philadelphia 
gewidmet. 

Geißelelied 1 etwas länger und dieker als 2, an der Vorder- 
seite mit einigen weißlichen Schuppenhaaren, 2 doppelt, 3 ebenso 
lang, 4 noch etwas länger, die drei letzten kugligen so lang als 
breit und wenig breiter als 2 an der Spitze, Keulenglied 1 etwas 
länger als die kaum sichtbar von einander getrennten folgenden. 
Thorax mit größter Breite dicht hinter der Mitte, von hier bis 
zum etwas verdickten Vorderrande geschweift und mehr verengt 
als zur Basis, die Augenlappen scharfwinklig, Rücken jederseits 
vor der Mitte leicht eingedrückt, dieht lehmfarbig, der Ante- 
skutellarlappen und das Schildehen weißlich beschuppt und wie 
die ganze Oberseite mit zerstreuten weißlichen, etwas abstehenden 
und gebogenen Borstenschuppen besetzt. Decken etwas längs- 
gewölbt, die Punkte in den Streifen unbeschuppt, nicht dicht 
aber grübehenartig eingedrückt, jederseits vor der Spitze flach 
und quer eingedrückt, die Schultern zu einer stumpfen Falte 
zusammengedrückt; die runzelartigen Stege zwischen den Punkten 
in den Streifen lassen die Decken auf den dunkel beschuppten 
Stellen querwulstig erscheinen; von der Schulterfalte erstreekt 
sich eine weißliche, nach außen und innen erweiterte Schräg- 
binde, die ebenso wie die Querbinde vor der Spitze innen bis 
zum Streifen 1, außen bis nahe zum Seitenrande reicht, letztere 
(uerbinde schmal und nach hinten offen gebogen. Hinterbrust 
und Abdomen slänzend unbeschuppt, grob und undicht punktirt, 
jeder Punkt mit einer weißlichen Schuppenborste. 


196. Phyrdenus!) Caseyi n. sp. Ovatus, nonnihil convexus, 


1) Als Typus der Gattung muß undatus Lee. — Rhynchophora of 
Amerika 1876 p. 249 — gelten; von älteren Arten gehören zu dieser 
Gattung z. B. divergens Germ. und diversus Bhn. 


Stett, entomol. Zeit. 1896 


9 


nigro-piceus, einereo-albido-, rostro, capite, prothorace aliquando 
pedibusque aureolo-squamosus, setosus; antennis subapicalibus 
tarsisque ferrugineis; fronte depressa retusa; rostro eylindrico 
tiblis antieis aequilongo sed crassiore areuato, basi nonnihil elevato; 
prothorace quadrato ante medium Jlateraliter contracto, dorso 
late et profunde suleato, tuberculis obtusis setigeris sex (2, 2, 2) 
praedito; scutello rotundato umbrino, elytris punctis impressis 
seriatis, interstitis alternis dorsalibus nonnihil elevatis et sub- 
seriatim setosis, basi umbrinis; femoribus muticis; lg. 5, lat. 3 mm. 

San Esteban. 

Rüssel bis zur Fühlereinlenkung dicht beschuppt und mit 
Börstchen besetzt. Stirn eingezogen und dicht beschuppt. Die 
beiden ersten Geißelglieder gleich lang. Thorax mit flach zwei- 
buchtiger Basis und tief zweibuchtigem Vorderrande, die Augen 
bei an die Brust gelegtem Rüssel von den gerundeten Augen- 
lappen bedeckt, hinter dem Vorderrande oben und an den Seiten 
eingeschnürt, von den Hinterecken bis zur Mitte beinahe parallel- 
Seitig, 


verengt, der Rücken kaum längsgewölbt, die Ränder der tief 


von hier in ziemlich scharfem Winkel zur Spitze geschweift- 


und breit eingedrückten Mittelfurche mit je drei stumpfen und 
beborsteten Erhabenheiten, von ihnen der vor der Basis der 
kleinste, die nicht dicht gestellten Schuppen länglich, die ein- 
gestreuten Börstchen schwarz. Decken vorn rechtwinklig zur 
Achse erweitert mit abgerundeten Schulterecken, hier um min- 
destens ein Drittel breiter als die Thoraxbasis, an den Seiten bis 
hinter die Mitte geradlinig und wenig, dann gerundet-verengt, 
höchstens um ein Drittel länger als breit, der Rücken sehr flach 
gewölbt, zur Basis kurz, zur Spitze lang gerundet abfallend; jeder 
Punkt in den Streifen mit einer kleinen Schuppe, zwischen den 
leicht erhabenen Spatien 2, 4, 6 etwas uneben, stellenweise mit 
mehr oder weniger deutlichen Querwulsten, die dunkelbraune 
Basalbinde von den hellen Spatien 2 und 5 durchsetzt, 4 hinten 
etwas beulig, überall mit lanzettlichen und länglichen Schuppen 
sehr dicht besetzt, die schräg abstehenden dieken Borsten zum 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


s0 


kleinsten Theile schwarz. Beine mit weißlichen, nieht anliegen- 
den Börstehen bestreut. Unterseite bis auf die Brust und das 
erste Bauchsesment undicht punktirt. jeder Punkt mit einem 
Borstenhärchen. 

Bei einem der beiden vorliegenden Stücke gleichen Geschlechts 
sind die Beine mit den Decken. bei dem andern mit dem Thorax 
gleich. gefärbt. 

Die Art ist nach T. L. Casey in Washington benannt, der 
u. A. vor zwei Jahren die Nordamerikanischen Barivi eingehend 


bearbeitet hat. 


 Heterobothrus nov. sen. Cryptorhynchinorum. 

Sesmenta tria intermedia abdominis aequilonga; segmentum 
primum  postice truncatum; sutura inter duo prima obsoleta. 
Processus abdominalis longitudine metasterni fere duplo latior, 
apiee utrinque oblique truncatus. Frons inter oculos rostro 
aequiangusta. Antennae sub- vel postmedianae; articuli duo primi 
funieuli septemartieulati aequilongi. Rostrum altitudine latius. 
Prothorax basi truncatus apice lobis ocularibus productis. Elytra 
prothorace latiora stria decima pone coxas abbreviata. Sceutellum 
manifestum. _Femora incrassata dentata, postica corporis apicem 
attingentia; tibiae basi subito curvatae extus erecto-squamosae. 
Processus mesosternalis alte convexus antice truncatus. 

Der schwalbennestförmige, an der Spitze abgestutzte Mittel- 
brustfortsatz, die äußerst kurze Hinterbrust, die stark entwiekelten 
Augenlappen und das kurze erste Keulenglied unterscheiden die 
Gattung von Metadupus Sch. Die Gattung Zascelis!) Lee. soll 


u. A. außen gezähnelte Schienen haben. 


197. Heterobothrus bipustulatus n. sp. Ovatus. convexus, 
piceus, ochraceo-squamosus,. umbrino- et albido-variesatus; rostro 


parum arcuato prothorace breviore, basi punctato-striato ut fronte 


1) Proc. Amer. Phil. Soc. XV. 1876 p. 256, 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


81 


ochraceo-squamoso, medio carinulato; prothorace latitudine paulo 
breviore lateribus rotundato-ampliato, basi truncato, convexo, sat 
dense punctato, medio aliquando carinulato; scutello parvo griseo; 
elytris prothoracis basi paulo latioribus, humeris reetangulatis, 
antice parallelis, longitudinaliter convexis, punetis in striis antice 
sat profundis unisquamigeris. interstitiis nonnihil convexis uni- 
seriatim plusminusve granulosis et setosis, secundo pone basin 
callo setoso munitis, tertio ante medium pustula subalbida signatis; 
femoribus subtus dente mediocre armatis; lg. 3.2—4, lat. 
1.9—2 mm. 

San Esteban. 

Fühler in (3) oder hinter (2) der Mitte eingelenkt, Geißel- 
slied 1 dicker aber kaum länger als 2. Rüssel beim Manne in 
der Mitte etwas schmäler als an der Basis und Spitze, beim 
Weibe überall gleich breit, vor der Fühlereinlenkung fein ver- 
worren punktirt und wenigstens beim Weibe glänzend, die Punkte 
an der Basis und am Augeninnenrande mit heller abstehender 
Schuppe. Thorax mit der größten Breite hinter der Mitte, die 
Seiten gerundet, zur Basis viel weniger als zur Spitze verengt, 
hinter dem Vorderrande quer eingedrückt, auf der hinteren Hälfte 
hoch längsgewölbt, jeder Punkt durch eine runde flache Schuppe 
von brauner oder ochergelben Färbung ausgefüllt, die Räume 
zwischen ihnen mit etwas abstehenden, namentlich jederseits der 
Mittellinie am Vorderrande und hinter der Abschnürung zu einer 
Gruppe zusammengedrängten schwarzbraunen Borstenschuppen. 
Decken kaum um ein Viertel länger als breit, beim Manne über 
die Schultern, beim Weibe vor der Mitte am breitesten, von der 
Mitte bis zur Spitze stark gerundet verengt, ihre Längswölbungs- 
linie mit dem höchsten Punkt vor der Mitte, zur Spitze schräg 
und fast geradlinig abfallend, die Streifen vor der Spitze erloschen, 
alle Spatien flach, die feine Körnerreihe nur auf den Dorsal- 
spatien und auch hier mitunter nicht leicht zu sehen, die Naht 
in ihrer ganzen Länge flach. Unterseite undieht punktirt, jeder 


Punkt mit einer Schuppe. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 6 


Apteromechus nov. gen. Cryptorhynchinorum, 

A genere praecedente metasterno longiore, prothorace basi 
bisinuato. scutello haud conspieuo, femoribus postieis corporis 
apiceem haud attingentibus, stria decima elytrorum pone coxas 
interrupta fere unice diversus. 

Der zehnte Deckenstreif ist nicht wie bei der vorhergehenden 
Gattung in der Hinterhüftengegend abgekürzt, sondern hier nur 
eine kurze Strecke unterbrochen, die Hinterbrust ist nur wenig 
kürzer als der Abdominalfortsatz breit, die Hinterschenkel erreichen 
den Apex nicht und die Körperform ist eine ganz andere. Letztere 
wie auch das unsichtbare Scebildehen hat die neue Gattung mit 
Palaeopus gemeinsam, ist von ihr jedoch u. A. durch den 
schwalbennestförmigen Mittelbrustfortsatz und die gleichlangen 
drei mittleren Bauchsesmente verschieden. 

198. Apteromechus suffrago n. sp. Oblongo-ovatus, con- 
vexus, niger, haud dense cinereo-squamosus, albido- et nigro- 
maculatus; antennis tarsisque piceo-rufis; rostro prothorace paulo 
breviore basi squamuloso, antice nitido. lateribus confuse minuteque 
punctato; prothorace parum transverso, lateribus rotundato-ampliato, 
convexo, dense punctato, elytris parallelis humeris reetangulatis, 
punetato-striatis, interstitiis uniserjatim granulatis, seeundo pone 
basin macula rotundata elevata nigro-holosericea, in parte deeliv 
macula Communi maxima cireuları flavo-albida maculam elon- 
gSatam suturalem nigram ineludente signatis; femoribus subtus 
dentatis, intra apicem profunde sinuatis; le. 6, lat. 2.6 mm. 

San Esteban. | 

Aehnlich wie bei Oryptorhymchus Bohemani Bhn. ist die 
sanze Spitzenlläche der Decken zwischen den sechsten Streifen 
durch eime nahezu kreisrunde gelblich-weiße Makel eingenommen, 
die eime lange sammetschwarze Suturalmakel einschließt; alle 
Dorsalspatien sind mit meistens nicht sehr deutlichen spitzigen 
Körnehen einreihig besetzt; jedes dieser Körnehen mit einem von 
hinten eingestochenen Borstenhärchen, dıe Spatien 2, 4. 6 etwas 
erhabener als die übrigen und mit einigen kleinen schwarzbraunen 

Stett. entomol. Zeit. 1896. 


89 


Pusteln, 2 hinter der Basis mit eimer großen schwarz beborsteten 
Beule besetzt; jeder Punkt in den Streifen, von denen je zwei 
einander etwas eenähert sind. mit einer Schuppe; die Decken 
selbst sind reichlich um die Hälfte länger als breit, hinten halb- 
kreisförmig abgerundet, innerhalb der Schulter etwas eingedrückt, 
auf dem Rücken mit sehr geringer Längswölbung,. im Spitzen 
drittel schräg abfallend. die ovalen Schuppen nicht ganz dicht 


estellt. Thorax mit ziemlich tief zweibuchtiger Basis. mit seiner 


32 


sröbten Breite und Höhe dicht hinter der Mitte, zur Basis weniger 
als zur Spitze verenet, die Längswölbungslinie von der höchsten 
Stelle zur Basis wenig, zur Spitze mit langer und flacher 
Schweifung abfallend, der Vorderrand hinter den Augen breit 
und ziemlich dicht gebuchtet und mit die Augen lange nicht 
bedeckenden Lappen; jeder der eroßen und tiefen Punkte mit 
einer dünnen oder dieken, zur Spitze verbreiterten und hier ab- 
sestutzten Schuppe. Unterseite am undichtesten beschuppt. 


Nach einem Exemplar beschrieben. 


Phymatophosus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

Oenli a lobis obtecti. Stria deeima elytrorum pone coxas 
haud interrupta. Femora linearia subtus sulcata sed mutica. 
Religuum ut in genere praecedente. 

Die linearen, nicht gezähnten. unten aber gefurchten Schenkel 
und die bei an die Brust gelestem Rüssel durch den 'Thorax- 
vorderrand ganz bedeckten Augen trennen diese Gattung nicht 
nur von Apteromechus, sondern auch zusammen mit dem fehlen- 
den Schildchen von Oryptorhynchus Sch. 

199. Phymatophosus squameus n. sp. Ovatus, convexus, 
niero-piceus, dense silaceo-squamosus, subereeto-setosus; antennis 
testaceis; rostro arcuato prothorace aequilongo, medio femoribus 
antieis aequilato, basin versus paulo dilatato; prothorace basi 
bisinuato transversim apice bi-, medio quadritubereulato; elytris 
humeris callosis, remote punctato-striatis, interstitüs subplanis 
valde remote, sutura densius setosis; Je. 2.3, le. 1.5 mm. 


Caracas. 
‚Stett. entomol. "Zeit. 1896, 68 


34 


Die kleinen Augen stehen auf der gewölbten Stirn sehr 
weit auseinander, jedenfalls weiter als der Rüssel an der Fühler- 
einlenkung breit ist; letzterer hier wenig breiter als hoch und 
bis auf die äußerste Spitze dicht beschuppt, seine Skulptur nicht 
erkennbar. Thorax quer, in der Basalhälfte parallelseitig, dann 
geschweift verengt, hinter dem Vorderrande breit und flach ein- 
geschnürt, die sechs Tuberkel aus borstenartigen Schuppen zu- 
sammengesetzt, die mittelsten der hinteren Querreihe die größten, 
der Seitenrand zwischen Mitte und Hinterecke mit einer abstehen- 
den Borste. Decken an der Basis rechtwinklig zur Achse er- 
weitert mit abgerundet rechtwinkligen Schultern, ihre Längs- 
wölbungslinie von der Basis schräg ansteigend, dann beinahe 
horizontal, zur Spitze steiler schräg abfallend, die Skulptur von 
der Beschuppung verdeckt, die Naht erhabener, die Spatien 1, 
3, 9, 7 mit je eimer wenige auffallenden flachen und weiblichen 
Beule, welche letztere zusammen eine nach vorn offene, auf den 
geraden Spatien unterbrochene Bogenlinie bilden, die aufstehenden 
Borsten schuppenartig. Die Schuppen auf den Decken rund und 
flach, die auf dem Thorax mit vertiefter "Mitte. Beine dicht 
beschuppt und außerdem mit etwas abstehenden und feinen 


Borstenhärchen besetzt. 


Eutinobothrus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 

A genere Cryptorhynchus Sch. lobis ocularibus oculos 
obteetis, stria deeima elytrorum pone coxas posticas abbreviata, 
femoribus mutieis subtus suleatis. processu. mesosternali convexo 
apice paulo emarginato diversus. 

200. Eutinobothrus pilosellus Bhn. 


Caracas. Ein Exemplar. 


Eubulomus nov. gen. Cryptorhynchinorum. 
Femora linearia subtus sulcata. postica corporis apicem haud 
attingentia. Rostrum basin versus dilatatum basi utringue ineisum. 


Stett, entomol,' Zeit. 1896. 


b) 


( 


Elytra decemstriata, stria decima integra. Oculi transversi in 
fronte fere eontigui. Segmentum primum abdominale postice 
‚truncatum. Corpus subrhomboidale. Antennae postmedianae; 
seapus sensim elavatus; funieulus filiformis, artieulis duobus primis 
subaequilongis, primo crassiore. 

Der Gattung Eubulus Kirsch nahe stehend, von ihr durch 
die unten tief gefurchten und ungezähnten Schenkel, kürzere 
Hinterschenkel, kürzeren Fühlerschaft und durch vielmehr genäherte 
Augen verschieden. Der Fühlerschaft ist kaum so lang als die 
drei ersten Geißelelieder zusammengenommen, von letzteren 1 das 
dickste so dick als der Schaft und wenig länger als das zweite, 
dieses und die übrigen folgenden gleich dünn, Schienen überal 
gleich breit. Hinterbrust zwischen den Hüften länger als der 
Abdominalfortsatz breit und länger als das Bauchsegment 1 hinter 
den Hüften lang. Die längere Hinterbrust, die ungezähnten 
Schenkel, die kürzeren Hinterschenkel, die fast zusammenstoßenden 
queren Augen sowie der kurze Fühlerschaft und das längere erste 
Geißelglied unterscheiden die neue Gattung auch von der ver- 
wandten Rhadinopus!) Fit. 

201. Eubulomus stieticus nov. sp. Subrhombieus, piceus, 
parum nitidus, squamis ochraceis haud dense inaequaliter obsitus; 
antennis rufo-testaceis; rostro prothorace nonnihil longiore, arcuato, 
basi rugoso-punetato, oculis supra subeontiguis; prothorace trans- 
verso basi leviter bisinuato, apice fere truncato, dense fortiterque 
punctato, medio carinulato, squamis paucis setiformibus ochraceis 
obsito; scutello nonnihil immerso ochraceo; elytris punetato-striatis, 
interstitiis carinatis; femoribus mutieis; lg. 4.8, lat. 2.3 mm. 

San Esteban. 

Gegen die Basis hin sind die Decken von Schuppen fast 
ganz entblößt und auf dem Thorax finden sich nur am Vorder- 
rande einige ocherfarbige und etwas abstehende Schuppenborsten, 


während die meisten der dichten. im Grunde matten Thorax- 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1894 p. 288. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


86 


punkte eine anliegende dunkle Senuppenborste tragen; da wo die 
Sehuppen auf den Decken in Gruppen diehter stehen sind sie 
kürzer und breiter, sonst läuger, allmälig verbreitert und an ihrer 
Spitze abgestutzt; auf den schmalen von Schuppen entblößten 
Stellen der Decken sind unter scharfer Lupe kleine dünne und 
dunkle Schüppchen bemerkbar. Unterseite spärlich, die Beine 
dieht punktirt, jeder Punkt mit einer dreieckigen Schuppe oder 
einem anliegenden Schuppenhärchen.  Augenränder mit  ocher- 


farbigen Schuppen oder Schuppenborsten umgeben. 


Augen unten ziemlich scharf zugespitzt, die Stirn zwischen 
ihnen an der engsten Stelle fadenförmig; Scheitel feiner punktirt 
als die Rüsselbasis und der Thorax. Rüssel an der Spitze wenige 
schmäler als der Vorderschenkel breit, an den Seiten gereiht. an 
der Spitze (ein und verworren punktirt. Thorax mit der größten 
Breite an der Basis, bis vor die Mitte mit gerade konvergirenden 
Seiten. dann schnell gerundet verengt, der Vorderrand schmal 
halsförmie abgesetzt, fach längsgewölbt. Decken vorn breiter 
als die T'horaxbasis mit schräg serundet abfallenden Schultern. 
bis zur Mitte fast parallelseitige, in der Spitzenhälfte serundet 
verengt mit abgerundeter Spitze, ihre Längswölbungslinie auf der 
Basalhälfte lach und von der des Thorax wenie verschieden, 


zur Spitze in langem und flachem Bogen abfallend, die Dorsal- 


c 


spatien kielförmig. 3, 5 und 7 weniger hoch als die übrigen. 

202. 2. Coelosternus molestus n. sp. Ovatus, niver, 
squamulis cervinis vestitus; oculis approximatis; capite ruculoso- 
punetato utrinqgue parum impresso, supra oculos linea elevata in 
fronte conjuneta instructo; rostro usque ad antennarum inser- 
tionem striato-punetato et medio carinato; articulis duobus primis 
funieuli aequibrevibus; prothorace transverso squamis medio im- 
pressis setulisque longioribus parce obsito, medio carinato; scutello 
Slabro nitido; elytris remote striato-punetatis, interstitiis alternis 
carinatis; femoribus subtus bidentatis; le. 6, lat. 2.3 mm. 

San Esteban. 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


7 


Von lardipes Blın. besonders durch anders geformten und 
anders skulptirten "Thorax, anders skulptirten Kopf, dünnern 
Schenkel und anders gefärbte Bekleidung zu unterscheiden. 

Thorax doppelt so breit als lang, an der Basis leicht zwei- 
buchtig mit kleinem dreieckigen Mittellappen, die Seiten gerundet 
erweitert, an der Spitze nur ein Drittel so breit als an der Basis, 
in der Mitte am breitesten und höchsten, fast jeder der größeren 
Punkte dureh eine excentrisch eingedrückte Schuppe ausgefüllt, 
jeder der wenigen kahlen Punkte am Vorderrande, an den Seiten 
und auf dem Rücken mit einer helleren oder dunkleren und 
schräg nach vorn gerichteten Schuppenborste, die sehr schmalen 
Räume zwischen den Punkten stellenweise erhaben und glänzend. 
Der Kopf ähnlich wie der Thorax bekleidet, nur die Schuppen- 
borsten kürzer; seine Skulptur durch die beiden flachen Eindrücke 
jederseits der Mitte sowie durch die Furche und die erhabenen 
slänzenden, auf der Stirn sich vereinigenden Linien (wie bei den 
meisten Eubulus-Arten) ausgezeichnet; Augenentfernung gleich der 
Fühlergeißeldicke. Jedes der zwei ersten Geißelelieder doppelt so 
lang, 3 nur so lang, jedes der übrigen perlförmigen kürzer als 
breit, die Keule kaum kürzer als die fünf letzten Geißelglieder 
zusammen. Rüssel von der Mitte bis zur Spitze unpunktirt und 
glänzend, zur Basis hin deutlich verbreitert und von dreieckigem 
(Juerschnitt. Schildehen schmal oval, leicht umfurcht. Decken 
nieht ganz doppelt so lang als breit. mit abgerundet rechtwink- 
lisen Schultern, bis vor die Spitze allmälig gerundet verengt. dann 
leicht zusammengezogen, die Spitze flach gerundet, Rücken etwas 
länesgewölbt, jeder der weitläufigen Punkte in den feinen Streifen 
mit einem schmalen hellen Schüppchen. die gekielten abwechseln- 
den Spatien als eine feine Linie zwischen zwei Reihen heller und 
kurzer abstehender Börstchen erscheinend, der innerste Kiel von 
der Seite gesehen hinter der Basis lang eingesattelt. Hinterbrust 
und Abdominalfortsatz gröber punktirt und wie das Abdomen 

undicht, die Beine dichter beschuppt, letztere mit eingemischten 
Börstehen. Schuppen auf den Decken heller und dunkler reh- 
Stett, entomol. Zeit. 1396. 


88 


farbig, rund, äußerst fein gerieft und meistens sehr dicht anein- 
ander gelest. Vorderschenkel weniger stark verdickt, der hintere 
Zalın sehr kräftig dornförmig; alle Schienen in der Basalhälfte 
stark gebogen. 

Nach einem Exemplar beschrieben. 

203. Coelosternus elieutellus n. sp. 3. Praecedenti similis, 
supra pedibusque dense silaceo -squamosus; antennis ferrugineis; 
rostro tibiarum anticarum longitudine et latitudine, basin versus 
vix dilatato, usque ad apicem dense punetato, medio carinulato; 
capite dense squamoso supra oeulos linea elevata vix indicata; 
fronte rostri latitudme canalicula impressa; prothorace nonnihil 
transverso, lateribus haud rotundato-dilatato, antice carinulato 
squamis rotundatis et setis pallidis adpressis immixtis dense obsito; 
punetis in strüs elytrorum postice evanescentibus; femoribus subtus 
bidentatis; lg. 5, lat. 2 mm. 

San. Esteban. 

Von dem vorhergehenden hauptsächlich durch die von ein- 
ander entfernten Augen. den Mangel der abstehenden Borsten auf 
dem anders geformten Thorax, durch dünnere Schenkel und 
schwach gebogene Schienen verschieden. 

Thorax an der Basis am breitesten, Dis zur Mitte wenig, 
dann geschweift und mehr verengt, die Räume zwischen den 
dichten Punkten von Schuppen bedeckt, diese nicht eingedrückt, 
die eingestreuten anliegenden Borsten nur von heller Färbung. 
Auf den Decken ist der innerste Kiel nicht eingesattelt. Schenkel 
ziemlich schlank, die beiden dornartigen Zähne weit auseinander 
gerückt. Hinterbrust und Abdomen dicht punktirt, jeder Punkt 
an den Seiten mit einem Schüppchen, in der Mitte mit einem 
Börstchen. 

204. Zurus simoni Heller. Ber. kön. Mus. Dresden No. 11. 
1895. p. 6. 

Caracas. 

205. Lechriops sciurus Fabr. Syst.-El. p. 484. 

San Esteban. Auch aus Brasilien und Peru bekannt, 


Stett. entomol. Zeit. 1596, 


39 


206. Lechriops turtur n. sp. Breviter ovatus, depressus, 
‚nisro-piceus, squamis piliformibus supra inaequaliter obsitus; 
rostro apice, antennis pedibusque rufis, aliquando femoribus denti- 
eulatis obscurioribus; rostro femoribus antieis fere longiore a basi 
usque ad antennarum insertionem seriatim punctato et medio 
carinulato; prothorace transverso basi bisinuato, lateribus postice 
subparallelo, antice parum sinuato-angustato, dense profundeque 
punctato, abbreviatim carinulato, vittis duabus nudis signato; 
seutello parvo rotundato nudo; elytris humeris nitidis, fortiter 
punctato -striatis, intersiitis angustis nonnihil convexis dense 
punetatis, maxima parte uniseriatim squamulosis; lg. 2 mm. 

Caracas, San Esteban. 

Geihelelied 1 etwas dicker und kürzer als 2, die beiden 
letzten und kürzesten dicker als die vorhergehenden. Thorax 
etwas längsgewölbt mit dem höchsten Punkt etwas hinter der 
Mitte und hier mit kurzem und etwas glänzendem Kiel; die helle 
und namentlich am Hinterrande erweiterte, in der Mitte gewöhn- 
lich unterbrochene weißliche Mittelbinde und die sich bis auf die 
Oberseite hinaufziehende und hier flach ausgebuchtete weißliche 
Bekleidung der Unterseite schließen zwei nackte Längsbinden ein. 
Auf den Decken mit schräg abfallenden, abgerundeten Schultern 
und kleiner elänzender Schulterschwiele ist die vordere Hälfte der 
Naht etwas vertieft, jeder Punkt in den Streifen trägt ein feines 
Härchen, die einreihige, an der Basis stellenweise etwas unregel- 
mäßige stabförmige weißliche Beschuppung der Spatien ist bei 
gut fkonservirten Stücken durch zwei gemeinsame kleine Kahl- 
makeln (eine vor, eine hinter der Mitte) und durch je eine seit- 
liche größere, den Außenrand erreichende Kahlmakel hinter der 
Mitte unterbrochen, welche letztere eine kurze weißliche Strich- 
makel auf Spatium 7 einschließt. Zuweilen zeigen die weißlichen 
Thoraxseiten ein oder zwei gelbliche Schuppenpunkte, selten auch 
zwei kahle Makeln, dann aber ist die Beschuppung der Ober- 
seite gelblich oder hell bräunlich und die Körpergrundfarbe auf 
den kahlen Stellen röthlich braun. Der Brustkanal endigt hinten 


Stett. entomol, Zeit. 1396, 


90 


halbkreisförmig und ohne Querkiel nahe bei der Hinterbrust. Ein 
feiner Längskiel ist auf allen Schenkeln bemerkbar, auf den 


vordersten‘ von der Bekleidung verdeckt. 


Die Rüssellänge ist in beiden Geschlechtern gleich; beim 
Mann erstreckt sich seine basale Punktirung und Bekleidung 
weiter als beim Weibe. 

JS. Decken etwas länger und schmäler, Fühler in der Mitte 
des Rüssels eingelenkt, Abdomen allmälig zum Apex ansteigend. 
Penis flach spatenförmig mit etwas aufgebogenen Seitenkanten, 
abgestutzter Spitze und abgerundeten Außenecken, so breit als 


die halbe Basis des Analsegmentes. 


®. Fühler im Basaldrittel des Rüssels eingelenkt, Abdomen 
erst von der Hinterkante des zweiten Segmentes und daher steiler 


zum Apex ansteigend. 


207. Lechriops sodalis n. sp. Die Art ist der vorher- 
gehenden sehr ähnlich. Die Decken sind aber in beiden Ge- 
schlechtern ein wenig länger, die Spatien gröber punktirt und 
zweireihig beschuppt, die dunklen Stellen auf Thorax und Decken 
nicht kahl sondern mit feinen bräunlichen Schuppenhaaren besetzt. 
die weißlichen Schuppen der Vorder- und Mittelbrust sind nicht 
wie bei turtur fein stabförmig sondern rundlich; außer der weib- 
lichen Strichmakel hinter der Mitte auf Spatium 7 ist noch eine 
längliehe Suturalmakel in derselben Höhe bemerkbar; diese Makeln 
sind nicht aus nebeneinanderliegenden stabförmigen, sondern aus 
dachziegelartig übereinanderliegenden breiteren und an der Spitze 
abgestutzten Schuppen zusammengesetzt. Die Schenkel sind bei 
dem einzigen vorliegenden männlichen Stücke dunkler als «die 
röthlichen Schienen, die hinteren kräftiger als die vorderen. Der 
ganze Rüssel ist rostroth, die Fühler sind heller; Geißelglied 2 
dünner und deutlich länger als 1, das dritte noch etwas länger 


als: breit. 
San Esteban. 


Stett. entomol. Zeit. 1396, 


Il 


208. Eulechriops !) erythroleucus n. sp. Breviter ovatus, 
subdepressus, ferrugineus, linea media vittaque laterali prothoraeis 
ac metasterno dense, abdomine fasciisque tribus elytrorum pedi- 
busque minus dense albo-squamosus; oculis iminoribus; rostro 
(emoribus antieis aequilongo sed angustiore; in utroque sexu fere 
eylindrico, basi punetulato, nudo; prothorace transverso antiee 
angustato, sat dense punetato, medio earinulato; scutello parvo 
subalbido-pubescente; elytris subquadratis prothorace multo latiore, 
profunde punctato-striatis, interstitüs striis parum angustioribus 
subgranulato-punetulatis; pedibus graeilibus: I2. 2 mm. 

Colonia Tovar. 

Vorder- und Mitielbrust kahl. Thorax bis nahe zur Mitte 
parallelseitig, dann zur Spitze schräg verengt, längsgewölbt, mit 
dem höchsten Wölbungspunkte hinter der Mitte, die beschuppte 
helle Mittellinie an der Basis und Spitze breiter und in der Mitte 
breit unterbrochen, die Seitenbinde im Basaldrittel sehr breit und 
auch nur hier von oben sichtbar. Decken nach hinten sehr wenig 


verengt und wenig länger als breit, schwach längsgewölbt, mit 
dem höchsten Wölbungspunkt hinter der Mitte, die Schulterecken 
ziemlich scharf gerundet, die drei Querbinden (eine basale, eine 
apikale, eine hinter der Mitte) aus feinen stabförmigen Schuppen- 
borsten auf den Spatien zusammengesetzt; die von Schuppen ent- 
blößten Stellen der Spatien und des Thorax mit sehr feinen fast 
anliegenden Härchen einreihig besetzt, die weißen Schuppen der 
mittleren Querbinde dicker als die der beiden andern. Geißel- 
olieder 1 und 2 an Länge kaum verschieden. Beine dünn, 
Schenkel uneezähnt. Abdomen in beiden Geschlechtern von 
Segment 2 an steil zum Apex aufsteigend. 

5. Fühler bald hinter der Mitte eingelenkt; die Decken- 
spatien nur hinter der Mitte zweireihig, sonst einreihig beschnppt. 

1) Unter diesem Gattungsnamen sind diejenigen Arten von Lechriops 
Sch. abgetrennt, deren Schenkel weder gezähnt noch außen mit einem 
Längskiel versehen sind. Bei den hier beschriebenen vier Arten erreicht 
der Pectoralkanal nahezu den Hinterrand der Mittelhüften, 


Stett. entomol. Zeit. 1396, 


9. Fühler im Basalviertel eingelenkt; die Deeckenspatien 
überall zweireihig beschuppt. 

Sowohl diese als auch die folgende Art zeichnet sich durch 
die kleinen Augen aus, die viel weniger Raum auf dem Kopfe 
einnehmen als bei den echten Lechriops-Arten. 

209. Eulechriops trifaseiatus n. sp. $. Praecedenti colore 
simillimus et affinis; elytris flavo-albido-trifaseiatis; rostro pedi- 
busque erassioribus; prothorace antice sinuato-angustato, dorso 
post medium gibboso, utrinque macula parva maculisque duabus 
maenis subbasalibus nudis; elytris interstitiis latioribus, humeris 
calloso-producetis nudis; lg. 2.2 mm. 

Colonia Tovar. Nur ein weibliches Exemplar. 

Abgesehen von der andern T'horaxzeichnung, den diekeren 
Beinen und Rüssel und den breiten Deckenspatien ist auch die 
Bekleidung eine andere als bei erythroleucus. Die helle Beklei- 
dung der Oberseite besteht nämlich aus dünnen und zugespitzten 
Schuppenhaaren; die von solchen nicht besetzten Stellen zeigen 
sehr feine und anliegende braune Härchen; die drei Querbinden 
haben dieselbe Lage wie bei dem vorhergehenden, sind aber an 
den Seiten auf den Spatien 5, 7 und 9 verbunden und die 
Schuppenhaare stehen auf ihnen zweireihig; die Basis ist breit 
und flach eingedrückt und vor der Spitze zeigt sich jederseits 
ein deutlicher Quereindruck. Thorax bis über die Mitte parallel- 
seitig, dann geschweift-verengt, der Rücken hinter der Mitte 
bucklig gewölbt, der Buckel mit unpunktirter Mittellinie, der 
Vorderrand breit, die Basis schmal und die von oben in ihrer 
sanzen Länge sichtbare Bekleidung weißlich, letztere vor der 
Mitte eine dunkle Punktmakel einschließend; diese weibliche 
Färbung schließt ein durch eine weißliche Mittellinie getheiltes 
dunkles Feld ein. Die Vorderbrust ist mit ebensolehen weiß- 
lichen Schuppenhärchen etwas undichter, der übrige Theil der 
Unterseite undieht mit sehr feinen gelblichen Härchen besetzt. 
Rüssel bis zur Fühlereinlenkung im Basalviertel schwach dreieckig. 
fein behaart. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


93 


210. Eulechriops gracilis n. sp. 5. Angustior, depressior, 
nieer, nitidus, parce albido-pubescens; margine apicale elytrorum, 
antennis, tibiis (postieis exceptis) tarsisque testaceis; oculis 
majoribus; prothorace quadrato antrorsim parum angustato, dorso 
post medium parum gibboso et carinulato, supra subtilissime 
subtus haud conspieue punetato et fusco-pubescente, lobo ante- 
seutellari densius albido-pubescente; scutello minuto; elytris lati- 
tudine dimidia longioribus, humerie callosis, dense punctato- 
striatis, interstitiis planis fuseo-, faseia lata basali, altera angusta , 
apicali et interstitiis internis post medium albido-pubescentibus; 
pedibus gracilibus; rostro femoribus antieis breviore et erassiore, 
paulo arcuato; le. 1.7 mm. 

Colonia Tovar. Nur ein männliches Exemplar. 

Die Decken sind im Verhältniß zum Thorax bedeutend 
schmäler als bei den drei andern hier beschriebenen Arten, wes- 
halb der Käfer auch gestreckter erscheint. Die zierlichen Beine 
sowie die nicht schuppenartige sondern feine und etwas abstehende 
Behaarung läßt diese Art leicht erkennen. 

Rüssel ganz eylindrisch, bis zur Fühlereinlenkung im Basal- 
drittel fein punktirt und ohne eine Spur von Mittelkiel. Die 
zwei ersten Geißelglieder an Länge nicht verschieden. Thorax 
so lang als breit, beinahe parallelseitis; der Rücken matt und, 
bräunlich, die Seiten undicht, eine an der Basis und Spitze ange- 
deutete Mittellinie dicht weißlich behaart, der Antiskutellarlappen 
etwas stumpf, die Unterseite kahl, glänzend, nicht sichtbar punk- 
ürt. Auf den schmalen, kaum längsgewölbten Decken sind die 
flachen Spatien breiter als die Streifen und etwas körnig punktirt; 
die zweireihise weiße Behaarung bildet eine breite basale, eine 
schmale apikale und hinter der Mitte eine nur auf den inneren 
Spatien bemerkbare Querbinde; die Naht von der Basis bis über ; 
die Mitte hinaus leicht vertieft, die Schulterschwiele deutlich ab- 
gehoben. Schenkel fein weißlich behaart, die hintersten den 
Apex erreichend und bedeutend länger als die vorderen; Hinter- - 
schienen an der Basis und Spitze gelbroth. Unterseite kaum 


! Stett. entomol. Zeit. 1896. 


ji 


94 


sichtbar punktirt und sehr spärlich, nur die Spitze der Mittel- 
brustepimeren dichter behaart. 

211. Eulechriops perplexus n. sp. Von dieser Art, die 
der vorhergehenden in Form und Größe äußerst ähnlich ist und 
die auch von Colonia Tovar stammt, liegt nur ein weibliches 
Stück vor. Dieses als Weibchen zu gracilipes aufzufassen, haben 
mich besonders die kleinen Augen, der sowohl oben als auch 
unten sehr deutlich punktirte Thorax, dessen Seiten vor der Basis 
deutlich gerundet sind, sowie die deutlich punktirte Unterseite 
des Käfers abgehalten, hierzu kommen außerdem noch die folgen- 
den Abweichungen: der Rüssel, alle Schienen, die Spitze aller 
Schenkel und die Decken sind roth; letztere zeigen eine deutliche 
Längswölbung. tiefere Punktstreifen, schmälere Spatien und statt 
der Querbinde hinter der Mitte nur eine weißliche Strichmakel 
auf Spatium 1; Rüssel nicht dieker als die Vorderschenkel; 
Fühler im Basalviertel eingelenkt und die Hinterschenkel erreichen 


nicht ganz den Apex. 


Isotrachelus nov. gen. Isorhynchinorum. 


A genere Lobotrachelus Sch. articulis duobus primis elon- 
gatis subaequilonegis, reliquis brevibus clavam versus nonnihil 
erassioribus, lobo mediano basali prothoraeis deficiente; elytris 
prothorace nonnihil latioribus, femoribus muticis subtus sulcatis. 
postieis abdomine brevioribus, eoxis anticis contiguis, segmento 
primo abdomimale in utroque sexu ‚plerumque lamina- transversa 
praedito, metasterno breviore, coxis intermediis et postieis aequilate 
distantibus distinetus. 

Augen rund, hinten durch eine schmale beschuppte Linie 
getrennt, zur Rüsselbasis hin klaffend. Rüssel wie bei Lobo- 
trachelus mit einer wenn auch flachen Schweifung in den Kopf 
eingepflanzt, Die Hinterschenkel überragen nicht die Basis des 
Analsesments. Die trapezförmige Platte des ersten Bauch- 
seoments ist so lang als dieses und an der Basis so breit als 
der Abdominalfortsatz. Schienen wie bei Lobotrachelus mit einem 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


95 


feinen Hornhacken. Hauptsächlich sind es die gedrungene Körper- 
form, der durch die zusammenstoßenden Vorderhüften begrenzte 
Pektoralkanal und die deutlichen Schultern, die unsre Gattung 
von Lobotrachelus unterscheiden. 

Die drei vorliegenden Arten dieser Gattung sehen kurzen 
Nanophyes sehr ähnlich. 

212. Isotrachelus brunneus n. sp. Breviter ovatus, con- 
vexus, Prunneus, nitidus, squamis longis piliformibus flavo-albidis 
haud dense obsitus; antennis abdomineque dilutioribus; rostro 
maris recto femoribus antieis breviore sed aequilato, quadristriato, 
medio carinato, feminae femoribus anticis longiore et angustiore 
subtiliter seriatim punctulato nitido; prothorace transverso an- 
trorsim rotundato-angustato, basi vix bisinuato fere truncato, 
confertim punctato et squamoso; scutello ovato dense albido- 
squamoso; elytris latitudine fere dimidio longioribus, humeris 
breviter rotundatis, dorso subtiliter sed acute striatis, interstitiis 
planis bi- vel triseriatim squamosis; le. 1.7, lat. 0,7 mm. 

Caracas, Colonia Tovar. 

Der hinter den Augen kahle und glänzende Kopf fein 
punktirt, die Trennungslinie der Augen und der männliche Rüssel 
fein anliegend behaart, letzterer von der Fühlereinlenkung zur 
Spitze flach abgeschrägt, mit je zwei breiten und tiefen Streifen 
neben dem Mittelkiel und einen feinen oberhalb der etwas schrägen 
Fühlerfurche; der weibliche bis zur Spitze gleich dünn und 
eylindrisch. Fühlerkeule lang oval, so lang als die vier letzten 
Geißelelieder zusammen. Thorax kaum länger als die halbe 
Basis, an der Spitze fast nur halb so breit als an der Basis, die 
Seiten flach gerundet, seitlich hinter dem Vorderrande kaum ein- 
geschnürt, die Punkte flach und meist so groß als die Räume 
zwischeu ihnen und mit einer stabförmigen Schuppenborste, stellen- 
weise mit feiner Haarborste. Decken von den abgerundeten 
Schultern nach hinten allmälig gerundet verengt, hinten gemein- 
sam abgerundet, mit dem Thorax von gleicher flacher Längs- 


wölbuneg, hinten gerundet abfallend; die äußeren Streifen deutlich 
Stett, entomol. Zeit. 1896. 


96 


punktirt, die Spatien sehr fein unregelmäßig zwei- oder dreireihig 
punktirt und mit anliegenden stabförmigen Schuppen besetzt. 
Unterseite und Beine anliegend, aber feiner und kürzer gelblich- 
weiß, die Schenkel fast gereiht behaart. Analsegment in beiden 
Geschlechtern kurz, viel feiner und dichter punktirt als die 
übrigen Segmente, das des Männchens mit einem queren Grübchen 
an der Spitze. Schienen an ‚der Basis nicht verengt, sondern 
hier rechtwinklig zur Achse abgeschnitten, so dab die äußere 
Basalecke der eingeschlagenen Schiene zahnartig vortritt. 

213. Isotrachelus uniseriatus n. sp. &. Praecedenti similli- 
mus et affinis, magis rufus et elytrorum interstitiis pilis arcuatis 
squamiformibus nonnihil elevatis uniseriatim obsitis fere unice 
distinetus; lg. 1.7, lat. 0,7 mm. 

Caracas. 

Von der Seite gesehen unterscheidet sich das einzige vor- 
liegende Stück vom Männchen der vorhergehenden Art noch 
dadurch, daß die Längswölbung der Decken schon von der Mitte 
an zur Spitze gerundet abfällt; übrigens genügen die einreihig 
beborsteten Deckenspatien schon um die neue Art von brunneus 
zu trennen. Eine genaue Untersuchung, die bei dem vorliegen- 
den Stücke unterbleiben mußte, dürfte wohl noch andre Unter- 
schiede ergeben. Die Schienenbildung und die des ersten Bauch- 
segments ist bei beiden Arten dieselbe. 

214. Isotrachelus gracilipes n. sp. 5. Parvus, ater, nitidus, 
parce fuseo-pilosus et eretaceo-squamulatus, antennis, tibiis tarsisque 
pallido-testaceis; puneto antescutellare prothoracis scutelloque 
dense albido-squamosis; elytris humeris: glabris nitidis, undique 
sat profunde punctato - striatis, interstitis nonnihil convexis, 
uniseriatim remoteque fuseo-, apice albo-pilosis, medio passim 
squamulis setiformibus cretaceis obsitis; pedibus gracihibus; 
le. 1.2 mm. 

San Esteban. Nach einem Exemplar. 

Eine sehr kleine, durch ihre Färbung und Bekleidung aus- 
gezeichnete Art, die von den beiden vorhergehenden auch noch 


Stett. entomol. Zeit, 1896, - ar 


87 


durch den Mangel der trapezförmigen Platte auf Segment 1 und 
die nicht zahnförmig vortretende basale Außenecke der Schienen 
abweicht. 

Die Trennungslinie der kleinen Augen, jeder Punkt auf 
dem Thorax, auf den Seiten der Mittelbrust, auf den Schenkeln 
und auf der Mitte der Spatien 4 bis 6 ist mit einer dieken und 
längeren, jeder auf den Spatien gegen die Spitze und auf der 
Unterseite des Körpers mit einer feineren und kürzeren kreide- 
weißen, stabförmigen und anliegenden Schuppenborste, die übrigen 
Theile der Deckenspatien mit einer weitläufigen Reihe schwarz- 
brauner zugespitzter und etwas abstehender Borstenhaare besetzt. 
Kopf über den Augen gröber aber nicht dicht punktirt und kahl 
Noch weitläufiger stehen die gröberen auf dem queren konischen 
Thorax. Decken beinahe um ein Drittel breiter als die Thorax- 
basis, mit hochglänzender unpunktirter Schulterbeule; der höchste 
Punkt der Längswölbunsslinie des Thorax und der Decken liegt 
etwas vor der Mitte der letzteren. Die kreideweißen Schuppen 
in der Mitte der Spatien 4—6 scheinen bei reinen Stücken eine 
Querbinde zu bilden, da auf der einen Decke auch Spatium 1 
und 2 solche Schuppen zeigen. Die Beine dieser Art, nament- 
lieh die blaßgelben Schienen sind gegen die der beiden andern 


Arten sehr schlank. 


Cyrionyx nov. gen. Pantotelinorum. 


Elytra prothorace latiora pygidium obtegentia. Unguiculi 
liberi. Femora dentata. Rostrum elongatum eylindricum areuatum. 
Serobes obliqui. Oeuli laterales rotundati depressi. Scapus anten- 
narum oculum attingens. Prothorax basi bisinuatus, apice trun- 
eatus lobis ocularibus nullis. Scutellum manifestum. Coxae anticae 
parum, reliquae late distantes. Metasternum processu meso- 
sternalis latitudine aequilongum. Segmenta stria intermedia ab- 
dominis aequibrevia suturis reetis. Pedes elongati. Rima pectoralis 


coxis antieis contiguis limitata. 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 7 


98 


Die Gattung weicht von den beiden bisher bekannten Liturgus 
und Pantoteles Sch. durch den kurzen Amalus-förmigen Körper, 
die kurze Hinterbrust und die seitlich nach hinten nicht vor- 
sezogenen Bauchsesmente ab. Von Amalus Sch., mit dem 
Cyriony. die meiste Aehnlichkeit hat, unterscheidet sie sich durch 
am Grunde ungezähnte Krallen, bedecktes Pygidium, gezähnte 
Schenkel, breiten Mittelbrustfortsatz und hinten gerade abgestutzte 
Bauchsegmente. 

215. Cyrionys biplagiatus n. sp. Breviter, ovatus, rufescens, 
subopacus, supra pilis squamiformibus variegatim obsitus; antennis 
tarsisque dilutioribus; rostro prothorace nonnihil longiore quam 
fronte inter oculos paulo latiore, seriatim punetato; prothorace 
transverso, lateribus rotundato-ampliato, intra apicem acute con- 
strieto, medio gibboso, albido-trivittato; sceutello parvo glabro 
nitido; elytris humeris rotundato-rectangulatis, retrorsim rotundato- 
angustatis, substriatis, interstitiis planis subbiseriatim punctatis, 
pilis flavidis subfasciatim obsitis, postice macula elongata dense 
albido-squamosis; corpore subtus parce breviterque pubescente; 
femoribus parum celavatis subtus spina acuta armatis; le. 1.5 mm. 

San Esteban. 

Bei den zwei vorliegenden Stücken sind die Fühler nahe 
der etwas abgeschrägten Rüsselspitze eingelenkt, die Geißel etwas 
kürzer als der Schaft, Glied 1 und 2 beinahe gleich lang, jenes 
aber dieker, die übrigen zur Keule hin nicht verdiekt. Stirn mit 
gelblichen Schuppenhaaren dünn besetzt. Ebenso dünn und mit 
ebensolehen Haaren sind die drei Thoraxbinden, auf den Decken 
eine nach hinten dreieckig erweiterte basale und eine schräge 
(Querbinde in der Mitte besetzt. Die größte Breite des Thorax 
liegt etwas hinter der Mitte; sein Rücken erscheint dadurch etwas 
kissenartig gewölbt, dab die Längswölbungslinie von der Mitte 
zum Vorderrande schnell abfällt, zur Basis aber ziemlich horizontal 
verläuft; auf der Unterseite hinter den Augen steht eine dicht 
beschuppte Makel. Decken vorne doppelt so breit als der Thorax- 


vorderrand, gleich von den Schultern ab, wenn auch anfänglich 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


) 


nur wenig, nach hinten verengt, der Rücken vorn wenig längs- 
gewölbt, von der Mitte zur Spitze allmälig schräg gerundet ab- 
fallend; die längliche dieht weiß beschuppte Makel hinter der 
Mitte steht auf den Spatien 3 bis 5. 

216. Cyrionyx rufofemoratus n. sp. Breviter ovatus, niger, 
opaeus, pilis albidis sparsim in elytris bifasciatim, dense in 
episternis metathoracis obsitus; femoribus rufis, tibiis tarsisque 
pieeis; fronte rostroque dense punctatis, hoc prothorace cum 
eapite aequilongo, medio postice carinulato; prothorace latitudine 
aequilongo, antice rotundato-angustato, supra densissime punctato; 
scutello parvo opaco; elytris subpunctato-striatis, interstitiis striis 
vix latioribus rugulosis; femoribus tenuibus subtus spina parva 
armatis; lg. 1.5 mm. 

Caracas. 

Das einzige vorliegende Stück ist etwas schmäler als 
biplagiatus und die Fühler sind im Spitzendrittel des hier lang 
abgeschrägten Rüssels eingelenkt. Auf dem Thorax sind drei 
Längsbinden aus äußerst feinen grauen Härchen angedeutet, er 
fällt zwar auch zur Spitze ab, ist aber nicht kissenartig gewölbt. 
Decken mit abgerundet stumpfwinkligen Schultern; die vordere 
Querbinde vor der Mitte reicht bis zum Außenrande und ist nur 
auf der Naht unterbrochen, die breitere vor der Spitze besteht 
aus Strichmakeln zwischen den Streifen 1 und 5. Eine Makel 
auf dem Prosternum hinter den Augen und die Hinterbrust- 
episternen dicht weiß beschuppt. Hinterbrust fein und dichter 
punktirt und behaart als das Abdomen. 

217. Tachygonus Schönherri n. sp. Ovatus, ater, nitidus, 
supra albido-signatus, ereeto-fusco-pilosus; rostro, antennis, tibis 
quatuor antieis apice articuloque quarto tarsorum quatuor anti- 
eorum rufo-testaceis; prothorace transverso, antrorsim rotundato- 
angustato, eonfertim punctato, lateribus et subtus lineaque mediana 
basi et medio interrupta albido-squamoso; scutello minute rotun- 
dato, nudo; elytris latitudine haud longioribus, a basi rotundato- 
ampliatis, apicem subtruncatum versus rotundato-angustatis, humeris 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 7* 


100 


paulo callosis, basi transversim obsolete impressis, punctis quam 
illis in prothorace majoribus seriatis, interstitis angustis, alternis 
parum latioribus, vix convexis, ut in T. Lecontei Gyll. signatis; 
sterno lateribus femoribusque albido-squamosis; tibiis nitidis vix 
pubescentibus, postieis rectis apicem versus sensim latioribus; 
ls. 1.7, lat. 1.1 mm. 

‘San Esteban. Ein Exemplar. 

Mit fulvipest) Lec. die kleinste der bisher beschriebenen 
Arten; dem Lecontei Gyll. äußerst ähnlich, jedoch schmäler, der 
Rüssel, die Fühler, an den vier Vorderbeinen die Schienenspitze 
und das vierte Tarsenglied rothgelb; der Thorax an den Seiten 
ohne Haarpinsel aber mit einer kleinen schwärzlichen Punktmakel, 
die Decken gereiht punktirt, die schmalen Spatien nicht nodulirt, 
die ganz weiß beschuppten Schenkel unten mit feinen Dornen 
bewehrt. 

Die Zeichnung der Decken stimmt mit der auf der Ab- 
bildung des horridus Chvrl. überein, d. h. die Basis, die Naht, 
die Seiten und eine breite, nur auf Spatium 1 unterbrochene 
Querbinde sind milchweiß beschuppt, oder die weiße Beschuppung 
schließt zwei nackte den Außenrand nicht erreichende und durch 
die Naht unterbrochene Querbinden ein, von denen die vordere 
hinter der Basis von Schulter zu Schulter reicht und die andre 
hinter der Mitte auf Spatium 4 und 5 unterbrochen ist. Die 
Schuppen liegen in den gereihten Punkten und jede besteht aus 
sechs bis acht strahlenförmig diesen Punkten entspringenden 
Härchen; die langen und abstehenden dunklen Haare der Ober- 


seite stehen auf den Deckenspatien in einer weitläufigen Reihe. 


Hypocoeliodes nov. gen. Ceutorhynchinorum. 
Antennae submedianae; funiculus septemartieulatus. Unguieuli 
appendiculati. Rima pectoralis usque ad mesosterni apicem ducta. 


Episterna metathoracis lata. Segmentum secundum abdominis 


I) Proc. Amer. Phil. Soc. XV p. 266. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


101 


lateribus retrorsim angulato - produetum. Seutellum immersum 
minutum. Femora subtus sulcata et obsolete aliquando vix con- 
spieue dentata; tibiae reetae apice truncatae; artieulus tertius 
tarsorum dilatatus, bilobatus. Rostrum erassum arcuatum. Pro- 
thorax basi apiceque bisinuato, basi obsolete marginato lobo ante- 
scutellare paulo produeto. Elytra convexa prothorace latiora. 
basi tenuiter elevato-marginata, humeris distinetis, margine exteriore 
pone coxas haud sinuato. Pygidium verticale deteetum. 

Die Gattung ist des dieken Rüssels und der appendikulirten 
Krallen wegen mit Rhinoucus Steph. verwandt. hat aber eine 
siebengliedrige Fühlergeißel und wie Hypurus Rey verdickte 
Hinterschenkel;: von letzterem unterscheiden sie die Krallen, das 
sichtbare, wenn auch kleine Schildehen, die fein gerandete Thorax- 
und Deckenbasis sowie die kurzen und hochgewölbten Decken. 

Geißelglied 2 das längste, die letzten Glieder sehr wenig 
verdickt. Schenkel unten auf der Spitzenhälfte gefurcht, die 
hintersten dieksten erreichen den Apex nicht. Augen an den 
Seiten des Kopfes und einander nicht, Vorderhüften dem Pro- 
sternumshinterrande genähert. Der Pektoralkanal ist bis zum 
Mittelbrusthinterrande scharfrandig vertieft und hier durch keine 
erhabene Linie begrenzt, im Grunde mit feinen Schuppenhaaren 
bekleidet. Bei an die Brust gelestem Rüssel ist der Kopf von 
oben kaum sichtbar. 

Diese Gattung scheint in Süd-Amerika ziemlich zahlreich 
vartreten zu sein; außer den hier beschriebenen beiden besitze ich 
noch vier andere in der Sammlung. 

Acallodes!) Lec. hat eine ähnliche Körperform, aber weder 
verdickte Schenkel, noch deutliche Schultern, noch einen auf der 
Mittelbrust scharf begrenzten Rüsselkanal. 

218. Hypocoeliodes coronatus n. sp. Brevis, convexus, 
niger, opacus, parce griseo- et ochraceo-squamosus; antennis 


clava excepta articulisgue duobus ultimis tarsorum rufo-testaceis; 


1) Proe. Amer. Phil. Soe. XV N. 96 p. 271. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


102 


rostro areuato femoribus antieis aequilato; oculis parum convexis; 
fronte lata impressa; prothorace valde transverso antrorsim an- 
sustato, margine antico reflexo bidentato, dorso medio late 
suleato, antiee utringue suleis tribus obsolete impressis, eristis et 
tubereulis duobus transversim dispositis praedito; elytris latitudine 
brevioribus, eonvexis, basi transversim impressis, punctato-striatis, 
interstitiis alternis nonnihil elevatis ae tubereulis parvis seriatis; 
femoribus minute dentatis; lg. 3.2, lat. 2.5 mm. 

Caracas. 

Die beiden vorliegenden Stücke sind nicht ganz gut kon- 
servirt und lassen auf den Decken die Vertheilung der grauen 
und ocherfarbigen Schuppen nicht gut erkennen. 

Rüssel oben etwas abgeflacht, ziemlich grob und dicht 
punktirt, mit feinem Mittelkiel. Geißelglied 2 doppelt so lang 
aber dünner als 1. Thorax an der erhaben serandeten Basis 
am breitesten und doppelt so breit als lang, am aufgebogenen 
und in der Mitte zweizähnigen Vorderrande nur ein Drittel so 
breit als an der Basis, hinter den Augen breit und tief, die 
Basis jederseits flach gebuchtet, Rücken hoch längsgewölbt mit 
dem höchsten Punkt zwischen Basis und Mitte, etwas undeutlich 
punktirt, die breite eingedrückte Mittelfurche zwischen zwe 
Wulsten gelegen, die weder den Hinter- noch den Vorderrand 
erreichen und jederseits noch mit einem kurz beborsteten und 
dem Hinterrande genäherten Tuberkel; von vorn gesehen ziehen 
sechs helle Linien vom hell beschuppten Vorderrande strahlen- 
förmig in scheinbar eingedrückten Furchen zu den Hinterecken» 
zu den beiden 'Tuberkeln und zu den beiden Längswulsten. 
Schildchen sehr klein glänzend. Decken vorn breiter als der 
Thorax, mit der größten Breite vor der Mitte, mit kurz abge- 
rundeten Schultern, nach hinten gerundet verengt, an der einzeln 
flach abgerundeten Spitze halb so breit als an der breitesten 
Stelle, die Basis fein erhaben gerandet, höher längs- als quer- 
sewölbt, der Quereindruck an der Basis in der Mitte breit, nach 


außen allmälig schmäler, die Naht zwischen den beiden erhabenen 
Stett entomol. Zeit. 1396. 


103 


Basalrändern des Thorax und der Decken sehr fein krenulirt, 
die abwechselnden Spatien von dem basalen Quereindruck ab 
mit stumpf körnerartigen oder kammartigen Erhöhungen, das 
zweite ununterbrochen bis zur Spitze, das vierte, sechste und 
achte mehrfach unterbrochen besetzt. Alle Schuppen kurz stab- 
förmig, die ocherfarbigen in den Deckenstreifen und auf der Brust, 
wie es scheint häufiger. Seitenstücke der Brust weißlich um- 
randet. Pygidium dicht punktirt. 

219. Hypocoeliodes pleurostigma n. sp. Praecedente multo 
minor, niger, squamulis albidis et ochraceis parce obsitus; antennis 
tibiis tarsisque flavo-testaceis, margine antico prothoraeis, sutura 
margineque apicale rufescentibus; prothorace transverso, dense 
punctato, margine antico minus reflexo medio parum emarsinato, 
dorso ut in praecedente armato; elytris punctato-striatis, inter- 
stitiis parum convexis, alternis nonnihil latioribus et eonvexioribus, 
dimidia parte basali suturae impressis, squamis albidis subfasciatim 
obsitis; epimeris mesothoracis densissime niveo-squamosis; femori- 
bus mutieis; lg. 1.5, lat. 1 mm. 

Colonia Tovar. 

Das einzige vorliegende Stück hat die Größe und Körper- 
form des Cidnorhinus radula Hochh. Stirne zwischen den Augen 
eingedrückt, wie der Kopf nebst Rüssel reibeisenartig punktirt 
und mit feinen weißen Schuppenbörstchen spärlich besetzt. Rüssel 
mit feinem Mittelkiel. T'horax um die Hälfte länger als an der 
Basis breit, der Vorderrand weniger aufgebogen und in der Mitte 
nicht zweizähnig, feinkörnig punktirt, ohne weiße Längslinien, 
sonst wie beim vorhergehenden geformt, in jedem Punkte mit 
einem feinen anliegenden weiblichen Härchen. Schildchen klein, 
schwarz glänzend. Decken mit schräg abfallenden Schultern, die 
Spatien 1, 3, 5 viel schmäler als die höheren 2, 4, 6, letztere 
hinter dem basalen Quereindruck am höchsten, die hell ocher- 
farbig beschuppte Naht und theilweise auch Spatium 1 bis über 
die Mitte etwas vertieft; Spatium 1 an der Spitze und eine 
kurze Makel vor der Spitze auf 4, 5, 6, ferner Spatium 3% dicht 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


104 


hinter seiner höchsten Stelle kreideweiß beschuppt; feine weiße 
Schuppenhärchen bilden in und hinter der Mitte zwei unregel- 
mäßige Querbinden. Pygidium dichter punktirt und weißlich behaart. 

220. Coleomerus aenescens n. sp. Subrhombicus, aenes- 
cens, supra glaber, politus; prothorace transverso conico, basi 
bisinuato lobo mediano subtriangulari acuto, antice nonnihil 
tubulato, supra impunctato polito, subtus punetis nonnullis obso- 
letis obsito, scutello parvo puncto impresso; elytris remote 
obsoleteque punctatis, interstitis latis planis politis; metasterno 
pedibusque remote punctatis, punctis seta brevi squamiformi 
albeseenti gerentibus; Ig. 2.3—2.8, lat. 1.3—1.8 mm. 

Colonia Tovar. 

Schmäler als ebeninus Gyll. und von den beiden bisher 
beschriebenen Arten durch den Bronzeslanz des Körpers (aus- 
genommen Rüssel und Fühler) und durch die undichte Punk- 
tirung der Unterseite ausgezeichnet. 

Rüssel in der Mitte unpunktirt, an den Seiten mit läng- 
lichen fast gereihten Punkten. Kopf zerstreut punktirt. Stirne 
mit flacher Längsfurche. Thorax wie bei ebeninus geformt, nur 
der basale Mittellappen schmäler dreieckig und spitzer. Decken 
mit schräg gerundet abfallenden Schultern, diese durch einen 
flachen basalen Quereindruck hervorgehoben, die Naht im Basal- 
drittel eingedrückt,. die Streifen fein aber scharf und zur Basis 
hin wenig tiefer, die Punkte in ihnen an der Basis und an den 
Seiten deutlicher. Vorderbrust fein zerstreut punktirt und an der 
Basis mit eingedrückter Furche. Augenentfernung etwas geringer 
als die halbe Rüsselbreite.e Abdomen kaum punktirt, nur Seg- 
ment 1 des Mannes mit sehr feinen reibeisenartigen Punkten. 

221. Zaglyptus!) seriatus n. sp. Breviter rhombeus, con- 


vexus, ater vel rufo-piceus, pilis ereetis albidis passim obsitus; 


1) Proc. Amer. Phil. Soc. XV p. 236. Leconte zählt die Gattung zu 
den Cryptorhynchiden, Casey dagegen in Ann. N.-Y. Acad. 1892 p. 658 
richtiger zu den Barinen, wo sie hinter Diorymerus Sch. ihren natürlichen 
Platz findet. I SE 


Stett, entomol. Zeit. 1396, 


405 


rostro prothorace cum eapite fere longiore, basi altiore, arcuato, 
maris apicem versus nonnihil dilatato, subseriatim punetato; pro- 
thorace transverso trapezoidale, oblique biimpressis, disperse vix 
conspicue punetulato, intra apicem suleo transverso punetato 
impresso; elytris punctis valde remotis seriatis, interstitiis latis 
planis, punctulis vix conspicuis et pilis ereetis albidis paueis 
obsitis; lg. 1.5 mm. 

Colonia Tovar. 

Von den beiden bisher beschriebenen Arten swulcatus und 
striatus Lee. weicht unsre Art durch die weder gefurchten noch 
gestreiften Decken und durch die beiden Schrägeindrücke auf 
dem Thorax ab. | 

Stirne zwischen den Augen viel schmäler als die Rüssel- 
breite und mit einer eingedrückten Linie. Thorax an der Basis 
flach zweibuchtig, der Mittellappen breit mit scharfer Spitze, vor 
der Basis mit leichtem Quereindruck, mit nach vorn stark kon- 
vergirenden und beinahe geraden Seiten, an der Spitze kaum 
ein Drittel so breit als an der Basis, die Querfurche hinter der 
Spitze in der Mitte schmal unterbrochen; die beiden Schräg- 
eindrücke stoßen in dem Antiskutellarlappen zusammen, sind von 
hier schräg zu den Vorderecken hin gerichtet und verbreitern 
sich allmälig. Schildehen klein dreieckis. Decken von der Basis 
gerundet erweitert, von den Schultern ab eine kurze Strecke 
parallel, dann gerundet verengt, an der Spitze breit und flach 
abgerundet. hoch längsgewölbt, mit dem höchsten Punkt vor 
der Mitte, an der Basis zwischen den Schultern mit einem diese 
hervorhebenden Eindruck. nur die beiden äußersten Streifen ver- 
tieft, die gereihten Punkte ebenso groß als die in der vorderen 
Thoraxabschnürung. | 

| 3. Hinterschienen innen gerade, ihr Rücken gewölbt oder 
eine Bogenlinie bildend, deren Scheitel weit vor der Mitte liegt 
und hier die Schiene am breitesten erscheinen läßt; die drei 
ersten Tarsenglieder unten und an den Seiten mit Seidenhaaren 
dicht besetzt. 


Stett, entomol. Zeit, 1896. 


106 


222. Brachybaris aeneopicea n. sp. Breviter ovata, paulo 
convexa, aeneo-pieea, glabra, subnitida; pedibus rufo-brunneis; 
capite rostroque subtilissime punetulatis; fronte puncto majori 
impressa; prothorace transverso ante medium sabito contracto, 
lateribus linea tenui inseulpto, dorso obsoletiore remoteque punctato; 
seutello parvo triangulari; elytris medio prothoraeis basi paulo 
latioribus, latitudine nonnihil longioribus, lateribus et apiee ipso 
singulatim rotundatis, humeris vix indieatis, modice punctato- 
striatis, interstitis uniseriatim punetulatis; Ig. 2, lat. 1.1 mm. 

San Esteban. 

Das einzige Exemplar hat die Form der mexicana'!) Fst., 
ist aber kürzer, metallisch slänzender und von ihr dureh den 
Stirnpunkt, durch den etwas längeren und fein punktirten Rüssel, 
den feiner und auch etwas weitläufiger punktirten Thorax, durch 
kürzere und viel feiner skulptirte Decken, röthliche Beine und 
durch den Mangel der Börstehen in den Punkten der Oberseite 
verschieden. 

Thorax in beiden Arten gleich geformt, auch der basale 
Mittellappen vor dem dreieckigen Shhildehen abgestutzt, dagegen 
ist der Unterschied in der Größe und Dichtigkeit zwischen den 
Punkten auf dem Rücken und denen an den Seiten innerhalb der 
eingeritzten Seitenrandlinie bei der neuen Art größer als bei 
mexicana. Viel feiner ist die Punktirung und Streifung der 
Deeken; sowohl die Streifen als auch die gereihten Punkte auf 
den Spatien werden zur Basis hin gröber. Die ausgehöhlten 
Seiten der Vorderbrust sind an den Rändern deutlich punktirt. 

Möglicherweise ist die mir unbekannte Baris mutila Bhn. 
von Columbien mit gerandeten Thoraxseiten, beiderseits aus- 
gehöhlter Vorderbrust und kurzem Rüssel auch eine Brachybaris, 
die sich von unsern beiden Arten schon durch den von den 
Hinterecken nach vorn geradlinig verengten Thorax unterscheiden 


lassen muß. 


1) Deut. Ent. Zeit. 1886 p. 372. 


Siett. entomol. Zeit. 1896. 


107 


223. Baris aenesceus Kirsch. Berl. Ent. Zeit. 1875 p. 259. 

Caracas, Corozal. 

224. Baris sexcarinata Schauf. Revac. zool. 1866 p. 474. 

Corozal. 

225. Madarellus!) sanguinosus n. sp. Subovatus, minus 
convexus, obsceure sanguineus, glaber, nitidus; rostro antennis 
pedibusque nigris; prothorace amplo convexo, apice utrinque 
eviter emarginato. basi sat profunde bisinuato, anterius subito 
eontraeto et tubulato. dorso sublaevi, Tateribus oblique substrigoso 
et ruguloso; elytris basi late obsoleteque transversim uni-, Tateribus 
profundius bimpressis, obsoletissime punctulato - striatis, apiee 
suleatulis, interstitis planis sublaevibus; femoribus subtus dente 
parvo armatis; lg. +4, lat. 2 mm. 

Colonia Tovar. 

Diese Art ist dem Madarus ebenus Fabr. ähnlich. etwas 
flacher, feiner skulptirt, Rüssel und Beine dünner, Fühler kürzer, 
anders gefärbt und auch durch das Fehlen der Schuppen in den 
Punkten der Unterseite von ihm verschieden. 

Der gekrümmte Rüssel so lang als Kopf und Thorax zu- 
sammen, fein gereiht-, der Kopf weitläufig punktirt. Geißelglied 1 
mindestens doppelt so lang als 2, dieses wenig länger als breit, 
die übrigen quer und zur Keule hin allmälig verdickt, diese oval, 
tomentirt und deutlich gegliedert. Thorax quer, die Seiten bis 
zur halsförmig zusammengezogenen Spitze flach gerundet, der 
basale Mittellappen stumpfwinklig mit abgerundeter Spitze gegen 
das Schildehen vorgezogen, der ganze Rücken mit sehr zer- 
streuten, kaum sichtbaren Pünktchen, auf den Seitenkanten und 


unten schräg wellig gestrichelt, die Räume zwischen diesen Strichen 


1) Die Gattung ist von Casey in Ann. N.-Y. Acad. 1892 p. 541 für 
Madarus undulatus Say aufgestellt und von Madarus durch den kurzen 
vorn plötzlich halsförmig verengten Thorax, gezähnte Schenkel und zwei 
Falten am Prosternumsvorderrande, die einen Pektoralkanal andeuten, 
unterschieden. Ich besitze fünf Arten von Madarell«s, die sämmtlich quer 
eingedrückte Decken haben und sich von Madarus noch durch viel kürzere 
Hinterbrust und kürzere Beine unterscheiden, 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


108 


flachrunzlig. Decken vorn wenig breiter als der Thorax, die 
Schultern mehr nach oben als seitlich erhaben, zur einzeln sehr 
flach, beinahe gemeinsam abgerundeten Spitze allmälig und wenig 
gerundet verengt, der basale Quereindruck in der Mitte breit 
und flach und vor den Schultern schmäler, die beiden seitlichen 
Eindrücke zwischen den Streifen 5 und 8 breit und tiefer; alle 
dorsalen Streifen von der Basis bis zur Höhe des hintersten Seiten- 
eindrucks sehr fein und weitläufig punktirt, die Spatien flach 
und nicht sichtbar punktirt, an der Spitze alle Streifen scharf 
furchenartig und die Naht sowie die Spatien kielförmig erhaben, 
vor der Spitze mit einem Eindruck, der eine Beule abhebt. Alle 
Punkte der Unterseite im Grunde matt. Schenkel und Schienen 
ziemlich weitläufig, das quere Pygidium fein punktirt. Zahn der 
Vorderschenkel in beiden Geschlechtern gleich klein. 

&. Fühler etwas näher der Mitte eingelenkt, die Fühler- 
furche nach vorn über die Einlenkungsstelle fortgesetzt, Thorax 
mit schärferer Schweifung halsförmig abgesetzt und jederseits mit 
einem Eindruck, der die durch den Seitenrand und die plötzliche 
Schweifung gebildete Ecke zahnartig hervorhebt wenn man den 
Thorax schräg von hinten betrachtet. 

226. Pachybaris!) stolida n. sp. Late ovata, nonnihil 
convexa, nigra, nitida; rostro prothorace cum capite paulo lon- 
siore, basi altiore et nonnihil compresso, postice subseriatim 
punctato; prothorace rotundato-, antice sinuato-angustato, dorso 
disperse, lateribus densius et fortius punctato; scutello punctato; 
elytris antice prothorace paulo latioribus, latitudine nonnihil lon- 
sioribus, retrorsum gradatim rotundato-angustatus, acute pro- 
fundeque striatis, interstitiis aciculato-, secundo et tertio antice 
bi-, reliquis uniseriatim punctatis ae setis obscuris adpressis 
obsitis; lg. 3, lat. 1.7 mm. 


San Esteban. 


'!) Von Leconte in Proc. Amer. Phil. Soc. XV p. 302 aufgestellt; 
siehe auch Casey in Ann. N.-Y. Acad. 1892 p. 604. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


109 


Von der Körperform eines Coleomerus. Am stärksten ist 
der Glanz auf dem Thoraxrücken, der auf den Decken durch 
die Streifen und die anliegenden mattschwarzen Borsten auf den 
Spatien sehr gedämpft. Unterseite bis auf die Vorderbrust ziem- 
lich kräftig und dieht punktirt. Jeder Punkt auf dem Körper 
mit Ausnahme der auf den Deckenspatien mit einer kleinen weiß- 
lichen Borstenschuppe. 

Fühler im Basalviertel des Rüssels eingefügt, der das Auge 
erreichende Schaft kürzer als die Geißel, deren Glied 1 mindestens 
so lang als die drei folgenden zusammen, die ovale und tomen- 
tirte Keule deutlich und rechtwinklig zur Achse gegliedert. 
Rüssel vom Kopf durch einen schwachen Quereindruck abgesetzt, 
an der Fühlereinlenkung am stärksten gebogen, von hier zur 
Basis höher, zur Spitze wenig niedriger werdend, an den Seiten. 
dichter punktirt als auf dem Rücken. Kopf weitläufis und fein 
punktirt, die Stirn mit eingestochenem Punkte. Thorax kürzer 
als breit, die Basis beiderseits des stumpfwinkligen Mittellappens 
beinahe abgestutzt. Decken mit abgerundeten, oberflächlig und 
weitläufig punktirten Schultern, an der Spitze gemeinsam und 
sehr flach abgerundet, ihre Längswölbungslinie mit der des 
Thorax eine ununterbrochene Bogenlinie bildend, die scharfkantigen 
Streifen überall gleich schmal und tief, kaum sichtbar punktirt, 
9 und 10 bei den Hinterhüften zusammenfließend, die beiden 
ersten Spatien breiter als die übrigen, die nicht dichten Punkte 
in ihnen flach und scheinbar schräg eingestochen, die Naht 
dichter punktirt. 

Die Gattung muß Orticus!) Pase. nahe stehen, sich von 
ihr aber durch weit hinter der Mitte eingelenkte Fühler, das 
allein verlängerte erste Geihßelelied und durch die geraden, an der 
Basis nicht gekrümmten vier Hinterschienen.: von Heterosternus 
Kirsch ebenfalls durch weit hinter der Mitte eingelenkte Fühler, 


den die Mittelbrust nicht bedeckenden Vorderbrustfortsatz, unten 


!) Ann. Mag. 1889 p. 325. 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


110 


nieht gefurchte Schenkel, unbedecktes Pygidium und durch den 
flachen Rüsselkanal, dessen Ränder schon vor den Vorderhüften 
erloschen sind, unterscheiden lassen. 

"237. Limnobaris angulicollis n. sp. Elongato - oblonga, 
parallela, aenea, subnitida, pilis squamiformibus flavo-albidis parce 
obsita; antennis pedibusque flavo-rufis; rostro nigro arcuato, 
elongato, eylindrico, punctato-substriato; artieulo primo funieuli 
tribus sequentibus simul sumptis aequilongo, articulo primo clavae 
elongato, corneo; prothorace quadrato intra apicem subito angu- 
latim contraeto et tubulato, dorso obsolete, lateribus densius 
punetulato, medio denudato; scutello ovato; elytris prothorace 
vix latioribus sed duplo longioribus, parallelis, obsoletissime 
punetato-striatis, interstitiis planis remote uniseriatim punetulatis 
et pilosis; processu prosternali episternisque metasterni dense 
pilosis; 1g. 3.5, lat. 1.2 mm. 

Colonia Tovar. 

Des langen und hornigen ersten Keulengliedes wegen zu 
Casey’s Subgenus I. — Ann. N.-Y. Acad. 1892 p. 624 — ge- 
hörig und mit seiner bracata — loc. ce. p. 627 — verwandt, 
von ihr durch schmäleren Körper, andere Färbung und anders 
geformten Thorax verschieden. 

Kopf kaum bemerkbar punktirt, Stirne zwischen den Augen 
mit einem kleinen eingestochenen Punkte. Rüssel so diek als 
der kleine Augendurchmesser, nicht ganz so lang als Kopf und 
Thorax zusammen, oben von der Stirne kaum abgesetzt, von der 
Basis bıs zur Fühlereinlenkung mit feinem Mittelkiel, zwischen 
letzteren mit einer eingeritzten Linie, jeder Punkt auf der Basal- 
hälfte mit einem feinen anliegenden Härchen. Fühler in ($) oder 
dieht hinter der Mitte eingelenkt, die Fühlerfurche über die Ein- 
lenkungsstelle noch etwas fortgesetzt. Thorax mit wenig gerun- 
deten, fast parallelen Seiten und flach zweibuchtiger Basis, die 
Vorderecken hinter der halsförmigen Spitze schärfer als die 
Hinterecken, flach längs- und quergewölbt, die Punkte ebenso 
fein wie die auf den Deckenspatien,. die Seiten breit mit quer- 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


1 


liegenden Schuppenhaaren besetzt. Die parallelen Decken mit 
kurz gerundeten Schultern, im Spitzenviertel gerundet verengt, 
ihr Rücken bis hierher ohne Längswölbung, zur Spitze flach ge- 
rundet abfallend, ebenso quergewölbt wie der Thorax, die sehr 
feinen Streifen fein und weitläufig, die breiten Spatien einreihig 
und deutlicher punktirt, jeder Punkt auf den Spatien mit einem 
schräg nach außen anliegenden Schuppenhaar. Unterseite glän- 
zend, fast nur an den Seiten punktirt und mit feinen kurzen, 
die spärlich punktirten Schenkel mit noch kürzeren Härchen 
besetzt. Schienen ohne Enddorn und ohne Haken. 

&. Rüssel bedeutend kürzer als der Thorax, Fühler etwas 
vor der Mitte eingelenkt, Hinterbrust und Bauchsegment 1 mit 
breit eingedrückter Furche; Penis äußerst flach spatelförmig, 
so breit als der Rüssel, mit beinahe halbkreisförmig abgerun- 
deter Spitze. 

223. Limnobaris parvula n. sp. Depressa, plumbeo-nigra, 
subnitida, pilis setiformibus brevibus albidis parce obsita; rostro 
paulo arcuato cum capite continuato, prothorace haud longiore, 
subseriatim punectato; prothorace latitudine nonnihil longiore, basi 
vix bisinuato, remote punctato et pilis transversim positis obsito; 
linea media impunctato; elytris latitudine duplo longioribus, 
parallelis, tenuiter striatis, interstitiis planis punetulis et pilis uni- 
seriatis; lg. 1.8, lat. 0.7 mm. 

Caracas. 

Eine kleine, der Beschreibung nach der Baris prolixa!) Lee. 
sehr ähnliche Art, aber kleiner, flacher, mit längerem Thorax 
und beim Männchen ohne ausgezeichnetes Prosternum. 

Von den kurzen und an der Spitze abgestutzten weißen 
Borstenhärchen sind die auf dem Thorax quergelegten etwas feiner 
und kürzer als die auf den Deckenspatien. Thorax etwas länger 
als breit, parallelseitig, nur erst vom Spitzendrittel ab gerundet 
verengt, seine Oberfläche äußerst fein lederartig und mit ver- 

1) Proc. Am. Phil. Soc. XV p. 317, von Casey in Ann. N.-Y. Acad. 
1392 p. 643 für eine Limnobaris erklärt. 


Stett. eutomol. Zeit. 1896, 


112 


hältnißmäßig großen Punkten besetzt; die aber kleiner als die 
Räume zwischen ihnen und größer als die auf den Deckenspatien 
sind. Scehildehen klein rundlich, bei einem der drei vorliegenden 
Stücke nach hinten etwas verbreitert und mit kurzem Längs- 
eindruck. Decken sehr wenig breiter als der Thorax, die recht- 
winkligen Schultern kurz gerundet, hinten gerundet verengt, die 
Streifen fein aber scharf eingeritzt, fein lederartig, die gereihten 
Punkte etwas weiter von einander entfernt als die längsgelegten 
Härechen. Unterseite etwas glänzender, spärlich punktirt und mit 
weiblichen ‚Borstenhärchen, auf den Hinterbrustepisternen etwas 
dichter besetzt, die kurzen Bauchsegmente 3 und 4 mit einer 


Querreihe von Punkten und Borstenhärchen. 


Centrinus Sch. 

Für die Trennung dieser Gattung von den nahestehenden 
hat Casey!) als Kriterium die Form und Lage der Mandibeln 
angegeben. Alle Barinen, bei denen das Pygidium in beiden 
Geschlechtern bedeekt ist, deren Mandibeln sich horizontal be- 
wegen können, vor der Rüsselspitze vorragen, innen nicht gezähnt 
und in geschlossenem Zustande nicht gekreuzt sind, deren Krallen 
frei und Schenkel unbewehrt sind, vereinigt der Autor unter dem 
Gattungsnamen Centrinus Sch. und vertheilt die nordamerika- 
nischen Arten in zehn mit Nummern versehene Untergattungen; 
unter den 15 vorliegenden Centrinus-Arten von Venezuela gehören 
12 zu sechs von diesen Untergattungen, während die übrigen 
drei sich in keiner von ihnen unterbringen ließen. Diese 15 
Arten vertheilen sich nach folgender Uebersichtstabelle: 

A1. Hinterschenkel erreichen den Apex nicht; 

11. Vorderhüften nur durch einen schmalen Fortsatz 
getrennt, der höchstens gleich der halben Rüssel- 
breite ist, Fühlerschaft erreieht in beiden Geschlech- 
tern das Auge nicht, Prosternum des Mannes 


bewehrt; Casey Subg. II. tolerans n. sp. 


1) Ann. N. Y. Acad. 1892 p. 572. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


113 


1. Vorderhüften durch einen Fortsatz getrennt, der 
mindestens gleich der Rüsselbreite ist; 

21. Fühlerschaft erreicht das Auge in beiden Geschlech- 
tern nicht; 

31. Prosternum des Männchens bewehrt, Fühler in ($) 
oder vor (2) der Mitte eingelenkt; Casey Sube. III. 
Jlaveolus Bhn., venezolanus n. sp., luteus Bhn., 
lentus, solutus n. sp., colonus n. sp. 

3. Prosternum des Männchens unbewehrt, Fühler in 
oder dicht hinter ($),. oder hinter (2) der Mitte 
eingelenkt; Casey Subg. VII. albosignatus n. sp. 

2. Fühlerschaft erreicht in beiden Geschlechtern das Auge; 

41. Rüssel länger als Kopf und Thorax; 

51. Prosternum des Männchens bewehrt; alienus n. sp., 
astutus n. sp., gratiosus n. Sp.; 

5. Prosternum des Männchens unbewehrt; Casey 
Subg. VIII. graphicus n. sp.; 

4. Rüssel nicht länger oder kürzer als Kopf und 
Thorax, Fühler weit vor ($) oder in (2) der Mitte 
eingelenkt, Prosternum des Männchens unbewehrt; 
Casey Subg. IX. haematopus Schauf., juvenilis n. sp. 
A. Hinterschenkel erreichen oder überragen den Apex, 
Vorderhüften um mindestens die Rüsselbreite von ein- 
ander entfernt, Rüssel so lang oder länger als der 
halbe Körper, Fühlerschaft erreicht ganz (2) oder 
nahezu das Auge, Fühler in oder dicht hinter (&), 
oder hinter (2) der Mitte eingelenkt; GeraeusY) Pasec.; 
Casey Subg. IV. Simoni n. sp. 
229. Centrinus tolerans n. sp. Ellipticus, nonnihil con- 
vexus, niger, supra sat dense flavido- et dilute fusco-, subtus 
densius flavo-albido-squamosus; rostro antice, antennis pedibusque 


rufis; prothorace paulo transverso, postice rotundato-, antice 


!) Ann. Mag. 1889 p. 323. 


Stett. entomol, Zeit. 1396. Ss 


114 


sinuato-angustato, flavido, vittis duabus obsoletis fuseis sienato; 
scutello rotundato flavido-squamoso; elytris pone basin parum 
ampliatis, retrorsim rotundato-angustatis. striatis, interstitiis planis 
plerumque biseriatim flavido-, vitta communi postmediana maculisque 
utrinque obsoletis fusco-squamosis; prosterno haud impresso; 
lg. 3, lat. 1.4 mm. 

Caracas. 

Mit picumnus Hıbst. verwandt, etwas größer und gewölbter, 
Prosternum ohne Gruben, Tarsenglied 3 nur wenig breiter als 2, 
die Bekleidung der Oberseite mehr schuppenartig und zweifarbig. 
Von den ähnlichen neglectus!) Lee. und grisescens?) Casey 
schon durch die schmal getrennten Vorderhüften verschieden. 

Entfernung der Vorderhüften höchstens so groß als die 
halbe Vorderschienenbreite, die Erweiterung hinter den Vorder- 
hüften so breit als die Entfernung der Mittelhüften, hinten abge- 
stutzt und die Mittelbrust nur theilweise bedeckend. Prosternum 
hinter dem Vorderrande nur mit einer eingedrückten Querlinie, 
beim Manne mit einer kurzen schwarzen Spitze vor jeder Hüfte. 
Die rothbraunen Binden und Makeln der Oberseite, die übrigens 
nur schattenartig hervortreten, sind aus ebensolchen, d. h. langen 
bandförmigen, an der Spitze abgestutzten aber etwas glänzenderen 
Schuppen zusammengesetzt wie die gelbliche Bekleidung. Die 
dunklen Makeln auf den Decken, nämlich eine gemeinsame zwischen 
den zweiten Punktstreifen von der Mitte bis vor die Spitze, eine 
zuweilen mit ihr zusammenhängende dreieckige zwischen den 
Streifen 3 und 8 vor der Spitze, eine Makel zwischen den 
Streifen 2 und 4 im Basalviertel und je eine kurze Strichmakel 
auf den Spatien 5 und 7 etwas hinter der Mitte sind etwas ab- 
stechender als die Thoraxbinden. Die Schuppen auf der Körper- 
unterseite rein weiß, kürzer, breiter, diehter und stellenweise 
etwas übereinandergreifend. Bekleidung der Beine spärlicher 
und haarförmie. 


2) Proc. Amer. Phil. Soc. XV p. 310. 
2) Ann. N. Y. Acad. 1892 p. 583. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


115 


Rüssel punktirt gestreift, die Mitte fein gekielt, nicht ganz 
von halber Körperlänge, so diek aber etwas kürzer als bei 
picumnus, zur Basis leicht verdiekt, vom Kopfe nicht abgesetzt. 
Kopf viel dicker, ziemlich kräftig punktirt. Rüsselbasis und 
Stirn bis zum Augenoberrande mit gelben Schuppenhaaren ziem- 
lich dieht besetzt. Fühler des Mannes in oder sehr dieht hinter 
der Mitte eingelenkt, ihr Schaft in beiden Geschlechtern vom 
Auge um nieht ganz die Keulendicke entfernt, Geißelglied 1 etwas 
länger als 2 und 3 zusammen und mindestens dreimal so lang 
als an der Spitze dick, 2 um ein Viertel länger als breit, 7 etwas 
breiter als 6, Keulenglied 1 wenig länger als 2. Tarsenglied 3 
zweilappig, wenig breiter als 2, Krallenglied kaum länger als 
die beiden ersten Glieder. Deckenstreifen eingeritzt, Spatien 1 
und 8 auf der vorderen Hälfte, 2 und 3 gewöhnlich an der Basis 
unregelmäßig dreireihie. 7 hinter der Schulter und die übrigen 
ziemlich regelmäßig zweireihig beschuppt. 

230. Centrinus colonus n. sp. Ein männliches Stück von 
Colonia Tovar ist der vorhergehenden Art sehr ähnlich, aber 
etwas schmäler, die Vorderhüften um die Rüsselbreite von ein- 
ander entfernt, Fühler etwas vor der Mitte eingelenkt, der Kopf 
kleiner und dichter punktirt; Rüssel vollständig eylindriseh, Fühler- 
schaft reichlich um die Keulenbreite vom Auge entfernt, Vorder- 
brust vor den Hüften mit zwei den Vorderschenkeln gleichlangen 
und rothen Dornen und vor diesen mit emer großen und tiefen 
runden Grube, die Körperunterseite mit dünnen Schuppenhaaren 
undieht und nur auf den Hinterbrustepisternen dichter besetzt. 
Schildehen trapezförmig kahl. Thorax wie bei tolerans geformt, 
die Punktirung aber gröber, die Räume zwischen den Punkten 
von der Mittellmie nach vorn und außen gerichtete Schrägrunzeln 
bildend; die fünf inneren Deckenspatien an der Basis, die Spatien 
1, 3, 5 bis über die Mitte drei-, die übrigen zweireihig beschuppt, 
die bräunliehen Schuppen aber dünner als die gelblichweißen 
auf den Dorsalspatien, auf den Seitenspatien ebenso dünn als die 


hellen mehr haarförmisen. Die bräunlichen Makeln stehen auch 


EI 


Stett. entomal Zeit. 1896. 8 


116 


anders als bei Zolerans, nämlich auf der Mitte der Naht eine 
längere, hinten auch Spatium 1 durchsetzende Strichmakel; eine 
postbasale Makel zwischen den Streifen 2 und 5, eine hinter der 
Mitte zwischen 4 und 7, und eine kleine dreieckige vor der 
Spitze; auf diese Weise erscheinen Spatium 1 von der Basis bis 


zur Spitze und nur vor dieser kurz unterbrochen, 5 von der 


Basis bis Mitte, 3 an der Basis und Spitze abgekürzt dicht hell 


beschuppt. Die Längsbinden auf dem Thorax undeutlicher. 
Länge 3, Breite 1.2 Millimeter. 

231. Centrinus luteus Bhn. Sch. VIII. p. 223. 

Caracas. | 

232. Centrinus flaveolus Bhn. Sch. VIII. p. 222. 

Caracas. 

233. Centrinus venezolanus n. sp. Convexior, supra sat 
dense flavido-, subtus densius albido-squamosus; prothorace basi 
fere truncato; seutello parce squamuloso; eapite, rostro pedibusque 
crassioribus, Lostro & capite magis distineto; prosterno inter coxas 
harum diametro fere latiore; religquo ut in ©. laveolo Blhn.; 
le. 9.1, lab 4.6 mm. 

Caracas. 

Dem laveolus bis auf die fehlenden Thoraxbinden sehr 
ähnlich. Außer durch die oben angegebenen Merkmale unter- 
scheidet sich die neue Art noch dadurch, daß Kopf und Stirne 


viel feiner und weitläufiger punktirt sind, der Thorax bis weit 


vor die Mitte weniger und dann schneller verengt, sein Ante- 


skutellarlappen kürzer und stumpfer und daß die Punktirung 


und somit auch die Beschuppung der Deckenspatien eine andere _ 


ist; es sind nämlich im Basaldrittel Spatium 1° vier-, 2, 3, 5, 


8, 9 drei-, die übrigen zweireihig beschuppt, die wenig über- 
einander liegenden Schuppen etwas kürzer und breiter als die 
auf dem "Thorax quergelesten, die der Unterseite noch breiter 
und kürzer, 'Tarsenglied 3 zweilappig und so breit als die 
Rüsselspitze. Geißelglied 1 etwas kürzer als die drei folgenden, 
der Schaft um die Keulendicke vom Ause entfernt. 


Stett. entomol, Zeit, 1896. 


ar 


3. Prosternum vor jeder Hüfte mit kurzem spitzigen Dorne, 
in der Mitte mit einem eingedrückten Punkte, um den die Schuppen 
‚strahlenförmig gelagert sind. 

234. Centrinus lentus n. sp. Rlliptieus, supra pareius 
flavido-sericeo-, subtus densius flavo-albido-squamosus; antennis 
pedibusque ferrugineis; rostro dimidio corporis longitudine areuato; 
capite parvo disperse punctato; artieulo primo funieuli tribus 
sequentibus aequilongo; prothorace truncato lobo mediano basali 
acute produeto; seutello rotundato dense albidiore squamoso; 
elytris latitudine nonnihil longioribus, obsolete striatis, interstitiis 
subseriatim punctatis; lg. 2.2 mm. 

Caracas. 

Schon der nicht weiß beschuppten Oberseite wegen kann 
diese Art nicht mit perscillus Gyll., der dichter beschuppten 
Oberseite, der breit getrennten Vorderhüften wegen auch nicht 
mit picumnus Hrbst. verwechselt werden, mit dem sie sonst 
große Aehnlichkeit hat. 

Vorderhüften um ihren Durchmesser von einander entfernt. 
Prosternum in beiden Geschlechtern mit drei grübchenartigen 
Vertiefungen, von denen die mittlere im Grunde kahl, die seit- 
lichen bis auf einen Punkt beschuppt sind. Oberseite dichter 
als bei pöcumnus beschuppt aber nicht so dicht als die Unter- 
seite, die Schuppen mehr gelblich und mit etwas Seidenglanz. 
Streifen in den Decken feiner, weniger bemerkbar, die Spatien 
mehr als zweireihis und unregelmäßig reihig beschuppt, die 
Schuppen länglich, breit haarförmig und an der Spitze abgestutzt. 

8. Prosternum mit zwei schräg nach unten gerichteten 
Dornen, die länger als der halbe Thorax sind. 

235. Centrinus solutus n. sp. Ovatus, subdepressus, niger, 
opacus, supra pilis squamiformibus flavo-luteis et rufo-brunneis 
parce obsitus, subtus ex parte albido-squamosus; pedibus piceis, 
antennis ferrusineis; rostro eylindrico dimidio corporis longiore, 
eurvato, punetato-striato, medio carinato; prothorace nonnihil 
transverso rotundato-eonico, apice tubulato, basi bisinuato, vittis 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


118 


tribus flavo-luteis signato; seutello trapeziforme vix piloso; elytris 
antiee prothorace paulo latioribus subtriangularibus, humeris 
rotundatis, sat profunde striatis, interstitiis planis subseriatim 
punetatis, nigro-fusco-pilosis et pilis nonnullis adspersis, dorsalibus 
basi densius flavo-luteo-pilosis; lg, 3, lat. 1.8 mm. 

Corozal. 

Dem cemas Bhn. im Habitus ähnlich, von ihm durch etwas 
geringere Größe, die den Apex nicht erreichenden Hinterschenkel 
und durch andre Zeichnung. verschieden. 

Vorderbrust schräg aber obsolet gestrichelt und wie die 
Mittelbrust fast kahl. die Seitenstücke der letzteren sowie die 
Hinterbrust und das Abdomen diehter weißlich beschuppt, die 
Beine mit weißlichen Schuppenhaaren ziemlich dieht besetzt. Die 
Bekleidung der Oberseite besteht aus bandförmigen, an der Spitze 
abgestutzten helleren und aus kürzeren und dünneren rothbraunen 
Schuppenhaaren, von denen letztere auf den Deckenspatien nicht 
ganz regelmäßig zweireihig, alle aber nicht sehr dicht liegen. 
Auf den Decken bilden die hellen Schuppen an der Basis der 
Deckenspatien klene Makeln, von denen die auf 1 zu einer 
Längslinie im Basaldrittel verlängert ist; ferner zeigt Spatium 1 
m Spitzenviertel, 3 hinter der Mitte noch eine gelbliche Linie, 
die Naht und die abwechselnden Spatien hin und wieder eine 
helle. Schuppe. Die drei Längsbinden auf dem Thorax sind nicht 
scharf begrenzt; die äußeren nach vorn konvergirenden und sehr 
breiten schließen auf der Seitenkante vor der Mitte elne dunkle 
Makel ein, die mittlere linienförmıg. Kopf am innern Augen- 
rande und der Rüssel an der Basis mit gelblichen Schuppen. 

Rüssel in die obere Hälfte des Kopfes eingestochen, bis zur 
Mitte zwischen Basis und Fühlereinlenkung wenig gebogen, dann 
stark gekrümmt, zur Spitze hin allmälig aber nur wenig niedriger. 
Fühler dieht vor (3) oder hinter (2) der Mitte eingelenkt, ihr 
Schaft um die einfache (2) oder anderthalbfache ($) Rüsselbreite 
vom Auge entfernt, Geißelglied 1 so lang als die vier folgenden, 
2 nicht länger als breit. Kopf gleichmäßig und ebenso kräftig 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


419 


wie der Rüssel punktirt. Thorax vorn dureh eine eingedrückte 
Querlinie halsförmig abgesetzt, der basale dreieckige Mittellappen 
an der Spitze abgestutzt, Rücken ebenso punktirt wie der Kopf, 
die Räume zwischen den Punkten flachkörnig, eine unpunktirte 
Mittellinie kaum erhaben, die Schuppenhaare quer-, nur am 
Vorderrande namentlich unten länesgelest. Prosternum mit einer 
Grube hinter dem Vorderrande (2), oder mit einer größeren und 
"tieferen zwischen zwei röthlichen, nach vorn gerichteten Brust- 
dornen ($), die mindestens so lang als der Thorax sind. Vorder- 
hüften beinahe so breit getrennt als ihr Durchmesser. 

236. Centrinus albosignatus n. sp. Ovatus, nonnihil con- 
vexus, niger, subnitidus, parce albido-squamosus; antennis pedi- 
busque rufescentibus, his aliquando rufis; rostro crassiore, lineatim 
punctato, medio carinulato; prothorace quadrato antrorsim vix 
rotundato-angustato, intra apicem lateraliter eontracto, linea media 
excepta confertim, lateribus densius punetato, vitta lata laterali 
albido-squamoso; scutello ovato convexo glabro; elytris brevioribus; 
humeris obliquis retrorsim sensim rotundato-angustatis, acute 
striatis, interstitiis planis plerumque uniseriatim punetulatis et 
albido-pilosis, secundo et sexto basi linea brevi albido-squamosis , 
lo. 2.3, lat. 1.2 mm. 

Caracas, Colonia Tovar. 

Von der Größe und Körperform des semiflavus Schauf., 
kleiner als sögnatus Boh., von jenem durch diekeren Rüssel, 
gröbere Skulptur und andere Zeichnung, von diesem dureh nicht 
vom Kopfe abgesetzten Rüssel, unpunktirte Deckenstreifen, ge- 
makelte Decken und ungemakelte Unterseite verschieden. 

Rüssel sö lang ($) oder länger als die Decken, so dick 
(3) oder etwas dünner als der Vorderschenkel, zur Basis hin 
nicht (2) oder sehr wenig dieker, nur an der Basis mit einigen 
wenigen Schuppenhaaren. Kopf fettglänzend, kaum punktirt. 
Fühler in beiden Geschlechtern vor der Mitte eingelenkt, ihr 
Schaft das Auge nicht erreichend, Geißelglied 1 das dickste, 
längste und um die Hälfte länger, 2 noch so lang als breit, die 


Stett. entomol. Zeit. 1396. 


120 


übrigen quer und zur dieken ovalen Keule hin kaum verdickt. 
Thorax mit zweibuchtiger Basis, die Punkte scharf, ziemlich tief 
eingestochen, mindestens so groß als die auf der Hinterbrust, in 
der Mitte eine vorn und hinten abgekürzte unpunktirte Mittellinie 
und jederseits etwas vor der Mitte neben’ der weißen Dorsalbinde 
eine kleine unpunktirte Fläche freilassend, auf dem basalen Mittel- 
lappen mit einer kurzen weiten Strichmakel und in der Mitte 
zwischen der Mittellinie und der Dorsalbinde mit einem größeren, 
eine Schuppe tragenden Punkte. Decken höchstens um die Hälfte 
länger als breit, die Punkte im Basaldrittel der fünf inneren 
Spatien unregelmäßig zwei-, der übrige Theil einreihig punktirt, 
jeder Punkt mit einem feinen weißlichen Härchen, die Spatien 2 
und 6 an der Basis dichter weißlich beschuppt, ein von den 
Schultern. mit seinem Scheitel bis zur Deckenmitte ziehender und 
aus feinen Linien zusammengesetzter Bogen zwischen den Streifen 
1 und 7, sowie eine unterbrochene Linie hinter diesem auf 
Spatium 2 besteht aus längeren, zur abgestutzten Spitze allmälie 
breiteren weißen Schuppen. Längswölbung der Decken von der 
des Thorax etwas verschieden. Jeder Punkt auf der Brust mit 
einer dicken, jeder auf dem Abdomen und den Beinen mit einem 
feineren Schuppenhaare. 

237. Centrinus alienus n. sp, Oblongus, depressus, niger, 
alutaceus, pilis tenuibus adpressis supra flavescentibus, subtus 
albidioribus parce obsitus; rostro impressione basali transversa 
obsoleta a capite distineto, arcuato, punctato-striato (3) vel 
seriatim punctato; prothorace quadrato maxima latitudine post 
medium, apice parum tubulato, coneinne punetato; scutello qua- 
drato punctato, glabro; elytris acute striatis, interstitiis uni-, 
omnibus antice, septimo et octavo etiam postice subbiseriatim 
punctatis; antennarum scapo in utroque sexu oculum attingente; 
ls. 3.8, lat. 1.3 mm. 

Puerto Cabello. \ 

Eine recht flache Art und im Habitus an Athesapeuta 
subsignata Mots. erinnernd. Rüssel so lang als Kopf und Thorax 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


121 


zusammen, zur Basis hin wenig dicker, die Punkte hier, wenigstens 
oben sehr weitläufig, jeder der seitlichen und der zwischen den 
Augen mit einer hellen Schuppenborste. Fühler vor (‚$) oder in 
der Mitte eingelenkt, die Schaftspitze in beiden Geschlechtern 
dem Auge genähert; Geißelglied 2 wenig kürzer aber dünner 
als 1. Kopf fein und spärlich punktirt und wie die ganze Ober- 
seite äußerst fein lederartig. Thorax so lang als breit, seine Basis 
zweibuchtig mit breitem . abgerundeten Mittellappen, die Hinter- 
ecken gerundet eingezogen, nach vorn mehr und zur kurz hals- 
förmigen Spitze schneller gerundet verengt, eine unpunktirte 
Mittellinie kaum angedeutet, die Räume zwischen den Punkten 
auf dem Rücken so groß oder größer, nach den Seiten hin kleiner 
als diese, jeder Punkt auf dem Rücken mit einem äußerst feinen 
und kurzen Härchen, jeder an den Seiten mit einem längeren 
und diekeren Borstenhaare. Decken beinahe doppelt so lang als 
breit, an der breitesten Stelle nur wenige breiter als der Thorax, 
elliptisch, die Seiten hinter den Schultern zwischen den Streifen 6 
und 8 sowie an der Spitze zwischen den dritten Streifen breit 
und flach eingedrückt, die Borstenhärchen so lang und dick auch 
von derselben Färbung als die auf den Thoraxseiten und der 
Brust, dagegen die auf dem fein punktirteu Abdomen und auf 
den Schenkeln feiner. Das männliche Prosternum mit zwei sehr 
langen, stumpfen und leierförmig gebogenen Dornen. 

238. Centrinus astutus n. sp. _ Elliptieus, depressus, niger, 
magis nitidulus, parce silaceo-pubescens; pedibus antennisque 
aliquando rostro ferrugineis; rostro elongato arcuato, seriatim 
punctato basi impressione obsoleta a capite alutaceo distineto; 
prothorace basi subtruncato lobo mediano acuto, antrorsim an- 
sustato, angulis postieis acutis, dorso nudo remote lateribus densius 
punetato. et silaceo pubescente; scutello subquadrato; elytris 
retrorsim rotundato-angustatis, sutura antice impressis, sat acute 
profundeque striatis, interstitiis uniseriatim, tribus imternis antice 
nonnihil irregulariter punetatis; lg. 2.5—3.3, lat. 1—1.2 mm. 

Colonia Tovar. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


Schmäler, an beiden Enden mehr zugespitzter und glänzen- 
der als der vorhergehende. Fühlerschaft erreicht das Auge. 
Thorax so lang (3), oder wenig kürzer als an der Basis breit, 
hier am breitesten, die Hintereeken scharfwinklig, an den Seiten 
bis vor die Mitte flach gerundet verengt, dann zusammengezogen, 
seitlieh hinter der Spitze durch eine eingedrückte Linie etwas 
abgeschnürt, die Punkte an den Seiten nicht viel dichter als auf 
dem Rücken aber wie auch auf der Vorderbrust oberflächlicher, 
die Borstenhärchen an der Spitze abgestutzt. Decken beinahe 
doppelt so lang als breit, über die angedeuteten Schultern nur 
wenig breiter als der Thorax und hier am breitesten, innerhalb 
der Schultern sehr flach, die Naht im vorderen Drittel tiefer 
eingedrückt, die äußeren Streifen undeutlich punktirt, die Punkte 
auf den Spatien weitläufig, so groß und so tief als die auf dem 
Thoraxrücken, auf der vorderen Hälfte der drei inneren nicht 
ganz regelmäßig, mitunter mit eingestreuten feinen Pünktchen, 
“ die Borstenhärehen so lang und so dick als die auf den Thorax- 
seiten aber zugespitzt und nicht ganz dicht anliegend. Unter- 
seite überall weitläufig und fein punktirt, die Härchen in den 
Punkten fein und kürzer als die der Oberseite. Männchen mit 
zwei spitzen den Vorderrand des Prosternums mehr oder weniger 
überragenden Dornen vor den Vorderhüften. 

2339. Centrinus gratiosus n. sp. &. Aneustior, elliptieus, 
parum convexus, niger, supra pilis squamiformibus flavo-albidis 
et umbrinis, subtus squamis albidis vestitus; rostro antennisque 
rufis, pedibus piceis; prothorace transverso basi bisinuate, postice 
subparallelo, antiee sinuato-angustato; seutello quadrato subalbido- 
piloso; elytris striatis pilis flavo-albidis vestitis, maculis duabus 
umbrinis, nempe una magna submediana, altera apicali hamata, 
notatis; prosterno ante coxas breviter bispinoso; lg. 2.5, lat. 1.2 mm. 

Corozal. 

Etwas schmäler als penicellus Germ. und von ihm noch 
dureh andere Zeichnung, kürzere Beine sowie dureh die bewehrte 
männliche Vorderbrust abweichend. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


123 


Die hellen und dunklen Schuppenhaare der Oberseite sind 
lang, zugespitzt und bedecken bis auf die Deckenstreifen dıe 
Oberseite ziemlich dicht. Der Thorax scheint in der Mitte unter 
der Bekleidung flach gekielt zu sein. Die Deckenspatien 1, 3, 
5, 7 sind wenigstens an der Basis schmäler und mit zwei, die 
zwischenliegenden breiteren mit mehreren unregelmäßigen Reihen 
von Schuppenhaaren besetzt. Die dunkle große und etwas eckige 
Makel steht mit ihrem Hinterrande auf der Mitte zwischen dem 
dritten Streifen und dem Außenrande, die nach vorn offene haken- 
förmige vor der Spitze zwischen den Streifen 1 und 10 und ist 
bei einem Stücke auf 4 unterbrochen. Prosternum hinter dem 
Vorderrande jederseits mit einer kleinen und beschuppten, hinten 
zwischen den Dornen mit einer größeren nackten Grube. Rüssel 
dünn, von halber Körperlänge, bis zur Fühlereinlenkung gereiht 
punktirt und in der Mitte schwach gekielt. Kopf ziemlich grob 
und dicht punktirt, die Stirn Dis zum Augenoberrande wie die 
Rüsselbasis mit gelblichen Schuppenhaaren besetzt. Gegen das 
Licht gesehen stehen am Thoraxvorderrande und auf der Rüssel- 
basis einige Schuppenhaare auf. Fühler schlank, der Schaft 
erreicht das Auge, Geißelglied 2 beinahe halb so lang als 1. 

240. Centrinus graphieus n. sp. 5. Anguste elliptieus, 
subdepressus, nigro-piceus subtus subalbido-squamosus, supra fusco 
pilosus et flavo-sericeo-lineatus; pedibus dilutioribus, antennis 
rotroque ferrugineis; rostro tenui arcuato, dimidio eorporis non- 
nihil breviore; prothorace transverso rotundato-eonieco, linea media 
lateribusque flavo-sericeo; scutello rotundato glabro, immerso; 
elytris striatis abbreviatim fusco - pilosis et flavo-sericeo-lineatis; 
ls. 3, lat. 1.3 mm. 

Colonia Tovar. 

Dem colonus bis auf etwas größere Körperbreite, die deut- 
lichere und andere Zeichnung, den das Auge erreichenden Schaft 
und das unbewehrte männliche Prosternum zum Verwechseln 
ähnlich; letztere Eigenschaft schließt auch die Auffassung des 
graphicus als eine Abänderung des colonus aus. Das männliche 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


124 


Prosternum unsrer Art zeigt nämlich auf dem Prosternum nur 
eine flach eingedrückte, mit dieken weißen und etwas abstehen- 
den Schuppenhaaren besetzte Grube zwischen einer eingedrückten 
Querlinie hinter dem Vorderrande und den Hüften. 

Fühler in der Mitte eingelenkt. Die weißliche Bekleidung 
der Unterseite besteht aus kürzeren Schuppenhaaren, die auf den 
Seitenstücken der Brust und auf dem Abdomen am dichtesten 
stehen. Auf der Oberseite herrschen die dunkleren Schuppen- 
haare vor und bilden auf dem Thoraxrücken zwei dunkle Längs- 
binden; die hellen Binden und Linien bestehen aus diekeren 
Schuppenhaaren von beinahe derselben Form, die auf den Decken- 
spatien nicht ganz regelmäßig dreieckig biegen und auf jeder 
Decke drei abgekürzte Linien bilden, nämlich je eine auf den 
Spatien 1 und 5 von der Basis bis zur Mitte und eme auf 3 von 
der Mitte bis vor die Spitze. Kopf oberflächlich und undichter 
punktirt als bei colonus, die Stirn zwischen den Augen mit tief 
eingestochenem Punkte. Thorax kürzer weil breiter, sonst wie 
bei letzterem geformt. 

241. Centrinus haematopus Schauf. Revue zool. 1866 p. 418. 

Caracas. 

242. Centrinus juvenilis n. sp. Ansuste elliptieus, sub- 
depressus, rufo-piceus, undique sat dense albo-squamosus; rostro 
antennis pedibusque rufis; capite concinne obsoleteque punctato; 
fronte puneto parvo infixa; rostro prothorace cum capite aequi- 
longo (2), vel breviore, parum arcuato, seriatim punctato (2), 
vel punctato-substriato; prothorace nonnihil transverso, basi bisi- 
nuato, postice subparallelo, antice rotundato-angustato; scutello 
parvo squamoso; elytris striatis, interstitiis subseriatim squamosis; 
le. 2.5, lat. 1.2 mm. 

Corozal. 

Von der Körperform des haematopus Schauf.; etwas größer, 
breiter, weniger quergewölbt, nach hinten etwas weniger verengt, 
sonst aber nur noch durch die aus mehlweißen und anders ge- 
formten Schuppenhaaren bestehende Bekleidung von ihm zu unter- 


Steit. entomol. Zeit. 1896. 


125 


scheiden. Bei unsrer Art sind nämlich die Schuppenhaare breiter, 
nicht parallelseitig sondern seitlich flach gerundet und lassen die 
Streifen undeutlicher erscheinen, ebenso lassen auch die längeren 
und breiteren Schuppen der Unterseite die Körpergrundfarbe 
weniger durchschimmern. Bei beiden Arten sind die Schuppen 
der Unterseite kürzer und flacher als die der Oberseite und das 
Prosternum zeigt in beiden Geschlechtern hinter dem Vorder- 
rande drei fast ganz beschuppte Grübchen, von denen das mittlere 
das größere ist. 

243. Geraeus Simoni n. sp. Ovatus, convexus, nigro- 
piceus, supra pilis squamiformibus flavo-cinereis vestitus, fusco- 
brunneo-maculatus, subtus subalbido-squamosus; rostro, antennis 
pedibusque ferrugineis; rostro dimidio corporis longiore arcuato, 
basi crassiore punetato et carinato; antennis postmedianis, artieulo 
primo funieuli duobus sequentibus aequilongo, clava oblongo an- 
Susta; prothorace nonnihil transverso basi vix bisinuato, postice 
parallelo, antice sinuato-angustato, flavo-cinereo-piloso, linea media 
subelevata; elytris subtriangularibus sat profunde striatis, inter- _ 
stitis subbiseriatim flavo-cinereo-pilosis, faseiis duabus transversis 
plus minusve interruptis, nempe una mediana, altera anteapicali 
fusco-brunneo-signatis; prosterno maris spinis duabus longis 
armatis; Io. 3.3, lat. 1.3 mm. 

San Esteban. 

Kürzer als senilis Gyll. (Typus der Gattung), von ihm 
durch kürzeren anders geformten Thorax, andere Zeichnung und 
durch die langen, Kopf und Thorax zusammen an Länge über- 
ragenden Prosternaldornen des Mannes hauptsächlich verschieden. 

Thorax mit bis vor die Mitte beinahe parallelen Seiten, 
dann schnell gerundet- und geschweift-verengt, weder an der 
Spitze halsförmig noch hinter dem Vorderrande eingesehnürt, 
der basale dreieckige Mittellappen mit stumpf gerundeter Spitze, 
von den quergelegten langen, fein gerieften und stumpf zugespitzten 
Schuppenhaaren ziemlich gleichmäßig aber nicht ganz dicht be- 
deekt. Decken höchstens um ein Viertel länger als breit, in den 


Stett,. entomol. Zeit. 1896. 


126 


tiefen Streifen kaum sichtbar punktirt, die Spatien mit ziemlich 
ebensolchen, nur kürzeren Schuppenhaaren als auf dem Thorax 
aber zweireihig, die Mehrzahl der inneren an der Basis drei- 
reihig besetzt. Schildchen ebenso beschuppt. Die braunrothen 
Schuppenhaare der Deckenbinden sind dünner; beide Binden 
liegen zwischen den Streifen 1 und 8 und sind mehr oder weniger, 
die vorderen gewöhnlich auf den Spatien 2 und 6, die hinteren 
auf der Vereinigungsstelle der Spatien 4, 5, 6 unterbrochen. 
Kopf hinten oberflächlich, vorn tiefer punktirt. Der flache Mittel- 
kiel auf dem Rüssel endigt in einem Stirnpunkte. Geißelglied 2 
so lang als 3 und 4 zusammen, jedes der beiden letzten vor der 
Keule kaum so lang als breit, 7 wenig dieker als die übrigen; 
Keule mindestens so lang als die vier letzten Geißelglieder und 
kaum so diek als die Rüsselspitze. Vorderbrust zwischen den 
Hüften so breit als der Hüftendurchmesser, hinter dem Vorder- 
rande mit einem größeren und zwei kleineren Grübchen; Hinter- 
brust und Abdomen mit kurzen weißen und etwas elänzenden 
Schuppen dicht besetzt. 

&. Vorderbrust zwischen den Hüften mit einem nackten 
(uerkiel, von hier bis zur Mittelerube breit und flach vertieft 
und wie die Mittelbrust weniger dicht weiß beschuppt. 


Diese Art ist nach ihrem Entdeeker benannt. 


Parisoschoenus nov. gen. Leptoschoenorum., 

Pyeidium in utroque sexu detectum maris verticale feminae 
obliguum. Mandibulae decussatae intus dentieulatae.. Rostrum 
elongatum eylindrieum basi paulo compressum et altius, a fronte 
vix distinetum. Serobes obliqui subtus confluentes. Antennae 
medianae vel postmedianae; scapus oculum haud attingens; funi- 
culus septemartieulatus clavam versus paulo crassior artieulo 
primo elongato; clava ovata dimidio funieuli fere aequilonga. 
Prothorax basi bisinuatus lobo antescutellare apiee emarginato. 
Elytra apice singulatim rotundata. Femora mutica; unguicnuli 
liberi. Prosternum postice mesosternum fere oceultans et apice 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


127 


truncatum, inter coxas his sesquilatior, maris ante coxas spinis 
duabus armatum; tibiae anticae maris intus apicem versus dense 
ciliatae. 

Die Gattung läßt sich mit keiner der neununddreißig von 
Casey aufgestellten identifiziren, würde aber nach seiner Ein- 
theilung in die Nähe von Onychobaris und Madarellus zu stellen 
sein; von Calandrinus Lee. und Centrinogyna Casey unter- 
scheidet sie sich durch unbedeektes Pysidium; nach Lacordaire 
gehört sie zu den Gattungen, die als Bindeglieder zwischen seinen 
Baridiides vrais und Madarides stehen und unter diesen wieder 
zu den Leptoschoinides neben Leptoschoinus Sch. Von letzterer 
Gattung unterscheidet sich die unsrige schon durch die sich kreuzen- 
den und innen gezähnelten Mandibeln sowie durch anders ge- 
formte Schienen und mußte für die folgende Art errichtet werden. 

244. Parisoschoenus montanus!) Schauf. Revue z00l. 1866 
p- 419 (Centrinus). 

Caracas, San Esteban. 

Außer einem vom Autor stammenden Stücke besitze ich die 
Art noch aus Bolivia, Blumenau, Santa Clara, Mucury; nach 
Kirsch kommt sie auch in Peru vor. 

Die Deckenspatien sind ein-, nur die Basis von 1, 2, 3 
zweireihig beschuppt; die Punkte auf ihnen nehmen beinahe die 
sanze Breite ein, sind flach länglich und an ihrem Vorderrande 
am tiefsten. Rüsselbasis von der Seite gesehen mit schräg nach 
hinten abstehenden Härchen. Die Färbung der Fühler und Beine 


varıirt von der typischen bis zur rothen. 


Rhytidoglymma nov. gen. Barymerinorum. 


Processus posteoxalis prosterni mesosternum occultans apice 


truncatus. Prosternum ante eoxas bisuleatum, inter coxas diametro 


1) Eine zweite in Grösse, Form, Färbung und Bekleidung äusserst 
ähnliche Art, cupidus besitze ich aus Bahia und Minas Geraes; sie ist vom 
montonus sofort durch viel feinere Skulptur der Oberseite und dadurch 
zu unterscheiden, daß die Naht und die fünf innere Deckenspatien bis vor 
die Spitze zwei-, die drei innersten an der Bafis sogar dreireihig be- 
schuppt sind. 


Stett. entomol. Zeit, 1806. 


128 


coxarum latius. Processus abdommalis coxis aequilatum, apice 
truncatum. Segmentum secundum abdominale tertio et quarto 
simul sumptis aequilongum. Femora mutica subtus canaliculata, 
postiea anum haud attingentia; tibiae basi curvatae; articulus 


tertius tarsorum didatatus, quartus tribus primis aequilongus 


unguieulis basi connatis. Rostrum elongatum eylindrium subreetum . 


serobibus obliquis. Antennae submedianae; scapus oculum haud 
attingens; articulus primus funieuli elongatus. Prothorax basi 
bisinuatus lobo mediano produecto, apice utringue emarginatus. 
Scutellum manifestum. Elytra prothorace latiora et longiora, 
parallela, apice conjunetim rotundata sed pygidium transversum 
verticale haud oceultantia, supra valde inaequalia. 

Der Prosternalfortsatz hinter den Hüften deckt in normaler 
Lage die Mittelbrust und bildet mit der Hinterbrust eine ununter- 
brochene Fläche, ist aber mit letzterer nicht verwachsen. Der 
Pektoralkanal ist durch zwei parallel eingeritzte, erst hinter dem 
Vorderrande beginnende und hier tiefere, vor den Hüften aber 
schon erloschene Furchen angedeutet; zwischen den Vorderhüften 
ist eine feine eingedrückte und nach vorne offene Bogenlinie 
bemerkbar. Die Vorderhüften sind nicht ganz so weit von 


einander entfernt wie bei Madarus und Dactylocrepis Sch. 


Fühler schlank; ihre Geißel so lang als der Schaft, ‘die Keule 


tomentirt und ihr Glied 1 wenig länger als 2. Rüssel vom 
Kopf durch einen Quereindruck abgesetzt, gerade und eylindrisch. 
Vorderschenkel etwas dicker und länger als die übrigen, Schienen 
mit einem Hornhacken und Enddorn. | 

Die Gattung ist von den beiden bekannten dieser Grnppe; 
nämlich von Barymerus und Physoproctus Lac. Durch eylin- 
drischen Rüssel, unten gefurchte Schenkel und in der Basalhälfte 
verwachsene Krallen verschieden; die beiden ersten Eigenschaften 
müssen sie auch von Radamus!) Kirsch trennen. 

245. Rhytidoglymma aenescens n. sp. Oblonga, depressa, 
aenescens, supra opaca, undique dense punetata; rostro, eylindrico, 


1) Deut. Ent. Zeit. 1875, p. 276. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


” 


129 


dimidio eorporis longitudine, subrecto; fronte inter oculos leviter 
fransversim impressa; prothorace transverso, postice parallelo, 
antice subito angulatim contracto, dorso convexo imaequaliter 
impresso et noduloso; scutello transverso; elytris oblongis parallelis, 
depressis, dorso longitudinaliter sinuatis, striatis, interstitiis planis 
inaequaliter impressis et nodulosis, singulo postice tubereulo majore 
compresso praeditis; femoribus dense cicatricosis; Ig. 6.5, lat. 
3 mm. 

Corozal. 

Auf den ersten Blick scheint die Art der Gruppe der Baris 
viridana Bhn. anzugehören, ähnelt auch der impressifrons Blhn. 
und monstrosa Germ., ist jedoch an der matten Oberfläche, den 
der Länge nach konkaven Deckenrücken, dem eylindrischen und 
seraden Rüssel leicht zu erkennen. 

Geißelglied 1 nicht ganz so lang als die drei folgenden, 
2 noch so lang, jedes der übrigen kürzer als breit und zur Keule 
hin wenig breiter werdend. Rüssel länger und dünner als der 
Vorderschenkel, kaum dünner als der Hinterschenkel, wie der 
Kopf und die Stirne äusserst dicht, stellenweise fein längsstreifig 
punktirt. "Thorax hinter dem abgeschnürten Vorderrande mit 
stumpfeckis vortretenden Vorderecken, der parallele Theil noch 
mit einem stumpfen Zähnehen; der Rücken auf dem Basaldrittel 
mit einer großen Grube die sich nach vorne /' förmig verengt, 
jederseits außen dicht hinter der Mitte durch eine, vorne mit 
einem schrägen Eindruck versehene Beule flankirt ist, zwischen 
ihren Schenkeln einen rhombischen und noch höheren Höcker 
aufnimmt, der wieder durch zwei tiefe, zur Spitze hin konver- 
sirende Furchen in einen größeren Mittel- und zwei kleinere 
längliche Seitenhöcker aufgelöst ist; von der Seite gesehen liegt 
der höchste Punkt des Mittelhöckers vor der Mitte; die Punkte 
sind narbenartig und so dicht, daß ihre schmalen Ränder sich 
als feine, stellenweise glänzende Körnchen oder Linienstücke be- 
merkbar machen; außer diesen symmetrischen Eindrücken und 


Höckern bedecken kleine unregelmäßige die übrige Fläche, von 


Stett. entomol, Zeit. 1396. 9 


130 


denen noch ein basaler Eindruck innerhalb der Hinterecken be- 
sonders zu erwähnen ist; die vordere Abschnürung ist nicht nur 
seitlich sondern auch oben vorhanden und durch eine Querreihe 
entfernter, querer und tiefer Punkte markirt. Schildehen kurz 
trapezförmig mit in der Mitte eingekerbtem Hinterrande und in 
einem dreieckigen Ausschnitt der Deckenbasis gelegen. Decken 
um ein Viertel länger als breit, beinahe parallelseitig, im Spitzen- 
viertel gerundet verenst, die Spitze selbst gerade abgestutzt aber 
scheinbar gemeinsam ausgerandet, weil Spatium 2 zahnartig nach 
hinten vorgezogen ist; Schultern schräg abfallend gerundet, ihre 
Längswölbungslinie mit der des Thorax einen eingesenkten Bogen 
bildend, der erst hinten etwas schräg zur Spitze abfällt, mit 
scharf eingeritzten, der unebenen Oberfläche wegen undulirten 
Streifen, die Spatien breit und flach, narbig zusammenfließend 
punktirt; die meist unregelmäßisen Eindrücke heben die 
Schultern nach oben und seitlich, sowie einen Höcker bald unter- 
halb der Schulter auf dem äußersten Spatium beulig ab; der 
längere, hohe, seitlich etwas komprimirte stumpfzahnartige Tuberkel 
vor der Spitze steht mit seiner Basis auf den Spatien 3, 4, 5 
und neben ihm auf 6 ist noch ein kleiner bemerkbar. Unterseite 
des Körpers in der Mitte dieht, das Abdomen weniger dicht 
punktirt und etwas slänzend, die Brust an den Seiten gröber 
narbig punktirt und matt, jeder Punkt mit einem sehr feinen und 
anliegenden weißlichen Härchen. Schenkel sehr grob und dicht 
narbig punktirt, die schmalen Räume zwischen ihnen körnerartig 
und glänzend, jedes Körnchen mit einem längeren abstehenden 
Härchen. 

Nach zwei genau gleichen Stücken beschrieben. 

246. Eutoxus nigrocinetus n. sp. Elongato-subelliptieus, 
subnitidus, subtus niger, supra antennis pedibusque rufo-piceus; 
prothorace antice limboque elytrorum nigris; rostro arcuato 
seriatim punctato; prothorace postice parallelo antiee rotundato- 
conieo, dorso remotius punctato; elytris, apiee singulatim rotun- 
datis, punctato-sulcatis, interstitiis convexis subseriatim punctulatis; 


Stett,. eutomol. Zeit. 1896. 


131 


maris rostro subtus pone basin bitubereulato, prosterno antice 


spinis duabus obtusis armato; lg. 8.5-—11, lat. 3.5— 4.3 mm. 


Colonia Tovar. 


Von den beiden bisher beschriebenen Arten reflexus Bhn. 
und corax!) Pase. durch breiteren Körper, kürzeren Thorax, 
tief gefurchte, schwarz umrandete und hinten nicht zugespitzte 


Decken verschieden. 


Rüssel kürzer und dicker als bei reflexus gleichmässig und 
wenig gebogen und wie der größere Kopf gröber punktirt. Geißel 
glieder 1 und 2 gleich lang, 2 beinahe so lang als die drei an 
Länge abnehmenden folgenden, 6 das kürzeste und höchstens so 
lang, 7 verkehrt kegelförmig und sehr wenig länger als breit. 
Thorax wenig länger als an der tief zweibuchtigen Basis breit, 
an der Spitze nur ein Viertel so breit als an der Basis, Vorder- 
rand in der Mitte leicht ausgerandet, hinter ihm durch eine ein- 
gedrückte Linie abgeschnürt, flach dachartig quer-, wenig (wenn 
auch mehr als die Decken) längsgewölbt, die Seiten dicht punktirt, 
die Punkte ebenso sroß als die auf dem Kopfe (bei rejlewus 
feiner und undichter), einige Punkte vorne an den Seiten mit 
einem schräg abstehenden und längeren, die gröberen Punkte auf 
der Unterseite mit einem beinahe anliegendeu, kürzeren und ge- 
krümmten Härchen. Schildehen quer mit einigen Punkten. Decken 
über die sehr schräg abfallenden Schultern nur wenig breiter als 
die Thoraxbasis, zur Spitze hin allmälig gerundet verengt, nicht 
sanz doppelt so lang als breit, hinter der Basis zwischen den 
dritten Streifen mit einem gemeinsamen und flachen, jede Decke 
hinten an der Vereinigunssstelle der Streifen 3 und 8 mit einem 
tieferen und eine Schwiele abhebendem Eindrucke, die tief einge- 
drüekten Furchen ziemlich dieht, die gewölbten Spatien fein, die 
Hinterbrust gröber aber nicht dichter als das Abdomen, ihre 


Episternen dichter punktirt, jeder Punkt mit einem kleinen 


1) Ann. Mag. 1886 p. 427. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 9# 


13 


Schüppehen. Vorderrand des Prosternums ausgebuchtet, die Ecken 
dieser Buchtung zahnarlie. 

Nach einem Pärchen beschrieben. 

247. Rhyuchophorus palmarum L. Oliv. Ent. V. 83 
NR ra 19a, 

San Esteban. 

248. Scyplhophorus anthracinus Gyll. Sch. IV. p. 857. 

San Esteban. 

- 249. Metamasius sericeus Latr. Gyll. Sch. IV. p. 896. 

‚San Esteban. 

250. Metamasius decoratus Gyll. Sch. IV. p. 888. 

San Esteban. 

251. Calandra setulosa Gyll. Sch. IV. p. 969. 

Caracas. 

252. Calandra oryzae var. Zea-Mais Mots. Etud. ent. 
1855. p. 77. — Casey Ann. N. Y. Acad. 1892. p. 686. 

Caracas, Valenzia, San Estehan. 

253. Catolethrus interstitialis n. sp. Angustus, elongatus, 
depressus, niero-piceus, nitidus; antennis pedibusque dilutioribus, 
elytris rufis sutura niericantibus; capite convexo ut rostri basi 
remote punetato; rostri capite infixo eylindrico, basi nonnihil 
erassiore, apice vix latiore; antennis subbasalibus artieulo primo 
funieuli duobus sequentibus paulo lonsiore; prothorace elongato 
rotundato-angustato, angulis posticis obtusis, intra ‘apicem praesertim 
lateraliter constrieto, eonfertim punetato; scutello transverso 
rotundato; elytris antice striato - punctatis, interstitiis subplanis 
remote uniseriatim punetulatis, apice subsuleatis et interstitiis 
ex parte convexis; le. 3.3—4, lat. 0.5—1 mm. 

Puerto Cabello, Colonia Tovar; je ein Exemplar. 

Von den bisher beschriebenen Arten können als ähnliche 
nur Grayii und productus Woll?2) zum Vereleich in Frage 

2) Trans. Ent. Soc. 1873 p. 617, 618. 


Stett. enlomol, Zeit. 1896. 


133 


kommen. Bei ersterem heißt es „prothorace profunde rugose et 
parum dense punctato, posticee in medio late longitudinaliter 
subimpresso, elytrorum interstitiis convexis transversim rugu- 
losis“, bei letzterem „prothorace profunde et erosse sed vix 
dense punetato, in linea media laeviore, elytris interstitiis latius- 
eulis ... .*, Eigenschaften die unsere Art nicht besitzt. 

-Der in den Kopf eingestochene Rüssel ist etwas kürzer 
als die Fühler und etwas gebogen. Thorax viel länger als breit 
und länger als der Rüssel, mit der größten Breite vor der Basis, 
die Hinterecken eingezogen, die Abschnürung hinter. der Spitze 
oben viel flacher als an den Seiten, die Basis flach zweibuchtig, 
die Punkte auf dem Kücken gleich klein und gleich dieht und 
kleiner als die in den Deekenstreifen. die Mitte ohne Spur eines 
Eindruckes oder einer unpunktirten Linie, auf der Unterseite viel 
dichter aber oberflächlicher punktirt, die Punkte hier der Länge 
nach zusammenfließend und die Räume zwischen ihnen feine 
etwas sewundene Längsrunzeln bildend. Decken parallelseitig., 
die Punkte in den kaum vertieften Streifen zur Spitze hin wenig 
kleiner, der Spitzenrand schmal ausgebreitet. Streifen 9 und 10 
hinten bis zum Nathwinkel zu eimer matten Furche vertieft, 
Spatium 1 hinten sowie die Vereinigung von 2 und 8 haken- 
förmig und kielartig erhaben, sonst die Spatien beinahe flach, 
kaum doppelt so breit als die Streifen und nieht ganz eben, die 


Naht schwäirzlich. 

254. Cossonus spathula Bhn. Sch. IV. p. 1035. 

San Esteban. | | 

255. Cossonus perfidiosus Bhn. Sch. IV. p. 1016. 

San Esteban. 

256. Cossonus suleirostris Bhn. Sch. IV. p. 1011. 

San Esteban. 

Die wenigen vorliegenden Stücke unterscheiden ieh von 
meinen mexikanischen nur durch etwas geringere Größe und 


etwas feinere Skulptur. 


Stett. entomol, Zeit, 1896. 


134 


2357. Cossonus segnis n. sp. Niger, nonnihil convexus, 
nitidus; artieulo quarto tarsorum aliquando tarsis totis rufo-piceis; 
rostro capite sesquilongiore, apice quadrangulariter dilatato, lateribus 
ante oculos longitudinaliter impresso et fortius punetato; fronte 
foveola infixa; prothorace subquadrato, basi profunde bisinuato, 
lateribus subparallelo, nonnihil eonvexo, remote dorso subtiliter 
area utrinque parva sublaevi, basi absolete impresso et fortius 
punetato; elytris praesertim postice nonnihil eonvexis, seriatim 
punetatis, striis internis antice paulo, nono apice profundius im- 
‚pressis, punctis apicem versus multo minoribus, interstitiis basin 


versus vix convexis; lg. 5.5—6.5, lat. 1.5—1.8 mm. 


Colonia Tovar; auch von Peru in meiner Sammlung. 


Mit corticalis Fabr. und scrobiculatostriatus Bhn. nahe ver- 
wandt, von jenem durch längeren Rüssel ohne dreieckigen Ein- 
druck, von diesem durch den an der Basis nur flach einge- 
drückten Thorax mit scharfen, nicht eingezogenen Hinterecken 


und durch flache Deckenspatien verschieden. 


Rüssel leicht gebogen, wenig glänzend, Rücken fein und 
nicht dieht punktirt, der viereckig erweiterte Theil kürzer als der 
engere basale. Thorax nahezu parallelseitig, nur vorne schnell 
gerundet zusammengezogen und halsförmig, der breit dreieckige 
basale Eindruck äußerst flach, aber ziemlich grob punktirt und 
mit einer kurzen unpunktirten Falte vor dem Schildehen, die 
Punkte auf den Seiten zur Basis hin gröber aber nicht dichter 
und ebenso groß als die im Eindrucke. Decken mit sehr schräg 
abfallenden Schultern, parallelseitig, hinten parabolisch abgerundet, 
der Rücken im Basaldrittel wenig quer gewölbt, die Punkte an 
der Basis gröber und mindestens doppelt so groß als die im 
Thoraxeindruck, Streifen 9 hinten tief eingedrückt und die Ver- 
einigungsstelle der Spatien 2 und 8 flach kielförmig. Körper 
unten weniger glänzend, überall ziemlich weitläufig aber gleich- 
mässig punktirt. Analsegment des Männchens mit einer queren 


und tiefen Grube. 


Stett, entomol. Zeit. 1396. 


135 


Bei einem männlichen Stücke sind die T'horaxseiten gerundet, 
vor den spitzwinkligen Hinterecken geschweift, sonst aber keine 
weiteren Unterscheidungsmerkmale an ihm wahrnehmbar. 

258. Cossonus cognatus n. sp. ©. foveato Bln. simillimus 
et affınis sed prothorace longiore maxima latitudine post medium, 
antrorsim sensim angustato, dorso nonnihil convexo polito punctis 
vix conspieue adsperso, in tertia parte basilari profunde triangula- 
riter impresso ibique rude punctato, dorso antico seriebus duabus 
punetorum praedito, lateribus remote punctato, metasterno impune- 


tato, abdomine punctis remotis obsito; Ig. 9.7—6, lat. 1.5—1.8 mm. 
Colonia Tovar. 


Die Form und Skulptur des Thorax ist bei der bedeutenden 
Zahl der vorliegenden Stücke durchaus konstant, weshalb keine 
Veranlassung vorlag, diese hübsche Art als eine Varietät des 


foveatus aufzufassen. 


Rüssel beinahe noch länger als bei der Bohemann’schen 
Art. Thorax um ein Drittel länger als hinter der Mitte (der 
breitesten Stelle) breit, zur Basis leicht, zur Spitze viel mehr aber 
schlank gerundet, vorne flach geschweift verengt, die größeren 
Punkte an den Seiten nicht größer als die an der Spitze der 
Deekenstreifen und so klem als die größten in den zwei nicht 
ganz regelmäßigen und zur Spitze hin aus kleiner werden Punkten 
zusammengesetzten Reihen vor dem basalen Eindruck; dieser sehr 
tief; an der Spitze gerundet, im Grunde grob punktirt und 
mit keilförmiger unpunktirter, selten an der Basis erhabener 
Mittellinie. Die Streifen auf den langen Decken nicht, höchstens 
der Nahtstreif vertieft, die zur Spitze hin viel kleiner werdenden 
Punkte im Nahtstreifen dichter, die beinahe flachen Spatien nicht 
breiter als die Punkte an der Basis und mit einer sehr weit- 
läufigen Reihe kaum warnehmbarer Punkte. 

&. Erstes Bauchsegment mit einem gröber punktirten Längs- 
eindruck, Vorderschienen an der Innenecke mit einem kräftigen, 


gekrümmten und an der Spitze schräg abgeschärften Enddorne. 


Stett entomol. Zeit. 1896. 


136 


Zum Schlusse muß bemerkt werden, daß die vorgelegte 
Collection außer den hier aufgezählten Arten noch eine nicht un- 
bedeutende Zahl von Einzelstücken enthält. Diese gehören größten- 
theils den schwierigen Gruppen der Cryptorkhynchinen, Barinen 
und Cossoninen an und repräsentiren zum nicht geringen Theile 
mir unbekannte oder neue Gattungen, deren Nichtbeschreibung 


aus verschiedenen Gründen angezeigt erschien. 


On nn 


Neue Curculioniden aus Java 


von J. Tau —)} t. 


Sämmtliche Arten sind von H. Fruhstorfer gesammelt und 
vom Museum Tring mitgetheilt. 
Dermatodes perlatus. Alcides Dejeani. 


s subfasciatus var. simplex. Acicnemis dumalis. 


Trigonops tuberculata. 
Piezonotus javanus. 
Corigetus brevirostris. 
Heteroptochus insularis. 
Tanymecus Fruhstorferi. 
Lixzus javanus. 

„ eonfusus!) 
Dyscerus Jordani. 


Parimera signata. 


n ibis. 
Mechistocerus indignus. 
Tragopus bicristatus. 3) 
Plaxes dispar. 

Baris utibilis. 
Laodia bilineata. 


Centrinopsis comparabilis. 


Sphenocorynus seminudus. 


Eugithopus*) lugubris. 
Cossonus biseriatus. 


c; vittata?) 


Alcides perturbatus. s ignavus. 


1) In einer Tabelle noch: Lixus orientalis. Assam. 

2) In einer Fußnote noch: Parimera obscura. Philippinen. 
IE uniformis. Tenimber. 

Tragopus fasciatus. Java. 


Eugithopus isabellinus. Malang. 


3 
) ” ” ” ” 


4 
) bb) ») ” ” 


Stett. entomol. Zeit, 1896. 


137 


Dermatodes perlatus. 2. Oblongo - ovatus, niger, dense 
cervino-et albido-squamosus, setis minutissimis reclinatis parce 
obsitus; rostro elongato-quadrato disperse punctato et setoso; 
fronte canalieulata; prothorace latitudine paulo longiore, antrorsim 
rotundato-angustato, medio late sulcato, utrinqgue et lateribus 
sranulis minutis nitidis remote obsito; seutello rotundato subalbido; 
elytris antice oblique dilatatis, humeris obtusis, lateribus fere 
rectis, postise rötundato-acuminatis, remote punetato-striatis, inter- 
stitiis dorsalibus parum convexis, alternis suturaque parum_ ele- 
vatioribus, duobus primis antice, reliquis totis granulis minutis 
nitidis remote seriatis, cervino-et albido-nebulosis; corpore subtus 
pedibusque subargenteo-squamosis; lg. 7.2—9, lat. 3—3.5 mm. 

Mons Tengger. 

Etwas gestreckter und hinten mehr zugespitzt als sub- 
Jasciatus Gyll. Augen gewölbter. Rüssel und Thorax länger, 
jener zur Spitze leicht verbreitert, mit zwei zur Basis konvergi- 
renden stumpfen Kielen. Thorax mit der größten Breite hinter 
der Mitte, seine Basis tief zweibuchtig,. die Mittelfurche an beiden 
Enden verengt, jederseits eine von Körnchen freie Längsbinde. 
Deeken bis dicht hinter die Mitte parallelseitig, dann gerundet 
zugespitzt, der Rücken noch weniger längsgewölbt als bei sub- 
fasciatus und hinten” steiler abfallend, die punktirten Streifen wie 
bei diesem, die Spatien gewölbter, 5, 6 und 7 auf der ganzen 
Länge auch 8 und 9 aber nur vorne mit etwas größeren glänzenden 
Körnehen, die Körnchen auf 1 und 2 hinten in Punkte über- 
gehend, jeder der Punkte und jedes Körnchen mit einem feinen, 
leicht gekrümmten und etwas abstehenden Borstenhärchen. Hinter- 
brust deutlich schwarz punktirt. 

Dermatodes subfaciatis var. simplex. Die Stammform kommt 
auf dem Tjikorai (4000 Fuß hoch), die Varietät, bei der die 
helle Querbinde auf jeder Decke nahezu erloschen ist, in derselben 
Höhe auf dem Tengger vor. 

Trigonops tuberculata. Brevis, depressa, nigro-picea, flavo- 
einereo-squamosa, .parce erecto-setosa; antennis, tibiis tarsisque 


Stett. entomoı Zeit. 1896, 


138 


rufo-brunneis; capite longitudinaliter strigoso, oculis fere semiglo- 
bosis; rostro breve ante apicem haud gibboso; antennarum scapo 
remote ereeto-setoso; prothorace oblongo granulato-punetato; elytris 
latitudine vix longioribus valde rotundato-dilatatis, postice rotun- 
dato-acuminatis, dorso depressis, postice declivibus, lateribus in- 
flexis, striato-punctatis, interstitiis planis. alternis suturaque postice 
tuberceulis nonnullis setigeris, sexto postice erista majori obsitis; 
femoribus nonnihil elavatis; lg. 3.9. lat. 2 mm. 

Pengalengan, Mons Tengger. 

Tuberkulirte Decken sind keiner der bisher beschriebenen 
Arten eigen; keine der 'Tuberkelstreifen erreicht die Basis, am 
weitesten von ihr entfernt die Reihe auf Spatium 6 wenn man von 
der Naht absieht, auf der nur hinten zwei oder drei kleine Tuberkel 
stehen, jeder Tuberkel trägt eine, der Kamm auf Spatium 6 
am Anfange der abschüssigen Stelle mehrere lange und an der 
Spitze gekeulte Borsten; die keilförmigen Schuppen sind strahlen- 
förmig um die weitläufigen Punkte in den Streifen, sowie auch 
um die dichteren großen und eine kurze dünne Borste tragenden 
auf dem Thorax gruppirt. Letzterer länger als breit und nur 
halb so breit als die Decken in der Mitte, seine Seiten gleich- 
mässig und flach gerundet, seine Längswölbung mit der der Decken 
eine ununterbrochene flache Bogenlinie bDildend. Augen halbkugel- 
förmig mit ihrem höchsten Punkte excentrisch nach hinten ge- 
legen. Rüssel sehr wenig länger als breit, auf der Spitzenhälfte 
schräg nach vorne abgeschärft, der Rücken in der Basalhälfte zu 
einer schmalen und fein kanalikulirten Fläche zusammengedrückt 
und wie der Kopf beschuppt. Fühlerschaft zur Spitze allmälig 
verdiekt, im Basaldrittel gebogen, beschuppt, undieht und parallel 
abstehend beborstet; Geißelglied 2, das längste, so lang als 3 und 
4 zusammen, 3 etwas kürzer als 1 und etwas länger als 4, die 
drei letzten noch so lang oder etwas länger als breit; die Keule 
lang oval an beiden Enden zugespitzt in der Mitte beinahe so 
diek als die Vorderschenkel an der Spitze. 


Piezonotus javanus. Obloneo-ovatus, nonnihil convexus 
g D 3 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


139 


niger, squamulis griseis haud dense obsitus. prothorace vittis 
duabus basalibus, lateribus meso-et metasterni dense albido-squa- 
mosus, parce setosus; rostro breve medio canaliculato; prothorace 
oblongo lateribus rotundato, remote punetato; elytris elliptieis 
postice rotundato-acuminatis, punetato-substriatis, interstitiis sub- 
seriatim granulatis et setosis; femoribus nonnihil clavatis, basi 
tibiisque rufescentibus; Ig. 8—11, lat. 3,5—5 mm. 

Mons Tengger. 

Von der Form des suturalis Gyll. Der Deckenrücken aber 
nicht flach gedrückt; von gebbus Bhn. durch den in beiden 
Geschlechtern fehlenden gemeinsamen Tuberkel auf den Decken 
und nicht gekörnten Thorax verschieden. 

Rüssel nicht länger als breit, auf der Basalhälfte mit einer 
vertieften Linie zwischen zwei zur Basis konvergirenden Kiel- 
linien und wie der Kopf punktirt, jeder Punkt mit einem ovalen 
Schüppchen, außerdem mit eingestreuten größeren, ein längeres 
und anliegendes Borstenhaar tragenden Punkten. Fühlerschaft 
zur Spitze allmälis verdickt mit anliegenden grauen Schuppen- 
haaren und schräg abstehenden pfriemenförmigen Borsten besetzt; 
Geißelglieder länger als breit, 2 und 7 die längsten, jedes der 
übrigen aber nur wenig kürzer als diese. Augen etwas gewölbt. 
Thorax mit vor der Basis leicht geschweiften Seiten, jeder der 
weitläufigen Punkte mit einer längeren anliegenden Borste, 
zwischen den Punkten mit kleinen runden Schüppchen nicht dicht 
besetzt, kaum längsgewölbt, die Mittellinie wenigstens auf der 
Rückenmitte stumpf erhaben, innerhalb der Hinterecken mit einer 
die Mitte nicht erreichenden, etwas gebogenen und dieht weißlich 
beschuppten Längsbinde. Decken an der Basis kaum breiter als 
die Thoraxbasis, dann aber sogleich mit einer kurzen Schweifung 
gerundet erweitert, mit der größten Breite in der Mitte, hier um 
die Hälfte (3) oder doppelt so breit als die Basis, hinten mit 
einer flachen Schweifung etwas zusammengezogen und gerundet 
zugespitzt; beim Weibchen etwas mehr längsgewölbt, in beiden 
Geschlechtern sehräg gerundet abfallend, jeder der weitläufigen 


Stett. entomol. Zeit, 18396, 


140 


Punkte in den kaum vertieften Streifen mit einer kurzen hellen 
Sehuppenborste, die Spatien zur Spitze hin etwas gewölbt und 
mit nicht scharfen, theilweise mit runzelartigen Körnern besetzt, 
von denen jedes eine schräg von hinten eingestochene Borste 
trägt; bei gut konservirten Stücken sind die sonst nicht ganz 
dieht nebeneinander gelesten kleinen Schüppehen am Anfang der 
abschüssigen Stelle zu einer undeutlichen Querbinde verdichtet. 
Abdomen nur an den Seiten etwas beschuppt, in der Mitte mit 
weißlichen abstehenden Haaren spärlich besetzt. Mittel- und 
Hinterbrust in der Mitte nicht ganz, der Mesostornalfortsatz dichter, 
die Seitenstücke der Brust äußerst dicht beschuppt. Schenkel und 
Schienen schräg abstehend behaart und spärlich beschuppt. 

Beim breiteren und größeren Weibchen sind die zwei ersten 
Bauchsegmente hoch gewölbt, beim Männchen das ganze Abdomen 
flach vertieft. 

Corigetus brevirostris. Oblongo - ovatus, niger, squamis 
unieoloribus viridi-albidis dense, setis brevibus fere adpressis parce 
obsitus; antennis pedibusque brunneis; artieulo seeundo funieuli 
primo fere duplo lonsiore; rostro latitudine breviore obsolete 
tricariunlato;. fronte depressa dilute ochracea; prothorace valde 
transverso lateribus parallelo, basi bisinuato apice truncato, lobis 
ocularibus rotundatis producto, dorso depresso;. seutello rotundato 
coneolore; elytris latidudine fere duplo lonsioribus, humeris rotun- 
datis, pone humeros longe ultra medium nonnihil ampliatis, apice 
acute rotundatis, tenue punctato-striatis, interstitiis paulo_ con- 
vexis; femoribus spina parva armatis; lg 6.5. lat. 2.8 mm. 

Pengalengan. 

Eine durch den kurzen dreikieligsen Rücken und den pa- 
rallelseitigen Thorax mit entwickelten Augenlappen ausgezeichnete 
und von aristatus Bhn. verschiedene Art, von der zwei Weibchen 
vorliegen. _ 

Stirne zwischen den verhältnibmäßig großen Augen so breit 
als der Rüssel zwischen den Seitenkielen, der Mittelkiel die 
Basis nicht erreichend. Thorax ohne Längswölbung, sein Rücken 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


14T 


etwas flach gedrückt. der basale Mittellappen flach und breit ge- 
rundet, die parallelen Seiten hinter dem Vorderrande äußerst 
wenig eingedrückt, fein punktirt, die eingestreuten Punkte mit 
einem sehr feinen querliegenden Borstenhaar. Decken mindestens 
ein Viertel breiter als der Thorax, vorne schnell gerundet er- 
weitert, ihre nicht hohe Längswölbungslinie zur Spitze schräg 
gerundet, zur Basis flach gerundet abfallend, an der Basis hinter‘ 
dem Schildehen und innerhalb der Schultern flach eingedrückt, 
die Punkte in den Streifen nicht dicht, stellenweise länglich, die 
etwas gewölbten Spatien mit kleinen Kahlpunkten und mit 
Borstenhärchen ziemlich dicht bestreut. 

Heteroptochus insularis. ÖOblongo-ovatus, convexus, nigro- 
piceus, squamulis supra cinereis et cupreo-micantibus subtus 
einereis dense, setis ereetis parce obsitus; antennis pedibusque 
dilutioribis; rostro fronteque parum impressis, illo obsolete bicarinu- 
lato; antennarum scapo setoso, articulo secundo funiculi primo 
lonsiore; prothorace subquadrato, basi parum bisinuato, lateribus 
paulo rotundato, sat grosse punctato, postice utringue sulco 
oblique impresso; elytris elliptieis, postice aeute rotundatis, longitu- 
dinaliter convexis, punetato-striatis, interstitiis planis, squamulis 
cupreo-micantibus et subalbidis nebulosis, uniseriatim erecto-setosis; 
femoribus subtus spina parva armatis; lg. 4.5—-6, lat. 1.8—2.3 mm. 

Dem H. ornatus!) Fst. in der Körperform am ähnlichsten, 
die Decken nur noch höher längsgewölbt. 

Runde und dicht aneinander gelegte kleine dunkle und 
größere hellere Schuppen bedecken die Oberseite und lassen die 
Decken wolkig erscheinen; die gereihten Börstchen auf den 
Deeken sind zugespitzt, viel länger und senkrechter abstehend 
als die auf dem Vorderkörper und dem Fühlerschaft; die Punkte 
in den Streifen kahl; die Längswölbungslinie fällt zur Basis in 
langem und flachem Bogen, zur Spitze in einem viertel Kreisbogen 
ab, ihr höchster Punkt in oder dicht hinter der Mitte und viel 


1) Deut. Ent. Z. 1886 p. 538. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


142 & 


höher gelegen als der Thorax. Dieser mehr oder weniger quer, 
stets aber mit der charakteristischen abgekürzten Querfurche 
(schräg nach vorne und außen) hinter der Mitte nahe dem Außen- 
rande. Rüssel etwas länger als breit, flach längs eingedrückt, 
der Eindruck vorne durch ein erhabenes 4 und seitlich durch 
eine feine beschuppte Kiellinie begrenzt, in der Mitte zuweilen noch 
mit einer feinen schwarzen Linie. Geißelglieder 3—7 gleich lang, 
kürzer als 1 aber mindestens noch um ein Drittel länger als breit. 

Tanymecus Fruhstorferi. Oblongus, depressus, niger, einereo- 
squamosus, obscure nebulosus, breviter setulosus; rostro medio 
carinato utringue profunde biimpresso; articulis duobus primis 
funieuli elongatis, secundo quam primo paulo longiore; prothorace 
elongato-quadrato, lateribus subparallelo, dense punetato, obsceure 
trivittato; scutello elongato dense einereo-albido-squamoso; elytris 
humeris obliquis, subparallelis, postice rotundato-angustatis, apice 
breviter excisis, dorso dense punctato-striatis, punetis sat magnis 
et profundis, lateribus et apicem versus minoribus, interstitiis vix 
convexis; maris femoribus subtus ac tibiis intus dense fimbriatis; 
lg. 9.5, lat. 3 mm. 

Sukabumi. 

Der groben eingestochenen Punkte in den Deckenstreifen 
wegen kann diese Art nur mit rudis Gyll. verglichen werden; 
sie weicht von diesem besonders dadurch ab, daß die ganze 
Oberseite mit zahlreichen hellen, nicht ganz anliegenden und an 
der Spitze abgestutzten Börstchen bestreut ist, daß die Stirne 
keinerlei Erhabenheiten oder Vertiefungen zeigt, daß die Schultern 
schräg abfallen und daß der längere Thorax keine helle Mittel- 
linie hat. | 

Geihelglied 3 länger als jedes der folgenden, aber kürzer 
als 1. Thorax um ein Viertel länger als breit, seine Seiten wenig 
eingezogen. Decken über die Schultern reichlich um ein Drittel 
breiter als der Thorax und reichlich doppelt so lang als breit, 
beide parallelseitig, im Spitzendrittel gerundet verenst, die Naht 


an der Spitze kurz dreieckig und im Spitzenviertel jederseits tief 


Stett. entomol. Zeit, 1896 


143 


eingedrückt, ihre Längswölbungslinie mit der des Thorax eine 
ununterbrochene gerade Linie bildend, im Spitzenviertel gerundet 
abfallend, flach quergewölbt, die eingestochenen Punkte in den 
Streifen zur Basis hin gröber, die Streifen zur Spitze hin tiefer 
und die Spatien gewölbter. Schuppen rundlich, nicht dicht neben- 
einander gelegt, stellenweise mit Metallglanz. 

& Die vier hinteren Schienen viel länger gewimpert als die 
vorderen und als die Schenkel; Analsegment flach vertieft. Die 
nach ihrem Entdecker benannte Art ist die erste, die von den 
Sunda-Inseln beschrieben ist. 

Lixus javanus. L. Prainae!) Fst. simillimus et affinis, 
nonnihil brevior; antennis brevioribus, elytris postice obtuse 
rotundatis, lineis fasciisque latioribus, fascia anteapicali undulata; 
lg. 13, lat. 4 mm. 

Mons Tjikorai, Pengalengan. 

Die im Verhältniß zum Thorax breiten Flügeldecken mit 
deutlicher, wenn auch stumpfer Schulterecke, der grob skulptirte 
und in der Mitte gefurchte Thorax, die mit der Keulenstelle 
eine stumpfe Zahnecke bildende Ausrandung hinter der Schenkel- 
spitze, das lange zweite Geißelglied (höchstens um die Hälfte 
länger als 1) sowie die Zeichnung hat unsre Art mit mucoreus?) 
Pase., Prainae Fst. und mit einer dritten neuen Art orientalis 
gemeinsam. 

Dicht weißlich behaart sind bei diesen vier Arten auf dem 
Thorax drei Längsbinden, auf den Decken eine gemeinsame, 
jederseits schräg nach vorne bis zum Außenrande reichende 
Anteapikalbinde, eine von dem Eindruck innerhalb der Schulter 
nach hinten und außen bis zu den Hinterhüften verlaufende Schräg- 
binde, eine ebenso gerichtete kurze Schrägbinde vor der Mitte 
zwischen den Streifen 1 und 4, sowie eine kürze apikale Schräg- 
binde vom Nathwinkel bis zum Eindruck vor der Spitze. Alle 
diese Binden sind dünn linienartig bei mucoreus und Prainae 

1) Stett Ent. 2. 1891 p. 276. 

2) Aun. Mus Cıv. Gen. 1885 p. 222. 


Stett. entoınol. Zeit. 1896 


144 


(am dünnsten bei letzterem), breiter bei javanus und orientalis. 

Sie lassen sich nach folgender Tabelle auseinanderhalten. 

11, Die Anteapikal- und Schulterbinde sind am Außenrande 
mit einander verbunden, erstere verläuft in gleichmäßigem 
Bogen. Java (Fruhstorfer) . . . . . mucoreus Pasec. 

1. Die beiden Binden sind am Außenrande nicht verbunden, 
sondern hier um die Länge des ersten Bauchsesmentes von 
einander getrennt; die Anteapikalbinde verläuft in ge- 
brochenem Bogen; 

21. Alle Binden fein linienartig, die anteapikale ist nur wenig 
stufenartig gebrochen und verliert nirgend die Richtung 
nach vome; Decken hinten gerundet zugespitzt. Sikkim, 
N. Mauipur.) an er  ane  SPromaeter 

2. Alle Binden breiter, die anteapikale undulirt, auf dem 
Spatium 4 nach hinten gerichtet; Decken hinten viel weniger 
spitz gerundet. | 

31. Decken hinten stumpf gerundet, die Schrägbinde vor der 
Mitte auf Spatium 2 stufenförmig abgesetzt. javanus n. sp’ 

-3. Decken hinten etwas spitzer gerundet, die Schrägbinde vor 
der Mitte gerade ungebrochen. Länge 13—15, Breite 4—5 mm. 
Assam, Khasia Hills, Carin Cheba . . orientalis!) n. sp. 
Lixus confusus. Diese Art hat eine ähnliche aber viel 

weniger ausgeprägte, mehr aufgelöste Zeichnung als die vier vor- 

hergehenden und steht dem orientalis nahe, ist jedoch schmäler, 
ihre Decken sind kaum breiter. als der Thorax und hinten einzeln 
stumpf zugespitzt, der Thorax ist grob, dicht und wenig runzlig 
punktirt und die Schenkel sind ungezähnt. In der Körperform 
und Thoraxskulptur steht confusus dem monticola?) Kirsch am 
nächsten. 

Rüssel vom Kopf durch einen flachen Quereindruck abge- 


setzt, so lang (3) oder länger als der Thorax, so dick als der 


1) Ist Ann. Mus. Civ. Gen. 1894 p. 927. von mir irrthümlich als 
Pruinae aufgeführt. 
2) Mitth. Mus. Dresd. II. p. 152. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


145 


Vorderschenkel, seitlich und auf der Basalhälfte runzlis punktirt, 
zwischen den Fühlereinlenkungen mit kurzer eingedrückter Linie. 
Fühler bräunlich. in (2) oder vor der Mitte eingelenkt, Geißel- 
slied 2 doppelt so lang als 1. Stirne mit tief eingedrücktem 
Punkte. Thorax länger als breit, bis zur Mitte wenige, dann 
zur Spitze mehr und flach geschweift verengt, die Basis und 
Spitze flach zweibuchtig, Augenlappen flacher gerundet, am 
Vorderrande weniger grob punktirt, hinten bis zur Mitte tief 
sefurcht, die Furche am Vorderrande wieder angedeutet. Decken 
hinten spitz gerundet, gestreift punktirt, die Punkte zur Basis 
hin größer und tiefer, die Spatien flach, nur 2 und 5 an der 
Basis breiter und beulig, zwischen den Beulen etwas, jederseits 
vor der Spitze tief eingedrückt, stellenweise flach querrunzlie. 
Schenkel schlank, an der dicksten Stelle mit einem Haarrins. 
Unterseite bis auf das Abdomen gleichmässig behaart, letzteres 
mit vier Reihen diehter behaarter Stellen. Länge 12—15, Breite 
4-—5 Millimeter. 

Mons Tengger; Borneo, Sumatra. 

Stücke von den Philippinen, Luzon, Almaheira mit etwas 
gröberer Deckenskulptur erhielt ich als nebulifasciatus Jekel (soll 
wohl Walker heißen); ich besitze keine Stücke von Ceylon, um 
die Richtigkeit prüfen zu können; die zu kurze Diagnose reicht 
dazu nicht aus. 

Dyscerus Jordani. Oblongus, dorso nonnihil depressus. 
niger, supra opacus et pilis ochraceis inaequaliter obsitus, sparsim 
albido setulosus; antennarum clava in utroque sexu elongata, 
crassa, oblique obsoleteque articulata, prothorace granulato antice 
carinato; seutello magno triangulare, nudo; elytris dorso fossulis 
quadrangulatis seriatim impressis, interstitiis angustis valde remote 
uniseriatim granulosis; lg. 13--15. lat. 4—5 mm. 

Mons Tjikorai. 

Der langen, zur Basis hin fast geradlinig verengten und 
an der Spitze stumpf abgerundeten Fühlerkeule wegen mit keiner 
der bisher beschriebenen Arten zu verwechseln. Diese Keule ist so 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 10 


146 


lang als die sechs letzten Geißelglieder und so diek als der Rüssel 
hoch. An eine Zugehörigkeit dieser Art zur Gattung Aclees 
kann schon deshalb nieht gedacht werden, weil die Keule schräg, 
wenn auch undeutlich gegliedert, die Geißel zur Keule hin nicht 
verbreitert und die Hinterbrust neben ihren Episternen nicht ge- 
furcht ist. 

Im Übrigen gleicht unsere Art dem Dyscerus consimilis !) 
Fst. außerordentlich, ist aber viel größer, der Thorax ist nicht 
grubenartig punktirt, sondern gekörnt und zwar auf dem Rücken 
sröber als an den Seiten und unten. die Deckenspatien sind 
deutlicher gekörnelt, die viereckigen neben dem Aubßenrande in 
flachen Furchen stehenden Punkte sind viel schärfer umerenzt, 
der Rüssel länger und die Beine und Fühler sind dieker. Das 
männliche Analsegment hat eine breite, nicht tiefe Mittelfurche. 

Parimera nov. gen. Anthonominorum. 

Caput conicum. Oeculi rotundati laterale. Rostrum eylin- 
dricum arcuatum. Antennae submedianae funieulo subfiliforme. 
Prothorax basi bisinuatus, apice truncatus. Scutellum distinetum. 
Elytra prothorace latiora apice singulatim rotundata, decemstriata. 
Pyeidium deteetum. Coxae anticae contiguae prosterni basi 
approximatae, intermediae et posticae aequidistantes. Segmentum 
secundum abdominale tertio et quarto simul sumptis fere aequale. 
Femora subtus dentata; articulus penultimus tarsorum Dilobatus; 
unguiculi simplices liberi. 

Von Imera?2) Pasc. hauptsächlich durch den konischen Kopf, 
zur Keule wenig verdickte Fühlergeißel hauptsächlich verschieden , 
letztere und die gezähnten Schenkel unterscheiden sie auch von 
Telphasia:) Pase.. mit der sie übrigens habituelle Ähnlichkeit hat. 

Jedes der letzten Geißelglieder noch so lang als breit und 
nur wenig dicker als die ersten, das letzte also nicht an die 


Keule geschlossen, das erste Glied der letzteren das längste, 


1) Stett. Ent. Z. 1891 p. 277. 
2) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 236. 
®) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 235. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


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Pen 


147 


Schaft an der Spitze lang gekeult. Alle Schienen an der Spitze 
gerade abgestutzt und unbewehrt. Körper ziemlich flach. Thorax 
an den Hinterecken zu einer scharfen Kante zusammengedrückt. 
Abdominalfortsatz ogival. 

Parimera signa a, Ovata, subdepressa, supra nigro-brunnea, 
opaca, brevissime fuseo-pubescens, testaceo-signata, subtus pedibus 
antennisque testacca; capite minute punetulato; fronte inter oculos 
parum convexos rostri latitudine, canalieula parum impressa; 
rostro eylindrico arceuato elytris breviore ($) vel aequilongo (2) 
confertim punetato, apice plus minusve testaceo; articulo primo 
obeonieo, secundo nonnihil longiore; protliorace transverso sub- 
conico, basi bisinuato, densissime punctulato. plerumque lateribus 
late lineaque mediana testaceo et flavido-pubescente; scutello 
triangulare flavido; elytris latitudine nonnihil longioribus, humeris 
rotundatis, striis obsoletissimis, interstitiis latis parum convexis 
dense punctulatis, niero-brunneis, macula humerale margine apicale, 
macula apicale literam C formante testaceis; femoribus dentatis. 
posticis apice brunnescentibus; lg. 3.3—4, lat. 1.3 mm. 

Sukabumi; auch von der Insel Timor. 

An der Basis der Deckenspatien 1, 3, 5 steht gewöhnlich 
eine längere, auf den zwischenliesenden eine kurze helle und 
hell behaarte Makel; beim Männchen sind mindestens das Spitzen- 
drittel des Rüssels, das ganze Pysidium, die Thoraxseiten breit 
und eine Mittellinie auf letzterem beim dunkleren Weibchen 
nur die äußerste Spitze des Rüssels, die Thoraxseiten nur schmal 
und verwaschen und auf dem Pygidium nur die Ränder gelb, 
die helle C-förmige Makel an der Spitze hängt mit dem hellen 
Spitzenrande zusammen. 

Fühler dicht hinter dem Spitzendrittel (3) oder in der Mitte 
eingelenkt, der Schaft wenig kürzer als die Geißel. Thorax von 
den Hintereeken bis zur Mitte beinahe parallelseitig, dann ge- 
rundet verengt, an der Spitze wenig breiter als die halbe 
Basis, flach längsgewölbt mit dem höchsten Punkte hinter der 
Mitte. Decken nicht viel breiter als die Thoraxbasis, mit abge- 


Stett, entomol. Zeit, 1896. 10% 


148 


rundeten Schultern. nach hinten etwas gerundet verengt, sehr 
flach längsgewölbt, Streifen 10 an der Basis, 9 hinter den Hüften 
etwas mehr vertieft als die übrigen, Punkte in den Streifen nicht 
erkennbar. Pygidium etwas zugespitzt. Die gelbe Unterseite ist 
kurz seidenartig behaart und nur wenig glänzend. 

Parimera vittata.!) Kleiner als die vorhergehende Art. 
Röthlich-gelb und kurz behaart; gewöhnlich der Rüssel größten- 
theils, der Thorax bis auf zwei Längsbinden, auf den Decken 
die Naht und die Seiten vom vierten Streifen ab und alle Schenkel 
an der Spitze braun. die braunen Deckenseiten aber von den 


Hinterhüften ab nach hinten durch das helle Spatium 8 (zuweilen 


1) Folgende zwei neue Arten finden sich zu je einem Stücke in 
meiner Sammlung: 

P, obsceura. 9 Einfarbig dunkel pechbraun mit Fettglanz; Fühler 
und Beine heller. Stirne über den Augen mit tiefer Mittelfurehe. Rüssel 
dünner und so lang als die Decken, an der Spitze und Fühlereinlenkung 
etwas verbreitert, glänzend undicht und äußerst fein punktirt. Geißelglied 
1 beinahe doppelt so lang als 2. Thorax so lang als breit, nach vorne 
gleichmäßig gerundet verengt, die Spitze durch einen Quereiudruck hals- 
förmig abgesetzt, die Basis fein gerandet, sehr dicht punktirt aber unbe- 
haart. Decken etwas länger als breit, die Schultern kurz gerundet, hinter 
dem Schildchen etwas eingedrückt, die Streifen im Basisdrittel punktirt, 
die sehr flache Längswölbungslinie von T. orax und Decken kaum unter- 
brochen, die gewölbten Spatiien sehr feinkörnig punktirt und wie das 
Schildehen schr kurz behaart. Beine düuner, Schenkel fein gezähnt. Länge 
3.3, Breite 1.4 Millimeter. 

Philippinen. 

P. uniformis. Ein männliches Stück ist mit odscura gleich- 
gefärbt, hat auch gleichgeformte und gleichskulptirte Decken mit ihr ge- 
meinsam, kann aber des anders geformten Rüssels und Thorax wegen 
wohl nicht als das andere Geschlecht von jener aufgefaßt werden. Der 
Rüssel ist nämlich reichlich so lang als die Decken, also noch etwas 
länger als der des odscura Weibchens, dicker, zwischen den Fühlereinlen- 
kungen dicht vor der Mitte verbreitert, sehr dicht und fein punktirt, von 
der Basis bis zur Fühlereinlenkung gekielt. Thorax so lang als breit, 
mit der größten Breite und Höhe hinter der Mitte, hier gerundet, zur fein 
erhaben gerandeten Basis wenig, zur halsförmig abgesetzten Spitze stark 
verengt, hier ein Drittel so breit als die Basis, längs und quer auch etwas 
höher als die Decken gewölbt. Fühler länger, Geißelelied 1 kaum ein 
Drittel länger als 2. Ausen sehr viel größer. Beine viel länger, die 
Vorderschienen innen dicht und lang gefranst. Länge 4, Breite 1.5 Millimeter. 

Von den Tenimber Inseln. 


Stett entomol, Zeit. 1896, 


N Ar 


149 


auch durch die hellen 7 und 8) gespalten; selten ist der Thorax 
einfarbig hell. | 

Rüssel beim Männchen so lang als Kopf und Thorax zu- 
sammen, beim Weibchen länger. Thorax beinahe so lang als 
breit, fein punktirt und mit angedeutet erhabener Mittellinie. 
Deckenstreifen 3, 5, 7 etwas mehr eingedrückt als die übrigen, 
die Spatien flach gewölbt und sehr fein punktirt, Längswölbungs- 
linie des Thorax und der Decken flach und kaum unterbrochen. 
Länge 3.2, Breite 1.5 Millimeter. 

Sukabumi. 

Alcides perturbatus. Ab A. triangulifer!) Kirsch protho- 
race quadrato lateribus vix rotundato, seutello albidosquamoso 
elytris subparallelis, humeris rotundatis laterialiter haud extensis 
minus profunde striatis, interstitiis usque ad apicem granulosis, 
tibiis intermediis intus in utroque sexu late angulato dilatatis 
haud dentatis praecipue distinetus; le. 10, lat. 4.5 mm. 

Mons Gede, Mons Tjikorai, Sukabumi; auch von Malang 
in meiner Sammlunse. 

Der kongruenten Zeichnung wegen der Kirsch’schen Art 
verwandt, aber durch die obigen Merkmale sicher von ihm ver- 
schieden. Daß triangulifer mit delta Pasc. identisch sein soll, 
wie Aurivilius in Nouv. Arch. Mus. 1892 p. 218 angiebt, 
scheint mir heute zweifelhaft, da Pascoe in seiner Beschreibung 
die Decken „subeylindrica“ nennt, die nach außen stumpfwink- 
ligen Schultern nicht erwähnt und nur von einer weißen Makel 
auf den Mittelbrustseiten spricht. Dagegen wäre es eher wahr- 
scheinlich, daß die von Pascoe in Journ. Lim. Soc. 1871 pl. IX 
f. 10 abgebildete delta var., die er bei der Beschreibung seines 
auritus?) nur zum Vergleich anzieht, mit triangulifer identisch 
ist, da diese Abbildung sowohl die vortretenden Schulterwinkel 


als auch die unten gezähnten Mittelschienen zeigt. Die in beiden 


1) Mitth. Mus. Dresd. 1875 p. 17. 
2) Journ. Lin. Soc. 1871 p. 182. pl. IX. f. 11. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


150 


Geschlechten ungezähnten Mittelschenkel, das weiß beschuppte 
Schildehen und die weißbeschuppten Seitenstücke der Mittel- und 
Hinterbrust, sowie die ebenso beschuppten Seiten der letzteren 
trennen unsere Art von dem eigentlichen delta Pase. 

Aleides Dejeani. Ab A. magicus Pasc. rostro fronteque 
suleatis, prothorace apice late tubulato et haud granulato, utrinque 
antice fascia transversa, vitta obliqua laterali ad coxas anticas 
dueta subalbido-squamoso, elytris interstiis haud granulatis, singulo 
vitta valde arcuata humerali cum fasecia communi transversa post- 
mediana extus juncta, arcu abbreviato laterale maculaque subapi- 
cale subalbidis diversus; lg. 14—16, lat. 5.3—6 mm. 

Mons T;jikorai. 

Länger als der vorgehende, der Anteskutellarlappen weiter 
und spitzer vorgezogen und durch die Zeichnung sehr verschieden. 
Die außen mit der gemeinsamen Querbinde zusammenhängende, 
_ außen offene Bogenbinde zieht nicht zum Schildehen, sondern über 
die Schultern und Thoraxhinterecken bis zu den Vorderhüften 
und stößt hier mit der Querbinde hinter dem Vorderrande zu- 
sammen; der Scheitel dieser Bogenbinde tangirt auf den Decken 
den dritten, der des concentrischen kurzen Bogens an den Seiten 
den siebenten Streifen; von der hinteren Querbinde bis zur Spitze 
ist der Außenrand und eine annähernd dreieckige Makel zwischen 
den Streifen 2 und 9 ebenfalls weißlich, bei einem der beiden 
vorliegenden Stücke röthlich angehaucht. Die sehr dichte milch- 
weiße Beschuppung hat genau dieselbe Ausdehnung wie bei 
triangulifer und perturbatus. 

Rüssel und Stirne runzlig punktirt, ersterer mit einer tiefen 
Mittelfurche hinter den Fühlereinlenkungen. Geißelglied 1 kaum 
länger als 2. Thorax wenig kürzer als breit mit weniger vor- 
tretenden Augenlappen, fast parallelseitie im Spitzenviertel seitlich 
lang halsförmig zusammengezogen, auf dem nicht halsförmigen 
Theile kräftig und ziemlich dieht gekörnt. Schildchen klein, mit 
den anliegenden Spatien gleichskulptirt und gleichgefärbt. Decken 
wie wie bei perturbatus geformt, ohne vortretenden Schulter- 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


151 
winkel, aber länger, der Rücken seitlich hinter den Schultern 
lang und mehr eingedrückt, wodurch die Spatien und Streifen 
hier gebogen erscheinen, letztere tiefer, die Punkte in ihnen, 
namentlich die außerhalb der weißlichen Bogenbinde oeröber, der 
Eindruck jederseits 'vor der Spitze auch etwas tiefer. Beine wie 
bei triangulifer geformt, der starke spitzige Zahn der vier Vorder- 
schienen aber nieht in der Mitte, sondern im Spitzendrittel. 

Acienemis dumalis, _ Anguste oblonga, nigro-picea, dense 
subtus subalbido-, supra cervino-squamosa, nigro-et albido-varie- 
Sata; setis crassis “erectis "adspersa; rostro elongato, curvato; 
prothorace latitudine aequilongo, lateribus parum rotundato, 
fasciculis fuseis duobus apicalibus et quatuor medianis transversim 
obsito; scutello rotundato subalbido; elytris humeris rotundato- 
reetangulatis, punetato-striatis, quarta parta anteriori suturae, 
singulo faseiis duabus obliquis angustis indistinetis et postice 
subalbido-terminatis nieris; lg. 5,5, lat. 1.3 mm. 
| Sukabumi. 

Mit spilonota und angustula!) Pase. verwandt, von ersterem 
durch gestrecktere Form und andere Deckenzeichnung, von letzterem 
durch die Beborstung verschieden. 

Thorax außer den sechs dunklen Borstenbündeln noch mit 
einzelnen weißlichen Börstchen bestreut, die hell rehfarbigen 
Schuppen mit vertiefter Mitte. Kopf und Rüsselbasis rehfarbig 
beschuppt, mit wenigen einzelnen Börstehen. Die bis auf die 
dunkle basale Nahtmakel hinter dem Schildehen etwas verwischte 
Deckenzeichnung ist schwer zu beschreiben; etwas hinter der 
Mitte steht auf jeder Decke zwischen der Naht und dem Auben- 
rande eine nach vorne und außen schräge schwarze, nieht immer 
auf denselben Spatien unterbrochene Binde, von der mitunter nur 
der Anfang auf den Spatien 1 und 2 zu bemerken ist; eine 
zweite aber schon auf der Nath beginnende, ebenso unterbrochene 


und im Ziekzack geführte Schrägbinde steht in der Mitte zwischen 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 247. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


152 


der ersten Binde und der Spitze; die einzelnen Striche dieser 
Binden sind hinten weißlich gesäumt. Die weißliche Beschuppuns 
der Vorderbrustmitte setzt sich eine Strecke auf Spatium 7 fort 
und bedeckt auch mehr oder weniger die ganzen Schultern; diese 
sind durch eine aus einzelnen weißlichen Schuppen bestehende 
und nach vorne offene Bogenlinie verbunden, deren Scheitel nicht 
ganz die Deckenmitte erreicht; die Naht und die abwechselnden 
etwas erhabenen Spatien sind mit hellen und dunklen schrägab- 
stehenden Schuppenborstien einreihig besetzt; alle Schuppen flach, 
rundlich und etwas übereinander gelest. Schenkel kräftig ge- 
keult und gezähnt und bis auf die dunkle Keulenstelle, alle 
Schienen bis auf zwei braune Ringe wie die Unterseite weiblich 
beschuppt. 

Acienemis ibis. {% Oblongo-ovata, nigro-pieca, obscure 
brunneo-squamosa, albo-lineata et fasciata, setis erassis reclinatis 
adspersa; rostro corporis longitudine paulo arcuato, in tertia 
parte basali punctato-striato; antennis elongatis scapo oculum 
haud attingentibus; prothorace elongato, lateribus rotundato, basi 
profunde bisinuato, profunde rugoso-punetato, medio suleato, lineis 
duabus albidis signato; scutello vix conspieuo; elytris humeris 
rotundatis subparallelis, postice rotundato-acuminatis, sat grosse 
striato-punetatis, sutura interstitiisque alternis elevatis et uniseriatim 
setosis, tertio lineola basali, quinto linea utringue abbreviata, sutura 
postice, linea obliqua post medium margineque exteriore ante 
apicem abbreviato albidis; femoribus minus clavatis, tibiis extus 
emarginatis intus bisinuatis; lg. 9, lat. 3.2 mm. : 

Pengalengan. 

Die größte der bisher beschriebenen Arten und dem kleinen 
peduncularis!) Pasc. sowohl in der Zeichnung als auch durch 
die verhältnißmäßig dünnen Schenkel, die Schienenbildung und den 
das Auge nicht erreichenden Fühlerschaft ähnlich. Die weiße 


Zeiehnung unserer Art weicht dadurch-ab, daß das Spitzendrittel 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 247. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


153 


der Naht und eine schräge Linie vom Anfange der abschüssigen 
Stelle zur Mitte des fünften Spatiums auch weiß beschuppt sind ; 
aber auch durch die viel gröbere Skulptur der Oberseite, die breit 
eingedrückte Thoraxmittelfurche, die etwas aufgebogene und tief 
zweibuchtige Thoraxbasis sowie durch den sehr langen Rüssel ist 
unsre Art von der Pascoeschen verschieden. 

Rüssel an der Fühlereinlenkung und Spitze etwas erweitert, 
zwischen beiden fein und spärlich punktirt. Alle Geißelglieder 
länger als breit, 2 deutlich länger als 1, das erste Keulenglied 
an der Basis nicht gestielt. 

Mechistocerus indignus. Eine dem bardus!) Fst. außer- 
ordentlich ähnliche Art und von ihm nur durch die folgenden 
Merkmale verschieden. Die Skulptur der Ober- und Unterseite 
ist feiner, was am meisten auf dem von Schuppen nicht ent- 
blößten Thorax, auf der. Hinterbrust und seinen Episternen 
auffällt; die Punkte auf dem «Thorax und in den Decken- 
streifen stehen dichter; von letzteren tragen nur diejenigen eine 
kleine helle Schuppe, die in den hellen Nebeltlecken liegen, während 
bei bardus auch die in den dunkleren Stellen schuppentragend 
sind; Thorax stets mit deutlichem Mittelkiel; die Schienen nicht 
nur vor der Basis schmal braun gerineelt, sondern ihre ganze 
Basalhälfte dunkelbraun. Länge 7—-10, Breite 2.7—3.5 Millimeter. 

Mons Tengger. | 

Tragopus bieristatus.°) Breviter ovatus, convexus, griseo- 
squamosus; antennis ferrugineis; fronte depressa canaliculata; rostro 


subreceto; prothorace latitudine haud longiore, lateribus medio 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1894 p. 278. 

2) Eine verwandte Art von derselben Form und ähnlicher Skulptur 
ist T,. fasciatus. Sie unterscheidet sich von dem obigen nur durch 
höher gewölbte Decken, kräftigere und dichtere Körnelung, durch die 
fehlende Querfurche vor der Thoraxbasis, durch einen mit zwei kleinen 
Körnchen besetzten Scheitel, durch punktirte Schenkel, viel kleineren 
kürzeren Kamm auf dem zweiten Deckenspatium, durch eine nackte Quer- 
binde vor diesen Kämmen und durch längeren Thorax mit deutlicherer 
vertiefter Mitte. Länge 9, Breite 4.5 Millimeter. Java. Nach einem 
Pärchen meiner Sammlung. 


ßtett, entomol. Zeit. 1896, 


154 


rotundato-dilatato, ante angulos posticos sinuato, basi late emarei- 
nato, remote minuteque granuloso; elytris latitudine vix longioribus, 
postice rotundato -acuminatis, alte convexis, punctato-sulcatis, 
interstitiis seriatim granulatis, secundo post medium crista elevata 
et apice granulosa munitis; femoribus ruguloso-punctatis sub- 
linearibus spina parva armatis, tibiis loneitudinaliter sulcatis et 
carinatis; le. 7-—8, lat. 3.6—4.4 mm. 
Mons Gede. 


Von der kurzen Form des brevis!) Fst. und wie dieser 
mit gefurchten und gekielten Schienen, aber die Decken viel höher 
gewölbt und durch den Kamm am Anfange der abschüssigen 


Stelle auf Spatium 2 ausgezeichnet. 


Die gleichmäßige graue Beschuppung der Oberseite nur durch 
die schwarzen glänzenden Körnchen unterbrochen, jedes von diesen 
und jeder Punkt am Thoraxvorderrande mit einem kurzen, wenig 
abstehenden und pfriemenförmigen Börstehen. Thorax mit der 
größten Breite in der Mitte, zur Spitze und Basis geschweift ver- 
enst, die Hinterecken spitzwinklig etwas nach außen und hinten 
gezogen, die durch eine Querfurche abgesetzte Basis in der Mitte 
gerade abgestutzt, oben fein und zerstreut gekörnelt, am Vorder- 
rande dichter punktirt, deutlich längsgewölbt mit dem höchsten 
Punkte hinter der Mitte. Decken an der Basis wenig breiter als 
die Thoraxbasis, in der Mitte abgestutzt und an den Seiten zur 
Aufnahme der T'horaxhinterecken ausgeschnitten,‘ an den Seiten 
gerundet, mit der größten Breite und Höhe in der Mitte, hoch 
sewölbt; von den Körnerreihen reichen nur die der Spatien 2, 4, 6, 8 
bis nahe an die Basis, alle aber bis an die Spitze heran; quer 
über die Mitte sind die Körnchen am größten. Rüssel körnig 
punktirt, zwischen den Fühlereinlenkungen mit einer kurzen ver- 
tieften Linie. Bauchsegmente 3 und 4 kahl, matt, etwas tiefer 


gelegen als das beschuppte leicht gewölbte fünfte und viel tiefer 


1) Stett. ent. Zeit. 1892 p. 218. 


Stett entomol. Zeit 1896. 


155 


gelegen als die mehr gewölbten, beschuppten und weitläufig ge- 
körnten beiden ersten. 

Plaxes dispar. Latus, subplanus, ater, glaber, nitidus; 
antennis rufis, pedibus piceis; rostro recto, basi altiore et protho- 
race aequilongo (3), vel eylindrieo et prothorace sesquilongiore ; 
prothorace transverso antiee contraeto, dorso antice utrinque late 
profundeque impresso, punetulis obsoletis minoribus et majoribus 
remote obsito; elytris latitudine parum lonsioribus, suleatis, in 
suleis obsolete punetatis, interstitiis angustis obtuse carinatis et 
punetulatis; Ig. 4, lat. 2.2 mm. 

Palabuan. 

Der kürzere Rüssel. der in der vorderen Hälfte durch zwei 
seitliche Eindrücke zu einer stumpfen Falte komprimirte Thorax 
und die gefurchten Decken unterscheiden unsre Art hinreichend 
von der einzigen. bisher beschriebenen impar!) Pasec. 

Von den beiden ersten und verlängerten Geißeleliedern ist 
1 etwas dicker und länger als 2, Glied 1 der Keule hornig, 
länger als die übrigen zusammen und fast so lang als die vier 
letzten Geißelglieder. Rüssel dicker als bei impar und nicht wie 
bei diesem in den Kopf eingestochen, sondern seine Oberkante 
bildet mit der des Kopfes eine ununterbrochene, an der Rüssel- 
basis kaum eingesenkte Linie und ist wie der Kopf fein punktirt. 
Letzterer leicht konisch mit flachen Augen, oberhalb dieser mit 
einem eingestochenen Punkte. Thorax kürzer und seine Hinter- 
eeken etwas mehr eingezogen, nach vorne wenig verengt, die 
Basis flach zweibuchtig, die feinen ungleich großen Pünktchen auf 
dem Rücken undichter als an den Seiten. Decken mit abge- 
rundeten Schultern, hinteren Außenecken und einzeln abgerundeten 
Spitzen, in der Mitte am breitesten, ihre Rückenlinie mit der des 
Thorax eine ununterbrochene äußerst flache Bogenlinie bildend, 
die Punkte in den tiefen Furchen an den Seiten deutlicher, an 


der Basis gröber, die kielartigen Spatien nicht ganz regelmäßig 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 206. 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


156 


sereiht punktirt. Schenkel dick. Unterseite fettglänzend, die 
Brust dichter punktirt als das Abdomen. 

& Vorderschenkel deutlich gezähnt. Vorderbrust mit flachem 
dreieckigen Eindruck zwischen zwei flachen und stumpfen Kiel- 
linien;, Hinterbrust und die beiden ersten Bauchsegmente mit flach 
eingedrückter Längsfurche. 

Die Gattung Plaxes wird von Pascoe zu den Baridinae 
Lac. gestellt, obgleich ihr das Hauptkriterium, nämlich die auf- 
steigenden Mittelbrustepimeren fehlen und der Autor selbst au- 
erkennt, daß sie nach Locordaires Klassifizirung keinen Platz in 
dieser Gruppe findet. Der breite Mesosternalfortsatz (kaum 
schmäler als der Abdominalfortsatz), die breit getrennten Vorder- 
hüften sowie die nicht aufsteigenden Mittelbrustepimeren verweisen 
die Gattung zwanglos zu den Trypetides Lac., von deren drei 
bisher bekannten Gattungen Trypetes, Arthrotomus und Nanus 
Seh. sie sieh durch das unbedeckte Pygidium und die in der 
Rüsselmitte eingelenkten Fühler unterscheidet. 

Baris utibilis. Oblongo-ovata, nigra, subopaca; albido- 
vel flavo-maeculata; prothorace rotundato-conico, antice contracto, 
apice tubulsto, densissime punetato. linea media impunctata, 
lateribus albido-biplagiato; scutello magno, rotundato, albido; 
elytris acute profundeque striatis, in striis vix punctatis, interstitio 
secundo postice, quarto toto (3) vel interrupto (2), lineisque 
nonnullis brevibus dispersis albidis; corpore subtus pedibusque 
dense albido-squamosis; unguiculis liberis; lg. 4—5, lat. 1.3——2 mm. 

Mons Tengger. 

Mit interrupta Bhn. verwandt, aber srößer, unten dicht 
weiß oder gelblich beschuppt. das Schildehen groß. die Thorax- 
seiten gerundet konvergirend, sein Rücken dichter punktirt, die 
ganze Oberseite fast matt. Von neelgheriensis schon durch die 


Zeichnung der Oberseite, von leucospilat) Pasc. durch die Makel 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1585 p. 291. 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


1. 


am Vorderrande des Thorax, hinten gerundetes Schildehen, andre 
Deckenzeiehnung und dicht beschuppte Unterseite verschieden. 

Thorax mit zweibuchtiger Basis, die seitliche Basal- und 
Apikalmakel mit der weißen Unterseite zusammenhängend, zwischen 
beiden zuweilen beim Männchen noch mit einer kleinen runden 
Makel. Decken reichlich um die Hälfte länger als breit, mit 
schräg abfallenden Schultern und nach hinten gerundet konver- 
sirenden Seiten, an der Spitze beinahe gerade abgestutzt und das 
vertikale dicht punktirte Pygidium ganz ($) oder theilweise frei- 
lassend, ihre Längswölbungslinie mit der des Thorax eine flache 
fast ununterbrochene Bogenlinie bildend, flach quergewölbt; 
Streifen ziemlich breit und tief, im Grunde undeutlich punktirt, 
die Spatien ziemlich grob unregelmäßig zweireihig punktirt, jeder 
Punkt auf den nicht besehuppten Stellen mit einer anliegenden 
schwarzen Borste, die Naht und Spatium 1 von der Mitte bis 
zur Spitze kaum merkbar eingedrückt. Zeichnung der Decken: 
2 Spatium 2 hinten, 3 in der Mitte, 4 an der Basis, in der Mitte 
und mitunter auch nach hinten mit einer kurzen weiblichen Strieh- 
makel; & alle Strichmakeln länger, die auf 4 gewöhnlich zu- 
sammenfließend, außerdem 5 und 6 an der Basis, 6 und 2 noch 
mit einigen kleinen, über die ganze Länge vertheilten kleinen Pusteln. 

Laodia bilineata. A L. lineata!) Fst. rostro magis arcuato 
basi altiore, prothorace apice tubulato, sculptura et signatura 
elytrorum alüs, pedibus longioribus praeeipue diserepans; 1g.2.7—3.5, 
lat. 1.2—1.5 mm. 

Mons Tengger. 

Die Punktirung der Deckenspatien ist ähnlich wie bei 
Ulobaris?) loricata Bhn. d. h. die flachen und queren Punkte 
nehmen die ganze Spatienbreite ein und haben nur einen ge- 
bogenen querkielartisen Rand, in den von hinten ein kurzes 
pfriemenförmiges schwarzes und anliegendes Borstenhaar einge- 
stochen ist. Auf der Unterseite die Mitte der Brust, die Hinter- 


1) Stett. Ent. Zeit. 1895 p. 17. 
2) Best. Tab. XXXII. p. 8 


Stett. entomel. Zeit. 1896, 


158 


brustepisternen und eine Seitenmakel auf den Bauchsegmenten, 
oben auf dem Thorax jederseits gegenüber dem Spatium 4 eine 
basale Strichmakel und auf den Decken Spatium 2 von der Basis 
bis zum Anfange der flach abschüssigen Stelle dicht weiß beschuppt. 

Centrinopsis comparabilis. Oblongo-ovatus, convexus, ater, 
nitidus, supra glaber; antennis castaneis; rostro prothorace aequi- 
longo (3) vel longiore (9), a captite supra sulco transverso 
distineto; prothorace conico basi profunde bisinuato, dorso disperse 
punetato; elytris remote punctato-striolatis, interstitiis planis 
obsoletissime uniseriatim punctulatis; corpore subtus densius et 
fortius punctato; femoribus subtus spina minuta armatis; le. 3.3, 
lat. 1.4 mm. 

Sukabumi. 

Baris coracina Bhn. von Java kann hier nicht gut in 
Frage kommen, da sie ein unbedecktes Pysidium und ungezähnte 
Schenkel haben soll; in der Skulptur jedoch müssen beide Arten 
recht ähnlich sein. 

Von C. ebeninus!) Fst. durch kürzere Fühler, viel un- 
dichter und auch feiner punktirten Thorax mit tief zweibuchtiger 
Basis, durch die mit einer äusserst kleinen Zahnspitze versehenen 
Schenkel und durch geringere Größe verschieden. 

Rüssel an den Seiten gröber und dichter punktirt, in der 
Basalhälfte beim Männchen deutlich comprimirt. "Thorax so lang 
als breit, nach vorne gerundet verengt, hinter der Spitze aber 
nur seitlich halsförmig abgesetzt, der mittlere Basallappen ziemlich 
breit und abgerundet, flach quergewölbt, die Punkte auf dem 
Rücken viel feiner und spärlicher als an den Seiten und unten. 
Decken keilförmig mit flach gerundeten Seiten, schräg abfallenden 
Schultern, über diese gemessen breiter als die T'horaxbasis, ihr 
Rücken mit dem des Thorax in einer Linie gewölbt, an der 
Basis innen neben der Schulter breit, der Nahtrand hinter dem 


sphärisch dreieckigen Schildehen und der erste Streifen hinten 


1) Stett. Ent. Zeit. 1895 p. 18. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


A 


159 


eingedrückt, die Streifen fein, die Punkte in ihnen breiter als sie 
und so groß als die auf den Thoraxseiten, alle Spatien äusserst 
fein ein-, die zwei oder drei innersten an der Basis zweireihig 
punktirt. Hinterbrust dichter als Vorder-, Mittelbrust und Beine 
punktirt, die Punkte im Grunde matt, jeder Punkt der Unter- 
seite mit einem sehr feinen und kurzen Borstenhärchen. 
Sphenocorynus seminudus. Der nicht tomentirten Unter- 
seite, Beine und Fühler wegen mit melanaspis!) Pase. verwandt, 
jedoch robuster, der Rüssel länger und dicker, die Tomentpunkte 
der Oberseite überall viel größer, Decken und Pygidium fast ganz 
dicht gelbgsrau tomentirt, so daß die Tomentpunkte nicht mehr 
gut zu trennen sind und nur hinten auf den Decken zwischen 
den Streifen 6 und 9 eine ovale Kalılmakel frei lassen. Auf dem 
Thorax nehmen die Tomentpunkte zur Spitze hin an Gröle etwas 
ab und bedecken daher die Oberfläche nicht ganz dicht. Stirne 
bis zur Höhe des Augenoberrandes wie der Rüsselrücken gelb- 
grau tomentirt und mit eingestochenem Punkte. Rüssel ein und 
einhalb mal länger als der Kopf, zur Spitze allmälig schmäler, 
der Rücken nicht dicht punktirt und mit einer kurzen Rinne 
zwischen den Fühlereinlenkungen, die Seitenkanien verrundet (2), 
oder ziemlich scharf und etwas körnig. Schildehen kalıl, glänzend. 
Pyeidium dicht mit Tomentpunkten besetzt, beim Manne kürzer 
und die verdickte, parallseitige, hinten stumpf abgerundete, längs- 
eingedrückte und behaarte Spitze durch einen Quereindruck ab- 
gesetzt. Auf der glänzend schwarzen Unterseite finden sich weit- 
läufige Tomentpunkte an der Vorderseite der Vorderschenkel gegen 
die Spitze und der Vorderschienen, an den Seiten der Brust, der 
vier ersten Bauehsegmente und in der Mitte der Vorderbrust; alle 
übrigen Punkte auf der Unterseite sind keine Tomentpunkte. 
Analsesment gegen die Spitze etwas flachkörnig und mit einer 
flach vertieften kurzen Linie an der Spitze (2), oder mit einem 
ziemlich grob punktirten nach vorne flacher werdenden dreieckigen 


1) Ann. Mus, Civ. Gen. 1885 p. 298. 


Stett. entomol Zeit 1896, 


160 


Eindruck an der Spitze (5). Erstes Bauchsegment und die Basis 

des zweiten beim Manne mit einem breiten und grob punktirten 

Längseindruck in der Mitte. Länge 18.5—20, Breite 5.2 
Sukabumi, Mons Tjikorai. 


5.5 mm. 


Eugithopus!) Iugubris. 5 Oblongus, convexus, niger, nitidus, 
ex parte albido-pruinosus et cretaceo-, supra vittatim erustosus; 
rostro basi erassiore, subtus ante antennarum insertionem tubereulis 
duobus munito et silaceo-setoso; prothorace elongato-conico con- 
fertim punctato eretaceo-sexvittato; elytris remote punctato-striatis, 
interstitiis planis, dorsalibus uniseriatim punctatis, ceretaceo-qua- 
drivittatis; sterno medio, abdomine toto eretaceo-crustosis; femo- 
ribus subtus tibiisque intus pilis longis fimbriatis; segmento anale 
triangulariter profundeque impresso; pygidio trapezoidale remote 
punetato; lg. 12—16, lat. 4--6 mm. 

Palabuan, Mons Tjikorai. 3 33. 

Von den sechs weißen Thoraxbinden liegen zwei auf der 
Unterseite, die beiden mittleren der Oberseite setzen sich auf das 
Deckenspatium 2 bis zum Spitzendrittel, die beiden äußeren auf 


6. bis zur Spitze und hier mit dem in der hinteren Hälfte weißen 


1) Eine ähnliche neue, auch von Java stammende Art ist folgende: 

Eugithopus isabellinus. Oblongus, minus convexus, niger, 
undique arenacco-erustosus, prothoracis lateribus et medio, elytrorum 
sutura plusminusve obscure suffusis; lg. 10—17.5, lat. 3.8—7 mm. 

Malang. 

Auf dem Thoraxrücken sind wie bei der obigen Art drei dunklere 
Längsbinden bemerkbar, von denen sich auch die mittlere auf die Decken- 
naht bis zur Spitze fortsetzt, es fehlt aber auf jeder Decke die dunkle 
Längsbinde als Fortsetzung der dorsalen Thoraxseitenbinde, die vorhan- 
denen dunklen Binden sind auch beim Manne nur schattenartig ange- 
deutet, beim Weibe dunkler und schärfer (ob durch Abreibung?). Auch 
ohne den Mangel der dunklen Dorsalbinde auf jeder Decke kann die 
neue Art nicht als Abänderung des lugubris angesehen werden, denn die 
Punktirung der Unterseite und des Pygidiums ist gröber, die Seiten des 
letzteren sind deutlich aufgebogen und seine Mitte gekielt. Der Mann hat 
dieselben Auszeichnungen wie der des /ugubris; das Weib hat keine 
Tuberkeln auf der Unterseite des Rüssels, der Behang der Schenkel und 
Schienen ist viel kürzer, Hinterbrust und Abdomen sind quergewölbt, 
Analsegment und Pygidium gerundet dreieckig mit abgerundeter Spitze, 
letzteres nicht vertikal sondern schräg gerichtet, 


Stett. entomol. Zeit. 1396, 


161 


Spatium 3 verbunden fort; mit ebensolcher weißen Schicht ist 
auch die äußere Hälfte des Spatium 1 auf der vorderen Hälfte 
aber die Basis nicht ganz erreichend, ferner zuweilen 3 an der 
Basis und auf der hinteren, 7 auf der vorderen Hälfte bedeckt; 
die Spatien 8 und 9 zuweilen auch 4 auf der vorderen Hälfte, 
4 und 5 an der Basis unregelmässig zwei-. alle übrigen regel- 
mässig einreihig punktirt, die Punkte auf den nicht inkrustirten 
Stellen größer und weißlich ocellirt. Decken selbst um etwa ein 
Drittel länger als der Thorax, mit schräg gerundet abfallenden 
Schultern, die Seiten nach hinten etwas konvergirend, die Basis 
flach quereingedrückt, Rücken flach längs- aber mehr querge- 


wölbt. Pyeidium kürzer als an der Basis breit, an der Spitze 


abgestutzt und sehr flach herzförmig ausgerandet. Thorax min-. 


destens um die Hälfte länger als breit, nach vorne gleichmäfig 
gerundet verengt, hinter der gerade abgestutzten Spitze durch 
eine feine eingedrückte Linie halsförmig abgesetzt, Rücken mit 
dem höchsten Punkte der Längswölbung hinter der Mitte, die 
Punkte auf den kahlen Stellen nieht ocellirt und so groß als die 
auf den kahlen Deekenspatien, aber auf dem schwarzen Mittel- 
felde diehter als auf den beiden schwarzen Seitenbinden und eine 
schmale unpunktirte Mittellinie frei lassend, die auf den inkrustirten 
Flächen viel feiner und weitläufiger ist. Kopf kahl spärlich, die 
Stirne bis zum Außenrande kräftiger punktirt und weißlich tomen- 
tirt, zwischen den Augen mit eingedrückter Furche. Rüssel so 
lang wie der Thorax, gebogen, seine Basis oben bis zur Fühler- 
einlenkung etwas abgeflacht, eröber aber runzlig punktirt, mit 2 
angedeuteten Schrägkielen und einem das Spitzendrittel erreichenden 
feinen Mittelkiel, vom Augenoberrande bis zum Spitzendrittel 
weiblich inkrustirt, dann kahl und feiner punktirt, die Seiten von 
der Fühlereinlenkung ab bis nahe zur Spitze flach gedrückt, 
spärlich aber gröber punktirt und mit einem flachen Längs- 
eindruck. Fühler bis auf das kahle siebente Geißelglied weiß 
tomentirt, die zwei ersten Geißelglieder gleich lang, 3 das kürzeste. 
Beine weiß bereift, die Schenkel im Basaldrittel kaum sichtbar 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 11 


162 


punktirt. Hinterbrust und die beiden ersten Bauchsegmente breit 
eingedrückt, jeder Punkt auf der Mitte der Hinterbrust und auf 
dem Abdomen mit einem abstehenden gelblichen Borstenhaar. 
Schildehen schmal lanzettlich, wenigstens viermal so lang als 
breit und weiß. 

Von vittatus Blın. durch ganz andre Färbung, gröbere 
Thorax- und Deckenskulptur, sowie durch nicht erhaben geran- 
detes und nicht gekieltes Pygidium verschieden. 

Die von Chevrolat in Ann. Fr. 1883 p. 576 aufgestellte 
Gattung ist von ihm ganz unzureichend charakteresirt und mit 
Sicherheit nicht zu erkennen, weil sie nieht mit Poteriophorus Sch. 
verglichen ist. Wenn ich dennoch die Gattung richtig erkannt 
haben sollte (was möglicherweise nicht der Fall, weil mir der 
Typus ochreatus Eydoux unbekannt) so unterscheidet sie sich 
von Poteriophorus durch folgende Merkmale: „In beiden Ge- 
schleehtern ist der an Länge kaum verschiedene Rüssel von der 
Basis bis zu den Fühlereinlenkungen höher und breiter, die Fühler 
sind gleichweit von der Basis entfernt d. h. im Basalviertel ein- 
gelenkt und ihr Schaft erreicht mindestens den T’horaxvorder- 
rand, die Thoraxbasis ist flach zweibuchtig, der Mittelbrustfortsatz 
ist parallelseitig und breiter, die Hinterbrust ist kürzer d. h. kaum 
so lang als die drei mittleren Bauchsegmente zusammen. Beim 
Manne ist der Rüssel unten an der Fühlereinlenkung mit zwei 
zapfenartigen Tuberkeln bewehrt, das ganze trapezförmige Py- 
gidium vertikal, die Hinterbrust und die beiden ersten Bauchseg- 
mente sind der Länge nach breit eingedrückt, die Schienen innen 
und die Schenkel von der Basis bis zur Keulenstelle lang ge- 
franst, das Analsegmnnt mit einem tiefen dreieckigen und erhaben 
umrandeten Eindruck. Beim Weibe hat der Rüssel unten keinen 
Tuberkel, das sphärisch dreieckige Pygidium hat eine abgerun- 
dete Spitze und ist schräg gerichtet, Hinterbrust und Abdomen 
quergewölbt, das Analsesment ohne Grube, die Schenkel unten 
und die Schienen innen äußerst kurz gefranst, letztere aber hinter 
dem Enddorn mit einem längeren Haarzipfel. 


Stett entomol. Zeit. 1896. 


ar 


163 


Cossonus biseriatus” Parallelus, depressus, niger, nitidus; 
antennis basi articuloque ultimo femorum piceis; rostro elongato 
apice quadrato-dilatato, vix punctulato; fronte puncto magno 
infixa; prothorace basi bisinuato, intra apicem suleco transverso 
punctato constrieto, lateribus dense sat grosseque, dorso fere 
impunctato sed punctis magnis biseriatim obsito; seutello rotun- 
dato impunctato; elytris latitudine fere triplo longioribus, parallelis, 
seriatim basi striato-punetatis, interstitis minutissime remoteque 
uniseriatis; femoribus anticis subtus subangulatis; Ig. 4.5, lat. 1.1 mm. 

Mons Tengger. 

Größer und weniger flach als bölineatus!) (Isotrogus) Pase., 
parallelseitig sowohl im Thorax als in den Decken, der Thorax 
an der Basis nur flach zweibuchtig und hinter dem Vorderrande 
abgeschnürt, Rüssel und Fühler länger. 

Thorax vor der Mitte zur Abschnürung hin gerundet ver- 
engt, die Hinterecken nur wenig eingezogen, Rücken bis zu den 
Seitenkanten außer den beiden, etwas vor der Basis beginnenden 
und bis zur Abschnürung reichenden und konvergirenden Punkt- 
reihen mit wenigen zerstreuten und äußerst feinen Pünktchen be- 
streut, die Seitenkanten dagegen tief und dicht, die Unterseite 
flacher und undichter punktirt. Decken wenig breiter als der 
Thorax mit kurz gerundeten Schultern, vom Spitzenviertel ab 
gerundet verengt, die zur Basis hin größeren Punkte hier und an 
‘ der Spitze in leicht vertieften Streifen stehend, sonst nur gereiht. 
Hinterbrust und Abdomen an den Seiten kräftiger, jene dichter 
aber in der Mitte kaum sichtbar punktirt. Vorderschenkel unten 
hinter der Spitze mit einer Ausrandung, die mit der verdickten 
Stelle eine Zahnecke bildet. 

Cossonus ignavus. Parallelus, parum depressus, niger, 
nitidus; antennis basi tarsisque rufo-piceis; rostro nonnihil areuato, 
parte dilatata apieale quadrato, remote punctato, inter antennarum 
insertiones ut fronte abbreviatim eanaliculato; prothorace oblongo, 


1) Ann. Mus. Civ. Gen. 1885 p. 318. vergl. Deut. Ent. Zeit. 1895 
p- 259 Anm. 1. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 41* 


164 


intra apicem obsolete transversim impresso, sat grosse punetato, 
regione anteseutellare triangulariter impresso, in impressione 
densius punetato et medio carinulato; elytris dense basi suleato-_ 
postice striato-punetatis, interstitiis minutissime uniseriatim punetu- 
latis; Je. 4, lat. 0,9 mm. 

Pengalengan. 

Von bimaculatus!) Fst. fast nur durch die Thoraxskulptur, 
durch einfarbigen und etwas flacheren Körper zu unterscheiden. 

Der Thorax ist vorne an den Seiten schnell gerundet zu- 
sammengezogen und auch oben durch einen flacheren Querein- 
druck abgesetzt, die Rückenfläche dichter punktirt, der basale 
bis über die Mitte hinaus verlängerte und allmälig flacher wer- 
dende dreieckige Eindruck tiefer und mit slänzendem Mittelkiel, 
die Hinterecken gerundet eingezogen. Decken beinahe schmäler 
als der Thorax und mit sehr schräg gerundet abfallenden Schul- 
tern, die Punkte in den Streifen nach hinten kleiner, letztere 
flacher. Die quadratische Spitzenerweiterung des Rüssels so lang 
als der nicht erweiterte Theil und von ihm nieht scharf abge- 
setzt. Prosternum viel dichter und gröber punktirt als die übrige 
Unterseite.  Mittelbrustfortsatz etwas breiter als der der Vorder- 


brust. 
!) Ann. Mus. Civ. Gen. 1894 p. 368. 


urn an 


Die Gicindeliden der Dohrn’schen Sammlung 


von 


Dr. med. Walther Horn. 


Dureh die Güte der Herren Dr. Heinrieh Dohrn und Major 
Hering war es mir vergönnt, die ©. A. Dohrn’sche Sammlung in 
Stettin im vorigen Jahre zu besichtigen. Ich benutzte diese Ge- 
legenheit, um die überaus reichlich vertretenen Cieindeliden einer 
Revision zu unterziehen. deren Resultat in der folgenden Arbeit 


enthalten ist. Durch einen leider zu ungünstigen Gesundheits- 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


1695 


zustand war ich bisher immer daran verhindert worden, das 
Manuseript zu vollenden; erst jetzt hier in Kairuan, der ebenso 
langweiligen wie heiligen Stadt der Tunesier — ich hatte ge- 
hofft, hier die seltene Cicindela leucosticta Fairm. zu fangen — 
ist es mir möglich. 

Bevor ich auf die Einzelheiten der Sammlung eingehe, möchte 
ich zwei allgemeinere Punkte erwähnen, die sonst vielleicht auffallen 
könnten: Das eine sind die Dohrn’schen nomina in litteris, das 
andere die Bezeichnung „typ.“ Die Ersteren habe ich, so schön 
sie auch manchmal gewählt waren, völlig unberücksichtigt ge- 
lassen, um nicht einen unnötigen Ballast für Cataloge zu schaffen. 
Es genügt zu konstatiren, daß von allen diesen Arten keine einzige 
mehr für die Gegenwart eine nova species war. — Ueber das 
Wort „‚typ‘‘ hat man von jeher verschiedene Anschauungen ge- 
habt. Dohrn bezeichnete damit nicht nur die Original-Exemplare, 
die dem Autor bei der Beschreibung seiner Species vorlagen, son- 
dern auch Exemplare, die nur von dem jedesmaligen Autor 
determinirt waren oder die sich früher in dem Besitz desselben 
befanden ete. Eine absolute Gewißheit für die richtige Be- 
stimmung der bezüglichen Arten ist damit also nicht gegeben; 
dementsprechend fand ich einige .„‚Typen“ in der Sammlung, die 
diese Bezeichnung nicht rechtmäßig trugen, da erhebliche Irr- 
tümer in der Bestimmung vorlagen (z. B. Cicindela nigrocoerulea 
Lec. typ, welche — (ic. 6 guttata F. var. violacea F. war; 3 8 
von Cid. catena F.,.!) die die Bezeichnung .‚striatifrons Chd. typ“ 
trugen ete. ete.). Ich habe daher alle derartigen Angaben mit 
einer gewissen Vorsicht gebraucht; jedoch ist es ja für den 
Specialisten fast immer leicht möglich, sich im speciellen Falle 
ein Urtheil zu bilden. Nur einige wenige, zweifelhafte "Thiere 
habe ich unbeachtet lassen müssen z. B. 3 Cicindelae chlorochilae 
Chd. (2 9), die als Typen bezeichnet waren, obwohl Chaudoir 


nur das 5 beschrieben hat. Die Synonuymie dieser Species ist in 


1) Aus Ceylon: Nietner. — Chd. beschrieb 1 3 aus Ind. or. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


166 


letzter Zeit mehrfach geändert worden, Ich hatte die Chaudoir- 
sche Art auf C. triguttata H. gedeutet, Fleutiaux auf eine eigene 
Species. Wenn die Dohrn’schen Exemplare — das Original- 
exemplar wurde von Dohrn an Chaudoir gegeben! — richtig be- 
stimmt sind, woran ich aber (teste Fleutiaux) zweifele, so wäre 
meine Auslegung die richtiger. Alle 3 Stücke sind von Hon- 
kong, demselben Fundort, den auch Chaudoir angiebt. 

Gleich die erste Gattung in der Sammlung, Mantichora, giebt 
mir Veranlassung zu einigen Bemerkungen. 1 $ vom N’Gami 
entpuppte sich als M. congoensis Per.,; diese Art ist somit für 
die Süd-Afrikanische Fauna im P£öringuey’schen Sinne nachge- 
wiesen. Es war die einzige Species dieses Genus, welche letzterer 
bisher fehlte.e Die von Harold in den Coleopt. Heften (XVI 
p. 9.—1874) unter dem Namen M. Livingstoni Cast. sehr aus- 
führlich beschriebene Art (Pogge; Lunda Reich: typen in Museo 
Berolinensi!) ist identisch mit der viel später beschriebenen M. 
congoensis Per. Da die echte Livingstoni C. sich in Zukunft 
wohl schwerlich als eigene Species halten lassen wird, so würde 
die neue Synonymie lauten: 

Mant. Livingstoni Harold (nee. Cast.!) Col. Heft. XVI p. 9. 
syn. congoensis Per. Ann. Nat. Hist. 88 p. 219. 

Uebrigens beschreibt Harold (I. e.) auch das von Peringuey 
nicht gekannte 9. 

1 3 der seltenen Mant. Gruti Boue.!) (ferox Per.) trägt 
die sehr interessante Fundortsangabe Transvaal. Da kein ge- 
ringerer als Peringuey selbst als gütiger Geber vermerkt ist, so 
wage ich nicht, an dem Vaterlande zu zweifeln. 

Die durch die hübsche Historie zwischen Sommer und 
Mannerheim berühmt gewordene Oxychila acutipennis Buq., über 
deren angeklebten, falschen Kopf sich C. A. Dohrn einst so be- 


klagte, stellte sich als Raminagrobis oayoma Chd. heraus! — Ein 

1) Inzwischen habe ich zum Ueberfluß den Typ der Boucard’schen 
Sammlung (Museum Tring.) verglichen und kann die Richtigkeit der 
Synonymie dieser Art bestätigen. 


 Stett, entomol. Zeit, 1896, 


167 


Exemplar der gewöhnlichen Oxych. aquatica Guer ist durch den 
Fundort „.Bolivia‘‘ von Interesse. 

Sehr bemerkenswert ist eine Megacephala senegalensis von 
Senegambien; dieselbe besitzt nämlich (abgestumpft aber) deutlich 
hervortretende Hinterwinkel des Halsschildes.. Bisher war eine 
derartige Variationsfähigkeit im Genus Megacephala nur für eine 
Art, regalis Boh., bekannt. Bei der Unterscheidung der schwierigen 
Arten dieser Gruppe hat man von jeher besonderes Gewicht auf 
diese Thoraxbildung gelegt; wie man sieht, mit wenig Verlaß! 
Wenn ich nicht irre, so findet sich derselbe Unterschied als 
sekundärer Geschlechtscharakter bei Meg. Baxteri Bat. 

Unter den Tetrachae sind besonders beachtenswert die Fund- 
orte von T. carolina var. Latreillei Cast. (Peru) und var. chiliensis 
Cast. (Columbia). 

Von der seltenen Myrmecoptera Bertolonii Thms. fanden 
sich 2 Exemplare in der Sammlung, die (wie die Originale!) von 
Prof. Bertoloni in Bologna stammten. Letzterer beschrieb sie 
unter dem Namen M. rugosa; da er nicht wußte, daß Thomson 
indiskret genug gewesen war, sie vorher zu publieiren. Beide 
Stücke, sowie die jetzt noch im Museum zu Bologna (teste Emery !) 
befindlichen Exemplare tragen auf dem vorderen Drittel der Fld. 
nur 4 Rippen; erst hinterher gabelt sich die eine derselben (bald 
die zweite, bald die dritte!), sodaß auf einer sehr kurzen Strecke 
9 undeutlich hervortretende Rippen vorhanden sind. Diese 
Variationsfähigkeit ist sehr auffallend. Sollte etwa M. Bertolonii 
Per. eine andere Art sein ? 

Ein typisches Exemplar der Myrm. limbata Bertol. ver- 
anlaßte mich, die Original-Beschreibung in der Dissertazione VI 
1855 p 14 von Bertoloni nachzulesen.!) Das überraschende 
Ergebniß war, daß weder Chaudoir (Bull. Mose. 1861 p. 36) 
noch Peringuey (Tr. S. Afr. Phil. Soc. 93 p. 65) die Stamm- 


form dieser Art gekannt haben. Beide Autoren beschreiben die 


1) Merkwürdiger Weise fehlt diese Arbeit im Hagen! 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


168 


von Bertoloni unter dem Namen ,„M. consimilis“ eitirte Varietät, 
über deren Artberechtisung der letztere im Unklaren blieb. Der 
Typ dieser Form — bei welcher von dem weißen Fld.-Rande 
nur der Spitzenteil (losgelöst von dem auf die Scheibe vorspringenden 
Hamulus) und ein Schulterfleck übriggeblieben sind — ist offen- 
bar das Exemplar der Chaudoir’schen Sammlung; dasselbe Stück, 
das auch Peringuey irregeführt hat. Das Museum zu Bologna 
besitzt meines Wissens das Original nicht mehr: Chaudoir giebt 
selbst (l. e.) an, sein Exemplar von Bertoloni empfangen zu 

haben. Die Synonymie gestaltet sich also folgendermaßen: 
Myrm. limbata Bertol. Diss. Ins. Col. VI 1858 p. 14 T.1f. 3, 4, 

var. ? consimilis Bert. 1. ce. 

syn. limbata Chd. (Bull. Mose. 61 p. 36), Per. 1. c. 
Hr. Peringuey hatte Dromica Bertinae Dohrn auf albivittis 
Chd. gedeutet. Auf Grund der Dohrn’schen Angaben in der Be- 
schreibung „,‚thorace inaequali piloso“, „‚elytris rufomarginatis‘‘, 
„keine Seitenmakeln“, „durch die Behaarung sehr unstät in der 
Farbe‘ etc. protestirte ich gegen, die ‘Möglichkeit dieser Ver- 
einisung. Nach Vergleich des Typus muß ich beschämt einge- 
stehen, daß Peringuey Recht gehabt hat: das Original-Exemplar 
des Dr. Bertinae ist allerdings identisch mit Dr. albivittis Chd. 
Wie der Autor zu den oben eitirten, unrichtigen!) Angaben kam, 
verstehe ich nicht: von Behaarung z. B. ist überhaupt keine Spur 
sichtbar. Eine Verwechslung des Original-Ex. ist ausgeschlossen! 
Cosmema coarctata Dej. kommt, wie schon der Autor er- 
wähnt, mit offener und geschlossener Seitenmakel vor. Perenguey 
beschreibt als „‚coarctata Dej.‘‘ die von Dejean als Varietät Dbe- 
zeichnete Form. Sollte seine ©. hamata P. vielleicht gleich der 
echten ©. coarctata Dej. sein? Die Beschreibung sagt nichts dagegen. 
Eine Distypsidera Gruti Pase. trägt das Vaterland .„‚Lizard Isl.‘“ 
Die meines Wissens nirgends beschriebene Euryoda (Jansenia, 
Physodeutera, abyssinica Raffr. ist identisch mit E. angusticollis 


1) Der hintere Abschnitt der weißen Seitenmakel ist allerdings 
bräunlich verfärbt (wie so häufig bei schlecht gehaltenen Ex.)! 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


169 


Boh. Letztere Art ist in der Gestalt recht variabel: Ich gebe 
diese Notiz, weil der Raffray’sche i. 1. Namen ziemlich verbreitet 
zu sein scheint: mir ist er wenigstens schon mehrfach begegnet. 

Odontochila fulgens Klg. kommt auch in Cordova (Argent.) 
vor, Od. egregia in Peru, Od. angustata in Bahia, Od. nitidicollis 
Dej. in Cayenne. 

Von Cieindela vitiensis Blanch. befanden sich in der Samm- 
lung einige Ex. einer sehr beachtenswerten Varietät, die ich hier 
beschreibe: 

Cie. vitiensis Bl. var. imperfecta m. 

Differt a typo signatura flava valde reducta: puneto humerali, 
mareinali medio,. ante-apicali. Colore obsceuriore. 9—10 mm. 
Viti-Ins. (coll. Dohrn et mea). 

Der Eindruck ist ein vom Typus recht verschiedener. Statt 
der Schulterlunula ist nur ein Schulterfleck vorhanden, der bis- 
weilen einen minimal kurzen Strich nach unten ausschiekt (höchstens 
ein Viertel so lang wie die ursprüngliche Lunula). Die Mittel- 
binde ist auf eine kleine, dreieckige Makel zusammengeschrumpft. 
Von der Spitzenzeichnung ist nur ein schmaler Randfleck übrie. 
Bisweilen lassen sich die Spuren der ursprünglichen Zeichnungs- 
anlage bei schrägem Blick verfolgen: man sieht etwas heller 
kupfrige, verwischte Stellen (anstatt der weißen Linien). 

Ein Original-Exemplar der Cic. Delavayi Fairm. 5 _ mit 
kupfrigem Kopf und Hisehd. bei bläulich-grünen Fld. widerlegt 
von neuem die Haltbarkeit dieser Art. Fleutiaux hat sie be- 
kanntlich auf die Einfärbigkeit der Oberseite stützen wollen. Sie 
ist nieht von Cie. funebris Schm. G. spezifisch verschieden. 

Von meiner Cie. obsoletesignata befinden sich mehrere Stücke 
in der Sammlung. Hinsichtlich der Zeichnung kann ich meine 
Beschreibung dahin ergänzen, daß die Spitzenmakel manchmal 
etwas deutlicher hervortritt (ohne jedoch jemals bis zur Spitze 
der Fld. zu reichen. Die übrigen 3 gelbliehen Punkte scheinen 
stets nur äußerst minimal ausgeprägt zu sein. = 


Stett. entomol. Zeit. 1.96. 


170 


Cic. speculifera Mtsch. kommt bei Kiusiu vor. Ein Ex. der 
Cic. Besseri Dej. var. Dejeani Fisch. trägt die Etiquette „„Turkom.“. 

Cic. Olausseni Putz. kann nicht mehr als eigene Art auf- 
recht erhalten werden. Es kommen alle Uebergänge zur ©. apiat« 
Dej. vor. Sie ist als kleinere Varietät mit geraderen, weniger 
zerrissenen Binden zur letzteren zu stellen. 

Von der bisher unbeschriebenen Cic. dolorosa Chd. i. 1. 
fand ich einen Typ (Chili: Fairmaire) vor. Ich besaß diese 
Cieindele schon in meiner Sammlung mit der Bezeichnung C. 
Gormazi Reed var. Da sie in der That recht auffällig ist, be- 


schreibe ich sie hiermit unter dem Chaudoir’schen Namen: 


Cieindela Gormazi Reed var. dolorosa mihi. 
Differt a typo albis elytrorum signaturis tenuissimis: lunula 
humerali curvata, stria tortuosa media, macula marsinali inter 
hanc et lunulam apicalem collocata. 91, mm. Chili (coll. Dohrn 


et mea). 


Die haarfeinen, weißen Linien auf den Fld. erinnern nur 
wenig an die breite Zeichnung der Stammform, bei welcher die 
einzelnen (4) Teile am Rande alle mehr oder weniger breit zu- 


sammenfließen. Die Oberseite ist kohl-schwarz. 


Cic. incerta m. hatte ich seiner Zeit nach einem einzelnen 
& beschrieben. Die Art ist sehr variationsfähig. Manche Ex. 
haben einen kleinen, gelblich-braunen Fleck in der Mitte des 
Seitenrandes und einen ähnlichen (der aber auch fehlen kann!) 
in gleicher Höhe auf der Scheibe. Diese beiden Makeln können 
sich auch vereinigen. Bisweilen tritt in der Mitte der Basis ein 
weiterer Punkt auf; selten ist fast der ganze Seitenrand gelblich- 
weiß gesäumt. Auf der anderen Seite kann aber auch die Apikal- 
zeichnung (Spitzensaum) verschwinden. Die Hischd.-Form ist 
immer konstant: fast quadratisch, nach hinten sich stets minimal 
verschmälernd. 2 differt a mare speculo lueido in tertia parte 
antica juxta suturam collocato; a 2 C. terminata differt thorace 
latiore postice non dilatato, angulis postieis non prominentibus 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


Aa 


sed reete angulatis, margine antico paullo minus in Gaput pro- 
longato. — 10 mm. Ins. Philipp. 

Von Cie. Campbelli Broun!) befinden sich einige angebliche 
Original-Exemplare in der Sammlung. Die Zeichnung und einige 
andere Punkte stimmen nieht mit der Original-Besehreibung über- 
ein. Immerhin kann über die richtige Bestimmung kein Zweifel 
herrschen, da die Stücke von Broun selbst stammen. Auf Grund 
dieser Ex, kann ich nun endlich endgültig konstatiren, daß meine 
„var.? Brouni“ zu dieser Art zu ziehen ist. Sie unterscheidet 
sich durch die kürzere, nicht mit dem Knie der Mittelbinde ver- 
bundene Schulterlunula. 

Cic. deliciola Bat. ist eine der zahllosen Varietäten der C, 
clarina desselben Autors. Als Stammform muß ohne Zweifel die 
erstere betrachtet werden, welche die komplete Zeichnung auf- 
weist. Sehr häufig ist die Randbinde einmal oder zweimal 
unterbrochen (oberhalb resp. auch unterhalb der Mittelbinde). 
Weiterhin teilt sich die Schulterlunula und bisweilen auch die 
Apikalzeichnung in 2 Stücke. Dann können einzelne der so ent- 
standenen Makeln verschwinden (mitunter durch schwärzliche 
Punkte noch angedeutet). So finden sich alle Uebergänge bis zur 
typischen C. clarina Bat., die die ärmste Zeichnung besitzt. 

Von neuem habe ich mich überzeugt, daß C. Flohri Bat. 
wohl nicht als eigene Art aufgefaßt werden kann, sondern zu dem 
Varianten-Kreise der C. rufiventris Dej. gehört. Schon Bates hat 
sich teilweise über die Abänderungen dieser Species geäußert 
(bes, Trans. ent, Soc. Lond. 1890 p. 503). Ich glaube folgende 
Einteilung für dieselben geben zu können: 

C. rufiventris Dej. Sp. I 1825 p. 102. 

I. Race Hentzei Dej. Sp. V 1831 p. 428, 
var. rufiventris Dej. (Stammform der Kataloge), 
var. cumatilis Lee. Ann. Lye. V 1852 p. 173. 
II. Race Flohri Bat. Pr. Zool. Soc. 1878 p. 588. 


1) Bei dieser Gelegenheit möchte ich gleich mitbemerken, daß meine 
Cie. incognila sich als —= C. austromontana Bat. erwiesen hat. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


172 


III. Race 16-punctata Kle. Jahrb. 1834 p. 32. 
var. ventanasa Bat. Trans. ent. S. L. 1890 p. 503, 
var. Sallei Chvr. Col. Mex. p. 126. 
var. Mellyi Chd. Bull. Mose. 1852 I p. 19. 
Einige längst richtig gedeutete Synonyma habe ich der 
Einfaehheit halber fortgelassen. Die von Fleutiaux in seinem 
Catalog p. 70 eitirte v. parallela Bat. existirt in Wirklichkeit 
nicht! — Var. Flohri nimmt hinsichtlich der Gestalt der O-Lippe 
(im wesentlichen erheblich länger als bei der var. 16-punctata, 
aber kürzer als bei der Race T) und des Hischds. eine ver- 
mittelnde Stellung ein zwischen I und III Race. Bei Race I ist 
‚die O-Lippe sehr stark verlängert und das Hischd. nach hinten 
nicht unbedeutend verschmälert; bei Race III die O-Lippe kurz, 
das Hischd. bisweilen an der Basis gar nicht verengt. NMellye 
Chd. ist die plumpeste, breiteste Form dieser Art: Fld. dunkel, 
Hlschd. und Kopf kupfrig, Thorax am breitesten von allen 
Varietäten (dabei nach hinten häufig gar nicht verschmälert!), 
die Makeln der Fld. groß, die Spitze breit gerundet (ohne Zurück - 
treten der Nahtspitzen). 
Cieindela nigrovittata m, 
E tribu ©. dromicoidis Chd., funebris Schm. G.. Motschulskyi 
m.; differt ab omnibus malıs pilosis, capite breviore; thorace 
latiore antice posticeque multo minus eonstrieto, lateribus rectioribus, 
supra multo subtilius sculpto, parte intermedia non rugosa sed 
subtilissime (vix [oculo armato!] perspieue) punctata, marginibus 
(praesertim lateralibus) et lateribus inferioribus sat dense fovealato- 
pilosis, disco superiore pilis quibusdam ornato; elytris fere nigris, 
punetis 2 indistinetis Navis: altero vix pone medium, altero longe 
ante apicem sito, utroque a margine valde remoto. S—91/, mm. 
2 8 Minas Geraes (coll. Dohrn et mea.) 
Labro flavo sat prolongato, antice semicirculari, dentibus 
3 minimis ornato; fronte inter oculos distinete striata, thorace 
fere omnino quadrato, lateribus vix arcuatis, ineisuris lateralibus 
(antica postieaque) fere nullis, impressionibus transversis non pro- 
Stett, entomol. Zeit. 1896, 


173 


fundis, lines media subtili, superficie plana; elytris eonvexis, 
_ humeros. versus angustatis, postice rotundatis, breviter spinosis 
(S apiee singulo acuto, angulo suturali recto; 2 apice singulo 
rotundato, spina suturali perpaullum retracta); dimidia parte antiea 
rare sed profunde, postica multo levius, magis indistinete, interdum 
vix conspieue punctata; maculis 3 indistinetis, valde variantibus 
(prima ante, secunda post medium, tertia ante apicem) nigris 
velutinis, punetis 2 (apieali interdum deficiente) flavis ornatis; 
lateribus inferioribus totis pilosis, abdominis disco levigato; palpis 
maxillaribus brunneis, labialibus flavis (art. ult. in utroque nigris), 
trochanteribus piceis; antennarum articulis 4 primis pedibusque 
obscure metallescentibus; corpore supra atro (elytris paullulum 
velutinis), infra nigro-cupreo vel cupreo-nigro. 

Diese Art, welche ich schon seit längerer Zeit besaß, ohne 
daß ich mich entschließen konnte, sie zu beschreiben, fand ich 
auch in der Stettiner Sammlung mit derselben Fundortsangabe 
vor. Sie muß mit der mir nieht in natura bekannten C. 4-punc- 
tata Brll. einiges gemeinsam haben. Die Beschreibung der letzteren 
siebt hauptsächlich folgende Unterschiede an: Meine Art hat ge- 
wölbte- Fld., fast rein schwarze Oberseite mit 3 Paar (z. Th. 
allerdings verwischten) schwarzen Makeln; sie besitzt keinen 
Spitzenfleck; Lippe (nigrovittata m.) deutlich gezähnt; Hischd. 
nicht runzlig, sondern äusserst fein punktirt; die tief eingestochenen 
Punkte der vorderen Fld.-Hälfte sind nicht grün gefärbt, sondern 
eintönig schwarz; die deutliche Skulptur hört in der Mitte der 
Fld. ziemlich plötzlich auf; die Ränder sind genau so skulptirt 
wie die Scheibe. Außer den 3 Paar schwarzen Makeln finden 
sich vereinzelte, kleine, ähnliche (matt schwarze) Fleckehen noch 
an einigen anderen Stellen, scheinbar regellos. 

Cic. morio Klug ist auch noch etwas näher mit der neuen 
Art verwandt, hat jedoch viel schmälere, hinten fast gar nicht 
erweiterte Fld., die Makeln sind different; Hischd. gewölbter, die 
Ecken (bes. vorderen) mehr abgerundet; die Augen viel weniger 
vorspringend, die Stirnstrichelung viel feiner ete. 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


174 


Zu meiner großen Überraschung fand ich in der Sammlung 
einen Typ der „Cie. lunulata F. var. massaniensis Dokht.“, einer 
Varietät mit der ich bisher immer nichts Rechtes hatte anfangen 
können, besonders wegen des eigenthümlichen Namens. Dieses 
Räthsel klärt sich nun ganz einfach dahin auf, daß der gute 
Dokhtouroff keine Ahnung von einer Stadt Namens Massaua (!!) 
gehabt hat und in Folge dessen das „u“ für ein „n‘“ las. Ohne 
sich weiter den Kopf über den Fundort zu zerbrechen, bildete er 
einfach ein Adjeetiv vom Vaterlande! Es stimmt das vollkommen 
mit den übrigen Arbeiten dieses Herrn überein. Außerdem ist diese 
Cicindela gar keine Varietät der C. lunulata F., sondern identisch 
mit C. aulica Dej. var. laete-cupreo-viridis Chd.! Das Ex. ist S, 
von Beceari April 1870 gesammelt. 

_ Cicindela hesperidum Wall. ist identisch mit Cie. aulica Dej. 

Schon mehrfach habe ich über Cic. striolata Il. und ihre 
Variationen geschrieben. Wenn nun auch die Dohrn’sche Samm- 
lung mir keine besondere Veranlassung giebt, noch einmal auf 
diese Art zurückzukommen, so kann ich doch auf Grund ander- 
weitigen Materiales eine ganze Reihe neuer Abänderungen hier 
anführen. Ich beginne mit einer Übergangsform zwischen C. striolata, 
var. lineifrons Chd. und var. auricollis Flt., die ich als var. 
uniens m. bezeichne. Vom Typ (C. striolata Ill.) unterscheidet 
sie sich durch die gröbere Hischd.-Skulptur, die deutlichere 
Punktirung der Fld., die mattkupfrige Färbung des Kopfes und 
Thorax; von v. lineöfrons Chd. durch die kürzeren und flacheren 
Fld., sowie die meist etwas gröbere Skulptur von Kopf und 
Hischd. (die Punktirung der Fld. ist fast immer ebenso deutlich); 
von v. auricollis Fit. durch die viel mattere Färbung von Kopf 
und Thorax, die Kleinheit, die nicht sammetartige Oberfläche der 
Fld.. welche deutlich punktirt sind, schließlich die meistens 
hellen Taster. 

9—12!/, mm. S-Palawan und Balabak. 

Ich bemerke noch, daß die Farbe der Fld. dunkler als bei 


var. lineifrons, aber weniger schwarz als bei var. auricollis ist. 
Stett, entvinol. Zeit, 1896. 


175 


Die Skulpturverhältnisse variiren bedeutend. Bisweilen wird die 
Punktirung der Fld. sehr undeutlich; es kommen eben alle Üeber- 
sänge vor. Andererseits besitze ich auch z. B. ein Ex. von ©. 
striolata aus Canara, welches ebenso stark punktirte Fld. hat als 
var. uniens. 

Weiter kann ich über verschiedene Stücke dieser Art von 
der Insel Timor berichten, die recht auffällig sind; verzichte aber 
auf die Benennung. Zunächst 12 $ mit gelblich-roten Schenkeln, 
azurblauen Seiten (z. Th. auch Oberseite) von Kopf und Hischd.; 
Q alle Taster dunkel, $ vorletztes Glied der L. Taster hell; im 
übrigen wie auricollis Flt. nur länglicher. — Ein weiteres 2 von 
der Größe der Stammform und ganz matt kupfrig-bräunlichen 
Fld. hat den Rand der letzteren ebenso stark umgebogen wie 
auricollis (der Saum dabei aber nicht bläulich!); Hischd, und 
bes. der (viel kleinere!) Kopf noch gröber skulptirt und runzliger 
als letztere; Fld.-Skulptur wie bei striolata; "Taster theilweise 
hell; Fld. nieht ganz so flach wie bei auricollis. — 2 andere 
5 erinnern sehr an das letztgenannte Ex., nur ist die Skulptur 
von Kopf und Hischd. schon die der auricollis (abgesehen von 
den verworrenen Runzeln des Kopfes); Augen so vorspringend 
wie bei der Stammform. Nur das vorletzte Glied der L. Taster 
schwach gelblich gefärbt. — 2 weitere ähnliche $ haben 
auch die K. Taster theilweise hell-bräunlich. — Die Zeichnung 
varürt bei all’ diesen Abänderungen ganz regellos durcheinander. 

Ich beschreibe diese Varietäten nur deshalb so ausführlich, 
weil man immer wieder die 2 erwähnten Varietäten als eigene 
Arten aufgestellt hat und angeblich durchgreifende Unterschiede 
zwischen ihnen hat finden wollen. 

Cic. Rafflesia Chd. hat in der Zeichnung eine ganz merk- 
würdige Ähnlichkeit mit C. perhispida, nur ist bei jener die 
_ Schultermakel kürzer und dementsprechend die Mittelbinde etwas 
höher inserirt, auch der absteigende Theil der letzteren etwas 
ausgebogen (bei perhispida nicht; dafür aber bei dieser Kopf, 
‘Wangen, Hlschd., Fld.-Basis behaart.). 


Steit, entomol. Zeit. 1896, 


176 


Cic. (Habroscelis) Dohrni Dokht. habe ich vergeblich in der 
Sammlung gesucht. 

Cic. plumigera m. war mit dem Fundort „Nilgiri* ver- 
treten, campestris var. corsicana Roeschke mit „Toskana“, 
asiatica Brll. mit „Nakitscheva* und „Taschkend* (also neu für 
Turk.!), aurovittata Brll. mit „Nikobaren“, Tricondyla aptera 
Oliv. mit „Woodlark“. 

Collyris robusta Dohrn ist das 2 von O. Mniszechi Chd.; 
der Fundort „Borneo‘““ ist recht bemerkenswerth. Ich entsinne 
mich, früher einmal ein kleines $ dieser Art zur Bestimmung er- 
halten zu haben mit dem Fundort ‚Java‘, damals legte ich dieser 
Angabe wenig Werth bei; jetzt erscheint sie mir weniger un- 
glaublich, 

Coll. viridula Chd. var. variipalpis m. 

Differt a typo magnitudine multo majore, statura robustiore, 
vertice in & angustiore, in 2 ampliore, fronte latius excavata, 
labro breviere; thorace crassiore, paullulum gibbosiore, rugosius 
seulpto, lateraliter magis punctato; singulo elytrorum apice 5 
multo acutius angulato, angulo prominulo ut im ©. palpali Chd. 
13-—133/, mm. 

2 & Sumbawa. 

C. palpali Chd. quoque similis, differt statura majore; 
capite valde crassiore, fronte multo latius sed non profundius 
excavata; antennis paullo crassioribus brevioribusque; thorace 
minus gracili; elytrorum angulo humerali magis obliquo, punctis 
inseulptis nusquam confluentibus, apicem versus vix minoribus; 
palpis maxillaribus nieris. 

Auf den ersten Blick scheint diese Collyris mit der kleinen 
©. viridula Chd. nichts gemein zu haben, dürfte jedoch 
trotzdem nur eine Varietät derselben sein. Der Sicherheit halber 
fügte ich den Vergleich mit C. palpalis Chd. bei. 

Collyris sum:trensis m. 

Coll. apicali Chd. affınis, differt statura majore, labro 
breviore, capite paullo latiore, oculis valde prominentibus, fronte. 


Stett. entomol, Zeit. 1896, 


1177 


profundius et angustius excavata, suleis duobus longitudinalibus 
medianis non parallelis sed antice posticeque divergentibus; an- 
tennis vix loneioribus; thoracis parte intermedia postice multo 
erassiore, antice longius et minus abrupte angustata (ut forma 
conica videatur), lateribus aliquanto rotundatis, superficie paullo 
minus bigibbosa, sulco antico striolato (parte tota intermedia 
slabra); elytris parallelis, postice non inflatis, unieoloribus (non 
rufis), rugis medianis minoribus, frequentioribus, longiorem partem 
occupantibus (seulptura fere omnino ut in ©. acrolia Chd.); 
trochanteribus rufis; abdomine nigro-cyaneo. 163,—181|, mm. 

A celeberrimo Doctore H. Dohrn in insula Sumatrensi anno 
MDCCCXCIV mense Jan. capta 2 8. 

Labro antice brevissime rotundato, orbitalibus frontis parti- 
bus paullulum (longitudinaliter) striolatis, parte intermedia plana 
(antice convexiuscula); in ipso antico thoracis margine sulco 
brevi transverso impresso;' elytris ante et post medium rare 
subtilitergue punctatis, parte media valde rugosa transversimque 
plicata, humeris distintis, apice rotundato (in 2 paullo, in & 
evidenter transversim truncato), angulo jexterno in 2 vix per- 
spieuo, in & satis acuto, sutura minime spinosa; prothorace subtus 
vix, meso-et metasterno lateraliter satis dense punctatis; abdominis 
disco hine inde piloso; corpore toto, palpis, 4 primis antennarum 
artieulis (3 et 4 apice rufis), tibiis (summo apice tibiarum posti- 
carum rufeseente), tarsis coeruleo-nigris plus minusve purpurascen- 
tibus; antennis extus nigris, femoribus dilute rufis. 

Diese sehr bemerkenswerthe Art nimmt eine annähernd 
vermittelnde Stellung ein zwischen der Gruppe C. modesta-pin- 
guis einerseits und C. tuberculata-apicalis andererseits. Die Fld.- 
Skulptur erinnert, wie bereits oben bemerkt, sehr an C. acrolia 


Chd. (mit der sie im übrigen nichts gemeinsam hat). 


Lunar 


Sıett. entomol. Zeit. 1896, : 12 


Neue Melolonthiden aus Africa und Äsien 


von 


E. Brenske. 


Triodonta sansibarica n. sp. 

Länge 5, Breite 2,5 Mill. $ Dar es Salam, coll. Dr. Ohaus. 

Klein wie T. nitidula, im Ganzen dünner behaart als diese, 
gelblich, Bauch und Seitenrand der Flügeldecken etwas dunkel. 
Das Kopfschild ist verjüngt, vorn deutlich ausgebuchtet, dicht, 
fein runzlig punktirt. Stirn körnig punktirt, dünn greis behaart. 
Halsschild fast quadratisch, wenig gewölbt, sehr fein punktirt, 
dünn behaart. Flügeldecken ebenfalls dünn behaart. Das Py- 
gidium etwas gewölbt, die Haare kräftiger. Bauch dick, fein 
sreis behaart mit groben Borsten in der Mitte und an den Seiten. 
Hinterschenkel etwas stärker als bei nitidula, Brust und Hüften 
dünner behaart. Der Fächer des & ist kurz, fast knopfförmie, 
gelb. Der 3. Zahn der Vorderschienen sehr klein. Die Vorder- 
tarsen sehr kurz, kräftige, die Krallen ungleich, die äußere stark 
verdiekt verbreitert nach innen geschlagen. Das Kinn ist dicht 
bürstenartig beborstet, der vordere Theil glatt, elänzend. 

Es ist immerhin hervorzuheben. daß die Gattung Triodonta 
zu den wenigen Melolonthiden- Gattungen „gehört, welche nicht 
nur eine Region bewohnen. Außer in der paläarctischen ist sie 
über die aethiopische Region verbreitet, sie findet sich sowohl in 
Ost-Afrika als auch am Senegal. 

Asactopholis squamipennis Burm. 

(Ancylonycha squamipennis Burm. Handb. IV. 2. 315). 

3 Länge 21—25, Breite 10,5—11 mill. (Ceylon ?) 

Der A. gracilipes Sharp von Sumatra sehr ähnlich, auf 
welche Sharp in den Notes from the Leyden Museum Vol. III. (1881) 
P- 243 zurückkommt und schon damals die Vermuthung aus- 
sprach, daß Burmeisters Ancylonycha squamipennis mit seiner 
Lepidiota gracilipes verwandt sein müsse. Ich habe dann in der 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


me) 


Stettiner entomolog. Zeitung 1894 pag. 276 diese Art und einige 
Verwandte unter dem Namen Asactopholis zu einer neuen Gattung 
vereinigt, wohin ich auch die squamipennis, die mir in 2 männ- 
liehen Exemplaren (in coll. Felsche und in meiner Sammlung) 
vorliegt, stelle. 

Burmeister beschrieb die Art nach einem Weibchen, welches 
ihm von Melly mitgetheilt worden war, aus Malabar stammend. 
Die vorliegenden Männchen geben mir Veranlassung, die Be- 
schreibung in einigen Punkten zu ergänzen. Die Flügeldecken 
sind im Verhältniß zu dem dicken Leibe schmal; ihre Schuppen 
sind nicht rund, wie Burmeister angiebt sondern rundlich-oval, 
breiter als jene auf dem Halsschild; an Stelle der Rippen stehen 
größere Schuppen, welche wenig auffallen, der Endbuckel der 
Flügeldecken ist schuppenfrei und dunkel matt, während der ganze 
Körper rothbraun ist. Der Fächer des $ ist kurz oval; der 
Enddorn der Hinterschienen sehr lang und spitz, etwas länger 
als das erste Tarsenglied. Das zweite Tarsenglied ist auffallend 
lang, jedoch nicht doppelt so lang als das erste Glied, wie Bur- 
meister dies vom Weibchen angiebt. 

Die Asactopholis gracilipes Shp. ist mir jetzt auch von 
Borneo bekannt geworden. Sie befand sich in der Ausbeute des 
Herrn Professor Selenka, bezettelt mit ‚‚Tajan, März 1893“. 
Das einzige Stück zeichnete sich durch etwas stärkere Rippen 
von den Sumatra-Exemplaren aus. 

Exopholis philippinica n. sp. 

Länge 23, Breite 13,5 Mill. Philippinen. 2 (coll. Felsche.) 

Vom Habitus der E. hypoleuca, etwas gedrungener, die | 
ganze Oberseite, besonders die Flügeldecken mit deutlichen 
Schuppen bekleidet, wodurch sich diese Art von allen anderen 
auffällig unterscheidet. Mit hypoleuca verglichen ergeben sich 
folgende Unterschiede. Der Clypeus ist sehr dieht punktirt, die 
Punkte sind rund, nicht nadelrissig. Hier wie auf Stirn und 
Scheitel in jedem Punkt ein feines aber deutliches Härchen. Die 
Punktirung des Halsschildes ist tiefer, die Schuppenhärchen sind 


‚Stett, entomol. Zeit. 1896. 12% 


180 


kräftiger als auf dem Kopf. Die Flügeldecken haben nur zwei 
schwache Streifen, die Zwischenräume sind flach, in jedem Punkt 
eine schmale, lanzettförmige Schuppe. Das Pygidium ist dicht 
beschuppt, die Schuppen sind etwas kräftiger als die der Flügel- 
decken. Der Bauch ist dicht beschuppt, in der Mitte nur wenig 
weitläufiger. Die Brust ist kurz anliegend behaart, die Seiten dieht 
mit lanzettförmigen Schuppen bedeckt. Die Schuppen der Hinter- 
schenkel sind schmal, lanzettförmig, etwas kräftiger als auf dem 
umgeschlagenen Rand des Thorax. Der Fortsatz der Mittelbrust 
ist viel kürzer als der bei hypoleuca. 

Stephanopholis n. g. Leucopholidarum. 

In den Entomologischen Nachrichten 1892 p. 157 beschrieb 
ich eine Rhabdopholis melolonthoides, deren Vaterland mir damals 
zweifelhaft war. Ich habe dieselbe jetzt wiederholt und mit der 
Vaterlandsangabe „‚Columbien‘ erhalten, sodaß sich meine früheren 
Zweifel in diesem Punkte nicht zu bestätigen scheinen und wir 
es mit der schon früher herVorgehobenen, auffallenden Thatsache 
zu thun haben, daß es sich hierbei um den ersten bis jetzt be- 
kannten Repräsentanten der Leucopholiden in Amerika handelt, 
Ich halte es für zweckmäßig eine neue Gattung unter obigem 
Namen aufzustellen und charakterisire sie folgendermaßen: 

Der Vorderrand des Halsschildes mit einem Haarsaum, die 
Vorderschienen mit Sporn, die Krallen mit Zahn an der ver- 
diekten Basis; Körperform schmal, fein beschuppt. der Brustfort- 
satz sehr kurz und schmal, der Bauch in der Mitte flach gedrückt; 
die Flügeldecken mit deutlichen Rippen, welche frei von Schuppen 
bleiben; die Vorderschienen mit 2 Zähnen. die Tarsen sind kurz. 

Die Zweifel an der Richtigkeit der Vaterlandsangabe ver- 
stummen deswegen noch nicht, weil ich zu derselben Gattung ge- 
hörende Arten aus der orientalischen Region besitze und zwar von 
den Philippinen und von Ceylon. die ich nachstehend beschreibe: 

Stephanopholis philippinensis n. sp. 

Länge 20, Breite 10,5 mill, - Philippinen (Semper) in Dohrn’s 


Stett, entomol. Zeit. 1996. 


181 


Sammlung; in meiner mit der zweifelhaften Angabe Malacca 
(Douckier) S 8. 

Habituell der melolonthoides sehr ähnlich, etwas kräftiger, 
(ie Schuppen weißer und auf den Flügeldecken etwas dichter, 
die secundären Rippen verschwinden nach hinten mehr. Das 
Weibehen hat etwas verdickte Hinterschenkel und an der Spitze 
der Hinterschienen kaum breitere Dornen als das Männchen; der 
Fühlerfächer ist sehr kurz, oval. fast knopfförmig. 

Stephanopholis singalensis n. sp. 

Länge 19, Breite 9 mill. Ceylon; von: Herrn Professor 
Hauser in Erlangen erhalten. 3. 

Hier sind die Schuppen der Oberfläche gelblich, auf dem 
Halsschild fehlt die kielartige Mittelrippe ganz, die Schuppen 
sind lanzettlich zugespitzt. Auf den Flügeldecken befinden sich 
außer der Nalıt 4 deutliche Rippen. von den secundären Rippen 


ist keine Spur vorhanden. die Schuppen sind schmal lanzettlich. 
) pP] ev) 


der Bauch ist weiß beschuppt, die Brust gelb zottie behaart, der 
Fächer ist fast so lang wie der kräftige eliedrige Stiel. 


Eulepida Oberthüri. 

Nisra, dense flavo squamulosa, subtus pilosa; thorace. 
brevissimo, elytris squamis longioribus albidis disperse seriatis, 
ante apicem albido maculatis. Long. 27—30; lat. 14—15 mm. 

Sherbro (Africa oce.). 

Eine der sinuatifrons Fairm. ähnliche Art, welche sich 
durch ein sehr kurzes Halsschild auszeichnet, und wie eine An- 
zahl hierher gehörender, theils West- theils Ost-Africaner nur 
durch die Form der Schuppen und die Art und Weise der Punk- 
tirung unterschieden werden kann. Ihnen allen ist eine feinere 
Beschuppung, bei einigen aus fast schuppenförmigen Haaren be- 
stehend gemeinsam, wobei auf den Flügeldecken Reihen größerer 
reinweißer Schuppen und vor der Spitze ein weißer Schuppen- 
fleck auftreten. Diese Arten würden zu der von mir aufgestellten 
Gruppe VII gehören, wohin ich jetzt auch lepidota Klug und 
die hier beschriebenen Arten anatina, nitidicollis und mamboiae 


Stett. entomol. Zeit. 1596. 


182 


stelle, obgleich bei den letzten beiden die größeren Schuppen auf 
den Flügeldecken fehlen. Savagei Hope ist nach der dürftigen 
Beschreibung bei dem jetzt vorhandenen Reiehthum an Arten 
natürlich mit Sicherheit nicht mehr herauszufinden; diese Art soll 
„subtus albo-squamosa“ sein: das sind die hier in Betracht kom- 
menden nicht. 

Der Kopf ist kurz und breit, das Kopfschild kurz, breit 
gerundet, in der Mitte ausgebuchtet dieht und grob punktirt mit 
kurzen anliegenden Schuppenborsten in der Mitte und kurzen, 
borstenförmigen an den Seiten bedeckt. Stirn und Scheitel sind 
gleichmäßig dieht punktirt, die Punkte auf dem Scheitel sind nur 
sehr wenig feiner als diejenigen der Stirn, die länglichen fein zu- 
gespitzten Schuppenborsten liegen glatt gescheitelt an. Das Hals- 
schild ist fein und dicht punktirt wie der Scheitel, mit kurzen 
zugespitzten Schüppchen bedeckt, diese schließen nirgends dicht 
aneinander, sind an den Seiten deutlich haariger, in der Mittel- 
linie sehr wenig heller, anzder Basis, besonders kurz vor den 
Hinterecken deutlich kräftiger. Das Schildchen ist breit gerundet, 
matter punktirt. Die Flügeldecken sind sehr dicht und sehr fein 
punktirt, undeutlich gerunzelt mit sehr zahlreichen größeren 
Punkten dazwischen, sehr dicht mit feinen kleinen Schuppen, 
welche sich gegenseitig nicht berühren, bedeckt und großen, 
weißen einzeln stehenden Schuppen, der Endbuckel hat einen 
weißen Schuppenfleck, die Schuppen an der Spitze sind haar- 
förmig. Das Pygidium ist kurz dreiseitig, dicht mit flachen, 
sabelförmigen Punkten, welche kurze anliegende Borsten tragen, 
bedeckt. Der Bauch ist dicht und fein punktirt, die Punkte sind 
matt, schwach nadelrissig, mit kurzen Borstenhärchen, die in der 
Mitte mehr den Charakter von Schuppenborsten annehmen. Die 
Schenkel sind ebenso punktirt und bekleidet. Die Brust ist eben- 
falls nieht dieht mit kurzen Härchen bekleidet, ohne Schuppen 
dazwischen. Der umgeschlagene Rand des Thorax ist nicht sehr 
dieht mit Schuppenborsten bedeckt. Der Endzahn der Vorder- 


schienen ist lang, der vorhergehende sehr klein. Die breite 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


183 


Unterlippe ist glatt, auf dem Kinn mit einigen groben Borsten- 
punkten, auf der Zunge jederseits mit 6—7 solcher Punkte, an 
der Spitze tief ausgeschnitten. Der Fächer ist kurz oval. Das 
Metasternum ragt mit einer breiten Spitze zwischen die Mittel- 
hüften, das sieh anschließende Mesosternum ist schmal ohne 
Knötehen an der Spitze. 

Eulepida nitidicollis. 

Castanea, ubique dense squamosa, pygidio angustiore, 
peetore hirsuto. 

Long. 29, lat. 15 mm. {%. Mamboia et Lujenda. (Africa 
orient.) 

In der Gestalt wie E. mamboiae, das Pygidium an der 
basis schmaler, die Schuppen größer, weiß, nur bei einem 2 gelb. 
Es ist auffallend, daß auch von dieser Art nur Weibchen vorliegen. 

Der Kopf ist dick, das Kopfschild gerundet, vorn ausge- 
buchtet, grob runzlig punktirt mit Schuppenborsten, die Stirnnaht 
ist fein, die Stirn dahinter ist tief, grob punktirt, die Punkte 
werden gegen den Scheitel immer kleiner, die Schuppen sind 
lanzettförmig zugespitzt. Das Halsschild ist sehr fein punktirt 
und gleichmässig bis auf zwei fast in der Mitte stehende flache 
Grübehen, welche äußerst fein und sehr dicht punktirt sind; bei 
gut beschuppten Exemplaren sind diese Stellen leicht zu über- 
sehen; die Schuppen sind groß, breit oval zugespitzt und lassen 
eine Längsfurchung deutlich erkennen; der Seitenrand ist leicht 
gekerbt. Die Flügeldecken sind sehr fein punktirt mit stärkeren 
Punkten dazwischen, gleichmässig dicht mit etwas kleineren 
Schuppen besetzt als diejenigen des Thorax, die Schuppen sind 
deutlich gefurcht; der Endbuckel hat einen Schuppenfleck, dessen 
Schuppen schmäler sind; von Rippen ist kaum eine Andeutung 
vorhanden und gröbere Schuppen, welche jene anzudeuten pflegen, 
treten spärlich und kaum bemerkbar am äußersten Seitenrande 
auf; bei dem gelbbeschuppten Exemplar haben sie keine weiße 
Farbe, wie man vermuthen könnte. Das sehr dicht punktirte 
Pysidium trägt Schuppenborsten. Auf den Segmenten stehen die 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


184 


Schuppen dieht und sind etwas_kleiner als diejenigen der Flügel- 
decken, die Bauehmitte ist flach, auf den ersten Ringen mit ver- 
dichteten weißen Schuppenflecken. Schenkel und Schienen sind 
beschuppt mit dazwischen stehenden Borstenhaaren. Die Brust 
ist lang anliegend behaart mit zerstreuten Schuppen: dazwischen. 
An den breiten zugespitzten Metasternalfortsatz schli:Bt sich das 
Mesosternum mit einem kleinen Knötehen. Der Fühlerfächer des 
® ist kurz oval; das Zähnchen an den Krallen lang und kräftig. 

Diese Art wurde inzwischen von Kolbe, Annales Belgique 
1894 p. 555 und 556 beschrieben. 

Eulepi a mamboiae., 

Nigra, supra castanea, ubique dense ochraceo-squamulosa, 
pygidio lato triangulare, pectore hirsuto. 2 Long. 25—30; lat. 
15—16 mm. Mamboia (Africa orient.). 

Diese Art ist der E. nitidicollis von derselben Localität sehr 
ähnlich, sie unterscheidet sich durch das breite Pygidium und 
durch die schwächeren, kleineren Schuppen, deren Farbe bei den 
vorliegenden Stücken, auf der Oberseite gelb ist. 

Der Kopf ist dick, das Kopfschild kurz, gerundet, in der 
Mitte deutlich gebuchtet, dicht und grob punktirt mit Schuppen- 
borsten und Borstenhaaren bedeckt; die Stirnnaht ist besonders 
in der Mitte deutlich vertieft. Die Stirn hinter der Naht grob 
punktirt, jedoch nicht runzelig, die Punkte werden nach dem 
Scheitel zu allmälig feiner, auf dem Scheitel selbst, sind sie sehr 
fein; die Schuppenborsten sind hier etwas länger. Das Halsschild 
ist fein und dicht punktirt, die Schuppenborsten etwas schwächer 
als die des Scheitels, lanzettlich mit langer Borstenspitze. Das 
breite gerundete Schildchen hat etwas kräftigere Schuppen, einige 
derselben Beschaffenheit stehen unmittelbar vor dem Schildehen, 
an der Basis des Halsschildes.. Die Flügeldecken sind äußerst 
fein, flach und dicht punktirt, größere, deutlichere Punkte da- 
zwischen, dicht mit schmalen kleinen Schuppen bedeckt, die 
kürzer sind als auf dem Halsschild, aber deutlich den Schuppen- 


charakter tragen. Um den Endbuckel steht ein weißer Schuppen- 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


185 


fleek. Das Pygidium ist sehr dieht punktirt, mit Borstenhärchen 
bedeckt. Der Bauch ist mit weißen kleinen Schuppen bedeckt, 
in der Mitte mit angedeutetem Eindruck, aber kaum dichterer 
Beschuppung. Die Schenkel sind ebenso beschuppt und tragen 
einzelne lange Borstenhaare. Die Hinterbrust ragt als breite Spitze 
zwischen die Mittelhüften hinein, daran stößt mit einer knoten- 
förmigen Spitze das Mesosternum. Der vordere Zahn der Vorder- 
schienen ist lang und nach außen gebogen; das Krallenzähnchen 
ist lang und kräftig, was mit Rücksicht auf das Geschlecht, 
auch nichts auffallendes ist. Der Fächer ist kurz oval. 

Eulepida anatina. 

Subtus fusca, supra rufo-brunnea, squamulosa; pyeidio pro- 
longato, apice rotundato, flabello stipite longiore. Long. 25—26; 
lat. 12—13 mm. Matabele. (Afriea orient.) 

Der Lepidiota sinuatifrons Fairm. verwandt, mit längerem 
Fächer, weißen rundlichen Schuppen auf den Flügeldecken und 
besonders durch das beim $ vorgezogene an der Spitze stumpf 
gerundete, einem Entenschnabel nieht unähnliche Pysidium zu 
unterscheiden; der E. graeilipes Kolbe am ähnlichsten, aber die 
Schuppen sind feiner als bei gracilipes, daher die Exemplare 
weniger weiß aussehen, die Vorderschienen sind sehr scharfzähnig. 

- Das Kopfschild ist kurz gerundet, vorn ausgeschweift, dicht 
und grob punktirt, mit weißen Schuppenborsten. Die Stirnnaht 
ist deutlich. Stirn und Scheitel sind: dicht und grob punktirt, 
die Punkte kleiner als auf dem Kopfschild, in jedem Punkt eine 
weıbe lanzettförmige Schuppe mit borstenartiger Spitze. Das 
Halsschild ist kurz, an den Seiten sehr schwach gekerbt, die 
Obeifläche dicht und feia punktirt, mit kleineren ovalen Schuppen 
dieht bedeckt, in der schwach vertieften Mitte sind diese Schuppen 
deutlich schmaler. Das Schildchen ist breit gerundet, fein punk- 
tirt, mit denselben feineren Schuppen bedeckt, wie solche in der 
Mittellinie des Thorax stehen. Die Flügeldecken sind dicht mit 
flachen Punkten bedeckt, schwach gerunzelt, dazwischen mit 
kräftigen Punkten, alle tragen rundlich-ovale kleine weiße Schuppen, 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


186 


auch sind, besonders an den Seiten vereinzelt einige größere 
Schuppen zu bemerken, die jedoch hier nicht in dem Maabße auf- 
fallen wie bei sinuatifrons. Die Rippen sind kaum angedeutet, 
der Spitzenbuckel ist sehr kräftig und mit einem dichten weißen 
Schuppenfleck gezeichnet, der Seitenrand ist scharf gerandet, der 
Hautsaum sehr deutlich. Das bereits beschriebene Pyeidium ist 
dicht mit sehr flachen Punkten bedeckt, welche ein schuppen- 
artiges weißes Härchen tragen, an der Spitze ist dasselbe schnabel- 
förmig gespalten, die Unterseite ist glatt, glänzend; das Pygidium 
des Weibchens ist breit dreieckig,. ohne jene Bildung. Der Bauch 
ist dicht und flach punktirt mit schmalen, weißen lanzettförmigen 
Schuppen dicht bedeckt, die Mitte etwas flach, die ersten Bauch- 
ringe daselbst an ihrer Basis glatt, glänzend. Die Beine sind mit 
weißen Schuppenborsten besetzt, dazwischen zerstreut, lange, ab- 
stehende Haare. Die Brust ist sehr dicht, gelb zottig behaart. 
Die weißen lanzettförmigen Schuppen des umgeschlagenen Thorax- 
randes, sind die größten am ganzen Körper. Das 3., 4., 5. Glied 
des Fühlers sind eylindrisch, Glied 6 und 7 sehr kurz zusammen- 
gedrückt. Der schmale Fächer des 5 ist röthlich gelb und etwas 
länger als der Stiel; der des 2 kurz oval. Der Spitzenzahn der 
Vorderschienen ist wie bei sinuatifrons lang und scharf nach 
außen gebogen. Das Krallenzähnchen ist nicht sehr kräftig, 
kaum länger als die zahnartige Verdickung der basis, von welcher 
es durch eine tiefe Ausbuchtung getrennt ist. 

Leucopholis Helleri n. sp. 

Länge 29-—30, Breite 15—16 mill. & 2. 

Sangir, (coll. Bruijn 1871) in Oberthürs und meiner Sammlung. 

Zur rorida-Gruppe, der sangirana in der Beschuppung 
ähnlich, robust, breit. Das Kopfschild ist vorn deutlich aufge- 
worfen und wie Stirn und Scheitel mit kleinen runden, tiefliegenden 
Schuppen bedeckt. Das Halsschild ist an den Seiten sehr leicht 
sekerbt, beim 3 weniger, beim 2 mehr auswärts gerundet, mit 
kleinen runden tiefliegenden Punkten und leicht, an den Seiten 


kräftiger gerunzelten Zwischenräumen. Schildchen zerstreut be- 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


187 


schuppt, in den Winkeln mit lanzettförmigen Schuppen, welehe 
einen Fleck bilden. Flügeldecken mit sehr kleinen runden, leicht 
gespitzten Schuppen gleichmäßig bedeckt, die Schuppen sind so 
klein, daß sie ohne Vergrößerung schwer erkennbar sind und die 
Färbung der Oberfläche nicht beeinflussen, größere Schuppen da- 
zwischen an Stelle der Rippen sind nicht vorhanden, an der 
Spitze werden die Schuppen lanzettlich wie auf dem Pyeidium. 
Dieses ist beim & breiter, beim 2 schmaler. Der Bauch ist dicht 
mit kleinen rundlichen Schuppen bedeckt, an der Seite deutlich 
dichter. — Die Hinterhüften sind unbehaart. Die Hinterbrust ist 
dünn behaart, leicht zerstreut beschuppt, die Epimeren sind dicht 
beschuppt, vorn behaart. Der Brustfortsatz ist kräftig und über- 
ragt die Hüften deutlich, an der Basis bis zur Mitte dicht punk- 
tirt und behaart. Die Hinterschenkel sind mit schmal ovalen 
Schuppen gleichmäßig bedeckt, nicht sehr dieht, dazwischen in 
beiden Geschlechtern mit Borstenhaaren. Auf der Mitte der 
Unterlippe steht eine Gruppe von 5—-6 borstentragenden Punkten. 
Die Vorderschienen sind 3zähnie. 

Herrn Dr. Carl Heller in Dresden gewidmet. 

Leucopholis Jacquinoti Bl. Catal. 1850. pag. 158. No. 1196. 

Länge 20, Breite 11 mill. 

Zur rorida-Gruppe gehörend, pangiena m. und sangirana 
am ähnlichsten. Eine verhältnißmäßig kleine Leucopholis, mehr 
sewölbt als flach, auf der Oberfläche mit kleinen, ruuden, tief 
liegenden Schuppen, daher die Zwischenräume grob gerunzelt er- 
scheinen. Die Unterseite ist mit rundlichen flachen Schuppen 
dicht bekleidet, in der Mitte ohne Schuppengruppen, an den 
Seiten nicht dichter beschuppt. Die Hinterschenkel weitläufig 
beschuppt, die Schuppen lanzett und schmal eiförmig zugespitzt; 
hier auch beim Männchen auf der Fläche mit Borstenreihen. Die 
Schuppen der Hinterhüften sind lanzettlich-zugespitzt, dazwischen 
kurz behaart; die der Seitenstücke kräftig eiförmig, die Epimeren 
vorn Jang und dicht behaart, ebenso die Brust an der Seite, hier 
und in der Mitte nur vereinzelte Schuppen. Der Brustfortsatz ist 


Stett, entomol. Zeit, 1896, 


188 


kurz, kaum die Hüften reichlich überragend, bis zur Mitte punktirt 
behaart. Die Unterlippe mit unregelmäßigen Eindrücken, in der 
Mitte mit leichter Erhabenheit und einzelnen Borstenpunkten, die 
Vorderschienen 3zähnig. Der Fächer ist etwas kürzer als der Stiel. 

Das Exemplar (3) nach welchem diese Beschreibung ent- 
worfen, befindet sich in der Sammlung Oberthür’s, mit der Be- 
zeichnung ..Mindanao. Dumalon, Zamboanga; L. Laglaize 1876.“ 
Die von Blanchard beschriebene Art stammt von derselben 
Lokalität, und seine Beschreibung enthält nichts, was gegen die 
Richtigkeit meiner Annahme spräche. Diese Art ist in mehreren 
Abänderungen verbreitet, es liegen mir davon zur Zeit die 
folgenden vor: 

Ein Weibchen (Länge 23, Breite 12,5 mill.) in coll. Ober- 
thür von den Philippinen (Gusu, Semper) etwas größer, lebhaft 
rothbraun, mit kleinen eiförmigen Schuppen auf der Oberfläche; 
es ist möglich, daß dies auch hier ein Geschleehtscharakter ist 
und keine specifische Abweichung; es sind keine weiteren Unter- 
schiede bemerkbar. 

Eine Anzahl Männchen (Länge 22, Breite 12 Mill; genau 
die Größe der type Blanchards) in meiner Sammlung von den 
Sulu-Inseln (Dr. Staudinger u. Bang Haas 1894) kräftiger ge- 
runzelt mit kleinen rundlich eiförmigen, zugespitzten Schuppen, 
auf den Epimeren der Hinterbrust mit lanzettförmigen, zuge- 
spitzten Schuppen, weichen hierdurch vom Typus mehr ab, so 
daß ich sie mit „suluana‘“ bezeichnet habe. 

Ein Männchen (21 lang, 12 breit) in der Sammlung des 
Herrn Thery, von Mindanao; Schuppen rund, aber gelbbraun, 
auf den Flügeldecken von nicht ganz gleicher Größe, die Seiten 
des Bauches etwas (wenn auch schwach) stärker beschuppt, auf 
dem Pyegidium kann man auch zwei Formen Schuppen unter- 
scheiden, sehr schmale borstenförmige und eiförmig lanzettliche. 

Mit dieser Art (Jacquinoti) ist, wie schon gesagt sangirana 
(Memoires belg. II p. 79) nahe verwandt, bei dieser ist der 


Clypeus vorn deutlicher aufgeworfen und in der Mitte vorspringend, 
Stett. entomol. Zeit. 1896. ee: 


189 


der Brustfortsatz überragt die Mitielhüften deutlich, die Hinter- 
hüften und Epimeren sind unbehaart. 

Auch bei einem Männchen von Menado (coll. Bruijn 1877) in 
der Sammlung Oberthür’s, welches durch die gelbe Färbung der 
Schuppen und das entschieden schmalere Pygidium abweicht, sind 
diese Charaktere vorhanden, so daß ich dieses Exemplar als var. hier- 
her stellte, obgleich das sehr glatte, ebene, in der Mitte mit einer 
Borstengruppe besetzte Kinn ganz auffallend von dem unebenen der 
besprochenen Arten abweicht und eine neue Art vermuthen läßt. 

Leucopholis gracilis (Memoires belg. II p. 30. No. 305) 
wurde von mir erwähnt, aber nicht beschrieben; sie ist als var. 
zu rorida Burm. zu stellen, es sind kleine Stücke, bei denen die 
Form der Schuppen schmaler als bei rorida ist und bei denen 
die größeren. eingestreuten Schuppen auf den Flügeldecken spär- 
licher vorhanden sind. 

Bemerkungen 
zu den Arten der Leucopholis lateralis-Gruppe. 

Herr Rene Oberthür war so freundlich, mir die Type von 
Leucopholis diffinis Sharp zu übersenden; es war dasjenige Exemplar, 
welches von Malacca (Casteln.) stammt und als zweites Stück zu 
der Beschreibung gezogen ist, das erste typ. Exemplar stammt von 
Penang (Wallace!) und ist 30 mill. groß. Das mir vorliegende 
Stück ist ein Weibehen, 25 mill. (lateralis m), hat in der Mitte des 
Halsschildes die Borstenreihe, welche in Sharp’s Beschreibung nicht 
erwähnt ist. Daher erkannte ich auch nicht die Verwandtschaft 
mit der von mir beschriebenen L. lateralis (Berl. ent. Z. 1892 
pag. 56) und muß daher diffinis Sharp aus Gruppe IV zu II 
(pag. 40) gestellt werden. Lateralis und diffinis sind sich aller- 
dings sehr ähnlich, doch weichen in der Art der Beschuppung 
die Sumatra-Exemplare von den Malacca Exemplaren ab, daher ich 
auch lateralis specifisch von de ‚ffinis trenne und die 2° Type Sharp’s 
von Malacca zu lateralis, die Sumatratype zu döffinis stelle. 

Außer diesen beiden sowie der L. Staudingeri (Berl. 1892 
p. 57) und der L. Schochi (Stettiner ent. Z. 1894 p. 276) ist 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


190 


mir noch eine große Zahl aus Borneo und eine aus Sumatra be- 
kannt geworden, über welche hier einiges mitgetheilt werden soll. 
Die Borneo Stücke stammen aus der Ausbeute des Herrn Prof. 
Selenka und wurden mir durch Herrn Dr. Will in Erlangen 
freundliehst mitgetheilt. Da es bis auf eine, Unica waren, so 
unterließ® ich die Namengebung und mache durch die kurze 
Diagnose auf die große Reichhaltigkeit dieser Arten aufmerksam. 
Das Sumatra Exemplar befindet sich in der Sammlung des Herrn 
Oberthür. 

Leucopholis selenkana n. sp. 2 von Pontianak. (Prof. 
Selenka) $ in meiner Sammlung, Borneo (Dr. Staudinger). 

Länge 32, Breite 16 mill. Schuppen des Kopfes klein, 
lanzettförmig zugespitzt, die des Halsschildes rund, der Flügel- 
decken oval, zugespitzt, an den Seiten rundlicher, mit dichtem 
Streif auf jeder Seite. Pyeidium sehr dicht beschuppt. Brust- 
fortsatz ohne Einschnürung etwas die Hüften überragend. 

Leucopholis 2 von Pontianak (No. 2, Januar 1893) Länge 
20, Breite 15 mill. 

Ähnlich der vorigen Art, kleiner und ohne Lateralstreifen 
auf den Flügeldecken; das Pygidium ist schmaler, kleiner, kaum 
sewölbt. Die vorderen Halsschildecken sind breit gerandet, die 
Seiten nach vorn mehr eingezogen, die Schuppen der Flügeldecken 
sind flacher, die des Kopfes lanzettlich zugespitzt. Der Seiten- 
rand des Clypeus ist mit den Eeken stark abgerundet. Die 
Schuppen sind gelb. e 

Leucopholis $. Pontianak (No. 3, Januar 1893). Länge 
20, Breite 15 mill. 

Die Grundfarbe ist schwarz, bei den beiden vorigen braun 
bis rothbraun; der Lateralstreifen ist vorhanden; die Vorderecken 
des Halsschildes ohne breiteren Rand, die Schuppen auf den 
Flügeldecken sind größer und stehen dichter. Die Fläche des 
Clypeus ist etwas deutlicher vertieft, so daß der Vorderrand sich 
schärfer absetzt; der Seitenrand ist hier nieht gerundet, sondern 


gerade. Schuppen weiß. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


191 


Leucopholis 2. Pontianak (No. 4, Januar 1893). Länge 
26, Breite 13,5 mill. 

Schwarz mit weißen Schuppen, diese sind auf dem Kopf 
lanzettförmig, auf dem Thorax rund, auf den Flügeldecken eiförmig 
flach, an den Seiten mit Lateralstreifen, klein und rund; auf dem 
Pygidium stehen die kleinen Schuppen sehr dieht. Das Maxillar- 
tasterendglied ist spindelförmie, in der Mitte deutlich verdickt. 

Leucopholis $. Pontianak (No. 5, Januar 1893). Länge 
26, Breite 12,5 mill. 

Braunroth mit weißen Schuppen und lateralem Streifen auf 
den Flügeldecken. Die Schuppen des Kopfes stehen etwas 
sperriger, auf dem Thorax sind dieselben rund und kaum von 
denen der vorigen Art verschieden; die Schuppen der Flügel- 
decken sind groß, eiförmig flach, auch die Schuppen des Pyeidium’s 
sind größer, schmutzig; das Maxillartasterendglied ist spindelförmig 
schlank. Obgleich die Form der Schuppen bei den verschiedenen 
Geschlechtern verschieden sem kann wie im vorliegenden Falle, 
so machen doch die beiden letzten Arten auf mieh den Eindruck 
der Nichtzusammengehörigkeit. Ohne ein reichliches Material 
wird sich die Frage nicht entscheiden lassen, welche Unterschiede 
als variable zu betrachten sind und welche nicht. 

Leucopholis 2. Tajan (No. 6, Februar 1893). Länge 31, 
Breite 16 mill. 

Dunkel, fast schwarz, mit weißen Schuppen, große robuste 
Art mit Lateralstreifen. Die Schuppen des Kopfes sind eiförmig, 
zugespitzt, die des Halsschildes rund. Auf den Flügeldecken sind 
dieselben groß, eirund, zum Theil gerippt und größer als die 
runden Punkte, in welchen sie stehen; vom Lateralstreifen an 
sind sie klein und rund. Die Spitze der Flügeldecken und das 
Pygidium sind sehr dicht, dachziegelartig beschuppt, letzteres zu 
beiden Seiten emgedrückt. Maxillartasterendelied schlank. 

Leucopholis $. Tajan. (No. 7, Februar 1893). Länge 29, 
Breite 14 mill. 


\ 
Schwarz, Flügeldecken bräunlich, Schuppen gelb. Auf dem 
Stett, entomol. Zeit, 1896. 


192 


Kopf sind dieselben zugespitzt oval, auf dem T’horax rund, tief- 
liegend; auf den Flügeldecken kurz oval, zugespitzt, gerippt, dicht 
stehend und sich berührend, gegen die Spitze sich deckend, vom 
Lateralstreifen an klein fast rund. Das Pygidium ist dicht dach- 
ziegelartig beschuppt. Maxillartasterendglied in der Mitte schwach 
verdickt. 

Leucopholis palembangia n. sp. 

Länge 29, Breite 15 mill. &$. Palembang, coll. Oberthür. 

Diese Art unterscheidet sich wesentlich dadurch von den 
anderen der lateralis-Gruppe, daß der Clypeus vorn sehr stark 
aufgebogen ist. Die Schuppen des Kopfschildes sind dicht, oval, 
des Halsschildes rund, die der Flügeldecken groß, breit, eirund mit 
deutlichen Schuppenstreifen jederseits; das Pygidium ist sehr 
dicht übereinanderliegend beschuppt. Der Brustfortsatz ist kurz, 
abgestumpft, die Hüften nicht überragend. 

Leucopholis armata. 

‚Sharp, Col. Hefte XV (1876) p. 79 von Sarawak. 

Das typische Exemplar in der Collection Oberthür ist ein 
Männchen, wie dies Sharp schon vermuthet hatte. Es ist 38,5 mill. 
lang, 18,5 mill. breit, gelblich-braun beschuppt, unten etwas 
heller, die Schuppen sehr kräftige. Auf dem Clypeus sind die 
Schuppen lanzettlich zugespitzt, auf dem Scheitel länglich-oval, 
am Hinterrand desselben (wie immer) viel feiner. Die Schuppen 
des Halsschildes auf der Mitte sind kaum kräftiger als die 
Scheitelschuppen, etwas breiter, vor dem Seitenrand_ kleiner, 
dichter. Die Schuppen der Flügeldecken sind größer, eiförmig 
ohne Spitze, undeutlich gefurcht, selten einander berührend, seit- 
wärts in tieferen Punkten liegend. Die Schuppen des Pygidium 
sind schmal, kräftig, fast borstenartig. Auf den ersten 4 Seg- 
ımenten des Bauches sind die Schuppen groß, eiförmig, flach, 
gerieft, sie berühren sich häufig und dachziegelartig, an dem 
Seitenrande sehr dicht und sehr klein. Auf den .beiden letzten 
Segmenten sind die Schuppen viel kleiner, leicht zugespitzt, 


dichter. Auf den Hinterschenkeln sind die Schuppen noch größer, 


Stett, entomol. Zeit, 18396. 


193 


als auf den ersten Segmenten, eiförmig., flach, gerieft. Auf Hüften 
und Seitenstücken der Brust sehr dicht und lanzettförmig, zuge- 
spitzt, die Brust zur Mitte immer sperriger beschuppt, leicht be- 
haart. Der Brustfortsatz sehr kräftig, überragt fast die Vorder- 
hüften. Charakteristisch für die Art ist die Form desselben, vor 
der Spitze schwach eingeschnürt, eylinderförmig, auf allen Seiten 
gerundet (nicht abgeplattet) mit breitgerundeter Spitze. Die An- 
sabe Sharps ‚their spurs rather slender‘“ ist Geschlechtscharakter 


des Männchen. 


Von armata Shp. unterscheidet sich pollens Shp. nur wenig. 
Die Schuppen sind bei dem typischem Exemplar weiß gefärbt, 
was nebensächlich ist, die Schuppen sind nicht so kräftig, auf 
Halsschild und Flügeldecken zugespitzt; die Schuppen auf den 
Bauchsesmenten sind weniger stark gerieft, das Pygidium ist 
weniger tief punktirt, die Schuppen sind eiförmiger, nicht gleich 
schmal wie bei armata (die Schuppenflecken in der Mitte sehr un- 
deutlich)1), diese Unterschiede sind sehr unbedeutend und lassen sich 
nicht darstellen durch die Beschreibung. Daß die Hinterschenkel 
bei pollens mit langen Borsten besetzt sind, ist ebenso wie die, 
von Sharp bereits angeführten, erweiterten Hinterschienen, weib- 
lieher Geschlechtscharaeter. Am entschiedensten tritt die speci- 
‘fische Abweichung am Brustfortsatz hervor. Derselbe ist hier 
vor der Spitze fast gar nicht eingeschnürt, daher an der Spitze 
nicht verdickt; auf seiner Fläche und an der Basis stehen ein- 
zelne Punkte, welche Haare tragen, während es bei armata 


Schuppen tragende Punkte sind (beim typischen Exemplar von 


1) Die auf der Mitte der Segmente stehenden Schuppenflecke, sind in 
der Regel beim Männchen schlechter konservirt als beim Weibchen; aber 
bei beiden sind dieselben an der dichten Stellung der Punkte erkennbar, 
auch wenn die Schuppen abgerieben sind. Die Schuppen sind hier ent- 
weder kleiner und dann fallen die Flecke sehr in die Augen, oder sie 
sind gleich groß mit den andern Schuppen und dann verschwindet das 
Auffällige der diehteren Gruppirung, oder die dichtere Punktirung ist über- 
haupt nicht vorhanden (z. B. L. crassa). 


Stett, entomol. Zeit. 1896, ı&) 


194 


armata sind die Schuppen an dieser Stelle abgerieben). Ferner 
ist die Hinterbrust bei armata dünn, bei pollens dichter behaart. 

Länge 33,5, Breite 17 mill. Borneo. Col. Hefte XV. 
(1876) p. 80. 

Leucopholis elongata m. (Berliner E. Z. 1892 p. 58) ist 
pollens nahe verwandt. aber durch das beim 5 stark wulstige 
Pyegidium leicht erkennbar. Der Brustfortsatz ist leicht eingeschnürt, 
die Schuppen des Bauches sind breit eiförmig, die des Pygidiums 
wie bei armata. Das Vaterland, welches ich bei der Beschrei- 
bung der Art nicht mit Sicherheit anzugeben vermochte, ist 
Borneo. 

Leucopholis Sharpi n. sp. 

Länge 36—39; Breite 19—20 mill. &. 2. Borneo. 
(Dr. Staudinger und Bang Haas.) 

In der Körperform der armata am nächsten und dieser im 
ganzen sehr ähnlich. Stirn und Scheitel mit schmaler punkt- 
freier Mitte; Halsschild feiner und flacher punktirt. die Schuppen 
daher kleiner, schmal und fein zugespitzt; die Schuppen der 
Flügeldecken schmaler, auf dem Pyeidium sperriger, nicht so 
kräftig; auch die Schuppen des Bauches etwas kleiner, in der 
Mitte mit gut erhaltenen, deutlichen Schuppenflecken. die Brust 
dichter wie bei pollens behaart. Der wesentlichste Unterschied 
liegt auch hier in der Bildung des Brustfortsatzes. Derselbe ist 
nicht gerandet, sondern an der inneren Fläche abgeplattet. vor 
der Spitze leieht eingeschnürt, abgerundet. —. Die Farbe der 
Schuppen ist gelblich bis gelbbraun, nur an den Seiten der Unter- 
seite rein weiß bis weißlich. 

Leucopholus Semperi n. sp. 

Länge 40, Breite 20 mill. &. 

Philippinen, Dugang (Semper, 4.—10. Juli 1864) in der 
Sammlung Oberthürs. 

Mit Sharpi m. am nächsten verwandt, der Brustfortsatz an 
der inneren Seite flach, vor der Spitze kaum eingeschnürt. Ober- 
seite gleichmäßig dieht, gelblich beschuppt, die Schuppen schmal 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


195 


lanzettlich, auch auf den Flügeldecken. Das Halsschild ist nach 
vorn stark verengt, so daß die Mitte der Seiten hervortritt. Die 
Sesmente haben in der Mitte keine Schuppenflecken, die Schuppen 
sind eiförmig zugespitzt, der Brustfortsatz ist sehr lang, die 
Vorderhüften erreichend, elatt, auf der unteren Fläche ohne Haare. 

Leucopholis tristieula n. sp. | 

Länge 36, Breite 19 mill. &. 

Sumatra oceident. coll. Oberthür. 

Der L. tristis ähnlich; an den Vorderschienen mit schwachem 
drittem Zahn, der Brustfortsatz sehr lang, verjüngt, gebogen, 
glatt ohne Haare auf der Fläche. Die Schuppen sind oben 
gleichmäßig dicht und klein, aber etwas kräftiger als bei tröstis. 
Hinter dem Vorderrande des Kopfschildes ist ein kleiner unbe- 
schuppter Fleck; auf der Mitte des Halsschildes stehen die 
Schuppen gedrängt, auch das Schildehen ist dieht beschuppt. 
Die Flügeldecken haben schwach angedeutete Rippen, welche 
durch etwas dichtere Schuppenstellung markirt sind. Das Py- 
sidium ist breit mit breiter Spitze, die Schuppen sind gegen die 
Spitze etwas kräftiger. Der Bauch ist dünn beschuppt, die 
Schuppen sind klein eiförmig zugespitzt, in der Mitte mit Schuppen- 
fleecken, an den Seiten mit dichtem weißem Schuppenstreif, 
welcher durch die viel schmalere Form der Schuppen scharf ab 
setzt. Die Hinterschenkel sind spärlich beschuppt, in der Mitte 
fast schuppenfrei, die Schuppen ziemlich klein, herzförmig, zuge- 
spitzt. Die Hinterhüften sind behaart, mit schwachen Schuppen 
dünn besetzt. Auf der Hinterbrust sind die Schuppen in der 
Mitte von derselben Größe wie auf den Hinterschenkeln, stehen 
zerstreut, gegen die Seiten werden dieselben plötzlich sehr klein, 
schmal und sind mit Haaren durchsetzt. Auf den Seitenstücken 
der Brust stehen die Schuppen sehr dicht. 

Leucopholis curvidens n. sp. 

Länge 34, Breite 16 mill. 9. 

Sumatra, in meiner Sammlung. 

Zur armata-Gruppe; in der Beschuppung des L. niasiana 

Stett. entomol. Zeit. 1896, 13* 


196 


ähnlich. “Der Brustfortsatz sehr lang nach vorn aufwärts. ge- 
bogen, allmälig schmaler werdend, abgerundet ohne Verdickung 
an der Spitze. Auf dem Kopf sind die Schuppen lanzettförmig, 
die Mitte der Stirn etwas frei lassend; auf dem Halsschild läng- 
lich_eiförmig zugespitzt, auf den Flügeldecken eiförmig zugespitzt, 
auf dem Pyeidium schmal lanzettlich, fast borstenförmig wie bei 
armalta. Auf den Segmenten sind die Schuppen flach, gerundet 
mit Schuppengruppen in der Mitte. Die Hinterschenkel sind mit 
breiten eiförmigen Schuppen auch auf ihrer Mitte bedeckt. Auf 
dem Brustfortsatz einzelne Haare. Die Seiten der Brust sehr dicht 
weiß beschuppt. 

Leucopholis 'Castelnaui n. sp. 

Länge ‘33, Breite 17 mill. °S. 

Sumatra (eoll. Castelnau). in der Sammlung Oberthür’s. 

Zur molitor-Gruppe, ‘mit größeren eiförmigen unten rund 
lichen Schuppen, kurzem gedrungenem Mesosternalfortsatz; 3zäh- 
nisen Vorderschienen. 

Der Kopf ist breit, vorn etwas aufgeworfen, die Schuppen 
sind rundlich, auf Stirn und Scheitel sehr weitläufig. _ Auf dem 
Halsschild stehen rundlicehe und leicht zugespitzte Schuppen in 
tiefen Punkten, ohne runzlige Zwischenräume zu bilden. Auf den 
Flügeldecken stehen die Schuppen dicht, sie sind eiförmig zuge- 
spitzt, die Punkte, in denen sie stehen, sind fen, die Rippen sind 
wie bei molitor angedeutet. Das Pyeidium ist breit mit schmal 
elliptischen Schuppen. Die Schuppen der Segmente des Abdomens 
sind rundlich, seitlich eiförmiger, am Rande mit diehtem weißen 
Streifen kleiner schmaler Schuppen. Auf den Hinterschenkeln 
stehen zerstreut runde Schuppen, keine Borstenhaare. Die Hinter- 
hüften sind dieht beschuppt, fein behaart. Die Hinterbrust ist 
dünn behaart. zerstreut beschuppt, Mitte elatt. Der Brustfortsatz 
ist kurz und breit, bis zur Mitte dicht und fein punktirt, behaart, 
die Mittelbrust wenig überragend. Die Vorderschienen "haben 
zwei kräftige lange Zähne und einen dritten sehr kleinen. — Der 
Unterschied zwischen dieser Art und molitor sowie der in der 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


397 


Körperform sehr ähnlichen pollens besteht in der Form der 
Schuppen und deren Anordnung. Bei molitor sind die Schuppen 
etwas größer, elliptisch, bei pollens länglich eiförmig, noch größer; 
diese letztere Art unterscheidet sich leieht durch den langen 
Brustfortsatz. Wenn Burmeister in der Beschreibung der Leuco- 
pholis molitor (Handbuch IV. 2. page. 300) von dem Männchen 
angiebt, daß es einen langen Mesosternalfortsatz habe und zwei- 
zähnige Vorderschienen, das Weibchen aber einen kürzeren Me- 
sosternalfortsatz und dreizähnige Vorderschienen, so halte ich 
diese Angabe für einen Irıthum, insofern bei einer Art der Brust- 
fortsatz nicht verschieden lang ist. Burmeister hat sehr wahr- 
scheinlich 2 Arten vor sich gehabt, von denen ich die mit dem 
kurzen Fortsatz. deren Type ich in Halle mit Stücken meiner 
Sammlung verglichen habe, als molitor betrachte; die Art mit 
längerem Fortsatz dürfte zu pollens zu stellen sein. 

In der Sammlung des Herrn Felsehe in Leipzig, befindet 
. sieh ein Männchen aus Sumatra, welches der vorstehenden Art 
in der Größe völlie, und der Beschuppung fast gleich ist. Auf 
der Brust sind die Schuppen etwas zahlreicher, das dritte Zähnchen 
der Vorderschienen ist kräftig entwickelt. Was mich abhält, die 
Art mit der vorstehenden zu verbinden, ist der längere, die Hüften 
deutlich überragende Brustfortsatz, welcher sehr dick ist, vorn in 
eine kurze stumpfe Spitze endigt. und nur bis zur Naht der Basis 
behaart ist. Ohne indeß weiteres Material zu haben, glaube ich 
dies Exemplar nur als eine Varietät der obigen betrachten zu 
dürfen. 

Leucopholis insularis n. sp. 

Länge 30; Breite 15 mill. 

Sumatra, in Oberthür’s Sammlung. 

Der celebensis am ähnlichsten und vielleicht als var. zu 
dieser Art zu stellen; die Schuppen snd weiß und an der Unter- 
seite goldgelb, die Form und Größe wie bei celebensis; vundlich, 
auf dem Thorax tiefliegend und etwas größer als auf den Flügel- 
deeken, hier sind sie auch kleiner als bei celebensis. Auf den 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


198 


Hinterschenkeln stehen die Schuppen sperriger und sind etwas 
kleiner. Der Mesosternalfortsatz ist wie bei celebensis, verlängert, 
kräftig, aber der Prosternalkiel ist vorn zugespitzt, bei celebensis 
abgestumpft. Die Vorderschienen sind dreizähnig, die beiden 
ersten Zähne sind sehr kräftie, der dritte klein. 

Holotrichia quadrangulata n. sp. 

Brunnea, pruinosa, abdomine flavo, thorace subquadrato, 
elytris pygidioque fortiter umbilieato-punctatis, femoribus sub- 
tilissime punctatis. 

Long. 19, lat. 9 mill. Insulae Philippinae (Schadenberg! 
No. 6225 in Museo Dresdense.), Unieum 9. 

Zur mucida-Gruppe gehörig, durch das nach vorn wenig 
eingezogene Halsschild auffallend und von der nächst verwandten 
H. Severini m. in folgenden Punkten abweichend. 

Das Kopfschild ist in der Mitte leicht gebuchtet, dicht und 
srob aber nicht runzlig punktirt, die Stirn ist grob punktirt. 
Die Seiten des Halsschildes sind glatt, nach vorn durch einige 
Borstenpunkte unterbrochen, die Fläche ist fein punktirt, nirgends 
diehter. Die Flügeldecken mit Naht und zwei deutlichen Rippen, 
kräftig nabelförmig, weitläufig punktirt, die Rippen mit wenigen 
Punkten. Das Pygidium ist schmal abgerundet zugespitzt, nabel- 
förmig punktirt, ohne Runzeln. Der Bauch ist aufgetrieben, sehr 
fein punktirt, an der Seite des vorletzten Ringes ohne deutliche 
Borstenpunkte. Die Hinterschenkel sehr fein punktirt, mit ein- 
zelnen leichten Borsten, das erste Tarsenglied nicht länger als das 
zweite (2!). Der Fächer kurz. Die Behaarung fehlt, nur die 
Brust und Hüften sind dünn mit längeren Haaren bekleidet. 

Die von den Philippinen bekannten Holotrichia-Arten gehören 
der constrieta-Gruppe, deren Halsschild an der Basis eingeschnürt 
ist, an, die vorliegende Art ist die erste bekannte von den Philip- 
pinen, welche der mucida-Gruppe angehört und dadurch von 
Interesse. 

Holopycnia n. g. 

Vom Habitus einer Holotrichia eurystoma und mit dieser 

Stett. entomol. Zeit. 1896, 


199 


Rhizotrogiden-Gattung auch auf’s engste verwandt. Die Mund- 
theile sind stark, liegen mehr in einer Ebene, die Oberkiefer 
treten weniger vor, die Oberlippe ist tief zweilappig. Das Kopf- 
schild ist tief eingesehnitten, so daß von oben gesehen, die 
Oberlippe siehtbar wird. Die Vorderschienen sind 3zähnig. Der 
Fühler ist 10gliedrig, der Fächer des Männchen fast 3 mal so 
lang als der Stiel. Der Krallenzahn steht in der Mitte, nach 
vorn geneigt. 

Holopycnia celebesiaca n. sp. 

Länge 15—17, Breite 7,5—8 mill. &. 2, 

Celebes, Sudara Gebg. (Drs. Sarasin. Mus. Dresden.) 

Schwarzbraun, unten braun, matt, opalisirend; unten weiß 
bereift, Beine glänzend. Clypeus fast zweilappig und wie die 
Stirn grob runzlig punktirt. Halsschild vorn breiter als hinten, 
bis zur Mitte deutlich gezähnt, dann geschwungen. beim $ stärker 
als beim 9, so daß die Hinterecken deutlich vortreten. der Vor- 
derrand sehr schmal, der Hinterrand leicht wulstig abgesetzt; 
Fläche grob nadelförmig punktirt, in den Punkten winzige 
Härchen, die Mitte schmal geglättet. Sehildehen abgerundet; an 
der Basis grob punktirt. Flügeldecken parallel; die Rippen deut- 
lich, runzlig unterbrochen, dazwischen vertieft, nadelförmig grob 
punktirt, mit winzigen aber deutlichen Härchen. Das Pyeidium 
ist glänzend, sehr dieht grob punktirt, beim @ etwas runzlig. 
Bauch bis auf den letzten Ring weitläufig punktirt, dieser grob 
und dicht, mit abstehenden Haaren. Das Toment der Unterseite. 
ist beim 2 stärker als beim $. Hinterschenkel und Schienen 
sind schlank, die ersteren weitläufig punktirt, mit einer Reihe 
winziger Börstehen, die letzteren auch beim 2 gegen die Spitze 
kaum stärker. Die Sporen beim Männchen schmal gerade, beim 
Weibchen leicht gebogen verbreitert. Die Seiten des Hinterleibes 
und das Seitenstück der Mittelbrust kurz behaart; alle anderen 
Flächen haarlos, nur bereift. Der 3gliedrige Fächer des Männchen 
ist sehr schmal, mit einzelnen feinen Härchen besetzt, stark ge- 
bogen und 5 mill. lang (die Sehne gemessen), während der 


Atett, entomol, Zeit. 1896, 


200 


Stiel knapp 2 mill. lang ist. Der weibliche Fächer ist knopf- 
förmig kurz. 

Polyphylia algirana n. sp. 

Länge 30, Breite 14 mill. 3. Alsier. Wiener Hofmuseum. 

Der P. fullo sehr ähnlich, schmaler, die Schuppen überall 
breiter, der Bauch dieht weiß beschuppt — bei fullo behaart — 
und die Vorderschienen haben noch ein drittes Zähnchen, welches 
von den beiden Zähnen an der Spitze weit entfernt steht. Die 
Farbe des vorliegenden Stückes ist oberhalb braunroth, die der 
Flügeldecken gelbbraun. Der Clypeus ist vorn nicht oder nur 
sehr schwach ausgerandet, die Ecken sind abgerundet, die schnee- 
weißen Schuppen sind eiförmig, zugespitzt überall fast gleich 
groß; bei fullo sind sie am Vorderrande deutlich schmaler. Die 
Stirn ist weitläufiger punktirt, der Scheitel in der Mitte glatt, 
an den Seiten nimmt die Beschuppung einen breiteren Streifen 
ein. Das Halsschild ist nach hinten wenig geschwungen, die 
punktfreien Flecken an den Seiten sind sehr klein. die Schuppen 
kurz eiförmig — bei fullo länglich zugespitzt. Die Schuppen - 
flecken der Flügeldecken sind zahlreich und klein, die Zwischen- 
räume grob gerunzelt mit vereinzelten Schuppen. die Form der- 
selben ist weniger breit als derjenigen auf dem Thorax. Das Pro- 
pygidium ist an der Basis lang behaart, der übrige Theil mit 
schmalen weißen Schüppchen dicht bedeckt. Das Pygidium ist 
mit ebensolchen Schüppchen dicht bekleidet. Der Bauch ist weiß 
beschuppt, die Schuppen sind zart, kaum kräftiger als die des 
Pygidiums. Die Epipleuren des Halsschildes sind vorn weiß be- 
schuppt, hinten zwischen den Schuppen lang behaart; die Brust 
und die Seitenstücke derselben dicht lang behaart, ohne 
Schuppen. 

In der Sammlung des Herrn Thery sah ich ein zweites 
Exemplar, welches derselbe in St. Charles bei Philippeville ge 
fangen hatte. Aus derselben Lokalität besitze ich von demselben 
ein Polyphylia-Pärchen, welches sich von unseren P. fullo gar 


Stett eutomol. Zeit. 1896, 


201 


nicht unterscheidet; es kommen demnach zwei verschiedene Formen 
an. derselben Lokalität. vor. 

Polyphylla sikkimensis n. sp. 

Länge 33, Breite 16 mill. 3. Sikkim; coll. Felsche. 

In den M&moires de la Societe ent. de Belgique II (1894). 
p. 24, habe ich unter No. 16382 eine Polyphylla des Brüsseler. 
Museums beschrieben, welcher ich, da sie vaterlandslos war, 
einen Namen nicht gab. Das mir jetzt vorliegende Exemplar, 
welches aus der  Köchlin’schen Sammlung stammt, die. Herr 
Felsche erwarb, trägt die Vaterlandsangabe ,‚Sikkim" — und 
paßt jene Beschreibung in allen Punkten auf dieses Stück, dem. 
ich den obigen Namen beilege. Die Art ist sehr leicht kenntlich 
an dem tief eingeschnittenen Clypeus, wodurch sie sich von allen 
den asiatischen Arten, welche Fairmaire aus der Mongolei, Yunnan 
und Moupin beschrieb, unterscheidet, an dem kurzen Halsschild 
und den glatten, glänzenden Zwischenräumen der weißen Schuppen- 
flecke, wodurch sie einer P.. fullo sehr ähnlich erscheint; das 
vorliegende Exemplar ist etwas größer als das Brüsseler, welches 
nur 30 mill. lang ist. 

Schönherria maculosa n. sp. 

Länge 21, Breite 9 mill. 2 Ceylon. Coll. Felsche. 

Von den übrigen Gattungsgenossen dadurch verschieden, 
daß die Schuppen auf den Flügeldecken Flecke bilden; unter den 
jetzt bekannten Arten der Sch. amboinage am ähnlichsten. 

Der Clypeus ist. halbkreisförmig, grob gerunzelt, lanzett- 
förmig beschuppt; die Stirne ebenfalls sehr grob gerunzelt, be- 
schuppt, Scheitel glatt. Das Halsschild fast gleich breit, an den 
Seiten sehr wenig gerundet, die Vordereeken wenig vorspringend, 
die Hinterecken nicht geschwungen, die Mitte ist glatt erhaben, 
die übrige Fläche grob runzlig punktirt, dazwischen kleinere 
glatte Flecke, in den Punkten lanzettförmige Schuppen. Das 
Schildehen ist ganz beschuppt. Die Flügeldecken sind schwach 
erhaben gestreift, die Rippen sind glatt, sehr spärlich mit ein- 
zelnen Schuppen bedeckt, die Zwischenräume zum Theil 


Stett, entomol. Zeit 1896, 


202 


glatt, zum Theil beschuppt; der erste Zwischenraum ist schmal 
fast ohne Unterbrechung beschuppt, vorn etwas sperriger als 
hinten, wo auch die Schuppen etwas kräftiger sind, der 2. und 
3. Zwischenraum sind breit, der zweite ist von der Basis bis 
zur Mitte beschuppt, dann ist die Fläche glatt, darauf vor dem 
Endbuckel ein Schuppenfleck, der Endbuckel selbst ist glatt, im 
3. Zwischenraum steht an der Basis ein Schuppenfleck, m der 
Mitte und vor der Spitze einer, dazwischen ist die Fläche glatt; 
vor dem Seitenrande stehen noch einige kleinere Flecke, der 
Seitenrand selbst ist gleichmäßig beschuppt. Die Fleeke auf den 
Flügeldecken, besonders die vor der Spitze stehenden, machen 
den Eindruck von Querbinden; die Schuppen sind länglich eiförmig. 
Das Pygidium ist schmal, mit kurz ovalen Schuppen bedeckt, 
an der Spitze dünn behaart, in der Mitte mit glattem Längs- 
streifen. Der Bauch ist dünner beschuppt, die Schuppen sind 
etwas rundlicher als die des Pygidium; die Seiten glatt mit 
weißen Schuppenflecken. Die Hinterschenkel sind weitläufig be- 
schuppt, dünn behaart; der Enddorn der Hinterschienen schwach 
erweitert, so lang als die beiden ersten Tarsenglieder. Die Brust 
ist lang zottig behaart, die Seitenstücke dazwischen noch mit 
Schuppen besetzt. Der Enddorn der Vorderschienen ist sehr Jane. 
Die Unterlippe ist in der vorderen Hälfte tief ausgehöhlt, an der 
Basis grob punktirt behaart. Der Fächer des 2 erscheint nur 
4eliedrig wie bei amboinae, aber im Gegensatz zu den übrigen 
Arten; er ist knopfförmig, drei Glieder sind dick. das vierte 
schmal, die anderen beiden sind hier nieht mehr fächerartig aus- 
gezogen. Die Färbung ist dunkelbraun, unten schwärzlich, auf 
den Flügeldecken in’s Bräunlichmetallische spielend. 

Hoplosternus virescens n. sp. 

Elytris viridi-olivaceis, squamoso-striatis; tarsis antieis uni- 
dentatis, flabello elongato (51/, mill.). 

Long. 22, lat. 11mm. $. Darjeeling (Sikkim, coll. Ohaus & 2.) 

Flach, auf Kopf und Thorax metallisch grün glänzend, die 
Flügeldecken olivengrün, unten braun. 


Stett, entomol. Zeit. 1396, 


203 


Das Kopfschild ist lang gestreckt, am Vorderrande etwas 
gebuchtet, die Ecken abgerundet, vorn sehr concav, dicht punk- 
tirt; die Nahtlinie undeutlich. Die Stirn kurz, grob punktirt, der 
Seheitel weitläufiger. Das Halsschild ist kurz, der Rand kaum 
bemerkbar mit eingestochenen Borstenpunkten versehen, der 
Hinterrand mäßig geschweift, die Hinterecken spitz; die Fläche 
ist sehr dieht und fein punktirt, kurz anliegend behaart, in der 
Mitte weitläufig, die Punkte größer; am Vorderrande ein ver- 
tiefter, bis zur. Mitte reichender Streif, der dicht punktirt ist. 
Sehildehen einzeln punktirt. Die Flügeldecken mit 2 starken 
Rippen und der nach hinten kräftig erhabenen Naht; fein zer- 
streut punktirt, in den Furchen fein gerunzelt und sehr dicht 
punktirt, diese Stellen sind dicht mit weißen Schuppen bekleidet; 
es sind besonders weiß beschuppt: ein Streifen an der Naht, die 
Spitze. ein kurzer Streif vor der Spitze zwischen den beiden 
Rippen, ein langer Streif bis zur Schulter. Pygidium und Bauch 
dieht und kurz anliegend behaart, die Mitte des letzteren kaum 
dünner, an den Seiten weiße Flecke. Der Fortsatz mäßig vor- 
ragend; die Vorderschienen ohne Zähne, nur mit Spitzenzahn. 

© von Pedong. Länge 23, Breite 11 mm.; in der Samm- 
lung Oberthürs. Das Kopfschild ist flach, vorn schwach ausge- 
randet, die Mitte des Halsschildes glatt mit kräftigen Punkten, 
der übrige Theil dicht und kurz anliegend behaart, auf den 
Flügeldecken sind die Schuppen in den vertieften Stellen erhalten. 
Der Mesosternalfortsatz ist schmal und spitz, die Vorderschienen 
haben zwei starke Zähne. 

Hoplosternus shanghaianus n. sp. 

Länge 238, Breite 14 mil. $. Shanghai in coll. Felsche. 
(Unicum.) ’ 

Dem H. bifurcatus m. (Annales Soc. Belgique 1896 p. 164) 
sehr ähnlich, drei Rippen der Flügeldecken haarfrei und ganz 
slatt, der Brustfortsatz länger, deutlich verjüngt, die plötzlich 
eingezogene Spitze des Pygidiums ist etwas kürzer, aber ebenso 


gegabelt als bei bifurcatus. 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


204 


Kopf und Halsschild metallisch,. letzteres grün. Clypeus 
fein behaart (nicht schuppenhaarig), Stirn grob punktirt, länger 
gelblich behaart, ohne Kiel. — Halsschild seitlich sehr kurz be- 
haart, gegen die Mitte länger; seitlich runzlig punktirt, dann 
fein und sehr dieht, die Mitte mit Eindruck, zerstreut fein punk- 
tirt, fast glatt. Schildehen sehr fein punktirt. Naht und 4 deut- 
liche Rippen glatt elänzend und nur ganz vereinzelt mit einem 
Schuppenhärchen besetzt. Die Zwischenräume sehr dicht weiß, 
gegen den Rand gelblich beschuppt, die Schuppen sind schmal, 
mit einigen eelblichen Schuppenborsten untermischt, wie solche 
den Zwischenraum am Seitenrande ganz ausfüllen. Propygidium 
und Pygidium sind gleichmäßig sehr dieht anliegend gelblich be- 
haart. _Der Bauch ist dieht anliegend gelblich behaart, in der 
Mitte etwas dünner, so daß hier die längeren Borstenhaare etwas 
deutlicher hervortreten, die Seiten mit weißen Dreiecken. Die 
Brust dicht zottig behaart. Die Hinterschenkel sind gleich breit, 
etwas gebogen, dicht behaart mit grober Borstenpunktreihe an 
dem. hinteren Rande; die Hinterschienen sind nadelrissig dicht 
punktirt, der Enddorn ist kräftig, deutlich länger als das erste 
Tarsenglied und etwas breiter als bei bifurcatus. Der Fächer ist 
lang (6 mill.), vor der Spitze scharf gebogen. Die Vorderschienen 
haben an der Spitze 2 kräftige Zähne und etwa in der Mitte 
eine schwache zahnartige Ausbuchtung. Das Zähnchen an der 


Krallenbasis ist an der einen Kralle stärker als an der anderen. 


-Melolontha tibialis Krtz. D. E. Z. 1882 p. 245. - 
Kite DE. 2.216879 990: 


Ein Männchen von Sultanabad (N. Persien) in der Samm- 
lung des Herrn A. Thery liest mir vor, welches in vielen Punkten 
mit der Beschreibung der tebialis nicht übereinstimmt, Es ist 
größer, von der gewöhnlichen Größe und Form einer vulgaris, 
(30 mill. lang, 13 mill. breit) und kann nur mit dieser Art ver- 


glichen werden. 


Halssehild, Schildchen und Flügeldecken sind braun gefärbt, 


Stett. entomol. Zeit. 1396, 


205 


der Seitenrand der letzteren ohne Spur einer schwarzen Färbung, 
Fühler, Schienen und Tarsen rothgelb, Hinterleib und Schenkel 
schwärzlich. Kopf und Halsschild sind dicht und lang behaart, 
die Behaarung des letzteren ist gleichmäßig, nur an den Seiten 
etwas dünner, der dichte Streif zu beiden Seiten der Mitte hebt 
sich nur schwach ab. Die Flügeldecken haben außer der Naht 
vier deutliche Rippen, welche glänzend und nur spärlich punktirt 
sind, grob punktirt und glatt gerunzelt; in den Zwischenräumen 
stehen die ziemlich kräftigen Schuppen haufenförmig bei einander, 
ohne Streifen zu bilden, was bei fibialis der Fall sein soll. Das 
Pygidium ist groß, lang gestreckt, der Bauch ist fein und dünn be- 
haart, die Borstenpunkte sind sehr undeutlich, die Flecke an 
den Seiten sehr kräftig. Die Hinterschenkel sind völlig gerade, 
auch der äußere vordere Rand ist nicht gebogen, die Fläche ist 
erob punktirt, kurz anliegend behaart. Der Fächer ist etwas 
kürzer als bei vulgaris, die Vorderschienen mit schwachem aber 
deutlichem dritten Zähnchen. 

Ich halte das vorliegende Exemplar für eine selbständige 
Art, wegen der auffallenden Beschuppung der Flügeldecken, der 
Bildung der Hinterschenkel und des Pygidiums; aber ich bin nicht 
sicher ob sie sich mit tibialis deekt, von der sie in der Färbung 
und in der Größe abweicht, in der Beschuppung der Flügel- 
decken aber übereinzustimmen scheint. Die Forcepsspitze ähnelt 


der von vulgaris, das Zähnchen am glatten Rande ist kräftiger. 


urn 


Stett, entomol. Zeit. 1396, 


V ereins- Angelegenheiten. 


Um mehrfach geäußerten Wünschen unsrer Mitarbeiter ent- 
gegenzukommen, wurde in der letzten Mai-Sitzung d. J. be- 
schlossen, die Zeitung, mit dem Jahrgang 1896 beginnend, in 
vergrößertem Format, mit etwas anderen Typen und auf besserem 
Papier erscheinen zu lassen. 

Der Vortheil wird besonders den Tafeln und den Text- 
figuren zu Gute kommen. 

Dr. H. Dohrn. 


wenn rennen 


Inhalts -V erzeichniss. 


Beitrag zur Kenntniß der Microlepidopteren - Fauna von 
Dänisch-Westindien von W. von Hedemann. $. 3. — Mit- 


theilungen über einige Kleinschmetterlinge von Lehrer Schütze, 


Rachlau. $. 11. — Einiges über kaukasische Lepidopteren von 
C. A. Teich in Riga. 9. 27. — Zwei Zwitter von Bupalus 
piniarius von J. Griebel in Speier. $. 31. — Biologische Mit- 
theilung über Erastria venustula von W. Henssler in Speyer 
a. Rh. $. 32. — Reise von E. Simon in Venezuela. Cureulionidae 
ab J. Faust. Pars tertia. $. 33. — Neue Cureulioniden aus 
Java von J. Faust. $. 136. — Die Cieindeliden der Dohrn- 


schen Sammlung von Dr. med. Walther Horn. S$. 164. — 
Neue Melolonthiden aus Afrika und Asien von E. Brenske. 
8. 178. —— Vereins-Angelesenheiten. 5. 206. — Inhalts-Ver- 
zeichniß. S. 206. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


. 


DE 
2 


Entomologische Zeitung 


herausgegeben von dem 


entomologischen Vereine 


zu Stetiim. 


Redaction: Dr. Heinrich Dohrn, Vorsitzender. 


In Commission bei den Buchhandlungen Fr. Fleischer in Leipzig und 
R. Friedländer & Sohn in Berlin. 


No. 7-12. 57. Jahrgang. Il.-IV. Heft 1896. 


E. L. Ragonot 7. 


Mit E. L. Ragonot, dem jüngst der Wissenschaft inmitten 
regster Thätigkeit entrissenen französischen Entomologen hat die- 
selbe einen schweren und nach Maßgabe der Umstände unersetz- 
liehen Verlust erlitten, welchen mit den Angehörigen seiner engeren 
Heimath die Lepidopterologen aller Länder auf das Schwerste 
empfinden. 

Dem Stettiner Entomologischen Verein hat der Verstorbene 
seit 1876 als Mitglied angehört und auf seinem Spezialgebiet. 
dem der Kleimfalter, mit einer größeren Zahl heimischer Vereins- 
angehöriger, namentlich mit unserem unvergeblichen Zeller. in 
regem Verkehr gestanden. Erscheint es sonach angemessen, dem 
eminenten wissenschaftlichen Forscher und langjährigen Vereins- 
mitgliede hier emige Worte der Erimnerung zu widmen, so bin 
ich durch das liebenswürdige Entgegenkommen unsres beider- 
seitisen Fachkollegen und Ragonots intimen Freundes. Herrn 
A. Constant in Cannes, in der angenehmen Lage. aus der für 
die „Annales de la Soeiete "de France“ bestimmten Lebensskizze 
desselben folgende Daten zu bieten: 

Emil Louis Ragonot wurde am 12. Oktober 1843 in Paris 
seboren. Sein Vater, Besitzer einer Gärtnerei in Auteuil, sah 


Steit. entomol. Zeit. 1896, 14 


210 


sich durch äußere Mißgeschicke veranlaht, 1846 nach England 
auszuwandern, um in London einen Blumenhandel zu etabliren. 
Der dreijährige Sohn blieb anfangs bei seinem Großvater zurück. 
um den Eltern im folgenden Jahre nach London zu folgen. Diese 
siedelten bald von dort nach Worcester, später nach Bromsgro we, 
dann nach Birmingham und endlich 1856 nach Liverpool über. 
Emil versuchte sich schon mit 15 Lebensjahren selbständig seinen 
Unterhalt zu erwerben, zunächst als Dolmetscher bei einem Porträt- 
maler und bald danach in dem Geschäft eines griechischen Kauf- 
manns. Hier lernte er einen Bankier kennen, der ihm eine Stelle 
in seinem Hause anbot und begann damit seine Berufsthätiekeit, 
welcher bald auch die Beschäftigung mit der Entomologie 
folgen sollte. 

Er machte in semem neuen Wohnort Brikenhead die Be- 
kanntschaft eines Numismatikers, der außer einer bedeutenden 
Münzsammlung auch eine solche von Insekten besaß. Dies gab 
dem jungen Ragonot Veranlassung, sein Interesse mehr der letzteren 
als den Münzen zuzuwenden und bald regte sich m ihm der 
Wunsch, in Gemeinschaft mit einem die gleichen Interessen ver- 
folgenden Freunde eine naturwissenschaftliche Gesellschaft zu 
sründen. Er setzte sich zu diesem Zweck mit emer Anzahl 
Entomologen im Verbindung. namentlich mit dem bekannten 
Lepidopterologen Gregson. 

Seine Pläne erfuhren jedoch durch den 1866 erfolgten Tod. 
seines Vaters und durch geschäftliche Mißerfolge semes Handlunes- 
hauses tiefgreifende Aenderungen, deren Folge seine Rückkehr 
von London nach Paris war. 

Hier erwarb er sich in wenigen Jahren sehr bedeutende 
entomologische Kenntnisse, die ihn schnell mit einer großen Zahl 
französischer Entomologen in Beziehung brachten. Seine in Eng- 
land gewonnene Schulung wies ihn darauf hin, dem dort zu 
regstem Leben erwachten Studium der Kleinschmetterlinge seine 
besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, nachdem dasselbe von 
seinen Landsleuten früher fast ganz vernachlässigt worden war. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


211 
Bald wurde er denn für diejenigen unter ihnen, die für diesen 
Zweig der Schmetterlingskunde Interesse zeiten, eine unbestrittene 
Autorität. Stets gefällig und entgegenkommend, ertheilte er Rath- 
schläge über Fang und Zucht, über das Präpariren und über 
zweifelhafte Arten und deren Zugehörigkeit. 

So lernte auch Mr. Constant, damals in Burgund ansässig, 
ihn kennen und werthschätzen und wechselseitige wiederholte 
Besuche in Paris und Auftun boten Ragonot die Gelegenheit, im 
Hause des Freundes im Jahre 1876 die künftige Gattin kennen 
zu lernen, deren innige und aufopfernde Liebe sein allzu früh 
vollendetes Leben verschönte. 

In die gleiehe Zeit etwa fiel dann ein Ereieniß, welches 
bestimmend auf den äußeren Lebensgang des Entschlafenen ein- 
wirkte, 

Der Inhaber des Bankhauses, in welehem er eine der ersten 
Beamtenstellen einnahm, starb plötzlich. Einer seiner Angehörigen 
übergab Ragonot die Geschäftsliquidation und bot ihm, falls er 
geneigt sein würde, das Geschäft für eigene Rechnung fortzuführen, 
eine Commandite davon an. Ragonot nahm das Anerbieten an 
und wurde demnächst mit einem Genossen Chef des Hauses. 

Wenn man bedenkt, welehe Mühen und Sorgen die Leitung 
eines bedeutenden Bankhauses mit sich brinet, so wird das 
Erstaunen berechtigt, wie es Mr. Constant öfters empfunden hat, 
daß Ragonot noch immer genügend Zeit und Stimmung übrige 
blieb, um sich in die entomologische Wissenschaft zu versenken 
und es gewinnt wohl die Frage Berechtigung, welchen Grad voll- 
kommenster Leistungen er hätte erreichen können, wenn seine 
Intelligenz und Leistungsfähigkeit sich nieht nothwendig hätte 
theilen müssen. 

So wird es aber auch verständlich, daß ihm 'nun nicht 
mehr viel Zeit für die praktische Ausübung der Entomologie 
und für die Erholung beim Fang und der biologischen Beobachtung 
übrig blieb. Und doch verdankt ihm die Wissenschaft noch die 
persönliche Entdeckung mehrerer neuer Arten in unmittelbarster 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 14* 


212 


Nähe von Paris, also inmitten einer scheinbar besonders gut er- 
forschten Gegend Frankreichs. Ebenso war er im Stande, ebenda 
noch eine Anzahl schon bekannter Arten festzustellen, die vor 
ihm dort Niemand beobachtet hatte. 

Sehr ähnlich, wie die älteren Stettiner Sammler es oft von 
unserm Zeller berichtet haben, sagt auch Mr. Constant von seinem 
Freunde, daß er stets hocherfreut gewesen sei, ihn auf Exeur- 
sionen begleiten zu dürfen. Zunächst schon -— bemerkt er — 
konnte ich bei einer entomoloegischen Unterhaltung täglich Etwas 
von ihm lernen, und wenn ihm etwa auch die praktische Erfah- 
rung im Terrain zu fehlen schien, so war doch sein Gedächtnir 
so gefüllt mit wissenswerthen Thatsachen und Erfahrungen Anderer, 
und kannte er, wenn nicht aus eigener Anschauung, wenigstens 
aus der Literatur, die Lebensweise einer Unzahl von Insekten, 
so daß seine Gegenwart stets ein unschätzbarer Gewinn für den 
Begleiter wurde, und es ist mir öfters passirt, daß ich dank 
seiner Beihülfe an den von uns gemeinsam besuchten Lokalitäten 
Arten auffand, deren Vorhandensein ich anders nicht einmal ver- 
muthet haben würde. 

So erklärt sich auch der ungemeine Reiz von einer Reihe 
kleinerer Artikel, welche er schon früher, von 1872 bis 1875 in 
den „Petites Nouvelles entomologiques“ veröffentlicht hatte: 
Arbeiten, deren lehrhafter Charakter sich geistvoll unter der 
Form vertraulicher und anekdotischer Plauderei verbare, ver- 
ständlich auch für den bescheidensten Anfänger, und doch sicht- 
lich dazu angethan, bei den Lesern das Interesse für die Klein- 
falter zu wecken, welches trotz der löblichen Anläufe Duponchels, 
dreißig Jahre früher, bei seinen Landsleuten allmählig so gut wie 
entschlafen war. Ob Ragonot mit diesen Arbeiten das erreicht 
hat, was er wollte, wagt Mr. Constant nicht zu entscheiden, fügt 
aber hinzu: | | 

II a du moins I’honneur de V’avoir entrepris. 

So ausgedehnt und werthvoll aber auch die Mittel waren, 
welche seinem Beobachtungstalent zu Hülfe kamen, so gering- 


Stett eutomol. Zeit. 1896, 


213 


fügig erscheinen sie doch im Vergleich mit seiner klassifikatorischen 
Beanlagung, mit welcher er nun an das Hauptwerk seines Lebens 
herantrat, dem er mehr als fünfzehn Jahre angestrengter Arbeit 
widmete und worin er alle seine Kenntnisse und Fähigkeiten 
entwickelte: die Monographie der Phyeitinen. Es war ein Glücks- 
fall für ihn und für diese Arbeit, daß er bei ihr sich auf die Hülfe 
Seiner Kaiserlichen Hoheit des Großfürsten Nicolai Michailowitsch 
stützen durfte, der als eifriger und opferwilliger Förderer der 
Naturwissenschaften ihm den Vorschlag machte, die Arbeit als 
Theil des in großartigem Styl veranlagten Sammelwerkes der 
Memoires sur les Lepidopteres auf seine Kosten erscheinen zu 
lassen. 

Wir wissen nun freilich auch, daß von dieser Arbeit nur 
der eine von zwei Bänden erschienen ist; der zweite, wenn auch 
schon weit vorgerückt, blieb unvollendet. Aber auch so ist die- 
selbe, wie Mr. Constant treffend sagt, ein wahres Monument der 
entomologischen Wissenschaft, welches diese ebenso wie den Ver- 
fasser ehrt. Ich brauche mich in diesem Sinne nur auf das von 
mir gelegentlich ihres Erscheinens darüber Gesagte (Stett. ent. 
Ztg. 1893 p. 357 bis 411) zu berufen, möchte aber zu ihrer 
Werthschätzung in Bezug auf den Umfang hier noch die 
interessante Berechnung des Herrn Constant anführen, in welcher 
es heißt: Vorausgesetzt, daß die ganze Insektenordnung der 
Lepidopteren in analoger Weise behandelt werden sollte, so würde 
dieselbe nicht weniger als 5% Bände in Groß-Lexikonformat, jeden 
von 700 Seiten. im Ganzen also etwa 36000 Seiten und 1200 
Tafeln Abbildungen mit 26000 Einzelfiguren beanspruchen! Es 
ist wohl sicher, daß keine Spezialität in den Naturwissenschaften 
eine ähnliche Bearbeitung eines ihrer Theile aufzuweisen hat, wie 
diese. Ueber den Werth der Arbeit und ihres Verfassers führt 
Mr. Constant u. A. auch ein Urtheil unsres Ehrenmitgliedes, 
Dr. ©. Staudinger, an, in welchem es heißt: „Zweifellos war 
unser College Ragonot einer der ersten Lepidopterologen, die 
jemals gelebt haben und sein Verlust für unsre Wissenschaft ist 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


214 


unersetzlich. Wenn doch nur sein großes Werk zu Ende geführt 
werden könnte!” — 

Den letzteren Wunsch werden gewiß Viele mit ihm theilen. 
Um ihn aber nach seinem vollen Werth würdigen zu können, 
bleibt zu erwägen, dab es sich um die bekannten Phyeitinen der 
sanzen Erde handelt und dab, ganz abgesehen von der Capazität 
des Bearbeiters, abgesehen von dem fast täglich hinzutretenden 
Zuwachs an neu entdeckten Arten aus allen Ländern des Erd- 
balls, es an und für sich schon für Ragonot eine spezielle Auf- 
sabe war und für seinen eventuellen Nachfolger in der Bearbeitung 
werden muß, das vorhandene, über die verschiedenen öffentlichen 
und privaten Sammlungen aller Länder verstreute Material zeit- 
weise wieder in einer Hand zu vereinigen, zu sichten und zu 
vergleichen, um auch nur da anknüpfen zu können, wo der 
Verewigte seine Thätigkeit beschlossen hat. Auch das schon ist 
eine Sache, welche ebenso sehr Geschick und Findiekeit vor- 
aussetzt, wie sie andrerseits absolutes Vertrauen in die Autorität 
des Betreffenden seitens der Besitzer .erheischt, zumal da die Ob- 
jekte zum Theil jahrelang bei dem Bearbeiter bleiben müssen, 
um ihre volle Verwerthung im Rahmen des Ganzen, namentlich 
auch in der Abbildung zu gewinnen, wie dies thatsächlich bei 
Ragonot schon der Fall gewesen ist. 

Es kommt hinzu, dal die anscheinend so conforme und 
monotone Gruppe der Phyeitinen eine der schwierigsten unter 
den Kleinfaltern ist und daß sie aus jenem scheinbaren und diesem 
thatsächlichen Grunde notorisch verhältnißmäßig wenige Liebhaber 
unter den wissenschaftlichen Forschern, wie namentlich bei den 
Sammlern gefunden hat und so vielleicht, aber gewiß auch aus 
biologischen Ursachen, unter den Ergebnissen der Sammlungs- 
und Forschungsreisen in außereuropäischen Gebieten sich relativ 
sporadisch vorfindet. 

Wenn wir dies alles vorausschicken, so scheint es leider 
sehr fraglich, ob überhaupt und innerhalb welches Zeitraums ein 
Forscher sieh mit der vorliegenden Aufgabe nach all ihren Rich- 


Stett, entomol. Zeit. 1896. 


215 


tungen so vertraut gemacht haben wird, um in pietätvoller, die 
Vorarbeiten Ragonots berücksichtigender Weise und unter even- 
tueller Hintenansetzung differirender eigener Anschauungen — 
dies namentlich im Gebiet der Systematik gemeint — den zweiten 
Band in homogenem Guß zu Ende zu führen und damit eine 
inzwischen stets schmerzlich empfundene Lücke im Gebiet unsrer 
Wissenschaft auszufüllen. Gewib ist das „ein Ziel, aufs Innigste 


zu wünschen!“ 


Mr. Constant hat es mir ganz besonders leicht gemacht, 
die diversen größeren Publikationen Ragonots, welche ich als 
Separata freilich fast alle der liebenswürdigen Liberalität des 


Autors verdankte, hier zusammenzustellen. 


Es sind die folgenden: 

1. Eine Reihe Artikel in der Zeitschrift „les Petites Nouvelles 
entomologiques, 1872—1875*. 

2. Mierolepidopteres nouveaux ou peu connus: Annales de la 
Soeiete Entomologique de France, 1874, p. 579—604. — 
13 Arten. 

3. Fortsetzung dieser Arbeit unter gleichem Titel in derselben 
Zeitschrift, 1876, p. 401—422. — 13 Arten. 

4. Notes on unknown or little known larvae of Microlepidoptera. 
London, 1879. Entomologist’s Monthly Magazine, vol. 16, 
p- 152: — derselbe Band p. 271: — vol. 17, p. 13. 

5. Synonymical notes on the species of Swammerdamia: Lon- 
don, 1879. Entomologists Monthly Magazine, vol. 15. 
p-. 229. 

6. Revision of the British species of Phyeitidae und Galleriidae: 
London, 1880. Entomologist’s Monthly Magazine, vol. 22, 
p. 1—23. 

7. Diagnoses of North-American Phyeitidae und Galleriidae; 
Paris, decembre, 1887. Imprimerie Grandremy de Henon. 
20 Seiten, 96 Arten. 


Steit. entomol. Zeit, 1896, 


216 


10. 


Jult 


13. 


14. 


16. 


17, 


Note sur le Coleophora amethystinella Rag. et sur 
les especes de son groupe. Ann. Soc. Ent. de Fr. 1887, 
p- 222—224. 

Diagnoses d’especes nouvelles de Phyeitidae d’Europe et 
des pays limitrophes: Ann. Soc. Ent. de Fr. 1887, 
p- 225— 260. — 190 Arten. 

Nouveaux genres et nouvelles especes de Phyeitidae et 
Galleriidae, 1888. Paris, imprimerie Grandremy et Henon: 
52 Seiten. — 230 Arten. 

Descriptions de genres nouveaux et de nouvelles especes 
de Lepidopteres. Ann. Soc. Ent. de Fr. 1888, p. 275-—284. 
Phyeitidae and Galleriidae of North America. Some new 
species and a general Catalogue (Entomologiea ameri- 


cana, 1889). 


Essai sur la classification des Pyralites. — Ann. Soc. Ent. 
de Fr. 1890, p. 435—546; — 1891, p. 15—114; et 
. 399 —662. 


Monographie des Phyeitinae et des Galleridae; tome I®., 
in-40, 658 pages, avee 23 planches, imprimerie Lahure. 
Paris, 1893. 

Notice necrologique sur H. T. Stainton. Ann. Soc. Ent. 
de Fr.. 1893. p. 405 —408. 

Notes synonymiques sur les microl&pidopteres, et descriptions 
d’especes peu connues ou inedites. Ann. Soc. Ent. de Fr.. 
1894, p. 162—226, avee 1 pl. col. 

Deseription d’une nouvelle espece de Tineides (Trichophaga 
coprobiella), provenant d’Obock: Ann. Soc. Ent. de Fr., 
1894, p. 120—124. | 
Microl&pidopteres de la haute Syrie, recoltes par M. Ch. 
Delagrange, et descriptions de 27 especes nouvelles. Ann. 
Soc. Ent. de Fr. 1895, Bulletin, p. XCIV—CIX. 


Ragonot war Mitglied folgender entomologischen Gesell- 


schaften oder Vereine: 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


217 


Der Soeiete entomologique de France seit 1869. 
Des Stettiner entom. Vereins „118,40: 
Der Entomolosical Society of London „ 1876. 
Der American Entomological Society „ 1877. 
Des Berliner entom. Vereins 1880. 
Der Entomologieal Society of New-York „ 1892. 


1885 und 1895 war er Präsident der Societe ent. de France. 
1894 wurde er in Anerkennung seiner Arbeit über die „Ulassi- 


fication des Pyralites“ Officier d’Academie. 
Stettin. im August 1896. 
Ed. Hering. 


nn nenn 


Lepidopterologische Mittheilungen 
aus der Schweiz 


von 


Rudolf Püngeler in Burtscheid. 


Unter derselben Ueberschrift veröffentlichte ich in dieser 
Zeitschrift Jahrg. 19889 p. 143 ff. Bemerkungen über eine Anzahl 
Schweizer Macrolepidopteren. Seitdem sammelte ich fast alljährlich 
und meistens unterstützt durch meinen Bruder Paul bei Zermatt 
und am Simplon. so daß ich dort eine ziemliche Zahl vorher 
nicht beobachteter Arten auffand. von welchen manche für die 
Schweiz neu sein dürften. Auf Wunsch des Herrn Pfarrers F. de 
Rougemont in Dombresson, Kanton Neuchätel, füge ich auch 
einige Angaben desselben über Arten des Schweizer Jura bei 
und spreche gleichzeitig die Hoffnung aus, daß er seine langjäh- 
rigen, sorgfältigen Beobachtungen über die Fauna dieser Gegend 
in einer ausführlichen Arbeit besprechen möge. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


218 


Polyomm. virgaureae L. v. sermaltensis Fall. Unter dieser 
bei Zermatt sehr häufigen Form fing ich am 2. 8. 89 ein 3, 
welches sich schon im Fluge auffallend unterschied. Die Färbung 
der Oberseite ist matter, mehr ins Rothe ziehend, fast ohne 
Goldglanz, die Randzeichnungen sind nicht schwarz sondern 
blaßgrau. so daß sie sich kaum abheben, die Fransen breiter weiß, 
(ler Körper ist blaßgrau, die Unterseite bleicher und matter als sonst. 

Lye. orion Pall. ab. nigra Gerh. Berl. e. Z. 1882 p. 126. 
Hierzu gehören die großen, dunklen Stücke, welche im Juli im 
Val Vedro auf den Blüthen von Sedum album nicht selten sind. 

Lyc. pheretes Hb. ab. maloyensis Rühl. Diese unterseits 
augenlose Form fliest nebst allen Uebergängen bei Zermatt und 
am Simplon unter der Stammart. 

Lyc. melanops B. Sehr interessant ist, das Elwes diese Art 
als im Wallis vorkommend angiebt. er schreibt Trans. Ent. Soe. 
Lond. 1887 p. 394: „I take it at Sion in the Valais in May, 
though it is not included in Frey’s Lepidoptera der Schweiz.“ 
Es existirt eine kleine Form von cyllarus, welche der melanops 
besonders auf der Oberseite recht ähnlich ist. Milliere hat den 3 
le. III pl. 108 abgebildet und die Frage aufgeworfen, ob es nicht 
ein Hybride zwischen melanops und cyllarus sei; später erhielt er 
dieselbe Form von Genf, bildete das 2 Ann. S. Fr. 1887 pl. 5 
Fig. 8 ab und zog sie als var. Blachieri Mill. zu eyllarus. Es wäre 
daher immerhin möglich, wenn auch bei der Zuverlässigkeit des 
Gewährsmannes nicht gerade wahrscheinlich, daß die bei Sion 
vorkommende Form ebenfalls zu Blachieri Mill. gehört. Uebrigens 
berichtet C. Voigt Stett. e. Z. 1890 p. 24, daß er bestimmt 
glaube, melanops bei Bozen gefangen zu haben. 

Libyth. celtis Esp. Zu meinem sroßen Erstaunen fing 
ich am 29. 7. 93 ein $ auf der Poststraße bei Simpeln oberhalb 
des Laquinthales, dessen völlige Unversehrtheit dagegen spricht, 
dab das Thier von den entfernten Flusplätzen im Val Vedro 
hergekommen sei. Natürlich ist nicht anzunehmen, dab celtis zu 


den ständigen Bewohnern des Gebietes von Simpeln gehöre, wohl 


Stett. entomol. Zeit. 1396. 


219 


aber mag ein verirrtes 2 dort seine Eier abgesetzt haben, wobei 
ich daran erinnere, daß die Art auch anderwärts, z. B. in 
Sicilien, an Orten vorkommt, wo Celtis australis fehlt. 

Erebia evias Bon. Die Art ist bei Zermatt nieht selten, 
fliegt aber sehr früh, so daß zu Anfang Juni 1895 brauchbare 
Stücke kaum mehr zu finden waren. 

Ereb. tyndarus Esp. ab. coecodromus Gn. et Vill. Diese 
augenlose Form fliegt bei Riffelalp nicht selten unter der Stamm- 
form, vereinzelter am Simplon. 

Synt. phegea L. ab. iphimedia Esp. Ein 5 dieser ganz 
schwarzen Form fand sich 20. 7. 94 unter der sehr häufigen 
Stammart im Val Vedro bei Casa $. Giovanni. 

Set. aurita Esp. v. sagittata Frey. Die SS sind am letzt- 
genannten Orte im Juli häufig; um das 2 zu erhalten, sucht man 
am besten die Raupe oder Puppe an Felsen. Ein erzogenes 5 
ist braun statt gelb. Ein 9, welches auf der Weiterreise bei 
Zermatt auskroch, nahm ich zum Gornergrat mit, wo es alsbald 
von den $$ der v. ramosa umschwärmt wurde. Es paarte sich 
mit einem sehr bleichen, stark schwarz gezeichneten 3 (ab. 
pallens Mill. Je. ID), leider gingen mir die zahlreichen aus dieser 
Verbindung stammenden Räupchen im Laufe des ersten Winters 
noch sehr klein zu Grunde. 

Emyd. eribrum L. ab. ingquinata Rbr. Ein unter var. can- 
dida Cyr. bei Zermatt am 1. 8. 89 gefangenes, großes 3 stimmt 
ont zu den Angaben Rbr’s. und Stgr’s über inquwinala; die Fär- 
bung der Vorderflügel und besonders von Kopf, Prothorax und 
Alfterspitze ist gelblicher als bei candida. 

Arctia maculosa Gern. v. simplonica B. Ein 5 kam Mitte Juli 
im Dorfe Simpeln ans Lieht, die Puppe ist oberhalb unter Steinen 
stellenweise nicht selten; auch bei Riffelalp fand ich die Form. 

Arct. cervini Fall. Nach Frey soll das $ nur in sehr 
warmen Mittagsstunden, aber matt und armselig fliegen, dagegen 
fing ich solche wiederholt im Sonnenschem nach Art der Anarta 
melanopa sehr wild und schnell einherschießend. 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


{NS} 
& 
>) 


Spilos. fuliginosa L. Ein frisches 2 fing ich bei Riffelalp 
in 2250 m. Höhe am 23. 6. 95; es nähert sich durch Zurück- 
treten des Roth nordischen Stücken. 

Hepialus velleda Hb. Sie fliegt im Juli vor dem Mähen 
massenhaft in der Dämmerung auf den Wiesen um Simpeln, 
(larunter vereinzelte ab. gallicus Led. 

Oreopsyche tabanivieinella Brd.. In der Umgebung von 
Simpeln fanden wir überall aber einzeln die Säcke einer Psychide, 
deren Zucht sich als recht schwierig erwies, so daß 1893 und 94 
nur wenige SS erzogen wurden. Sie wurden für pyrenaella HS. 
(fabanella Brd.) angesehen und Dr. Heylaerts beschrieb unter 
diesem Namen ausführlich die Raupe in der Tijdschr. v. Ent. 
Bd. 38. Erst 1895. wo mein Bruder sich um das Thier beson- 
ders bemüthe, gelang es, einige 30 35 zu erziehen und Dr. Stau- 
dinger sprach sich auf Grund dieses größeren Materials dahin 
aus, es sei wohl die verschollene tabanivicinella Brd., da er über- 
einstimmende Stücke aus Südfrankreich habe. Dr. Heylaerts 
schloß sich dieser Deutung an, mit dem’ Bemerken, das Thier 
könne wohl als species Darwiniana der pyrenaella angesehen 
werden. Die Abbildung Bruands ist gleich den meisten unbrauch- 
bar, die Beschreibung Mon. Ps. p. 43 lautet folgendermaßen: 
„Tabanivieinella Bruand. Envergure 18 millim. Mas: Statura 
habitusque Albivitrellae; sed antennae breviores, brunneae: corpus 
pilis numerosis brunneo-flavescentibus obtectum, parte anali diver- 
gentibus.  Femina larvaque ienotae.e — Monsieur Boyer de 
Fonscolombe m’a communiqu6 deux exemplaires de cette Psychide 
et il a eu la bonte de m’en offrir un. J’avais d’abord eru y 
reeconnaitre la Tabanella de M. Boisduval: mais en P’&tudiant de 
plus pres jai aequis la convietion que c’etait bien une espece 
distinete. Du reste elle tient autant de Ps. Albivitrella que de 
Tabanella; elle a tout-A-fait la taille et la forme d’ailes de la 
premiere, et elle est presque aussi transparente (e’est-A-dire plutöt 


RR 


Mais elle est tres-l&gerement teintee de 


vitree que diaphane). 
brun-roux; la frange des quatre ailes est brune et bien plus 


Stett. entomol. Zeit. 1596, 


221 


&troite que chez Albivitrella: puis ses antennes sont plus eourtes: 
eelles-ei sont brunes, aussi que le corps, qui est trös-vetu; les 
poils nombreux dont il est couvert sont bruns & leur naissance, 
et d’un fauve presque blanchätre & l’extremite; ils forment deux 
touffes divergentes a l’extremite anale. — Je ne connais ni la 
femelle ni la chenille de cette espece qui a e&te trouve par 
notre honorable collesue dans les environs d’Aix-en-Provence. 
— J’ai figure, sous le No. 23, Pr. Tabanivicinella, male? 

Daß Bruand die Färbung seiner Stücke bräunlieh nennt, 
was bei den meinen nieht zutrifft, mag daran liegen, daß er 
vielleicht alte Exemplare vor sich hatte, ebenso dürften die Fransen 
ihm deshalb schmaler erschienen sein, weil er geflogene 35 der 
neuen Art mit gezogenen von albida Esp. (albivitrella Brd.) ver- 
glich. Die Fühler finde ich eher bei letzterer Art schwächer. 
Da die übrigen Angaben Bruands nichts für tabanivicinella 
Charakteristisches enthalten, spricht noch am meisten Staudingers 
Mittheilung, daß er übereinstimmende südfranzösische Stücke habe, 
für die Zugehörigkeit der Psychide vom Simplon zu Bruands 
Art; die beiden Originalexemplare dürften kaum mehr existiren, 
es wird daher erst das Wiederauffinden des Thieres bei Aix 
und der Vergleich dort gefangener mit Simplon-Stücken Gewib- 
heit schaffen können. Da Dr. Heylaerts in seiner Monographie 
der Psychiden jedenfalls eine genauere Beschreibung der von 
mir gefundenen Form geben wird, kann ich hier auf eine solche 
verzichten, ich will nur kurz bemerken, dab der Sack dem der 
pyrenaella HS. ähnlich geformt, aber mit kürzeren, weniger ab- 
stehenden Pflanzentheilen, ähnlich dem der Psych. viciella Schiff. 
bekleidet und nur unterseits, wo er aufliest, mit Seide über- 
sponnen ist. Der $ gleicht hinsichtlich der Bildung der Körper- 
theile und des Geäders der pyrenaella, die Flügelform ist aber 
spitzer, so daß das Tier der plumosella Rbr. recht ähnlich ist. 
Nach verschiedenen anderen Angaben, sollen albida Esp., con- 
stancella Brd. und viciella Schiff. bei Simpeln vorkommen, doch 
liesen hier jedenfalls Verwechslungen mit der besprochenen Art vor. 


Steit. entomol. Zeit. 1896. 


222 


Oreopsyche vesubiella Mill.? Fine im Vispthal unterhalb 
Zermatt gefundene, erwachsene weibliche Psychidenraupe eine im 
Winter ein, der Sack gehört nach Heylaerts vielleicht zu vor- 
genannter Art, er ist dem der vorigen ähnlich, aber größer und 
gestreckter. Im Juni 1895 klopfte ich bei Zermatt selbst von 
Juniperus communis eine zweite kleinere Raupe, die aber wiederum 
einging und wohl zur selben Art gehörte. 

Oreopsyche plumistrella Hb. Die Raupe fand sich im Juli 
1893 massenhaft im Laquinthale, spärlicher in den folgenden 
Jahren. 

Oreops. tenella Spr. Diese Art hat eine erobße vertikale 
Verbreitung, ich traf sie dicht bei Locarno am Lago maggiore 
in 350 m Höhe und fand einen 5 am Riffelberge noeh bei etwa 
2800 m ertrunken in einer Pfütze. Bei Zermatt und im ganzen 
Simplongebiet sind die Säcke an Felsen nicht selten, aber nicht 
leicht zu erziehen. Die Falter entwickeln sich in den ersten 
Morgenstunden und haben eine lange Erscheinungszeit; schon am 
1. Juni 1895 fand ich bei Zermatt vielfach ausgeschlüpfte Puppen. 
und «das Auskriechen dauerte fort bis Mitte August. Die Raupe 
dieser und der vorigen Art sind 'zweijährig; beide hat Dr. Hey- 
laerts a. a. O. genau beschrieben. Frey, Lepid. der Schweiz, 
p.- 91 erwähnt, er habe im Hochsommer 1869 im Thale bei 
Zermatt eine der tenella verwandte Species gefangen, im Ader- 
verlauf abweichend, sowie dunkler und kleiner; er schlägt für 
den Fall, daß die Art neu sein sollte, den Namen Psych. zer- 
mattensis dafür vor. Nun sind frische Stücke der tenella sanz 
schwarz, in der Größe sehr wechselnd. und worm die angeb- 
lichen Verschiedenheiten des Aderverlaufs bestehen, giebt Frey 
eider nicht an, so dab der von ihm gegebene Name nicht be- 
gründet ist. Ich halte es auch für wenig wahrscheinlich, daß 
neben der (nach Zermatter Stücken beschriebenen) tenella noch 
eine zweite ähnliche Art dort fliest; im Ober-Engadin kommt 
meines Erinnerns eine etwas hellere Form vor, vielleicht verelich 
Frey solche mit dem Zermatter 3. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


223 


Fumea affinis Reutti (crassiorella Brd.) Säcke, bei Gondo 
sefunden, ergaben Mitte Juli ein S, welches zu dieser Art gehört. 
Viel zweifelhafter bin ich hinsichtlich eines 3, der sich aus einem 
bei Zermatt gefundenen Sack am 8. 7. 95 entwickelte, und 
welches Heylaerts mir als diese Art bestimmte, mit dem Zusatz: 
„etwas schmalflügelig“; abgesehen von letzterem Unterschiede 
finde ich die Fühlerzähne kürzer, auch der Sack ist anders gebaut, 
doch läßt sich in dieser äußerst schwierigen Gruppe nach einem 
einzelnen Stücke nicht urtheilen. 

Fumea norvegica Heyl. S. E. Bele. compt. rend. 7. Oct. 
1882. Diese nach Exemplaren aus Norwegen und von St. Martin- 
Lantosque (Alp. marit.) beschriebene, später auch im Caucasus 
aufgefundene Art, scheint m den Alpen verbreitet zu sein; ich 
fing ein vom Autor bestimmtes 3 am 23. 7. 1890, Morgens 
gegen 9 Uhr bei Chamonix. Bei Berisal fanden sich an moosigen 
Felsblöcken im lichten Nadelwald außer bereits verlassenen Säcken 
ein paar Raupen; nach der Ueberwinterung erschienen 2 99, 
welche ganz zu der Beschreibung der norvegica passen. Hier- 
nach ist die Raupe zweijährige. 

Epichn sapho Mill.? Leere Säcke, die wahrschemlieh zu 
dieser Art gehören, fanden sich Mitte Juli im Val Vedro. 

Bomb. populi L. v. canensis Mill. Cat. rais. Lep. Alp. 
ae ln 2937 Ann.) 52 Kr. 18% 9.0: 7. I Eie. 9; 10: 
v. alpina Frey Lep. d. Schw. p. 95; v. Calberlae Ragusa 
Natural. Sie. 1889 p. 223 T. IH Fig. 1, 2. Wie im Engadin so 
auch bei Simpeln fand sich die Raupe auf Pinus larix, das 
erzogene 3 ist nur etwas dunkler, sonst übereinstimmend mit 
einem $ von Girgenti (Sie.), welches Ragusa mir als seine 
v. Calberlae gab. Daß v. alpina mit canensis Mill. zusammen- 
falle, hat Frey bereits selbst erklärt. 

Crateronyx taraxaei Esp. 2 SS dieser Art kamen Mitte 
August 1889 iu Zermatt an die Lampe. 

Saturnie pyri L. Eine erwachsene Raupe fand ich im 
Vispthale oberhalb Stalden 900 m hoch am 29. 7, 9. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


224 


Cnethocampa pityocampa Schiff. Auch diese. Art geht 
noch bis ins untere Vispthal, wo ich ein 2 Anfangs. August 93 
bei Tage fliegend fing. 

Pygaera pigra Hfn. Mehrere große, dunkle $5 mit wenig 
brauner Einmischung kamen Mitte Juni 95 in Zermatt an die Lampe. 

Bryophila galathea Mill. Ann. S. E. Fr. 1875 p. 13 pl. I 
Fig. 8, 9, Ann. des Science. Nat. de Cannes 1879 pl. VII Fie. 14. 
Diese von Frey Mitth. Schweiz. ent. Ges. 1882 p. 357 bereits 
erwähnte Art ist nach Mitte Juli bis in den Auecust bei Simpeln 
nicht gerade selten, bei Tage an Felsen ruhend, die $S Abends 
an die Lampe fliegend. Im Ganzen fanden wir etwa 10 Stück. 
darunter nur 1 2. Auch bei Berisal fing ich 1 2. Die Exem- 
plare sind etwas größer, sonst mit emem von Milliere herrühren- 
den 2 übereinstimmend. 

Agrotis festiva Hb. Je 1 5 fand sich bei Zermatt, 1. 8. 89. 
und bei Simpeln, 17. 7. 95, beide manchen deutschen Stücken 
eleich uud nicht zu v. conflua Tr. übergehend. 

Agr. sagittifera Hb. (? candelisequa Hb.). Einzeln im Val 
Vedro und bei Berisal an Felsen, österreichischen Exemplaren 
ähnlich, während solche von Kreuznach und aus dem Rheingau 
bedeutend dunkler und zeichnungsloser sind. 

Agr. eulminicola Ster. 1887 kamen ein paar 3S Ende 
Juli im Riffelhaus an die Lampe und am 10. August fingen wir 
in den sonnigen Nachmittagsstunden eine Anzahl meist ganz ver- 
flogener Stücke, welche an Silene acaulis saugten und sehr selten 
waren. An den Tagen vorher und nachher war trotz ebenso 
schönen Wetters kein Stück zu sehen. In allen folgenden Jahren 
suchten wir eifrig nach dieser Art, fingen aber nur noch 1 & 
am Lieht und 1 2 an Silene, erst 1895 kamen wieder sieben 
Stück an die Lampe. Es gehört daher Glück und Ausdauer 
dazu, dieser Art besonders in reinen Stücken habhaft zu werden. 
| Agr. Wiskotti Stfs. Iris 1888 p. 212 T. 10 Fie. 3, 4. 
Fin Pärchen dieser Art kam Ende Juli 1895 eleichzeitig mit der 
vorigen im Riffelhaus an die Lampe. 


Stett. entomol. Zeit. 1896 


225 


Agr. simplonia H-G. Sie gehört zu den am frühesten er- 
scheinenden alpinen Arten dieser Gattung; bei Zermatt traf ich 
schon am 14. 6. 95 ein ganz verflogenes $. In Simpeln kamen 
Mitte Juli die $5 mehrfach ans Licht, häufiger noch bei Riffelalp 
und Riffelhaus, ziemlich variirend; ein sehr helles $ scheint dem 
von Calberla, Iris 1888 p. 226 erwähnten 2 aus den Abruzzen 


ähnlich zu sein. 


Agr. lucipeta FE. Ein gut erhaltenes $ saß am 1. 8. 90 
unterhalb Riffelalp auf dem Wege. Herr de Rougemont fand 
bei Dombresson die Raupe mehrfach an Tussilago. 

Agr. signifera F. Einzeln Anfangs August bei Zermatt 


und Berisal. 


Agr. cos Hb. Herr de Rougemont entdeckte die Raupe 
oberhalb Neuchätel, bisher nur an eng begrenzter Stelle, und 
sandte mir mehrere Exemplare zu. Sie ist der Raupe von decora 
recht ähnlich, aber der zweite und dritte Ring erscheinen wie 
aufgetrieben, so daß sie etwas an gewisse Blattwespenlarven 
erinnert. Die Färbung des Rückens ist mehr bräunlich gemischt, 
die Stigmen treten deutlicher hervor, da die drei dunklen Punkte 
um dieselben kaum angedeutet sind, auch die im Trapez gestellten 
Punkte auf dem Rücken sind sehr schwach. Der Kopf ist noch 
heller als bei decora; wie bei dieser steht auf den Hemisphären 
ein dunkles Fleckehen, das Nackenschild ist nur durch die Mittel- 
linie hell getheilt, nach vorn etwas dunkler eingefaßt. Herr 
de Rougemont bemerkte noch, daß sie von der gleichzeitig vor- 
kommenden Raupe der Episema glaucina Esp. kaum zu unter- 


scheiden sei. Sie nahm: außer Salat gern Ribes als Futter. 


Mamestra serratilinea Ir. Den Falter fingen wir mehrere 
Male bei Simpeln, Berisal und Zermatt Abends an Silene inflata 
und am Licht um Mitte Juli, ein frisches $ kam bei Zermatt 
schon am 23. 6. 95 an die Lampe. Diese Walliser Stücke sind 
eintöniger und schwächer gezeichnet als österreichische, die Fär- 


bung ist mehr grünlich-grau. 


‚Stett. entomol. Zeit. 1896. 15 


226 


Mam. advena F. Die Raupe öfter bei Zermatt unter 
niederen Pflanzen, 1 $ schon 24. 6. 95 am Licht. Die Exem- 
plare sind größer und frischer gefärbt als deutsche. 

Mam. nebulosa Hin. Sie erreicht ‘als Seltenheit noch 
Zermatt, wo ein $ Ende Juni 1895 ans Licht kam. 

Mam. trifolii Rott. Ein großes 2 kam am 24. 6. 95 bei 
Zermatt ans Licht. 

Mam. dissimilis Knoch. Sie erschien in der zweiten Hälfte 
Juni bei Zermatt nicht selten an der Lampe, darunter auch 
einzeln die buntere ab. errata Gun. 

Mam. proxima Hb. Diese Art ist bisher bei der Gattung 
Dianthoecia untergebracht worden, weil das 2 die als Haupt- 
merkmal dieser biologisch besser als morphologisch abgegrenzten 
Gattung geltende, vortretende Legeröhre besitzt, doch ist letztere 
nicht bei allen Dianthocien gleich ausgebildet vorhanden. Ein 
besseres, beiden Geschlechtern zukommendes Merkmal giebt der 
ungewöhnlich lange Saugrüssel, der wie bei anderen Gattungen, 
z. B. Cucullia, Plusia, auf die Form der Puppenhülle einwirkt. 
Zufolge der normalen Bildung des Rüssels gehört proxima nicht 
zu Dianthoecia und auch durch die Lebensweise weicht sie 
soweit ab, daß sie besser bei Hamestra, etwa hinter glauca, ein- 
gereiht wird. Herr de Rougemont fand die Raupe mehrfach im 
Schweizer Jura, später traf ich sie öfter bei Zermatt; sie lebt im 
Mai und Juni nach Art einer Agrotis aus der Festiva-Gruppe 
polyphag von niederen Pflanzen, Artemisia, Leontodon ete. Er- 
wachsen ist sie etwa 30 mm lang, rund, ohne Erhöhungen, nach 
vorn etwas verschmälert, glatt; unter der Lupe zeigen sich ver- 
einzelte, kurze Börstehen. Rückenlinie fein. weiblich, am deut- 
lichsten auf den ersten Ringen. Subdorsalen verloschen weiblich, 
nach unten breit dunkler angelegt, zwischen ihnen der Rücken 
mattbraun. Luftlöcher fein, schwarz, Seiten- und Bauchlinie 
fehlend, Bauch blab graubraun; Kopf hellbraun, Hemisphären oben 
dunkler braun, ebenso die Mundtheile; Nackenschild glänzend, 


graubraun, durch Dorsale und Subdorsalen licht getheilt, seitlich 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


22% 


unter demselben zwei dunkle Punkte; Brustfüße durchsichtig hell- 
braun, Krallen dunkler, Afterklappe nicht hormig, heller als der 
Rücken, mit stärkeren Börstehen. Die Puppe ist schlank, nach 
hinten zugespitzt, rauhschalig, dunkelbraun, Rüsselscheide nicht 
vortretend. Der Rücken trägt in der Mitte eines jeden Segments 
eine von einem wulstigen Rande umgebene, auffallende Vertiefung; 
in den Seiten und an dem Bauche finden sich zerstreute kleinere 
Borsten. Auf der kurzen Afterspitze stehen acht fächerartig aus- 
einander gespreizte starke Borsten. Vermuthlich überwintert die 
junge Raupe, doch bleibt dies noch festzustellen. Die meisten 
Falter aus dem Jura gehen durch rothgelbe Einmischung unter- 
halb der Nierenmakel zu ab. ochrostigma Ev. über; ein solches 5 
fing ich auch bei Simpeln. 

Dianthoecia tephroleuca Be Mehrfach bei Simpeln im Juli 
an Felsen, stets kleiner, meist auch dunkler als in den Berner 
Alpen. Bei Zermatt scheint sie zu fehlen. 

Luperina virens L. Ein frisches 2 saß Ende Juli 1893 
unterhalb Berisal an der Flugstelle von Lye. Iycidas an einem 
Telesraphenpfosten. 

Hadena anilis B? Em am 16. 7. 95 bei Simpeln am 
Licht gefangenes, stark geflogenes 2 ist durch die Zeichnungs- 
anlage und grobe Bestäubung der Agrotis renigera Hb. so ähn- 
lich, daß ich es zunächst für diese Art hielt; Staudinger bezweifelte 
dies und Bohatsch meinte, es sei eher eine Hadena bei platinea. 
Eine genaue Untersuchung der Körpertheile bestätigte dies, da es 
wegen der bedornten Schienen keine Agrotis sem kann, während 
es mit platinea in allen organischen Merkmalen gut übereinstimmt. 
Die Spannbreite beträgt 34 mm. die Färbung ähnelt der von 
seflogenen pernix, die Zeichnung ist, theilweise wohl durch 
längeren Flug, bis auf die beiden Mittellinien ganz undeutlich. 
Möglicherweise gehört es zu anilis B., welche nach einem sehr 
abgeflogenen 2 aufgestellt wurde, dessen Verbleib nicht mehr zu 
ermitteln war (vgl. Stett. e. Z. 1894 p. 93). Die nach diesem 2 
von HS. gegebene, in manchen Punkten wohl auf's Ungefähr 


'Stett. entomol. Zeit. 1896 15* 


2238 


ergänzte Abbildung läßt erkennen, daß dies Stück schärfer ge- 
zeichnet war, insbesondere einen deutlicheren Mittelschatten führte, 
als das meine; das Uebrige stimmt ganz gut, besonders auch die 
Färbung der Hinterflügel, der Flügelschnitt und der am Vorder- 
rande zwischen Saum und äußerer @uerlinie stehende dunklere 
Fleck, in welchem am Rande selbst ein paar hellere Punkte 
stehen. Eigenthümlicherweise giebt HS. für anilis außer Digne 
auch das Wallis als Heimath an. Erst weitere, besser erhaltene 
Stücke werden ein Urtheil über diese Form und ihr Verhalten 
zu platinea ermöglichen. 

Had. rubrirena Tr. Das Vorkommen bei Riffelalp erwies 
ein am 26. 7. 95 gefundenes todtes Exemplar. 

Had. sublustris Esp. Ein sroßes, dunkles $ kam schon 
am 12. 6. 95 bei Zermatt an die Lampe. Auch bei Simpeln 
fing ich sie. 

Had. literosa Hw. Ein frisches, großes 2 sah am 22. 7. 95 
bei Simpeln am Felsen. 

Chloantha hyperici FL. Ein frisch ausgeschlüpfter 5 fand 
sich am 1. 6. 95 am Eingange des Zmuttthales bei Zermatt an 
einem Stein. 

Leucania pallens L. Ein 2 kam am 25. 6. 95 bei Zermatt 
an die Lampe. 

Leucania comma L. Höchst semein bei Zermatt im Juni 
an der Lampe, die Stücke sind besonders unterseits recht dunkel. 

Leuc. Andereggii B. v. (ab.?) engadinensis Mill. Einige 
bei Simpeln Anfangs Juli, bei Zermatt Mitte Juni gefangene I& 
gehören zu dieser Form, da die Rippen nicht weiß hervortreten. 
Ein frischer, bei Zermatt gefangener $ ist durch starke, dunkle 
(uerlinien ausgezeichnet. 

Mithymna imbeecilla F. Die SS erschienen Mitte Juni 1895 
einzeln bei Zermatt an der Lampe. 

Caradrina morpheus Hufn. Ein ziemlich frischer &, bei 
Zermatt am Licht am 10. 6. 95 gefangen, ist aschgrau statt 
braun gefärbt und schwächer gezeichnet. 


Stett entomol. Zeit. 1896. 


229 


Car. terrea Fır. v. ustirena B. Ein etwas beschädiegter, 
bei Zermatt am 25. 7. 95 gefundener 3 ist mehr aschgrau als 
die Stammform, die Zeichnung bis auf die scharfen schwarzen 
Fleckehen vor der Wellenlinie undeutlich, die Nierenmakel nicht 
von weißen Punkten umgeben. Schon bei der Aufstellung dieser 
Form gab B. außer den Alpen der Provence auch das Wallis 
als Vaterland an, später scheint sie niemand mehr in der Schweiz 
sefunden zu haben, so daß Frey sie nicht aufführt. 

Rusina tenebrosa Hb. 2 SS, den deutschen gleich, er- 
schienen Mitte Juni bei Zermatt am Licht. 

Calocampa vetusta Hb. Ein 2 fand sieh, wie zuletzt an- 
gegeben, noch am 12. 6. 95 ein. 

Cueullia lychnitis Rbr. Eine Anzahl Raupen saßen Anfangs 
August 1889 bei Zermatt auf Verbascum; die Falter sind den 
deutschen gleich. 

Plusia aemula Hb. Ein stark geflogener $ kam am 
17. 7. 95 in Simpeln an die Lampe, steirischen Exemplaren 
sleich, Frey erwähnt ein von Rätzer bei Gadmen gefangenes 
Stück, Caflisch giebt Bergün und Weißenstein an, sie scheint 
also in der Schweiz weit verbreitet zu sein, ist aber merkwürdig 
vereinzelt beobachtet worden. 

Plus. V argenteum Esp. Ein abgeflogener $ sab am 
29. 7. 89 bei Zermatt nach dem Zmuttthale hin am Felsen. 

Plus. ain Hochw. Der Falter fand sich einigemal bei 
Zermatt und Simpeln bei Tage und in der Dämmerung an den 
Blüthen von Silene inflata fliesend. die Raupe ließ sich mit 
Pinus larix leicht aus dem Ei ziehen, sie wurde bei Aachen am 
Baume eingebunden und während des Winters so belassen. Das 
Ei wurde an die Nadeln angeheftet, es ist stumpf kegelförmig, 
selblich-weiß, cehagrinirt. Die jungen Raupen erschienen nach 
14 Tagen, waren zunächst graugrün mit zahlreichen dunklen 
Punkten, auf welchen je ein kurzes Börstchen stand; sie über- 


winterten etwa 8 mm lang. 


Stett. entomol. Zeit, 1896, 


2330 


Anarta melanopa Thbg. v. rupestralis Hb. Die erwach- 
senen Raupen waren Anfangs Aucust 93 zu gleicher Zeit mit 
dem Schmetterling am Gornergrat unter Steinen sehr häufig, in 
anderen Jahren viel spärlicher. Sie waren sehr polyphag, ver- 
puppten sich bald. die Falter erschienen im folgenden Jahre. 
Hiernach zu schließen, überwintert die Art einmal als Raupe und 
einmal als Puppe. Die Raupe erinnert an die der Pachn. rubricosa 
F., auch der von Agrot. multangula Hb. sieht sie in der Form 
und der Rückenzeichnung ähnlich. Sie ist mäßig schlank, walzig, 
ohne Erhöhungen, die Farbe rothbraun, zuweilen mehr graugelb. 
Die unterbrochene Rückenlinie fein, hell, dunkler eingefaßt, die 
Subdorsalen in deutliche, helle Flecke aufgelöst, welche nach 
oben breit schwärzlich beschattet sind, Seitenlinie sehr undeutlich, 
Bauch, Nackenschild und Afterklappe fast zeichnungslos, Kopf 
braun mit schwarzen Flecken. Verwandlung in ziemlich festem 
Gespinnst. 

Heliaca tenebrata Sc. Selten bei Zermatt, um Mitte Juni 
bei Tage an Blumen. 

Thalpochares purpurina Hb. Einzeln nach Mitte Juli im 
Val Vedro. 

Hypena obesalis Ir. In überwinterten Stücken bei Zermatt 
in der ersten Hälfte Juni am Licht nicht selten. 

Acidalia asellaria HS. Sie hat im Wallis jedenfalls nur 
eine Generation; die aus den Eiern eines bei Brig am 11. 7. 94 
sefangenen 2 erzogenen Raupen überwinterten schr klein und 
ergaben erst im Juli 95 die Falter, ebenso verhielten sich die 
von diesen abstammenden Räupchen. 

Acid. calunetaria Stgr. v. valesiaria Püng. Stett. e. Z. 1888 
p- 350. Anfangs August 1892 „elang es endlich, bei Zermatt 
ein verflogenes 2 dieser Form zu finden, welches etwa 30 Eier 
leste. Etwa 1; entwickelte sich schon im Oktober zu Faltern. 
die andern gingen während des Winters ein. Das Ei ist wie 
das der virgularia Hb. geformt, blaßgelbbraun mit röthlichen, 
unregelmäßigen Flecken, wenig glänzend, schwach chagrinirt, die 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


231 


Ablage geschieht in kleinen Klumpen an dünnen Hälmchen ete, 
Die Raupe nährt sich gleich den Verwandten von welkenden und 
dürren Blättern niederer Pflanzen. In der ersten Jugend ist sie 
ziemlich schlank, der Rücken zwischen den Subdorsalen schwärz- 
lich, zwischen diesen und der Seitenkante matt weißlich, von 
Zeichnungen ist nur der Anfang einer hellen Rückenlinie vor- 
handen. Kopf bräunlich mit hellerer Einmischung. Erwachsen 
ist sie mäßig schlank, etwa 16 mm lang, Rücken etwas abge- 
flacht, Seitenkante schwach wulstig hervortretend, die einzelnen 
Segmente verbreitern sich nach hinten. Auf dem Körper, besonders 
am Kopf, ersten und letzten Segment stehen kurze, helle Börstchen. 
Kopf klein, oben tief eingebuchtet, die blaßbräunliche Grundfarbe 
durch dunklere Strichzeichnungen überdeckt, so daß nur die Fort- 
setzung der Subdorsalen und einige kleine Fleckchen heller bleiben, 
auch die Mundtheile sind etwas heller. Brustfüße blaß, sparsam 
dunkler punktirt, in der Ruhe nach dem Kopfe vorgestreckt, der 
etwas nach unten gebogen wird. Der Rücken ist holzbraun, 
schwach gewässert und sehr undeutlich gezeichnet, die feine helle 
Rückenlinie vorn am deutlichsten, auf den mittleren Ringen bei 
einigen Slücken dunkler beschattet, auf den letzten Segmenten 
breiter schwärzlich angelegt. Die Subdorsalen treten nicht her- 
vor, die Seitenkante ist heller, nach unten dunkler beschattet, 
Bauch hellerau, nach der Seitenkante hin mehr blaßbraun, in der 
Mitte stehen zwei unterbrochene wellige Linien. Bei einigen 
Stücken ist oberseits das achte Segment heller als die übrigen. 
Im Ganzen ist das Thier zeiehnungslosen Exemplaren der recht 
veränderlichen Raupe von Acid. virgularia Hb. v. canteneraria B. 
sehr ähnlich, doch weniger schlank als diese. Auch die Puppe 
ist der letzteren ähnlich, auf dem Rücken hinter dem Thorax 
etwas eingebuchtet, doch lange nicht so stark wie bei Acid. 
contiguaria Hb., die Zeichnung besteht aus feineren und gröberen 
Pünktchen, die sich auf dem Rücken in vier Linien ordnen, die 
Flügelscheiden und Kopftheile sind graugrünlich, der Innenrand 
der Flügel breit dunkel angelegt, die Rippen treten durch beider- 


Stett, entomol. Zeit. 1396. 


232 


seits dunkle Beschattung hell hervor. Der Körper ist gelb- 
bräunlich, das Afterende trägt eine kurze, kegelförmige Spitze, 
auf der Mitte stehen einige, oben hakenförmig umgebogene Borsten 
paarweise nebeneinander, seitlich neben der Afterspitze noch je 
eine Borste. 

Bei der halbwüchsigen Raupe findet sieh manchmal, ähn- 
lich wie bei den verwandten Arten, vorn auf den mittleren 
Rückensegmenten ein dunkles, seitlich heller begrenztes Fleckchen, 
auch bleibt öfters die Mitte der Segmente heller; die Raupe ist 
aber auch in diesem Alter schwächer gezeichnet als die der Ver- 
wandten. Vermuthlich werden sich bei größerem Materiale schärfer 
gezeichnete Exemplare finden. wie dies auch die kurzen Angaben 
und die rohe Abbildung. welche Bellier Ann. $. Fr. 1862 unter 
dem Namen dorycniata von der Stammform giebt, erwarten lassen. 

Durch Staudingers Freundlichkeit konnte ich einige Original- 
stücke seiner calunetaria vergleichen, es ergab sich in der Bil- 
dung aller Körpertheile und der Zeichnung völlige Ueberein- 
stimmung. Die Stammart ist kleiner, die Grundfarbe weißlich 
mit ziemlich grober, dunkler Beschuppung; valesiaria ist trüber, 
gleichmäßig bräunlich gefärbt und anscheinend etwas feiner be- 
schuppt, die Zeichnungen sind weniger deutlich. Hiernach zweifele 
ich nicht an der Zusammengehörigkeit beider Formen, so auf- 
fallend auch das Auftreten dieser südlichen, außer in Spanien nur 
ganz vereinzelt von Milliere bei Cannes beobachteten Art bei 
Zermatt ist. ? 

Lederer bildet bei Acidalia mehrere Unterabtheilungen auf 
Grund der längeren oder kürzeren Wimpern der männlichen 
Fühler. Meines Erachtens ist diese Eintheilung nicht halthar, da 
sonst die nächst verwandten Arten getrennt würden. So käme 
virgularia zu Abth. A, a, 1, O0, calunetaria-valesiaria dagegen 
zu Abth. A, a, 1, 00 zu stehen. 

Acid. deversaria HS. Nicht selten im Val Vedro, einzeln 
bei Zermatt. — Nach Stücken von Kreuznach zu schließen, ist 


diffluata HS. nur eine seltene Aberration dieser Art, 
Stett. entomol. Zeit. 1896. 


233 


Acid. luridata Z. v. confinaria HS. Stücke aus dem Val 
Vedro sind weniger bläulich und schärfer gezeichnet als die 
typischen dalmatiner confinaria, passen aber besser noch zu 
dieser, als zu der gelblichen kleinasiatischen Stammform. Die 
Raupe und Puppe ist von Dr. Rebel z. b. V. 1892 eingehend 
beschrieben worden; die von mir aus dem Ei gezogenen Raupen 
waren fast zeichnungslos, sie nahmen nicht Flechten, sondern 
ausschließlich Silene- und Dianthus-Arten als Futter. Ich nährte 
sie zuerst mit Silene inflata; als die Pflanze Ende September welk 
wurde, hörten sie auf zu fressen. Anfangs April des folgenden 
Jahres nahmen sie gerne Gartennelken als Nahrung. Die Zucht 
ergab nur eine Generation. Ich möchte vermuthen, daß auch 
der Falter hauptsächlich die Silene-Blüthen besucht, und daß der 
Saugrüssel in auffallender Analogie mit dem der Dianthoecien 
zu diesem Zweck so ungewöhnlich lang ist. 

Acid. submutata Tr. Ein frisches 2 saß am 16. 7. 94 
bei Isella am Felsen. 

Steg. trimaculata Vill. Ich fing die Art Mitte Juni 1890 
bei Porlezza am Luganer See. 

Selenia bilunaria Esp. Einige 5 kamen Mitte Juni 95 
bei Zermatt an die Lampe, ein 2 fand ich zur selben Zeit bei 
Riffelalp. Es sind große Stücke, auch die 5 gleich den deutschen 
22 gefärbt, die Zeichnung ist etwas stärker aufgetragen. 

Odontoptera bidentata Cl. Die Raupe ist bei Zermatt und 
Simpeln an Pinus larix häufig, die Falter sind stets dunkelgrau. 

Venilia macularia L. Der Falter flog einzeln im Juni 95 
in ziemlich großen Stücken bei Zermatt. 

Macaria liturata Cl. Die Raupe klopfte ich Mitte Juli bei 
Dimpeln von Pinus larix. 

Hibernia aurantiaria Esp. Die Raupe lebte Anfangs Juli 
bei Simpeln in großer Menge auf Pinus larix, die $$ sind bleicher 
als die deutschen. 

Biston lapponarius B. Es ist eigenthümlich, daß diese Art 
bisher in der Schweiz so wenig beobachtet wurde, während doch 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


234 


die Raupe Mitte Juli an Pinus larix bei Zermatt und Simpeln 
häufig ist und in den Alpen wohl weit verbreitet sem dürfte. 
Bei Simpeln war sie 1895 so häufig, daß mein Bruder in etwa 
1!/, Stunden über 100 Stück ganz junger Raupen klopfte; größer 
geworden, ist sie weniger leicht zu finden. Die Puppen lagen 
sämmtlich zwei Jahre. 

Bist. alpinus Sulz. Ein frischer $ kam am 11. 6. 95 bei 
Zermatt an die Lampe, die Raupe fanden wir Mitte Juli im 
Laquinthal an niederen Pflanzen. 

Boarmia perversaria B. Die Art ist bei Zermatt recht 
selten, wir fanden nur drei oder vier mal den Falter zu Anfang 
August an Felsen. Gegen Mitte Juni 1895 klopfte ich dort von 
Juniperus sabina zwei Raupen, die sich gleich verpuppten und 
ein schönes Paar ergaben. Die Zermatter Form ist groß, die 
Grundfarbe eintönig matterau. 

Boarmia secundaria Esp. Sie fliest bei Simpeln selten an 
Fichten in etwas größeren, graueren Stücken. 

Gnophos caelibaria HS. v. spurcaria Lah. Die Walliser 
Exemplare sind in Färbung und Zeichnung sehr veränderlich, 
immer aber größer und stärker dunkel bestreut als die Stammart. 
Die letztere flog am 4. 8. 95 auf dem Nebelhorn im Alleäu. 

Bupalus piniarius L. Bei Berisal und Simpeln, kleiner. 
dunkler, die hellen Stellen bleicher als bei deutschen SS. Von 
Anderesg erhielt ich aus dem Wallis auch ein $ der ganz ein- 
farbig dunklen ab. nigricaria Backhaus nebst einem Uebergangs- 
exemplar. 5 

Lythria plumularia Fır. Sie flog in der zweiten Hälfte 
Juni 1895 auf den Waldwegen bei Riffelalp häufig im Sonnen- 
schein, die schwerfälligen 22 viel seltener. Die 5 varüren sehr 
hinsichtlich der Zahl und Form der dunklen Binden. Ein $ von 
Sils-Maria hat den linken Oberflügel einfarbig dunkel. der rechte 
ist hell mit scharfen dunklen Binden, ein $ von Riffelalp ist 
links wie das eben beschriebene Stück. der rechte Oberflügel hat 
einen scharfen hellen Außenrand. Das Ei dieser Art ist länglich, 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


235 


abgeplattet, verhältnißmäßig groß, gelblich, chagrinirt; es wird 
angeheftet und färbt sich vor dem nach etwa 14 Tagen erfolgen- 
den Ausschlüpfen nur wenig dunkler. Die jungen Raupen waren 
schlank, grünlich durchscheinend mit breiten, dunklen Subdorsalen 
und blaßbräunlichem Kopfe. Sie nahmen Rumex als Nahrung, 
singen aber nach etwa drei Wochen ein. 

Lobophora sabinata HG. Die Falter sind in der zweiten 
Hälfte Juli bei Zermatt nicht selten, bei Tage lassen sie sich aus 
den Büschen der Nahrunsspflanze aufscheuchen, die SS fliegen 
in den späteren Nachmittagsstunden, doch sind die 'Thiere nicht 
leicht zu fangen und fast immer beschädigt. Gegen Mitte Juni 
1895 klopfte ich die erwachsene Raupe von Juniperus sabina, 
aber merkwürdig vereinzelt, so daß ich durch fleißiges Suchen 
nur ein halbes Dutzend erhielt. Sie ist träge, kurz und dick, 
etwa 19 mm lang, 31; mm breit, und sitzt zwischen den Aestehen 
der Futterpflanze, wo sie kaum zu unterscheiden ist. Die Fär- 
bung ist schön grün, die Ringe auf dem Rücken nach vorn zu 
mehr gelblich. Rückenlinie deutlich, dunkel, in den Einschnitten 
punktförmig verdickt. Subdorsalen gleichfalls deutlich, grün, 
Seitenkante schwach wulstig mit weißlicher Einmischung, über 
ihr in den Einschnitten dunkle Punkte, hinter jedem der letzteren 
ein röthliches Fleckchen, dahinter gelbliche Einmischung; ein 
größerer röthlicher Fleck steht über dem zweiten Paar Brust- 
füße. Die Stigmen sind kaum bemerkbar, der Bauch ist mehr 
orau mit drei weißlichen Linien, die Mittellinie am schwächsten. 
Kopf bräunlichgrün,. in der Ruhe eingezogen, so daß die ersten 
Ringe etwas verdickt erscheinen. Nackenschild und Afterklappe 
fast zeichnungslos, grün, ebenso die Füße. Sie verspannen sich 
Mitte Juni zwischen Moos. Die Puppe ist 6-—-7 mm lang, ziem- 
lich dick, nach hinten wenig verschmälert, dünnschalig, ohne 
Erhöhungen. grünlich durchscheinend mit deutlicher, dunkler 
Rückenlinie. Afterende kräftig, braun mit kurzer Spitze und 
kleinen Widerhaken. Die Form der Ueberwinterung ist noch zu 


ermitteln. vermuthlich schlüpft das Ei schon im Sommer aus. 


Stett. entomol. Zeit. 1396. 


236 


Eucosmia certata Hb. v. simplonica Wackerzapp. Die 
Falter waren zu Anfang Juni 95 bei Zermatt schon fast vorüber. 
Zahlreiche aus dem Ei erzogene Stücke sind recht veränderlich, 
heller und dunkler. im Ganzen grauer, weniger braun als die 
deutschen. Auch in der Gefangenschaft erschienen die Falter 
um mehrere Wochen vor der folgenden Art; im Gegensatz zu 
dieser bildet sich der Falter schon im Herbst in der Puppe aus. 

Eucosmia montivagata Dup. Bei meinem frühesten Ein- 
treffen in Zermatt, am 1. Juni 1895, war der Falter in frischen 
Stücken schon in Menge vorhanden. Auch bei Simpeln ist er 
nicht selten. 

Cidaria simulata Hb. v. geneata Feisth. Die Raupe fand 
sich im Juni bei Zermatt vereinzelt an Juniperus communis. 

Cid. juniperata L. Ebendort an derselben Pflanze zu Anfang 
August als Raupe nicht selten. 

Cid, miata L. Die Falter waren im Juni bei Zermatt in 
überwinterten, großen Stücken am Licht, auch an Felsen, nicht 
selten; ich fing nur 29. Die Raupen ließen sich mit Birken und 
Eichen leicht aus dem Ei ziehen, wuchsen ziemlich langsam und 
gaben die Falter zu Anfang September nach kurzer Puppenruhe. 

Cid. taeniata Stph. Den Falter fingen wir Mitte Juli bei 
Gondo. 

Cid. literata Don. Die Art war während des Juni bei 
Zermatt am Licht nicht selten, darunter hübsche Aberrationen. 

Cid. trifasciata Bkh. Gegen Ende Juni erschienen unter 
der vorigen einzene Exemplare dieser m. E. verschiedenen Art. 

Cid. Kollariaria HS. Nicht häufig bei Zermatt Anfangs bis 
Ende Juni an Felsen im schattigen Walde. 

Cid. incursata Hb. Einzeln bei Zermatt von Ende Juni 
an; die erwachsen überwinternde Raupe ließ sich mit Leontodon 
leicht aus dem Ei ziehen. | 

Cid, dilutata Bkh. Herr de Rougemont fand die Raupe in 
ziemlich verschiedener Form im Val d’Anniviers bei 2200 m Höhe 
auf Pinus larix, die Falter weichen kaum von denen der Ebene ab. 


Stett. entomol, Zeit. 1896. 


237 


Cid. flavieinetata Hb. Der Falter ist bei Zermatt und im 
Simplongebiet nicht gerade selten, besonders zahlreich an den 
Mauern des Hospizes. Das Ei ist dem von nobiliaria HS. sehr 
ähnlich; eine nähere Beschreibung habe ich nicht aufgenommen. 
Die Raupe überwintert ziemlich klein, bis dahin ernährte ich sie 
mit welkenden Rosenblüthen, später mit Sedum album. Erwachsen 
war sie 21 mm lang, in der Mitte etwa 21/, mm breit, gedrungen, 
nach vorn etwas verschmälert, doch erschemen die vorderen 
Ringe in der Ruhe dadurch dicker, daß der kleine Kopf ein- 
gezogen wird. Der Körper trägt überall, auch auf dem Bauche, 
kleine kegelförmige Erhöhungen, welche weißlich mit schwarzer 
Spitze sind und je eine nicht sehr lange steife Borste tragen. 
Die Ringeinschnitte sind deutlich. Die Farbe des Rückens ist 
schön purpurbraun; auf den Segmenten 9I—11, und zwar nach 
hinten zu immer schärfer ausgeprägt, steht je ein Dreieck, dessen 
Basis die Breite zwischen den Subdorsalen einnimmt und dessen 
Spitze den Vorderrand des Segments nicht ganz erreicht, der 
untere Theil dieses Dreiecks ist blaßrosa, die Spitze gelblich weiß; 
es tritt diese Figur besonders dadurch hervor, dab die Seiten 
nach außen breit schwärzlich begrenzt sind; sie wird von der 
Rückenlinie undeutlich dunkler getheilt. Die etwas wulstige 
Seitenkante hat in den Einschnitten matt weibliche Flecke, der 
Bauch ist grünlich, stellenweise, besonders an der Seitenkante, 
dunkler angeflogen, die Ventrale ist in röthliche Striche aufgelöst, 
der Kopf hellbraun mit vielen dunkeln Punkten. Die Puppe liegt 
nur kurze Zeit, sie ist schlank, beweglich, dünnschalig, nach 
hinten zugespitzt, Kopf vorgestreckt, die Färbung durchscheinend 
‚hellbraun, grünlich gemischt, besonders sind Tliorax und Flügel- 
scheiden grünlich. Ueber den Rücken zieht vom Thorax aus 
eine abgesetzte braune Mittellinie; auf der etwas dunkleren After- 
spitze stehen seitlich und oben einige Börstchen. 

Die Abbildung in Hofmann’s Raupenwerk gehört nicht hier- 
her, sondern zu infidaria. 

Cid. nobiliaria HS. Der Falter findet sich am Riffelhause 


Steit. entomol. Zeit. 1896. 


238 


und zwischen Simpeln und dem Hospiz an Felsen; die Nahrungs- 
pflanze der Raupe ist dort Saxifraga oppositifolia, an welcher 
wir sie öfter fanden. Das Ei ist gelblich, färbt sich bald roth 
und vor dem Auskriechen dunkellila, es ist oval, etwa 11/, mal 
so lang als breit, oben etwas eingedrückt, dieht und fein chagrinirt 
und wird angeheftet. Die Raupe verhielt sich ganz wie die von 
Jlavieinctata, nur reichte ich ihr später statt Sedum eine im 
Garten wachsende Saxifraga. Die Farbe ist bei der jüngeren 
Raupe ein etwas röthliches Braun, bei der erwachsenen wechselt 
sie von blaß olivengrün bis purpurbraun, die letzteren Exemplare 
sind der flavicinctata-Raupe recht ähnlich. Form und Zeichnung 
sind ganz wie bei dieser, die Rückendreiecke sind weißlicher, 
auch die Seitenkante ist stärker weißlich gemischt, der Kopf im 
Verhältniß zur Grundfarbe dunkler. Die Puppe ist der von 
lavieinctata sehr ähnlich. 

Cid. infidaria Lah. Auch diese Raupe ist der vorbeschriebenen 
ähnlieh geformt und gezeichnet und wurde ganz wie die von 
lavieinctata aus dem Ei erzogen. Sie ist bedeutend schlanker, 
trägt etwas längere Borsten; die Farbe war bei meinen wenigen 
Exemplaren ein schönes Moosgrün, die Ausfüllung der Rücken- 
dreiecke hellrosa,. Rückenlinie fein, dunkel. Die Einfassung der 
Dreieckseiten ist rostbraun, sie geht bis zur Seitenkante und ver- 
längert sich senkrecht zur letzteren fast bis zur Bauchmitte. 
Afterklappe, Nachschieber und erstes Segment rostbraun ange- 
flogen. Kopf kastanienbraun. Da die Thiere erkrankten, brachte 
ich sie nicht zur Verwandlung. 

Die Falter von Simpeln. theilweise auch die von Zermatt. 
sind etwas weniger gelb bestäubt, besonders verlieren etwas ge- 
flogene Stücke die gelben Schuppen. Frey nennt nach Rätzer 
diese Form ab. primordiata: der Unterschied ist bei ganz reinen 
Stücken nicht sehr bedeutend und es finden sich alle Zwischenstufen. 

Cid. cyanata Hb. Die an Arabis alpina lebende Raupe 
wurde von Herrn de Rougemont bei Dombresson entdeckt und 
an Milliere geschickt, der sie nicht sehr gut Ann. Soc. Linn. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


239 


Lyon 1882 pl. III, 9--10 abbildet. Auch ich erhielt sie von 
Herrn de Rougemont und fand sie später bei Zermatt. "ie ist 
wiederum der flavieinctata sehr ähnlich geformt und gezeichnet, 
doch sind die meisten fast einfarbig graugrün und nur bei dunk- 
leren, besonders jüngeren Exemplaren treten die Zeichnungen 
deutlicher hervor. Auch die Puppe ist ähnlich geformt, aber 
von mattem, elanzlosem Aussehen. Die Walliser Falter haben 
die Binden bald mehr bald weniger dunkel, ebenso wechselt die 
Einmischung des Gelben in der Stärke; die Stücke aus dem Jura 
sind zarter und gleichmäßiger gefärbt mit weniger Gelb. 

Die vier vorbesprochenen Arten bilden mit der gemeinen 
caesiata, deren Zucht aus dem Ei zu Vergleichszwecken ich 
leider versäumte, eine Gruppe eng verwandter Arten; die in 
Staudinger’s Catalog dazwischen gestellte fophaceata Hb. gehört 
dagegen mit nebulata und deren Verwandten zu einer Gruppe, 
deren Raupen vorzugsweise an Galium leben und erwachsen im 
Verwandlungsgespinnst überwintern. 

Cid. nebulata Tr. v. mixtata Stgr. Lepid. Fauna Klein- 
asiens p. 292. Daß diese als besondere Art aufgestellte Form 
doch nur eine dunkle, meist auch schärfer gezeichnete var. der 
nebulata sei, erwies die Zucht aus den Eiern eines Ende Juli 
1893 bei Simpeln gefangenen 9. Durch die Freundlichkeit des 
Herrn May in Wien konnte ich die Raupe der nebulata Tr. 
und der saxicolata Led. vom Schneeberg mit jener vergleichen 
und fand zwischen nebulata und mixtata die genaueste Ueber- 
einstimmung. Stücke von Riffelalp stehen zwischen beiden Formen, 
die Zermatter gehören zu nebulata. 

Cid,. hastata L. Es überraschte mich, statt der bei Simpeln 
sefangenen subhastata Nolck. ein frisches 5 von hastata am 
21. 6. 95 bei Zermatt zu fangen, bei welchem die schwarzen 
Zeichnungen der inneren Flügelhälfte mehr zusammenhängend sind. 

Cid. alpicolaria HS. Die Raupe dieser meines Wissens bisher 
nur im östlichen Alpengebiet an Gentiana lutea und punetata 


gefundenen Art traf ich bei Zermatt in Anzahl an Gentiana 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


240 


purpurea; die Falter weichen nicht ab und variiren überhaupt 
fast gar nicht. 

Cid. calligrapharia HS. Das Vorkommen dieser Art bei 
Zermatt habe ich bereits früher mitgetheilt, seitdem fing ich noch 
ein frisches $ dort am 23. 6. 95 an der Lampe und ein etwas 
seflogenes am 25. 7. 95 am Felsen. 

Cid. aemulata Hb. Ein verflogenes $ saß bei Riffelalp am 
19. 6. 95 am Felsen, die Raupe wird dort wohl auf einer 
Anemone leben. 

Eupithecia pulchellata Stph. v. pyreneata Mab. (digitaliata 
Dietze). Sie kam Mitte Juli 1893 bei Simpeln ans Licht. 

Eupith. togata Hb. Ein frisches 2 klopfte ich am 11. 7. 94 
bei Berisal von einer Fichte. 

Eupith. subiulvata Hw. und ab. oxydata Tr. Beide Formen 
kamen in weiblichen Stücken in der zweiten Hälfte Juli bei 
Simpeln ans Licht; es sind große Exemplare bis zu 22 mm Spann- 
weite, die Flügel sind getreckter, die Färbung ist mehr grau 
statt bräunlich. Zu solchen oxydata pabt die Beschreibung der 
ligusticata Donz. Ann. S. Fr. 1835 p. 431 von Cabanasse, 
Pyren. or., vollkommen; die Abbildung pl. XII Fig. 5 zeigt ein 
mehr rundflügeliges Thier ohne Mittelpunkte, doch beruht dies 
Jedenfalls auf ungenauer Wiedergabe, da im Text die Aehnliehkeit 
mit der spitzflügligen innotata hervorgehoben und das Vorhanden- 
sein der vier Mittelpunkte erwähnt wird. 

Eupith. nanata Hb. Ein großes, verloschen gezeichnetes 2 
kam am 21. 7. 93 bei Simpeln an die Lampe. 

Eupith. graphata Tr. Ich fing noch ein frisches $ dieser 
bereits früher von mir als bei Zermatt vorkommend erwähnten 
Art dort im Findelenthal fast 2000 m hoch am 21. 6. 95. Diese 
Stücke sind weniger stark gezeichnet als die ungarischen. 

Eupith pimpinellata Hb. v. /antoscata Mill. Cat. Lep. Alp. 
marit. II p. 201; Je. III p. 403 pl. 150, Fig. 12. Ein am 
21. 7. 93 bei Simpeln an der Lampe sefangenes S ist schwach 
gezeichnet und von bleich aschgrauer statt bräunlicher Grundfarbe; 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


241 


es stimmt gut Zu Millieres vorerwähnten Angaben und einem von 
ihm selbst erhaltenen 2. Auch bei Zermatt glaube ich diese 
Form bemerkt zu haben, doch entkam mir das Exemplar. 

Eupith. silenata Stfs. Die Raupe dieser für die Schweiz 
neuen Art fand Herr de Rougemont bei Dombresson an Silene 
Inflata. Ein mir zur: Ansicht mitgetheiltes Stück ist etwäs matter 
als österreichische, es hatte sich noch im selben Jahre entwickelt, 
während die andern Puppen überwinterten. Im Wallis scheint 
diese Art zu fehlen, da ich aus der oft und massenhaft ein- 
setragenen Nahrungspflanze nie die Raupe erhielt. 

Eupith. sobrinata Hb. v. graeseriata Frey, Mitth. Schweiz. 
ent. Ges. 1882 (1. Oktober) p. 361; latoniata Mill. Ann. Soc. 
Linn. Lyon. 1882 p. 13 (Sep.) pl. II Fig. 10. Welcher dieser 
Namen der ältere ist, vermag ich nicht zu beurtheilen, beide be- 
zeichnen die große dunkelgraue statt bräunliche Form, welche in 
den Alpen weit verbreitet zu sein scheint. Die Raupe fand ich 
bei Zermatt an Juniperus communis, gleich der der Stammart sehr 
veränderlich; der Falter flog von Ende Juli bis spät in den August. 

Zum Schluß zäble ich noch kurz diejenigen Arten auf, welche 
ich, abgesehen von bereits aufgeführten, dem von Wackerzapp 
Stett. ent. Zeit. 1890 p. 215 gegebenen Verzeichniß der Macro- 
lepidopteren der Südseite des Simplon hinzufügen kann und zwar, 
soweit nichts anderes angegeben, bei Simpeln gefangen: 

Pier. rapae L.; Aporia crataegi L.; Colias edusa L.; Ereb. 
ceto ab. obscura Rätz.; Ereb. Christi Rätz.; Sat. hermione L. 
(Val Vedro); Nemeoph. plantaginis L. ab. hospita Schiff.; Agrot. 
candelarum Ster.: Agr. alpestris B.; Agr. grisescens Tr., Had. 
rurea F.;, Had. zeta Tr. v. perni«e H-G.; Had. strigilis Cl. und 
ab. /atruncula Lane.; Polia rufocineta H-G. (Val Vedro); Acid. 
humiliata Hfn. und asellaria H-S.,. beide im Val Vedro; Boa. 
crepuscularia Hb.. R. im Laquinthal an Lärchen; Boa. glabraria 
Hb.; Minoa murinata Se. v. cinereala Stgr.; Cid. frustata Tr. 
ab. fulvocinctata Rbr.; Cid. sordidata F. ab. fuscoundata Don. ; 


Eupith. cynensata Grasl. — magnata Mill. (Laquinthul). 


zrrnnnnnnannnnn 


Stelt, entomol. Zeit, 1896, : 16 


242 


Neue Orthopteren aus dem {ropischen Afrika. 
Von 
Dr. F. Karsch, Berlin. 

Nachfolgende Beschreibungen von 125 anscheinend neuen 
äthiopischen Orthopteren sind innerhalb der letzten zwei Jahre 
selesentlich entworfen worden und daher in Form und Umfang 
sehr ungleich ausgefallen. Die beiden auf je ein mir zur Zeit 
nicht mehr vorliesendes Exemplar begründeten Beschreibungen 
der Phaneropteriden Epiphlebus crypterius (Nummer 90) 
und Harposcepa lobulipennis (Nummer 94) lagern schon länger 
in meiner Mappe; ich veröffentliche sie bei dieser Gelegenheit, 
nachdem ich ihre Publikation von Seiten des Herrn Dr. Corti 
vergeblich erwartet habe; die T'ypen erhielt ich vor Jahren zur 
Ansicht von Herrn Professor Pietro Pavesi in Padua. Das 
einzige Exemplar der durch ihre Fühlerbildung ausgezeichneten 
Caloptenide Allotriusia eurycera (Nummer 69) ist Eigenthum 
des städtischen Museums in Stettin. Die Typen zu allen 
übrigen im Folgenden beschriebenen Arten befinden sich 
in der zoologischen Sammlung des Museums für Natur- 
kunde zu Berlin, Invalidenstraße 43, deren Direktion die hier 
verwendeten Zinkätzungen nach den Prillwitz’schen Vorlagen 


hat herstellen lassen. 


Berlin, den 16. Oktober 1896. 


Stett, entomöl, Zeit, 1896, 


243 


Blattodena. 
Panchloridae. 
Phenacisma n. g. 

Caput ad partem deteetum, superne planum, margine antico 
truncato acutiusceulo. Oculi late distantes. Pronotum latissimum, 
fere duplo latius quam longius, margine apicali late rotundato, 
angulis lateralibus acute produetis, margmnme basali in medio obtuse 
angulato. Metatarsus posticus inferne per totam longitudinem 
seriebus duabus spinularum dense positarum nec non pulvillo 
minuto apieali instructus. Elytra reticulatim venosa, dense et 


4 


grosse impresso-punctata, lata, apicem versus valde angustata, 
apice acutius rotundato. Alae rudimentariae. Lamina supraanalıs 
in medio margine postico haud emarginata. 3, 8. 

Genus alis in utroque sexu valde abbreviatis inter omnia 


excellens. 
1. Phenacisma peltata n. sp. 

Superne testaceo-flavescens, inferne infuscata vel nigra, 
nitida, capite fusco, pronoto angustissime nigro-limbato, disco 
macula magna irregulari pluriinterrupta nigra notato, elytris basi 
nigro-punctatis et stria media longitudinali in diseum plus minus 
longe extensa nigra nee non margine basali interno latius infus- 
cato, abdominis dorso plus minus infuscato, pedibus infuscatis 
vel nigris. &, 2. 

Long. corporis $ 24, 2 26,5, pronoti S 9, 2 9,5, latitudo 
prononti $ 14,5, 2 159.5, loneitudo elytri $ 21, 2 23, alae 
& 4,5. 2.6,5 mill. 

Habitat: Africa orientalis, Mombassa (J. M. Hildebrandt). 


Mantodea. 

Harpagidae. 

Panurgica n. @. 
Vertex conoideo-productus, cono brevi, dentiformi, integro; 
elypeus frontalis eoncaviusculus, margine supero emarginato, 


utrinque dentieulo valido instructo; oculi globosi. Pronotum breve, 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 16* 


2344 


coxis antieis multo brevius, parum ante medium latissimum, änz 
terius sensim angustatum margine antico rotundato, basi subito 
angustata, disco valde convexo in parte apieali marginibus 
lateralibus anguste depressis subcompresso. Pedes breves; femora 
antica sat dilatata, spinis discoidalibus quatuor armata; tibiae 
anticae inferne in margine exteriore spinis curvatis cumbentibus 
12—13 armatae; femora posteriora inferne apicem versus lobata; 
tibiae posteriores ante apicem subito paullo constrietae vel potius 
pone medium distinete tumidulae. Elytra et alae maris longa, 
abdomen longe superantia. feminae valde abbreviata, apicem ab- 
dominis subattingentia. Abdomen maris angustum, elongatum, 
feminae breve et valde dilatatum. 3, 8. 

In multis eum Otomantide Bol. conveniens, sed oculis haud 
conoideis,. femoribus antieis multo minus dilatatis et aliis valde 


divergens et magis ad Pachymantinos adpropinquans. 


2. Panurgica duplex n. sp. 


3: Flavescente testaceus, fusco variegatus, pedibus fusco-annu- 
latis, elytris hyalinis, virescentibus, basin versus maculis duabus 
parvis rotundatis discalibus ad venam radialem positis nec non 
umbra obliqua subtransversa discali paullo ante medium posita 
fuseis, alis hyalinis, virescentibus, apice anguste fusco-marginato. 

2: In mortuis fusca, pedibus flavescente testaceis, fusco- 
annulatis, elytris pallidis, maculis duabus maenis ad venam 
radialem rotundatis et posterius ad marginem posticum elytri 
sensim dilatatis, macula altera ante, altera pone medium elytri 
posita, signatis, alis hyalinis, flavescentibus, irregulariter fusco- 
tessellatis, venis transversis ad partem albido-eireumdatis, area 
humerali apice fusco-marginato. 

Long. corporis & 29, 2 23, pronoti I, 2 6, coxae anticae 
3 fere 8, 2 8, elytri $ 27, 2 fere 15, alae £ fere 25, 9 14 mill. 

Elytra maris lata, apice rotundata, feminae oblique sub- 
truncata; area humerali alarum maris apice rotundata, feminae 
late truncata. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


245 


Habitat: Africa oceidentalis,. Togo, Bismarekburg (Dr. Richard 
Büttner et Leopold Conradt). 


Phasmoden. 
Baeteriidae. 
3. Palophus hippotaurus n. sp. 

Palopho reyt (Grandidier) finitimus et valde similis, differt 
alarum quarta parte basali usque ad tertiam partem apicalem 
marginis postieci vitrinis, haud fusco-tessellatis (alae in mare 
indescripto Palophi centauri Westw. omnino vitrinae sunt). S. 

Long. corporis 176, processus capitis 7,2, pronoti 7, meso- 
noti 26, metanoti una cum segmento mediano 26, femoris antiei 54, 
femoris intermedii 39, femoris postiei 51, tibiae anticae 59, 
tibiae intermediae 42, tibiae postieae cireiter 58 mill. 

Vertex et pronotum spinis brevioribus reetis rigidis acutis 
nee non spinis flexibilibus longioribus vestita. Processus inter- 
oeularis capitis lonous, acute lobato-dentatus. Femora posteriora 
subreeta. Tibiae omnes superne ante et pone medium lamina 
basin versus rotundata, apicem versus articuli biemarginata et 
dente medio acuto armata instructae. Tarsi longi, articulo basali 
tarsorum posticorum pronoto aeque longo, tarsorum anticorum 
articulo basali superne lamimatim valde dilatato, margine supero 
rotundato, medio subangulato. Alae in quiete medium segmenti 
sexti abdominis attingentes. 

Habitat: Africa orientalis, Buloa prope Tanga, 1 5 
(P. Lücker). 

An forsan varietas excelsior Palophi reyi (Grandidier sub 


Ischnopeda), cui valde affinis? 


Acridodea. 
Pneumoridae. 
4. Cystocoelia absidata n. sp. 
Tota laete flavescenti-viridis, acie carinae dorsalis mediae 
pronoti fusca, elytris ad costam macula basali majore nigra 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


346 


signatis, antennis dimidia parte apicali infuscata, | sranulis frontis 
pronotique flavis. 3. : 

Long. corp. eirciter 74, pronoti 38, elytri cireiter 66, 
femoris postici 17 mill. 

Frons lata, plana, granulis sparsa. Pronotum parte antica 
lobi postiei plicae instar antrorsum producta, majorem partem 
dorsi lobi antice tegente, hujus parte apicali transversim bisulcata, 
declivi, sparse granulosa, apice rotundato, carina media dorsali 
longitudinali e granulis seriatis composita instructa, deteeta, parte 
basali antice rotundata, postice acutangulariter longe producta, 
carina compressa percurrente cristaeformi, utringue carina curvata 
humerali e serie granularum densissime positarum composita in- 
structa, dorso juxta carinam mediam utrinque apice exceptio 
plano, disco nee non lobis deflexis pronoti carinulis sranulas 
sparsas ferentibus irregularibus, retem formantibus, instructis. 

Habitat: Africa orientalis, Mpwapwa, 19. VI. 1890 
(Dr. Franz Stuhlmann). 


Mastacidae. 
9. Penichrotes brevivalvatus n. sp. 

Flavescente testaceus, subunicolor, spinis pedum posticorum 
apice nec non denticulis valvularum genitalium nieris. 9. 

Long. corp. 18,7. vertieis 3, pronoti 3. femoris postici 
12 mill. 

Corpus glabrum. Caput valde exsertum, vertice pronoto 
aeque longo, ascendente, planiusculo, inter oculos lato, apice 
bifido, in fastieium frontis acutangulariter contiguo. Frons valde 
reelinata, costa frontali ubique subaeque lata. inter antennas 
minime ampliata, sulco percurrente instructa. Pronotum tecti- 
forme, lateribus margine postico sinuato, angulo postico producto. 
Femorum posticorum carinae dorsales omnes apicem versus 
dentieulatae. Valvulae genitales breves, apice in dentem pro- 
ductae, curvatae, superiores superne, inferiores inferne denticulatae. 


Habitat: Africa orientalis, Kakoma (Dr. Richard Böhm). 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


247 


Von Penichrotes nudus schon durch die kurzen, bei nudus 
geraden und sehr (fast 4 mill.) langen Valven der Legescheide 
verschieden; diese sind bei P. nudus so lang wie das Pronotum, 
bei der vorliegenden, früher von mir mit nudus vereinigten, neuen 


Art weit kürzer als das Pronotum. 


Cymatopsygma n. 2. 

Fastigium capitis acute produetum. Costa frontalis angusta, 
tota suleata. Pronotum paullo eompressum, dorso medio carina- 
tum, basi rotundatum. Elytra explicata, longa, femora postica 
superantia. Alae magnae, Mastacidarum typicae. Pedes graciles, 
eompressi, femoribus antiecis margine inferiore interno mutico, 
postieis carina dorsali media grosse serrato-dentata, interna et 
externa sublaevibus; tibiae posticae curvatae, superne sulcatae 
et fere usque ad basin spinosae; tarsorum artieulus primus superne 
suleatus, laevis. 

Penichrotidi finitimum genus, elytris alisque bene explicatis, 


margine basali dorsi. pronoti haud emarginato inter alia divergens, 


6. Oymatopsygma flabelliferum n. sp. Fig. 1. 

Flavo-testaceum, fronte genisque infus- 
catis, alis subflavicantibus, margine externo 
anguste fusco-limbato, spinis pedum posti- 
corum apice nee non mareginibus denticulatis 
valvularum senitalium nigris. 9. 

Long. corp. 26,5, pronoti 5, elytris 6,8, 
femoris postiei eireiter 15 mill. 

Fastigium vertieis marginibus callosis 


instructum. Costa frontalis suleo pereurrente 


instructa, infra antennas parum dilatata. 


Ar . Pronotum ruguloso-punctatum, dorso carına 
Cymatopsygma flabelli- ; 
ferum. media callosa instructum. Elytra angusta, 


dense et crasse venosa. Alae latae, flabelliformes. Femora postica 
carina superomedia apice spinosa spinis longe distantibus novem 


Stett. entomol, Zeit, 1396, E 


248 


validis armata. Tibiae posticae superne in margine exteriore 
spinis 14 vel 15, in margine interiore spinis 13 vel 14 armatae, 

Habitat: Africa orientalis, Tanga-—-Magila, initio V. 1893 
(Oscar Neumann). 

7. Thericles gnu n. sp. 

Olivaceo-viridis, fronte pedibusque viridi-nigris, genis totis 
flavis, nitidissimis; antennis? — 9. 

Long. eorp. 21, pronoti 3, femoris postiei 10,8 mill. 

Corpus compressum, ruguloso-subpunetatum. Vertex leviter 
ascendens, fastigio leviter declivi, suleato, leviter promimulo; frons 
paullo reclinata, costa frontali angustissima, suleo percurrente 
instrueta. Femora postica carinis dorsalibus intermedia nec non 
externa serrato-dentatis, carina interna . minutissime subserrulata; 
tibiae posticae superne sulcatae, fere usque ad basin spinosae, in 
margine exteriore spinis 15. in margine interiore spinis 14 
armatae. 

Habitat: Africa orientalis centralis, Ru Nsororo, 2000 m; 
8. VI. 1893 (Dr. Franz Stuhlmann). 


8. Thericles vacca n. sp. 

' 'Tota pallide flava, maculis punetiformibus nigris nitidissimis 
yuinque in utraque carina laterali interoeulari vertieis, maeulis 
punetiformibus dorsalibus lineam transversam formantibus segmen- 
torum quinque posticorum abdominis utrinque cireiter tribus, 
apice nee non dentieulis valvularum genitalium, spinis: pedum 
postieorum margine superiore arcus genicularis femorum posticorum 
nec non sulco ventrali tiblarum posticarum in fundo nigris. 9. 

Long. corp. 20,5, verticis 2, pronoti 3. femoris postiei 
11.3 mill. 

Caput haud exsertum, vertice Pronoto breviore inter oculos 
triearinato, carinis lateralibus posterius divergentibus; fastigium 
verticis ante oculos paullo prominulum et arcuatim in basin 
fastigii frontis transiens; frons reelinata, eosta frontali suleo per- 


Stett,. entomo!, Zeit, 1896, 


249 


eurrente instructa, ubique subaeque lata, inter antennas parum 
ampliata. Vertex obsolete rugulosus, pronotum distincte rugulosum, 
abdomen transverse substriolatum. Valvulae genitales breves, in 
dentem acutum terminatae, superiores superne in margine exteriore 
dentieulis 5 vel 6, in margine interiore dentieulis 2, inferne in 
margine exteriore dentieulis 2 armatae. Femorum postieorum 
carina dorsalis intermedia dentieulis 7 validis armata, earinis 
lateralibus subserrulatis. 


Habitat: Africa oceidentalis, Huilla-Humpata. 


Truxalidae 
Glyphoclonus n. 2. 

‚Caput pronoto longius, vertice horizontali lateribus parallelis 
instructo, fastigio longiore quam latiore, apice late rotundato; 
frons reelinata, costa frontali basin versus valde compressa, 
suleata, ima basi angustissima et sulco destituta. Antennae 
ensiformes, crassae, simplices, ab oculis remotae, longae, basin 
pronoti superantes.. Caput et pronotum rugis longitudinalibus 
eompluribus instructa. Pronotum dorso postice rotundatum, rugis 
loborum lateralium postice ultra marginem dentium instar haud 
prominulis. Tubereulum prosternale nullum. Lobi metasternales 
longi, posterius valde convergentes, postice subeontigui. Elytra 
longiora. femora postiea longe superantia, apicem versus sensim 
acuminata, apice acuto. Alae longae, campo marginali apice 
sat longe produeto, acuminato, eampo plicato basin versus vitta 
transversa semilunari fusca ornato. Pedes tenues, breviuseuli, 
femora postica apicem abdominis haud attingentia, angulo geni- 
culari exteriore in lobum apice rotundatum compressum prominulo. 
angulo interiore rotundato, lobis genieularibus acutis; tibiae postieae 
superne in marsine exteriore spinis 13, in margine interiore 
spinis 15 instructae. 

Genus insigne inter Acridam F., Calamum Sauss. et Amycum 


Stal eolloeandum, 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


9. Glyphoclonus miripennis n. sp. 
Fig. 2. 

Canescens, alarım vitta transversa 
falcata ante medium posita nigricante. 
Caput, sterna, pedes pilis brevibus 
rigidis coneoloribus sparse vestita. 2. 


Long. corp. 35, antennae 12, 


vertieis cum fastigio 7,7, pronoti 9.3, 
elytri 30, femoris postiei 14 mill. 


Habitat: Africa orientalis, terri- 


eo elsrhoclonae miipennie torium Nyassa, Milangi (Brown). 
10. Amyeus achromopterus n». sp. 

Fusco-testaceus. lobis lateralibus pronoti,. sternis, pleuris. 
abdomine pallidis, femoribus postieis apice excepto pallidis, nigro- 
punctulatis, alis vitrinis, margine antico fusco nee non parte 
dimidia apicali infuscata. 3. 

Long. corporis 20,5, pronoti 3,8, elytri 15,5, femoris postiei 
11.4 mill. 

Antennae quam in speciebus (vel varietatibus?) wanthoptero 
atque rhodioptero tal distinete graciliores, angustiores atque 
lonsiores, parte depressa basali artieulis sex composita haud 
serrata, id est, articulo nullo in margine posteriore (exteriore) in 
dentem apiealem producto, parte apicali articulis septem, articulo 
ultimo elongato, composita. 2 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa, Milanji (Brown). 


Amphieremna n. 2. 

Vertex rugulosus, dorsum pronoti nec glabrum nee longi- 
tudinaliter strigosum, rugulis subeonfluentibus lineas inter carinas 
laterales et carinam mediam binas longitudinales effieientibus in- 
struetum. Anguli genieulares femorum posticorum producti, crassi, 
compressi, apice obtusi, angulo interiore angulo exteriore paullo 
longiore et erassiore. Genus valde insigne, inter Amycum Stäl et 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


9541 


Machaeridiam Stal locandum, ab ambobus praesertim area discoi- 
dali alarum in utroque sexu dilatata et venis transversis reeula- 


ribus parallelis fenestrata differens. 


11. Amphieremna scalata n. sp. Fig. 3 (2). 
Tota pallide testacea. Antennae ensi- 


formes, serratae, pronoftum haud superantes, 


Elytra angusta, apice acuminata, apicem 


femorum superantia. Femora postica apicem 


Ss 


ee 


abdominis in mare attingentia, in femina haud 


„ger 


rs 


attingentia. 3. 98. 
Long. corp. S 22—26, 2 36, pronoti 
344,2, 9 5,7, elytri & 18-20, 9 36—27,3, 
femoris postiei $ 13—13,5, 2 17—18 mill. 
ne alas Habitat: Africa oceidentalis, Banana 
(Dr. Studer); Chinchoxo (Dr. Falkenstein); Togo, Misahöhe 
„28. März, 14. April, 30. April 1894* („Amycus rhodiopterus“ 


Ernst Baumann in litt.). 
12. Odontomelus fullonius n. sp. Fig. 4. 


Graeilis, fusco-testaceus, unicolor. An- 


tennarum pars dimidia proximalis latius dila- 


N tata, depressa. Pronoti carinae laterales dor- 
I sales obsoletae, grossius punctatae. Elytra 
| Ba rudimentaria, lateralia, apicem segmenti 
IE|| seeundi abdominis vix superantia. Femora 


=), 


en 


postica abdomen paullo superantia, angulo 


Far 


—— 


geniculari interiore acutangulariter producto, 
lobis genieularibus acuminatis. 2. 
Long. eorp. 40, pronoti 7,1, elytri 5,8, 
femoris postici 24 mill. 
Habitat: Africa oceidentalis, Chinehoxo 
(Dr. Falkenstein), 


Fig, 4. 
Odontomelus fullonius. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


13. Duronia insipida n. sp. 

Flavo-viridis, capite pone oculos linea longitudinali fusca 
sienato, lobis lateralibus pronoti ad carinam lateralem dorsi infus- 
catis, elytris Havo-viridibus, subhyalinis, maculis fuseis ex parte 
subevanescentibus signatis, alis apicem versus late infuscatis, 
margine antico anguste fusco, femoribus postieis apice subinfus- 
catis, tibiis postieis inferne in parte dimidia apicali fuseis, spinis 
tibiarum posticarum apice nieris. Q. 

Long. corporis 17,2, pronoti 3,9, elytri 13, femoris postiei 
10,7, latitudo pronoti 2 mill. 

Statura parva, crassior. Vertex tumidulus, fastigio impresso, 
carina carente. Antennae depressae, parte tertia basalı latiuseula. 
P’ronotum latum, dorso carinis tribus distinetissimis instructo, 
carinis lateralibus in parte apicali reetis, parallelis, pone suleum 
transversum posticum (typiecum) rectis, posterius distinete paullo 
divergentibus. Elytra apicem abdominis paullo superantia, apicem 
femorum posticorum haud attingentia, area marginali prope .basin 
subito valde ampliata. = 

Habitat: Africa orientalis centralis, Insula Sesse, 11. XII. 1892 
(Dr. Franz Stuhlmann). 


14. Duronia duria n. sp. 

Viridi-flava, antennis fuscis. capite pone oculos vita lata 
per Jatera pronoti usque ad apicem elytrorum ducta fusca, 
iemorum posticorum apice, tibiarum postiecarum basi nee non 
spinis tiblarum posticarum apice nigris, campo anali elytrorum 
viridi-favo. alis parte tertia apieali fusco-nebulosa, basi albida 
opaca. ©. 

Long. eorporis 13. pronoti 2.8, elytri 11,7, femoris postiei 
fere 10, latitudo pronoti eireiter 1,3 mill. 

Statura parva, gracilis. Vertex tumidulus, fastigio impresso, 
carina carente. Antennae depressiusculae, parte teriia basalı 
Iatinseula. Pronotum angustum, dorso carinis tribus distmetissimis 
perduetis instrueto, earinis lateralibus in parte apieali rectis, sub- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


2583 


parallelis, in parte basalı subreetis, posterius parum divergentibus. 
Elytra abdomen longius superantia, apiceem femorum posticorum 
subsuperantia. 

Habitat: Karewia, 6. VI. 1891 (Dr. Franz Stuhlmann). 

Exemplum alterum (3) e Camerun, Yaunde (G. Zenker), 
ad eandem speciem jam nune refero: 

Long. corporis 16, pronoti 3, elytri 14, femoris postici 
11 mill. 


Lobopoma n. g. 

Antennae late ensiformes. Vertex pronoto brevior, parte 
apieali pronoti attamen paullo longior. Pronotum dorso planius- 
culum, carinis tribus percurrentibus subparallelis instruectum, carina 
media suleo typico (postico) solo intersecto, hoc sulco longe pone 
medium pronoti posito, lobo basali igitur lobo apicali multo 
breviore, margine postico medio rotundato et utringue paullo 
emarginato; lobi laterales pronoti margine infero recto, angulo 
postico acuto. Elytra sat lata, abbre- 
viata, pronoto paullo loneiora, basin et 
apicem versus angustata, apice ! sub- 
acuminato.  Pedes graciles; femora 
postica longa, apicem abdominis in femina, 


haud vel vix attingentia. 2. 


15. Lobopoma ambages n. sp. Fig. 5. 
Laete viridis, pronoto concolore, 
tibiis subroseis, spinis tibiarum posticarum 
apice nigris, elytrorum venis fuscis, mar- 
sine antico toto late flavo, alis rubris. 
marsme antico nigro. 9. 
Long. corporis 45, pronoti 8,9. 


elytri 11,5, femoris postici 23 mill. 


Habitat: Afriea orientalis. Sansıbar 


Fig, 5, A h 
Lobopoma ambages. (@E M. Hildebrandt). 


Steit, entomol, Zeit, 1896, 


16. Paracinema luculenta n.sp. Fie. 6. 


Obseure flavo - viridis, pronoto 


unieolore insigris, femoribus posticis 


intus nee non genubus totis fuseis (2) 


>> 


vel nigris (8), tibiis postieis sub- 


u Mn 


N 


sanguineis, basi fusca vel nisra ($). 


er — See 
Ben 

= ee | 

GL 


: — 


spinis albidis, apice nigris. &S, 9. 


ZeEmee 
= 


Long. corporis $ 19—22, © 35, 
pronoi’g 44,8, 2 7, eytn & 
17,5»—21, 2 29, femoris postiei & 
12-—15, 2 20,5 mill. 

Habitat: Afriea oceidentalis, Togo. 


Misahöhe (Ernst Baumann). 


Die Gattung Paracinema Fisch. 

Fig. 6. 
Paracinema luculenta ° 
Vertreter auf, P. tricolor (Thunb.); mit dieser Art stimmt die 


weist bis jetzt nur einen afrikanischen 


vorliegende vielfach überein, weicht aber sehon durch den Mangel 
der dunklen Seitenbinden des Pronotumrückens auffallend ab. 
Die Fühler erreichen beim 5 fast das Ende der Mittelschenkel, . 
beim 2 dagegen kaum das Hinterende des Pronotums. Auf dem 
Pronotumrücken ist der für die Gattung Paracinema Fisch. so 
charakteristische, nach einwärts gerückte, aber schon an der 
vordersten Querfurche abgebrochene apicale beiderseitige Längs- 
kiel auch hier sehr deutlich, erlischt jedoch bereits eine Strecke 
vor der vordersten Querfurche; die Querfurchen und auch. die 
typische hinterste Querfurche sind viel tiefer eingegraben als bei 
P. tricolor, und der basale Theil des Rückens hinter der hintersten 
Querfurche zeigt sich grob und ziemlich dieht punktirt. Die 
Deekflügel weisen den gleichen Verlauf der vena intercalata wie 
bei P. tricolor, doch sind sie etwas kürzer und überragen die 
Hinterschenkel nur wenig, bei P. tricolor um 6, bei P. luculenta 
nur um 2 mill. Herr Baumann erbeutete die sechs vorliegen- 


den Männchen am 5. März und am 8.. 19. und 30. April 1894. 


Siett. entomol, Zeit, 1896, 


Acteana n. @. 
Öenocero Bol. valde simile genus, differt ab illo lobis meta- 
sternalibus (2) sat late disjunetis, carinis lateralibus dorsi pronoti 
distinetis, sinuatis, extus apertis. nee non elytris (2) lobiformibus, 


lateralibus. angustissimis. 9. 


17. Acteana alazonica n. sp. Fig. 7. 


Fusca, pallidius variegata, ab- 


domine utrimque inferius vitta lata per- 
| eurrente signato. 2. 
Acteana alazonica. 
Long. corporis 19.5. pronoti fere 
4, elytri 2, femoris postiei 10 mill. 

Totum corpus rugoso - punetatum, subopacum. Antennae 
serratae, basi latae, depressae. Frons reelinata, a latere visa inter 
fastigium et ocellum medium distinete longitudinaliter excavata. 
Vertex earina longitudinali subpercurrente, in fastigio subevanescente, 
instruetus. Pronotum paullo subteetiformiter compressum, margine 
antico sulcato, margine postico medio late emarginato, dorso 
carına media percurrente distineta nee non carinis lateralibus 
anterius paullo, posterius valde divergentibus instructo; lobi late- 
rales margine infero parte dimidia anteriore valde sinuata, parte 
dimidia posteriore rotundata. Elytra angustissima, latissime 
disjuncta, quam latiora multo longiora, marginibus subparallelis 
instructa, apiee rotundato, partem dimidiam basalem segmenti 
seeundi abdominis vix superantia. Femora postica crassa, apicem 
abdominis attingentia. 

Habitat: Africa orientalis., Sansibar, 6% mer. (J. M. Hilde- 


brandt). 


18. Chrysochraon levipes n. sp. 
Fuseo- vel flavescente-testaceus, margine infero loborum 
lateralium pronoti in mare late flavicante, tibiis postieis rubris, 


spinis apice nieris. JS, 9. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


Long. eorp. & 12, 2 19, pronoti $ 2,7, 2 3,8, elytri $ 2,7, 
9 3, femoris postiei & 9, 2 11,2 mill. 


Vertex parum convexus, subhorizontalis, fastigio triangulariter 
impresso, in mare longiore quam in femina, marginibus elevatis 
laevigatis instructo. Frons valde reclinata, costa frontali infra 
ocellum marginibus laevigatis callosis late suleata, punetulata. 
Foveolae fastigii laterales, lineam impressam arcuatam formantes. 
Antennae modice longae, pronotum parum (3) vel vix (2) 
superantes. Pronotum breve, rugulosum, dorso subdepresso, mar- 
sine antico subrotundato, margine postico truncato et in medio 
emarginato, carina media laevigata percurrente nee non carinis 
lateralibus eurvatis, ante suleum primum posterius eonvergentibus, 
pone hune suleum divergentibus et pone suleum typieum sub- 
evanescentibus instructo. Elytra in utroque sexu lobiformia., 
lateralia. lata, venis longitudinalibus distinetis instructa, apiee 
interius subacuminata. Pedes breviuseuli; femora postica maris 
abdomen, feminae abdomen haud superantia. Abdomen com- 
pressum, dorso distinete carinatum; segmentum medianum tympano 
latissime aperto. Lamina subgenitalis maris brevis, rotundata. 


Valvulae ovipositoris breves, curvatae. 


Habitat: Africa orientalis, Kilimandjaro. territorium Djagga, 
Madjame 1500 m (T. Paesler). 


Rhaphotittha n. 2. 


Pnorisae Stal simile et affine genus, differt inter alia: 
vertice inter oculos angustiore, fastigio subacuminato, foveolis 
fastigii lateralibus, haud superis, carina frontali angustiore, mar- 
ginibus callosis distinete sulcata, basi compressa et  suleo 
destituta, antennis longioribus, pronotum superantibus, femoribus 
posticis minus altis. A senere Dnopherula K. Rhaphotittha 
differt praeeipue costa frontali marginibus callosis suleata, ab 


Ogmothela K. elytri area scapulari dilatata. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


85 
SOC 
) 


19. Rhaphotittha levis u. sp. 
Pallide testacea, vitta lata pone oculos 


ineipiente, per latera pronoti eontinuata et 


ad coxas posticas dueta nigra nitida, femoribus 


— nn 


postieis in areis internomedia et superointerna 


Fr 


IE 


maculis nigris nonnullis ornatis, oeniculis 


Er 


femorum  posticorum totis nee non ima basi 
tiblarum posticarum nigris, elytris hyalinis, 
parte tertia basali flavescente, parte quarta 
apicalı infuscata, venis plurimis partis interno- 


Fig. S. 


Pnorisa tricarinata sc. Mediae pellueidae fuseis vel fusco-variegatis, 


alis hyalinis, apice late infuscato. 8. 

Long. corp. 16, pronoti 3,6, elytri 12,9. femoris postiei 
10 mill. 

Vertex inter oculos angustus, carinatus, fastieio horizontali, 
concaviusceulo, apice acummato; costa frontalis basi angustissima, 
dehine marginibus callosis parallelis late subplane sulcata et 
punetata.  Pronotum dorso subeonvexum, punetatum, margine 
basali rotundato, carina media distineta suleo typieo solo inter- 
secta instruetum. carinis lateralibus distinetis, ad carınam mediam 
paullo appropingquatis, pereurrentibus et inter sulecos duos anteriores 
interruptis, partibus carinarum lateralium anterioribus anterius et 
posterius distinete convergentibus, partibus posterioribus posterius 
divergentibus, lobis deflexis subruguloso-punctatis. Lobi meso- 
sternales latius distantes. lobi metasternales sutura reeta contigui. 
Elytra femora postica parum superantia, area mediastina medio 
parum rotundatim dilatata, area scapulari ampliata et venis 
obliquis parallelis instrueta. Tibiae posticae superne in margine 
exteriore spinis 12, in margine interiore praeter spmam apicalem 
spinis 10 armatae. 

Habitat: Africa merid. orient.. Delagoabai (Rosa Monteiro). 

20. Rhaphotittha subtilis n. sp. 
> Praecedenti simillima, attamen minor, vitta postoculari nigra 
latiore, elytris alisque paullo abbreviatis apieem femorum posti- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 1.7 


[S% 
OT 
2 


corum haud: attingentibus sat late sejuneta.  Testacea. villa 
latissima plus minus testaceo - variegata, oculorum marginem 
posticum totum oceupante per latera pronoti continuata niera, 
elytris pellueidis, parte dimidia interiore flayicante, parte dimidia 
exteriore hyalina venis plurimis fuseis vel fusco-maeulatis, alis 
apice infumatis, pedibus fusco-variegatis, arcubus veniculorum 
posticorum nigris, basi tibiarum nigro-macnlata, tibiis postieis 
fusco-subvariegatis, apicem versus infuseatis, spinis tibiarım 
postiearum apice nigris. 3, 9. 

Long. eorporis & 12, 2 19,5, pronoti $ 3, 2 eireiter 4, 
elyin 9 8, 2 10, femoris postiei 8 8, 2 17 milk 

Vertex distinete carinatus, inter oculos sat angustus, fastieio 
horizontali apice subacummato; frons reelinata. costa frontali basi 
angustissima. dehine mareinibus callosis parallelis late sulcata, 
punetata. Pronotum dorso punctulatum, planiuseulum, margine 
basali rotundato, posterius vix ampliatum, carina media nee non 
carinis lateralibus pereurrentibus instruetum., his pone suleum typicum 
basin versus sensim paullo divergentibus; lobi deflexi pronoti 
ruguloso - punctati. Lobi mesosternales latissime «dlistantes, lobi 
inetasternales sutura recta contigu. Elytra paullo abbreviata, 
apicem femorum posticorum haud attingentia, area mediastina 
maris in medio paullo, feminae longe ante medium rotundato- 
(ilatata, area scapulari maris magis, feminae minus amplata et 
venulis obliquis parallelis subeurvatis instructa. Tibiae posticae 
superne in marsine exteriore spinis 9 vel 10. in margine interiore 
praeter spinam apicalem spinis 9 vel 10 armatae. { 


Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


21. Rhaphotittha milanjica n. sp. 

Flavo-testacea, fronte nigro-punetata, capite superne et pone 
oculos, pronoto toto,. limbo mareginis inferi loborum lateralium‘ 
pronoti pallide testaceo excepto. niero. elytris vitreis, tertia parte 
basali fuseis, alis hyalinis. mesosterno vitta arcuata posterius 
aperta et in latera metasterni paullo transiente imeluso, pedibus 


Stetf, entomol, Zeit, 1896, 


259 


anterioribus conecolorfbus, femoribus postieis superne fascia media 
in aream externomediam et internomediam paullo transiente, nee 
non fascia posteriore arcae externomediae latitudinem totam 
oeeupante nigra, geniculis superne fuscis, lobo genieulari basi 
nigrescente, areae externomediae margine superiore niero, area 
inferoexterna a basi ultra medium nigra nitida. 2. 

Long. eorporis ec. 28, pronoti 4,5, elytri 22, femoris postici 
14.2 mill. 

Vertex tricarinatus, inter oculos latus. Pronotum rugoso- 
punctatum, dorso carina media longitudinali distineta instructo, 
marginibus lateralibus dorsi laevigatis, haud carinatis. Lobi meso- 
sternales minus late distantes, lobi metasternales sutura longa 
contigui. 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa, Milanji (Brown). 


Dnopherula n. 2. 

Pnorisae Stal finitimum genus, differt praecipue antennis 
paullo longioribus, saltem in mare pronotum superantibus, parte 
apicali pronoti ad suleos transversos distinete constrieta, carinis 
lateralibus dorsi pronoti in parte apicali inter se magis appropin- 
quatis et anterius manifeste, posterius valde divergentibus, sutura 


loborum metasternalium minus longa. 


22. Dnopherula callosa n. sp. 

Pallide testacea, fusco-marmorata, fronte concolore, vertice 
pronotique dorso fusco-testaceis et nigro-punctato-variegatis, capite 
pone oeculos vitta lata, pronoti lobis lateralibus vitta latissima ad 
marginem dorsi posita, pleuris vitta lata irregulari nigra, sternis 
coneoloribus, pedibus anterioribus nigro-subannulatis, femoribus 
postieis superne fasciis transversis tribus nigris magenis punetogne 
niero inter fasciam basalem atque intermediam posito, genieulis 
superne infuseatis, suleis areae externomediae ex parte in fundo 
nieris aut nigro-punetatis, spinis tibiarum posticarum basi excepta 
nieris, elytris fuseis, area mareinali in medio hyalina, alis apice 


infuseato. &, 2. 


= 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 1 


e 

Long. corporis S 16, 2 23, Don a  e elytri 
3 15, 2 18, femoris postiei $ 11, 2 13 mill. 

Vertex  distinete triearinatus, inter oculos latus. Pronoti 
dorsum carina media longitudinali distineta. carinis lateralibus 
anterius eb posterius valde divergentibus. Lobi laterales pronoti 
inter sulenm transversum intermedimm et marginem posticum eallo 
arenato pallido instructi. Lobi mesosternales late distantes, lobı 
metasternales sutura brevi contigui. 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa. Milanji (Brown). 


Ogmothela n. ®. 

Antennae longae. Vertex carina destitutus, inter oculos 
valde prominulos rotundato-subtriangulares costa frontali distinete 
latior, fastigio horizonlali, eoncaviuseulo, ante oculos prominulo, 
carinis marginalibus parallelis et anterius subeonvergentibus in- 
structo. Frons reclinata, costa frontali punetata, basi et infra 
antennas sat angusta, basi plana, inter antennas paullo ampliata 
et planiuscula, infra antennas marginibus callosis apicem versus 
parum divergentibus sulcata, carinis lateralibus inferius subito 
valde divergentibus. Pronotum breviusculum, dorso planiusceulo et 
medio paullo. eonstrieto, carina media distineta et carinis latera- 
iibus anterius parum, posterius valde divergentibus, per suleos 
{res transversos, sulco typieo in medio posito interruptis instrueto. 
Lobi mesosternales late distantes, lobi metasternales sutura recia 
eontieni. Elytra sat brevia, medium abdominis superantia, area 
scapulari haud ampliata. Pedes sat graciles, femoribus postieis 


valde incrassatis. Femina ignota. 


23. Ogmothela rimulata n. sp. 
Flavescente-testacea, fusco-variegata, capite fuseo-maculato 
et-punctato, pronoto dorso eoncolore vel utrinque ad suleum 
typicum macula fusea notato, lobis deflexis vitta ad dorsum 
posita pereurrente margine inferiore emarginato instructa signatis, 
pedibus fusco-annulatis. genieulis femorum posticorum nigris, 


Stett. entomel. Zeit, 1896, 


1 


tibiis posticis infuscatis basi nigris. annulo prope .basin posito 
pallido instructo, spinis tibiarum apiee nieris. $. 

Long. eorporis 13,5. pronoti 3, elytri 6,2. femoris postiei 
I mill.- 

Elytra medio latissima. dehine apieem versus sensim an- 
gustata, apice rotundata. Femora postiea parte dimidia basali 
valde incrassata, abdomen longe superantia. Tibiae posticae 
superne in margine exteriore spinis 10, in margine interiore 
praeter spinam apicalem spinis 9 vel 10 armatae. Lamina supra- 
analis maris elongata, longitudinaliter profunde et late impressa. 
Cercı maris conici, Jaminae subgenitalis apicem haud attingentes. 


Lamma subgenitalis convexa, haud conice produeta. 


Habitat: Africa orientalis, Mombassa (J. M. Hildebrandt). 


24. Brachyerotaphus büttneri u. sp. 
A) ED 

Fuseo-ferruginea, eapite utrinque sub’ 
oeulis vittam ab antennis incipientenm 
flavescentem, in pronoti Jlateribus infra 
continuatam et ad coxas posticas ductam 
serente, elytris subpellueidis, ad basin 
marginis antici flavescentibus, tibiis posticis 


apice infuscatis,. spinis tibiarum posticarum 


apice mieris. 8,2. 


Fir. 9. 
Brachyerotaphus büttneri. 


Long. corp. JS 25,9, 2 34,5, Pro- 
Note a 4 95.98, elytniz 10,08. 22 2, 
femoris posticiı 5 11,5, 2 14 mill. 

Antennae sat. latae, ensiformes.  Frons valde reclinata. 
Pronotum cearinis lateralibus dorsi totis obliteratis. Lobi meso- 
sternales haud contigui, pone foveolas angustissime remoti, dehine 
valde divergentes. Elytra femora postiea paullo superantia, ab- 
dominis apicem in mare attingentia, in femina haud attingentia. 
Pedes sraciles, tibiae tenues, superne marginibus subacutıs, in 
maroine exteriore et interiore spinis 12 vel 13 armatae, 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


262 


Lamina supraanalis maris brevis, lata, cerei maris apice sursum 
curvati. Lamina subgenitalis euneiformis. 
Habitat: Afriea oceidentalis, Togo, Bismarckburg (Dr. Richard 


Büttner). Misahöhe (Ernst Baumann). 


Fig. 9a. 25. Brachyerotaphus stuhlmanni n. sp. Fiz. Ya. 

Fusco-testaceus, in nigrum vergens. elytris 
subpellueidis, pedibus pallidioribus, spinis tibia- 
rum posticarum apice nigris, margine Supero- 


interno dimidio apicali nigro-Ineato, spinis 


hujus partis totis nigris.  S. 


Fig. 9b. ee OD nn : 98 alvtri eireiter 
Brachycrotaphus Lone. corp. 23, pronoti 9,8. elytri cireiter 


sa. stuhlmanni Ö- 9), femoris postiei 10 mill. 
9b. büttneri H- 

Antennae latissime ensiformes. Pronotum carinis lateralibus 
dorsi totis obliteratis. Lobi mesosternales? Elytra femora nec 
non abdomen longe superantia, lata, area scapulari latissima 
(eireiter 2 mill. lata). Femora postica abdominis apicem sub- 
attingentia. 

Habitat: Africa orientalis centralis. Issango oceident., 2, VI. 
1891 (Dr. Franz Stuhlmann). 

Die Richtigkeit der Annahme, dab Brachyerotaphus stein- 
dachneri Krauss vom Senegal, wie Krauss vermuthete, mit 
Opomala Irysalicera Fischer von Sicilien (Messana) zusammen- 
fällt, erscheint mir nach fortgesetzten Studien höchst zweifelhaft. 
Fischer sagt nichts von der über die Mitte des Scheitels und des 
Pronotumrückens verlaufenden und nach hinten erweiterten gelben 
Binde, welche das 5 von Brachycrotaphus steindachnert besitzt; 
Fischer lag nur das 2 vor; Krauss kannte nur das S. Gewib 
ist aber meine in der Fauna von Adeli (1893) als Ochrilidia 
Iry.calicera (L. H. Fischer) aufgeführte Art weder diese noch der 
als Synonym zu ihr gestellte Brachycrotaphus steindachneri, da 
nach Fischer bei iryxalicera die Deckflügel länger sind als der 
Hinterleib, bei dem 2 der Adeli-Art aber stets kürzer und die 


Stett, estomol, "Zeit, 1896, 


2683 


Deitenkiele des Pronotumrückens bei Fischer’s Art „parum 
distinetis, subobliteratis“ sind, bei der Adeli-Art aber gänz- 
lieh fehlen. Von steindachneri Krauss unterscheidet sich die 
Adeli-Art 1. durch ihre gleich hinter den Grübchen einander nur 
berührenden und alsdann gleich divergierenden Mesosternallappen 
und 2. durch den gänzlichen und zwar constanten Mangel einer 
liehten Mittellängsbinde des Scheitels und Pronotumrückens. Bei 
Brachycrotaphus büttneri ist nun die area scapularis des männ- 
lichen Deekflügels nur 1 mill. breit, bei B. steindachneri dürfte 
sie breiter sein; breiter ist sie auch bei dem $ von B. stuhl- 
manni und zwar hier fast 2 mill. breit. Leider ist das einzige 
Exemplar so unglücklich aufgenadelt worden, dab man die Bil- 
(ung der Mesosternallappen nicht mehr sicher zu erkennen ver- 
mag; aber es überragen bei demselben die Deckflügel ganz 
erheblich die Hinterschenkel und auch weit die Hinterleibsspitze, 
so dab die Wahrscheinlichkeit seiner Identität mit steindachneri 
ausgeschlossen erscheint. zumal auch bei ihm wie bei B. büttneri 
die lIiehte Mittelbinde des Rückens von Kopf und Pronotum 
fehlt, beide vielmelir einfarbig schaalgelb erscheinen. Vom Senegal 
liest mir nur ein einzelnes Brachyerotaphus-2 vor, bei welchem 
die Mesosternallappen eine Strecke verbunden sind und erst gegen 
den Hinterrand diversieren; auch hier fehlt die liehte Rücken- 
binde auf Kopf und Pronotum; sie fehlt auch bei zwei weiblichen 
Exemplaren von der Goldküste (Accra), bei denen die Meso- 
sternallappen wie beim 5. büttneri-2 gestaltet sind; doch sind 
diese Exemplare durch Alkohol geschrumpft und vielleicht ent- 
färbt; über diese 22 wage ich kein Urtheil bezüglich ihrer 
spezifischen Hingehörigkeit. Auf Grund eimes Paares vom Cap 
(der euten Hofinung. welches ich für Ochrilidia brevipes Stal 
(von Damara) halte („spinis tibiarum posticarum extus 10. 
intus 11, bei tryxalicera = libialis viel mehr!) halte ich nun- 
mehr Ochrilidia Stal und Drachyerotaphus Krauss für zwei 
(durchaus verschiedene Genera und Ochrilidia Stal: (mec Krauss) 
für identisch mit Platypterna Fiel, 


Stett. entomol, Zeit, 1596, 


1 (2) Fastigium verticis oculo aeque longum. Pronotum subteres, 
carinis lateralibus dorsi pronoti totis obliteratis. Cerei 
 maris apice incurvi vel sursum direeti. Area scapularis 
elytrorum maris valde, feminae paullo dilatata.  Tibiae 
postieae graciles . . » . ... Brachyerotaphus Krauss. 

2 (1) Fastigium verticis oculo brevius. Pronotum dorso plano, 
carinis lateralibus plus minus bene expressis. Cerci maris 
recti. Area scapularis elytrorum maris parum, feminae haud 
dilatata. Tibiae posticae crassae, breves (Ochrilidia brevipes 


Stal) . . Platypterna Fieb. (Ochrilidia Stal nee Krauss). 


26. Chirista interrupla n. sp. 

Chiristae mancae K. similis, differt: linea media longitudinali 
lata fusea vertieis, limbo latissimo pallido marginis inferi loborum 
lateralium pronoti, posterius dilatato, et pone suleum transversuni 
primum callo pallido nitido areuato diseali terminato. %. 

| Long. eorperis 21, pronoti 3,8, elytri 17, femoris postici 
11.5, tibiae posticae 10 mill. 

Statura quam in Chörista manca brevior: et paullo erassior: 
Pronotum dorso a latere visum subeonvexum, parte apieali mihus 
constricta, carinis lateralibus interruptis inter suleum transversum 
primum et secundum totis obsoletis. 


Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


27. Epacromia sansibara n. sp. & 

Ferrugineo - flava, superne fuseo - marmorata, capite pöne 
oculos vitta per latera pronoti posterius sensim dilatata continuata 
fusca, pallide irrorata, vertice punetis fuseis notato, pedibus an- 
terioribus maculis parvis fuseis sparsis, femoribus postieis superne 
fasciis tribus transversis fuseis pallide mroratis nee non apiee fusco 
et pallidius irrorato, latere interno pallido genieulo atro excepto con- 
colore, tibiis postieis flavidis, basi parteque tertia apicali fuseis et ante 
medium annulo fusco signatis. superne apicem versus in coerules- 
centem vergentibus, elytris hyalinis, a basi ultra medium fuseis 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


265 


minutissime pallide marmoratis, maculis majoribus pallidis nullis 
signatis, campo anali flavescente, alis vitrinis, venis venulisque 
fuseis, basi ipsa albicante opaca. 2. 

Long. corporis fere 23. pronoti 45, elytri 22, femoris 
postiei 15 mill. 

Vertex valde eonvexus, fastigio deelivi, foveolis triquetris, 
planiuseulis, punctatis. Costa frontalis plane suleata. Antennae 
basin pronoti subattingentes. Pronotum superne concaviuseulum. 
ante medium distinete eonstrietum, carina media  pereurrente 
instructum. Elytra vena intercalata a medio ad venam radialem 
sensim magis appropinguata uam ad venam ulnarem. 

Epacromiae tergestinae linitimum. «iffert praecipue vena 
intercalata elytrorum apicem versus ad venam radialem appro- 
pinquante., 


Habitat: Africa orientalis. Usaramo (Dr. Franz Stuhlmann). 


Öedipodidae. 
25. Humbe hyalodes n. sp. 

H. jlavae (L.) simillima et maxime affınis, differt praeeipue 
pronoto distinete longiore, processu basali apice hebetato longius 
produeto, erista dorsi pronoti per sulcum typieum distinete sed 
haud profunde intersecta. Exempli singuli fascia areuata nigra 
alarum anterius valde angustata. vena discoidalis alarum in:angulis 
venularun niero-maculata. 2. 

Long. eorporis 31,5. pronoti 7,5. elytri 29, femoris postiei 
17,9 mill. 


Habitat: Alriea orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


.29. Humbe miniatipennis n. sp. 

Dilute - testacea. minute fusco-maeulata, elytris fusco-sub- 
bilaseiatis, apice subito longiusceule oblique vitrino, alis parte 
dimidia basali miniata extus fascia latiuscula arcuata subsemi- 
eirculari nigra terminata, parte apicali vitrina, femoribus postieis 
latere interno fere toto violaceo-atro. earinis areae externae nigro- 


Stett, entomol, Zeit, 1806, 


266 


punctatis, tibiis postieis superne violaceis, prope basin pallide 
subannulatis, spinis tibiarum posticarum apice nieris. 9. 

Long. corporis 33, pronoti 9, elytri 32,5, femoris postici 
19 mill. 

Caput validissimum; frons granosa; costa frontalis lata, 
superius ad ocellum inter insertiones antennarum subito dilatata. 
in fastigium vertieis sensim transiens; vertex valde convexus, 
fastigio letissimo, declivi, ruguloso, scutellum nullum formante. 
Pronotum validissimum, granoso-rugosum, antice posticeque rotun- 
(lato-angulatum, mareine antico erosulo, crista dorsali arcuata. 
paullo ante marginem basalem earinam formante subito depressa, 
acie per sulcum typicum distinete sed haud profunde intersecta, 
lobo basali dorsi carinis lateralibus posterius divergentibus instructo, 
lobis lateralibus uno cum dimidio altioribus quam longioribus, mar- 
sine infero rotundato. Klytra medium tibiarum  posticarum 
superantia, opaca, antice fere usque ad apieem densissime reli- 
culata, parte vitrea laxe retieulata eireiter tertiam partem apiealem 
marginis postiei occupante, area furcae ulnaris basi valde dilatata. 
coriacea, retieulata. Femora postica valida, basi valde incrassata, 
carina dorsali arcuata, serrulata, carına ventrali lamelları sub- 
undulata. pone medium subito humiliata. Tibiae postieae superne 
in margine interiore spinis 10, in margine exteriore spinis 9-10 
armatae. 


Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


Heeostibus n. 2. Thrineinarum. 

Crassus, attamen subgracilis, paullo eompressus, pedibus, 
praesertim tibis postieis, dense villosis. Caput validum, vertice 
convexo, ad oculos valde declivi. inter oculos oblongos latissimo, 
fastigio vertieis cum fastieio frontis confuso et elypeum frontale 
latum anterius late marginatum formante, fronte humili, latissima, 
plana. eosta frontali brevissima, sulcata. marginibus callosis inferius 
extrorsum vergentibus, vel percurrentibus, vel interruptis instructa. 
Antennae tenues, filiformes,. sat breves, basin pronoti saltem haud 


Stett, entomol, Zeit, 1886, 


superantes, inter se plus duplo longius quam ab oculis remotae, 
infra ocellum lateralem in fovea inter carinam lateralem et mar- 
ginem sinuafam lateralem elypei frontalis posita insertae. Pro- 
notum breve, parum compressum, suleis transversis profundis 
instruetum, dorso tune glabro, tunc prozona carina cristaeformi 
humtliore instructa, mesozona atque metazona obsolete subcarinatis. 
margine basali truncato, margine apicali late sinuato et utrinque 
subdentato. Prosternum tumore plano instructum. Lobi meso- 
sternales late distantes, lobi metasternales sutura sat longa contieni. 
Pedes sat graciles, compressi, dense villosi; femora postica ab- 
dominis apicem haud attingentia, carinis haud laminatis instrueta ; 
tibiae posticae interdum superne plus quam tertia parte basali 
inermes, in margine exteriore spinis 6 vel 7. spina apicali nulla. 
in margine interiore praeter spinam apicalem spinis 8 vel 9 
arımatae, spinis sat brevibus,. externis internis paullo breviorıbus; 
tarsi postici loneissimi, articulis subaeque longis compositi. Ab- 
domen subeompressum, dorso tune glabro, tunc carina percurrente 


media instructo; tympana nulla. Üerei breves. 3, 8. 


v0. MHecostibus sublaevis n. sp. 

Terreus, opaeus. inferne tantum nitidus, femorum posticorum 
area internomedia nitida et maculis binis nigris magnis, altera 
media majore plurimterrupta, altera pone medium posita minore, 
totam altitudinem areae occupantibus signata, area externomedia 
punetis nieris sparsa. 2. 

Lone. corporis 92— 937, latitudo vertieis inter oculos (elypei 
facialis) 3—3.2. long. pronoti eirciter 5, femoris postiei 14—15, 
tibiae postieae 13 —14. tarsi postiei 7,9-—8 mill. 

Corpus sublaeve, superne rugulis granulisque minutis spar- 
sum. Tibiae posticae superne in margine exteriore spinis 7, in 
margine interiore spinis 8 armatae. 


Habitat: Africa orientalis, Lacus Tanganyika (Paul Reichard). 


Stett. entomol, Zeit, 1896. 


31. Mecostibus leprosus n. sp. 

Pallidus, opaeus, inferne tantum nitidus, femorum posticorum 
area internomedia «oncolore, sternis fusco-variegatis, tubereulis 
duobus dorsi segmenti mediani latissime distantibus basalibus 
fuseis, tertia media paullo pone medium dorsi posita nigra, anten- 
narım basi nee non lateribus abdominis nigro-punetato-maeulatis. 2. 

Long. eorporis $ 32,5. 2 95, Jatitudo vertieis inter oeulos 
(elypei facialis) $ 2, 2. 4,5, long. pronoti $ 4, 2 6,5, femoris 
postiei S 17, 2 26, tibiae posticae 3 16,5, 2 24, tarsi postiei $ 12,5, 
2 17 mill. 

Corpus tubereulatum: marginibus elevatis fastigii (elypei 
facialis) utringue supra insertionem antennarum tuberculo ocelli- 
fero, vertice intus et pone oculos tuberculis inter se tubereulis 
ocelliferis paullo magis distantibus. pronoto nee non segmento 
mediano tubereulis plurimis series transversas formantibus instruetis. 
illo in prozona tubereulo cristaeformi majore, hoc tubereulis tribus 
fuseis, triangulum posterius acutum formantibus instructo. "Tibiae 
postieae superne in mareine exteriore spinis 6, in margine interiore 
spinis 9 armatae. 

Habitat: Afriea orientalis, Usambara, Darema, 8. N. — 4. XI. 
1891(Leopold Conradt) $; Buloa. Tanga (P.Lüeker) 5 (nuper allatus). 
32. Hecoslibus physalus n. sp. 

'Testaceus,. nitidissimus, femorum  posticorum area inlera 
tota, areis exterına et interna mareine inferiore angustius, spinis 
tiblarum posticarum apice nigris. 5. $- 

Long. corporis $ 32,5, 2 52. pronoti 3 4,6, 2 7. femoris 
postici 5 17, 2 22, tibiae postieae I 15, 2.20, tarsi postici 3 9, 
2 10,5 mill. 

Totum corpus glabrum, nec carinatum, nee rugosum, sparsius 
grosse punetatum. Pedes albido-villosi. Antennae basın pronoti 
attingentes, graciles. Tibiae postieae superne in margine exteriore 
spinis 6, in margine interiore praeter spinam apicalem spinis Yarmatae. 

Habitat: Africa orientalis, Usambara. Tanga (Keimer); 
Buloa. Tanga (P. Lücker). 


Stett. entomol, Zeit. 1896, 


Pyrsomorphidae. 
Sphenexia n. ©. 

Corpus fusiforme.  Vertex carinatus, fastigio ante oculos 
valde prominulo, plus dimidio loneiore quam ad oculos latiore. 
apice rotundato. Frons minime reelinata, sinuata, costa frontali 
tota suleata inter antennas et ima basi angustissima.  Pronotum 
posterius sensim valde ampliatum, superne teres, lobo basali mar- 
sine postico rotundato, lobo apicali lobo basali uno enm dimidio 
longiore, lobis deflexis margine infero bisinuato. Prosternum 
antice incrassatum et tuberculo subobsoleto instruetum.  Femora 
anteriora valde incerassata. Elytra lobiformia, lateralia, latitudine 
duplo lonsiora, apice rotundata, eolore viridi, maeula basali stria 
longitudinali viridi-nigro divisa flava instrueta. Sesmentum ab- 
dominale ultimum maris dorso medio profunde rotundatim exeisum. 
Lamina supraanalis maris subtriangularis, apice rotundato. Lamina 
subgenitalis convexa. paullo depressa. 2 ignota. 

Rubelliae Stal et Cawendiae K. aftıne genus. 


39. Siphenexia fusiformis n. sp. Fie. 10. 


Ölivaceo -viridis, antennis flavidis, basin 
versus viridibus, fronte flava, genis vitta posterius 
sensim dilatata pone oculos ineipiente et per 
marsinem loborum lateralium pronoti continuata 
nee non macula magna basalı elytrorum vena 
incerassata loneitudinaliter et irregulariter divisa 
flavis, apice femorum, basi nee non apice summo 
tibiarum anteriorum viridi-nieris, tibiis postiecis 
totis nigro-violascentibus, harum spinis violascen- 


tibus apice nigris et ante apicem flavo-annulatis. 3. 


Long. corporis 32, fastigii vertieis 3.2, pro- 


Fig. 10. ot ici 
Onhenexta noti 8,5, elytri 7, femoris postiei 16,8, latitudo 
fusiformis. elytri 3,2 mill. 


Tota nitida. vertice, pronoto. pleuris, elytris dense sub- 
ruguloso-punctatis. 


Habitat: Afriea orientalis, Usaramo (Dr. Franz Stuhlmann). 


Stett. entomol, Zeit, 1506, 


Humpatella n. 2. 

Antennae longae, femora postica attingentes. Vertex con- 
vexus, inter oculos coaretatus, carina longitudinali instruetus, 
fastigio ante oculos horizontaliter modiee producto, apice sub- 
acuminafo. Frons reclinata, obliqua, costa frontali suleo profundo 
sat lato pereurrente instructa. Pronotum convexum, breve, dorso 
margine basali truncato, lobo basali partem tertiam longitudinis 
confieiente, lobis lateralibus margine infero rotundato, parte dimidia 
apiecali leviter emarginala, angulo postico rotundato. Prosternum 
antice tumescens, strumosum, haud tubereulatum. Lobi meso- 
sternales lati, breves, intervallo loborum longiore quam latiore, 
lobi metasternales distantes, Elytra eirciter duplo longiora quam 
latiora, lobiformia, lateralia, ante medium latissima, dehine sensim 
angustata, apice rotundato. Pedes sat sraciles, femora anteriora 
incrassata. Lamina subgenitalis maris compressa, galeata,. postice 
angusta, apice acuminato. Lamina supraanalis maris subtrans- 


versa. mareine postico rotundato. jionota. 
) fo) [o) 


34. Humpatella constrieta n. sp: Fie. 11. 

Ferrugineo-flavescens, vittis quinque latis nigris 
per caput, thoracem et abdomen ductis, singula dorsali 
media et utrinque duabus lateralibus, inferiore an- 
gustiore, instructa, his vittis callis flavescentibus 
dispersis instructis, antennis fuseis, subopaeis, singulis 
articulis apice angustissime flavescentibus, tibiis posticis 
rufescentibus, spinis apice nigris. 3. 


Lone. corporis 19,5, pronoti 4,3, elytıi 4, 


Fig, ı1.  Jemoris postiei 11,3 mill. 
Humpatella 
constricta. 


et thorax callis dispersis instructa. Costa frontalis anzusta, suleo 


Nitidiuseula. Antennae punctatae, opacae. Caput 


pereurrente instructa. Tibiae posticae superne spinis apiealibus 
exceptis in margine exteriore spinis 7, in margine interiore spinis 
9 vel 10 armatae. Segmentum ultimum abdominis dorso margine 
postieo medio profundius rotundatim exciso. Lamina supraanalis 


Steti, entomol, Zeit., 1896, 


271 


N v h v 3 D & 
brevis, subtransversa. postice rotundata. Uerci breves, compressi, 


basi lata, parte dimidia apicali angustata, apice obtuso. 


(4) 


2 (8) 


3.0) 


(5) 


ST 


(6) 


6.05) 


Habitat: Africa oceidentalis, ‚Huilla-Humpata. 


Dispositio generum Poeeilocerarum 
Afriecae elytris abbreviatis instructarum: 
Corpus distinete fusiforme. Pronotum mareine basali dorsi 
late rotundato. 
Elytra lanceolata, unicoloria. Species madegassa 
Rubellia Stal. 
Elytra haud lanceolala, lata, apice rotundata, basi plaga 


flava stiia viridi-nigra loneitudinaliter divisa  signatis. 


Bspegies aneeanan a re... Sipllenexiah 


Corpus haud fusiforme. Pronotum margine basali dorsi 
truneatum vel medio emareinatum. 

Frons distinete sinuata, costa frontali basi angustissima 
et inter antennas sulco tenuissimo instructa. Fastisium 
verticis longe productum, apice rotundato late truncatum. 
Pronotum dorso margine basali medio emarginatum. Lobi 
laterales pronoti margine infero angulo postico oblique 
truncato. Prosternum tubereulo conico haud instructum. 
Elytra angustissima, latitudine plus triplo longiora. Species 
typiea: Cawendia granulata K. . . . Stenoscepa n. ©. 
Frons haud vel vix sinuata,. costa Irontali bası minus an- 
suste compressa et inter antennas sulco latiore instructa. 
Fastigium verticis minus longe produetum. Lobi laterales 
pronoti margine infero angulo postico rotundato. Elytra 
angustiora, latitudine haud triplo longiora. 

Antennae loneissimae. Vertex inter oculos minus angustatus. 
Pronotum dorso mareine basali medio emarginato, lobo 
basali plus quam tertiam partem dorsi oeeupante.  Pro- 
sternum tubereulo eonico apice acuminato instructum. Lobi 
mesosternales longi, eirciter duplo longiores quamı latiores, 


marginibus internis posterius convergentibus. Elytra apicem 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


[&e 
7} 
— 


‚ versus angustata, apice rotundato. Lamina supraanalıs 
naris triangularis, apice acuminato. Lamina subgenitalis 
marıs convexa, apice exciso. Species typica: Cawendia 
glabrata RK... nn en ee Gaimendıale 
S (7) Antennae minus longae.  Vertex inter oculos valde an- 
oustatus. Pronotum dorso margine basali truncato, lobo 
basali tertiam partem dorsi oceupante.  Prosternum tuber- 
eulo eonico haud instructum. Lobi mesosternales breves, 
latitudine vix longiores, mareinibus internis anterius et 
:posterius divergentibus. Elytra apice late rotundafa. La- 
mina supraanalis maris lata, transversa, apice rotundato. 
Lamina subgenitalis maris postice anguste compressa, 


saleata, apice acuminato . - . . » .. Humpatella K. 


39. Phymateus purpurascens n. sp. 

Olivaceo-viridis, antennis concoloribus vel nigris, elytris 
alisque ima basi atra, elytrorum nec non alarum campi humeralis 
margine apieali anguste fusco-limbato. elytris flavescente venosis, 
alis ultra medium purpurascentibus, apiee viridi. flavescente 
venoson a 

Long. corporis S 40, 2 95—59, pronoti S 7,98, 
911 11,5, elytri 8 35 Al, 2 52, femons postieı 8 22, 0725 
latitudo elyti $ 9.6—10, 2 12,5 —14 mill. 

Pronotum dorso in margine antico utringque tubereulo eonico 
et pone hune tubero validiore bilobato sursum direeto, inter haee 
tubera et lobum basalem utringue tubereulo marginali conieo in- 
struetum, lobo basali parum ascendente ruguloso, carina media 
longitudinali distineta, marginibus lateralibus utringue tubereulis 
majoribus tribus nee non tubereulis minoribus irregulariter positis, 
margine basali utringue tubereulo singulo vel tubereulis duobus 
armatis, lobis deflexis parce tubereulatis. 

Habitat: Africa orientalis, Kilimandjaro (Dr. Volkens et 


ID Baeslen). 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


36. Phymateus olivaceus n. sp. 

Totus olivaceo-viridis, antennis apicem versus nigris, elytris 
alisque ima basi atra, elytrorum nee non alarum campi humeralis 
margine apicali anguste nigro-limbato, alis flavescente venosis. 9. 

Long. eorporis 83. pronoti 17. elytri 75, femoris postiei 36, 
latitudo elytri 22,5 mill. 

Pronotum dorso im margine antico utrinque tubereulo conico 
et pone hune tubere validissimo bieornuto oblique direeto, inter 
haec tubera et lobum basalem utrinque tubereulo exteriore conico 
nee non callo interiore instruetum, lobo basalı valde adscendente. 
irresulariter ruguloso, carina media longitudinali, anterius utrinque 
tubereulo conico, lateribus utringue tubereulis obtusis 2 et mar- 
gine basalı bisinuato tubereulis 4 armato, lobis deflexis superius 
infra tuber magnum bieornutum tubereulo singulo, margine antico 
tubereulo parvo superiore et tubereulo magno conico inferiore 
prope marginem inferum lobi deflexi partis basalis posita, inferius 
ad marginem posticum tubereulo conico armatis. 


Habitat: Africa orientalis, Buloa prope Tanga (P. Lücker). 


37. Charilaus miraculum n. sp. Fig. 12. 

Pallide griseus, vertice vittis duabus 
anterius acutis, posterius sensim dilatatis 
flaveseente ferrugineis, intus et extus linea 
nigra terminatis et carinis granulatis inelusis, 
genis infra oculos utrinque vitta obliqua 
latissima pallide flavescente ferruginea, 
superne et inferne linea nigra terminata et 
carinis inelusa nee non ad carinam lateralem 


frontis subeburneis, infra medium maecula 


angustissima nigra quasi interruptis, extus 

Fie, 12, stria superne et inferne abbreviata et extus 
Charilaus miraculum. es i STR 5 : a 
carina subeburnea terminata niera signatis, 
pronoto ad carinas dorsales extus granulis nieris consperso, utrinque 
in parte apicali superius callo eburneo nigro-eireumeineto instructö 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 15 


274 


et carina laterali intus linea nigra terminata, imesonoto, metanoto, 
basi abdominis nee non vitta lata Jaterali utringue subpereurrente 
nieris, elytris ferrugineis, venis radialibus posterioribus nec non 
ramulis nonnullis maculas formantibus griseis, alis atris ima basi 
apiceque hyalinis. femoribus postieis carinis punetis fuseis con- 
spersis, arcubus genicularibus nee non apice tibiarum posticarum 
nieris. 9.1) 

Long. corporis 35, pronoti 9.5. elytri 16.5, alae 14, femoris 
_postiei 16 mill. 

Antennae ensilormes. Costa frontalis tota suleata, apicem 
versus sensim valde dilatata. Pronotum in modo maris Charilai 
carinati constructum, parte basali dorsi medio valde producta, apice 
rotundato et subineiso. Lobi mesosternales maxime distantes,. 
marginibus internis obliquis, subtransversis, ad marginem lateralem 
mesosterni ductis, margine postico igitur nullo instructis. Lobi 
metasternales late distantes, laminam transversam ineludentes. 
Elytra ante medium latissima, apicem versus angustata, apice 
rotundato, apicem femorum postieorum haud attingentia, alis 
paullo longiora. Tibiae posticae superne praeter spinam apicalem 
in margine exteriore spinis 9, in mareine interiore spinis 10 armatae. 

Habitat: Mphome, 'Transvaal (Agnes Knothe). 


1) Nach dem vorliegend beschriebenen Charilaus-2Q unterliegt es 
keinem Zweifel mehr, daß Stäl, nachdem er Obs. Orth. 1, 1875, p. 26 
den ersten männlichen Charilaus von Transvaal beschrieben hatte, in 
Vefv. K. Vet.-Ak. Förh. 1876, No. 3, p. 34 ein @ von Damara mit 
Charilaus carinatus vereinigte, welches einer anderen Gattung angehören 
muß, da bei ihm der Basallappen des Pronotumrückens gestutzt ist. Schon 
Bolivar bezweifelte bestimmt in seiner Monographie der Pyrgomorphiden 
die spezifische Zusammengehörigkeit der beiden von Stäl als Charilaus 
carinalus beschriebenen so sehr verschiedenen Geschlechter, besaß aber 
kein Material, um die Frage zu entscheiden. Mir liegt noch ein zweites 
größeres 2 aus Südafrika mit hyalinen Hinterflügeln vor, das ich hier 
nicht mehr beschreiben will. Ich halte übrigens Charilaus gar nicht für 
eine Pyrgomorphide; eher könnte sie eine Pamphagide sein; ich 
glaube aber, nicht sehr fehl zu greifen, wenn ich ihre nächsten Verwandten 
bei den Calopteniden in der Nähe von Spathosternum und Tristria 
suchen möchte. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


Pamphagidae. 
38. Niphocera stuhlmanniana n. sp. 

3: Uanescens, fusco-variegata et-striolata, alis margine 
antico apiceque fuscis, postiee flavicantibus, antennis fuseis, arti- 
eulis duobus apiealibus flavescentibus. 

9: Testaceo-fusea. 

Long. corporis 3 38, 2 75, pronoti J 13, 2 19, femoris 
postict & 15, 2 22, elytri $ 34 mill. 

3: Minor. Antennae sparsius granulatae, articulis quinque 
partis basalis (ensieuli) latissimis, aeque latis, artieulis duobus 
sequentibus (partis intermediae) transversis, flagello biartieulato. 
Caput dense granosum. Frontis processus a latere visus trigo- 
nalis, valde prominulus. Vertieis seutellum horizontale, multo 
longius quam latius, subexcavatum, postice carinatum. Pronotum 
dense granosum, erista rugosiore, compressa, antice supra oceiput 
compresso-dentiformi-produeta, acie per suleum typieum paullo 
retro-direetum profunde intersecta, in parte prozonali anterius 
declivi, postice angulum acutum formante, laevi, in parte meta- 
-onali humiliata, horizontali, subrecta, erecto-dentata, parte meta- 
zonali parte prozonali cireiter quarta parte breviore, postice biden- 
tata, impressionibus cristae haud translueidis. Elytra ante medium 
latissima (10,5 mill. Iata), apicem versus sensim angustiora, apice 
sat lato oblique truncato. Alae campo marginali apice late 
oblique truncato. Pedes crassi; femora postica margine supero 
spinis majoribus armato, ante apicem subsinuato, margine apicali 
obliguo,. bisinuato. margine infero surrulato-dentieulato: tibiae 
posticae superne in margine exteriore spinis 10, in margine 
interiore spinis 9 armatae. 

@: Mari quoad staturam haud valde dissimilis, major, aptera. 
crista prozonae pronoti postice rotundato-declivis, erista metazonae 
in eodem plano declivis, haud horizontalis. 

Habitat: Africa orientalis, Mpwapwa (Dr. Franz Stuhlmann). 

Die neue Art steht der Xiphocera spinulosa Sauss. am 


nächsten, unterscheidet sich aber von dieser durch geringere 


2) 


Stett. entomo), Zeit, 1896, 18* 


( 


Größe, längeren Basaltheil des Pronotums und vor Allem dureh 
die ganz abweichend, nach Art der Hoplophoren gefärbten 
Hinterflügel, wie solches unter den echten Xöphocera-Arten aus- 
schließlich von X. bolivariana Sauss. bekannt wurde; diese Art 
besitzt aber mehr Fühlerglieder nach der Formel 5, 3, 5, wäh- 


rend X. stuhlmanniana deren constant nur 5, 2, 2 aufweist. 


38 Xiphocera latipes Sauss. 

I: Tota canescens, opaca, abdomine lutescente, nitidiusculo, 
alis unicoloribus, infumatis. 

Long. corporis 54, pronoti 23, elytri cireiter 59, femoris 
postiei 19, latitudo elytri maxima (longe ante medium) 20 mill, 

Uaput, pronotum, pedes dense granulosi. Antennae5 — 2 +4 
articulatae. Vertieis seutellum subhorizontale, multo longius quam 
latius. Frons subvertiealis; costa frontalis inter antennas vix 
prominula. Pronotum granoso-rugosum, inter suleum typieum et 
suleum praecedentem linea calloso-rugosa transversa instructum, 
crista arcuata, paullo ante metazonam altissima, anterius et 
posterius sensim paullo deelivis. Elytra lata, longe ante medium - 
latissima, margine antico apicem versus obliguo, margine postieo 
sinuato, margine apicali late rotundato-subtruncato. Alae campo 
marginali latissimo, apice rotundato-subtruncato. Femora postice 
valde eompressa, altissima, margine dorsali reeto, ante apicem 
vix subsinuato. serrato-spinuloso,. eum margine apicali recto integro 
angulum reetum formante; erista ventrali margine arcuato, integro, 
subtiliter erenulato, ante apicem sinuato. Tibiae posticae superne 
in margine exteriore spinis 9, in margine interiore spinis 8 
armaltae. 

Habitat: Africa orientalis. Tabora, 10. VIII. 1890 (Dr. Franz 


Stuhlmann). 


Pagopedilum n. ©. 
Corpus subeompressum. Vertieis scutellum deelive, latum, 
excavatum, apiee acuto. Frons paullo reclinata, costa frontali 
compressa, infra antennas sinuata. Antennae depresso-filiformes, 


Siett. entomol, Zeit, 1896, 


277 


submoniliformes. Pronotum superne in cristam lamellarem acutam 
et integram, antice posticeque acute productam elevatum. Pro- 
sternum laeviusculum, tubereulo crasso longo, antice lamellari- 
plano. postice paullo compresso, mesosterni planum superante 
instructum. Femora postica apiee inermia, carina dorsali media 
dilatata, serrato-spinosa, earina ventrali spinulis paueis instrueta. 
Arolia inter ungues tarsorum majuscula. Abdomen compressum, 
segmentis dorso postice in dentem excurrentibus. Abdominis 
tympanum apertum. Femina aptera. Mas ienotus. 

Genus formatione prosterni peculiare ad genus Tropidauchen 
Dauss. maxime nppropingquans. 

39. Pagopedilum suberuciatum n. sp. Fie. 13. 

Testaceo-fuscum, 
antennis basi excepta 
infuseatis. 9. 


Long. corporis 


49, antennae 11.5, 


Fig. 13. 
a : r P BO 
Pagopedilum suberuciatum. pronoti 17,2, femoris 


postiei eireiter 18, altitudo pronoti 15 mill. 


Validius, scabriuseulum. Antennae articulis 14 compositae. 
Seutellum vertieis granulis sparsum parum longius quam latius, mar- 
Sinibus antieis acutis, rectis, marginibus lateralibus anterius parum 
divergentibus, dehine eurvatis et posterius convergentibus. Oceiput 
sranoso-striolatum. Frons squamoso-rugosa. Pronotum scabrum, 
granoso-rugosum, crista curvata, anterius valde, posterius minus 
declivis; latera dorsi utrinque triimpressa. Pedes grosse punctati. 
femora postica extus scabriuscula; tibiae postieae superne in mar- 
sine exteriore praeter spinam apicalem spinis 8 vel 9, in margine 
interiore spinis 8 armatae. Abdomen anterius scabriuseulum. 
posterius grossius punetatum. Üerci brevissimi, basi lata, 


Habitat: Africa meridionalis, 'Transvaal, 


Stett. entomol, Zeit, 1396, 


278 


Caloptenidae. 
40. Hysia inermis n. sp. 

Flavescens, arcubus lateralibus genieulorum femorum posti- 
corum, tibis ima basi inferne nee non apice spinarum tibiarum 
postiearum nigris. . 

Long. eorporis 14, pronoti 2,6, femoris postiei 7,7 mill. 

Corpus grossius irregularıter punetatum. Vertex convexus, 
inter oculos declivis, fastigio ante oculos prominulo, horizontali, 
longiore quam latiore. Frons reclinata. Costa frontalis inter 
antennas sat lata, ocellum costae frontalis versus sensim an- 
sustata, sulcata, infra suleulos transversos frontis evanescens. 
Tibiae posticae in margine exteriore spina nulla armatae. 

Habitat: Madagascar australis (J. M. Hildebrandt). 


Gymnidium n. 8. 

Corpus gracile, subfusiforme, apterum. Vertex convexus, 
inter oculos parum promimulos latus, fastieio horizontali, planius- 
culo, ante oculos productoe, triangulari, marginibus antieis acute 
depressis. Frons valde reclinata, costa frontalis percurrens infra 
ocellum sinuata, basi inter antennas compressa et suleo carens. 
infra ocellum sulcata, marginibus elypeum versus sensim paullo 
divergentibus,. carinis lateralibus distinetis. Antennae breviuseulae, 
paullo depressae. Pronotum convexum. margine antico rotundato- 
truncato, margine postico subtruncato, suleis transversis dorsi 
obsoletis, carina dorsali media distineta et per totum abdomen 
eontinuata, lobis lateralibus rotundatim deflexis, margine infero 
anterius sinuato. Tuberculum prosternale crassum, angustum, 
anterius depressiusculum, apice obtuso. Lobi mesosternales latius, 
lobi metasternales parum distanies. Elytra alaeque nulla. Pedes 
sat graciles; femora postica apicem abdominis haud attingentia; 
tibiae posticae superne im margine exteriore praeter spinam 
apicalem distinetissimam spinis 8, in margine interiore spinis 11 
armatae; tarsi postici sat longi, articulo intermedio artieulo basali 
dimidio breviore. Abdomen gracile, tympano carens, Segmentun 


Stett. entomol. Zeit. 1896, 


279 


senitale maris elougatum, compressiusculum, apicem versus sensim 
acuminatum; cerei maris breves, recti, basi compressi, apicem 
versus sensim acuminati. I. 

Gymnidium Ixalidio Gerst. alline genus, tympano abdomi- 
nali nullo, tubereulo prosternali angustiore, apice obtuse rotundato, 
costa frontali inter antennas compressa suleco earente inter alia 
differt, 


41. Gymnidium turbinatum n. sp. 
Fig. 14. 


Fusco-testaceum, lobis latera- 


Fig, 14, : 0 2 a 
Gymnidium turbinatum. libus pronoti ad marginem inferiorem 


vitta subeallosa flavescente ormatis. 3, 

Long. ceorporis 24, antennae cireiter 6. pronoti 4, femoris 
postiei 11,5 mill. 

Nitidiusculum. subglabrum. Corpus et pronotum densius 
subrugoso - punetata. Abdomen subacieulato - punctatum. Frons 
inter eostam frontalem et carinas laterales rugis lineas utrinque 
duas formantibus nitidis instructa. 


Habitat: Africa meridionalis, Cap (Berg). 


42. Lentula modieierus n. sp. 

Flavescente ferruginea, capite nigro, vertice utrinque pone 
oeulos vittis duabus angustis flavis, pronoti lobis lateralibus nigris, 
marsine infero late flavo, meso- atque metapleuris fere totis 
nieris, Iinea callosa ad coxas ducta, abdomine basi vitta nigra 
laterali, geniculis postieis totis, spinis tibiarum posticarum apice 
nieris.. |. 

Long. eorporis 11, pronoti 2,5, femoris postiei 6,6 mill. 

Corpus ruguloso - punetatum, nitidiuseulum. Vertex inter 
oeulos valde angustatus cum fastigio deelivi suleatus. Frons inter 
antennas verticalis, dehine paullo reclinata, costa frontalis mar- 
sinibus elevatis percurrens inter antennas ampliata. Tubereulum 
prosternale crassum, apice obtuse rotundatum. Pedes minus 


Stett. entomol, Zeit, 1996. 


280 


crassi. Femora postica parum inerassata, abdomen superantia. 

Tibiae posticae superne in margine exteriore spinis 6 vel 7, in 

margine interiore praeter spinam apicalem spinis 8 armatae. 
Habitat: Africa orientalis, Kilimandjaro, territorium Djagea. 


Madjame, 1500 m (T. Paesler). 


43. Lentula lurgidierus n. Sp. 

Ferruginea, flavo-maculata et striata, facie flavo-maculata, 
vertice utrinque vittis duabus pone oculos ineipientibus, superiore 
per thoracem et abdomen, inferiore per thoracem ad coxas ductis 
tlavis, pedibus flavescente testaceis, geniculis postieis concoloribus, 
area internomedia femorum posticorum niera, spinis tibiarum 
posticarum apice nigris. 8. 

Long. corporis 11,5, pronoti 2,7, femoris postiei 7 mill. 

Lentulae ypraecedenti simillima, femoribus postieis ceon- 
coloribus, lobis lateralibus pronoti vitta flava marginem inferum 
haud attingente, corpore crassiore, femoribus postieis validioribus 
maxime incrassatis sat divergens. Tuberculum prosiernale validum, 
latum, altum, paullo depressum, transversum. Antennae femora 
intermedia attingentes, filiformes. 

Habitat: Africa orientalis, Kitui (J. M. Hildebrandt). 


Erenudium n. 2. 

Statura parva. Caput latum, planiusculum, vertice convexo. 
inter oculos ovales lato, a fastigio, maxime declivi subperpendieulari 
latissimo et utrinque carinato, ruga transversa medio late inter- 
rupta separato,. fronte perpendiculari, costa frontali percurrente, 
brevi, lata, margimibus elevatis instructa, ad ocellum sensim, infra 
ocellum subito angustata et marginibus parallelis instructa, cum 
elypeo fastigii vertieis confuso. Foveolae vertieis distinetae, tri- 
quetrae, utringue inter ocellum et apicem paullo angustatum 
fastigii vertieis positae. Antennae filiformes, tenues, sat breves, 
basin pronoti attingentes. Pronotum teetiformiter compressum. 
breve, suleis transversis fere totis obliteratis, acie dorsali an- 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


ErRh 


terius subacuminata, margine basali haud producto, margine 
infero sinuato. Prosternum tubereulo crasso brevi conico instruetum. 
Lobi mesosternales breves, late distantes, marsinibus internis 
rotundatis et margmibus postieis valde obliquis multo brevioribus. 
Lobi metasternales anguste distantes. Pedes breves, crassi, femo- 
ribus postieis incrassatis, tibiis posticis superne in utroque mar- 
sine spina apicali instructis, tarsorum anteriorum artieulo basali 
brevi, tarsorum posticorum artieulo seeundo brevissimo. Elytra 


st alae nulla. Abdominis tympanum nullum. 2. 


(Juoad formam corporis generibus primis divisionis octavae 
Stalii, ex. @. generibus Teratodes Brulle, Ecphantus Stäl, Althae- 
menes Stal, similimum genus, differt autem tibiis postieis superne 
in margine exteriore spina apicali distinetissima armatis, elytris. 


alıs, tympano abdominali omnino deficientibus. 


44. Eremidium equuleus n. sp. 
Fie. 19. 


Terreum. fuseco - striolatum et 


Pen: -maculatum, spinis tibiarum posticarum 
Eremidium equuleus. ; ; 
apice nigris. 9. 
Long. corporis 15, pronoti 3, femoris postiei 7,3 mill. 


Totum corpus rugulosum, opacum. sternis, ventre, abdominis 
apice, valvulis genitalibus punctulatis, nitidiuseulis. Pronotum fere 
duplo altius quam longias. Femorum posticorum carina dorsalis 
media subserrulata. Tibiae posticae superne praeter spinam 
apicalem in margine exteriore spinis 7 vel 8, in marsgine interiore 
spinis 9 armatae. Valvulae genitales superiores rectae, longae. 
sat altae, superne apicem versus oblique truncatae, inferne apice 
mucronato; valvulae inferiores superne rotundatae, apice mucro- 
nato, inferne rotundatae et ante mucronem in lobulum rotundatum 


ampliatae. 


Habitat: Africa meridionalis, Marburg (Dr. F. Bachmann). 


Stett, entomo], Zeit, 1896, 


Pie) 
= 
[& 


45. Caryanda agomena n. sp. 

Testaceo-flavescens, plus minus infuscata, capite pone oculos, 
lobis deflexis pronoti, mesopleuris, metapleuris nee non vitta 
laterali eireiter usque ad medium abdominis pertinente nigra 
nitida, metapleuris macula obliqua flava signatis, elytris fuseis 
vel nigris mareine interno late testaceo-fusco, pedibus testaceo- 
flavis vel flavidis, femoribus postieis annulis duobus nigris inter- 
dum interruptis, lateribus genieulorum nigris, tibiis basi nigris, 
inferne fuseis, superne utrinque nigro-marginatis, prope basin 
annulo flavo signatis. 5, 8. 


‘ 


Long. corporis S 13, 2.17, pronoti & 3, 24, elytri 3 2,5, 
2 3, femoris postia $ 7, 2 9,5 mill. 

Frons et pronotum sat fortiter punctata. Elytra brevia, 
segmenti primi abdominis marginem posticum attingentia vel (2) 
superantia,. tympana igitur tegentia. Cerci maris teretes, breves, 
recti, apicem versus sensim acuminati, laminam supraanalem vix 
superantes. Lamina subgenitalis maris brevis, obtuse rotundata. 

Habitat: Africa oceidentalis, T 080, Misahöhe (Ernst Baumann). 
46. Badisticalautan.sp. Fig.16(3).16a. (2). 

3: Laete olivaceus, abdominis parte 
dimidia basali nee non elytris nigris, seg- 
_mento mediano macnla lata transversa linea 
media longitudinali olivacea divisa sienato, 
femoribus posticis flavis, parte fere dimidia 
apicalı nigris, ante medium nigro-subannu- 
latis, tibiis postieis viridi-nigris. 


2: Olivacea subunieolor, tibiis posticis 


viridi-nigris. 


Fig. 16. 
Badistica Pulcherrima species. 
lauta J- Fig. 16a 9. 


Long. corporis 53 20, 2 27, pronoti & 4, 2 5,9, elytri 
I. 3,2, 2 4,3, femoris postiei & 12, 2 15 mill. 

Mas pronoto medio parum constrieto, margine antico oceiput 
amplectente. 


Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe (Ernst Baumann), 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 


Pododula n. g. 
(Digentia K. nee Stal). 

Elytra brevia, segmentum primum abdominis tamen sub- 
superantia, tympana igitur tegentia (nee „minutissima, squamulam 
parvam, pone mesonotum vix extensam simulantia“ Stal). Lobi 
metasternales pone foveolas subcontigui. Margo superus exterior 
tibiarum postiecarum praeter spinam apicalem spinis 7 vel 8 
armatus. Margo apicalis segmenti ultimi marium in medio dorsi 
triangulariter exeisus. Cerei marium simplices, reeti, subteretes. 


apicem versus sensim acuminati. 3. 9, 


47. Pododula aneisa n. sy. 
(Digentia punctatissima K. 


nees Stab) Rio. 


Testaceo - flavescens. 


Fig, 17. 
Pododula ancisa. [ronte, thorace, dorso ab- 


dominis dense fortiterque punctatis, antennis haud nieris,. vitta 
postoculari genarum, per latera pronoti, elytrorum nee non partis ab- 
dominis continuata nigra nitida, lateribus tibiarum posticarum nee non 
spinis tibiarum posticarum apiee nigris, tibiis coerulescentibus. 3,3. 
Long. eorporis L 20, 2 27, pronoti & 4, 2 5,2, elytri 
Ss 3,5, 2 4, femoris postiei $ 11, 2 eireiter 16 mill. 
Habitat: Afriea oceidentalis, Togo, Bismarckburg (Dr. .R, 


Büttner) 2; Misahöhe (Ernst Baumann) 5, 9. 


48. Tristria suturalis n. sp. 
(Tristria discoidalis K. nec Bol.) 

Lurida, vertice, lateribus pronoti ad carinam lateralem dorsi 
obseurioribus, elytris pallidis venis radialibus fuseis, campo radiali 
maculis seriatis fuseis subobsoletis nee non apicem versus venulis 
quibusdam transversis fusco-maculatis, alis basi intus obsolete 
albicantibus, tibiis posticis basi nigro-maculatis, spinis tibiarum 
posticarum nigris. S, 

Long. corporis $ 30,95, 2 36,5, pronoti S 8, 2 6, elytri 
8 22, 2. 28, femoris postii 3 17, 2 23 mill. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


Vertex pronoti dorso brevior, cum pronoto in eodem plano 
jacens. fastigio haud deelivi, tricarinato, inter carinam mediam 
et lateralem anterius divergentes utringue punctato. Frons valde 
reclinata, costa frontali nm 3 et 2 plana, haud margimata, latissima. 
basi haud angustata. Oculi magni, fastigium capitis versus an- 
»ustati. Antennae breves, subdepressae. Pronotum sparse pune- 
tatum, dorso basi apiceque rugis longitudinalibus irresularibus 
instructo, carina media callosa, laevigata, percurrente, marginibus 
lateralibus utringue carina callosa laevieata instructis, margine 
apicali truncato, margine basali obtusissime rotundato, lobis deflexis 
ad dorsum maeulis duabus laevigatis instructis, margine infero 
calloso, pone medium obtusissime angulato. Lobi mesosternales 
sutura longa contigui, dehine subito divergentes. Elytra femorum 
posticorum apicem attingentia. Pedes longi. graciles, femorum 
posticorum parte dimidia apicali angustata, tibiis posticis superne 
in margine exteriore spinis 14. in margine interiore spinis 12 
vel 13 armatis, tarsis posticis longis. artieulo secundo artieulo 
apieali subaeque longo, artieulo basali dimidio breviore. 

Habitat: Africa occidentalis, Togo, Bismarckburg (Dr. Richard 
Büttner), Misahöhe, 6. III. 1894 (3). 5. IV. 1894 (2) (Ernst 


Baumann). 


49. Tristria conops n. sp. Fig. 18 9. 

Lurida, genis infra oculos vitta per 
marginem inferiorem loborum lateralium 
pronoti continuata ormatis, genienlis femo- 
rum posticorum basi nee non tertia parte 
apicali tibiarum posticarum una cum spinis 
nigris, elytrorum campo costali fere toto, 
vitta hyalina basalı apiceque hyalino ex- 


ceptis nigro, campo radiali maculis nigris 


majoribus cum campo costali confusis 


ornatis, alis mareine costali anguste 


Dion oe 


Fig. 15. Tristria conops. 


Steit, entomal, Zeit. 1896, 


289 


Long. eorporis $ 26, 2 33,9, pronofi 3 5,.2 6, elytri & 
eirciter 18, 2 22, femoris postiei £ 14,8, 2 17,5 mill. 

Vertex pronoto brevior, cum dorso pronoti in eodem plano 
jacens, fastigio levissime declivi, carına media laevigata instructo, 
carinis lateralibus obsoletis. Frons reclinata,. costa frontali latius- 
cula, plana, punetafa, in mare utrinque calloso-marginata, basi 
leviter angustata. Pronotum sparse punetatum, basi apiceque 
rugulis subeallosis instruetum, dorso carina media callosa laevigata 
pereurrente, lateribus dorsi carinis callosis laevigatis, basin versus 
. paullo divergentibus instructis, lobis deflexis ad dorsum maeculis 
duabus laevigatis, margine infero calloso. pone medium obtusissime 
angulato. Lobi mesosternales maris sutura brevi contigui, dehine 
divergentes, lobi mesosternales feminae pone foveolas subeontigui 
et dehine divergentes. Elytra apicem femorum posticorum sub- 
attingentia. Pedes minus lonei; femora postica basi valde in- 
crassata. parte tertia apicali tenuiore; tibiae posticae superne in 
margine exteriore spinis 11, in margine interiore spinis 10 vel 
11 armatae; tarsi minus longi, artieulo intermedio artienlo apicali 
distinete breviore. Lamina subgenitalis maris apice longe producto. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe, 11. IV. 1894 
(Ernst Baumann). 


30. Tristria marginicosta n. sp. 


Luvida, fronte fusca. capite pone oculos vitta per latera 
pronoti ad dorsum continuata fusca ornato. femoribus postieis in 
area internomedia ad carinam superiorem fuseis, elytris venulis 
_ plurimis, venulis marginis costalis basi apiceque exceptis, an- 
Sustissime fuseis, alis basi intus flavicantibus, tibiis basi superne 
nigro-maeulatis, spinis tiblarum posticarum apice nigris. 9. 

Long. corporis 34,5. pronoti 3.3, elytri 22, femoris postieci 
mil: 

Vertex pronoto brevior, cum dorso pronoti in eodem plano 
‚jacens, fastieio levissime declivi, carina media distineta, carinis 
lateralibus obsoletis instrueto.  Frons reclinata. costa frontali 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


286 


latiuseula, plana, punetata, utrinque calloso-marginata, basi supra 
antennas paullo angustata. Oculi fastigium capitis versus valde 
angustati. Antennae breves, depressiuseulae. Pronotum punetatum, 
reis longitudinalibus subeallosis basin nec non apicem versus 
instruetum, dorso carina media callosa laevigata nec non 
carina laterali laevigata callosa utrinque instrueto, margine 
apieali truneato, margine basali obtuse rotundato, lobis deflexis 
ad dorsum maculis duabus laevigatis signatis, margine infero 
calloso, parte dimidia anteriore fortiter sinuata. Tobi meso- 
sternales (2) pone foveolas subeontigui et dehine divergentes. 
Elytra femora postica parum superantia. Pedes breviores, minus 
oraciles; femora postica modice incrassata, parte tertia apicali 
attenuata; tibiae posticae superne in margine exteriore spinis 13 
vel 14, in margine interiore spinis 12 vel 13 armatae; tarsi 
minus longi, articulo intermedio articulo apieali distinete breviore. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe (Ernst Bau- 


mann); Sierra Leone. 


Uebersicht der drei Tristria-Arten: 


1 (2) Augen mit stumpf gerundetem Unterrande. Scheitelgipfel 
außer dem Mittellängskiele noch mit zwei deutlichen, nach 
vorn stark divergierenden Seitenkielen. Stirnleiste beim 
5 und 2 flach, nicht ihrer Länge nach eingedrückt und 
daher ohne schwielige glatte Seitenränder. Innenränder 
der Mesosternallappen beim 5 und 2 in einer Naht ver- 
bunden und erst kurz vor ihrem Hinterrande plötzlich 
divergierend, so daß diese Naht viel länger ist als der 
freie divergierende Endtheil der Innenränder. Schlanke 
Form mit längeren Hinterbeinen, deren Schenkel auf der 
Mittelfläche der Innenseite am Oberrande nicht dunkler 
sesäumt sind. Deckflügel mit dunklen Radialadern und 
kleinen, oft verloschenen, isolirten dunklen Fleckchen des 


Radialteldes .. 22.00 2 UHR SEEN 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 


2 d) 


3 (4) 


4 (3) 


.287 


Augen mit fast geradem Unterrande. Scheitelgipfel mit 
verloschenen Seitenkielen. Die Innenränder der Meso- 
sternallappen beim 3 (soweit bekannt) eine kurze Strecke 
verbunden, beim 2 in einem Punkte einander berührend, 
alsdann diversierend. Weniger schlanke Formen mit kür- 
zeren Hinterbeinen und am ÖOberrande der Mittelfläche der 
Innenseite breit dunkel gesäumten Hinterschenkeln. 

Stirnleiste beim 5 der Länge nach breit eingedrückt mit 
schwieligen glatten Seitenrändern, beim 2 flach ohne 
schwieligse Ränder. Unterrand der Seitenlappen des Pro- 
notum, wie bei suturalis K.. hinter der Mitte schwach 
winkelig, aber unterschiedlich von marginicosta K. schmal 
selb gesäumt. Innenränder der Mesosternallappen beim 5 
eine kurze Strecke in einer Naht verbunden, die so lang 
ist wie der freie, divergierende Endtheil der Innenränder. 
Hinterschenkel auf ihrer Wurzelhälfte höher als bei mar- 
ginicosta K. Costalfeld des Deckflügels bis auf. einen 
Länesstreif ihrer Wurzel und die Spitze ganz schwarz. 
das Radialfeld mit großen, mit dem schwarzen Costalfeld 
verschmolzenen schwarzen Flecken. Vorderrand der Hinter- 
flügel schmal schwarz. Hinterschenkel mit dunklem Knie, 
Hinterschienen mit schwarzer Wurzel und schwarzem 
Enddrittel, auch die Dornen der Oberseite des Enddrittels 


SChya zB) een CONODSAI: 


Stirnleiste beim 2 ($ noch unbekannt) der Länge nach 
eingedrückt mit schwieligen Seitenrändern. Unterrand der 
Seitenlappen des Pronotum auf der Mitte deutlich nach 
vorn aufbiegend und auf der vorderen Hälfte ausgerandet, 


nicht gelb gesäumt. Hinterschenkel auf ihrer Wurzelhälfte 


1) Es liest im Berliner Museum ein einzelnes, T. concps K. nahe- 


stehendes Stück, ein Q@ ohne Hinterschienen, vor, bei welchem das Costal- 
feld des Deckflügels uur auf der Mitte des Vorderrandes schmal schwarz 
gefärbt und das Radialfeld unscheinbar gefleckt ist; da es sonst mit 
T. conops übereinstimmt, so halte ich es für noch unausgefärht. 


Steit, entomol, Zeit, 1896, 


288 


weniger hoch. Costalfeld des Deckflügels auf der Mitte 
mit schmal schwarz gesäumtem Vorderrande, das Radial- 
feld unscheinbar gefleckt. Hinterflügel am Vorderrande 


nicht schwarz. Beine einfarbig . . . marginicosta K. 


Oraistes n. @. 


Vertex latus, sat convexus, inter oculos parum constrietus, 
fastigio cum disco pronoti in eodem plano jacente, horizontali. 
lato, utringue marginato, subtriangulari, apice obtuso. Antennae 
breviuseulae, subfiliformes, depressiuseulae. Frons leviter reclinata, 
costa frontali basi apice fastigii verticis aeque lata, elypeum 
versus sensim dilatata, basi subplana, infra ocellum distinete mar- 
sinata et grossius punctata. Pronotum dorso plane, punctato, 
jateribus subparallelis haud carinatis, Iinea callosa media laevigata, 
suleis tribus transversis distinetis instructo, suleo typico in femina 
parum ante medium, in mare pone medium posito, margine 
apieali truncato, margine basali rotundato, lobis lateralibus 
rectangulariter deflexis, rugoso - punctatis, margine infero calloso 
subreeto, pone medium obtusissime angulato. Tuberceulum pro- 
sternale spiniforme, longissimum, a basi subito fortiter recurvum, 
apice mesosternum tangente, anterius basin versus tumescens. 
Lobi mesosternales breves, lati, pone foveolas sutura brevi, lobi 
metasternales sutura longiore contigui. Elytra lata, femora postica 
superantia, apice oblique truncato. Alae area humerali apice 
oblique truncato. Pedes crassi, sat graciles, tibiis postieis superne 
in mareine exteriore spinis 12—-14, spima apicali nulla, in mar- 
sine interiore spinis 13—15 armatis. Segmentum senitale maris 
acuminato-produetum. 3, 2. 

Tristriae Stal et Spathosterno Krauss finitimum, Oxyrrhepidi 
Stal simillimum genus, differt ab illis praesertim tubereulo pro- 
sternali spiniformi loneissimo in modo specierum quarundam 
Cyrtacanthacridis conformato, a basi subito fortiter recurvo, 
apice mesosternum tangente, anterius basin versus tumescente, 


Stetf, entomol, Zeit. 1896, 


289 


fastigio vertieis lato, plano, submarginato. elytris nee non area 


humerali alarum apice oblique truncatis. 


51. Oraistes luridus n. sp. Fig. 19 2. 


Luridus, subopaeus, 
fusco-variegatus, femorum 
posticorum area interno- 
media tota fusca nitida, 
areis dorsalibus interdum 
nigris opaeis, tibiis posticis 
apice interdum niero, spinis 
Havidis apice nigris, elytris 
interdum venulis quibus- 
dam coneregatis maculas 
simulantibus nigris. S, 9. 

Long. corporis S 37, 
2 49, pronoti A 6,5, 
9 S9r  elytrin&y 29,5: 
2 41, femoris postiei 19, 
2 27 (26,5) mill. 


Fig. 19. Oraistes luridus. 


Linea laevigata media loneitudinalis dorsi pronoti inter 
suleos typieum et anticum subobsoleta. Elytra parte tertia basali 
densissime reticulata. 

Habitat: Africa orientalis, Wito, Sansibar (G. A. Fischer). 


Dar-es-Salaam (Dr. Franz Stuhlmann). Delagoabai (Rosa Monteiro). 


52. Ischnacrida hova n. sp. Fig. 20. 


Flavo-testacea, vitta lata laterali, ab antennis imfra oculos 
usque ad medium femorum posticorum dueta, dehine evanescente, 
albido-eburnea, femoribus posticis intus per medium infuseatis. 9. 

Long. corporis 73, fastieii vertieis 3, pronoti 9,3, elytri 44, 


femoris postieci 24, latitudo antennae fere 2, elytri 4 mill. 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 19 


Antennae crassae, pla- 
nae, basi latae, apicem versus 


sensim angustatae. Vertex 


inter oculos  carinulatus, 


fastigio oculo distinete bre- 


er 
& nn 


STE 


UNTER 


viore (3 : 4 mill.). Pronotum 


Sr 


medio leviter constrieto, 
dorso planiusculo, carina 


media subobsoleta. Tuber- 


ern 


culum prosternale sat lon- 
sum, compressiusculum, 


apice acutiusculo. Femora 


postica medium abdominis 
paullo superantia, elytrorum 
apiceem haud attingentia. 
Tibiae posticae superne in 
Fig. 20. Ischnacrida hova. 

utroque margine multi- 
spinosae. Elytra apicem abdominis haud attingentia. Alae elytra 


in quiete vix paullo superantes. 


Habitat: Madagascar merid. centr. (J. M. Hildebrandt). 


53. Jletapa usambarica n. sp. 


Flavo-testacea, oculis nigro-striatis, frontis carinis lateralibus 
flavis, eapite infra oculos vitta, per marginem incrassatum inferum 
loborum lateralium pronoti ad coxas posticas continuata. flava 
ornato nee non pone oculos lineis nonnullis, suprema per latera 
dorsi pronoti obsoletius continuata, femoribus postieis area externo- 
media inferne et superne punetis nonnullis seriatis nieris, arcu 
senieulari interiore nec non lobo genieulari interiore basi nigris 
nitidis, tibiis postieis inferne per totam longitudinem, superne 
in parte quarta apicali nigris. 3. 

Long. corporis (lamina subgenitali laesa) 30, pronoti 5, 


elytri 9.2, femoris postiei 12,7 mill. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


291 


Vertex obsolete rugoso-punetatus, inter oculos triearinatus, 
fastigio, lateribus marginatis excavato, longiore quam basi latiore. 
Frons valde reclinata, costa frontali dense et grosse Tugoso- 
punctata, basi anguste compressa, haud marginata, dehine elypeum 
versus sensim valde dilatata atque marginata. Pronotum posterius 
sensim angustatum, dorso subtereti, ruguloso - punctato, antice 
posticeque carinulis longitudinalibus instrueto, margine antico 
obtuse, margine basali obtusissime rotundato, lobis deflexis 
posterius punetatis.  Tubereulum prosternale reetum, longum, 
sracile. Elytra abbreviata, medium femorum posticorum haud 
attingentia, campo posteostali dilatato et venis parum obliquis 
et parum curvatis parallelis densissime positis instructo. Alae 
femora intermedia paullo superantes. Tibiae posticae superne in 
margine exteriore praeter spinam apicalem spinis 16. in mareine 
interiore spinis 16—19 armatae. 

Habitat: Africa orientalis, Usambara — Bondei (Dr. C. W. 
‚Sehmidt). 


Pristocorypha n. g. 

Statura majore. Caput crassum, longe nasutum. Vertex 
cum fastigio pronoto subaeque longus vel pronoto longior, inter 
oeulos latissimus et sulco transverso, oculos conjungente, fastigium 
separante, instruetus. Fastigium vertieis valde produetum, basi 
latum, apicem versus sensim attenuatum, marginibus lateralibus 
-utringue bisimuatis, apice obtuse rotundato. Frons humillima. 
excavata, latissima. Pronotum breve, capite parum angustius, 
in medio paullo constrietum, dorso haud carinato,. margine basali 
rotundato, hie illie tubereulis obteetum. Tubereulum prosternale 
crassum, obtusum. Sterna lanuginosa. Lobi mesosternales breves, 
intus rotundati, latius distantes, lobi metasternales sutura longa 
contigui. FElytra femora postica longe superantia, abdominis 
apicem saltem in femina haud attingentia, a basi ad medium sensim 
paullo dilatata, dehine marginibus subparallelis instrueta, apice 
obligue subtruncato. Alae longae, sat latae, area humerali apice 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 19* 


292 


oblique truneato. Pedes sat breves, lanuginosi, valde compressi. 
Femora postica abdomine multo breviora. Tibiae postieae superne 
in utroque margine spina apicali instruetae. Tarsorum artieulus 
intermedius artieulo basali dimidio brevior. 2. Mas ignotus. 


Genus inter omnia africana singulare. 


54. Pristocorypha corneola n. sp. Fig. 21.- 

Terrea, nigro-canoque 
variegata, opaca, sternis, 
abdomine _testaceo - fuscis, 


nitidis, femoribus tibiisque 


Z postieis intus atris nitidis. 
elytris subvitreis, fusco- 
variegatis, alis lateritiis, 


apice late fusco nec non 


limbo marginis exterioris 
posterius sensim evanescente 
infuseato. 9. 


Long. corporis 59, 


f IN fastigii vertieis fere 6, pro- 
> noti 7, elytri 40. femoris 
Eis. 21. Pristocorypha corneola. postici 22, latitudo elytri 


6.8 mill. 
Vertex eum fastigio pronoti dorso distinete longior; fastigium 
verticis reliquo vertice fere duplo longius. Tubereulum  proster- 
nale sat breve, crassum, reetum, apice plano, concaviusculo. 


Habitat: Afriea orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


55. Pristocorypha latruncularia n. Sp. 

Pallide testacea, opaca, vertice lineis loneitudinalibus tribus 
nee non vitta laterali pone oculos incipiente et per latera thoraeis 
ducta fuseis, opacis, pronoti dorso tubereulis obtusis multis sub- 
seriatis niegris nitidis instructo, abdominis segmentis utrinque plaga 
magna fusca, femoribus tibisque intermedüs intus ad partem nec 


Stett, entomol, Zeit, 1396. 


a 


293 


non tibiis postieis intus totis atris, nitidis, femoribus postieis intus 
atris nitidis. maculis permultis in series longitudinales duas 
dispositis eburneo-albidis notatis, elytris fuseis eoncoloribns, alis 
lateritiis, apice late nigro nec non limbo marginis exterioris 
posterius sensim evanescente nigro. 9. 

Long. eorporis 61, fastigii vertieis fere 4. pronoti 8, elytri 
46,5. femoris postiei 25, latitudo elytri 7,2 mill. 

Vertex cum fastieio pronoti dorso parum brevior; fastieium 
verticis reliquo vertice subaeque longsum. Tuberculum proster- 
nale erassum, apice plano, convexo. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun merid., Lolodor! 


(Leopold Conradt). 

N £ 56. Oyrtacanthacris 
baumannin.sp. Fig.22. 
(Oyrtacanthacris 
roseus K. nec Geer). 


Olivaceo-flavescens. 


) se carinis frontalibus nigro- 
N ns 
AN Er sienatis, pronoti dorso 
ul Js en 
mi HN 7 vitta utrinque lata sub- 
NN = 
IN CIMRROS 2 pereurrente male deter- 
| ELNWOSSTÜRSEST > 
NINE NSSSSSSSSET ; e ie 
M N I EREEEREISS minata,. lobis deflexis 
nn |IM Re 
Sa N stria inferiore macula- 
ILFTRN 
N \ 
N «ue superiore ornatis, 
| N elytrorum areis scapu- 
\\ 
lari et analı flavescen- 
tibus, alis roseis, tibiis 
postieis inferne olivaceo- 
flavescentibus, superne 
una cum tarsis, basi 
eorallinis, viridi-nigris, 
spinis  flavescentibus, 
Fig. 22. Cyrtacanthacris baumanni 9. apice nigris. &, 9. 


Steit, entomol, Zeit, 1896. 


Long. corporis $ 38, 2 54, pronoti 3 10,2, 2 13,4, 
elytri $ 38, 2 47, femoris postiei 3 23,5, 2 30 mill. 

Vertex eonvexus. haud carinatus, inter oculos zlatus. costa 
frontalis utrinque subealloso-marginata, grosse disperse punctata. 
Pronotum dorso granoso-rugosum, parum convexum, carına laevi- 
sata, suleis tribus profunde interrupta, instructum, margine antieo 
medio rotundatim subproducto, lobo basali postice planiusculo, 
lobo apicali subaeque longo et margine postieco rotundatim pro- 
ducto. Tubereulum prosternale spiniforme, validissimum, lon- 
eissimum, a basi subito fortiter recurvum, anterius basin versus 
tumescens, et ieitur, uti videtur, curvatum, apice acuminatum et 
mesosternum tangens. Elytra femora postica longe superantia. 
Pedes crassi. lonei; femora postica valida, abdomen sat superantia. 
carinis dorsalibus medio et externo serrato-dentieulatis; tibiae 
posticae superne in margine exteriore spinis 8, in margine interiore 
spinis 10 armatae. Lamina supraanalis maris ante apicem subito 
valde angustata, apice acuminato. Cerci maris breves, compressi. 
apicem versus acuminati, apice incurvo. Negmentum senitale 
maris apice sat longe conice producto. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Bismarckburg 2 (Dr. R. 
Büttner) et Misahöhe (Ernst Baumann) 10. V., 21. et 23. VI. 
18940 2 10, 301894202 


Dr 
: 


‘. Cyrtacanthacris dius n. sp. 

Viridis, antennis ochraceis, campo anali elytrorum late tlavo- 
marginato, tibiis postieis ochraceis, ima basi spinisque apice 
nigris, tarsis postieis rubris. 2. 

Long. eorporis 53, pronoti 12,5. elytri 50, femoris postici 29, 
latitudo elytri 9,5 mill. 

Vertex convexus, inter oculos angustatus, sed basi costae 
frontalis latior, fastisio paullo deelivi. Frons parum reclinata, 
costa frontali ubique aeque lata, inter antennas plana, infra 
ocellum sulcata, tota sparsius punetata. Pronotum angustius, 
brevius, totum subaequaliter rugoso-punetatum, ante medium 


Stett, entomol. Zeit, 1896. 


295 


paullo eonstrietum, dorso margine antico obtuse, margine postico 
angulariter rotundato, linea callosa longitudinali media laevigata 
subeariniformi instructo.  Tubereulum prosternale spiniforme, 
recurvum, anterius tumescens, mesosternum subattingens. Elytra 
longa, angusta, pronoti longitudine multo angustiora, laxius venosa, 
Pedes validi; femora postica ecarinis superomedia atque supero- 
externa serrato-dentatis; tibiae postieae paullo eurvatae, superne in 
mareine exteriore spinis 7, in margine interiore spinis 9 armatae. 

Habitat: Africa orientalis, Usambara — Bondei (Dr. C. W. 
Sehmidt). 

Diese Art ist dem Cyrtacanthacris deckeni (Gerst.) überaus 
ähnlich, unterscheidet sich jedoch sicher spezifisch und leicht von 
inm durch das kürzere (bei decken‘ 15 mill. lange) und überall 
srob punktirte, durchaus nicht dachige Pronotum, die erheblich 
kürzeren, sperriger geaderten Deckflügel. einen kürzeren Zapfen 
der Vorderbrust und die Färbung: den Mangel der gelben Zeich- 
nung den Seitenlappen sowie des hellen aufgeworfenen Vorder- 
und Hinterrandes des Pronotum, endlich durch den Mangel des 
Schwarz auf dem basalen Drittel des Aubßenkieles der Oberseite 
der Hinterschenkel. 

Bei dem einzigen Exemplar ist das linke Hinterbein monströs 
gebildet, besaß keinen Tarsus und trägt oben am Aubenrande 


nur 5, am Innenrande nur 7 Dornen. 


58. Cyrtacanthacris corallinipes n. sp. 

Flavo-viridis, elytris concoloribus, carina dorsali externa 
femorum posticorum late corallina nee non tarsis postieis corallinis, 
spinis tibiarum posticarum ımo apice nieris. 9. 

Long. eorporis 61, pronoti 13,5, elytri (laesi —), femoris 
postieci 33, latitudo elytri 11 mill. 

Vertex convexus, inter oculos constrietus, attamen costae 
frontalis basi latior, fastigio paullo deelivi. Frons perpendieularis, 
eosta frontali lata, suleata, in fundo punctata. Pronotum latum. 


medio parum constrietum, totum confertim rugose - punetatum. 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


296 


dorso planiuseulo, linea callosa laevigata cariniformi longitudinali 
pereurrente instructo, margine antico obtuse, margine postico 
late rotundato. Tubereulum prosternale spiniforme  crassum, 
recurvum, anterius tumescens. Elytra lata, densissime venosa. 
Pedes erassi; femora postica longiora,. carinis dorsalibus externa 
et media serrato-dentatis; tibiae posticae apice paullo incurvae, 
superne in margine exteriore spinis longis 8, in margine interiore 
spinis 9 armatae. 
Habitat: Africa orientalis. Kakoma, Uganda (Dr. Richard 
Böhm). 
Bei schlechter Verpackung in der Düte sind leider die 
Spitzen der Deckflügel des einzigen Exemplars zerstört worden. 
Von den verwandten Arten Oyrtacanthaeris deckeni (Gerst.) 
und Oyrt. dius K. unterscheidet sich diese neue Art sehon durch 
die gleichfarbigen Deckflügel; von Cyrt. dius K.. dem sie in der 
Bildung des Pronotum nahe steht, ist sie durch breitere Deck- 
tlügel und deren diehteres Adernetz, den corallenrothen Pinsel- 
strich über die äußere Kante der Hinterschenkeloberseite, breiteres 


und längeres Pronotum und längere Hinterschenkel verschieden. 


59. Cyrtacanthacris validiceps n. sp. 

Rufo-einereus, subunieolor, femorum posticorum areis supero- 
externa et superointerna fuseis, tibiis posticis inferne Llavescentibus. 
superne coerulescentibus, spinis favescentibus, apice nigris, tarsis 
nieris, alis hyalinis, basin, versus eoerulescentibus. fusco-venosis. 3,2. 

Long. corporis $ 35, 2 eireiter 53, pronoti S 9,1, 2 14, 
elytri & 26, 2 32, femoris postiei & 18, 2 25 mill. 

Caput maris mediocre, feminae valıdissimum. vertice con- 
vexo et inter oculos apud feminam latissimo, haud earimato, costa 
frontali latissima, grossius punctata. infra ocellum longitudinaliter 
impressa. Pronotum teres, fortiter rugoso-punetatum, dorso carina 
laevigata percurrente et suleis tribus distinete tenuiter intersecta 
instrueto, margine apicali rotundato, margine basali angulariter 
produeto, lobo basali lobo apieali aeque longo. Tubereulum 


Stett. entomol, Zeit. 1896, 


en 3 


297 


prosternale spiniforme, longissimum, validissimum. a basi subito 
fortiter recurvum,  anterius basin versus tumescens et igitur, uti 
videtur, eurvatum, apice mesosternum subattingens. Elytra femora 
postica in femina attingentia, in mare parum superantia. Pedes 
validi; femora postica bası valde inerassata, carinis superomedia 
et superoexterna serrato-dentieulatis; tibiae posticae superne in 
margine exteriore spinis 7, in margine interiore spinis 10 armatae. 
Lamina supraanalis maris ante apieem obtusiuseulum subito valde 
ansustata. Cerci maris. sat longi, compressi. apicem versus sensim 
acuminati, subineurvi. Segmentum genitale maris apice longius 
conice producto. 

Habitat: Africa centralis, Kabebe, in copula capt. „Heu- 
schreck kopulirt, 2 groß, rosabraun, 5 klein. grünbraun* (Dr. Max 
Buchner). 

Species inter aflines brevitate insolita elytrorum utriusque 


sexus nec non Capite apud feminam validissimo imsienis. 


60. Cyrtacanthacris illustrissimus n. sp. 

Pallide olivaceus, antennis  olivaceo -nigris apice flavo, 
femoribus postieis, tibiis anterioribus apieem versus in olivaceo- 
fuseum vergentibus. tibiis postieis nee non tarsis omnibus olivaceo- 
fuseis, vertice macula trianguları, antice acuta, olivaceo-fusca., 
pronoti cristae acie in parte apicali nee non lobi basalis margine 
toto angustissime nieris. elytris niero-marmoratis, alis atris, radiis 
nonnullis venarum ad marginem duetis albido-hyalinis, limbo 
marginis postici segmentorum abdominis plus minus lato et dorsum 
versus dilatato olivaceo-fusco,. lobis genieularibus femorum posti- 
corum apicem versus flavescentibus, spinis tibiarum posticarum 
flavis apiece nigro. 2. 

Long. corporis 75. pronoti 14, elytri 70, femoris postiei 
34 mill. 

Statura magna. Vertex tumidulus, sublaevis, inter oeulos 
sat latus, fastigio declivi, in costam frontalem sensim transiente. 


Pronotum sparse, in lobo basali densius impresso-punctatum, in 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


295 


parte apieali dorsi erista altiore, parum compressa, per sulcos tres 
profunde intersecta, parte basali planiuseula carina percurrente 
instruetum. Tubereulum prosternale gracile, tenue, subreetum, 
parum eompressum, apice acutiusculum. Elytra medium tibiae 
postieae longe superantia, sed apicem tibiae posticae haud attin- 
sentia. Tibiae posticae teretes, superne in margine exteriore 
spinis 9, in margine interiore spinis 11 armatae. 

Puleherrima species. 

Habitat: Africa oceidentalis. Camerun meridionalis, Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


61. Cyriacanthacris decipiens n. sp. Fig. 23 9. 
Roseus, anten- 
d nis nigris, alis 
suceineis, femori- 
bus postieis carina 
inferoexterna abasi 
ultra medium, ca- 


rina superoexterna 


\ : a basi usque ad 
b ! u: 
| s N \ a m tibiis po- 
\\ NEISSE stieis superne co- 
il UNS rallinis, spinis apice 
a) > nieris. 4% 9. 
I [» Long. eorporis 
| 3 35, 2 56, pro- 
not 19, 
elytri $ 32, 2 49, 
femoris postiei 5 
20.5, 2 25 mlll. 
Vertex con- 
f \ vexus, inter oeulos 
: > latus, fastigio de- 
Fig, 23. Cyrtacanthacris decipiens. elivi in costam 


Stett, entomol. Zeit, 1396. 


299 


frontalem latam et infra ocellum sulcatam sensim transiente. Frons 
rueoso-punetata. Pronotum dorso grossius, parte basali densius 
rusosum, lobis deflexis rugoso-punctatis; carina media dorsalis 
laevigata et suleis tribus intersecta, in parte apicali et parte 
basali antiee posticeque deelivis. 'Tubereulum prosternale reetum, 
eylindrieum, apiee obtusum. Elytra sat lata et modice longa. 
femora postica tamen sat longe superantia. Pedes crassi; femora 
postiea valida, abdomen in mare superantia, in femina subattin- 
sentia, earinis superomedia et superoexterna serrato-dentatis; 
tibiae posticae crassae, superne in margine exteriore spinis 8, in 
margine interiore spinis 10 armatae. Tamina supraanalis maris 
longior quam basi latior, apicem versus sensim angustata, apice 
rotundato, per mediam loneitudinis carinato-elevata et basi sulcata. 
Cerci maris sat longi, compressi, apice mueronato, incurvo. Beg- 
mentum genitale maris apice acuminatim producto. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe 3: 21. VI. 
1894, 2: 4. X. 1893 „Buschsavanne“ (Ernst Baumann). 

Cyrtacanthaeridi roseo (Geer) simillima species, attamen 
haud affınis, antennis nigris, tubereulo prosternali reetissimo inter 


alia facillime distinguenda. 


62. Cyrtacanthacris tectiferus n. sp. Fig. 24 9. 

Rufo-cinereus, opacus, carina media nec non rugulis pronoti 
ferrugineis. nitidiusculis, pedibus fusco-variegatis, dentieulis cari- 
narum superomediae et superoexternae femorum postieorum nee 
von spinis tiblarum apiee nigris, elytris venis fuseis, area radiali 
maeculis fuseis subannuliformibus, apieem versus maculis fuseis 
irresularibus signatis, alis hyalinis, apice infumatis. &, 2. 

ons conpous $ 39, 9253, pronott 383, Dr elymi 
3 38,5, 2 46, femoris postiei $ 20, 2 24 mill. 

Vertex carinatus,. fastigio declivi, late suleato, in costam 
frontalem basi convexam, infra ocellum suleatam, sensim transiente. 
Pronotum teetiforme, margine postico angulari, limbato, carina 
media areuata, suleis tribus profunde interseeta. Tubereulum 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 


prosternale erassum, 
rectum, teres, apice 
rotundato, obtuso. 
Elytra longa, sat an- 
susta, femora postica 
longe superantia. Pe- 


des crassi; femora 


postica  validissima, 


apicem abdominis 


haud attingentia, ea- 


rinis superomedia et 


=: —_——_= zZ 


superoexterna serrato- 
dentatis; tibiae eras- 
sae, breves, superne 
in margine exteriore 
spinis 8, in margine 
interiore spinis 10 ar- 


matae. Lamina supra- 


Fig. 24, Cyrtacanthacris tectiferus. 


analis maris loneior 

uam latior, apieem versus sensim angustata. apice rotundato, 

per medium elevata et basi suleata. Cerei maris breves, com- 

pressi, apice mucronato incurvo.  Segmentum genitale maris 
magnum, apice latum, trilobum, lobo medio magis produeto. 

Habitat: Afriea oceidentalis, Togo, Misahöhe, S: 30. V1. 1894, 


Se: 
9: 4. V. 1894 (Ernst Baumann). 


63. Cyrtacanthacris debilis n. sp. 

Rufo-einereus, femoribus postieis in area superoexterna 
nigro-bivittatis, carinis infero- et supero-externa fere totis nigris 
nitidis, tibiis postiecis superne violascentibus, spinis eorallinis, 
apice nieris, alis sordide hyalinis. 3. 

Long. corporis 32,2, pronoti 7,9, elytri 32, femoris postiei 


17,8 mill. 


Stett. entomol, Zeit. 1896, 


BEP. - 


sol 


Vertex convexus, inter oeulos eonstrietus, fastigio impresso, 
deelivi, in costam frontalem punctatam et infra antennas sulcatam 
rotundatim transiente. Pronotum rugosum, dorso carina laevigata 
ubique aeque alta, suleis tribus transversis distinete interseeta, 
instructo. Tubereulum prosternale rectum, cylindrieum, apice 
obtusum. Pedes erassi; femora postica sat valida, breviora, ab- 
dominis apicem (3) vix attingentia, carinis superoexterna et supero- 
media serrato-dentieulatis; .tibiae crassae,. superne in margine 
exteriore spinis 9, in margine interiore spinis 10 armatae. 
Elytra minus lata, femora postica sat longe superantia. Lamina 
supraanalis apicem versus sensim angustata, apice rotundato. 
Cerei longiores, compressi, apice incurvo. Sesmentum genitale 
acummatim produetum. 2 ienota. 

Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 

Inter species deseriptas Oyrtacanthacridi scrobieulato K. 


finıtima. 


64. Cyrtacanthacris humilierus n. sp. Fig. 25. 

Rufo-einereus, antennis cinereis. pronoti prozona maculis 
nonnullis punctiformibus nieris, carinis femorum posticorum supero- 
et infero-externis nigro-punctatis, arcubus genicularibus nigris, 
spinis tibiarum posticarum apice nieris, alis a basi ultra medium 
atris, margine postico anguste apiceque hyalinis, hoc irregulariter 
nigro-maculatis, his maculis subeonfluentibus. 9. 

Long. corporis cireiter 60, pronoti 13, elytri 74, femoris 
postiei 31 mill. 

Vertex convexus, inter oculos haud constrietus, fastigio late 
sulcato im costam frontalem, inter antennas convexam, punctatam, 
infra ocellum suleatam, sensim transiente. Pronotum tectiformiter 
carinatum, carina anterius valde, posterius minus declivi, ad 
basin obsoleta. suleis quatuor profunde interseeta, dorso antice 
postieceque angulariter subproducto. Tubereulum prosternale reetum, 
eylindrieum, apice obtusissimum. Lobi mesosternales longiores 
quam latiores, marginibus internis subparallelis,. apice rotundato. 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


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Fig. 25. Cyrtacanthacris humilicrus. 

Elytra longissima, basin tarsorum posticorum saltem attingentia. 
Femora postica gracillima, compressa, basi humiliora et genicula 
versus sensim angustiora. Tibiae posticae compressae, superne 
dense villosae, in margine exteriore spinis 10. spina apicali nulla. 
in margine interiore spinis 12 armatae. & ienotus. 

Habitat: Africa orientalis, Ugogo, VI. 1894 (Dr. Franz 
Stuhlmann). 

Exemplum alterum femineum colore ochraceo alarumque 
pietura aterrima haud dubie ejusdem speciei est. 

Lone. eorporis 67, pronoti 13, elytri 76, femoris postiei 
34 mill. 


Habitat: Africa oceidentalis, Ora servorum (Dr. ©. Finsch). 


Stett, entomol. Zeit. 1896, 


308 


Quoad colorem Cyrtacanthaeridi aegyptio (L.) Stal haud 
dissimilis, femore postico humili, spinis tibiarum posticarum numero 
majoribus, elytris longissimis, apicem pedum posticorum fere 
attingentibus, alis a radiee nigris, antennis cinereis primo intuitu 
facillime distinguenda et verisimiliter ad genus peculiare, Orthacan- 


thacris vocandum, referenda species. 


Acrostegastes n. ©. 

Vertex latus. valde declivis et in frontem verticalem sensim 
transiens. Costa frontalis inter antennas latissima, infra ocellum 
subito angustata. Antennae filiformes, crassae. Pronotum dorso 
per totam loneitudinem in eristam, apud marem quadrilobatam, 
suleis transversis profunde interseetam, elevatum, lobo antico pro- 
noti antice acuto paullo, lobo postico margine basali acuto longe 
producto. Elytra maris brevia, prope basin lata, dehine sensim 
angustata, apice rotundato. parte dimidia basalı densius, parte 
dimidia apicali laxius retieulatim venosa. Alae maris latae, breves. 
Pedes crassi, validi; femora postica area dorsali exteriore latissima; 
series exterior atque series interior spinarum dorsi tibiarum posti- 
carum basin versus aeque longe extensae. 9. Femina incerta. 

Ecphanto Stäl affıne et simile genus, pedibus validis, mar- 
sinibus dorsi tibiarum posticarum ad basin aequaliter spinosis, 
elytris brevibus, medium femorum posticorum vix superantibus 


inter alia divergens. 


65. Acrostegastes mollipes n. sp. Fig. 26. 
Pallide olivaceo-viridis, an- 


tennis fuseis. 3. 


RA ZAR 
a Long. corporis 18, pronoti 11, 


ER CITTR 


Fir. 26. Acrostegastes mollipes. elytri 14, femoris postiei 15 mill. 
Caput una cum pronoto irresulariter dense rugoso-impresso- 

punetatum. Totum corpus sat longe et dense albido-villosum. 

Tibiae postieae superne in margine exteriore spinis 8, spina apicali 

nulla. in margine interiore spinis 10 armatae. 

Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


Stett. entomol, Zeit. 1896, 


304 


66. Acrostegastes (?) glaber n. sp. Fie. 27. 

Flavus, oculis 
nigro - mareinatis. 
spinis tiblarum po- 
sticarum apice ni- 
a 


Riesa. Acrostegastes (2) glaber. Lone. COrPoris 


36, pronoti 21, elytri 8. femoris postiei 20 mill. 

Caput una cum pronoto irregulariter rugoso -punctatum. 
Totum eorpus glabrum. Tibiae posticae superne in margine 
exteriore spinis 9, in margine interiore spinis 11 armatae. 

Habitat: Africa orientalis, Barawa, Somali (Dr. G. A. Fischer). 

Paracoptacra n. @. 

Coptacrae Stal afline genus, elytris abbreviatis, pronoto 

parum longioribus, alis parvis, campo lato intermedio remotissime 


reticulato instructis. differens. 


67. Paracoptacra cauta n. Sp. 

Fusca, capite infra ocellum vitta elypeum attingente, per 
genas et per margines inferiores loborum lateralium pronoti ducta, 
costa frontali basi, vertice ad oculos vittis, posterius divergentibus 
et per latera dorsi pronoti continuatis, mesopleuris macula ad 
coxas intermedias,. metapleuris vitta, oblique ad coxas posticas 
perducta, flavis, elytris flavescentibus, areis radiali atque anali 
subviridibus, alis flavidis, abdomine testaceo-flavescente, ineisuris 
nigro-signatis, pedibus testaceis. tibiis posticis, IMo apice nigro, 
una cum tarsis sanguineis, spinis tibiarum posticarum apice 
miarnleh 9. 

Long. eorporis 4 13, 2 16,5—18, pronoti & 3,2, 2 4,2, 
elytri & 4,2, 2 5.2, femoris posticı & 9, 2 11,5 mill. 

Caput fortiter punetatum, costa frontali infra medium late- 
ribus parallelis instructa, supra ocellum basin versus sensim am- 
plata et basi ipsa angustata. Antennae basin pronoti superantes. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


305 


Pronotum ruguloso-punetatum. dorso earina media pereurrente 
suleis transversis sat fortiter interseeta instrueto, margine- antico 
recto, haud angulato, lobo basali lobo apicali tertia parte breviore. 
Elytra abbreviata, pronoto parum lonsiora, haud distantia. Alae 
parvae, campo lato intermedio remotissime retieulato. _Femora 
postica apicem abdominis in mare lonsius, in femina minus vel 
vix superantia, setis rigidis pallidis vestita.. carinis dorsalibus 
media atque externa remote serrulatis. 

Habitat: Africa orientalis interior, Insula Sesse, 10. XII. 1890 
(Dr. Franz Stuhlmann). 


Parepistaurus n. ©. 
Ab Epistauro Bol. imprimis elytris valde abbreviatis, lobi- 


formibus, late rotundatis, differens. 


68. Parepistaurus deses n. sp. 

Terreus, opacus, vertice genisque nigris, flavo-submaculatis, 
pronoti carina dorsali media basi metazonae utringue nee non 
plaga loborum lateralium pronoti partem dimidiam anteriorem 
suboceupante nigris. nitidis. angulo postico loborum lateralium 
pronoti latissime flavo, abdomine basi nigra, pone medium vitta 
utrinque obliqua lata flava signato, pedibus flavo-testaceis, fusco- 
variegatis, area inferoexterna niera. elytris margine externo nigro. 

Long. eorporis & 11,5, 2 16, pronoti & 3,3, 2 4, elytri 
g 2,2, 2 3,3, femoris postici & 8,5, 2 10 mill. 

Metazona pronoti ad suleum typicum utrinque profundius 
impressa. Elytra utriusque sexus valde abbreviata, lobiformia, 
late rotundata, segmenti mediani marginem posticum vix attingentia. 

&: Margo postieus segmenti ultimi abdominis in medio dorsi 
profunde exeisus et utringue dente magno depresso armatus 
Lamina supraanalis longior quam basi latior, lateribus partis 
tertiae basalis rotundatis, partis intermediae parallelis, parte tertia 
apicali subito angustata et lobulum rotundatum formante, parte 
intermedia a parte tertia basali ruga laterali obliqua separata. Cerci 
erassi, subcompressi, pone medium incurvi et apice acuminati. 

Stett, entomol, Zeit, 1896, 20 


306 


Habitat: Afriea orientalis, Kilimandjaro, territorium Djagsa, 
Madjame 1500 M. (T. Paesler). 


Allotriusia n. ©. 

Fastigium vertieis productum, una cum fastieio frontis com- 
pressum, altum, fronte infra antennas subito valde reclinata, costa 
frontali perducta. Vertex inter oculos valde constrietus. Antennae 
crassae, basin femorum posticorum attingentes, depressae, late 
ensiformes. Pronotum angustum, medio paullo constrietum, dorso 
carna media loneitudinali sat distincta, „labrata, nitida. inter 
sulcos anticum et postieum (typieum) obsoletiuseula, carinis 
lateralibus nullis, ubique punetato-rugoso, margine basali margine 
apicali paullo latiore. Tuberculum prosternale subeylindricum. 
apice obtuso. Lobi mesosternales distantes. lati. marsine interno 
rotundato. Lobi metasternales ad lineam mediam valde appropin- 
quati sed haud contigui. Elytra angusta, apicem femorum paullo, 
abdomen vix superantia. campo mediastinali prope basın valde lobato. 
Alae longae, subangustae, elytris parum breviores. Pedes sat breves, 
crassi; femora postica abdominis apicem haud attingentia (2); 
tibiae posticae superne utringue spinis 8 arımatae, in margine exte- 
riore spina apicalı nulla; tarsi postiei graciles, artieulo secundo brevi. 

Antennis ensiformibus in modo antennarum generis Acridae F. 
et affinium construetis, fastigio capitis valde producto inter Calop- 
tenidas singulare genus; affıne videtur generi Anthermo Bol. nee Stal. 

69. Allotriusia eurycera n. sp. 
Fig. 28. - 

Testaceo-fusea, alis eoerulescen- 
tibus, apice praesertim in area costali 
infuseato. 9. 

Long. corporis 30, pronoti 5, 
elytri 22,5. femoris postiei 14 mill. 


Habitat: Africa oceidentalis, 


Sierra Leona (2 singula in colleetione 
Dom. Dr. Henriei Dohrn). 


Fig. 28. Allotriusia eurycera. 


Steit, entomol, Zeit, 1896, 


307 


Coenona n. 8. 

Vertex inter oculos sat latus, costae frontalis basi distinete 
latior, fastigio parum declivi, antice obtuso et carina transversa 
a costa frontali separato; costa frontalis supra antennas vix pro- 
minula, infra antennas recta, fronte paullo reclinata. Antennae 
crassae. Pronotum angustum, suleis transversis quatuor distinetis. 
sat profundis instruetum, dorso carına media instructum, anterius 
paullo acutangulariter subproduetum. postice angulariter rotundato- 
produetum, lobo basali lobo apicali multo breviore, lobulis duobus inter 
suleos seeundum et tertium positis aeque longo, his lobulis utrinque 
tubereulatim paullo subproduetis, carinas laterales subformantibus, 
lobis deflexis margine antico rotundato, margine postico recto, 
oblique valde ascendente, mareine dorsali quam margine infero 
multo longiore, margine infero brevi, anterius emarginato, posterius 
rotundato, angulo postico nullo. 'Tubereulum prosternale depressum, 
basi latum, apieem versus sensim angustatum. Pedes valıidiuseuli, 
erassi, breves. Elytra abbreviata, abdominis apicem haud attin- 
sentia, in areis costali atque radiali macula nigra signata. Üerei 
maris breves, Gompressi, apicem versus sensim acuminati. Lamina 
supraanalis marium ante apicem subito angustata, apice rotundato- 
subtruneato et lobulo medio rotundato instructo. ° Segmentum 
oenitale maris breve, apice obtuse rotundato. 2 ignota. 

Ab omnibns seneribus Caloptenidarum brachypteris adhue 
coenitis margine postico loborum lateralium pronoti reeto divergens 


et pedibus cerassis brevibus praeterea valde insigne genus. 


0. Coenona brevipedalis n. sp. 

Flavescente testacea, fusco-variegata et punctata, elytris 
macula elongata ad eostam posita nee non maecula irregulari in 
area radiali posita, totam hujus areae latitudinem occupante, 
nieris signatis. 8. 

Lone. eorporis 19, pronoti 5.5, elytri 6,5, femoris postici 
11 mill. 


Frons, pronotum rugose punctata. Femora omnia incrassata, 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 20* 


308 


setis brevibus rieidis pallidis sat dense vestita, femora postiea 
carinis superomedia nee n)n superoexterna serrato - dentieulatis. 
Tibiae posticae superne in margine exteriore spinis 8 vel 9, spina 
apicali nulla, in margine interiore spinis 10 armatae. Elytra 
lata, apicem versus sensim dilatata, apice late rotundato, area 
costali latissima, parte dimidia basali dense reticulata, parte 
apicali venulis longitudinalibus erebris parallelis densissime positis 
instructa, areis radiali atque ulnari dense retieulatis. 


Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


Exemplum singulum hujus speciei insignioris — quod 
frequenter evenire dolendum est! — ab Anthreno arrosum. 


71. Serpusia spleniata n. sp. 


Testacea, fusco-variegata, lobis deflexis pronoti macula ante 
suleum typicum posita fusca, antice et inferius flavo-limbata, 
nitida signatis. 3, 2. 

Long. corporis & 22,3, 2 33, pronoti S 5, 2 6,7, elytri 
d 3,9, 2 9,9, femoris poslieı & 13,5, 2 17,8 mill. 

Elytra angusta, subeoncoloria, margine interno subflaves- 
cente. Lamina supraanalis maris lateribus subrotundatis, usque a 
medio apicem versus sensim angustata, parte dimidia basali sulco 
profundo instrueta. Cerei maris sat longi, laminam supraanalem 
paullo superantes, basi distinete compressi, ante apieem subito 
angustati, apice subacuminato. : 

Habitat: Africa oceidentalis, Guinea inferior. Chinchoxo 
(Dr. Falkenstein). 


Aresceutica n. ©. 
Serpusiae K. finitimum genus, differt corpore haud rugoso, 
pronoti dorso lobo basali longiore, margine postico subrotundato- 
truncato, in medio haud exeiso. elytris latioribus, rotundatis, haud 


nigro-maculatis. & ignotus. 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


309 


72. Aresceutica subnuda n. sp. 


Flavescente olivacea, nitidiuseula. fossa antennali in fundo 
nigra, vertice pronotique dorso fusco-punctato-maculato, pronoti 
lobis lateralibus vitta glabrata fusca, marginem anticum totum 
oceupante, posterius ad dorsum valde angustata, macula triangulari 
marginali ad angulum posteriorem marginis inferi posita, latissima 
flavescente, elytris parte dimidia anteriore (exteriore), lateribus 
abdominis, area externa atque interna nee non macula irregulari 
areolae basalis areae interioris dorsi femoris postiei nigris, tibiis 
postieis subsanguineis. $. 

Long. eorporis 28, pronoti 6, elytri 9,5, femoris postiei 15, 
latitudo elytri 3,3 mill. 

Caput et thorax impresso-punctata, haud rugosa. Vertex 
inter oculos valde angustatus, fastigio deelivi in costam frontalem 
rotundatim sensim transiente. Pronotum ad sulecum typieum 
distincte paullo constrietum, lobis lateralibus ante hune suleum 
paullo tumidulis, lobo basalı dorsi fere tertiam partem loneitudinis 
oceupante, margine basali truncato, in medio haud exeiso, margine 
antico in medio angulatim exeiso. Tuberculum prosternale sub- 
transversum, apice rotundato. Pedes graciles; femora postica carina 
dorsali media serrulata, suleis arcuatis areae externae saltem in 
tertia parte basali suleulo loneitudinali conjunctis; tibiae posticae 
superne in margine exteriore spinis 9, in margine interiore praeter 
spinam apicalem spinis 9 armatae. 


Habitat: Africa orientalis, Buloa prope Tanga (P. Lücker). 


Phialosphaera n. g. 


Vertex carinula longitudinali instruetus, inter oculos in mare 
valde, in femina minus angustatus et carina frontali basi sub- 
aeque latus, fastieio marginibus subeariniformibus instructo, apice 
late trunecato, sat declivi. Costa frontalis inter antennas lata et 
paullo producta, infra antennas marginibus parallelis paullo 


sinuata. Antennae erassiusculae, longae. Pronotum pone medium 


Stetit, entomol, Zeit, 1896. 


310 


constrietum, suleis quatuor transversis valde impressis instructum, 
dorso apiee rotundato, margine basali rotundato - subproducto, 
carina media longitudinali ubique aeque alta percurrente, lobo 
basali lobo apicali breviore, sed lobis inter suleum secundum 
atque tertium. tertium atque typieum positis simul sumtis paullo 
longiore. utrinqgue pone suleum typieum profunde impresso, lobis 
deflexis inferne latis, angulo postico rotundato instructis. Tuber- 
culum prosternale acuminatum. Pedes sat graciles, femora anteriora 
haud incrassata. Elytra lata, abbreviata, in utroque sexu abdominis 
apicem fere attingentia, in area radiali sola macula nigra nitida 
sigenata. Lamina supraanalis maris in parte dimidia basalı suleo 
utringue calloso - marginato instructa, in parte dimidia apiecali 
tricarinata, carinis lateralibus posterius convergentibus. _Cerei 
ınaris breves, compressi, apice acuminato. Lamina subgenitalis 


maris apice producta et globulo instructa. I, 2. 


Gereniae Stal affine genus. 


73. Phialosphaera globulifera n. sp. Fig. 29. 

Testacea, fuseo-variegata,. lobis deflexis 
pronoti vitta, marginem postieum versus dila- 
tata. fusea subnitida et supra et subtus late 
flavo-marsinata, femoribus postieis in area 
externomedia maculis tribus magnis fuseis. 
elytris in medio areae radialis maecula irre- 
oulari elongata nitida nigra et apieem versus 
macula opaca fusca nee non impressionibus 
dorsi pronoti pone suleum typicum nigris. 3,2. 

Lone. corporis $ 25. 2 35, pronoti 
ie 20, Phialosphaera 376, 978 elytine SS 219 Saloon emonis 

globulifera JS. postiei & 15, 9 19,3 mill. 


Frons, pronotum, pleurae rugoso-punctata. Elytra lata, ima 
basi dehiscentia, apice late rotundata. Femora postica carinis supero- 
media atque superoexterna serrato-dentieulatis. Tibiae posticae 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


sll 


superne in margine exteriore spinis 9, spina apieali nulla, in 


margine interiore spinis 10 armatae. 


Habitat: Africa oceidentalis, Guinea inferior, Chinchoxo 

(Dr. Falkenstein). 
Ptemoblax n. ®. 
Generi Phialosphaera K. finitimum genus, differt praesertim 
lobo postico (basali) pronoti lobo apieali distinete paullo humiliore, 
eoncaviuseulo, elytris magis abbreviatis, abdominis medium vix 
superantibus, in area costali et insuper in area radiali macula 
nigra nitida signatis, segmento genitali apice rotundato, globulo 


apieali haud instrueto. 3, 8. 


Gereniae Stal aftine genus. 


74. Ptemoblax ludius n. sp. Fig. 30. 

Fusca. antennis flavo-testaceis, spinis tibiarum 
posticarum apice nigris, elytris in medio areae costalis 
ad costam macula elongata,. in medio areae radialis 
macula irregulari nigra nitida sienatis. 3. 

Long. eorporis 21, pronoti 6, elytri 7.6, femoris 
postiei 13.8 mill. 

Frons, pronotum, pleurae granoso-rugosa. Elytra 


medium abdominis parum superantia. Femora postica 


carınis superomedia atque superoexterna serrato-denti- 


Fig. 30. 


Ftemoblax ulatis. Tibiae posticae superne in margine exteriore 


spinis 7 vel 8, spina apicali nulla, in margine interiore spinis 9 
armatae. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe (Ernst 
Baumann). 

Bemerkung: Die Orthopteren - Ausbeute des in noch 
jugendlichem Alter verstorbenen ausgezeichneten Tropenforschers 
Ernst Baumann ist so überaus reich, dab sie eine gesonderte 
Bearbeitung verdiente. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


75. Ptemoblax succursor n. sp. Fig. 31. 

Fusca, lobis deflexis pronoti vitta nigra 
nitida, elytris pone medium in area costali 
macula subrotundata majore et in area radıali 
insuper macula paullo minore nigra nitida 
signatis. 9. 

Long. corporis 36, pronoti 8,5, elytri 7, 
femoris postiei 21 mill. 

Frons, pronotum, pleurae dense rugoso- 


punctata, elytra distantia, lateralia, sat angusta, 


segmentum medianum paullo superantia. Tibiae 
posticae superne in margine exteriore spinis & 


vel 9, spina apieali nulla, in margine interiore 


spinis 10 armatae. 
Fig. 31. Ptemoblax 


ns Habitat: Africa oceidentalis, Congo. 


Ischnansis n. g. 

Vertex convexus inter oculos valde prominulos angustissimus. 
fastigio ante oculos paullo producio, apice rotundato, parum 
deelivi, in costam frontalem inter antennas prominulam rotun- 
datim transiente. Frons satis reclinata, costa frontali marginibus 
parallelis percurrente, infra antennas late sulcata. Antennae sat 
sraciles, filiformes, pronoti basin superantes. Pronotum | parte 
dimidia apicali paullo angustiore, parte dimidia basali basin 
versus sensim ampliata, dorso planescente, suleis distinetis instructo, 
linea laevigata media loneitudinali percurrente, lobis lateralibus 
rotundatim deflexis. Tubereulum prosternale eylindrieum, apice 
obtusum. Lobi mesosternales latius, metasternales minus distantes, 
haud contigui. Elytra angusta, longa. Pedes oraciles, postici 
longi atque tenues; femora postica sracilia, parte tertia basali 
sat incrassata, dehine sensim eracilescentia, parte tertia apicali 
tenuissima; tibiae posticae tenuissimae, longae, superne in mareine 
exteriore spinis oracilibus 10 vel 11 (spina apicali nulla), in 
inargine interiore spnis 11 armatae; tarsi postiei graciles. Cerci 


Stett, entomol; Zeit. 1896, 


5 


313 


maris breves, basi compressa, apicem versus sensim gracilescentes. 
Sesmentum genitale maris parvum. I. 9. 
Generi Catantops Schaum, speciebus africanis valde 


abundanti. finitimum atque simillimum genus. 


76. Ischnansis insitiva n. sp. Fig. 32 2. 

Cervina, fuseo-subvariegata, elytris 
nee non margine basalı dorsi pronoti 
punetis nigris signatis, alis hyalinis. $, 2. 

Long. corporis 3 21. 2 27, pro- 
no a 30.2 0 eyes ll DR 
femoris postiei $ 14, 2 17 mill. 

Frons atque pronotum dense punc- 
tata. Elytra in mare femora postica sub- 


superantia. in femina longius superantia. 


Habitat: Africa orientalis, Sansibar 
Fig. 32. (J. M. Hildebrandt). 

un Unter den zahlreichen Catantops- 

Arten würde vorstehende Form durchaus isolirt dastehen; ich 

fasse sie jedoch als das schlanke Extrem der Gattung Catantops 

Schaum auf, deren plumpes Extrem in Stenocrobylus Gerst. ver- 


körpert ist. 


77. Orbillus nyassicus n. sp. 

Pallide olivaceo-flavescens, antennis, basi excepta, fuseis, 
apicem versus in nierum vergentibus, sulco postico dorsi pronoti, 
suleis pleurarum, arcu geniculari femorum posticorum utrinque, 
tibiis postieis ima basi nee non spinis tibiarum, basi excepta, 
nieris, mesopleuris ad mesosternum mareine anterius dilatato nigro 
ornatis, femoribus tibiisque antieis extus vitta latiore fusca signatis, 
tarsis anterioribus interdum infuscatis, alis flavescente hyalinis, 
venis venulisgue marginem versus fuseis. 3, 2. 

Long. corporis 4 27, 2 40, pronoti S 5,5, 2 9, elytri 


3 22, 2 cire. 33, femoris postici $ 14, 2 19 mill. 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 


314 


Frons, sterna, pleurae, pronotum regulariter sat dense im 
presso-punetulata (punetis ad partem in fundo nigris). Lobus 
basalis pronoti praesertim in femina sat convexus, margine postico 


rotundatim produeto,. 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa, Milangi (Brown). 


78. Catantops opulentus n. sp. Fig. 33 2. 


Olivaceo-viridis. nitidus, ver- 
tice vitta lata, per medium dorsi 
pronoti continuata et linea olivacea 
per totam longitudmem in duas 
divisa, nigra ornato, capite pone 
oculos vitta angusta per lobos 
laterales pronoti ad dorsum posita 
continuata, elytris maculis singulis 
irregularibus subseriatis nigris eon- 
spersis, tibiis postieis nee non 
tarsis niericantibus. 3, 9. 

Long. corporis & 27,5, 2 39, 
pronoti & 6,7, 2 9,2, elytri & 23, 
2 fere 31, femoris postiei $ 16, 
22,9 mil 


Fastigium verticis paullo de- 


Fig, 33. Catantops opulentus. 


clive. Costa frontalis mareinibus 
callosis in utroque sexu profunde suleata. Vertex carina distincta 
longitudinali per medium totius dorsi pronoti eontinuata instructus. 
Pronotum dense punetatum. "Tuberculum prosternale reetum, sub- 
eylindricum, apice rotundato, basi haud gracileseente. Elytra 
femora postica vix superantia. Tibiae posticae superne in mar- 


eine exteriore spinis 7 vel 8. in margine interiore spinis 


fe} 


armatae. 


Habitat: Africa orientalis, Lacus Tanganyika (Paul Reichard). 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


79. Catantops putidus n. sp. 

Pallide tlavescens, nigro-maculatus, -vittatus et -punetatus. 
antennis fuseis basi pallidis, fronte ad elypeum maeulis puneti- 
formibus nigris quatuor, quadrangulum loneius quam latius for- 
mantibus, utrinque duabus juxta costam frontalem positis, ormata. 
vertice vitta per medium dorsi continuata sat lata et in lobo 
basali haud angustata, per totam loneitudinem linea flavescente 
divisa, niera nitidissima, lobis deflexis vitta angusta pereurrente. 
ad dorsum posita, superne recta, inferne male determinata, pone 
oeulos incipiente perdueta, nee noe maculis punctiformibus, sin- 
gulis minoribus, singulis majoribus, marginalibus im margine antieo 
et infero et postico ormatis, femoribus postieis in area externo- 
media serie media longitudinali macularum niorarum magnitudine 
alternantium cireiter septem praeditis, elytris areis costali atque 
ulnari viridi-fuseis et flavo-venosis, fronte, pronoto, pleuris, femo- 
ribus postieis in areis exterioribus maculis minutissimis, pectore 
maculis punetiformibus minoribus et nonnullis majoribus irregulariter 
conspersis, tibiis inferne bası excepta nieris. 3, 8. 

Lone. corporis & 20,5, 2 28, pronoti & 6,5, 2 7, elytri 
g eireiter 16, 2 20,5, femoris postiei & 11,5, 2 15,8 mill. 

Frons, pronotum, pleurae sat dense punctata (punetis ad 
partem in fundo nigris). Tubereulum prosternale apice sub 
acuminato. Lobi mesosternales atque metasternales feminae 
latissime, maris minus late distantes (haud eontieui). Elytra 
(emora postica in mare paullo, in femina vix vel haud superantia. 
Tibiae posticae superne in margine exteriore spinis 6 vel 7. in 
margine interiore spinis 9 armatae. Üerei maris breves, compressae, 
apicem versus sensim gracilescentes, apice subacuminato. 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa, Milanei (Brown). 


S0. Catantops ineptus n. sp. 
Pallide flavescens, nigro-vittatus, -maculatus atque-punctatus, 
antennis basi excepta fuseis, vertice vitta, per medium dorsi con- 
tinuata sat lata et in lobo basali haud angustata, per totam 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


316 


longitudinem linea flaveseente divisa, nigra nitidissima ornato, 
lobis deflexis vitta pereurrente angusta ad dorsum posita, superne 
subreeta, inferne male determinata, pone oculos incipiente signatis, 
elyirorum areis costali atque ulnari viridi-fuscis et flavido-venosis, 
femorum posticorum area externomedia serie macularum nigrarum 
ad carınam superiorem posita nee non maculis punetiformibus 
nonnullis inordinatis signata, fronte, pronoto, pleuris, pectore, 
coxis, femoribus postieis in areis externis punctis maculisque 
punetiformibus dispersis, tibiis postieis inferne basi excepta nigris. 9. 

Long. corporis 23,9. pronoti 5,9, elytri 20,5. femoris postici 
14 mill. 

Frons, pronotum. pleurae sat dense punctata. Tubereulum 
prosternale depressiusculum. apice late obtuseque rotundato. Lobi 
mesosternales angustius distantes, lobi metasternales sutura brevi 
contigui. Elytra femora postica superantia. Tibiae posticae superne 
in margine exteriore spinis 7 vel S, in margine interiore spinis 9 
armatae. | 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa, Milanji (Brown). 


81. Catantops lucrosus n. sp. 

Flavescente testaceus, antennis, pedibus, elytris in virides- 
cente fuscum vergentibus, horum area anali flavescente, vertice 
vitta per medium dorsi continuata sat lata. per totam longitudinem 
linea pallida divisa et per lobum basalem pronoti paullo angustata, 
lobis deflexis ad marginem dorsalem vitta percurrente, pone oculos 
ineipiente, superne fere recta, inferne male determinata, viridifusca 
ornatis, femorum posticorum area basali interna pallida. area 
internomedia nigra, area superointerna fasciis duabus transversis. 
anteriore media, posteriore paullo pone medium posita, ornata, 
areis superoexterna atque externomedia immaculatis. &, 2. 

Lone. corporis $ 19, 2 24,5, pronoti & 4,8, 2 5,8, elytri 
3 19, 2 circiter 20, femoris postiei $ 11,3, 2 14,5 mill. 

Caput et pronotum dense punctata. Vertex parum declivis, 
costa frontalis in utroque sexu infra antennas sulcata. Tuber- 


Stett, entomol. Zeit, 1896. 


317 


culum prosternale basi haud graeilescente, apice obtuse rotundato. 
Lobi mesosternales maris minus late, feminae latius distantes, 
lobi metasternales maris eontigui, feminae parum distantes. Elytra 
femora postica in femina paullo, in mare longius superantia. 
Cerci maris curvati, apice fisso. 


Habitat: Africa oceidentalis, Malange (Dr. Max Buchner). 


52. Catantops bifidus n. sp. 


Flavescente testaceus, antennis infuscatis, vertice, marginibus 
oculorum lateribusque pone oculos exceptis, fusco, oceipite pone 
oeulos genisque infra oculos vitta nigra ornatis, dorso pronoti. 
linea longitudinali ab apice ad suleum typieum ducta excepta. 
fusca, lobis deflexis macula permagna nigra nitida, inter suleum 
typieum et sulecum proximum macula parva rotundata flava 
signata, basi latissima, apice angustata, notatis, pleuris thoracis 
nieris, mesopleuris macula latiore, metapleuris vitta obliqua lon- 
siore flava ornatis, femoribus postieis area basali pallida, area 
internomedia macula media ad carinam superiorem posita et per 
aream superointernam transversim ducta nec non macula ante 
apieem nigra, area externomedia vitta lata fusca, ante medium 
ramulum latum ad medium carinae superioris emittente, ornatis, 
elytris fuseis, area radiali flavescente. 3. 

Long. corporis 19, pronoti 4,5, elytri 13. femoris postici 
11 mill. 

Caput et pronotum sparsius punetata. Costa frontalis inter 
antennas paullo dilatata, infra antennas sulcata. Tuberculum 
prosternale basi haud gracilescente, apice obtuse rotundato. Lobi 
mesosternales distantes, lobi metasternales contigui. Elytra ab- 
domen et femora postica vix superantia. Tibiae posticae superne 
in marsine exteriore spinis 9 vel 10, in margine interiore spinis 11 
armatae. ÜCerci maris compressi, eurvati, apice bifido. 

Habitat: Africa meridionalis orientalior. Delagoabai (R. 


Monteiro). 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 


318 


83. Catantops pompalis n. sp. Fie. 34 9. 
Atro-viridis, dorso pro- 
noti interdum, margine in- 
teriore elytrorum latius pal- 
lide viridibus. annulo prope 
basin tibiarum posticarum 
flavo, antennis, fronte infra 
ocellum, genis infra oculos, 
limbo marginis inferi lobo- 
rum  lateralium pronoti, 
posterius ad coxas inter- 
medias continuato, vitta 
angusta mareinum latera- 
lium dorsi, anterius per 
latera vertieis, posterius ad 


coxas posticas perducta, 


femoribus tibiisque anterio- 

Fig, 34. Catantops pompalis. ribus. tarsis postieis, sternis 
abdomineque ex parte nec non vittis per aream superoexternam 
et per marginem inferiorem areae externomediae ducta sulphureis, 
tibiis postieis violaceis, alis violaceis, apice infuseato. &, 2. 

Lone.  eorporis 8 26,9, 2 eweiter A0, pronotl so: 
2 8,5—9,2, elytri S 27,3, 2 40, femoris postici $ 16, 2 21 mill. 

Vertex inter oculos angustus, fastieio parum declivi. Costa 
frontalis ad ocellum impressa. Antennae longae, basin pronoti 
longius superantes. 'Tubereulum prosternale conieum. Lobi meta- 
sternales in mare subeontigui. in femina sat late distantes. Cerci 
maris tenues. paullo eurvati, apice simpliei. 


Habitat: Africa orientalis, Usambara, Neuelo (Heinsen). 


54. Calantops vanus n. sp. Fig. 39. 
Viridi-Havus, elytrorum area anali pallidiore, alis suceineis, 
elytris macula basali niera sienatis,. vena radiali fusca, genieulis 
lemorum posticorum utrinque niero signatis. basi tibiarum posti- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


319 


carum nigra, spinis tibiarum 
posticarum dimidio  apieali 
nigris (tibia postica dextra 


singuli individui viridi-flava. 


tibia sinistra violaseente). 9. 
Long. eorporis 40, pro- 


noti 8,5. elytri 38. femoris 


postici 20 mill. 

Fastigium vertieis paullo 
deelive. Frons distinete sparse 
punetafa, eosta frontali plana. 
haud impressa. Pronotum dense 


impresso - punetatum.  Tuber- 


culum  prosternale  reetum, 


paullo depressum. basi paullo 


Fig. 35. Catantops vanus. 


gracilescente, apice late obtuse 


rotundato. Lobi mesosternales late distantes, intus rotundati. 
Elytra femora postica longe superantia. Tibiae posticae superne 
in margine exteriore spinis 9 vel 11. in margine interiore spinis 10 
armatae. 


Habitat: Afriea orientalis. Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


Allaga n. ©. 


Vertex convexus,. inter oculos mmime remotos et valde 
prominulos angustissimus, fastigio subverticaliter deelivi. Frons 
subhorizontaliter valde reclinata. eosta frontali infra ocellum ob- 
soleta. Pronotum convexum, dorso subplano, apiee capite paullo 
angustiore, basin versus sensim ampliato, mareine basali toto 
subangulariter emarginato. Tubereulum prosternale latum, sub- 
depressum, apice late rotundato-obtuso. Lobi mesosternales lati, 
intus rotundati, distantes, lobi metasternales in femina distantes. 
in mare pone foveolas sutura brevi contigui. Elytra lobiformia, 
lateralia, basin femorum posticorum parum superantia. Pedes 
sat breves, crassi; femora omnia valde inerassata, valde convexa, 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


[emora postica sexuum difforniia; tibiae posticae breviores, superne 
in margine exteriore spina apieali destitutae. 3, 2. 
Stenocrobylo Gerst. verisimiliter finitimum genus, quamvis 


in multis insolite aberrans. 


55. Allaga ambigua sp Rio, 20.0 


Fig, 36a. 


TOT ran 


Fig. 36b. 
Femur posticum: 36a feminae, 36b maris. 


Flava, nitidissima, nigro- 
maculata atque-lineata, vertice 


vittis tribus, intermedia inter- 


vallum oculorum oceupante, poste- 
Bes, Fig. 36c. 
Allaga ambigua. rlus dilatata, lateralibus pone uyonis, 
oceulos positis, ubique aeque latis. 
fascia transversa basali frontis, annulo eircumoeulari. sutura elypei 
nec non maculis genarum, elypei, labri, nigris, pronoto, mareinibus 
omnibus anguste callosis flavis exceptis, toto nigro, dorso vittis 
duabus percurrentibus nee non lobis deflexis ad marginem inferum 
irregulariter flavis, pleuris niero-maculatis, elytris, mareinibus an- 
guste flavis exceptis, totis nieris, longitudinaliter flavo-bilineatis, 
abdomine nigro-maculato, tibiis anterioribus nigro-maeulatis, femo- 
ribus postieis in area externomedia stria lata nigra, superne ramos 
duos latos per dorsum emittente, geniculis fere totis nigris, lobis 
genieularibus nigro-maculatis, tibiis postieis rufeseentibus, parte 
dimidia basali nigra, flavo-maculata et prope basin flavo-annulata, 
imo apice nigro, spinis flavis, apice niero. tarsis postieis utrinque 
nigro-lineatis. &. 8. 
Lone, corporis & 25, 2 31, pronot 7 <,06,2.00, ey 
8 2 6, femoris postii S 2 16 mill. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


321 


Area externomedia et area inferoexterna femorum posticorum 
in femina normales, in mare autem area externomedia angustata, 
area inferoexterna valde dilatata, mareine inferiore subrecto et 
paullo ante apicem subito sinuato. Elytris lobiformibus, lateralibus, 
corpore laevi et glabro nee non femoribus postieis valde in- 
erassatis forma insolita, erylliformis et valde insienis. 

Habitat: Africa orientalis, Sansibar (J. M. Hildebrandt). 


86. Caloptenopsis angusticosta n. sp. Fig. 37 9. 

Pallide rufescens, pronoto dorso 
— vitta lata retrorsum ampliata fusca, 
utrimque vitta marginali sat lata 
flava terminata, margine basali calloso 


angustisime flavo, lobis _deflexis 


vitta lata ad dorsum posita, a mar- 


ZIRON 
NA 
INNERE 


seine antico ad suleum typicum 
extensa, inferne oblique marginata, 
superius opaca, inferius nitidissima, 
nigra, elytris subvitreis, fuscis, parte 
tertia basali nigra, area axillari intus 
flava, alis hyalinis, pedibus subeon- 
coloribus, femoribus postieis areis 

Fig. 37, dorsalibus punetis nonnullis nigris 
nn one ansaene eonspersis, area externomedia ad 
carinam superiorem angustissime nigra, ad angulum postieum 
nigro-varieoata,»nec non arcubus genieularibus totis nigris, tibiis 
postieis, ima basi nigra excepta, pallide rufis, spinis apiee nigris. 3,9. 

Lone. corporis 4 25, 2 36, pronoti $ 5, 2 7,2 vel 7,8, 
elytri & 23, 2 31, femoris postiei & 15,5, 2 21 mill. 

Vertex inter oeulos eonstrietus, fastigio, marginibus elevatis 
callosis impressionem anterius latiorem ineludentibus instrueto. longe 
ante oculos producto. Costa frontalis punctata, minus lata, supra 
antennas distinete angustata et vertice inter oculos angustior. 
Pronotum proportionaliter longius, carına dorsali media longi- 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 21 


322 


tudinali distinetissima instruetum, marsinibus lateralibus dorsi 
subrugoso-punctatis, carina nulla instructis, lobis lateralibus anterius 
angulariter, pone suleum typieum subrotundatim deflexis, laevigatis 
et totis grossius et densius punctatis. "Tubereulum prosternale 
depressum, latum, apice subemarginato. Intervallum loborum 
mesosternalium in mare subquadratum, in femina transversum; 
lobi metasternales feminae late distantes, maris subeontigui. Tibiae 
posticae superne in marsine exteriore spinis 6 vel 7, in margine 
interiore praeter spinam apicalem spinis 6 vel 7 armatae. 


Habitat: Africa orientalis, territorium Nyassa. Milanji (Brown). 


87. Caloptenopsis laticosta n. sp. 

Pallide testaceus, nigro-multipunctatus et fusco-variegatus, 
facie pallide rufescente, longitudinaliter fuseo-striata, pronoti dorso 
unieolore, interdum utrimque vitta angustissima pallidiore, anterius 
per latera vertieis ad oculos eontinuata, posterius per areae axillaris 
partem interiorem extensa ornato (var. marginalis)., lobis deflexis 
pronoti parce nigro-maculatis, anterius macula irreguları, mar- 
sinem anticum haud attingente, at sulcum typieum latius tangente, 
nigra nitidissima signatis, elytris subvitreis, fusco-maculatis et 
-strjatis, tertia parte basali fusca, area discoidali maculis vitreis 
eireiter quatuor, area axillari parte interiore flava, alis hyalinis, 
pleuris pedibusque niero-punctatis atque-maculatis. femoribus postieis 
in areis dorsalibus fusco-variegatis, carina media nigro-maculata, 
area externomedia carinis superiore et inferiore maculis nigris 
nee non maculis punetiformibus ad suleulos transversos positis 
nigris seriatis conspersis, arcubus senieularibus totis nee non lobis 
genieularibus basi nieris, tibiis pallide rufis, spinis apice nigro. 

Long. eorporis $ 22, 2 28,5—31,5, pronoti S 4,5, 2 6,5, 
elytri & 19, 2 26,5, femoris postiei & 15, 221 mill. 

Vertex inter oculos lineis tribus laevigatis, instruetus, inter 
lineas subimpressus, fastigio ante ocnlos impressione nulla instructo. 
Costa frontalis infra antennas latior, in femina latissima, supra 
antennas minime angustata et sparse punetata. Pronotum pro- 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


323 


portionaliter brevius, carina dorsali longitudinali media distinetissima, 
marginibus lateralibus grosse punctatis, carina laevigata nulla 
instructis, lobis lateralibus totis angulariter deflexis, laevigatis, 
totis densius et grossius punetatis. Tubereulum prosternale minus 
depressum. minus transversum, apice obtuse rotundato. Inter- 
vallum loborum mesosternalium utriusque sexus subquadratum, in 
femina haud transversum; lobi metasternales posterius valde con- 
_ vergentes, in femina anguste distantes, in mare subeontigui. Tibiae 
posticae superne in margine exteriore spinis 6 vel 7, in maregine 
interiore praeter spinam apicalem spinis 6 vel 7 armatae. 


Habitat: Afriea orientalis, territorium Nyassa, Milanji (Brown). 


88. Metaxymecus pendulus n. sp. 

Castaneus,. dorso utrinque vitta straminea, in apice verticis 
orientibus, per oceiput et: margines laterales dorsi pronoti in aream 
analem elytri perductis, facie testacea,. fusco-marmorata. limbo 
lato marginis basalis dorsi pronoti pallido,. elytris hyalinis, venis 
fuseis, area media infuscata, maculis transversis vitrinis usque 
ad apicem elytri seriatis, area scapulari linea straminea signata, 
pedibus testaceis, fusco-submarmoratis, femoribus postieis im area 
externa ad partem mediam tertiam stramineam carinae inferiores 
umbra nigra sienatis, spinis tibiarum posticarum basi excepta 
meris. 2. 

Long. eorporis S 27, 2 44, pronoti S 5, 2 6,9, elytri 
& 18, 2 23,5, femoris postieci J 20, 2 30 mill. 

Vertex carina media percurrente instructus, fastigio utrinque 
impresso, tricarinato. Costa frontalis rotundata,. sparse punetulata. 
Pronotum punctatum, dorso plano carina media longitudinali per- 
eurrente, mareinibus lateralibus laevigatis posterius m 5 parum 
divergentibus, subparallelis, in 2 distinetius divergentibus, lobo 
basali lobo apicali breviore, margine basali subtruneato. Tuber- 
culum prosternale transversum, valde depressum, antice concavius- 
culum, apicem versus sensim dilatatum, apice angulis rotundatis 


truneato. Elytra in mare apicem abdominis attingentia, in femina 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 91* 


324 


haud attingentia. Tibiae posticae superne in margine exteriore 
spinis 14 vel 15, in margine inferiore spinis 13 vel 14 armatae. 
Cereci maris longiores, laminati, mareine superiore rotundato, 
margine inferiore sinuato. 

Habitat: Africa orientalis, Sansıbar (J. M. Hildebrandt). 

89. Metaxymecus laxus n. sp. Fig. 38 9. 

Testaceus, vitta per totam 
loneitudinem im duas divisa ab 
apice verticis fere usque ad basin 
dorsi pronoti perducta castanea, 
elytris hyalinis, venis fuscis, area 


intermedia infuseata maeulis trans- 


OR versis vitrinis usque ad apicem 


elytri seriatis et pone medium 
elytri medio interruptis, area 
scapulari linea straminea signata, 


spinis tiblarum posticarum basi 


excepta nieris. &, 2. 

Long. corporis $ 27, 2 40, 
pronoti & fere 6, 2 fere 7, elytri 
& 22, 2 30,5, femoris postiei 
& 22, 2 30 mill. 

Pronoti dorsi margines late- 
rales laevigati posterius distinctius 
guam in specie praecedente diver- 


Fig, 38, Metaxymecus laxus. 
sentes. Tuberculum prosternale 


je) 
subtransversum, antice planiuseulum, haud eoncaviuseulum, in & 
apicem versus sensim paullo angustatum. apice obtusiusculo, in 2 
apice obtuse rotundato. Elytra quam in specie praecedente 
distincte paullo longiora. Tibiae posticae superne in margine 
exteriore spinis 17 vel 18 (rarissime 15 vel 16), in margine 
interiore spinis 13—17 armatae. Cerei maris compressi. haud 
lamimati, subreeti, apicem versus sensim acuminati. 
Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe (Ernst Baumann). 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


325 


Phasgonurodea. 
Phaneropteridae. 


Epiphlebus n. e. 

Fastigium vertieis articulo primo antennarum angustius, 
acuminatum, suleatum. Pronotum teres, lobo postico margine 
basali rotundato produeto, elytra ad partem tegente, lobis deflexis 
sinu humerali nullo. Elytra lobiformia. Mesosternum atque meta- 
sternum postice truncata, impressiones basales liberantia. Coxae 
anticae inermes. Femora antica longitudinem pronoti paullo 
superantia. Tibiae anticae superne praeter spinulam apicalem in 
margine exteriore spinulis novem, in margine interiore spinulis 
sex armatae. Ovipositor compressus, a basi sensim humilior, 


utroque margine, apicem versus acute, serrato-dentato. 9, 


90. Epiphlebus erypterius n. sp. 

Flavo-viridis, antennis fusco-annulatis, margine postico pro- 
noti niero-limbato,. elytris inter venas fuseis, spinis pedum 
mleris, Q, 

Long. pronoti 6,5, elytri eireiter 5, femoris antiei 10,2, 
femoris intermedii 12, femoris postiei 25. ovipositoris eireiter 
1 Sams 

Capıt parvum. Fastieium frontis subaeuminatum, a fastigio 
verticis diseretum. Pronotum dorso posterius adscendente, sulco 
posteriore pone medium posito, lobis deflexis margine inferiore 
sinuato. Mesosternum atque metasternum latissima. Elytra valde 
abbreviata, lobiformia, rotundata, venis marginem versus valde 
incrassatis. Pedes longi, validiusculi; femora omnia inferne per 
totam longitudinem in utroque margine spinosa, lobis genicularibus 
breviter bispinosis; tibiae anticae compressae, utrmque foramine 
aperto instructae, pone foramina haud angustatae. Abdomen 
feres. Ovipositor femore antico aeque longus, incurvus, disco 
rUgoso. 

Habitat: Africa orientalis, Somalı, 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


326 


91. Drepanophyllum corrosifolium n. sp. 

Fusco-ferrugineum, femoribus apiee excepto pallidioribus, 
elytris maculis irregularibus hie illie congregatis pellueidis ornatis, 
campo tympanali flavido. 3, 8. 

Long. eorporis S 25, pronoti 5, elytri 38,5, femoris postici 29, 
latitudo elytri in medio 8, ad apieem 12 mill. 

Long. corporis 2 29, pronoti 4,2, elytri 38, femoris postici 26. 
latitudo elytri in medio 5,9, ad apicem 8 mill. 

Elytra quam in specie singula adhue cognita — Drepano- 
phyllo marmorato K. (Karschiae corrosae Brunner), in mare atque 
femina elytris subaeque latis instructa — praesertim in femina 
multo angustiora. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun, Yaunde-Station 


(G. Zenker), Lolodorf (Leopold Conradt). 


Stenamblyphyllum n. ©. 


Caput parvum. Oculi globosi, valde prominuli. Fastigium 
vertieis eompressum. sulcatum, cum fastigio frontis haud con- 
tiguum. Antennae crassiores, Jfrasiles. Pronotum angustum. 
constrietum, lobis lateralibus rotundato-deflexis, multo longioribus 
quam altioribus, margine infero angulis rotundatis truncato. Elytra 
longissima, angustissima,. basi paullo latiora, dehine mareinibus 
parallelis instıueta, apiee oblique subtruncato. Alae longae. plus 
duplo longiores quam latiores, in quiete elytra superantes, mar- 
sine antico fere recto, campo marginali angusto, apice rotundato- 
subtruncato. Pedes longissimi et tehuissimi, coxis antieis iner- 
mibus, foraminibus tibiarum anticarum utrinque eonchatis. Ovi- 
positor brevissimus, marginibus supero atque infero erenulatis. 


3 ignotus. 


Drepanophyllo K. (kKarschiae Brunner) finitimum genus,. 


Stett. entomol. Zeit, 1896, 


3237 


92. Stenamblyphyllum dilutum 


n. Sp. 
J 
’) . 
N \ > Bier 395% 
| | Flavo - ferrugineum, an- 
uf tennis nigris, elytris fusco- 
a) 
al: 


en) ferrugineo-variegatis, alis mar- 


gine antico nee non apice 
campi marginalis fusco-ferru- 


gineis, tibiis omnibus superne 


ul 


nisris, tibiis postieis in fundo 


sulei dorsalis flavidis. 9. 


Long. corporis 20, pro- 


noti 4,5, elytri 36,9. femoris 


Er 
S 


postieci 28, ovipositoris fere 
2,5, latitudo elytri in medio 
4 mill. 


Habitat: Africa oceiden- 
talis, Camerun, Vietoria (Dr. 
Mn EN Paul Preuss), Lolodorf (Leopold 


Conradt). 
Fig. 39. $tenamblyphyllum dilutum. 


93. Peronura nomima n. sp. 

Fuseo-viridis, unicolor. 3, 8. 

Long. corporis $ 23, 2 36, pronoti S 5,8, 2 7,9, elytri 
225 231, alae& 35, 273,8, femoris posticr Ss 29, 2 27,2, 
ovipositoris 14 mill. 

Pronotum sat latum, breve, dorso planiusceulo, margine 
antico sinuato, margine basali rotundato-truncato, lobis lateralibus 
rotundatim deflexis, multo longioribus quam postice altioribus, 
margine infero rotundato, anterius adscendente, angulo postico 
rotundato, sinu humerali subnulloe. Elytra lata, apieem femorum 


posticorum attingentia. Alae brevissimae, anguste lobiformes, 


Stett, entomol, Zeit, 1396, 


328 


Femora antiea teretia, inferne in utroque margine spinis validis 
eireiter 10. femora intermedia inferne in utrogue margine spinis 
eireiter 8, femora postica paullo incrassata inferne in margine 
interiore spinis validis eireiter 13, in margine exteriore spinis 
eirciter 9—12 armata. Tibiae omnes superne marginibus callosis 
planae, utrinque spinulosae. Segmentum dorsale maris ultinum 
abdominale postice late emarginatum. Cerci maris longi. eurvati, 
apice incurvo, acuminato. Lamina subgenitalis maris longa, an- 
suste fissa, margimibus ultra medium subparallelis, apieem versus 
mareinibus convergentibus instructa, apiee acuminato. Övipositor 
longus, incurvus, marginibus apice serrato-dentatis, disco scabro. 
Lamina subgenitalis feminae apice rotundato. 3, 2. 

Habitat: Africa orientalis, Mpwapwa, „Decticus: grün, mit 
fahlem Fleck auf dem Vorderflügel“, 5. VI. 90 (3), 7. VI. 90 (9 
(Dr. Franz Stuhlmann). 


Harposcepa n. 2. 

Fastigium vertieis triangulare, deflexum. Antennae crassius- 
eulae, minus graciles, fragiles. Oculi rotundati, sat prominuli. 
Frons perpendieularis, parum convexa. Pronotum elongatum, 
dorso suleis duobus transversis profundis eonstrieto, mareine antico 
sinuato, margine postico rotundato et medio subemarginato, lobis 
lateralibus subangulato-deflexis, carmulam nullam formantibus, 
multo longioribus quam altioribus, postice quam antice altioribus, 
angeulis rotundatis instructis, margine inferiore obliquo, sinu 
humerali distineto. Elytra latiora, abdomen superantia, prope 
basin longitudinem pronoti aequantia, margine antico rotundato, 
margine postico basi rotundata, dehine profunde sinuato, marsine 
apicali angulis rotundatis rotundato-truncato, venis radialibus 
a basi distantibus. Alae brevissimae. lobuliformes. Coxae antieae 
inermes. Femora omnia gracillima, superne teretia, inferne planius- 
eula utroque margine spinuloso, lobis genieularibus breviter bi- 
spinosis. Tibiae anticae superne sulcatae, spinulosae; foramina 
eonchis adpressis clausa. Ovipositor altus, valde incurvus, pro- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


329 


noto paullo longior, disco ruguloso, margmibus superiore atque 
inferiore apicem versus serrato-dentalis. 9. 


Habitu Tylopsidarum (sensu, Brunneri). 


94. Harposcepa lobulipennis n. sp. 

Laete viridis, vertice subroseo. pronoti dorso roseo-strigoso, 
punetato, elytris venulis permultis roseis, limbo marginis antiei 
nee non mareinis postici medium versus eburneis et roseo-mar- 
sinatis, abdomine dorso maculis segmentalibus apieem versus 
maenitudine descrescentibus triangularıbus roseo-fuseis nee non 
serie laterali macularum albidarum utrinque ornato. 9. 

Long. corporis ovipositore excepto 27, pronoti 8,8, elytri 
33,5. femoris antiei 17, femoris intermedi 20. femoris postici 39, 
ovipositoris 11, latitudo elytri 10 mill. 


Habitat: Africa orientalis, Somalı. 


95. Conchotopoda stuhlmanni n. sp. 

Laete viridis, oeulis nee non spinis pedum nigris. 3. 

Long. eorporis 21. pronoti 5,3, elytri 33,5, femoris antiei 
11,5, fem. intermedii 14, fem. postiei 28 mill. 

Femora antiea inferne in margine exteriore spinis 11 vel 12, 
in margine interiore spinis 9 vel 10, femora intermedia inferne 
in mareine exteriore spinis 11, in margine interiore spinis 12, 
femora postica inferne in margine interiore spinis 9 vel 10, in 
marsine exteriore spinis 11 armata. Foramina tibiarum anticarum 
conchata,. eonechis paullo convexis. Cerei breves. Lamina suh- 
senitalis cercis longior, apiee exeiso. 

Habitat: Afriea orientalis, Buginda, 11. VI. 1894 (Dr. Franz 
Stuhlmann). 

Durch die spärlichere Bedornung der Schenkel, die minder 
blasig gewölbten Gehörmuscheln der Vorderschienen und kürzere, 
von der Subgenitalplatte überragte Raife von dem 5 der Con- 
chotopoda belcki K. verschieden; diese Art besitzt auf der Unter- 
seite der Vorderschenkel innen 10—11, außen 17.—1$, an der 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


330 


der Mittelschenkel innen 14, außen 19, und an der der Hinter- 


schenkel innen 13, außen 18—19 Dornen. 


96. Pardalota asymmetrica n. sp. 

Flava, fuseo-nigroque variegata, antennis nigris, fronte nigro- 
flavoque marmorata, elytris viridi-favis, ima basi nee non campo 
costali parte dimidia basali nigris, campo toto posteriore, vitta 
lata basi abbreviata ad venam radialem posteriorem posita 
excepta, plus minus infuscato et maeulis orbieularibus duabus vel 
tribus sienato, alis infumatis, venis nigris, margine antico toto 
nee non dimidio campo apiecali nieris, pedibus nigro-lineatis, 
femoribus postieis basi nigro-annulatis, abdomine dorso et lateribus 
nee non ventre nigro-vittatis, partibus genitalibus maris, appen- 
dieibus laminae supraanalis flavis exceptis, atris nitidissimis. S, 9. 

Long. eorporis & 15, 2 22, pronoti & 3,9, 24,2, elyisi 
& 14,5. 2 15, femoris postici 3 11, 2 12,5, ovipositoris 11 mill. 

Elytra apicem femorum postieöorum haud superantia, parte 
dimidia apicali apicem versus sensim angustata. Lamina supra- 
analis maris magna, in lobos duos flavos maequales, altero (recto) 
simplieiter furcato, altero (sinistro) eornubus duobus instructo, 
produeta. Üerci maris securiformes. Lamina subgenitalis maris 
magna, apice obtuso. Ovipositor pronoto plus duplo longior. 

Habitat: Africa orientalis centralis, Kirewia (16. VI. 1891), 
Itiimba (28. VI. 1891), Bundeko (4. VII. 1891), Bugundi 
(7. VII. 1891) (Dr. Franz Stuhlmann); Sossian-Ngoroine, terri- 
torium Massai (l. 1594), Vietoria Nyansa oceident.. Ussoga- 
Uganda (V.-—VIll. 1894) (Oscar Neumann). 

Diese anscheinend sehr wenig variable zierliche Phasgonuridee 
vertritt im östlichen Afrika die nicht minder hübsche westafrika- 
nische Pardalota versicolor Brunner. Während bei dieser die 
Deekflügel die Hinterschenkel weit überragen, erreichen sie bei 
Pardalota asymmelrica nur deren Spitze und sind von der Mitte 
zur Spitze hin gemach verschmälert. Die Raife des Männchens 
haben beilförmige Gestalt, seine Subgenitalplatte ist groß und am 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


33l 


Ende stumpf, und sehr merkwürdig zeigt sich die schwarz elän- 
zende Supraanalplatte gebildet; sie läuft in zwei gelb gefärbte 
lappige ungleich gestaltete Fortsätze aus,s von denen der rechts- 
seitige einfach gespalten, der linksseitige mit zwei Hörnern ver- 
sehen erscheint. Beim Weibchen ist die Legescheide länger, 


als die doppelte Länge des Pronotum beträst. 


97. Arantia scurra n. sp. 

Capite, pronoto, pedibus, abdomime ochraceis, antennis 
pallidis densissime fusco-subannulatis. artieulo basali ochraceo, 
extus fascia lata fusca perducta, fronte rufescente nigra, nitida, 
lobo basali dorsi pronoti. apice femorum anteriorum, basi tibiarum 
anteriorum, femoribus postieis, parte tertia basali ochracea excepta, 
nee non tarsis postieis rufescente nigris, opacis. femorum postieorum 
parte fusca ochraceo - variegata et subannulata, tibiis postieis 
ochraceis ante medium annulis duobus rufeseentibus ornatis. ab- 
dominis dorso per medium longitudinis latius rufescente fusco, 
spinis femorum anteriorum rufescente nigris, [emorum posticorum 
virescentibus, apice nigris, elytris viridibus, ad basin marginis 
antici inter venulas callosas maculis rufescente nigris nitidissimis 
ornatis, marginibus pone medium rufescente nigro- punetulatis, 
cereis macula apicali nee non stylis minimis laminae subgenitalis 
totis rufescente nigris, opacis. 3. 

Long. corporis 33, pronoti 7,2, elytri 92,9, femoris postiei 33, 
tibiae posticae 38,5, latitudo elytri 19.9. 

Statura media. Elytra per totam fere lonsitudinem sub- 
aeque lata. mareine apicali, angulo posteriore valde rotundato, 
oblique subtruncato, pronoti lonsitudine haud duplo latiora. 
Femora antica inferne in margine interiore, femora intermedia 
inferne in margine exteriore spinula 1, ad initium partis rufes- 
centi-nigrae posita, femora postica inferne in margine exteriore 
spinis validis 7—8, in mareine interiore spinis 5—6 armata. 
Tibiae posticae crassae, subrectae, superne sat late planae. Cerei 
maris erassi, sat longi, apicem versus flexuosi. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


Habitat: Afriea oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


98. Arantia mammisignum n. Sp. 

Viridis, antennis densissime fusco-subannulatis. articulo basalı 
extus rufescente fasciato. pronoti dorso lobo basali maculis duabus 
maenis rotundatis subeontiguis albido-eburneis, mammas simulan- 
tibus, signatis. elytris ad basin marginis antici inter venulas callosas 
suttulis rufescente nigris nitidissimis ornatis, nee non imo margine 
pone medium eircum rufescente nigro angustissime limbato vel 
 rufesecente nigro punctulato, abdominis dorso per medium longi- 
tudinis sat late rufescente infuscato, spinis pedum apice nieris. Q. 

Long. corporis 44, pronoti 9,5, elytri 69, femoris postici 39,9, 
tibiae posticae 38, latitudo elytri 21 mill. 

Validissima. Elytra per totam longitudinem subaeque lata, 
pronoti longitudine paullo plus quam duplo latiora, margine apicalı, 
angulo posteriore valde rotundato, oblique subtruncato. Femora 
antica inferne in margine interiore spinulis 5 (femore sinistro toto 
inermi),. femora intermedia inferne in margine exteriore spinulis 
minimis 2 (vel 1). femora postica inferne in margine exteriore 
spinulis 13—15. in margine interiore spinis validioribus 7-—10 
armata. Tibiae posticae crassae, eurvescentes, femoribus postieis 
distinete longiores, superne late planae. 

Habitat: Africa oceidentalis. Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


99. Catoptropteryx capreola n. sp. 

Flavo - viridis, antennis basi coneoloribus, parte dorsali 
tibiarum anticarum inter foramina posita fusea, pronoto lobis 
lateralibus ad dorsum stria angustissima, medio interrupta, nigra 
signatis, femoribus postieis parte dimidia apicali fuseo-punctulatis, 
spinis pedum viridibus apiee nigris, cereis viridibus. 3. 

Long. corporis 22, pronoti 4,2, elytri fere 28, femoris 
postiei 18 mill. 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


333 


Statura minore. Pronotum dorso posterius «distinete am- 
pliato. Tibiae posticae graciles. Cerci maris longi, crassi, 
arcuali, apice acuto. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


100. Catoptroptery& immaculipennis n. sp. 

Flavo-viridis, antennis fuseis, basi viridi, superne niero- 
lineata, pronoti lobis lateralibus stria ad dorsum posita latiore 
nigra, medio haud interrupta, elytris pellueidis, viridi-retieulatis, 
immaculatis, femoribus postieis ultra medium fuseo-punctulatis, 
cereis fusco-viridibus. 3. 

Long. corporis 23, pronoti fere 3. elytri 28,5, femoris 
postiei 19 mill. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


101. Catoptropteryxc maculipennis n. sp. 

Pallide olivaceo-viridis, antennis fuscis, basi virescente, 
superne nigro -lineata, pronoti lobis lateralibus stria ad dorsum 
posita latiore, medio haud interrupta, nigra ornatis; elytris viridibus, 
mareine antico late pellucido, disco fusceo-maculato, imo apice 
maeula fusca notatis, vena ulnari basi nigra, geniculis femorum 
posticorum nee non basi tibiarum posticarum nigris. 9. 

Long. corporis 20, pronoti 4,4, elytri 28,3, femoris postiei 
19 ll 

Habitat: Africa oceidentalis, ‘amerun mer.. Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


102. Catoptropteryx signatipennis n. Sp. 

Viridis, antennis fuseis, artieulo basali viridi, superne fuseo- 
striato, elytris vena ulnari ima basi nee non margine macula 
parva apicali fusca, femoribus postieis dimidia parte apieali fusco- 
punetulata. spinis femorum postieorum nigris. 9, 2. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


Long. corporis & 22, 2 27, pronoti S 4,8, 2 6, elytri 
& 32,6, 2 38, femoris postiei & 22,5, 2 fere 25 mill. 

Sampus tympanalis elytri dextri longe ultra partem tertiam 
basalem elytri extensus. Cerei graciles, longi, apice ipso clavato, 
margine apicali subtruneato et postice dentieulo nigro armato. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun, Victoria $ (Dr. Paul 
Preuss), Camerun mer., Lolodorf 2 (Leopold Conradt). 

Die Art ist überaus ähnlich der durch Bolivar von Assinie 
beschriebenen Caedicia apicalis; Bolivar giebt aber nicht an, 
daß die Hinterschenkel seiner Art auf ihrer Endhälfte dunkel 


punktirt sind. 


103. Catoptropteryx neutralipennis n. sp. 

Viridis, antennis fuseis, articulo basali viridi, superne fusco- 
striato, elytris vena ulnari basi fusea, medio concolore, dehine 
cum margine externo elytri fusco-punctulata, femoribus postieis 
parte dimidia apicali fusco-punetulatis, spinis femorum postieorum 
Dies. 

Long. corporis & 17, 2 20, pronoti 3 4,4, 2 5, elytri 
3 830,5, 2 32, femoris postici & 20, 2 20,5 mill. 

Campus tympanalis elytri dextri partem tertiam basalem 
elytri haud occupans, apicem versus subito angustatus. Cerci 
graciles, longi, tenues, apice subacuminato. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe, 26. VI. 1894, 
3 (Ernst Baumann), Bismareckburg, 30. X. — 9. XI. 1893, 2 
(Leopold Conradt). 


104. Catoptropteryx extensipes n. Sp. 
Olivaceo-viridis, antennis fuseis, basi tantum viridibus, parte 
dorsali tibiarum anticarum inter foramina posita, tibiis anterioribus 
apice, femoribus postieis apiee, tarsis omnibus nee non cereis 
nigris, tibiis postieis fere totis nieris, ante medium annulis duobus 


flavis ornatis, spinis pedum posticorum nigris, alis fusco-venosis. 3. 


Stett, entomol, Zeit, 1806. 


Bu; ‘ 


339 


Long. corporis 25, pronoti 5,5, elytri 35. femoris postiei 
28 mill. 

Pedes postici longissimi, femoribus inferne in margine exteriore 
spinis 6, in margine interiore spinis 4 armatis, tibiis crassis, 
superne latis, planis, spinis basi latioribus armatis. Cerci lon- 
eissimi, apicem versus flexuosi, apice acutissimo. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


Dispositio specierum generis Catoptropteryx K. 

1 (12) Tibiae posticae virides. 

2 (7) Pronotum lobis deflexis ad dorsum longitudinaliter niero- 
striatis. 

3 (4) Antennae basi totae virides. Stria nigra loborum late- 
ralium pronoti angusta, medio interrupta . . capreola K. 

4 (3) Antennae nigrae, articulo basali viridi, superne stria lon- 
situdinali nigra ornato. Stria nigra loborum lateralium 
pronoti latior, haud interrupta. 

> (6) Elytra immaculata. Femora postica tota viridia. Vena 


ulnaris elytri basi vmidis . . .  . immaculipennis K. 


© 
rn 
I 
—, 


Elytra maeculis punetiformibus fuseis discalibus maculaque 

singula apicali signata. Genicula femorum posticorum 

nec non tibiae posticae basi nigra. Vena ulnaris anterior 

elytrorum bası nıera = . x. . . -maculipennis K: 

7 (2) Pronotum totum viride, conecolor. 

° (9) Spinulae tibiarum posticarum totae nigrae. Campus 

tympanalis elytri sinistri maris totus, elytri dextri ex parte 

fuscus (? Caedicia nigrospinosa Brunner) . guttatipes K. 

9 (8) Spinulae tibiarum posticarum virides, apice tantum nigro. 
Campus tympanalis elytri sinistri concolor 1). 

10 (11) Elytra macula parva fusca apicali signata. Cerci maris 

apice clavato (? Caedicia apicalis Bol.) . signatipennis K. 

I) Catoptropterye afra (K.) (sub Caedicia) verisimiliter in hanc 

divisionem locanda. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


336 


11 [10) Elytra macula apieali nulla signata. Cerci maris apice 
haud elayato 27.7. 2.277 neutmalnpeniusile 
B une] 


12 (1) Tibiae posticae nigrae, ante medium flavo-biannulatae. 


Tarsi- omnes mern Dr. 202 2 entensipesui® 


105. Phlaurocentrum stigmosum n. Sp. 

Olivaceo-viride, antennis, articulis duobus basalibus olivaceo- 
viridibus exceptis, nigris, angustissime pallide subannulatis, fascia 
lata transversa fastigii verticis inter oculos, limbo laterali, in 
medio valde angustato, dorsi pronoti per marginem internum 
elytrorum (in elytro dextro latissime interrupto) continuatoe, nee 
non mareinibus elevatis dorsi tibiarum posticarum, nieris nitidis. 
maeulis rotundatis sat magnis, numero eirciter 8 utriusque elytri, 
regulariter dispositis, nee non macula singula apicem versus 
posita in campo marginali alarum, vena ulnari nee non furea 
rami radialis primi elytrorum nieris, vertice pronotique dorso 
eburneis. 9. 

Long. corporis 29, pronoti 9,2, elytri 42, femoris postici 
15 mill. 

Pronotum sparse punetatum. Femora antica inferne im 
margine interiore spinis minutissimis 2 vel 3, femora postica 
inferne in margine exteriore apicem versus spinis 3, in margine 
interiore spina 1 armata. Abdomen dorso per medium longi- 
tudinis subearimato. Ovipositor brevissimus. 

Habitat: Afıica oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


Enochletica n. ©. 

Vertex valde declivis, fastigio depresso, subsulcato, cum 
fastigio frontis sat lato sutura transversa contiguo. Antennae 
tenues, basi erassiores. Palpi tenues, normales. Pronotum dorso 
antice sinuato, lobo basali rotundato valde producto, lobis late- 
ralibus reetangulariter sed haud acute deflexis, altioribus quam 
longioribus, margine infero cum mareine postico rotundato,. mar- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


38% 


sine antico sinuato. Elytra ampla, margine antieo postieoque 
subparallelis, margine apicali lato, oblique subtruneato-rotundato, 
venis radialibus contiguis, flexuosis, ramo anteriore venae radialis 
posterioris ante medium emisso et ante medium furcato, ramo 
apicali vel ramis duobus apicalibus simplieibus. Alae totae 
coloratae, latissimae, sat breves, campo apicali triangulari maeno, 
plicato, rotundatim producto. Lobi mesosternales triangulares, 
postice acuti, lobi metasternales postice trumcati. Pedes breves. 


compressae. simplices. 5, 2. 


Weissenborniae K. finitimum genus, differt palpis pedibusque 
simplieibus, haud foliaceo - dilatatis, pronoto 1lobo basali multo 
magis produeto, elytrorum marginibus antico posticoque sub- 


parallelis, alis fere totis nigris. 


106. Enochletica ostentatrix n. sp. 


Olivaceo-fusca in atrum vergens, vertice pallide olivaceo, 
lineis longitudinalibus duabus utrinque flavescentibus nee non 
stria media posterius dilatata olivaceo-atra signato (3) vel toto 
pallide olivaceo (2), pronoti dorso pallide olivaceo, posterius 
infuscato, striis longitudinalibus 4 olivaceo-atris pereurrentibus 
sienato (3) vel unieolore olivaceo (2), elytris pallide olivaceis, 
fuseo-variegatis ($), vel olivaceo-fuseis, parum pallide olivaceo- 
variegatis, campo anali basi, margine postico atro pallide venoso 
excepto,. pallide olivaceo, alis violaceo-nigris, campo marginali 
maculis parvis nonnullis discalibus nee non macula magna apicalı 
olivaceo-flavescente signato. campo apieali triangulari toto olivaceo- 
nigro, palpis, pronoti lobis lateralibus, abdomine atris (interdum 
pallidioribus, fuseo-olivaceis), antennis pedibusque olivaceis, his 
fuseo-variegatis et, tarsorum articulo ultimo olivaceo excepto, in 


olivaceo-nierum vel atrum vergentibus. 3, %- 


Os 


Long. eorporis S, 2 24, pronoti $ 8, 2 9, elytri 
2 40, femoris postiei $ 14,8, 2 15,5, ovipositoris 6,5, latitudo 
elytri $ 11—-11,5, 2 12 mill. 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 22 


338 


Caput et pronotum densius srosse punctata. Femora postiea 
inferne in margine interiore spinis 2—5. intermedia in mareine 
exteriore spinis 2—4, postieca in margine exteriore spinis 9—6 
armata. Cerei maris crassi, teretes, apicem versus curvati, apice 
acuminato. Lamina subgenitalis stylis longissimis, apice conver- 
sentibus, instructa. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


107. Plangiopsis adeps n. sp. 

Tota viridi-fava, spinis pedum apice nigro. 9. 

Long. corporis 37, pronoti 8, elytri fere 50, femoris postici 18, 
ovipositoris 7,2, latitudo elytri 16 mill. 

Pronotum lobis lateralibus marginibus rotundatis angulatim 
deflexis. Elytra densissime reticulata, punetata, venis radıialibus 
per totam fere longitudinem eontiguis, vena radiali posteriore ramis 
quatuor simplicibus emittente, primo parum ante medium elytri 
oriente. Foramina tibiarum anticarum intus conchata, subelausa, 
extus aperta. 

Habitat: Africa occidentalis, Camerun mer., Lolodorf 
(Leopold Conradt). 

Die drei bis jetzt bekannten Plangiopsis-Arten sind bei 
aller Aehnlichkeit doch in der Form der Foramina der Vorder- 
schienen, in der Bildung der Seitenränder des Pronotumrückens 
und in der Aderung der Deckflügel so sehr verschieden, daß sie 
wahrscheinlieh nicht generisch vereinigt bleiben können. Mit 
Brunner halte ich es auch für geboten, eine besondere Gruppe 


für Plangiopsis K. zu bilden. 


108. Cestromoecha mundamensis n. Sp. 
Viridis, pronoto sparsius, abdomine densius fusco-punctulatis, 
elytris mareine antico apiceque pellueidis, campo amali nigro- 
punetulato, elytri sinistri campo tympanali in mare macula 


magna sanguineo-nigra signato, abdomine maris basin versus 


[®) 


rufescente-fusco. &. 2. 


1 


Stett, entomol, Zeit, 1896. 


EN 


339 

Long. eorporis £ 21, 2 24, pronoti I, 2 5, elytri & 26, 
2 31,5, femoris postici 2 21, ovipositoris 6 mill. 

Cereci maris parte dimidia basali tumidula, parte dimidia 
apicali eurvata, intus concava, mareinibus aculis nee non postice 
carina longitudinali media acuta instrueta, apice acutissimo. 

Elytrum dextrum maris speculo magno toto hyalino in- 
structum. 

Habitat: Africa oceidentalis. Camerun sept.. Mundame 
(Leopold Conradt). 

Stenacroptery& n. 2. 

Fastigium vertieis basi suleatum, apice angustum, com- 
pressum, fastieium frontis attingens, horizontale. Pronotum lobis 
lateralibus subangulatim deflexis, marginibus lateralibus dorsi im- 
pressis, dorso planiuseulo, posterius sensim ampliato. Elytra 
breviora, sat lata, medio latissima, margine antico parte basali 
ultra medium rotundato, dehine reeto, margine apicali oblique 
subtruneato, margine postico, angulo posteriore rotundato, recto. 
Elytra maris speeulo destituta. Lobi geniculares postici bispinosi. 
Cerei maris breves, crassi. {2 ignota. 

Inter genera africana ad Cestromoecham K. maxime, ut; 


videtur, appropinquans. 


109. Stenacropteryx eburneigutta n. sp. 


Laete viridis, antennis fusco-annulatis, tibiis omnibus basi 
dilute roseis, tibiis postieis inter basin atque medium dorsi fascia 
dilute rosea signatis, macula laterali verticis pone oculos nigra, 
marginibus lateralibus dorsi pronoti latius sordide roseo-limbatis, 
elytris campo anali fusco-punetulato, eampo tympanali macula 
sat magna rotundata eburnea signato, margine antico pone medium 
latius, margine apicali cum apiee marginis postiei angustius fuseo- 
punctulatis. &. 

Long. corporis 17, pronoti 4, elytri fere 26, femoris postici 18, 
latitudo elytri 6 mill. 


Stett. entomol. Zeit, 1896, IF 


340 


Pronotum laeve. Elytra vena radiali posteriore ramos duos 
emittente. alterum anteriorem medio furcatum pone partem tertiam 
basalem elytri orientem, alterum subapicalem simplicem. Pedes 
longiores, sat tenues. Tibiae anticae superne inermes, tibiae inter- 
mediae superne parce spinulosae. Seementum ultimum abdominale 
maris postice in lobum rotundatum, inter cercos deflexum, pro- 
duetum. Cerei maris subeompressi, basi latiore, medium versus 
subeonstrieti. dehine lateribus parallelis instructi, apice truncato. 

Habitat: Africa occidentalis, Camerun mer., Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


110. Morgenia modulata n. sp. 


Flava, elytris ad marginem postiecum (internum) fuseo- 
punetulatis, disco maculis parvis irregularibus hie illie adsperso, 
campo tympanali fere toto concolore, ovipositore apice fuseo. 3,2. 

Long. corporis & 24, 2 27, pronoti g, 25, elytrı & 31.5, 
9 36, femoris postii S 19, 2 fere 22, ovipositoris 8, latitudo 
elytri & 6,5, 2 7,2 mill. 

Quoad formam elytri longioris atque angustioris Morgeniae 
melicae K. quam M. hamuligerae K. aftinior. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer.. Lolodorf 


(Leopold Conradt) 1 5,128. 


Tropidophrys n. ®. 


Gelotopoeae Brunner finitimum genus, differt fronte utrinque 
:arinata, pronoto lobo basali postice rotundato, haud in lobos 
duos rotundatos producto, elytris loneis, vena radiali posteriore 
multiramosa, pedibus longis, tibis antieis superne in mareine 
exteriore, tibiis intermediis superne in mareine interiore spinulosis, 
tibiis postieis spinis dentiformibus haud lamellosis instruetis, lamina 
subgenitali maris lonea. apice profundius tıiangulariter excisa, 


stylis liberis instructa. 2 ienota. 


Stelt, entomol, Zeit, 1896, 


OR 


341 


2, 111. Tropidophrys amydra 


A $ u —— 3 x & S 

| n. sp. Fie. 40. 

N 4 Dilute castanea, elytri 
13) Be 5 venis radialibus, mareine antieo 
er BT 

ISIS = pone medium nec non umbra 


ad marginem postieum inter 


ramulos venae ulnaris posita, 


fuseis, venulis nonnullis trans- 


versis ex parte albidis vel 


EEE 


>? 


albido-mareinatis vel elytris ın 
campo costali albido-retieulatis, 


alis hyalinis, campo mareinali 


N apice dilute castaneo. &. 


)' 


=z 


Fig. 40, Tropidophrys amydra. Long. corporis 20, ben: 
noti 4,8, elytri 34.5, femoris 
postici 20 mill. 

Vertex convexus, fastieio valde deelivi. Pronotum con- 
strietum, margine apicali late reflexo, truncato, lobo basali plano, 
mareine basali rotundato. Lobi meso- atque metasternales acute 
lobati. Elytra basi lata, medium versus sensim angustata, dehine 
subparallela, apiee oblique subtruneata, venis radialibus ultra 
medium contiguis, vena radiali posteriore multiramosa, ramıis 
tribus apicalibus libere in marginem elytri, ramo ultimo in mar- 
sinem apicalem, intermedio in angulum posteriorem, ramo interno 
in marginem posticum excurrente, ramis reliquis cum vena ulnari 
anteriore, ramulos permultos in marginem posticum emittente, 
conjunctis, area discoidali insuper venulis obliquis subparallelis 
permultis instructa. Campus marginalis alarum apice acuminatus. 
Femora antica inferne in margine exteriore spinis validiuseulis 4, 
in mareine interiore spinis 4 vel 5, femora intermedia inferne 
utrinque spinis 4 vel 5, femora postica inferne in margine 
exteriore spinis 6, in margine interiore spinis (d4—) 7 armata. 
Tibiae anticae superne in margine exteriore praeter spinam 
apicalem spinis duabus, altera subbasali ad foramen, altera longe 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


342 


pone medium posita, tibiae intermediae superne in mareine 
interiore praeter spmam apiealem spinis 4 vel 5 instructae, tibiae 
postieae superne spinis basi ampliatis sed haud lamellaribus, spinis 
femorum similibus, armatae. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun, Vietoria (Dr. Paul 


Preuss). 


Dispositio generum Terpnistriae affinium: 

1 (6) Tibiae anticae utrinque foramine aperto instructae. 

2 (3) Fastigium vertieis compressum. Pronotum margine antico 
dorsi in lobum acuminatum elevatum producto, lobo basali 
alte cristato. Coxae anticae inermes . . Terpnistria Stal. 

3 (2) Fastigsium verticis depressum, latum, declive, antice trun- 
:atum, a fastigio frontis suleo tenui separatum. Pronotum 
margine antico dorsi truncato. Coxae anticae spina longa 
armatae. 

4 (5) Frons utrinque carinata. Pronotum lobo basali dorsi mar- 
gine postico rotundato, haud in lobos duos rotundatos 
produecto. Elytra longa, vena radiali posteriore multi- 
ramosa. Pedes longi; tibiae anticae superne in mareine 
exteriore, tibiae intermediae superne in margine interiore 
spinulosae, tibiae posticae spinis dentiformibus haud lamel- 
losis instruetae. Lamina subgenitalis maris longa, apice 
profundius triangulariter exeiso, stylis instructoe . . . 

ee ee ee ee ee nom Vdom RS 

> (4) Frons latere rotundata. Pronotum lobo basali dorsi mar- 
sine postico in lobos duos rotundatos productoe. Elytra 

ramo radiali unico, in medio venae radialis posterioris 
oriente, medio furcato et ramulos duos in marginem posti- 

cum elytri emittente. Femora breviuseula; tibiae anticae 
superne, spinula apicali excepta, muticae; tibiae intermediae 
superne in utroque margine dentibus lamellosis tribus 
armatae; tibiae posticae dentibus omnibus lamellosis in- 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


343 


structae. Lamina subgenitalis maris brevis, truncata, 
utrinque dente obtuso styliformi instructa (ex Brunner 
de Wattenwy)) . . „ . . .. Gelotopoea ‚Brunner. 
6 (1) Tibiae anticae utrinque foramine rimato instructae. Pro- 
notum marsine antico intesro. Coxae anticae spina 


Anmaltae a 2 2Diogenasbrunner: 


112. Plangia laminifera n. sp. 


Ölivaceo-viridis, elytris nee non campo marginali alarum 
apice irregulariter fusco-maeulatis, tibiis omnibus fusco-variegatis. 9. 

Long. corporis 24, pronoti 6,3, elytri 35, femoris postiei 15, 
ovipositoris 5,2, latitudo elytri 13 mill. 

Vertex convexus. Pronotum dorso linea longitudinali distineta 
impressa instructo. Elytra vena radiali posteriore ramo singulo, 
ante medium furcato et paullo pone medium elytri emisso, in- 
strueta. Femora antica inferne margine interiore laminato-ampliato 
et spinis 3 nieris validis armato, femora intermedia margine 
exteriore paullo laminato-ampliato et spinis 4 nigris validis armato, 
femora postica in margine apicem versus laminatim subampliato 
spinis 7 nieris validis armata. Tibiae posticae superne planae 
et utringue spinis validis armatae. 

Habitat: Afriea oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 
(Leopold Conradt). 


Corycomima n. 2. 


Vertex fastigio declivi, subplano, ruguloso-punetato, lato, 
a frontis fastigio lato sutura transversa separato.  Foramina 
tibiarum anticarum aperta. Elytra cornea, lata, convexa. Alae 
latae, haud infumatae, elytra in quiete haud superantes, campo 
apicali magno, produeto, plicato, instructae. 

3: Tibiae postieae superne in margine interiore partis mediae 
basalis spinis eireiter 7—9 crassis, hamatis, apice acuminatis, 


a basi medium tibiae versus longitudine erescentibus, armatae, 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


344 
112bis: Corycomima camerala (K.). 

Plangia camerata Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. XXXII, 
1888, p. 456, p. 457 (2). 

3: Pallide viridi-fava, spinis pedum apice nigro. Cerci 
teretes, apice obtuso, spinis duabus apiee nigris instrueto, 

Long. corporis 26,9, pronoti 7,3, elytri 27, femoris postici 16, 
latitudo elytri 13 mill. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer., Lolodorf 
(Leopold Conradt). 

2: Exemplum singulum, exemplo typieo multo minus, attamen, 
quod videtur, attributo altero nullo divergens, Museo berolinensi 
nuper dono datum est. 

Lone. eorporis 23, pronoti 6, elytri 22, femoris postici 13, 
Jatitudo elytri 11.1 mill. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun, Yaunde - Station 


(G. Zenker). 


Physocorypha n. &. 

Vertex valde eonvexus, fastigio bullato, distinete ante oculos 
produeto, anterius reelinato et a fastieio frontis lato, haud sulcato, 
sutura recta transversa separato. Frons humilis, lata, convexa. 
Oeuli oblongi. Pronotum dorso convexo, margine antico (apieali) 
truneato, lobo basali planiuseulo. posterius produeto, margine 
basali valde rotundato, lobis lateralibus rotundatim deflexis, vix 
altioribus quam longioribus, margine libero toto rotundato et 
sutura marginali limbato.  Mesosternum acute lobatum, meta- 
sternum rotundato-truncatum. Elytra cornea, convexa, latitudine 
paullo plus quam duplo longiora. lata, margine antico basi rotun” 
data, dehine subreeto, margine postico una cum margine apicali 
rotundato, venis radialibus contiguis, rectis, vena radiali posteriore 
ramos duos emittente, altero subapicali simpliei, altero ante medium 
furcato et ante medium elytri oriente, vena ulnari anteriore bası 
sinuata, dehine subreeta, venulis transversis cum vena radiali 
haud eonjunetis. Alae infumatae, breves, elytris in quiete haud 


Stett, entomo!, Zeit, 1896, 


345 


longiores, margine antieo emarginalo, campo marginali valde 
acuminato, campo apicali maeno, producto, plicato, apice Tate 
rotundato. Pedes sat breves, crassi; femora postiea ultra medium 
inerassata, dehine subito attenuata; tibiae anteriores superne 
inermes; tibiae anticae utrinque foramine elauso instructae;, tibiae 
postieae inferne in utroque margine apicem versus raro spinulosae. 
Lamina subgenitalis feminae angusta, longa, apice acuminato. 
Ovipositor rotundato-ineurvus, apice obtusus, marginibus erenmu- 


latis.. 8 ignotus. 


Generi Corycomimae K. cute politurata, pedibus brevibus, 
alis latis, rotundatis, elytra in quiete haud superantibus et campo 
apicali magno plicato instruetis, finitimum, sed fastigio vertieis 
bullato, foraminibus tibiarum antiearum elausis nee non alis in- 


fumatis sat late sejunetum, 


113. Physocorypha politurata 
nr spe Nie. al 

Pallide  olivaceo - viridis, 
nitidissima, elytiis ad basin 
venae ulnaris anterioris macula 
atra signatis, alis infumatis, 
fuseo-venosis. 9. 

Long. corporis 37, pro- 
noti fere 10, elytri. 30,6, 
femoris postiei 21,5, oviposi- 
toris 7, latitudo elytri in medio 
13,2 mill. 


Caput, pronotum, elytra 


laevia, minutissime impresso- 


Fig. 41 Physocorypha politurata. punctulata. 


Habitat: Africa oceidentalis, Camerun, Vietoria (Dr. Paul 


Preuss), Camerun sept., Mundame (Leopold Conradt). 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 


346 


Mecopodidae. 
Philoseirtus n. g. 

Fastigium vertieis latum, deelive, apice lato, truncato, per 
suleum profundum in tuberos duos diviso et inter tuberos laterales 
tubero minore instructo, ab apice fastieii frontis lato sutura trans- 
versa profunda separato. Pronotum rugoso - punetatum, dorso 
planiuseulo, margine basali angulatim subemarginato - truncato, 
lobis lateralibus angulatim deflexis, sinu humerali nullo instructis. 
Prosternum bispinosum. Lobi meso- atque metasterni postice in 
spinam acutius conicam produeti. Elytra obliterata, subcordi- 
formia, fere aeque lata ac longa, metanotum haud superantia. 
Pedes longissimi, gracillimi. Femora antica inferne in margine 
exteriore, intermedia in margine interiore spinis paueis armata, 
femora postica parum incrassata, inferne utringue multispinosa; 
lobi geniculares omnes in spinam acutam producti. Tibiae omnes 
superne atque inferne in utroque margine, tibiae posticae, superne 
suleatae, fere usque ad basin spinosae. Foramina tibiarum anti- 


:arum late aperta. 


114. Philoseirtus cordipennis n. sp. 

Pallide testaceus, abdominis segmentis dorso medio marsinis 
postici macula nigra signatis, spinis pedum apice nieris, antennis 
apicem versus fuseis, testaceo-annulatis. S, ®. 

Long. eorporis 5 eireiter 30, 2 ovipositore incluso 50—67, 
pronoti & 6, 2 8,9—8,8, elytri 2 5,2, 2 eireiter 4, femoris 
postici $ 33, 2 39--40, tibiae posticae S 39, 2 45, oviposi- 
toris 25,2—28 mill. 

Caput rugulosum. Pronotum totum erasse rugosum, mar- 
Sinibus dorsi planiuseuli utrinqgue suleis duobus profundis inter- 
ruptis, altero prope apicem, altero paullo pone medium posito. 
Elytra lata, postice late rotundata et in medio subineisa. Femora 
antıca inferne in margine interiore apicem versus spinis 3 vel 4, 
in mareine exteriore spinis O0 vel 1, femora intermedia inferne 
in margine exteriore spinis 0 vel 1 vel 2, femora postiea in 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


347 


marsine exteriore spinis 6—10, in margine interiore spinis 7—9 
armata. 
Habitat: Africa orientalis, Usambara, Tanga (Reimer); 


Buloa prope Tanga (P. Lücker). 


Pseudophyllidae. 
115. Mustius eurypterus n. sp. 

Pallide flavido - virescens, antennis nigro-annulatis, vertice, 
fastigio excepto, eoerulescente cinereo, tibiarum anticarum foraminis 
lamina interiore nitida nee non articulo tarsorum ultimo nigri- 
cantibus, ramulis venularum venae radialis anterioris elytri apice 
niero-circumdato, cellulis arearum inter venam radialem atque venam 
ulnarem posteriorem positarum seu macula singula punetiformi, 
seu linea arcuata, seu linea oblique transversa, hie illie interrupta, 
signatis. 9. 

Long. corporis (ovipositore excepto) 41, pronoti fere 8, 
elytri 49, femoris postieci 17,5, ovipositoris 13, latitudo elytri 
21 mill. 

Pronotum sublaeve. Venulae transversae areae a vena 
radiali posteriore cum ramo radiali elytri delineatae a vena radiali 
oblique basin elytri versus eurrentes; venulae inter ramum radialem 
et venam ulnarem anteriorem positae valde curvatae. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun meridion., Lolodorf 
(Leopold Conradt). 

Species Mustio afzelii Stal linitima, differt elytris propor- 
tionaliter multo brevioribus et latioribus et venulis transversis areae 


analis econeoloribus instructis. 


116. Mataeus albifasciatus n. sp. 

Pallide olivaceo-flavescens, vertice fascia oculos conjungente 
sat angusta alba opaca ornato, antennis basin versus distinetius 
fusco-annulatis, venulis obliquis areae analis elytri in femina fere 
totis, in mare saltem ad ipsum marginem elytri nigris, femoribus 
postieis rufescentibus, extus eburneis, ovipositore apicem versus 
nigro. — Inter species generis Mataei K. pulcherrima. &, $. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


348 


Long. corporis & 35, 2 39, pronoti & 6,3, © 8,5, elytri 
& 41,5, 2754, Temorisr posiier 3, 19.297715 0,:positors el 
latitudo elytri $ 12, 2 16 mill. : 

Pronotum eranulatum. Elytra apicem versus sensim an- 
sustata. Venulae areae elytri a vena radiali cum ramo radiali 
delineatae eum venulis postradialibus alternatim positae. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun mer... Lolodorf 


(Leopold Conradt). 


Micta n. g. 

Fastigium vertieis acuminatum.  Frons angusta, fastieium 
versus sensim angustata. Pronotum convexum, sulco singulo, pro- 
funde impresso, paullo ante medium dorsi posito, mareinibus 
antico posticoque rotundatis, lobis lateralibus latis, inferius minime 
angustatis, margine infero late subangulariter rotundato. Pro- 
sternum spinis duabus lonsioribus, apice acutiusculis, valde remotis. 
armatum.  Mesosternum latum, planum, mareine antico limbato. 
Mesopleurae angulo antico acute producto. Elytra viridia. Alae 
totae hyalinae, campo marginali apice rotundato, in quiete elytra 
distinete superantes. Femora postica inferne in margine exteriore 


serrato-dentata. S ignotus. 


117. Micta spinosula n. sp. 

Tota flavescente viridis, ovipositore parte tertia apicali 
niora, 9. 

Long. corporis 25. pronoti 5.1, elytri 36,2, femoris postiei 
11.5, ovipositoris 10, latitudo elytri 12.2 mill. 

Caput laeve. Pronotum granulatum, granulis per medium 
dorsi, subtilissime elevatum, haud earinatum, subseriatis. Elytra 
lata, apicem versus sensim paullo angustata, venis radıalibus 
ultra medium contiguis. dehine sensim divergentibus, ramo radiali 
sat longe pone medium elytri emisso. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe, 1. X. 1894 
(Ernst Baumann). 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


349 


Unter den bekannten Afrikanern steht die Gattung Mieta 
völlig isolirt, indem sie die Pseudophylli (Mustius, Mataeus, 
Opisthodierus, Liocentrum, Oxyaspis) mit den Phyllomimi 
(Tomias, Semiophygas, Stenampyx, Lagarodes, Chondrodera, 
Acauloplax) im Sinne Brunner’s mit einander verbindet; von 
den ersteren entlehnt sie das bedornte Prosternum, die breiten 
und am unteren Rande breit gerundeten Seitenlappen des Pro- 
notum (mit vor der Mitte des Rückens befindlicher Querfurehe). 
von den letzteren die höhere, zum Gipfel ziemlich stark ver- 
schmälerte Stirn, den spitzen Scheiteleipfel, die am Ende des 
Marginalfeldes gerundeten und völlig hyalinen ungefärbten Hinter- 


flügel. Leider liest nur das Weibchen vor. 


Semiophygas n. ©. 

Tomiae K. finitimum genus, differt fastieio verticis acumi- 
nato, lobos anteriores marginum serobum antennarum haud superante, 
femoribus anterioribus inferne mutieis, femoribus posticis inferne 
in mareine exteriore denticulis 7 vel 5, basin femorum versus 
deerescentibus, armatis, elytris latis margine interno (postico) subreeto. 
margine externo (antico) subrecto, prope basin subito valde dilatato, 


apicem versus valde oblique truncato, angulo posteriore rotundato. 


118. Semiophygas arescus 
n. sp. Fie. 42 2, $ (elytrum, ala). 
Olivaceo-viridis, alarum venis 
niericantibus, Oovipositore mar- 


einibus apicem versus nigris. 3,9. 


Lone. eorporis $ 20, 2 cum 
RAND 2 
II 


S © 5,2, elytri & 23, 2 26, femo- 
ris postici $ 9,5, 2 10, latitudo 
eye 09.932 aaeı g.18 

Fig, 42, Semiophygas arescus. 2 3 mill. 


ovipositore 29, pronoti S 4,9, 


> 77T. 


Pronotum sparse eranulatum,. margine antico medio rotun- 
dato et utrinque sinuato. mareine infero loborum lateralium gra- 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


nulis instructo. Blyira apiceem pedum posticorum subattingentia, 
apice rotundato, venis radialibus ultra apicem eontiguis, dehine 
subito divergentibus, vena radiali posteriore pone. medium ramum 
radialem distinetissimum eurvatum emittente, area anali in mare 
pellueida, speeulo haud instructa. Alae angustissimae, latitudine 
elytrorum vix longiores. Lamina supraanalis maris brevis, rotun- 
dato-triangularis, apicem versus sensim paullo angustata, mar- 
sinibus Jateralibus bası sinuatis. (Cerei maris crassi, apice 
mueronati. Lamina subgenitalis maris sat lata, apice anguste 
sat profunde exeisa, utroque lobo stylo lato plano, rotundato- 
elongato, instrueto. Lamina supraanalis feminae lata, apice emar- 
cinato. Cerei feminae parte dimidia basali erassa, parte dimidia 
apicali tenui, styliformi. Lamina subgenitalis feminae apice medio 
emarginato. Ovipositor latitudine elytrorum aegqua longitudine, 
subrectus. 

Habitat: Togo, Misahöhe, 31. XII. 1893, 2; Apototsi prope 
Leglebi, 2. VII. 1894 5 (Ernst Baumann). 


119. Semiophygas hadrus n. sp. 
Olivaceo-viridis, alarım venis pallidis. 2. 
Long. corporis ovipositore excepto 29, pronoti 6,2, elytri 32, 
alae 15,5. femoris postiei 12, ovipositoris 10, latitudo- elytri 12, 
alae 4 mill. 
Habitat: Africa oceidentalis, Kamerun sept., Mundame, 
Kamerun mer., Lolodorf (Leopold Conradt). 


An forsan var. major speciei praecedentis? 


Stizoscepa n. Q. 

Scrobes antennarum subcontigui. Pronotum dorso medio 
carina percurrente laevigata instruetum. Lobi deflexi pronoti 
mareine infero late rotundato. Prosternum inerme. Elytra pedes 
posticos superantia, basi lata, in medio latissima, apicem versus 
sensim angustata, apice rotundato, margine antico et postico 
apicem versus rotundatis, venis radialibus subreetis, ramo radiali 


Stett, entomol, Zeit, 1886. 


Bhy 


longius ante medium elytri emisso, a vena ulnari anteriore sub- 
aeque late quam a vena radiali posteriore separato, vena ulnari 
anteriore receta. Alae elytra snperantes, campo marginali apice 
rotundato. Femora antica inferne in margine interiore, posteriora 
in margine exteriore serrata, femora intermedia superne teretia. 
Tibiae anteriores superne submuticae, inferne cum tibiis postieis 
in utroque margine spinulosae. Lamina supraanalis feminae mar- 
sinibus lateralibus rotundatis triangularis, medio earinato. Lamina 
subgenitalis feminae bilobata. ÖOvipositor humilis, femore postico 
parum longior. 5,2. 

Stenampygi K. affine genus, differt pronoto carinato nee 
non formatione et reticulatione elytri, cuius apex in Stenampyge 
marginis postici rotundatione, in Stöizoscepa marginis antici rotun- 
datione effieitur, et euius discus in Sienampyge retieulatione den- 
sissima repletur, in Stizoscepa opacus, haud retieulatus et im- 
presso-punctatus apparet. 

120. Stizoscepa basinotata n. sp. Fie. 43 9. 
Viridi-flava, anten- 
nis eoncoloribus, elytris 
viridescentibus, margi- 


nes versus subpellueidis, 


prope basin inter venam 


Ne 2 Hal ; 
j RE radıalem posteriorem et 
[ft IR, 
iR a m venam ulnarem ante- 
ER im : 
AR HN riorem macula rotundata 
INNEN nigra, punetis conglome- 
S N gra, p > cONgIO 
N ratis callosis flavidis sig- 


—= 


ID 


nata, notatis, cellulis 


I 
FERTR 


DI 


ce 


Fig 43, Stizoscepa basinotata. 


vitta sat lata percurrente longitudinali 


violaceo-mareinata, ornato. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


plurimis macula, plus 
minus distinete arcuata, 
aurantiaca ornatis. 

5: Abdominis dorso 


alba, utrinque anguste 


Long. corporis 28, pronoti fere 5, elytri 32,5, femoris 
postiei 11, latitudo elytri fere 9 mill. 

2: Abdominis dorso unieolore, ovipositore, ima basi diseoque 
angusto exceptis, toto nigero nitido. 

Long. corporis 47,5, pronoti 6,9, elytri 46, femoris postiei 16, 
ovipositoris 16, latitudo elytri 13,2 mill. 

Pronotum dorso carina media loneitudinali percurrente 
callosa laevigala, prope apicem impresso-subinterrupta et suleis 
duobus transversis profunde intersecta, instructum, suleo posteriore 
ante medium dorsi posito, margine basali dorsi pronoti rotundato. 
Elytra margines versus subpellueida et densissime retieulata, disco 
opaco, impresso-punctato, punctis impressis subhyalinis. : 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun sept.. Mundame 
(Leopold Conradt) S; Vietoria (Dr. Paul Preuss) 2. 


121. Polyglochin herinaceus n. sp. 

A specie typica generis, P. peculiaris K.. differt pronoto 
spinosissimo, toto margine antico posticoque spinis rieidis, apice 
acutis, margine infero loborum lateralium tuberculis, apice obtusis, 
armato, lobo basalı dorsi pronoti utringue prope angulum posticum 
lamina trispinosa instructo. 3. 

Long. corporis 25, pronoti 5,2, elytri 21, femoris postiei 
16 mill. 

Habitat: Africa oceidentalis, Camerun- mer..  Lolodorf 
(Leopold Conradt). 

Polyglochin subulo K. ad genus novum, Balodromeus deno- 
minandum, Adeclo Brunner Americae tropiealis finitimum, elytris 
perfeete explieatis, tibiis antieis superne haud lobulatis ab Adeeclo, 
spina media mareginis antiei dorsi pronoti validissima a ‚Polychlo- 


chinis facile distinguendum, referendum est. 


122. Mormotus erectistylus n. sp. 
Pallide olivaceus. seginento ultimo maris dorso nigro-signato. 
spinis omnibus femorum flavidis, basi apiceque nigris, alis aequa- 
liter infuseatis. &. 


Stett. entomol. Zeit. 1896. 


353 

Lone. eorporis 28,5, pronoti 5,2, elytri 23, femoris postiei 
15.5 mill. 

Statura minore, Femora antica inferne in margine interiore 
spinis validis 3 vel 4, femora intermedia inferne in margine 
exteriore spinis 3, femora postica inferne in margine exteriore 
spinis 5 vel 6, armata. Segsmentum abdominale ultimum inflatum, 
eucullatum, medio dorsi in lobum longum, basi latum, dehine 
subito angustatum et rotundato-triangularem, deflexum, laminam 
supraanalem fingentem, productum, ante hunc lobum carina trans- 
versa instructum. Cerei maris breves, erassi, latere interno acutius- 
eulo, latere externo margine reflexo instructo. Lamina subgenitalis 
ampla, apicem versus sensim angustata, apice leviter angulariter 
emarginato, stylis longioribus. erassis, erectis, ultra medium reetis 
et parallelis, parte plus quam tertia apicali subito valde diver- 
gentibus et apice obiusis, instructa. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe, 6. VII. 1894 
(Ernst Baumann). 

Species inter omnes africanos stylis maris erectis maxime 


insignis. Elytra abdomen paullo superantia. 


Conocephalidae. 
Plastocorypha n. 9. 

Corpus ferrugineo-aurantiacum. Fastigium vertieis simplex 
nee sulecatum nee excavatum nee furcatum. articulo basali anten- 
narum distinete latius, cum fastigio frontis distinete con- 
tiguum, sed ante apicem in tuberculum magnum, apice rotun- 
datum, fastigii vertieis apiceem simulans. elevatum. Pronotum 
haud spinosum. Prosternum bispinosum. Lobi meso- atque meta- 
sternales longi, apiee obtuso. Elytra explicata, apice rotundato. 
Alae perfeete explicatae. Femora omnia inferne spinis validis 
armata. Tibiae antieae et intermediae inferne spinis parvis 
instructae, tibiae anticae superne teretes; tibiae posticae superne 
utrinque spina apieali, inferne in utroque margine spinis validiori- , 
bus instruetae. Foramina tibiarum antiearum rimata. Ovipositor 


subreetus. 
Stett. entomol, Zeit. 1896, 33 


Species typiea: Pseudorhynehus nigrifrons J. Bedt. 

Genus inter Lanistam Bol. et Pseudorhynchum (Serv.) 
J. Redt. locandum, a Pseudorhyncho fastigio vertieis cum fastigio 
frontis distinetissime contigeuo, a Lanista fastigio vertieis supra 
apiceem in tuberum magnum elevato et Pseudorhynehi igitur 


formam simulante, facillime distineuendum. 


123. Plastocorypha vandikana n. sp. 

Ferrugineo-aurantiaca. antennis, articulis duobus basalibus 
exceptis, fronte, sternis (apiee exceptis), coxis, trochanteribus 
nigris, genieulis apice imo nee non areis inferoexterna et interno- 
media femorum posticorum basin versus fuseis, elytris densius 
fusco-punctatis, elypeo mandibulisque fusco - marginatis flavidis, 
spinis femorum apice nee non spinis femorum posticorum totis 
miese 0% 

Long. eorporis $ 34,5. 2 46--50. proneti $ 11, 2 9,5. 
elytri & 40,8, 2 36,5---37, femoris postia $ 17, 2 17,8—18, 
-ovipositoris 15 mill. 

Caput grossius et tenuus sat dense  rugoso-punetatum. 
Fastigium vertieis longe ante oculos productum, sensim acumi- 
natum, dimidio frontis longitudine parum brevius. Pronotum 
marıs dorso basi truncata, dorso feminae basin versus ampliato, bası 
rotundata.  Cerci maris breves, crassi, apice obtuso. Lamina 
subgenitalis maris lata, apice angulariter late exeisa et stylis 
tenuibus sat brevibus instimeta. ÜCerci feminae longiores, apice 
acuminato. Lamina subgenitalis feminae apice rotundatim exeiso. 

Habitat: Africa oceidentalis, Quango (von Mechow),. Chin- 
ehoxo (Dr. Falkenstein) et Africa orientalis centralis „Wald bei 
Vandikan, 29. VII. 1894 (Dr. Franz Stuhlmann). 


124. Teuthras dumosus n. sp. 
Laete viridis, lobis deflexis pronoti ad carinam lateralem 
dorsi linea flavescente signatis, areolis permultis elytrorum medio 
fusco-maculatis, alis pellueidis. 9. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


355 

Long. eorporis 27, pronoti 4,5. elytri 19, femoris postiei 
15.5. ovipositoris 12,5 mill. 

Lobi laterales pronoti margine infero reflexo, retrorsum 
parum angustati. Mesosternum bispinosum, metasternum inerme. 
Pedes antiei longi, femoribus inferne in margine exteriore spinis 
loneis 6, in margine interiore spinis longis 5, tibiis inferne utrinque, 
spina apicali brevi excepta, spinis 8 armatis. Femor& intermedia 
inferne in margine exteriore spinis 5. in margine interiore spinis 4, 
tibiae inferne utrinque spinis 7 longioribus armatae. Femora 
postica inferne spinis 10—12 basin versus deerescentibus armata, 
tibiae superne et inferne in utroque margine spinosae, superne 
in margine exteriore spina apicali instructae. Ovipositor incurvus. 

T. echinato J. Redt. finitima species, sed singula adhue 
coenita africana. 

Habitat: Africa oceidentalis, Togo, Misahöhe, XI. 1893 


(Ernst Baumann). 


Achetodea. 
Enneopteridae. 
Pseudometrypa n. g. 

Corpus apterum. Caput porreetum, fronte inter antennas 
lata, valde convexa, oculis mediocribus. Antennae crassiores, 
corpus longe superantes. Pronotum marginibus setosis, vix lon- 
sius quam basi latius, posterius sensim parum dilatatum, margine 
basali truneato, lobis deflexis angustis, multo longioribus quam 
altioribus, posterius sensim parum ampliatis. Pedes sat erassi, 
setosi, tibiis antieis non perforatis, femoribus postieis valde in- 
erassatis, subeompressis, tibiis postieis superne in utroque margine 
serrato-dentieulatis. haud spinosis, metatarso postico elongato, 
superne in utroque margine denticulato. Ovipositor longus, rectus, 
eylindrieus, valvulis apicalibus apice acuto. 9. 

Parametrypae Brunner affine genus, attamen ab omnibus 
generibus Podoseirtidarum tibiis postieis serratis, haud spinosis, 
divergens. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


[@) 
a 
* 


356 


125. Pseudometrypa patrida n. sp. Fig. 44. 

Testaceo-fusca, antennis flavescentibus, 
fronte nee non articnlis dunbus basalıbus 
antennarum nieris. $. 

Long. corporis (eum ovipositore 17.5, 
pronoti 2, Jatitudo pronoti ad basin eireiter 2, 
long. femoris postiei 3. tibiae postieae 4,5, 
ovipositoris fere 7 mill. 

Habitat: Africa oceidentalis, T’ogo, Misa- 
höhe, 20. VI. 1894. in ligno putrido (Ernst 


Baumann). 


Fig, 44, 
Pseudometrypa putrida. 


Uebersicht der behandelten Arten: 


Blattodea 2 v2 see re Nummer le Seite 243. 
Mantodeaot. er. em hr 2, „248. 
Bhasmodea va. wo 5 3. „. 249. 


Aeridodea: 


Pneumoridae . n 4. „245. 
Mastacıdaes 02 0002 5 3— 9, „220. 
Prixalidaer werner 5 I-—27, „249. 
Oedipodidae a ae n 28—32, „269. 
Pyrsomorphidae . 5 33—91, „269. 
Damphasidaey m 2 2 a 3839, „210: 
Caloptenidae a 40—89, „218. 
Phasgonurodea: 
Phaneropteridae . = 90—113, „ 325. 
Mecopodidae 2. 2.0. v2 ale nd 
Bsendophylidae 0, 272 „ 115-122, „ 347. 
Conocephalidae „ .123—124, „ 358. 
Aschetodean oe ee 22.120, ., 1059. 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


Alphabetisches Verzeichniss der vorkommenden Orthopteren- 


Namen. 


357 


(Die Gattungsnamen mit grossem, die Artnamen durchweg mit 


absidata 245. 
Acauloplax 349. 
achromopterus 250. 
Acrida 249. 306. 


Aerostegastes 303. 304. 


Actesna 259. 
Adeclus 352. 
adeps 338. 
aegyptius 303. 
alra 339. 

afzelii 347. 
agomena 282. 
alazonica 259. 
albifaseiatus 347. 
Allaga 319, 320. 
Allotriusia 242, 306. 
Althaemenes 281. 
ambages 253. 
ambigua 320. 


Amphicremna 250. 251. 


Amyeus 249 —251. 
amydra 341. 
ancisa 283. 
angusticosta 321. 
Anthermus 306. 
apicalis 334. 335. 
Arantia 331. 332. 


Aresceutica 308. 309. 


arescus 349, 
asymmetrica 330. 
Badistica 282. 
basinotata 351. 
Batodromeus 392. 
baumanni 293. 
beleki 329. 
bifidus 317. 
bolivariana 276. 
Brachyerotaphus 
251— 264. 


Stett, entomol, Zeit, 


 brevipedalis 307. 

‚ brevipes 263. 264. 
brevivalvatus 246. 
büttneri 261-263. 
 Caedicia 334, 335. 
 Calamus 249. 
 callosa 259. 

‚ Caloptenopsis 321. 
camerata 344. 
capreola 332, 332. 
ı carinatus 274. 

ı Caryanda 282. 

ı Catantops 313—319. 


Catoptropteryx332— 339 


cauta 304. 


| centaurus 245. 


‚ Charilaus 275, 274. 

| Chirista 264. 

‚, Chondrodera 349. 

Chrysochraon 259. 

Coenona 30%. 

‚ Conchotopoda 329. 

, conops 284, 287. 

‚ constrieta 270. 

| Coptacra 304. 
corallinipes 295. 

‚ eordipennis 346. 

‚ corneola 292. 

corrosa 326. 

| corrosifoium 326. 

‚, Coryeomima 343 

‚erypterius 242, 325. 

‚ Cymatopsygma 247. 

. Cyrtacanthaeris 

293— 303. 
‚ Cystocoelia 24». 
' debilis 300. 


1396. 


Cawendia 269, 271. 272. 


Cestromoecha 338. 339. 


349. 


288, 


kleinem Anfangsbuchstaben.) 


| deeipiens 298. 
 deekeni 295. 396. 
, Deetieus 328. 

\ deses 309. 

ı Dieentia 285. 
 dihutum 322. 
‚Diogena 343. 


5 en b Na 
322. | discoidalis 283. 


| dius 294, 296. 


ı Dnopherula 256, 259. 
 Drepanophyllum 326. 


dumosus 354. 
duplex 244. 


. duria 252. 


| Duronia 292. 

‚ eburneigutta 339. 

' echinatus 353. 

‚ Eephantus 281, 309. 


 Enochletiea_336, 337. 


' Epaeromia 264, 265. 
Epiphlebus 242, 325. 
‚ Epistaurus 309. 
 equuleus 281. 
‚ ereetistylus 352. 
Eremidium 280, 281. 
eurycera 242, 306. 
eurypterus 347. 
extensipes 334, 336. 
‚tlabelliferum 247. 
tlava 269. 
'fullonius 251. 
fusiformis 269. 
Gelotopoea 340, 349. 
‚ Gerenia 310,311. 
‚glaber 304, 
slabrata 272. 
slobulifera 310. 


Glyphocelonus 249, 250. 


anu 248. 


» 


358 


granulata 271. 
guttatipes 339. | 
Gymnidium 278, 279. 
hadrus 350. 
hamuligera 340. 
Harposcepa 242, 328, 323. 
herinaceus 392. 
hippotaurus 249. 

hova 289, 290. 

Humbe. 265. 

humilierus 301, 302. 
Humpatella 270, 272. 
hyalodes 265. 

Hysia 278. 
illustrissimus 297. 
immaculipennis 333, 355. 
ineptus 315. 

inermis 278. 

insipida 252. 

“insitiva 313. 

interrupta 264. 
Ischnacrida 289, 290. 
Isehnansis 312, 313. 
Ischnopeda 245. 
Ixalidium 279. 
Karschia 326. 
Lagarodes 349. 
laminifera 343. 
Lanista 354. 
laticosta 322. 
latipes 276. 
latruncularia 29 
lauta 282. 
laxus 324. 
Lentula 279, : 
leprosus 268. 
levipes 255. 
levis 25%. 
Liocentrum 349. 
Lobopoma 253. 
lobulipennis 242. 329. 
luerosus 316. 
lueulenta 254. 

ludius 311. 

luridus 289. 


v 


y« 


maculipennis 333, 335. 
mammisienum 332. 


Stett, entomol. Zeit, 1896, 


manca 264. 

marginalis 322. 

mareinicosta 285. 
288. 

| marmoratum 326. 

Mataeus 347, 349. 

Mecostibus 266—268. 

melica 340. 

Metapa 290. 

Metaxymecus 323, 324. 

Micta 348, 349. 

milangica 258. 

miniatipennis 265. 

miraculum 273. 

miripennis 250. 

modieierus 279. 

modulata 340. 

' mollipes 303. 

ı Morgenia 340. 

ı Mormotus 352. 

ı mundamensis 338. 

Mustius 347, 349. 


287 


2 


ı neutralipennis 334, 336. 


nigrifrons 394. 

| nigrospinosa 335. 

| nomima 327. 

nudus 247. 
Inyassieus 313. 

| Ochrilidia 262—264. 
| Oenocerus 255. 

ı Odontomelus 251. 

ı Ogmothela 256, 260. 
olivaceus 273. 

ı Opisthodierus 349. 

| Opomala 262. 

| opulentus 314. 
 Oraistes 288, 289. 

‚ Orbillus 313. 
 Orthacanthaeris 303. 
ostentatrix 337. 
Otomantis 244. 

ı Oxyaspis 349. 

| Oxyrrhepes 288. 
Pagopedilum 276. 277. 
Palophus 245. 
Panurgica 243. 
Paracinema 254. 


 Paracoptacra 304. 
‚ Parametrypa 359. 
ı Pardalota 330. 

 Parepistaurus 305. 


., peeuliaris 352. 


peltata 243. 

pendulus 323. 
Penichrotes 246. 247. 

ı Peronura 327. 
Phenacisma 243. 
Phialosphaera 309— 311. 
ı Philoseirtus 346. 

| Phlaurocentrum 336. 
 Phymateus 272, 973. 
physalus 268. 
Physocorypha 344, 345. 
Plangia 343, 344. 

' Plangiopsis 338. 
'Plastocorypha 353, 354. 
ı Platypterna 263, 264. 

, Pnorisa 256, 259. 

‚ Pododula 283. 
politurata 345. 
 Polyglochin 352. 

| pompalis o18. 

‚ Pristocorypha 291, 292. 
‚ Pseudometrypa 355, 356. 
‚ Pseudorhynchus 354. 

| Ptemoblax 311, 312. 

| punctatissima 283. 
purpurascens 772. 
putidus 315. 

' putrida 356. 

\reyi 245. ; 
 Rhaphotittha 256-258. 
'rhodiopterus 250, 251. 
rimulata 260. 

roseus 293, 299. 

| Rubellia 269, 271. 
sansibara. 264. 

scalata 251. 
serobieulatus 301. 
scurra 301. 
Semiophygas 349. 350. 


Serpusia 308. : 
signatipennis 333, 339. 2 
‚ Spathosternum 274, 288. 5 

3 


ne 


359 


Sphenexia' 269, 271. ‚stuhlmanniana 275. 276. \tricolor 254. 

spinosula 348. 'suberueiatum 977.  Tristria 974, 283286, 
spinulosa 275. ‚sublaevis 267. 288. 

spleniata 308. ‚subnuda 309. Tropidauchen 277. 
steindachneri 262, 263. subtilis 257. Tropidophrys 340—342. 
Stenacropteryx 339. ‚subulo 852. iryxalicera 262, 268. 
Stenamblyphyllum 326, | sueeursor 312. turbinatum 279. 

397. ‚suturalis 283, 286. 237. turgidierus 280. 
Dtenampyx 349, 351. tectiferus 299, 300. usambarica 290. 
Stenoerobylus 313, 320. | Teratodes 281. vacea 248. 

Stenoseepa 271. tergestina 269. vanus 318, 319. 
Stizoscepa 350. 351. ı Terpnistria 349. validiceps 296. 
stigmosum 336. ‚ Teuthras 854. 355.  vandikana 354. 
stuhlmanni (Brachycro- | Therieles 248. versicolor 330. 

taphus) 262, 268. |tibialis 268. Weissenbornia 337. 
stuhlmanni (Conehoto- | Tomias 849. xanthopterus 350. 

poda) 329. |triearinata 957. ‚ Xiphocera 975, 316. 


a 


Ludwig Ganglbauer, 


Die Käfer von Mitteleuropa. 

Die Käfer der österreichisch-ungarischen Monarchie, Deutschlands, 
der Schweiz, sowie des französischen und italienischen Alpengebietes. 
Zweiter Band. 

Familienreihe Staphylinoidea, 


1. Theil: Staphylinidae, Pselaphidae. Mit 38 Holzschnittiguren im Text. 
\Wien. Carl Gerold’s Sohn. 1895. 


Es erübrigt noch. den bereits 1895 erschienenen zweiten 
Band des m der Ueberschrift genannten Werkes in dieser Zeit- 
schrift‘ zu besprechen. 

Allseitie ist das Werk mit Freuden begrüßt worden, nicht 
nur von Coleopterologen und Freunden der Käferwelt, sondern 
auch von weiteren Kreisen der Zoologie. Letzteres liest vor- 
züglich an der Behandlung des Materials. Mit der Zeit rückt die 
vergleichende Morphologie der Coleopteren, trotz «er entgegen- 
stehenden Schwierigkeiten wegen des außerordentlich reiehen 
Umfangs der Formen. in ein helleres Licht, Erst allmählieh werden 


Stetit, entomol, Zeit, 1896, 


360 


die Elemente der Formentypen und deren gegenseitige Verwandt- 
sehaft wirklieh erkannt und dadurch der fast chaotisch erscheinende 
Formen- und Artenreichthum der zahlreichen Familien der 
Coleopteren in übersichtlicher Weise entfaltet. In der vergleichen- 
den Morphologie und Systematik der Coleopteren ist bisher von 
manchen Entomologen schon Vieles und Bedeutendes geleistet 
worden. Einen weiteren Fortschritt in der Entwicklung unserer 
Kenntnisse in diesen Beziehungen ersehen wir aus dem Werke 
Ganglbauer’s. 

Schon frühere Systematiker haben ein natürliches System 
erstrebt; aber Alle scheiterten an der Nichtbeachtung der 
Phylogenie.e Nur die moderne wissenschaftliche Richtung - der 
Naturforschung kann die Systematik fördern. Es ist daher 
erfreulich, daß diese Erkenntniß bei den Entomologen allmählich 
zum Durchbruch kommt. Auch in dem Ganglbauer’schen Werke 
sind Versuche in jener Richtung gemacht und, wie es scheint, 
mit Glück und Erfolge. 

Die Durchsicht des vorliegenden Werkes läßt uns bald 
wahrnehmen, dab alle Ober- und Unterabtheilungen desselben 
sachlich und inhaltreich bei knapper Form durchgearbeitet sind. 
Jede Familie wird mit einer eingehenden morphologischen Behand- 
lung des Stoffes, unter Beigabe zahlreicher Textfiguren, eingeleitet. 
Die Bearbeitung und Darlegung ist eine originale, und der Werth 
dieses morphologischen Materials geht über die ursprünglich ge- 
steckten Grenzen des Werkes hinaus. 

Nieht minder ist der praktische Werth des Werkes her- 
vorzuheben. Den zahlreichen Coleopterologen, welche sich mit 
den mitteleuropäischen Käfern beschäftigen, wird das Werk 
Ganglbauer’s ein unentbehrlicher Rathgeber sein, da man hier 
über alle Gattungen und Arten dieses großen Gebietes hinreichende 
Auskunft erhält. Die Beschreibung der Arten ist recht eingehend 
und vollständig. Dazu kommen genaue Angaben über das Vor- 
kommen und die Verbreitung der Arten. Die Schilderung der 
Gattungen ist umfangreich. Besondere Aufmerksamkeit ist auf 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


1 ee 


361 


die Darstellung der Verwandlungsstadien gelegt. Die Lebens- 
weise ist stets berücksichtigt. Die literarischen Angaben zu 
Anfang der Familien, Gruppen, Gattungen und Arten sind aus- 
führlich. 

Große Textfiguren von allen äußeren Körpertheilen erläutern 
die Familiencharaktere, wie schon angeführt. Was wir ver- 
missen, sind Angaben über die Morphologie der inneren Organe 
des Körpers. Dies würde allerdings die Bearbeitung des an sich 
schon außerordentlich umfangreichen Stoffes noch beträchtlich 
vermehrt haben; denn es giebt in jener Richtung viel zu wenig 
Vorarbeiten. 

Die Uebersichtstabellen der Gruppen und Gattungen sind 
knapp und genau und auf leicht erkennbare Merkmale gegründet. 

Die Staphyliniden und Pselaphiden Mitteleuropas füllen den 
ganzen zweiten, 880 Seiten umfassenden Band, eine außerordent- 
lieh mühevolle und zeitraubende, aber mit Geschick und Fleiß 
_ erledigte Arbeit, die als solche schon alle Anerkennung verdient. 
Augenscheinlieh beruhen alle Darlegungen auf eigenen Unter- 
suchungen. Auf 771 Seiten ist das gewaltige Material der 
Staphyliniden (12 Unterfamilien, 30 Gruppen, 177 Gattungen 
und ungezählte Arten) behandelt. Die meisten Gattungen ent- 
halten nur wenige, viele nur eine einzige Art, aber manche sind 
artenreich; so z. B. weist Aleochara 46, Oxypoda 48, Atheta 
(Homalota) 207, Quedius 62. Staphylinus 34, Philonthus 72, 
Lathrobium 36, Stenus 109, Bledius 35, Osxytelus 23, Trogo- 
phloeus 29 Arten auf. Es sind darnach im Ganzen wohl über 
1000 mitteleuropäische Staphylinidenarten aufgeführt und be- 
schrieben. 

Die ausführliche und anschauliche, mit Sorgfalt durch- 
geführte und auf Vergleichung der verwandten Arten beruhende 
Beschreibung aller Arten, unter Mittheilung sonstiger Angaben 
bei jeder Art und in jeder Gattung, muß die Beschäftigung mit 
den sonst wenig beliebten Staphyliniden zu einer angenehmen 
machen. Hinter jeder Gattungscharakteristik findet sich eine 


Stett, entomol, Zeit, 1396, 


362 


dichotomische Bestimmungstabelle der aufgeführten Arten. “wenn 
es deren mehrere sind. 

Auch kommen Aenderunsen von Gattungsnamen vor. Bo 
z. B. ist der Gattungsname Leistotrophus Perty, der bisher für 
(lie bekannten deutschen Arten tessellatus Foure. (nebulosus F.) 
und inurinus L. galt, nur für den ursprünglichen Typus der 
Gattung, die brasilianische Art versicolor Grav.. anwendbar, 
in Folge dessen für jene beiden Arten eine neue Gattung — 
Ontholestes — errichtet werden mußte. 

Staphylinus und Ocypus sind mit Recht zusammengezogen: 
jedoch ist die Gattung Staphylinus, wodurch die Uebersicht der 
Arten gewinnt, in 6 Untergattungen zerlegt. 

Die alte Gatiung Homalota ist, nach dem Ausschlusse 
mehrerer, besondere Gattungen bildender Arten, auf den Vorgang 
Thomson’s hin unter dem Namen Athela aufgeführt, weil 
(der Naine Homalota einer Gattung der Gruppe der Bolitocharinen. 
mit der Art plana Gyll., gebührt. Die Uebersichtstabelle der 
207 mitteleuropäischen Arten der Gattung Atheta umfabt die 
Seiten 135—154, wobei theilweise die Tabellen von Sharp, 
sowie von Mulsant und Rey mit einbegriffen sind. 

In entsprechender Weise, wie die Staphyliniden. sind die 
Pselaphiden auf Seite 771 bis 854 behandelt. Die Clavigeriden 
mit einer Gattung und drei Arten erscheinen nach Raffray's 
Vorgang (1891) als Unterfamilie der Pselaphiden. Auch hier 
ist der Hauptwerth auf die systematische Eintheilung und die 
tabellarische Uebersicht zur Erleichterung der Determination gelegt. 
wobei auch hier gute Textfiguren das Verständnib erleichtern. 
Bei der Besprechung der Clavigeriden ist die Biologie dieser 
eigenthümlichen Ameisengäste in Verbindung mit den adaptiven 
inorphologischen Bildungen. welche der Myrmecophilie zu Grunde 
liegen (Wasmann), eingehend erörtert. 

Den Schluß des Bandes bildet eine Uebersieht der mittel- 
europäischen myrmecophilinen Staphyliniden und Pselaphiden, 
nach Wasmann. 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


363 

Möge der Herr Verfasser auch bei der Bearbeitung der 
noch folgenden Bände seinen Lohn vornehmlich in der Genug- 
thuung finden, welche ihm die so fleißige und für eine lange 
Zukunft berechnete Bearbeitung des interessanten Materials be- 


reitet, sowie in dem aufrichtigen Danke der Entomologen und 


Zoologen und aller Freunde der Käferkunde. 


H. Kolbe. 


LIuIIn nn 


Inhalts-V erzeichniss. 


E. L. Ragonot + von Ed. Hering. $. 209. — Lepidop- 
terologische Mittheilungen aus der Schweiz von Rudolf Püngeler 
in Burtscheid. 5. 217. — Neue Orthopteren aus dem tropischen 
Afrika von Dr. F. Karsch, in Berlin. 8. 242. — Ludwig 
Ganglbauer, die Käfer von Mitteleuropa von H. Kolbe. $. 359. 
— Inhalts-Verzeichnib. 5. 368. — Inhalt des 57. Jahrganges 
der Stettiner entomologischen Zeitung 1896. 8. 363. — Alphabe 
tisches Reseister. S. 364. 


Inhalt des 97. Jahrganges 


der Stettiner entomologischen Zeitung 1896 


(alphabetisch geordnet). 


Seite 

Minhabetischesteuisien 0 eu. 364 

E. Brenske. Neue Melolonthiden aus Afrika und Asien.. 178 
J. Faust. Reise von RE. Simon in Venezuela. Curculionidae. 

[Een al ee er N N REN Be 33 

‘Derselbe, Neue Cureulioniden aus Java................ 136 

J. Griebel, Zwei Zwitter von Bupalus pimiarius ....... 31 


Stett, entomol, Zeit, 1896, 


364 


Seite 
W. von Hedemann, Beitrag zur Kenntniß der Micro- 
lepidopteren-Fauna von Dänisch-Westindien ..... 3 


W.Henssler, Biologische Mittheilung über Erastria venustula 32 


Bd. Hexrine, B.nb. Raconob er... u ee 209 
Dr. Walther Horn. Die Cieindeliden der Dohrn’schen 
Sammlung :, ser. Ran. ee OR 
Inhalts- Verzeichniße. 2.0. u... oe 206, 363 
Dr. F. Karsch, Neue Orthopteren aus dem tropischen 
Afrika un. een ee ee 242 
H. Kolbe, Ludwig Ganglbauer, Die Käfer von Mitteleuropa 359 
R. Püngeler, Lepidopterologiseche .Mittheilungen aus der 
Schweiz... 3 Zr a a 217 


Schütze. Mittheilungen über einige Kleinschmetterlinge .. 11 


C. A. Teich. Einiges über kaukasische Lepidopteren.... 27 
Vereins-Angelegenheiten ...... U Be a 206 


Alphahetisches Register. 


Acalles 44, camelus 56, Scorida m... men ae 306 
non ls 7a6N Vetern 57 Aerıdoden „er 245 
Acamloplasxı 8 an 349 Acrostegastes 303, glaber 
inomebideaseys ee 355 304 mellpes, na 303 
Acienemis angustula 151, Acteana 255, alazoniea.... 255 
dumalis 136, 151. ibis 136. Aediodes intermicalis ..... 4 


152, peduneularis 152, spilo- 
SADOLa. Na 
Acidalia asellaria 230, 241. 

calunetaria v. valesiaria 230. 

‚eontiguaria 21. 231. dever- 

saria 232, !diffluaria 239. 

doryeniata 232, humiliata 

241, luridata v. confinaria 

233, submutata 233, virgu- 

lania a a 
calieinosa 29, 


Stett, entomol, Zeit. 1896. 


Asrotis alpestris 211. cande- 
larum 241. candelisequa 
224. cos 225, culminicola 
294. Dahlii 21, decora 225, 
festiva 224. var. contlua 224, 
srisescens 241, lueipeta 225, 
multangula 230, renigera 
297. sagittifera 224. signifera 
295. simplonia 225, sobrina 
21, Wiskome 0 22 224 

Alcides auritus 149, Dejcani 
136, 150, delta 149, 150, 


inagieus 150, perturkatus 
136; 149, 150, triangulifer 
a nen 149. 150 
I 361 
Allaga 319, ambigua...... 320 
Allotriusia 306. eurycera. 306 
Aötchaemenes.. ......2..... 281 
Amblyptilia pusillidactyla 8 
Amphieremna 250, scalata 251 
Amy cus achromopterus 250, 
rhodiopterus 250, 251, xan- 


ROSEN 2 ee 250 
Analeis obliquevittis...... 43 
Anarta melanopa 219, var. 

Rupesmralise se en 230 


Aneylonydra squamipennis 178 
Anomoemerus52,71.tristis 72 


Anublensmanls a nee 306 
oma a serataeıl ne: 241 
Apteromechus: 54, 383, 
SUITARO nie 82 
Arantia mammisignum 332, 
SEUBTANS N eu.» 33l 
Aretia cervini 219, maculosa 
varssinploniear nn... 219 
Aresceutica 308, subnuda 309 
INSUhOLO mus en. 156 
Asactopholisgracilipes178, 
SOuamınpenmise 178 
Athesapeuta subsignata... 120 
ENG IEN se 361 
ANDENEOIET oe ee 55 
Balcherindaer nr... 245 
Badıstlealautar.......... 282 
Diasrdainae ein samen nee. 156 
Baris aenescens 107, coracina 
. 158, impressifrons129, inter- 
rupta 156, leucospila 156, 
monstrosa 129, neelgherien- 
sis 156, prolixa 111, sex- 
carinata 107, utibilis 136, 
lag sndema nn. 22... 127 
Baia, eb Be 55 
Biston alpinus 234, lappo- 
EAN, 2 BASE 233 
Bilattodea. .nen........ 243 


Steit, entomol, Zeit, 1896. 


Blednusseen nen 36 
Boarmia crepuseularia 241. 
slabraria 241, perversaria 
231 secuundanta en ur. 234 
Bombyx populi var. alpina 
223 Calberlae 223, 
var. canensis 


var. 


Bothrobatys 52, laticollis 
67, variegatus 67, venosus 66 
Brachybaris aeneopicea 106, 
mexicana 106, mutila..... 106 
Brachyerotaphus Büttneri 
261, Steindachneri 262, 
Stuuhllmannae ee 262 


Bupalus piniarius 31, 234, 
absnienicamian er 232 
Butalis palustris 26, paulella 26 


Caediecia apicalis 334, 335, 
INSROSDINOSa 335 

Calamochrous chilonalis. 4 

Calandra oryzae 132, setu- 


los er 132 
Calocampa vetusta........ 229 
Caloptenrdaer 0.0... 278 
Caloptenopsis angusticosta 

gar lattcostan nn... 0. 322 
Caradrina morpheus 228, 

terrea v. ustirena......... 229 
Caryanda agomena ....... 282 


Catantops 313, bifidus 317, 
ineptus 315, luerosus 316, 
opulentus 314, pompalis 318, 
putidus 315, vanus....... 318 

Catocala neonympha...... 30 

Catolethrus Grayii 182, 
interstitialis 132, produetus 132 

Catoptropteryx afra 335, 
capreola 332, 335, exten- 
sipes 334, 336, guttatipes 
335, immaeulipennis 333, 
335, maculipennis 333, 335, 
neutralipennis 334, 336, 
signatipemnis. ......»» 333, 335 


Cawendia 272, granulata.. 271 


366 


Centrinopsis comparabilis 
136, 158, ebeninus 
Centrinus 112, 127, albo- 
signatus 113, 119, alienus 
113. 120, astutus 113, 121. 
cemas 118, colonus 113, 
115, flaveolus 113, 116, 
sraphieus 113, 123, gra- 
tiosus 113, 122, haematopus 
113, 124, juvenilis 113, 124. 
lentus 113, 117, luteus 113, 
117, negleetus 114, nigres- 
cens 114, penicellus 122, 
perseillus117, pieumnusi14, 
semiflavus 119, signatus 119. 


eo 00ee 


solutus 113, 117, tolerans 
112, 113, venezolanus 113, 
Cestromoecha mundamen- 
SSR e 
Charilaus carinatus 274, 
nireicullum ea 
Chirista interrupta 264, 
IDANCaR ee ee 
Chloantha hyperici....... 
Chondroderamee er. 
Chomwesta. nn. 0 


Chrysochraon levipes.... 
Cieindela apiata 170, aulica 
174, var. laete-cupreo-viridis 
174, aurovittata 176, Besseri 
170, var. Dejeani 170, Camp- 
belli 171, var. Brouni 171, 
campestris var. corsicana 
176. catena 165, chlorochila 
165. clarina 171, Clausseni 
170, Delavayi 169, delieiola 
171. Dohrni 176, dromi- 
coides 172, Flohri 171, fune- 
bıris 169, 172. Gormazi 170. 
var, dolorosa 170, Henzei 
171,: var. 'cumatilis 171, 
hesperidum 174, incerta 170. 
leueostieta 165, lunulata 
174, massaniensis 174. 
morio 173, Motschulskyi 
172, nigrocoerulea 165, 
nigrovittata 172, 173, obso- 


var. 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


letesignata 169, perhispida - 
175, plumigera 176, quadri- 
punctata 173, Rafflesia 175, 
rufiventris 171. sedeeim- 
punctata 172, var. Mellyi 
172, var. parallella 172, var. 
Sallyi 172, var. ventanasa 
172, sexguttata 165, var. 
violacea 165, speculifera 
170, striatifrons 165, striolata 
174, var. lineifrons 174. 
var. auricollis 174, var. 
uniens 174, terminata 170. 
trigutta 166, vitiensis 169. 
var imperlectar nee 
Cidaria aemulata 240, alpi- 
colaria 239, caesiata 239. 
calligrapharia 240. eyanata 
233, dilutata 236, flavi- 
einctata 237, 238. frustatata 
ab. fulvoeinctata 241. hastata 
239, incursata 236, infidaria 
237. 238, ab. primordiata 
238, juniperata 236. Kolla- 
riaria 236, literata 236, 
miata 236, nebulata 239. 
var. mixtata 239, nobiliaria 
237, similata var. geneata 
236, sordidata ab. fusco- 
undata 241, subhastata 239. 
taeniata 236. tophaceata 
239, trifasciata 


169 


Cnaphalocrocis similis .. 4 
Cnethocampa pityocampa , 294 
Coelosternus 55, elientellus 

88, compernis 55. tardipes 

87, olestusı Sa 86 


Coenona 307, brev ee 807 
Coleomerus aenescens 104. 
ebeninus. au. a ee 104 
Coliassedusar. 20a 241 
Collabasmueee 54 


Collyris acrolia 177, eh. 
176. 177, Mniszechi 176. 
modesta 177, palpalis 176. 
pinguis177. sumatrensis176, 


vobusta 176,tubereulata 177, 


viridula var. variipalpis .. 
Conchotopoda Stuhlmanni 


Conocephalidae......... 
Corigetus aristatus 140, 
EBesPEOStRIen nel 156, 


Corycomima 343, camerata 
Cosmema coaretata 168. 
hamata' 


PAR Tu var ar var Sur Var Dar are DL Bar u Bar Br 


Cossonus bilineatus 163, 


bimaculatus 164, biseriatus 
136, 163. cognatus 135, cor- 
ticalis 134, foveatus 135, 
ienavus 136, 163, perfidiosus 


133, scrobieulatostriatus 134, 


seenis 134. spathula 133, 
BULCHLOSEEISE N 


Cossus araraticus 28, COSsus 


eo Teen 


Uappoblabesr. 2.2.2... 
Uryptometop us52, 73, per- 
SONMUUS ee udanercn 
Uryptorhynchus 54, Bohe- 
manni 82, lapathi 
Cueullia lyehnitis........ 
Uydosia hilarella 11, nobi- 
ea nn: 
Erlondrotbeeuser. ....... 
Uymatopsygma 247. 1la- 
belliferum 


een. 


Cyrionyx 97, biplagiatus 98, 
rufofemoratus 


Cyrtacanthacris aegyptius 
303, Baumanni 293, coralli- 
nipes 295, debilis 800, 
Deckeni 295, 296, deeipiens 
298, dius 294, 296, humili- 
erus 301, illustrissimus 297, 
roseus 293, 299, serobieu- 
latus 301, teetiferus 299. 
altchpesier are sei 

Cystocoelia absidata ..... 

Deilephila zygophylli.... 

Dermatodes perlatus 186, 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


367 


137. subfaseiatus var. sim- 


plex ee. a SE 136, 137 
Diesmlaronkalıse enge 4 


Dianthoecia tephroleuca.. 227 
Digentia 283, punctatissima 283 


Diosema rose 343 
Dioryetria abietella ....... 16 
Diplodoma marginepune- 
tells Sun ee. 19 
DIE por am mus 55 
Distypsidera coarctata.... 168 


Dnopherula 259, callosa.. 259 

Drepanophyllum corrosi- 
folium 326, marmoratum,. 326 

Dromica albivittis 168, Ber- 
tinae 1683 


Duronia duria 252, insipida 252 
Dyseerus consimilis 146, 
ondane 136, 145 


Biephlanwus. en... 281 
Eetyrsus albohirtus 34, 
pustulatus 33, villosus..... 838 
Emydia cribrum 219, var. 
candida 219, ab. inquinata 219 
Enochletica 336, osten- 


RIES sad Herporenee rn 337 
Ennopteridaerr. ar 355 
Epacromia sansibara 264, 

teraestina en ee 265 


Epichnopteryx sapho.... 223 
Epiphlebus 325, crypterius 325 


Epistaurus...........0e> 308 
Erastria venustula........ 32 


Erebia ceto ab. obseura 241. 
Christi 241, evias 219, tyn- 
darus ab. eoecodromus ... 219 

Eremidium 280, equuleus. 281 

Eubulomus 55,84, stietieus 85 

Dnbmlng s.dı.sosoooneno 55. 85 

Eueosmia certata var. sim- 
ploniea. 236, montivagata. . 236 

Eudioptis hyalinata 4, im- 
maculalis...........r...: 4 

Eugitopus isabellinns 136, 


368 


160, lugubris 136, 160, 

vikbatulsr. Seren 162 
Eulechriops erythroleucus 

91. gracilis 93, perplexus 

94, trifasciatus........... 92 
Eulepida anatina 181, 185, 

oracilipes 185, lepidota 181, 

mamboiae 181, 184, nitidi- 

collis 181, 183, 184, Ober- 

thüri 181, Savagei 182, 

Sinuatıirensee werner. 181 
Eupithecia ceynensata 241, 

dieitaliata 240, graphata 240, 

innotata 240, latoniata 241, 

ligusticata 240, magnata 241, 

nanata 240, pimpinellata 

v. lantoscata 240, pulchellata 

v. pyrenaeata 240, silenata 

241, sobrinata v. Graese- 

riata 241, .subfulvata 240, 

ab. oxydata 240, togata... 240 


Eurycreon bifidalis....... 3 
Euryoda abyssinica 168, 
amousuncollis wer. nn 168 


Euscepes 50, bicolor 45, 
fasejatus 47, hirsutus 46, 
pilosellus 46, porcellus ... 46 

Enthinobothrus54,lapathi 
54. pilosellus 84, porcellus 54 

Eutoxus corax 131, nigro- 
eincetus 130. reflexus...... 131 

Euxenus 47, 50, apicalis 48, 


DOSLCUS ER 47 
Exopholis hypoleuca 179, 
philppmiease 179 


Fumea afiinis 223, crassio- 
rella 293, norvegica...... 223 


Bundella pellueens....... 7 
Gasterocerus......... 68 


Gelechia libidinosa 23, mus- 
cosella 22, pingumella 22, 
tephriditella 24, tragicella. 23 


Geloropoear 343 

Geraeus Simoni 113, 125, 
Senilisen: en 125 

Ge nienna er re 310, 311 


Stett, entomol, Zeit. 1896, 


Glyphoclonus 249, miri- 


Peine. Senne 250 
Gnophos caelibaria v. spur- 

caria 234, pullata ........ 21 
Gracilaria syringella ..... 33 


Grapholitha corollana 15, 
discretana 12, leguminana 
14. strobilella 18, tetragram- 
ANANAS 0 ee 13 


RE AS 5 279 
Hadena anilis 297. furva 21, 
literosa 298, platinea 227. 
rubrirena 228, rurea 241. 
strigilis ab. latruncula 241. 
sublustris 2298, zeta v. per- 
RN a 297. 241 
Hampacidae.... Aa 243 
Harposcepa 398. lobuli- 
pennisan ee 329 
Harpyia erminea 27. inter- 
medıa 97, inullane 0 27 
-Heliacastenebratar ae 230 
Hesperia ahrıman 2... 30 
Heterobothrus 53. 80, bi- 
pustmlarua ra a s0 
Heteroptochus insularis 
136, 14% ornatuser 141 
Hetevosvernnmisr nee 109 
Hibernia aurantiaria:..,... 233 


Holopyenia 198, celebesiaca 199 

Holotriehia constrieta 198, 
eurystoma 198, mucida 198, 
quadrangulata 198, Severini 198 


Homalota 361, plana..... 362 

Homoeostethus 52. 68, tri- 
anaularıs 2 68 

Homnrankebeler ges 5) 


Hoplosternus bifurcatus 
2C;, shanghaianus 203. vires- 
f 


CERSRDR. en ee ee 202 
Humb«& .lava 265, hyalodes 

265. miniatipennis........ 265 
Humpatella 270, 272, con- 

SETICHE an ae 270 
Hydrocampar.. 2... 5 


Hypocoeliodes 100, coro- 

natus 101. pleurostiema... 
Iypena obesalis 
Iyponomeuta triangularis 


Hysia inermis, 


Dar Er ar Er Er Er 


Imera 


Isechmaerırdachoyarssı a 
Isechnansis 312, insitiva... 
Isotrachelus 94, brumneus 


95. gracilipes 96, uniseriatus 


Lagnrodes Br 
Laodia bilineata 136. 157. 


zesR9N urlur.. a lan: 
Leioptilus miecrodatylus 9. 
ihomaes FE 
Leistotrophus 362, inuri- 
nus 8362. nebulosus 362, 
tesselatus 362, versicolor .. 
Lentula modicierus 279, tur- 
CE NEIENIS SL Eee 
Lepidiota oraecilipes 178, 
SUNTAURON SE een 
Leueania Ändereeeii v. en- 
sadinensis 228. comma 228. 
allen ee. 
Leuecopholis armata 192. 
194, Castelnaui 196, cele- 
hensis 197. erassa 193. cur- 
videns 195, diffinis 189, 
elonsata 194, gracilis 189. 
Helleri 186, Jacquinoti 197. 
insularis 197. lateralis 189, 
molitor 196. niasiana 195, 
palemlangia 192, pangiana 
187. pollens 193, 194, rori 
186. sangirana 186, ı ı, 
188, Schochi 189, Selenkana 
190. Semperi 194, Sharpi 
194. Staudingeri 189, sulnana 
188, tristieula 195, tristis.. 
kanpsauhlea celuisr.... OS 


Stett, entomol, Zeit, 1596, 


228 


195 
218 


369 


Limnobarisangulicollis110, 
parvula 111. prolixa ..... 111 
NOS ar 349 


javanus 136, 143, monticola 
144, mucoreus 143, 144. 
orientalis 143. 144, Prai- 


Damen rer 143, 144 
Lobophora sabinata ...... 235 
Lobopoma 253, ambages.. 253 
Euperina vivens...... : 227 


Lyeaena cyllarus 218, var. 
Blachieri 218, melanops 
218. orion 218, pheretes 218, 


phiala...... EEE oe) 
Lythria plumularia....... 234 
Macaria \iturata®.......... 233 
Madarellus 126, sancuinosus 

107, undulatus....... LO 
Maldamansrebenusr ae 107 


Mamestra advena 226, dissi- 
milis 226. nebulosa 226, 
proxima 226, ab. ochro- 
stiema 297. serratilinea ... 225 

Mantichora eongoensis 166- 
ferox 166. Gruti 166, Living- 
Son ee 166 


Mataeus albofaseiatus...... 347 
Mechistocerus bardus 153. 
inchenusp ee 136. 193 
Mecopodıdach 2,27% 346 
Meeostibus 266. leprosus 
268, physalus 268, sub- 
Laey IS SR en 267 
Meoacephala Baxteri 167. 
regalis 167, senegalensis .. 167 
Melolontha tibialis 204, 
wUlSarise eg ee: 204 
Merocnemus 53, 77, Hormi 77 
Metamasius deeoratus 182, 


SEC US De RE LLLEN: 132 
Metapa usamlariea........ 290 
Metaxymecus laxus ‚324. 

Denanlusp rer rs 


370 


Metoposoma 53, 75, fune- 
ER Ne 33. 75 
Metriophilus 51. 62, con- 
tractus 63, discors 64, dis- 
eretus 64, lynx 62, rivalis 
64, sbenuipes ee 65 
Micta 348, spinulosa,,..... 348 
Mimaeseoptilus eilvidorsis 
I, LENLUIE NE N NR 9) 


Minoa murinafa v. einereata Sal 


Mithymna imbecilla ,..... 228 
Morgenia hamuligera 340, 
maculisparsa 340, melica.. 310 
Mormotus erectistylus..... 352 
Mustius Afzelii 347. euryp- 
VERS EN N 347 
Myrmecoptera Bertolonii 
167, limbata 167. 168. var. 
consimilis 168, rugosa .... 167 
Nanus une 156 
Nemeophila plantaeinis ab. 
hospiton a In N 241 
INeotylodesl. at 0 44. 51 
Ochrilidia 264. brevipes 
263, tibialis 263, tryxalicera 263 
VCH DRS ee 362 


Odontochila angustata 169, 
egregia 169, fulgens 169, 
nikidieolienn ana 169 

Odontomelus fullonius ... 2 

Odontoptera bidentata.... 

Vecophora einnamomea 21, 

fuscescens 21. .tripuneta, 21 

Oedematophorus inquina- 


US N I 
Vedipodidae ann 265 
Oeta compta 10, punctella 10. 

Pusiulellay m 10 
Ogmothela 260, Yimulata. . 261 
Ontinolestes er 362 
Onychobamıs ar 126 
Opssthodieruse 349 
Oraistes 288, luridus ..... 289 
Orbillus nyassieus ........ 313 


Oreopsyche plumistrella 
222, tenella 292, vesubiellla 229 


Stett. entomol, Zeit, 1896, 


Ornvhacanthaeeis 303 
Ontieus © N 109 
ORyaspie RER „ 349 
Oxychila acutipennis 166, 
aaa Sr 167 
Oxzypoda... rn 361 
Oxypterus 50, blandus 37, 
capillatus 39, discretus 41, 
egregius 39, ochreatus 48. 
torvadus Sy ne 40 
Oxytelusa er en 361 
Pachnobia rubrieosa ..... 2330 
Pachybaris stolida .,..... 108 
Pachytychius ancora,.,.. 60 
Pagopedilum 276, sub- 
eruciatum. 277 
Palaeopus 51, 60, adsper- 
sus 60, latieollis ......... 61 
Palo phus centaurus 945, 
hippotaurus 245. Reyi in 
Kampihaondaener sr 275 
Banchlorıdare ar 243 
Panurgica 243, duplex ... 244 
Paracicnema lueulenta 254, 
bicolor. 2 m ee 254 
Paracoptacra 304, canta,. 304 
Barameirnapar 355 
Pardalota asymmetrica 330, 
versicolon ae 330 
Parepistaurus 305. deses. 305 
Parimera obscura 148, sie- 
nata 136. 147. uniformis 
148, vittata.......0.0.. -136, 148 
Parisacalles 50,55, erispus 
Di, Jeranuliker en 56 
Parisoschoenus 196, cupi- 
dus 126, montanus ....... 126 
Penichrotes brevivalvatus 
240, nuduse en 247 
Penthina postremana,.,... 17 
Peronura nommaı 327 
Phaneropteridae 328 
Phasgonurodea......... 325 
Prasmodeae 245 
Phenacisma 243, peltata .. 243 


u a AT TT ah ehenennn a u eh aan 


nt 


a he 


EEE ERBEN EN DON 


Phialosphaera 309, globu- 


Tee eo 310 
Phidotricha erigens...... 7 
PN On Eee 361 
Philoseirtus 346. cordi- 

ONE ee oe 346 
Phlaurocentrum stigmo- 

SEEN 336 
Binallommmu ze ul. 349 
Phymatens olivaceus 273, 

Purpurascensen. a... 272 
Phymatophosus 54. 8. 

SONENIISIEN de BR On 83 
Phyrdenus 53, Caseyi 78, 

divergens 78. diversus 78, 

undamelane une. 53 
Physocorypha 344. politu- 

ER N 345 
Dille EiSerapae en. 241 


Piezonotus zibbus 139. 
javanus 136, 138, suturalis 139 
Plangia camerata 344, lami- 


Dlera langes. 333 
Plangiopsis adeps........ 388 
Plastocorypha 353, wan- 

dıkama eine 354 
Dilaiyaptesunlaier nr... 264 


Plaxes dispar 136, 155, Pen 155 
Plusia aemula 229, ain 229, 


Nearsenseam ur. mn. 229 
Ianlenmionatdatens ne 245 
Pododula 283, aneisa..... 283 


Polyglochin herinaceus 352, 
peculiaris 352, subulo .... 352 

Polyommatus virgaureae 
“var. zermattensis ......... 218 

Polyphylla algirana 200, 
fullo 200. sikkimensis .... 201 
Poteriophorus ochreatus.. 162 


Pristocorypha 291, cor- 
neola 292, latruncularia... 292 
Dselaphidae..n........ 359 
BseudophylAidae........ 347 
Pseudometrypa 355, pu- 
Van een 306 
Pseudorhynchus nierifrons 354 
Disvcehhe zermattensis ....... 222 


Stett, entomol. Zeit, 1896, 


Ptemoblax 311, ludius 311, 
SUCCUTSOT IE 312 
I vofalenas Dıeras 224 


Eyraomonprdaee ra 269 
Quedeusı ren en 361 
Radamusmeer ee: 127 
Raminagrobis oxyoma ... 166 


Retinia margarotana 16, reti- 
ferana 16 


R tha 256, levis 
257, milanjiea 258, subtilis 257 

Rhynchophorus palmarıum 132 

Rhytidoelymma 127. aenes- 


GEN ee 128 
Rubel ap ee 271 
DANS DIVE 223 
DIKLVEEUSENELIDIONER 241 
Schönherria amboinae.... 20i 

nacmlosar a, A 201 
Scyphophorus anthraeinus 132 
Selenia bilunaria ......... 233 
Semiophygas 349, arescus 

3492, hadrusıı, 2. nenne 350 
Semnorhynchus 52. 69, 

PDLCHULEN er 70 
Serpusia spleniata........ 308 


Setina aurita ab. iphimedia 
219, ab. pallens 219, var. 
ramosa 219, var. sagittata.. 219 


Simaethis rimulalis....... 10 
Solenobia pineti 19, trique- 
vrellay en a re. 19 
Sphenexia 269, 271, fusi- 
SO e ne ee 269 
Sphenocorynus melanaspis 
159, seminudus...... 136, 159 
St apinsyalımlondear ae 359 
Sta p)hayoliniursbe 361 
Stenacropteryx 339, ebur- 
NELCALA I 399 
Stenamblyphyllum dilu- 
Te a ee 327 
DEMAND Day ee: 34) 


Ste No Cm/O sy Se 3li 
DS LEmIolS[CH, Pla 271 
OLE Bo 


Stephanopholis 180, lu 
lippinensis 180. singalensis 181 

Stizoscepa 350, hasinotata 351 

Synelera minima nr 5) 


Syngamia florella 5, 1lo- 


rellalis 5, quinqualis ..... B) 
Syntomis phegea ab. iphi- 
redlialı.. ee re ea 219 
Tachyeonus fulvipes 100, 
horridus 100, Lecontei 100. 
Bchonhermier 0.22 ee 3) 
Talaeporia pseudobomby- 
Gellanı nu a 19 
TanymecusFruhstorferi136, 142 
Inelpasira se ee 146 
Derabodes ar ner. 281 
ren p MSN. er 342 


Tetrarcha carolina 167, var. 
chiliensis 167, var. Latreillei 167 
Teutras dumosus 354, echi- 
natus N 
Thalpochares purpurina,.. 230 
Therieles enu 248, vacca. 248 
Tinea ionicomella 
Tomias 
Tortrix cinnamomeana 21. 
histrionana 21, piceana.... 1 
Tortyra auriferalis 10, auro- 
fasciana 10, fulgens 10. ignita 
10, speetabilis 10, violacea 10 


Tricondyla apterar. ee 176 
Trigonops tubereulata 136, 137 
Triodonta nitidula 178. san- 


EEE een dene 178 
Tristria conops 084. 237, 
discoidalis 283. mareini- 
costa 285, 236. 288, sutu- 
nal N 233 
1:0)2:0,pıh Rore nis ee 361 
mo pr. da ehem er 277 
Tropidophrys 340, amydra 341 
Ieruseakdalen erre N 249 
Trypetes a. werte 156 


Tylacoptila paurosema..,.. 7 
Tyloderma D3. foveolata 53. 
76. fulvicornis 76. setaria 75, 
subpubescens 22 008 76 
Tylodes 49, armadillo 36, 
insubidus 36, obsoletus 36. 


semitubereulatus. .......... 3 
Neyallords dieses RE 49 
UNlo biamısı lorieatae were 157 


Ulosomus immundus.. ... 4 


Wenilia macularia ........ 233 


Xenosomus 50, Chevrolati 

A oonoderuse Ne Eee 44 
Xiphocera latipes 276, spinu- 

losa 275. 
Xysmatodoma astrella.... 18 


Stuhlmanniana .. 275 


ZAaglyptus seriatus 10E 
Striatus' 105, suleatus ..... 105 


Tragopus bicristatus 136, Zurus Simoni...... Soasons 35 
153, brevis 154, fasciatus 186,153 | 
— DE — 


Stett, entomol, Zeit, 1396, 


al 
s7 


DIV. INS. 
V.5. NATL. Mio 


[N mit | 


01 268 1 953